© 2006 Pearson StudiumFolie 6-1 Kapitel 1 Einführung Kapitel 6: Skalenerträge, unvollständiger Wettbewerb und internationaler Handel

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    05-Apr-2015

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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-1 Kapitel 1 Einfhrung Kapitel 6: Skalenertrge, unvollstndiger Wettbewerb und internationaler Handel
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-2 Einfhrung Skalenertrge und internationaler Handel: ein berblick Skaleneffekte und Marktstruktur Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs Monopolistischer Wettbewerb und Auenhandel Dumping Die Theorie externer Skaleneffekte Externe Skaleneffekte und Auenhandel Zusammenfassung Kapitelbersicht
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-3 Einfhrung Es gibt zwei wesentliche Grnde, weshalb Nationen Auenhandel betreiben: Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Ressourcen oder ihrer Technologie. Sie mchten Grenvorteile und zunehmende Skalenertrge nutzen. Wir unterscheiden zwei Arten von zunehmenden Skalenertrgen: Interne Skaleneffekte Externe Skaleneffekte
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-4 Einfhrung Bei internen Skaleneffekten ist die Annahme vollstndigen Wettbewerbs inkonsistent, wir brauchen Modelle mit unvollkommenem Wettbewerb. Wir fhren zwei Modelle des internationalen Handels ein, in denen interne Skaleneffekte und unvollstn- diger Wettbewerb eine entscheidende Rolle spielen: das Modell des monopolistischen Wettbewerbs das Dumping-Modell
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-5 Skalenertrge und internationaler Handel: ein berblick Auenhandelsmodelle, die auf dem komparativen Vorteil basieren (z. B. das Ricardo-Modell), gehen von konstanten Skalenertrgen und vollstndigem Wettbewerb aus: Eine Erhhung des Faktoreinsatzes steigert die Produktionsmenge im selben Verhltnis. In der Praxis weisen viele Branchen aber zunehmende Skalenertrge auf. Ihre Produktion ist umso effizienter, in je grerem Mastab sie durchgefhrt wird.
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-6 Zunehmende Skalenertrge bedeuten: Die proportionale Zunahme der Produktionsmenge bersteigt die proportionale Erhhung der eingesetzten Faktoren. Die Durchschnittskosten (Stckkosten) sinken mit zunehmender Marktgre. Skalenertrge und internationaler Handel: ein berblick
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-7 Skalenertrge und internationaler Handel: ein berblick Tabelle 6.1: Beziehung zwischen Faktoreinsatz und Produktionsmenge einer hypothetischen Branche Gesamter Arbeitseinsatz ProduktionsmengeDurchschnittlicher Arbeitseinsatz 1052 15101,5 20151,333333 25201,25 30251,2 35301,166667
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-8 Skaleneffekte und Marktstruktur Man unterscheidet zwei Arten von Skaleneffekten: Externe Skaleneffekte Die Kosten pro Einheit hngen von der Gre der Branche, nicht aber unbedingt von der Gre des Unternehmens ab. Die Branche besteht typischerweise aus zahlreichen kleinen Unternehmen und ist von vollstndigem Wettbewerb gekennzeichnet. Interne Skaleneffekte Die Kosten pro Einheit hngen von der Gre des Unternehmens, nicht aber unbedingt von der Gre der Branche ab. Die Marktstruktur ist von unvollstndigem Wettbewerb gekennzeichnet. Groe Unternehmen genieen gegenber kleineren Unternehmen einen Kostenvorteil. Beide Arten von Skaleneffekten sind wichtige Ursachen fr Auenhandel.
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-9 Unvollstndiger Wettbewerb Die Unternehmen sind sich darber bewusst, dass sie die Preise ihrer Produkte beeinflussen knnen. Sie wissen, dass sie ihren Absatz nur durch Preissenkungen erhhen knnen. Jedes Unternehmen sieht sich als Preissetzer, der den Preis seines Produktes bestimmen kann, und nicht als Preisnehmer. Die einfachste Marktstruktur mit unvollstndigem Wettbewerb ist das reine Monopol, ein Markt, in dem ein Unternehmen berhaupt keinem Wettbewerb ausgesetzt ist. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-10 Das Monopol: eine kurze Wiederholung Grenzerls der Erls, der einem Unternehmen aus dem Verkauf einer zustzlichen Einheit zuwchst Seine Kurve, MR, liegt stets unterhalb der Nachfragekurve, D. Um eine zustzliche Einheit zu verkaufen, muss das Unternehmen den Preis aller verkauften Einheiten (nicht nur der zustzlichen) senken. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-11 Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs Abbildung 6-1: Preis- und Produktionsentscheidungen eines Monopolisten D Kosten, C Preis, P Menge, Q Monopolgewinne AC PMPM QMQM MR MC AC
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-12 Grenzerls und Preis Die Beziehung zwischen Grenzerls und Preis hngt von zwei Faktoren ab: von der gegenwrtigen Absatzmenge des Unternehmens von der Steigung der Nachfragekurve, aus der hervorgeht, um welchen Betrag der Monopolist seinen Preis senken muss, um eine zustzliche Produktionseinheit zu verkaufen. Der Grenzerls liegt stets unter dem Preis. Angenommen die Nachfragekurve ist eine gerade Linie Q = A B x P (6.1) dann folgt fr den Grenzerls MR = P Q/B (6.2) Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-13 denn P = A/B + Q/B PQ = AQ/B + QQ/B (PQ) = A/B + Q/B + Q/B MR = P + Q/B Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-14 Durchschnittskosten und Grenzkosten Die Durchschnittskosten (AC) sind die Gesamtkosten dividiert durch die Produktionsmenge. Die Grenzkosten (MC) sind die Kosten, die zur Produktion einer zustzlichen Einheit aufgewendet werden mssen. Angenommen die Kosten der Firma haben folgende Form: C = F + c Q (6-3) Die Fixkosten F erzeugen Skaleneffekte, weil die Fixkosten pro Einheit mit wachsender Produktionsmenge des Unternehmens sinken. Die Durchschnittskosten der Firma sind: AC = C/Q = F/Q + c (6-4) Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-15 Abbildung 6-2: Durchschnittskosten versus Grenzkosten Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs Durchschnittskosten Grenzkosten 1 2 0 3 4 5 6 24681012141618202224 Stckkosten Produktionsmenge
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-16 Monopolistischer Wettbewerb Oligopol Interne Skaleneffekte erzeugen eine oligopolistische Marktstruktur Es gibt mehrere Unternehmen, die alle gro genug sind, um die Preise zu beeinflussen, von denen aber keines ein unangefochtenes Monopol besitzt. Die strategische Interaktion zwischen den Unternehmen des Oligopols spielt eine wichtige Rolle. Jedes Unternehmen bercksichtigt bei seinen Entscheidungen die mglichen Reaktionen seiner Konkurrenten. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-17 Der monopolistische Wettbewerb ein Sonderfall des Oligopols Zwei Grundannahmen werden vorausgesetzt, um das Problem der gegenseitigen Abhngigkeit zu umgehen: Jedes Unternehmen ist in der Lage, sein Produkt von dem seines Konkurrenten zu differenzieren. Jedes Unternehmen nimmt die von seinen Konkurrenten verlangten Preise als gegeben hin. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-18 Gibt es in der Realitt Branchen mit monopolistischem Wettbewerb? Einige Branchen kommen ihm recht nahe (z. B. die Automobilindustrie in Europa) Aber: der wichtigste Vorteil des Modells des monopolistischen Wettbewerbs besteht nicht in seiner Realittsnhe, sondern in seiner Einfachheit. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-19 Grundannahmen des Modells Eine Branche bestehe aus einer Reihe von Unternehmen, die differenzierte Produkte herstellen. Der Absatz eines Unternehmens wchst mit der Nachfrage nach seinem Produkt und den Preisen seiner Konkurrenten. fllt mit der Anzahl der in dieser Branche ttigen Unternehmen und dem eigenen Preis. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-20 wobei: Q: der Absatz des Unternehmens S: der Gesamtabsatz der Branche N: die Anzahl der Unternehmen in der Branche B: eine Konstante fr Absatznderungen infolge von Preisnderungen des Unternehmens P: der von dem Unternehmen verlangte Preis Angenommen die Nachfrage, der ein Unternehmen unter diesen Voraussetzungen begegnet, kann durch folgende Gleichung beschrieben werden: Q = S x [1/n b x (P P )] (6.5) Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs P: der Durchschnittspreis seiner Konkurrenten ist.
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-21 Marktgleichgewicht Alle Unternehmen dieser Branche sind symmetrisch Identische Nachfrage- und Kostenfunktionen Die Methode zur Bestimmung der Unternehmensanzahl und des Durchschnittspreises umfasst drei Schritte: Marktgleichgewicht: Wir stellen eine Beziehung zwischen der Anzahl der Unternehmen und den Durchschnittskosten eines Unternehmens her. Gewinnmaximierung: Wir betrachten die Beziehung zwischen der Anzahl der Unternehmen und dem Preis, den sie jeweils verlangen.. Freier Eintritt: Wir leiten die Anzahl der Unternehmen im Gleichgewicht und den von ihnen verlangten Durchschnittspreis her. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-22 Unternehmensanzahl und Durchschnittskosten: Kurzfristiges Gleichgewicht Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs Wegen Symmetrie gilt P = P. Aus der Nachfragegleichung (6-5) folgt dann, dass Q = S/n und in der AC-Gleichung (6-4) galt, dass die Durchschnittskosten im umgekehrten Verhltnis zur Produktions- menge stehen. Daraus schlieen wir, dass die Durchschnittskosten von der Gre des Marktes und der Anzahl der Unternehmen in dieser Branche abhngen: AC = F/Q + c = n F/S + c (6-6) Je mehr Unternehmen in der Branche vertreten sind desto hher sind die Durchschnittskosten.
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-23 AC Anzahl der Unternehmen, n CC AC 3 n3n3 n1n1 AC 1 n2n2 AC 2 Abbildung 6.3: Marktgleichgewicht bei monopolistischen Wettbewerb Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-24 Die Anzahl der Unternehmen und der Preis (Gewinnmaximierung) Das Modell des monopolistischen Wettbewerbs geht davon aus, dass die Unternehmen ihre gegenseitigen Preise als gegeben hinnehmen. Wenn jedes Unternehmen P als gegeben hinnimmt, knnen wir die Gleichung fr die Nachfragekurve (6-5) in folgende Form bringen: Q = (S/n + S b P) S b P (6.7) Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-25 Gewinnmaximierende Unternehmen setzen ihren Grenzerls gleich ihren Grenzkosten c. Aus (6.2) erhlt man mit B = S b und Q = S/n die negative Beziehung zwischen dem Preis und der Anzahl der Unternehmen im Markt, die PP Kurve: P = c + 1/(b n) (6.10) Je mehr Unternehmen in einer Branche ttig sind, desto geringer der Preis, den jedes verlangen wird. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-26 PP Preis, P Anzahl der Unternehmen, n P3P3 n2n2 Abbildung 6.3: Marktgleichgewicht bei monopolistischen Wettbewerb Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs P2P2 P1P1 n1n1 n3n3
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-27 Die Anzahl der Unternehmen im Gleichgewicht (freier Eintritt) Die fallende Kurve PP besagt: Je mehr Unternehmen in einer Branche ttig sind, desto geringer der Preis, den jedes verlangt. Je mehr Unternehmen, desto hrter der Wettbewerb. Die steigende Kurve CC zeigt, dass mit wachsender Unternehmensanzahl die Durchschnittskosten jedes einzelnen Unternehmens steigen. Wenn die Anzahl der Unternehmen wchst, sinkt der Absatz jedes einzelnen. Daher sind die Unternehmen nicht in der Lage, einen tiefer gelegenen Punkt auf ihrer Durchschnittskostenkurve zu erreichen. Im Gleichgewicht treten Unternehmen in den Markt solange ein, bis der Gewinn gleich Null ist, AC=P. Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-28 PP Kosten C, und Preis P Anzahl der Unternehmen, n CC n2n2 AC 2 E Abbildung 6.3: Marktgleichgewicht bei monopolistischem Wettbewerb Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs P2=P2=
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-29 Beschrnkungen des Modells des monopolistischen Wettbewerbs: Unter den Bedingungen des allgemeinen Oligopols treten zwei Verhaltensmuster auf, die beide von den Annahmen des monopolistischen Wettbewerbs ausgeschlossen werden: Abgestimmtes Verhalten (Kollusion): erhht die Gewinne aller Unternehmen auf Kosten der Konsumenten kann entweder auf explizite Vertrge oder auf stillschweigende Koordinationsstrategien zurckgehen Strategisches Verhalten: gezielter Versuch, das Verhalten der Konkurrenten zu beeinflussen Abschreckung potenzieller Rivalen vom Eintritt in die Branche Die Theorie des unvollstndigen Wettbewerbs
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-30 Anhand des Modells des monopolistischen Wettbewerbs lassen sich folgende Wirkungen des Auenhandels nachweisen: ein durch Skaleneffekte bedingter niedrigerer Durchschnittspreis eine durch Produktdifferenzierung bedingte grere verfgbare Produktvielfalt Importe und Exporte innerhalb jeder Branche (intrasektoraler Handel) Monopolistischer Wettbewerb und Auenhandel
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-31 Die Auswirkungen einer Vergrerung des Marktes In einer Branche mit monopolistischem Wettbewerb beeinflusst die Gre des Marktes sowohl die Anzahl der in ihm ttigen Unternehmen als auch die verlangten Preise. Monopolistischer Wettbewerb und Auenhandel
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-32 Abbildung 6.4: Auswirkungen einer Vergrerung des Marktes Kosten C, und Preis, P Anzahl der Unternehmen, n CC 1 n1n1 P 1 1 PP n2n2 P2P2 2 CC 2 Monopolistischer Wettbewerb und Auenhandel
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-33 Gewinne aus einem integrierten Markt: ein Zahlenbeispiel Auenhandel ermglicht die Schaffung eines integrierten Marktes, der grer ist als die nationalen Einzelmrkte. Auf diese Weise wird es mglich, den Konsumenten eine grere Produktvielfalt und niedrigere Preise zu bieten. Monopolistischer Wettbewerb und Auenhandel
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-34 Beispiel: eine von monopolistischem Wettbewerb gekennzeichnete Automobilbranche Es gelten folgende Gren: b = 1/30.000 F = $750.000.000 c = $5000 Es gibt zwei Lnder (Inland und Ausland). Die Kosten der Automobilproduktion sind in beiden gleich. Der Jahresabsatz betrgt 900.000 Automobile in Inland und 1,6 Millionen Automobile in Ausland. Monopolistischer Wettbewerb und Auenhandel
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-35 Abbildung 6.5: Gleichgewicht des Automobilmarktes Monopolistischer Wettbewerb und Auenhandel
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  • 2006 Pearson StudiumFolie 6-36 Abbildung 6.5: Fortsetzung Monopolistischer Wettbewerb und Auenhandel
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  • 2006 Pe...

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