1940 Die Ethische Technik

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    Die ethische TechnikWien, zu Ostern 1940

    Es ist nicht das erste mal, da Zweifel am Lebenswert des technischen Genius

    aufzuflackern begannen, wobei es aber keinesfalls um die Technik als solche, sondern inden meisten Fllen um die Ansicht ging, da das Fundament der heutigen Techniknaturunrichtig und daher in dieser Richtung der Fehler zu suchen ist, den brigens schonGoethe in vielen seiner Werke glossierte.Mit der Meinung vieler, da es sich hier um ahnungslose Rckschrittspropheten handle,die vom technischen Knnen und Denken zuwenig verstnden, ist ebensowenig gedient,als mit allen Hinweisen, da die entsetzliche Arbeitslosigkeit durch Kriegsrstungen,Kriege und nachfolgenden Wiederaufbauarbeiten weder idelell noch praktisch aus derWelt zu schaffen ist und daher andere Wege einzuschlagen sind, um wieder einmalmenschenwrdigere Allgemeinverhltnisse zu schaffen, als dermalen bestehen.Im Folgenden wird nun eine Richtung gewiesen, die sich auf seltsame

    Naturbeobachtungen und als Folge dieser, auf eine Patentanmeldung sttzt, welche eineVorrichtung und ein Verfahren aufzeigt, das die atomare Umwandlung von Flssigkeitenoder Gase in raumlose Energiebestnde oder den Umbau physischer Rohstoffe in Wertehherer Ordnung ermglicht.

    Es gibt nichts Neues, denn alles war schon einmal da.Vor etwa 2000 Jahren wurde eine Lehre aufgestellt, die eine gewaltige Umstellung dermenschlichen Gedankenwelt zur Folge hatte. Im Mittelpunkt dieser Betrachtung wurdedie Verwandlung von Brot in Geist gestellt. Als Werkzeug dieser Umwandlung festerStoffe in energetische Bestnde, bzw. deren Versinnbildlichung, dient der Kelch, dessenForm der Gralsschale hnelt, die als heiliges Gef aus alten Sagen und berlieferungen

    wohlbekannt ist. Auch die Handhabung dieses Kelches, das kreuzweise Ausschwingen,ist durchaus nicht neu, wenn auch in den neueren Formen die verkehrtproportionalenverkehrtsymetrischen Zacken und Winkelzeichen fehlen, die das Charateristikum uralterBefruchtungswerkzeuge sind, die mit dem Sonnengott in Verbindung gebracht wurdenund in alten Sitten und Bruchen eine groe Rolle spielten. Auch das Meopfer und derrhythmische Verlauf dieser Handlung erinnert vielfach an uralte Gottesdienstbungen,die selbst noch vor etwa einem halben Jahrhundert in abgelgenen Wald-undGebirgsgegenden heimlich gebt wurden, die teils verlacht, teils verflucht einen tiefenSinn und groes Naturverstndnis verraten, wenn man die nheren Zusammenhnge unddie Bewegrnde kennt.Zu diesen rtselhaften eifrmigen Gefen zhlt auch eine der interessantesten

    Erfindungen der Alten, die Gulla, der eigenartig geformte, porse Tonkrug der altengypter, in dem Wasser bestimmter Art, umso frischer wird, je heier die Sonne draufscheint.Wer die Stoffwechselvorgnge beobachtet, die sich in all' diesen Gefformen abspielen,bekommt eine Ahnung, wie nahe die Alten der praktisch brauchbarenAtomumwandlung waren, von der im Folgenden die Rede ist, allerdings in wesentlichanderer Art und Form, als bisher gedacht und gebt wurde.

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    Das WasserentstehungsgeheimnisIn verschiedenen berlieferungen alter und ltester Zeit (z.B. Homer Krythias undThimios), in alten Bibelausgaben wird ab und zu vom quallenden, wachsenden unddurch innere Krfte hochsteigenden, am Bewegungsweg sich erfrischenden, heilendenund daher heiligen Wasser gesprochen. Merkwrdig ist, da diese dunklen Andeutungenausgemerzt wurden und in neueren Auflagen fehlen.Ebenso merkwrdig ist, da in ltester Zeit, im Alterum, im Mittelalter und auch in derNeuzeit Menschen, die sich mit der Klrung dieser Dinge befaten, mit hrtesten Strafenverfolgt und bedroht wurden und werden. Tatsache ist, da die Alten im Zusammenhangmit rtselhaften Wasserkrften Kulturwerke schufen, die uns noch heute ins Erstaunensetzen. Und immer taucht in diesem Zusammenhang da und dort das geheimnisvolleWort Ethische Technikauf Was darunter zu verstehen ist, war bisher unbekanntgeblieben.Diese ethische Technik wurde spter durch die Feuertechnik verdrngt. Die altenKulturvlker lehnten diese Feuertechnik kategorisch ab; und zwar deshalb, weil die zujeder Bewegungskraft notwendigen Spannungsunterschiede durch Feuer und Fxplosionen erzeugt wurden.Die Grnde dieser Ablehnung waren mehr oder weniger religise Motive, da demGlauben dieser alten Kulturvlker nach Feuer und Explosionen ein Teufelswerk seien,das Promethen oder fluch- und sorgenbeladene Proleten, Arbeitslosigkeit, Hunger, Notund Kriege als letzte Auswirkung haben.Diese Feuertechnik wurde aber auch von den altgriechischen Weisen abgelehnt, die dieseArt Technik auf das Wort "technao" bezogen, das bervorteilen, berlisten undbegaunern bedeutet.Unzhlige Geschichtsforscher haben sich mit der Ergrndung der eigenartigenZusammenhnge zwischen Arbeit und Religion befat. Aber keinem gelang es, dieUnterschiede klarzustellen, die zwischen Mythe und Mystik, Wahrheit und Unwahrheitbestehen.Die Frage, was ist eigentlich das Wasser und wie entsteht es, wie wchst und gedeiht es,blieb so ungeklrt, da man selbst in wisssenschaftlichen Kreisen fr den BegriffQualittswasser keinerlei Vorstellungen hat und Wasser als geniebar und fr gesundbetrachtet, wenn es blo frei von gefhrlichen Bakterien ist.

    Der RhythmusEine langjhrige, sehr eingehende und systematisch betriebene Naturbeobachtung schufnicht nur die Klrung, was man unter der Frische und der Qualitt eines Wassers zuverstehen hat, sondern klrte auch die Grnde auf, warum man seit jeher Menschen so

    verfolgte, die sich mit den Unterschieden der ethischen und der Feuertechnik befaten.Denn die restlose Klarstellung dieser wesentlichen Unterschiede wird nicht nur zu einemvlligen Zusammensturz der heute blichen wissenschaftlichen Methoden, sondern auchzu einer grundstzlich anderen Weltanschauung und zu ganz anderen Arbeitsmethodenfhren, wodurch es zweifellos zu einer Wiederannherung der Ansichten uralterKulturvlker und damit zwangslufig zu Kulturen kommen wird, die mit Einfhrung derFeuertechnik spurlos verschwanden. Damit erklren sich auch die Grnde, warum manMenschen ans Kreuz nagelte, verbrannte oder sonstwie bestrafte, die sich mit der Klrung

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    dieser Fragen befaten, ganz von selbst.Es ist hier leider unmglich, die vielen Ergebnisse von weitausholenden Versuchen zudetailieren, die sich auf Grund seltsamer Naturbeobachtungen im Laufe einesVierteljahrhunderts ergaben. Es mu hier gengen, wenn einleitend gesagt wird, da daseigentlich geheimnislose Geheimnis aller Entwicklungsfortgnge im Rhythmus, und was

    noch merkwrdiger erscheint, im Dreivierteltakt verborgen liegt.Diese Entdeckung ist so weittragend, da es zur Pflicht wird, an der heutigen Arbeitsartschrfste Kritik zu ben, selbst auf die Gefahr hin, da durch diese Klarstellungen derFolgen heutiger Arbeitsweisen in Wirtschaft und Politik eine heillose Verwirrungentsteht, weil eben die heutige Arbeitsmethodik alles andere als ein Volkswert, sondernvielmehr ein ausgesprochener Volksverderb ist. Um dies zu verstehen, mu ber dieBewegung und die Be-wegung der Organismen einiges dazwischen gesagt werden.Jeder Organismus, gleichgltig ob Mensch, Tier, Pflanze, Metall, Minaral, Wasser oderLuft, kurz alles, was durch natrliches Wachstum entstanden ist, hat die natrlicheBegabung sich zu bewegen.Diese Bewegung fhrt nach vier hauptschlichen Richtungen und zwar auf-wrts,

    abwrts, auswrts und einwrts. Jede Bewegung ist eine Folge der inneren Bewegung.-Daher ist ungekehrt die innere Bewegung der urschliche Anla, irgend etwas inBewegung zu bringen.Die inneren Bewegungsgrnde sind stofflicher Natur, worunter prinzipiell ein Druck, undein Zug-stoff zu verstehen ist.Von der Anordnung der rhythmischen Aneinanderfolge dieser wechselsinnigen Stoffehngt der Sinn der Entwicklungsbewegung ab. Dieser Sinn ist als eine funktionelle Folgerhythmischer Stoffwechselausgleiche anzusehen und mu daher irgendeine sinnloseHandlung ausgelst werden, wenn blo der vorerwhnte Druck- und Zugstoffnaturunrichtig aneinander gereiht, eine unrichtige Rhythmusfolge auslst. Wille(Tatkraft) und Wunsch (Sehnsucht) werden als bejahende oder als verneinende Sinne vonder vorhergegangenen Rhythmusfolge bestimmend beeinflusst.Wille und Wunsch erfllen sich naturrichtig, wenn der polare Stoff oder das Stoffpaarvorhanden ist und naturrichtig als Funktion einer Regel rhythmisch richtig derWirkungsweise nach eingeregelt wird.Dieses Stoffpaar ist, so unglaublich dies auch scheinen mag, maschinell herzustellen.Und die Maschine, die diese Bewegungsstoffe herstellt, wurde im Reichspatentamt Berlinzum Patent angemeldet.Diese Maschine kann ein Mensch, der sich keine genaue Vorstellung ber Methodik undRhythmus machen kann oder seltsame Dinge in der ungestrten Natur nicht sah unddaher keine Gelegenheit hatte, ber sogenannte Naturphnomene nachzudenken, nichtverstehen.Diese Maschine berbrckt sozusagen Raum und Zeit, die zusammenhanglos werden,wenn eben als Bindeglied das obige Stoffpaar fehlt. Denn in diesem Fall knnenUnunterschiedlichkeiten nicht unterschieden und zueinander nicht in dasSpannungsverhltnis gebracht werden, das zur Trennung dieser Ununterschiedlichkeitengehrt, deren Produkte dann die sogenannten Individualitten, das zwar hnliche, jedochniemals Gleiche, sondern nur das Gleichartige sind.Frhlingswinde und Liebesschwre zeigen zwar eine Richtung, wirken sich aber stetsverschieden aus. Daher ist es vor allem wichtig, zu naturrichtigen Analysen zu kommen,

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    weil sich dann die Auswahl der Synthesen innerhalb bestimmter Grenzen von selbstergibt. Es besteht im Folgenden nach keiner Richtung hin die Absicht, Sitten,Anschauungen, Kulte oder religise Bruche aus kleinlichen Motiven anzugreifen. Wasgesagt wird dient blo dem Zweck der Klrung; mehr ist damit nicht bezweckt.Richard Wagner nannte den Feuertechniker den plastisc