39. Groأںe Nordschwأ¤bische Kunstausstellung 2020-01-29آ  Macalik Henriette, Augsburg In Anbetracht

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    39. Große Nordschwäbische

    www.donauwoerth.de

    Kunstausstellung

    donauwörth

    30. Jan uar

    bis 16. Februa

    r 2020

  • Öffnungszeiten

    Donnerstag bis Samstag 15:00 bis 18:00 Uhr Sonntag 14:00 bis 18:00 Uhr Eintritt frei

    Veranstalter

    Kulturbüro der Stadt Donauwörth in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Nord und Augsburg e.V.

  • 39. Große Nord- schwäbische Kunstausstellung 30. Januar bis 16. Februar 2020

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    Kunstpreisjury 2020

    Armin Neudert (Oberbürgermeister der Stadt Donauwörth) Michael Scholz (Sparkasse Donauwörth) Paul Soldner (VHS Donauwörth)

    Auswahljury 2020

    Norbert Kiening (Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben-Nord und Augsburg) Hannes Goullon (Berufsverband Bildender Künstler) Josef Zankl (Berufsverband Bildender Künstler) Peter Kastner (Vorsitzender der Kunstfreunde Donauwörth) Barbara Klopfer (Keramikerin)

    Herausgegeben vom Kulturbüro der Stadt Donauwörth 2020 Katalogredaktion: Iris Scheibel Ausstellungskonzeption: Auswahljury Ausstellungstechnik: Franz Gröger Gestaltung: dieMAYREI GmbH, Donauwörth Druck: Merkle Druck+Service, Donauwörth

    Änderungen und Irrtum vorbehalten!

  • Grußwort

    Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Künstlerinnen und Künstler,

    seien Sie uns zur 39. Großen Nordschwäbischen Kunstausstellung im Zeughaus der Stadt Donauwörth herzlich willkommen.

    Erneut gibt die Ausstellung einen umfassenden Überblick über die vielfältige Bandbreite des künstlerischen Schaffens in der Region. Die Stadt Donauwörth präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bil- dender Künstler Schwaben Nord und Augsburg ein Spektrum der unterschied- lichsten Kunstformen.

    Die Auswahljury nahm von 162 eingelieferten Werken 53 Exponate zur Ausstellung. Der diesjährige Donauwörther Kunstpreis geht an: Thomas Fackler. Herzlichen Glückwunsch!

    Allen Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit ihren Arbeiten der Auswahl gestellt haben, sage ich ein herzliches Dankeschön. Mein besonderer Dank gilt der Auswahljury, allen voran dem Vorsitzenden des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben-Nord und Augsburg, Herrn Norbert Kiening, und dem Vorsitzenden der Kunstfreunde Donauwörth, Herrn Peter Kastner, die mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrer exzellenten Kenntnis zum Gelingen der Nordschwä- bischen Kunstausstellung beitragen. Den Jurymitgliedern Hannes Goullon, Barbara Klopfer und Josef Zankl, die ihr Expertenwissen ebenfalls mit einbrachten, weiß ich mich ebenso dankbar verbunden. Herzlichen Dank auch an den Landkreis Donau-Ries als Sponsor der Ausstellung sowie der Sparkasse Donauwörth, die das prämierte Exponat ankauft.

    Allen Künstlerinnen und Künstlern eine erfolgreiche Ausstellung und weiterhin erfolgreiches Arbeiten und allen Besucherinnen und Besuchern anregende Gedanken und viele Eindrücke in der Auseinandersetzung mit den ausge- stellten Kunstwerken!

    Armin Neudert, Oberbürgermeister

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  • Thomas Fackler – ››Anmaßung‹‹ (Fotografie) von Norbert Kiening

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    Die Preisträgerarbeit ist ein fotografisches Stilleben und faszinierend aus mehrerlei Gründen.

    Sie ist hyperrealistisch, so dass die bekannte Anekdote über einen Künstlerwettstreit zwischen den altgriechi- schen Malern Zeuxis und Parrhasios, wie von Plinius überliefert, auch für das Bild „Anmaßung“ passen würde. Danach malte Zeuxis im Wettstreit ein Ensem- ble von Trauben so täuschend echt, dass die Vögel nach diesen pickten. Darauf sollte nun Parrhasios sein ver- hangenes Bild enthüllen. Es stellte sich jedoch heraus, dass schon der Vorhang eine perfekt gemalte Illusion des Künstlers war.

    Sie könnten jetzt einwenden, es handle sich hier nicht um Malerei, sondern um Fotografie. Das ist richtig, aber ihr ist die Anmutung altmeisterlicher Malerei zu eigen und sie erinnert ein wenig an Giuseppe Arcim- boldo, den italienischen Maler der Spätrenaissance, der manieristisch perfekte Kompositionen aus Früch- ten schuf. Insbesondere die Reflexe des fein gesetzten Lichts auf den Köpfen der Polsternägel und den Fell- haaren, aber auch die aus dem Dunkel der Ecke auf- tauchenden Gegenstände, lassen an Lichtstimmungen barocker Gemälde und etwa der Lichtführung eines Rembrandt denken.

    Fackler inszenierte dieses Stillleben mit Fundstücken in seinen Arbeitsräumen sehr perfekt und musste das Foto kaum nachbearbeiten. Bei einem Besuch konn- te ich mich davon persönlich überzeugen und durfte die Gegenstände seiner Installation besichtigen. Diese

    sind nicht verfremdet, aber extra für sein Arrangement ausgesucht aus der umfangreichen Sammlung des Künstlers. Es sind besonders außergewöhnliche, aber auch sehr gewöhnliche Gegenstände, mit denen Tho- mas Fackler sich umgibt, mit denen er lebt und die er immer wieder in seine künstlerischen Projekte einbe- zieht, denn er wohnt und arbeitet in einem bemerkens- werten, einzigartigen Künstlerhaus mit großem Garten. Darin züchtet er meterhohe tropische Baumfarne, so dass man sich versetzt fühlt in einen prähistorischen Urwald, der mit einer Vielzahl von Fundstücken durchsetzt ist.

    Ist nun Thomas Facklers Stillleben mehr als eine Foto- grafie von zufällig an die Wand gestellten Gegenstän- den?

    Von links nach rechts taucht aus dem mythischen Dunkel des Bildes auf den ersten Blick ein lauerndes, skurriles Wesen auf. Die Läufe eines Rehs tragen ein undefinierbares Fellknäuel. Ein mit Zähnen bewehrter Gebissschädel auf einem scheinbar knöchernen Hals zeigt sich rechts davon. Ein genauerer Blick offen- bart, dass sich die Gegenstände nur in unserer Fan- tasie zu einem Tier verbinden, zudem liegt am Boden ein weiterer Kiefer, imaginär den Betrachter fixierend. Bei näherer Untersuchung ist festzustellen, dass diese vermeintlichen Schädel oder Kiefer zwei abgerissene Bestandteile eines Polsterstuhles sind.

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    Gekonnt spielt der Künstler mit unserer Vor- stellung und Fantasie und führt uns in seine surreale Erzählung. Oder hat ein Tierpräpa- rator die Arbeit nicht vollendet und die Nar- ration entsteht in unserem Kopf? Handelt es sich bei dem Fell etwa um das goldene Vlies aus der Argonautensage der Griechen? Ist die Installation ein Hinweis auf den Raubbau an der Natur durch uns Menschen? Erblicken wir hier die Geburt eines neuen, genetischen Experimenten entsprungenen, dreibeinigen Wesens? Der Titel des Werkes lässt hier vieles offen.

    In jedem Fall wirken die Schalen des Rehge- läufs zum Sprung bereit und angriffslustig, als ob ein hungriges Gebiss sich inmitten des Fells verbürge. Facklers „Anmaßung“ regt auf vielfältige Weise unsere Fantasie an, besticht durch seine Komposition und Prä- zision und ist zu Recht mit dem Kunstpreis ausgezeichnet.

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    Thomas Fackler

    1962 geboren in Mertingen 1987 - 1991 Studium an der Fachhochschule Augsburg, Kommunikationsdesign 1991 Diplom-Designer (FH) Seit 1991 als bildender Künstler, Designer und Spieleentwickler tätig, unter anderem die Verbindung von Kunst und Spiel schaffend Seit 1998 Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Mitglied der Ecke Künstlervereinigung Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen Lebt und arbeitet in Aystetten.

    Auszeichnungen 1998 „Inno-Spatz“, Innovationspreis der Stadt Göttingen 2001 „Spiel des Jahres, Sonderpreis Geschichte im Spiel“ 2001 Nominierung für den Deutschen Designpreis Holzspielzeug

    2019 Kunstpreis der Künstlervereinigung „Die Ecke“, Augsburg

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    Ausstellungs- verzeichnis

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    Bauer Karin, Augsburg Großes Lila Unikatdruck € 2.300,-

    Biller Max, Schrobenhausen die Hesperiden Öl auf Leinwand € 1.600,-

    Bley Eva, Augsburg Blaue Sonne am Balaton Acryl auf Pappe € 1.600,-

    Böhm-Silberhorn Angelika, Kempten Schneeplastiken in Adelegg 1 Öl auf Leinwand € 2.600,-

    Dudek Dorothea, Augsburg Laufen Öl auf Leinwand € 3.800,-

    Eger Jochen, Augsburg o.T./Serie: Zeichen im Alltag (1) Fotografie € 740,-

    Eger Jochen, Augsburg o.T./Serie: Zeichen im Alltag (2) Fotografie € 740,-

    Eitel Beatrix, Langenaltheim Stadt - Land - Fluss 2 Übermalung von Stadtplänen, Acryl, Papier, Sperrholz € 1.100,-

    Eitel Beatrix, Langenaltheim Stadt - Land - Fluss 4 Übermalung von Stadtplänen, Acryl, Papier, Sperrholz € 1.100,-

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    10 Fackler Thomas, AystettenAnmaßungFineart, Pigmentprint€ 1.100,- (Kunstpreis) Forster Sandra, Augsburg 260 Gramm Weiße Bohnen in Nylon geknotet € 260,- (ohne Sockel); € 380,- (mit Sockel)

    Frank Gisela, Augsburg Große Abendzeichnung 4 Tusche, Bleistift € 555,-

    Gilbert Alexandra, Asbach-Bäumenheim Reglos Fotografie, Alu-Dibond-Druck € 420,-

    Hoffmann Tobias, Augsburg Verdreht Tusche auf Papier € 350,-

    Höfler Rita, Dasing Landscape III Acryl auf Papier, Ölstifte € 450,-

    Hornauer Gabriele, Augsburg Duo Zeichnung € 900,-

    Hornauer Gabriele, Augsburg Aus der Serie: immer wahr „Oktogon“ Zeichnung € 900,-

    Keri Eugen, Augsburg Komposition Mischtechnik € 1.000,-

    Kleber Georg, Rehling Hornissen Kohle/Acryl € 4.200,-