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9. März - densmv.de · nicht dem DTA-Vertrag entsprechend praktizierte Abrechnung zwischen der KZV und den Krankenkassen auf elektronischen Datenträgern Teile der Gesamtvergütung

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Text of 9. März - densmv.de · nicht dem DTA-Vertrag entsprechend praktizierte Abrechnung zwischen der KZV...

  • Mitteilungsblatt der Zahnrztekammer undder Kassenzahnrztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

    9. Mrz2012

    3dens

  • dens 3/2012 1

    Editorial

    Sehr geehrte Frau Kollegin,sehr geehrter Herr Kollege,

    die letzten Wochen forderten sehr viel Engagement von Ihnen und Ih-ren Teams bei der Erstellung der ersten Abrechnung der ZE-, Par-, Kbr- und Kfo-Leistungen auf dem elektronischem Weg. Trotz der vielen Schwierigkeiten und teilweise nach wie vor bestehenden Probleme in der Praxisverwaltungssoftware (PVS) oder im Bereich der Software der Laboratorien (Erzeugung der XML-Dateien) haben ber 60 Prozent der abrechnenden Zahnarztpraxen den ersten Schritt zur angestrebten papier-losen Abrechnung vollzogen.

    Fr diesen Einsatz mchten sich der Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kassenzahnrzt-lichen Vereinigung bei Ihnen und Ih-ren Teams recht herzlich bedanken. Fr all die Zahnarztpraxen, deren PVS nicht einwandfrei arbeitete, gibt es die erfreuliche Information, dass die bestehenden Fehler zwischen den Beteiligten zwischenzeitlich analy-siert wurden und die KZBV davon ausgeht, dass die noch nicht einwand-frei arbeitenden PVS kurzfristig neue Updates erhalten und diese dann in Ihre PVS eingepflegt werden.

    Um in Ihrer KZV den antiquierten Abrechnungsweg endgltig verlassen zu knnen, ist die KZV natrlich auf eine weitere Steigerung der Online-Abrechner angewiesen. Denn durch den vom Gesetzgeber geforderten und auf Bundesebene vereinbarten Datentrgeraustauschvertrag wurden die in der KZV zur Erstellung der Ab-rechnung der vertragszahnrztlichen Leistungen gegenber den Kranken-kassen zu erfassenden Leistungsin-halte neu geregelt. Diese neue Festle-gung bedeutet auch eine Erweiterung der Erfassungspositionen. Damit ein-hergehend wre auch eine personelle Neuorientierung in der KZV notwen-dig. Um diese kurzfristige Zeitspanne bis wir in Mecklenburg-Vorpommern wie im konservierend/chirurgischen Leis-tungsbereich einen fast 100-pro-zentigen Stand bei den EDV-Abrech-nern haben, zu berbrcken, leisten unsere Mitarbeiterinnen insbesondere im Monatsbereich enorme berstun-den. Den verbleibenden Teil decken wir mit Kooperationspartner ab. Aus

    diesem Grund kann der Vorstand nur fr die EDV-Abrechnung werben, denn nur so sind Kostensteigerungen, die sich dann im Verwaltungskosten-satz auf Dauer widerspiegeln ms-sen, zu vermeiden! Lassen Sie sich also nicht entmutigen und helfen Sie durch das Praktizieren der EDV-Ab-rechnung, die Brokratiekosten im vertretbaren Rahmen zu halten und damit gleichzeitig den Krankenkassen nicht die Chance zu geben, fr eine nicht dem DTA-Vertrag entsprechend praktizierte Abrechnung zwischen der KZV und den Krankenkassen auf elektronischen Datentrgern Teile der Gesamtvergtung zu krzen. Die tat-schliche, sofortige Umsetzung der vom Gesetzgeber eingerumten Straf-zahlung hatte der Spitzenverband der Krankenkassen in der letzten Ver-handlung auf Bundesebene der KZBV gegenber geuert, wobei jede erfah-rene Fhrungskraft doch wissen muss, dass bei der Einfhrung und Anwen-dung neuer Verfahren auch eine ge-wisse Erprobungs- und Lernphase eingerumt werden muss!

    Lernphase ist ein gutes Stichwort, denn im Zusammenhang mit der Um-setzung der Online-Abrechnung habe ich auch zur Kenntnis nehmen mssen, dass es doch Kollegen/innen geben soll, die ratsuchende Kollegen/innen in diesem Zusammenhang eine kollegiale Untersttzung verwehren. Ich denke, dass dies nicht der Kolle-gialitt entspricht, die wir alle ben-tigen, um in der immer komplexer werdenden Versorgungsbedingungen unntigen brokratischen Aufwand zu vermeiden. Der teilweise fehlende kollegiale Austausch war ein Haupt-thema auf der a. o. Sitzung der Kreis-stellenvorsitzenden (ab Seite 10). Die Vorstnde der Zahnrztekammer und der Kassenzahnrztlichen Vereinigung hatten und haben sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit den Kreisstellenvorsit-zenden Mglichkeiten abzuwgen, um den Informationsaustausch, die Zusammenarbeit zwischen den nie-dergelassenen Zahnrzten/innen und den Krperschaften zu intensivieren. Diese Zusammenarbeit wird in dem immer komplexer werdenden Gefge der Gesundheitsversorgung durch wis-senschaftliche und/oder konomische Entwicklungen damit einhergehend gesetzliche und vertragliche Vernde-

    rungen immer wichtiger. Zum einen, um sich fr neue Begehrlichkeiten Dritter am Versorgungsgeschehen zu sensibilisieren und zum anderen, um Aufklrung ber Sinn und Unsinn der teilweise mit viel Marketing unterstri-chenen Begehrlichkeiten gegenber den Entscheidungstrgern bis hin zu den Politikern zu betreiben. Denn wie der zahnmedizinische Versorgungsall-tag sich tatschlich darstellt, wissen nur die praktizierenden Zahnrzte/innen.

    Ein Thema, welches sicherlich fr alle Zahnrzte/innen von Interesse ist, ist die Honorarverteilung ab dem Jahr 2012. Der Gesetzgeber hat mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz die Verantwortung fr die Honorar-verteilung wieder ausschlielich der Vertreterversammlung der KZV wie vor dem Jahr 2004 bertragen. Die Vorbereitungen laufen und der HVM-Ausschuss hat am 24. Februar das ers te Mal getagt und die Grundsatz-frage IPOG-Regelungen oder reine Einzelleistungsvergtung diskutiert. Hierbei spielt natrlich auch das ab dem Jahr 2013 wieder ausschlielich von den Krankenkassen zu tragende Morbidittsrisiko eine groe Rol-le. Wir werden Sie zeitnah ber den Fortgang der Beratungen und ber die Entscheidung der Vertreterversamm-lung unterrichten. Unbenommen bleibt Ihnen, Ihre Auffassung zur Ho-norarverteilung der KZV, Ihrem VV-Delegierten oder vielleicht als Leser-brief zu bermitteln.

    dens und dies nun seit 20 Jah-ren herzlichen Glckwunsch und Danke an all diejenigen, die es er-mglicht haben mchte aktuell und wrde gerade durch Leserbriefe zu solch sensiblen Themen fr alle eine spannende Lektre bleiben. Sie ha-ben die Mglichkeit, sich aktiv an der Arbeit der Krperschaften zu beteili-gen, nutzen Sie Ihre Chancen, um zu einem spteren Zeitpunkt die Frchte Ihrer kollegialen oder ehrenamtlichen Ttigkeit im Rahmen Ihrer Praxist-tigkeit einfahren zu knnen. Dies mit dem primren Ziel Krankheiten zu lindern oder zu heilen verbunden mit dem Anspruch einer angemessenen Honorierung.

    Dipl.-Betrw. Wolfgang Abeln

    Kollegialitt ist und bleibt Trumpf!Dank an alle Praxisteams fr Umsetzung der papierlosen Abrechnung

  • EinladungZahnrzteball 2012

    am Sonnabend, 21. April

    Die Kassenzahnrztliche Vereinigung ldt alle Kolleginnen und Kollegen zum traditionellen Zahnrzteball ein. Die Yachthafenresidenz Hohe Dne in

    Rostock-Warnemnde bietet dazu das perfekte Ambiente.

    Fr den Nachmittag haben wir ein Fortbildungsseminar zum Thema organisiert. Das Thema: Juristische Fallstricke im Praxisalltag.

    Referent ist Dipl.-Betrw. Theo Sander, Fachanwalt fr Steuerrechtvom Institut fr Wirtschaft und Praxis Bicanski GmbH.

    Der Ball beginnt nach einem gemtlichen Sektempfang wie immer um 20 Uhr.Die Showband Papermoon wird mit ihrem brandaktuellen Programm dafr sorgen,

    dass die Tanzflche immer gefllt ist.

    Die Karten werden inklusive Referat 70 Euro kosten.

    Praxisstempel

    Anmeldung zum Zahnrzteball 2012

    Bitte schicken Sie den Anmeldecoupon an:

    Kassenzahnrztliche Vereinigung M-V, Wismarsche Str. 304 ffentlichkeitsarbeit 19055 Schwerin

    Fax: 0385 54 92 498, Tel: 0385 54 92 103E-Mail: [email protected]

    Ja, ich komme zum Ball mit insgesamt _____ Personen.

    Nach Mglichkeit mchte/n ich/wir zusammensitzen mit

    Datum, Unterschrift (bitte gut leserlich schreiben)

    mailto:[email protected]
  • dens 3/2012 3

    inhaltsvErzEichnis

    Herausgeber:ZK Mecklenburg-VorpommernWismarsche Str. 304, 19055 SchwerinTel. 03 85-59 10 80, Fax 03 85-5 91 08 20E-Mail: [email protected], Internet: www.zahnaerzte-mv.de

    Kassenzahnrztliche VereinigungMecklenburg-Vorpommern Wismarsche Str. 304, 19055 SchwerinTelefon 03 85-5 49 21 03, Telefax 03 85-5 49 24 98E-Mail: [email protected], Internet: www.zahnaerzte-mv.de

    Redaktion:Dipl.-Stom. Gerald Flemming, ZK (verant.),Dr. Manfred Krohn, KZV (verant.), Kerstin Abeln, Konrad Curth

    Internet: www.dens-mv.de

    Gestaltung und Satz:Kassenzahnrztliche Vereinigung

    Anzeigenverwaltung, Druck und Versand:Satztechnik Meien GmbH, Sabine SperlingAm Sand 1c, 01665 Diera-Zehren,Tel. 0 35 25-71 86 24,Telefax 0 35 25-71 86 10E-Mail [email protected]

    Redaktionshinweise:Mit Verfassernamen gekennzeichnete Beitrge geben nicht unbedingt die Meinung der Re-daktion wieder. Produktinformationen werden ohne Gewhr verffentlicht.

    Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe bedrfen der vorherigen Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behlt sich bei allen Beitrgen das Recht auf Krzungen vor.

    Redaktionsschluss:15. des Vormonats

    Erscheinungsweise:Das Mitteilungsblatt erscheint monatlich.

    Bezugsbedingungen:Der Bezug ist fr Mitglieder der zahnrztlichen Krperschaften Mecklenburg-Vorpommern ko-stenlos. Nichtmitglieder erhalten ein Jahresabon-nement fr 36 Euro, Einzelheft 4 Euro zuzglich Versandkosten.

    Titelbild: Kerstin Abeln, Schwerin

    21. JahrgangdensMitteilungsblatt der Zahnrztekam-mer und der Kassenzahnrztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpom-mern mit amtlichen Mitteilungen

    Zahnrztekammer

    Aus dem Inhalt:

    Hochschulen / Wissenschaft / Praxis Recht / Versorgung / Steuern / Versorgungswerk

    ImpressumHerstellerinformationen

    M-V / Deutschland

    Kassenzahnrztliche Vereinigung

    331

    4-61213

    16-171717

    18-1928303232

    10-1114151618

    20, 2121

    2, 127-91116

    22-232729

    1924-26

    26

    20 Jahre dens Ein RckblickVerankerung eines PrventionsmanagementsNeujahrsempfang der ZahnrzteschaftZahnarzt wichtig fr DiabetesmanagementDeutsche schtzen ihren ZahnarztNeue Broschre: Lokale BetubungenKeine Silikonimplantate in der GKVSommer 2012: Hilfseinsatz in der MongoleiNHS mit Finanzspritze in MillionenhheSteuern sparen mit ZahnbehandlungGlckwnsche/Anzeigen

    Auerordentliche Kreisstellenvorstandssitzung Antrittsvorlesung von Professor Oesterreich in GreifswaldAdhsive Stiftaufbauten und adhsive AufbaufllungenKonrad Curth: 20 Jahre in der Zahnrztekammernderung der TrinkwasserverordnungFortbildungAktualisierungskurse Fachkunde im Strahlenschutz

    Zahnrzteball am 21. AprilKZV-Gutachtertagung in RostockAnkndigung VertreterversammlungKompendium Festzuschsse nur noch onlineAktueller BedarfsplanService der KZVFortbildung

    Symposium zur Thematik Zahn und PsycheKariesbehandlung im MilchgebissDas Kind in der zahnrztlichen Sprechstunde

    EinladungZahnrzteball 2012

    am Sonnabend, 21. April

    Die Kassenzahnrztliche Vereinigung ldt alle Kolleginnen und Kollegen zum traditionellen Zahnrzteball ein. Die Yachthafenresidenz Hohe Dne in

    Rostock-Warnemnde bietet dazu das perfekte Ambiente.

    Fr den Nachmittag haben wir ein Fortbildungsseminar zum Thema organisiert. Das Thema: Juristische Fallstricke im Praxisalltag.

    Referent ist Dipl.-Betrw. Theo Sander, Fachanwalt fr Steuerrechtvom Institut fr Wirtschaft und Praxis Bicanski GmbH.

    Der Ball beginnt nach einem gemtlichen Sektempfang wie immer um 20 Uhr.Die Showband Papermoon wird mit ihrem brandaktuellen Programm dafr sorgen,

    dass die Tanzflche immer gefllt ist.

    Die Karten werden inklusive Referat 70 Euro kosten.

    Praxisstempel

    Anmeldung zum Zahnrzteball 2012

    Bitte schicken Sie den Anmeldecoupon an:

    Kassenzahnrztliche Vereinigung M-V, Wismarsche Str. 304 ffentlichkeitsarbeit 19055 Schwerin

    Fax: 0385 54 92 498, Tel: 0385 54 92 103E-Mail: [email protected]

    Ja, ich komme zum Ball mit insgesamt _____ Personen.

    Nach Mglichkeit mchte/n ich/wir zusammensitzen mit

    Datum, Unterschrift (bitte gut leserlich schreiben)

    Zum Titel: Drei Damen in Rot am Ostorfer See unweit des Schweriner Schlosses. Sie symbo-lisieren Stolz, Wehrhaftigkeit und Fruchtbarkeit vom Badower Bildhauer Nando Kallweit.

    mailto:[email protected]://www.zahnaerzte-mv.demailto:[email protected]://www.zahnaerzte-mv.dehttp://www.dens-mv.demailto:[email protected]
  • 4 dens 3/2012

    zK / Kzv

    dens das habe ich nicht im Wr-terbuch nachgeschlagen; ich kenne das Wort aus dem eindrucksvollen Lateinun-terricht ..., ja, ich wei noch, dass das E darin gedehnt gesprochen werden muss, hnlich wie ..., so Dr. Werner Stock-fisch, der als studierter Germanist und erfahrener Journalist das erste Editorial der dens 1 im Januar 1992 geschrieben hatte. In diesem Einfhrungstext be-grndete er nicht nur den Namen des Blattes, sondern auch dessen Anliegen und Charakter.

    Doch es gab schon einen Vorgnger von dens. Auf einer der langen Abend-sitzungen des provisorischen Vorstands der Zahnrztekammer Mecklenburg-Vorpommern, gewhlt am 28. April 1990, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich war Vorsitzender dieses provisorischen Vorstands, wurde beschlossen, ein Mit-teilungsblatt fr die Zahnrzte zu schaf-fen. Den Impuls gab wohl Dr. Eberhard Dau, von Dr. Peter Berg untersttzt. Die Ausgabe 1 erschien am ersten Septem-ber 1990. Dr. Harald Mhler, vom pro-visorischen Vorstand beauftragt, nahm im Oktober 1990 auf Einladung der Zahnrztekammer Berlin in Berlin-West an einer Veranstaltung teil, dem Treffen

    der ffentlichkeitsreferenten der Kam-mern und KZVs. Beginn der Zusam-menkunft am 19. Oktober 1990 um 20 Uhr, was bedeutete, nach Dienstschluss in der Poliklinik mit dem Wartburg den Sylter Hof, Kurfrstenstrae 114, in West-Berlin zu suchen. Und, was war standespolitische ffentlichkeitsarbeit? Am Sonnabend, dem 20. Oktober, nach 16 Uhr wusste er um den Stellenwert

    dieses berufspolitischen Anliegens. Er bernahm die Aufgabe, das Mitteilungs-blatt fortan zu erstellen.

    Ohne die Hilfe von Hans-Peter K-chenmeister, damaliger Referent fr ffentlichkeitsarbeit und spter auch Prsident der ZK Schleswig-Holstein, und der Rckendeckung durch den damaligen Prsidenten der ZK S-H, Dr. Horst Bremer, wre das so wohl nicht mglich gewesen. Auch wegen fehlender personeller und vor allem fi-nanzieller Mglichkeiten.

    An dieser Stelle soll Margrit Gehl, aber auch all den anderen Mitarbeitern des Zahnrztehauses in Kiel, Westring 496, nochmals Dank gesagt werden. Wenn der Wartburg aus Mecklenburg-Vorpommern kam, wurde Hilfe geleistet. Das erfolgte in den Jahren 1990/1991 insgesamt siebenmal.

    Mit dens 1/1992 nderte sich die Si-tuation, die Kammer hatte seit dem 7. Mai 1991 einen ordentlich gewhlten Vorstand und Prsidenten und erhob Beitrge. Damit konnten ein journali-stischer Beistand, eher bescheiden, ho-noriert und die Druckkosten beglichen werden. Dr. Werner Stockfisch prgte das Blatt: Name: dens, Layout: schwarz/

    20 Jahre dens feiert runden Geburtstagdens 1/1992 bis dens 3/2012 Ein Rckblick von Dr. Harald Mhler

    Bild o. l.: Mitteilungsblatt hie der Vorlufer von dens. Das Papier war noch sprde. Bild o. r.: Der Umschlag der Januar-Ausgabe 1992 war dann auf Hochglanzpapier gedruckt. dens bekam das auch noch heute bekannte Aussehen und Dr. Stockfisch schrieb jahrelang das Vorwort (Bild u. l.).

    Dr. Harald Mhler

  • dens 3/2012 5

    zK / Kzv

    wei, Papier: einfach, wei, Charakter: kein Magazin. Es wurde um jede Mark gerungen.

    Die Redaktion wurde von Dr. Peter Berg als Geschftsfhrer, Dr. Harald Mhler als Verantwortlichem und Dr. Stockfisch als Redakteur getragen, sie befand sich in der Geschftsstelle, Wis-marsche Str. 158. Dort gab es schon zwei Telefonnummern, bald kam ein Fax-gert dazu. Der Eintritt von Dipl. Phys. Konrad Curth in die Geschftsstelle bedeutete eine sprbare Erleichterung, bernahm er doch von Heft 2 an nicht nur die gesamte Organisation, sondern wurde schnell zum gern gewhlten An-sprechpartner der dens. Nicht ganz leicht durchzusetzen war, das Blatt mit der KZV zusammen herauszugeben. Doch mit der Ausgabe 9/1992 war es gesi-chert, die Zahnrzte in Mecklenburg-Vorpommern hatten ab diesem Zeitpunkt ein gemeinsames Mitteilungsblatt. Nicht in allen Bundeslndern war das so und mancher Rat diesbezglich musste ber-gangen werden. Das Redaktionskolle-gium Dr. Harald Mhler (verantw.), Dr. Ernst Zschunke (verantw.), Dipl. Phys. Konrad Curth und Dr. Werner Stockfisch traf sich monatlich zur Festlegung der Schwerpunkte, Dr. Stockfisch setzte zu-sammen und schliff, Herr Curth be-wegte und koordinierte.

    Spter kam Kerstin Abeln als ffent-lichkeitsarbeiterin der KZV dazu. Nach dem Ausscheiden von Dr. Mhler 1998 bernahmen fr die Zahnrztekammer zunchst Prof. Oesterreich und kurze Zeit spter Prof. Dr. Dr. Johannes Klammt die Verantwortung fr die redaktionelle Gestaltung der dens. Seit Februar 2000

    hat Dipl.-Stom. Gerald Flemming als ffentlichkeitsreferent im Vorstand der Zahnrztekammer dieses Amt inne. Im Mrz 2001 bernahmen Dr. Lutz Knp-fer und ab Februar 2005 Dr. Manfred Krohn fr die KZV die Verantwortung. Nachdem sich Dr. Stockfisch Ende 1999 zur Ruhe gesetzt hatte, war bis Januar 2006 der Journalist Gerd Koths aus Wa-ren fr dens ttig.

    Nicht unerwhnt seien die dens-Titel-bilder des Schweriner Fotografen Werner Hinghaus in den 90er Jahren und die sich anschlieende Titelbildserie zur Historie der Zahnmedizin, die mit Untersttzung von Prof. Dr. Alfred Gerber aus Schwerin entstanden ist. Derzeit sind zumeist Mo-tive aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Titel zu finden.

    Mittlerweile wird dens dank moderner Computertechnik selbst gesetzt. Dabei hat die heutige dens ihren Charakter nicht gendert. Die Redaktion hat erfolgreich dafr gesorgt, dass das Gemeinsame Mitteilungsblatt der Zahnrztekammer und Kassenzahnrztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern das geblie-ben ist, was es sein soll: eine praxisbe-zogene, sachliche, zur Verffentlichung landesspezifischer und berregionaler be-rufspolitischer Informationen genutztes Medium, in dem auch die Fortbildung mit einem, wenn auch zu geringen prak-tisch/wissenschaftlichen Teil ihren Platz hat. Allen Beteiligten an der manchmal nicht einfachen Arbeit sei hiermit herzlich gedankt.

    Dr. Harald MhlerAn dieser Stelle wnscht die Redaktion

    Dr. Werner Stockfisch, der schwer er-krankt ist, alsbaldige Genesung.

    anzeige

    Ab Heft 8/92 bis zur Februarausgabe 2001 war ich als verantwortlicher Re-dakteur fr die Kassenzahnrztliche Ver-einigung Mecklenburg-Vorpommern im Impressum unseres Mitteilungsblattes dens vertreten. Aus dieser Zeit erinnere ich mich besonders gerne an die schpfe-rische Zusammenarbeit mit den Freunden Stockfisch, Mhler und Curth in den An-fangsjahren. Waren wir doch bis auf Dr. Stockfisch alle Neulinge in der Publizistik. Was heute mit Layout-Programmen am Computer erzeugt wird, haben wir mit eigenen und fremden Texten und Bildern mit Papier und Schere zusammengebas telt. Besonderer Zeitdruck war angesagt, wenn die Druckfahnen zur Korrektur eintrafen. Dr. Stockfisch war ein Glcksfall fr die Redaktion, weil er eben kein Zahnmedizi-ner war. Er brachte die ntige Prise Kultur und den Fotografen Walter Hinghaus mit. Viele seiner genialen schwarz-wei Titel-bilder entstanden in meiner Praxis. Der kollegiale Austausch mit den ffentlich-keitsarbeitern der zahnrztlichen Krper-

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    zK / Kzv

    schaften der anderen Bundeslnder ergab sich bei den zweimal im Jahr stattfindenden Referententreffen. Der jetzigen Redaktion wnsche ich weiter gutes Gelingen und Dr. Stockfisch baldige Genesung!

    Dr. Ernst ZschunkeReferent ffentlichkeitsarbeit im Vorstand der KZV von 1911-2000

    Eine Zeitschrift ber 20 Jahre immer wieder jeden Monat neu und aktuell zu gestalten ist schon eine besondere Heraus-forderung. Deswegen gilt an dieser Stelle mein besonderer Dank an alle ehemaligen und jetzigen Wegbegleiter unserer dens. Das Ergebnis dieser Arbeit wird auch mir seit 20 Jahren im Vorab monatlich zur Frei-gabe zur Verfgung gestellt. Dabei gilt es, die richtigen Botschaften zu setzen und in regelmigen Abstnden auch das eige-ne Ideengut beizutragen. Wir wissen, die dens erfreut sich groer Beliebtheit und bietet stets wichtige Informationen. Mein Wunsch fr die Zukunft vor dem Hinter-grund der gesundheitspolitischen Heraus-forderungen wre, dass wir alle nicht nur lesen, sondern uns selbst mit eigenen Bei-trgen Meinungen und Ideen strker daran beteiligen. Nicht nur fr die Berufspolitik wre dies ein wichtiges Feedback, sondern auch unsere Macher der dens htten dies verdient. Prof. Dr. Dietmar Oesterreich

    Es war schn dabei zu sein und es hat Spa gemacht. dens ist ber die Jahre

    anders geworden. Lockerer. Bunter. Die Schwarz-Wei-Optik macht das Blatt unverwechselbar und doch be-kommt es gelegentlich ein paar Farb-tupfer. Fr die Zukunft wrde ich mir wnschen, dass sich mehr Kolleginnen und Kollegen beteiligen und regionale Informationen vermitteln oder interne Anregungen geben.

    Dr. Lutz KnpferReferent ffentlichkeitsarbeit im Vorstand der KZV von 2001-2004

    Nunmehr ber 10 Jahre in Verantwor-tung fr die dens, liegt es mir sehr am Herzen den Machern der ersten Stun-den Dank und Anerkennung zu zollen. Vieles was heute routiniert von unserer Redaktion geleistet wird, musste vor zwanzig Jahren neu gelernt und umge-setzt werden. Das in einer Zeit, die da-rber hinaus ohnehin gespickt war mit vielen berraschungen und Hrden, in der beruflichen Neuorientierung wie im persnlichen Umfeld. Mir bleibt es den Wunsch zu uern, auch in Zukunft aus der Kollegenschaft das ntige Feedback zu bekommen. Die Wissenschaft bitte ich ein weiteres Mal um Untersttzung, wenn es um die inhaltliche Gestaltung unseres Heftes geht!

    Gerald Flemming

    Wenn ich die gebundenen Ausga-ben der dens vor mir habe und darin

    blttere, fllt mir zu fast jeder Ausgabe ihre Entstehungsgeschichte ein. Dabei hat der Ausspruch unseres ersten Re-dakteurs Dr. Werner Stockfisch Nichts ist so alt, wie die Zeitung von gestern durchaus etwas Wahres. Kaum wird eine Ausgabe an die Druckerei berge-ben, ist schon die nchste in Bearbei-tung. Dass mit dem Mitteilungsblatt versucht wurde und wird, die tgliche Arbeit der Zahnarztpraxen zu unter-sttzen, um so wenn auch nicht direkt - zur Mundgesundheit der Patienten in Mecklenburg-Vorpommern beizutra-gen, trgt zur Erfllung bei und lsst den Ansporn fr die Zukunft nicht ver-ebben.

    Dipl.-Phys. Konrad Curth

    Eine Zeitschrift selbst machen? Ja, klar. Trauen wir uns zu. Ein paar Bilder und den Text drum rum. Kein Problem. Das war Ende 2005. Wir haben dann ein paar Fortbildungen besucht und ge-lernt, wie man druckfhige Bilder und Dateien herstellt. Sptestens da stand uns der Schwei auf der Stirn. Alles neu und doch gar nicht so einfach, wie wir dachten. Aber es hat Spa gemacht und das tut es immer noch. Wir sind so aktuell, wie es nur geht und so flexibel wie mglich. Mittlerweile knnen wir auch aus ziemlich gruseligen Bildern was rausholen. dens ist schn und wir knnen ein Produkt in Hnden halten. Jeden Monat.

    Kerstin Abeln

    Hinweis der Redaktion: dens lebte und lebt vom Mitmachen, vom Einmischen, von kritischen und positiven Stimmen, die vor allem die Macher brauchen, um die rich-tigen Themen, die wichtigsten Er-eignisse und die von den Praxen am meisten gebrauchten Informationen zusammenzustellen.Hier knnen wir in Zukunft noch mehr Feedback vertragen.

  • dens 3/2012 7

    KassEnzahnrztlichE vErEinigung

    Nachdem im letzten Jahr die Gut-achtertagung aufgrund von Verz-gerungen bei den Gutachterneube-stellungen, die sich mit der neuen Legislaturperiode 2011 bis 2016 erforderlich machten, nicht stattfin-den konnte, wurde der 21. Januar von allen Gutachtern bereits sehr erwartet. Entsprechend gro war die Resonanz, denn die Tagung ist zum einen notwendige Fortbildung, dient aber andererseits insbesondere dem Kennenlernen und persnlichen Er-fahrungsaustausch unter den Gut-achterkollegen.

    Dr. Manfred Krohn, der stell-vertretende Vorsitzende der gast-gebenden KZV M-V, nahm diese Veranstaltung sogleich zum Anlass, neben den neuen Mitgliedern des Prothetik-Einigungsausschusses, Prothetik-Widerspruchsausschusses auch alle Zahnersatz- und Parodon-tologie-Gutachter/Obergutachter vorzustellen, zu denen erst wenige Tage zuvor das Einvernehmen mit den Krankenkassen hergestellt wur-de.

    Anschlieend bergab er das Wort an den PAR-Gutachterreferenten der KZV M-V Dr. Holger Garling, selbst Primrgutachter fr Zahn-ersatz und Gutachter und Obergut-achter fr Parodontologie, sowie an Dr. Karsten Georgi, dem neuen Zahnersatz-Obergutachter, die mit ihrem hochinteressanten Vortrag Die komplexe orale Rehabilitati-on des funktionsgestrten Patienten aus Sicht des Praktikers darstell-ten. Dr. Krohn verwies darauf, dass diese umfassenden Behandlungs-flle auch aus gutachterlicher Sicht immer relevanter werden, denn ein vertragszahnrztlicher Gutachter muss aufgrund der mglichen Be-handlungsvielfalt, welche das Fest-zuschusssystem nun einmal zulsst, beurteilen knnen, welche Vorbe-handlungen als unverzichtbar anzu-sehen sind und welches konzeptio-nelle Vorgehen auch therapeutisch zielfhrend ist.

    Dies griff Dr. Garling in seiner Einleitung auf und verwies auf Rechtsprechung, wonach z. B. ein Verzicht oder Nichtanbieten funkti-onsanalytischer Leistungen auch bei GKV-Patienten haftungsrechtliche

    Konsequenzen fr den Behandler haben kann, obwohl 28 Abs. 2 SGB V explizit regelt, dass funkti-onsanalytische und funktionsthera-peutische Manahmen nicht von der Krankenkasse bezuschusst werden. Danach stehen im Rahmen der ver-tragszahnrztlichen Versorgung nur die K-Positionen zur Verfgung, welche bei diesen Behandlungs-fllen aber nicht ausreichend sind. Anhand von anschaulichen Fallbei-spielen zeigte Dr. Garling das Span-nungsfeld zwischen Aufwand und Nutzen sowie fachlicher und recht-licher Notwendigkeit unter Beach-tung der physischen, psychischen und finanziellen Mglichkeiten der Patienten.

    Dr. Garling erklrte aber auch, dass man nicht jedes Kiefergelenkge-rusch zwingend therapieren muss. Es gilt die Leitsymptome Schmerz, Limitation der UK-Mobilitt und inkoordiniertes neuromuskulres System zu beachten. Die Stabili-sierungsschiene sei das ultimative Therapeutikum zur Behandlung von Funktionsstrungen, deren Kos ten-/Nutzenverhltnis die grte Effekti-vitt aufweist. Als Gutachter msse man derartige komplexe Behand-lungsplne unter Bercksichtigung der Therapiefreiheit des Kollegen beurteilen.

    Dr. Georgi stellte in seinem Teil des Vortrags anschauliche Fallbeispiele aus seiner zahnrztlichen Praxis dar. Ein wesentlicher Ausgangspunkt innerhalb der Behandlung von funk-tionsgestrten Patienten ist dabei zunchst das Finden der mglichen und sthetischen Frontsituation. Auf die Frage, wann nun eine CMD vor-liegt, erklrte Dr. Georgi, dass es keine Laborparameter gibt, die letzt-endlich einen hundertprozentigen Beweis fr Funktionsstrungen liefern. Vielmehr ist dies anhand der verschiedenen Symptome einer CMD nach Lechner (wie z. B. Span-nungskopf- und Gelenkschmerz, Knacken) zu ermitteln. Er zeigte aufschlussreiche Behandlungsfl-le, in denen er in Abhngigkeit der vorliegenden Symptomatik thera-pierte. Interessant war hier nicht nur die Komplexitt in der Diagnostik, Vorbehandlung und der eigentlichen Therapie, sondern die Konsequenz, mit der die einmal ermittelte und im Rahmen einer ber einen lngeren Zeitraum auch Beschwerdefreiheit erzielende therapeutische Bisslage von Schienenbehandlung in die Be-handlung mit therapeutischen Kro-nen und Brcken (Langzeitproviso-rien) und letztlich in die definitive Versorgung umgesetzt wurde. Im Anschluss beantwortete er gemein-sam mit Dr. Garling die Fragen der Tagungsteilnehmer.

    Gut besuchte Tagung der KZV-GutachterFachleute fr Zahnersatz, Parodontologie und Implantologie diskutierten in Rostock

    Gutachtertagung war wichtiger Erfahrungsaustausch. Fotos: Cindy Marwedel

  • 8 dens 3/2012

    KassEnzahnrztlichE vErEinigung

    Wie mit prospektiven Heil- und Kostenplnen, die unter Umstnden sptere nderungen nach sich zie-hen, aus gutachterlicher Sicht um-zugehen sei, erluterte Dr. Krohn im zweiten Teil der Tagung. Wobei in den von ihm dargestellten Fllen die Behandler bereits soweit anbehan-delt hatten, dass es fr die Gutachter nicht mehr mglich war, den Aus-

    gangsbefund und die Versorgungs-notwendigkeit festzustellen. Dies bedeutete in der Konsequenz, dass die Gutachter diese Heil- und Ko-stenplne nicht befrworten konn-ten.

    Dr. Krohn teilte dazu mit, dass die KZBV und der GKV-Spitzen-verband das Problem des Vorgehens bei unklaren Befunden und bei vor-

    handenem funktionsuntchtigem Zahnersatz in den konsentierten Erluterungen zur Anwendung der Festzuschuss- und Zahnersatz-Richt-linien (verffentlicht in der Anlage 3 zum KZV-Rundbrief 8/2008) wie folgt lste bzw. zu lsen versuchte!

    Im brigen wird mit der Aus-stellung eines HKP ermglicht, dass Versorgungen vor der Entfernung alter Kronen- und Brckenversor-

    anzeige

    Dr. Holger Garling Dr. Karsten Georgi Dr. Manfred Krohn

  • dens 3/2012 9

    KassEnzahnrztlichE vErEinigung

    gungen begutachtet werden knnen. Ohne die Ausstellung eines HKP hat die KK nicht die Mglichkeit der klinischen Begutachtung der Er-neuerungsbedrftigkeit einer Alt-versorgung, da zum Zeitpunkt der Ausstellung des HKP fr die endgl-tige Versorgung bereits Provisorien im Munde des Pat. eingegliedert w-ren.

    Fr den Behandler bedeutet dies, dass er die vorlufige Planung bei der Krankenkasse mit dem Vermerk endgltige Planung erst nach Ent-fernung des vorhandenen Zahner-satzes einzureichen hat, um der Krankenkasse die Mglichkeit der Begutachtung einzurumen.

    Eine Ausnahme von diesem Vor-gehen kann nur dann bestehen, wenn die Entfernung von Zahnersatz im Rahmen akuter Schmerzbehand-lungen indiziert und eine zeitliche Verzgerung durch die Genehmi-gung des Heil- und Kostenplanes aus medizinischen Grnden nicht mglich ist.

    Dr. Krohn verwies aber auch da-rauf, dass die auf Bundesebene kon-sentierten Erluterungen oft weit entfernt sind vom klinischen Alltag. So stellt sich demnach die Frage nach einem alltagstauglichen Vor-gehen, welches Rechtssicherheit so-wohl fr den Behandler als auch fr den Patienten schafft.

    Fr den Patienten ist es erforder-lich zu wissen, ob die geplante Ver-sorgung tatschlich ein therapeu-tisches Optimum darstellt und ob z. B. die Einbeziehung von eigenen Zhnen, was ja regelmig mit Ver-lust von Zahnhartsubstanz einher-geht, in dem geplanten Umfang auch notwendig ist. Eine zweite fr den Patienten nicht weniger wichtige Antwort ergibt sich aus der Frage nach der aus den Festzuschussricht-linien resultierenden Hhe des Kran-kenkassenzuschusses. Ebenso wich-tig fr den Patienten ist die Hhe des Festzuschusses der Krankenkasse. Dieser ergibt sich aus den klinischen Ausgangsbefunden und der prothe-tischen Behandlungsbedrftigkeit. Sollte beides fr die Krankenkasse nicht nachvollziehbar sein, hat sie die Mglichkeit, sich eines vertrags-zahnrztlichen Planungsgutachtens zu bedienen. Fr den Behandler ist es allein schon aus forensischen Grnden erforderlich, sich sowohl gegenber dem Patienten als auch der Krankenkasse hinsichtlich des

    von ihm geplanten therapeutischen Umfangs abzusichern. Nur so wird er in die Lage versetzt, sein Be-handlungskonzept umfassend, kom-promisslos und ohne Zeitdruck um-setzen zu knnen und zwar mit der kalkulatorischen Sicherheit, seine berechtigten Honorarforderungen tatschlich realisieren zu knnen.

    Ist eine Genehmigung der end-gltigen Versorgung aufgrund einer unklaren Befundlage noch gar nicht mglich, ist der Behandler trotzdem gehalten, sein vorlufiges Behand-lungskonzept der Krankenkasse sei-nes Patienten vorzulegen.

    Die provisorische Lckengebiss-versorgung nach Zahnverlust findet in der Festzuschussgruppe 5 Berck-sichtigung und beinhaltet damit die Mglichkeit einer vorherigen Bean-tragung des Planes bei der Kranken-kasse. Anders sieht es hingegen in den von Dr. Garling und Dr. Georgi geschilderten Fllen zur Sicherung der Bisslage mit der Einbeziehung von ansonsten nicht berkronungs-bedrftigen Zhnen aus, denn die dortigen Behandlungsschritte mit Langzeitprovisorien sind nicht fest-zuschussfhig und auch die festzu-schussauslsende berkronungsbe-drftigkeit wre im Nachhinein fr auenstehende Dritte (Krankenkas-sen, Mitarbeiter und Gutachter) nicht ohne Weiteres nachvollziehbar.

    Dabei gilt zu bedenken, dass auch dies Vorbehandlungen bei GKV-Pa-tienten sind, die auf eine endgltige bezuschussungsfhige ZE-Versor-gung hinauslaufen.

    Die vorlufige Planung sollte bei der Krankenkasse daher schon allein aus diesen Grnden eingereicht wer-den, auch wenn wie Nachfragen bei Krankenkassen ergaben gele-gentlich verwundert darauf reagiert wird.

    Ist nun nach wie vor fr bestimmte Befunde eine vorherige Genehmi-gung der provisorischen berkro-nung verzichtbar? Dieser Frage wurde bereits sehr ausfhrlich in den vorausgegangenen Gutachterta-gungen nachgegangen und auch eine Lsung gefunden, die rckblickend eigentlich nie zu Beanstandungen gefhrt hat. Voraussetzung ist eine gewissenhafte, ausreichend um-fangreiche Dokumentation, die eine nachtrgliche zweifelsfreie Best-tigung der Ausgangsbefunde durch Auenstehende Gutachter, Sach-verstndige, u. U. sogar Krankenkas-

    senmitarbeiter ermglicht. Das ist der Fall bei rntgenologisch beleg-baren massiven karisen Defekten, die eine sptere berkronung/Neu-berkronung auslsen oder bei endo-dontischen Manahmen auch unter alten prothetischen Versorgungen, deren Notwendigkeit ordnungsge-m zu dokumentieren ist. Genau-so ist durch Fotodokumentation die Erneuerungsbedrftigkeit alter pro-thetischer Konstruktionen belegbar, deren Herunternahme und anschlie-ender Ersatz durch ein Provisorium nicht grundstzlich einer vorherige Genehmigung bedrfen.

    Diese Aufzhlung ist nur beispiel-haft. Es gibt sicherlich noch andere Indikationen. Eines ist allerdings grundstzlich festzuhalten: Die Ein-beziehung von ansonsten nicht zwei-felsfrei als berkronungsbedrftig darstellbaren Zhnen ist ohne vorhe-rige Genehmigung bei der Kranken-kasse in jedem Fall zu unterlassen.

    Unter Bezugnahme auf die Un-verzichtbarkeit einer umfassenden und korrekten Dokumentation wies Dr. Krohn auf den aktuellen Entwurf des Patientenrechtegesetzes hin, in dem explizite Regelungen zum Ab-schluss des Behandlungsvertrages sowie Aufklrungs- und Dokumen-tationspflichten vorgesehen sind.

    Abschlieend referierte Dr. Gar-ling in seiner Funktion als PAR-Re-ferent auf entsprechende Anfragen von Gutachtern kurz zur Anwendung der Laser- und Antibiotikatherapie in der Parodontologie. Und Katja Mil-lies als Juristin der KZV erluterte zusammengefasst die Aufgaben der Gutachter bei Begutachtungen aus-gefhrter prothetischer Leistungen (sog. Mngelgutachten). Gutachter haben insoweit den Befund sorgfl-tig zu erheben, wenn mglich Anga-ben zu machen, worauf festgestellte Mngel zurckzufhren und wie di-ese zu beheben sind.

    Die Teilnehmer der Tagung konn-ten also wieder einmal viele Infor-mationen fr ihre Arbeit mitnehmen, insbesondere, dass es entscheidend auf eine umfassende ordnungsge-me Befundung ankommt. Oder wie mit den Worten von Dr. Gar-ling gesprochen: Man kann kein Bauwerk sanieren, ohne nicht eine Baugrundanalyse durchgefhrt zu haben.

    KZV

  • 10 dens 3/2012

    zahnrztEKammEr

    Seit 2006 wurden zur sommerlichen Kammerversammlung der Zahnrzte-kammer Mecklenburg-Vorpommern auch die Kreisstellenvorstnde ein-geladen. Aufgrund zahlreicher An-regungen und vor dem Hintergrund der Gebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern entschied man sich in diesem Jahr, ein separates Treffen des Vorstandes mit den Kreisstel-lenvorstnden zu organisieren. Am 22. Februar folgten fast alle Kreis-stellenvorstnde der Einladung von Kammerprsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich in das Rostocker Tri-Hotel. In seinen Erffnungsworten betonte der Prsident die Bedeutung der Kreisstellenarbeit fr die Selbst-verwaltung des Berufsstandes. Dabei fungieren die Kreisstellenvorsitzen-den insbesondere als Vermittler und Berichterstatter der Problemlagen und

    Anregungen im Sinne einer gelebten Basisdemokratie. Leider kmen je-doch oft nur sprlich Informationen und Anregungen aus den Kreisstellen beim Kammervorstand oder in der Geschftsstelle an. Um die standes-politische Arbeit vor Ort strker zu untersttzen, ist Vorstandsmitglied Zahnarzt Mario Schreen vom Vor-stand zum Kreisstellenbeauftragten benannt worden (siehe dens 1/2012, Seite 6).

    Man erhoffe sich damit, dass der direkte Kontakt die Vorstandsarbeit in den Kreisstellen erleichtert und un-tersttzt sowie dass der Vorstand auf Anregungen und Probleme aus den Kreisstellen schneller reagieren kann, so Schreen. Der Vorstand wies auch darauf hin, dass im vergangen Jahr nur ein Teil der im Kammerhaushalt zur Verfgung stehenden Mittel fr

    Fortbildungen von den Kreisstellen abgerufen worden sei. Ergnzend nannte Prof. Oesterreich zwei primre Aufgabenstellungen, die vor dem Vor-stand und den Kreisstellenvorstnden stehen. Neben einer funktionierenden Notdiensteinteilung sei die Einbezie-hung aller Zahnrzte vor dem Hin-tergrund der gesundheitspolitischen Herausforderungen in die Selbstver-waltung mit oberster Prioritt verse-hen. Jedoch verstrken sich die be-kannten Probleme wie Desinteresse an berufspolitischem Engagement und zunehmende Anonymitt in der Zahnrzteschaft enorm. Weiterhin be-mngelte der Prsident die Zunahme an Wettbewerbs- und Berufsrechtver-sten. Die Erlangung einer einheit-lichen Berufsauffassung msse ober-stes Ziel der Politik im Berufsstand bleiben. Jeder Zahnarzt msse sich zur gemeinsamen Identifikation in die Professionspolitik einbringen knnen

    Auch der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnrztlichen Vereinigung, Wolfgang Abeln, versprach eine ef-fektive Begleitung der Kreisstellenar-beit und verwies auf das gemeinsame Anliegen mit der Zahnrztekammer, die Basisarbeit innerhalb des Berufs-standes zu verstrken.

    Wir mssen das Interesse an der Basis wecken!Auerordentliche Kreisstellenvorstandssitzung fang regen Zuspruch

    Der Kreisstellenvorsitzende Dr. Uwe Greese (stehend) stellt dem Gremium die Erfahrungen zur Notdienstorganisation und -durchfhrung in Greifswald vor

    Der Einladung nach Rostock folgten viele - auch neu gewhlte - Mitglieder von Kreisstellenvorstnden

    Bewegt dankte Prof. Oesterreich den Kreisstellenvertretern fr deren Glckwnsche anlsslich der Ver-leihung der Honorarprofessur fr Orale Prvention und Versorgungs-forschung an der Universitt Greifs-wald

  • dens 3/2012 11

    zK / Kzv

    Vorlufige Tagesordnung:

    1. Begrung und Feststellung der satzungs- migen Einberufung

    2. Feststellung der Beschlussfhigkeit

    3. Bestellung des Protokollfhrers, des Fhrers der Rednerliste und von mindestens zwei Teilnehmern zur Stimmenzhlung

    4. Bekanntgabe der endgltigen Tagesordnung und der gestellten Antrge

    5. Feststellung der ffentlichkeit der Vertreter- versammlung

    6. Bericht des Vorsitzenden der Vertreterver- sammlung

    7. Bericht des Vorstandes mit anschlieender Aussprache Ttigkeitsbericht Geschftsbereich I Ttigkeitsbericht Geschftsbereich II

    8. Fragestunde

    9. Beschlussfassung ber eingereichte Antrge

    10. Auswirkungen des Versorgungs-Strukturgesetzes (VStG) auf den HVM

    11. Verschiedenes

    Die Sitzung ist ffentlich, soweit sie sich nicht mit personellen Angelegenheiten oder Grundstcksgeschften befasst.

    KZV

    Ankndigung der

    Vertreterversammlung der KZVDie Frhjahrsvertreterversammlung der Kassenzahnrztlichen Vereinigung findet am 14. April, Beginn 9 Uhr, im Hotel Schloss Teschow statt.

    In der Summe waren sich alle Red-ner einig: die Kreisstellenarbeit und der kollegiale Austausch vor Ort ms-sen deutlich aktiviert werden.

    Hauptgeschftsfhrer Rechtsan-walt Peter Ihle ging anschlieend auf nach wie vor ungeklrte Probleme im Zusammenhang mit dem zahnrzt-lichen Notfalldienst ein. Er betonte, dass die Zahnrztekammer nach dem Heilberufsgesetz einen zahnrzt-lichen Notdienst in den sprechstun-

    denfreien Zeiten sicherzustellen hat. Ebenso verpflichte das SGB V die Vertragszahnrzte zur Sicherstellung der zahnrztlichen Notversorgung in sprechstundenfreien Zeiten. Damit ergibt sich die Verpflichtung, eine zahnrztliche Versorgung rund um die Uhr abzusichern. Schuldhafte Verste seien eine berufsrechtliche und vertragszahnrztliche Verfehlung und wrden in Zukunft strker sank-tioniert werden. Prof. Oesterreich ergnzte: Jeder Notfallpatient, der

    keine Notfallbehandlung erhlt oder keinen notdiensthabenden Zahnarzt erreicht, gefhrdet das Ansehen des gesamten Berufstandes.

    Abschlieend prsentierte Ge-schftsfhrer Curth mgliche Kon-zepte zur Neustrukturierung der Kreisstellengebiete. Neben der der-zeit bestehenden Struktur stand eine Reform auf Grundlage der neuen po-litischen Grokreise unabhngig von der Notdiensteinteilung zur Debatte. In einer lebendigen und offenen Dis-kussionsrunde wurden Pro und Con-tra diskutiert. Die Ergebnisse der Dis-kussion sollen zunchst zusammen getragen und sodann in Abstimmung mit den Kreisstellenvorstnden ein fr alle akzeptabler Konsens gefunden werden.

    In einer Angelegenheit waren sich am Ende alle einig: Eine separate Sit-zung des Vorstandes mit den Kreis-stellenvorstnden soll im Sinne eines strukturierten und ergebnisorientierten Informationsflusses mindestens ein-mal jhrlich wiederholt werden. Und das wird sie auch, versprach Kam-merprsident Prof. Oesterreich.

    Steffen KlattReferat ffentlichkeitsarbeit der ZK M-V

    Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Hauptgeschftsfhrer Rechtsanwalt Peter Ihle und ffentlichkeitsreferent Dipl.-Stom. Gerald Flemming verfolgen die Diskus-sion Fotos: Steffen Klatt

  • 12 dens 3/2012

    Kzv / dEutschland

    Die Kassenzahnrztliche Bundesverei-nigung und die Bundeszahnrztekammer haben gemeinsam Stellung genommen zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuausrichtung der Pflegeversiche-rung. In einem Mailing an die Mitglieder des Aktionsbndnisses Mundgesund-heit trotz Handicap und hohem Alter. Beiden Krperschaften ist es wichtig, ein zahnrztliches Prventionsmanage-ment fr Pflegebedrftige und Men-schen mit Behinderung im Rahmen der Pflegereform gesetzlich zu verankern. Denn bisher knnen diese an der posi-tiven Entwicklung der Mundgesundheit der deutschen Bevlkerung nicht parti-zipieren, attestieren Dr. Wolfgang Eer, stellvertretender Vorsitzender der KZBV und Professor Dr. Dietmar Oesterreich, Vizeprsident der Bundeszahnrztekam-mer. Im Rahmen der Pflegereform sollen fr Pflegebedrftige und Menschen mit Behinderungen prventive Manahmen in 22a SGB B verankert werden. Ein Auszug aus der gemeinsamen Stellung-nahme:

    Sehr geehrte Damen und Herren,bereits mit dem GKV-Versorgungs-strukturgesetz wurde gem 87 Abs. 2i SGB V eine neue Leistungsposition fr das Aufsuchen von Pflegebedrf-tigen und Menschen mit Behinderung, die eine Zahnarztpraxis nicht oder nur mit hohem Aufwand aufsuchen knnen, eingefhrt.

    Gem 87 Abs. 2j SGB V-E soll nun eine weitere Leistungsposition fr das Aufsuchen von Pflegebedrftigen und Menschen mit Behinderung vorgesehen werden. Die vorgesehene Leistung ist nur fr Personen in stationren Pflege-einrichtungen bestimmt und sie darf nur im Rahmen eines Kooperationsvertrages nach 119b SGB V erbracht werden.

    In unserer Stellungnahme begren wir, dass der Gesetzgeber den Hand-lungsbedarf anerkennt. Die vorgese-henen Regelungen in den 87 Abs. 2j und 119b SGB V gehen jedoch im Er-gebnis in die falsche Richtung.

    Die bloe Ergnzung des Leistungs-katalogs um eine weitere Position fr die aufsuchende Versorgung wird dem besonderen Behandlungsbedarf dieser Personengruppe nicht gerecht. Dies gilt umso mehr, als die vorgesehene Leistung auf solche Personen beschrnkt werden soll, die sich in stationren Pflegeeinrich-tungen befinden. Diese Regelung steht auch im Widerspruch zur Zielsetzung

    des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes (PNG), das sich den Erhalt der Pflege-bereitschaft von Angehrigen bzw. na-hestehenden Personen zum Ziel gesetzt hat. Deshalb sollten die Mittel nicht auf Personen beschrnkt werden, die sich in stationren Pflegeeinrichtungen be-finden, sondern allen Pflegebedrftigen und Menschen mit Behinderung im glei-chen Mae zugute kommen, zumal nur ein Drittel aller Pflegebedrftigen in sta-tionren Einrichtungen betreut werden.

    Gemeinsam sprechen sich Kas-senzahnrztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnrztekammer (BZK) in ihrer Stellungnahme dafr aus, mit den vorgesehenen finanziellen Mitteln in einem ersten Schritt die Ein-fhrung eines zahnrztlichen Prventi-onsmanagements zu ermglichen, um die prventiven Potentiale bei der Ver-sorgung dieser Patientengruppen zu er-schlieen.

    Zur Lsung der Versorgungsprobleme ist ein ergnzender prventionsorien-tierter Leistungskatalog zwingend er-forderlich, der auf die Bedrfnisse von Pflegebedrftigen und Menschen mit Behinderung abstellt und der dem gr-eren zahnrztlichen Behandlungs- und Prventionsbedarf Rechnung trgt.

    119b bezieht sich allein auf die (zahn-)rztliche Versorgung in statio-nren Pflegeeinrichtungen. Prventive Leistungen, die in der vertragszahnrzt-lichen Versorgung gesetzlich nur bis zum 18. Lebensjahr vorgesehen sind, werden von den vorgesehenen Regelungen nicht erfasst. Die in unserem Konzept Mund-gesund trotz Handicap und hohem Alter im Mittelpunkt stehenden prventiven Manahmen bleiben weiterhin auen vor. Fr diesen Personenkreis mssen prventive Leistungen durch eine Veran-kerung in 22a SGB V erst in den Leis-tungskatalog der GKV aufgenommen werden.

    Mit freundlichen Gren

    Dr. Wolfgang Eer

    Stellv. Vorsitzender der KZBV

    Prof. Dr. Dietmar Oesterreich

    Vizeprsident der BZK

    Verankerung eines Prventionsmanagements

    Die Yachthafenresidenz Hohe Dne in Rostock-Warnemnde bie-tet nicht nur die richtige Atmosph-re zu einem groen Ball, sondern lsst auch schwierige Seminarthe-men leichter verarbeiten. Der KZV-Zahnrzteball beginnt am 21. April um 20 Uhr und die Gste knnen sich bei Musik und gutem Essen richtig verwhnen lassen. Bevor es soweit ist, geht es beim gemein-samen Seminar mit der Deutschen Apotheker- und rztebank um ju-ristische Fallstricke im Praxisall-tag. Referent ist Dipl.-Betrw. Theo Sander, Fachanwalt fr Steuerrecht vom Institut fr Wirtschaft und Pra-xis Bicanski GmbH.

    Die Themenschwerpunkte sind u. a.: Arbeitsrecht; Praxistestament; der Mietvertrag Achillesferse der Praxis; Praxismarketing aktuelle Rechtsprechung; Zahnarzt und In-ternet; Zahnarzt und Dritte; Streit-fragen zahnrztlicher Zusammenar-beit; aktuelle Rechtsprechung

    Denn Gerichte und Gesetzgeber werden nicht mde, zahnrztliche Ttigkeit zu verrechtlichen und da-mit zu komplizieren, dies hat nicht zuletzt das neue Versorgungsstruk-turgesetz 2012 erneut unter Beweis gestellt. Vertrge im Praxisalltag, Absprachen in der Zusammenarbeit mit Laboren und anderen Leistungs-erbringern, zahnrztliche Koopera-tionen aber auch Arbeitsrecht und Patientenkontakt halten Fuangeln und Fallstricke bereit. Nicht selten kommt spter das bse Erwachen. Nur wer die Fallstricke kennt, kann sich rechtzeitig hierauf einstellen und den richtigen Weg fr die Praxis beschreiten. Das Recht ist mit den Hellen sagt man oder die Chancen nutzen, aus den Fehlern anderer zu lernen. Das Seminar beginnt um 14 Uhr. Anmeldeformulare knnen den Rundbriefen der KZV entnommen werden.

    Hotelzimmer knnen ab sofort im Hotel Yachthafenresidenz Hohe Dne, Am Yachthafen 1, 18119 Rostock-Warnemnde, Telefon: 0381-50 40 63 63, bis zum 31. Mrz unter dem Stichwort: Zahnrzteball 2012 gebucht werden.

    KZV

    Ball & SeminarZahnrzteball der KZV

  • dens 3/2012 13

    dEutschland

    Am 24. Januar fand in den Ru-men der Parlamentarischen Gesell-schaft in Berlin der traditionelle Neujahrsempfang von Bundeszahn-rztekammer (BZK) und Kassen-zahnrztlicher Bundesvereinigung (KZBV) statt. Etwa 460 Gste aus (Gesundheits-)Politik, Medien und dem zahnrztlichen Berufsstand nutzten die Plattform zum gegensei-tigen Meinungsaustausch.

    BZK-Prsident Dr. Peter Engel warnte eindringlich vor einer str-keren konomisierung und Budge-tierung des Heilberufes sowie dem Eingriff in das solide Zahnarzt-Pati-enten-Verhltnis. Er verwies zudem auf ntige politische Weichenstel-lungen, die die (zahn-)medizinische Versorgung in Deutschland im Hin-blick auf den demografischen Wandel zukunftsfester machen. Die BZK habe bereits Lsungsvorschlge an-geboten. Als viertgrter Arbeitge-ber im Gesundheitswesen mit ber 300 000 Angestellten in den Praxen knne die deutsche Zahnrzteschaft Seismograph und Ideengeber fr die Zukunft sein.

    Die Parlamentarische Staatssekre-trin im Bundesministerium fr Ge-sundheit, Annette Widmann-Mauz, MdB, besttigte in ihrem Gruwort, wie wichtig heutiges Handeln fr die Zukunft sei. Daher werde das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf demnchst im Ministerium bespro-chen und fr die zahnmedizinische Versorgung von Pflegebedrftigen und Menschen mit Behinderung solle es weitere untersttzende Ma-nahmen in 2012 geben. Johannes Singhammer (CDU/CSU), MdB, be-tonte ebenfalls, dass die Versorgung Pflegebedrftiger weiter verbessert werden msse. Steffen-Claudio Lemme (SPD), MdB, dankte der Zahnrzteschaft fr die Arbeit am Patienten und fr das Allgemein-wohl. Trotz kontroverser Debatten 2011 intern und extern freue man sich auf gute Gesprche in der Zu-kunft. Diese sei nur im Dialog mg-lich. Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), MdB, verwies auf die gute Prventionsarbeit der Zahnrzte und stellte klar, dass ein gerechter Aus-gleich zwischen den berechtigten Interessen aller gesundheitspoli-

    tischen Player Aufgabe der Politik sei. Harald Weinberg (Die Linke), MdB, pldierte fr den Zugang zu Prventionsleistungen wie der Pro-fessionellen Zahnreinigung fr alle, am Zahnstatus solle nicht der Sozial-status erkennbar sein.

    In seinem Schlusswort fasste Dr. Jrgen Fedderwitz, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, zusammen, dass 2012 der Patient stark im ge-

    sundheitspolitischen Focus stnde. Das Reformkonzept Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter (AuB-Konzept) von Bundeszahnrz-tekammer und Kassenzahnrztlicher Bundesvereinigung sei ein Konzept fr Patienten. Hier sei die Politik ge-fordert, noch wesentlich strker im Sinne der unmittelbar Betroffenen zu agieren.

    BZK-Klartext 01/12

    Neujahrsempfang der ZahnrzteschaftGroe Herausforderungen stehen fr die Gesundheitspolitik an

    Die Gastgeber mit Politikuntersttzung (v.l.n.r.): BZK-Vizeprsidenten Prof. Dr. Christoph Benz und Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Annette Widmann-Mauz (MdB), BZK-Prsident Dr. Peter Engel und KZBV-Vorsitzender Dr. Jrgen Fedderwitz.

    Rund 460 Gste aus Politik, Standespolitik, Ministerien, von Verbnden und Medien kamen zum Neujahrsempfang von Bundeszahnrztekammer und Kas-senzahnrztlicher Bundesvereinigung in die Parlamentarische Gesellschaft Berlin. Fotos: BZK/axentis.de

  • 14 dens 3/2012

    zahnrztEKammEr

    Am 21. Januar hielt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich in der Aula der Greifswalder Universitt seine Antrittsvorlesung als Honorarprofessor der Klinik fr Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie/Plastische Operationen. Prof. Oesterreich ist nie-dergelassener Zahnarzt in Stavenhagen und Prsident der Zahnrztekammer Mecklenburg-Vorpommern sowie Vizeprsident der Bundeszahnrzte-kammer. Die Antrittsvorlesung stand unter der Thematik Orale Prvention, Versorgungsforschung und Risikokom-munikation Teil einer nachhaltigen Professionspolitik des zahnrztlichen Berufsstandes. Mit seiner Ttigkeit setzt Prof. Oesterreich ein Zeichen, wie zahnrztliche Professionspolitik und Wissenschaft vernetzt werden knnen.

    Die zuknftige Mitwirkung von Prof. Oesterreich in der Greifswalder Arbeits-gruppe Cancer Politics (Krebsprventi-on und Gesundheitspolitik) wird sich auf die Versorgungsforschung bei der Frherkennung und Frhbehandlung von oralen Karzinomen konzentrieren.

    In den vergangenen zehn Jahren ist es zu einer deutlichen Verbesserung der Heilungserfolge bei diesen Krebser-krankungen gekommen. Erklrungen dafr liefern medizinische und tech-nische Entwicklungen. Der wesentliche Grund fr die Verbesserung der Hei-

    lungserfolge ist aber eine gesundheits-politische Leistung, die Einfhrung breitenwirksamer Anreizsysteme fr Patientinnen und Patienten, sich regel-mig in der Zahnarztpraxis vorzustel-len. Auf diese Weise knnen viel mehr Tumorerkrankungen immer frhzei-tiger erkannt werden. Frherkennung gefolgt von Frhbehandlung ist nach-gewiesen der beste Weg zur Heilung. Die immer greren Heilungschancen bei der Behandlung von Mundkrebser-krankungen sind also ganz wesentlich durch weitsichtige gesundheitspoli-tische Entscheidungen bedingt.

    Prof. Oesterreich, ein bundesweit anerkannter Experte fr Prvention, war an diesen Entscheidungen beteili-gt. Sein Schwerpunkt Krebsvorsorge-politik verstrkt nunmehr die Arbeit der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie an der Universitt in Greifswald.

    Weitere Information: http://www.medizin.uni-greifswald.de/mkg_chir/Klinik und Poliklinik fr Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie/Plastische Operati-onen ZK

    Gesundheitliche Prvention im MittelpunktAntrittsvorlesung von Professor Oesterreich an der Universitt Greifswald

    Prof. Dr. Dietmar Oesterreich wh-rend seiner Antrittsvorlesung in der Aula der Universitt Greifswald.

    Viel Applaus fr Professor Oesterreich

    Der Direktor der Kli-nik und Poliklinik fr MKG-Chirurgie und Plastische Operati-onen der Universitt Greifswald, Prof. Dr. Dr. Hans-Robert Metelmann, begrte das Auditorium und fhrte mit einer kurzen Wrdigung der Leistungen von Prof. Dr. Dietmar Oesterreich ein.

    Fotos: Gerald Flemming

    Viele namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Berufspo-litik waren in Greifswald anwesend: v. l. Dr. Peter Engel, Prsident der BZK, Dr. Dr. Jrgen Weitkamp, ehemaliger Prsident der BZK, Dr. Jrgen Fedderwitz, Vorsitzender der KZBV und Dr. Wolfgang Eer, stellvertretender Vorsit-zender der KZBV.

    Prof. Oesterreich kann sich in Stavenhagen auf ein einge-spieltes Praxisteam sttzen.

    http://www
  • dens 3/2012 15

    zahnrztEKammEr

    Die neue Abrechnung von adh-siven Stiftaufbauten und adhsiven Aufbaufllungen hat sich zum Dau-erthema im GOZ-Referat entwickelt. Die Praxen sind verstndlicherweise verrgert ber die Honorareinbuen bei diesen Leistungen.

    Fr die dentinadhsive Aufbaufl-lung knnen nach der neuen GOZ 2012 nachfolgende Gebhrenziffern abgerechnet werden:

    GOZ 2180 Vorbereitung eines zerstrten Zahnes mit plastischem Aufbaumaterial zur Aufnahme einer KroneGOZ 2197 Adhsive Befestigung (plastischer Aufbau, Stift, Inlay, Kro-ne, Teilkrone, Veneer etc.)

    Nach der alten GOZ erfolgte die Berechnung einer dentinadhsiven Aufbaufllung analog gem 6 Abs. 2 GOZ. Als Analognummern wurden hier hufig die Ziffern 214 bis 217 GOZ herangezogen.

    Die Bewertung der neuen Gebh-renziffern 2180 plus 2197 ist dagegen keinesfalls angemessen. Die Abwer-tung dieser Leistung kann daher nur durch die Wahl entsprechend hoher Steigerungsfaktoren mit einer Verein-barung nach 2 Abs. 1 und 2 GOZ (Faktoren oberhalb 3,5) ausgeglichen werden.

    Nicht besser sieht es bei den adhsiv befestigten Glasfaserstiften, selbst un-ter Einbeziehung der Aufbaufllung, aus. Bis zum 31.12.2011 konnte der adhsive Glasfaserstift ebenfalls ana-log gem 6 Abs. 2 GOZ berechnet werden. Es waren z. B. Analogziffern 217, 515 oder die Komplettposition 503 GOZ gebruchlich.

    Mit der GOZ 2012 knnen nun zur Anwendung kommen:GOZ 2195 Vorbereitung eines zer-strten Zahnes durch einen Schrau-benaufbau oder Glasfaserstift o. . zur Aufnahme einer KroneGOZ 2180 Vorbereitung eines zerstrten Zahnes mit plastischem Aufbaumaterial zur Aufnahme einer Krone

    GOZ 2197 Adhsive Befestigung (plastischer Aufbau, Stift, Inlay, Kro-ne, Teilkrone, Veneer etc.)

    In der Begrndung des BMG zum Gesetzentwurf der GOZ 2012 kann die Ziffer 2197 nur einmal je Zahn und Sitzung berechnet werden. Dass so eine Begrndung nicht annhernd den Aufwand der adhsiven Befesti-gung eines Glasfaserstiftes und einer adhsiven Aufbaufllung widerspie-gelt, muss dem Praktiker nicht nher erlutert werden.

    Selbst mit dem Steigerungsfaktor 3,5 bei allen drei Gebhrenziffern, ist die Honorierung unakzeptabel, sodass auch hier nur der Weg ber eine Vereinbarung nach 2 Abs. 1 und 2 GOZ empfohlen werden kann (Faktoren oberhalb 3,5), um eine wirtschaftliche Berechnung der o.g. Leistungen zu erzielen.

    Nr. 2197 GOZ ggf. mehrfach pro Zahn?Wie bereits erwhnt, begrenzt der Verordnungsgeber in seiner Begrn-dung des Gesetzentwurfes der neuen GOZ die Berechnungsmglichkeit der Ziffer 2197 auf einmal je Zahn und Sitzung und verweist auf die Anwendung des Steigerungsfaktors, wenn mehrere Teile im Rahmen des Aufbaus eines Zahnes adhsiv be-festigt werden mssen. In der GOZ selbst ist an keiner Stelle ein Aus-schluss einer Mehrfachberechnung der 2197 an einem Zahn zu finden, sodass sich die BZK entschlossen hat, in ihrem berarbeiteten GOZ-Kommentar (Stand 20. Januar) die Ziffer 2197 fr jede einzelne adh-sive Befestigung zuzulassen. So kann die adhsive Befestigung nach 2197 beim adhsiven Stift und bei der ad-hsiven Aufbaufllung weil beide Leistungen nacheinander getrennt er-bracht werden 2x am selben Zahn abgerechnet werden. Auch andere GOZ-Kommentierungen vertreten die mehrfache Berechnung der 2197 pro Zahn und Sitzung.

    Es ist jedoch zu erwarten, dass die Mehrfachberechnung der adhsiven Befestigung 2197 GOZ pro Zahn

    erhebliche Erstattungsprobleme mit privaten Kostentrgern nach sich zie-hen kann. Erst gerichtliche Entschei-dungen werden hier Klarheit bringen.

    Ebenfalls verlangt die Anwendung des 2, Abs. 1 und 2 GOZ einen h-heren Beratungsaufwand des Patienten, denn zur Erzielung eines angemessenen Honorars sind fr die o. g. Gebhren-ziffern Steigerungsstze oberhalb des 3,5fachen Faktors notwendig.

    Und wer Abzockergerchten seitens der Erstattungsstellen vorbeugen will, kann dem Patienten ganz einfach den Vergleich mit der bisherigen Berech-nungsweise nach der GOZ 88 bieten und ihm damit den handwerklichen Fehler des Gesetzgebers vor Augen fhren. Erstellen Sie auch fr diese Leistungen einen Kostenplan nach GOZ Nr. 0030, damit der Patient im Vorab seine Erstattungsansprche mit seinem privaten Kostentrger klren kann.

    Machen Sie Gebrauch von den Ge-staltungsmglichkeiten, die uns die GOZ schon immer geboten hat, denn das Bundesverfassungsgericht hat uns dazu am 13.Februar 2001 in seiner Begrndung zur Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde zur Nicht-anpassung des Punktwertes der GOZ 88 aufgefordert: ... Eine Verletzung von Grundrechten und grundrechts-gleichen Rechten ist nicht ersicht-lich, solange der Beschwerdefhrer von den Gestaltungsmglichkeiten, die ihm die Gebhrenordnung der Zahnrzte erffnet, keinen Gebrauch macht ...

    Dipl.-Stom. Andreas WegenerVizeprsident/GOZ-Referent

    Adhsive Stiftaufbauten und adhsive Aufbaufllungen

    Leistung 1,0-fach 2,3-fach 3,5-fach

    2180 8,44 19,40 29,53

    2197 7,31 16,82 25,59

    leistung 1,0-fach 2,3-fach 3,5-fach

    2195 16,87 38,81 59,05

    2180 8,44 19,40 29,53

    2197 7,31 16,82 25,59

    Dipl.-Stom. Andreas Wegener

  • 16 dens 3/2012

    zK / Kzv

    Am 29. Mai 1991 konstituierte sich die erste ordentliche Kammerversamm-lung der Zahnrztekammer Mecklenburg-Vorpommern. Bereits kurz danach, nmlich am 2. Januar 1992, nahm der Diplomphysiker Konrad Curth seine Arbeit als stellvertretender Geschftsfhrer der Zahnrztekammer Mecklen-burg-Vorpommern auf. Fast von der ersten Stunde an konnte Konrad Curth den Aufbau der Kammergeschftsstelle entscheidend mitgestalten. Seitdem steht er dem Vorstand und den Zahnrzten als erster Ansprechpartner zur Verfgung, wenn es um Fragen der Berufsausbung, der EDV oder ffent-lichkeitsarbeit geht. Durch sein freundliches und kollegiales Auftreten und seine ausgeprgte Fachkompetenz ist Konrad Curth sowohl bei den Zahnrz-tinnen und Zahnrzten unseres Bundeslandes, den Kolleginnen und Kollegen in der Geschftsstelle als auch den Ehrenamtstrgern im Vorstand und in den Ausschssen gleichermaen anerkannt. Aufgrund seines besonderen Enga-gements hat der Vorstand Konrad Curth am 1. Januar 2007 zum Geschfts-fhrer der Zahnrztekammer bestellt. Seitdem untersttzt er gemeinsam mit Hauptgeschftsfhrer Peter Ihle die Arbeit des Kammervorstands. Vorstand und Mitarbeiter der Geschftsstelle freuen sich darauf, die intensive Zusam-menarbeit mit Konrad Curth noch mglichst lange fortsetzen zu knnen.

    Vorstand der ZK M-V

    Geschftsfhrer mit JubilumKonrad Curth 20 Jahre in der Zahnrztekammer

    Das Festzuschusskompendium Schwe-re Kost fr leichteres Arbeiten wurde

    im Jahr 2005 erstmals herausgegeben und hat seither regelmig Ergnzungs-lieferungen sowie eine komplette Neu-auflage im Jahr 2006 erfahren. Durch die nderung der Gebhrenordnung fr Zahnrzte (GOZ) und die Festset-zung der neuen Festzuschussbetrge fr 2012 ergibt sich die Notwendigkeit, ne-ben der Digitalen Planungshilfe (DPF) und der Abrechnungshilfe, auch das Kompendium zu aktualisieren. Die all-jhrlich bekannte Hochglanzklappkarte wird es jedoch zuknftig nicht mehr geben, sondern Aktualisierungen ms-sen als downloadbare PDF-Dateien von der Webseite der Kassenzahnrztlichen Bundesvereinigung www.kzbv.de heruntergeladen werden. Einen ent-sprechenden Hinweis an die Praxen gibt die Kassenzahnrztliche Vereini-gung demnchst ber den Rundbrief oder in dens.

    KZV

    Kompendium FZEinstellung Printausgabe

    http://www.kzbv.de
  • dens 3/2012 17

    dEutschland

    In Deutschland werden beim Zahn-arzt pro Jahr rund 52 Millionen lokale Betubungen gegeben. Nebenwir-kungen sind dabei sehr selten. Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage ngs-tigen sich auch nur 17 Prozent der Deutschen vor einer Betubungssprit-ze beim Zahnarzt. Darber hinaus betubt der Zahnarzt jeden Patienten auch individuell. Schmerzen beim Zahnarzt mssen heutzutage nicht mehr sein.

    proDente hat zu diesem Thema eine Broschre komplett berarbei-tet, die Patienten kostenfrei unter 01805/552255 oder unter www.pro-dente.de bestellen knnen.

    proDente

    Neu: BroschreLokale Betubungen

    Die Deutschen schtzen die Kompe-tenz ihres Zahnarztes und bleiben ihm langfristig treu: Rund 91 Prozent sind mit ihrem Zahnarzt zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das ist die zentrale Aussage einer bevlkerungsreprsenta-tiven Umfrage des Instituts fr Demo-skopie Allensbach (IfD) in Zusammen-arbeit mit dem Institut der Deutschen

    Zahnrzte (IDZ), deren Ergebnisse heute verffentlicht wurden.

    Die Zahnarztbindung in der Bevl-kerung ist auerordentlich hoch, 90 Prozent der Patienten gehen immer zu dem selben Zahnarzt, zitiert der Prsi-dent der Bundeszahnrztekammer, Dr. Peter Engel, die Studie. In Bezug zu frheren Studien (2002 und 1995) ist die Bindung damit sogar noch etwas strker geworden, dies ist eine Best-tigung fr die solide Arbeit der Kolle-gen, so Engel.

    Fr den Vorstandsvorsitzenden der Kassenzahnrztlichen Bundesvereini-gung (KZBV), Dr. Jrgen Fedderwitz,

    sind die Umfragewerte ein Indikator fr die tatschliche zahnmedizinische Versorgungssituation: Die Ergebnisse sind ein Indiz dafr, dass die Qualitt der Behandlung und der Service in den Praxen stimmen. Schlielich knnen Versicherte eine ganze Reihe von Ver-sorgungsparametern gut einschtzen, z. B. schnelle Terminvergabe und ge-

    ringe Wartezeit, freundliches Personal, ausfhrliche Beratung, schmerzfreie Behandlung und eine dauerhafte Be-schwerdefreiheit danach.

    Von den knapp 1800 reprsentativ ausgewhlten Befragten haben 90 Pro-zent die Qualitt der Behandlung positiv bewertet. 87 Prozent haben angegeben, groes Vertrauen in ihren Zahnarzt zu haben. 84 Prozent haben die zahnrzt-liche Versorgung in Deutschland gene-rell als gut eingestuft. Die Ergebnisse besttigen, dass die Zahnrzteschaft in der Bevlkerung insgesamt ber ein sehr positives Ansehen verfgt.

    IDZ

    Treu bis in die WurzelUmfrage: Deutsche schtzen ihren Zahnarzt

    Der gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Jens Spahn, hat den Krankenkassen mit einem Gesetz zur Begrenzung ihrer Verwaltungskos-ten gedroht. In einem der Nachrich-tenagentur dapd vorliegenden Brief an AOK-Vorstand Uwe Deh erwgt der CDU-Politiker, ein entsprechendes Ge-setzgebungsverfahren einzuleiten. Zu-dem fordert Spahn bei den anstehenden Verhandlungen zum Apothekenrabatt, den die Kassen als Grokunden genie-en, vom zuletzt verhandelten Ergeb-

    nis auszugehen. Der letzte verhandelte Rabatt lag bei 1,75 Euro. Im Rahmen des Spargesetzes, das Ende des Jahres ausluft, wurde der Rabatt jedoch auf 2,05 Euro angehoben. Mit der Andro-hung eines Spargesetzes wolle Spahn mglicherweise den Widerstand der Kassen gegen die Senkung des Rabatts brechen, heit es aus Kassenkreisen.

    Spahn ist zuletzt mehrfach mit Ver-tretern der Krankenkassen aneinander-geraten.

    nd

    CDU droht mit Spargesetz

    http://www.pro-dente.dehttp://www.pro-dente.dehttp://www.pro-dente.de
  • 18 dens 3/2012

    zahnrztEKammEr

    Wenn es einem bayerischen Zahnarzt reicht, dann greift er schon mal in die Tasten, um Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr einen Brief zu schreiben. Einen Brief, in dem es darum geht, so-lidarisch zu sein, wenn es darauf an-kommt. Nmlich bei der Absicherung gegen Krankheiten. Und er fordert ve-hement, diese Solidaritt vermissen zu lassen, wenn es darum geht, die Kosten fr rein kosmetische Eingriffe zu ber-nehmen. dens berichtete bereits in der Februarausgabe, siehe Seite 7. Pier-

    cings, Tattoos, Botox, Lifting, Bran-ding, Rippen brechen und hnlicher Unfug gehren nicht in den Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch dann nicht, wenn selbst Profes-sor Lauterbach dieser Ansicht ist. Das Geld innerhalb der gesetzlichen Kran-kenversicherung sollte fr die Behand-lung wirklich kranker Menschen zur Verfgung stehen. Uneingeschrnkt.

    Sehr geehrter Herr Minister Bahr,gem Vorschlag von Herrn Prof.

    Lauterbach sollten gesetzliche Kran-kenkassen die Kosten fr die Explan-tation der in Verruf gekommenen Brust implantate PIP bernehmen. Dieser Vorschlag scheint nur bei oberflchlicher Betrachtung sozial. In Wirklichkeit wre die Kostenbeteili-gung der GKV ein Schlag ins Gesicht fr alle Beschftigten im Gesund-heitsbereich, eine Verhhnung aller Brger des Landes, die mit Blick auf ihre Gesundheit solchem Humbug entsagt haben und eine Benachteili-

    Keine Silikonimplantate in der GKV! Eindringlicher Brief an Daniel Bahr Solidargemeinschaft verantwortungsvoll nutzen

    Die Erste Verordnung zur nde-rung der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist seit 1. November 2011 in Kraft. Mit der Trinkwasserver-ordnung wird die Qualitt von Was-ser fr den menschlichen Gebrauch geregelt. Die aktuellen nderungen bercksichtigen wissenschaftliche Erkenntnisse in den Bereichen Trinkwasserhygiene und Verbrau-cherschutz. So wird zum Beispiel erstmalig in der Europischen Union ein Grenzwert fr Uran im Trink-wasser festgelegt. Zudem wird ein technischer Manahmenwert fr die Legionellenkonzentration in Trink-wasserinstallationen fixiert. Zur Strkung des Verbraucherschutzes mssen ab 2013 Inhaber von Was-serversorgungsanlagen ber vorhan-dene Bleileitungen informieren.

    Fr zahnrztliche Behandlungsein-heiten wird klargestellt, dass diese nicht den Bestimmungen und Grenz-werten der Trinkwasserverordnung unterliegen. Voraussetzung fr diese Ausnahme ist jedoch die Ausrstung der Behandlungseinheiten mit einer Sicherungseinrichtung (Rckfluss-verhinderung), die den allgemein anerkannten Regeln der Technik ent-spricht.

    Nach 2 Abs. 4 muss das Wasser in Dentaleinheiten keine Trinkwas-serqualitt haben. Die Bestim-mungen der TrinkwV gelten nicht fr: Wasser, das sich in wasserfh-renden, an die Trinkwasser-Instal-lation angeschlossenen Apparaten befindet, die

    a) entsprechend den allgemein an-erkannten Regeln der Technik nicht Teil der Trinkwasser-Instal-lation sind und

    b) mit einer den allgemein anerkann-ten Regeln der Technik entspre-chenden Sicherheitseinrichtung ausgerstet sein mssen und das sich hinter einer Sicherungsein-richtung nach Buchstabe b) befin-det.

    Behrdliche Anforderungen (z. B. von Gesundheitsmtern) werden dadurch aber nicht generell einge-schrnkt.

    Anmerkungen des Ausschusses zahnrztliche Berufsausbung:

    Generell sollte das Wasser aus Dentaleinheiten aus Grnden des vorbeugenden Gesundheitsschutzes keimarm sein. Allerdings haben die Richtwerte ber die zulssige Keim-belastung von Trinkwasser fr die Wasserqualitt in Dentaleinheiten keinen validen Aussagewert. Un-tersuchungen zur Risikobewertung exis tieren nicht die Grenzwerte sind damit willkrlich (Siehe RKI-Empfehlung: Infektionsprvention in der Zahnheilkunde - Anforde-rungen an die Hygiene, Punkt 5 Wasser fhrende Systeme).

    Mit Desinfektionsmittel behandel-tes Wasser ist in keinem Fall mehr als Trinkwasser zu betrachten. Vor dem Einbau einer Entkeimungsanla-ge sollte die Keimbelastung des vom Versorger gelieferten Trinkwassers und des aus der Einheit abgehenden

    Wassers (ein bis zwei Entnahme-stellen) mikrobiologisch untersucht werden.

    Besteht eine erhhte Kontaminati-on, so ist derzeit kein Verfahren be-kannt, welches dauerhaft eine Sanie-rung (Beseitigung des Biofilmes = Reinigung / Desinfektion der Schlu-che) bewirkt. Eine hygienische Sa-nierung von Dentaleinheiten ist als unsicher zu betrachten!

    Der nachtrgliche Einbau einer Desinfektionsanlage (Dauer- und Spitzenentkeimung) macht dagegen nur Sinn, wenn die Keimbelastung vorab gering ist. Ausgeprgte Bio-filme lassen sich damit nicht beherr-schen.

    Zu Sicherungseinrichtungen:Aus dem Begrndungstext zur TrinkwV 2011 ergibt sich weiterhin, dass Sicherungseinrichtungen aus hygienischen Grnden wichtig sind, um ein Rckflieen dieses Wassers, welches keine Trinkwasserqualitt hat, zu verhindern. Die Notwendig-keit von Sicherungseinrichtungen betrifft Zahnarztpraxen allgemein. In der Diskussion ist eine Trennung vom Trinkwassernetz durch einen freien Auslauf (freie Fallstrecke). Aus hygienischer Sicht ist dies al-lerdings sehr bedenklich, da es sich um ein Wasser-Reservoire mit Be-siedlungsmglichkeit durch Keime handelt. Hier wird empfohlen, die weitere technische Entwicklung ab-zuwarten.

    Dipl.-Stom. Holger DonathAusschuss Zahnrztliche

    Berufsausbung und Hygiene

    nderung der Trinkwasserverordnung

  • dens 3/2012 19

    dEutschland / m-v

    Die diesjhrige Rostocker Regionaltagung der Mecklen-burg-Vorpommerschen Gesellschaft fr Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an den Universitten Greifswald und Rostock e.V. findet am

    6. Juni 2012 von 15 bis 18 Uhr

    im Hrsaal I der Klinik fr Zahn-Mund-Kieferheilkunde Hans Moral, Strempelstrae 13, 18057 Rostock zum Thema Zahn und Psyche Behandlungs-Karrieren und Risiko-Konstellationen im Spannungsfeld zwischen zahnrztlichen Behandlungen und psychiatrischen Er-krankungen statt.

    Der Referent Dr. Martin Gunga, ist Chefarzt der Abteilung Integrative Psychiatrie und Psychotherapie der LWL-Kli-niken in Lippstadt und Warstein.

    Als Facharzt fr Nervenheilkunde und als Facharzt fr Psychiatrie und Psychotherapie hat er sich mit dem fa-cettenreichen Grenzgebiet zwischen Zahnmedizin und psychischen Strungen intensiv beschftigt und gibt in

    seinem Vortrag wertvolle Hinweise zur Diagnostik und zum weiteren Umgang mit Patienten mit zahnrztlich- psychosomatischen Krankheitsbildern in der Zahnarztpra-xis. Aber auch die Belastung des Zahnarztes, die hufiger als angenommen in ein Burn-out abgleitet, wird kritisch analysiert.

    Teilnahmegebhren: Mitglieder der MV-Ges. ZMK 10 Euro Nicht-Mitglieder 35 EuroStudierende frei.

    Fr die Teilnahme am Symposium werden 4 Fortbildungs-punkte vergeben.

    Um formlose Anmeldung der Teilnahme per Fax unter 0381 494-9512 wird gebeten.

    Weitere Infos unter Tel. 0381 494-9511 oder per Email an Angelique Specht, [email protected]

    Symposium zur Thematik Zahn und PsycheWissenschaftliche Gesellschaft ldt nach Rostock ein

    gung derer, die sich die Operation bis-her nicht leisten konnten. Weiterhin entstnden Mitnahmeeffekte greren Ausmaes und es wrden falsche An-reize geschaffen. Begrndung: (gilt natrlich nicht fr Implantate, deren Insertion ernsthaft medizinisch indiziert war.) Ein Eingriff in die krperliche In-

    tegritt (Operation) birgt in jedem Fall Gefahren fr die Gesundheit. Die Notwendigkeit solcher Eingriffe muss streng nach Gesichtspunkten der Ethik und des medizinischen Nutzens geprft werden. Personen, welche allein aus kosmetischen Grnden ihren Krper manipulie-ren lassen, gehen wissentlich ein Gesundheitsrisiko ein und haben als mndige Brger auch selbst die Ver-antwortung dafr zu tragen. Gleiches gilt fr Piercing, Tattoo, Botox, Lif-ting, Branding, Rippen brechen und hnlichen Unfug. Inwieweit Medizi-ner, welche sich zu solchen Machen-schaften bereit erklren, ins Berufs-bild rzte passen, ist eine eigene Diskussion wert, da doch Begriffe wie Strfelder, Blockaden und Nar-benzge auf breiter Basis Anerken-nung gefunden haben.

    Zahnimplantate, deren medizi-nischer Nutzen allseits anerkannt ist, mssen sowohl bei Implantation, als

    auch bei Explantation selbst bezahlt werden.

    Auf meinem Schreibtisch stapeln sich Berge von Begrndungen, die ich tglich abgeben muss, um auch bei Privatversicherern fr jeden klei-nen Handgriff die medizinische Not-wendigkeit nachzuweisen. Sollten die dadurch rckbehaltenen Versi-chertengelder mit der anderen Hand fr die Spagesellschaft verschleu-dert werden, wre dies ein absolu-ter Affront gegen alle, die tglich bemht sind, unter groen Anstren-gungen dieses System am Laufen zu halten, und ich she keinen Sinn mehr darin, mich an irgendwelche Regeln zu halten.

    Dem betroffenen Personenkreis ist Gesundheit offenbar weniger wich-tig als uerlichkeiten. Dementspre-chend ist davon auszugehen, dass sich ein Groteil der Patientinnen bei Kostenbernahme durch die Solidar-gemeinschaft in selber Sitzung wie-der grere Kissen einpflanzen lsst und dann nur die Materialkosten zu zahlen hat. Eine Perversion vernnf-tigen gesellschaftspolitischen Ver-haltens.

    Die hohen Kosten der Push-up-OP hatten viele Interessentinnen dazu veranlasst, im billigeren Aus-land uploaden zu lassen. Die

    Wertschpfung ist also im Ausland erfolgt, die Kosten der Schadensbe-hebung sollten dann aber wieder von den einheimischen Versicherten ge-tragen werden.

    Die geplante Kostenbernahme aller Reset- Operationen wrde neben den angesprochenen Mitnahmeef-fekten auch zu einer uerst unsozi-alen Umverteilung von Unten nach Oben fhren, weil die Versiche-rungsbeitrge derer, die sich solchen Firlefanz nicht leisten knnen, de-nen zu Gute kmen, welche sowieso auf der sonnigeren Seite des Lebens stehen. Versicherte, die gesundheits-bewusst sich mit weniger Kontur begngen, wrden bestraft und die ewig Uneinsichtigen belohnt wer-den. Dass gerade unser selbsternann-ter Sozialexperte mit der roten Flie-ge die Kostenbernahme einfordert, wirft ein eigenartiges Licht auf des-sen Motivation.

    Die Folgen der Unvernunft einiger weniger sind nicht von der Solidar-gemeinschaft auszubaden, deshalb fordere ich Sie als verantwortlicher Minister auf, in Ihrem Entscheidungs-bereich eine Kostenbernahme fr Ex- und Umplantationen am erfreu-lichsten Krperteil, den die Natur uns geschenkt hat, zu verhindern.

    mailto:[email protected]
  • 20 dens 3/2012

    zahnrztEKammEr

    Fortbildung in den Monaten Mrz, April und Mai

    6 Punkte

    7. Mrz Effektives Instrumentieren mit Hand-instrumentenDH Jutta Daus14 19 UhrZentrum fr ZMK W.-Rathenau-Strae 42a17475 GreifswaldSeminar Nr. 34Seminargebhr: 230

    10. Mrz Repetitorium: Dentogene Infektionen der Mundhhle und des GesichtsDr. Dr. Jan-Hendrik Lenz, Dr. Dr. Mark Kirchhoff 9 13 UhrKlinik und Polikliniken fr ZMK Hans Moral Strempelstrae 1318057 RostockSeminar Nr. 12Seminargebhr: 130

    14. MrzAktualisierungskurs Fachkunde im StrahlenschutzProf. Dr. Uwe Rother, Priv.-Doz. Dr. Peter Machinek14.30 20.30 UhrTriHotel am Schweizer Wald Tessiner Strae 10318055 RostockSeminar Nr. 13Seminargebhr: 90

    14. Mrz Arbeitsrecht in der zahnrztlichen PraxisRechtsanwalt Peter Ihle14.30 17.30 UhrZahnrztekammer Wismarsche Strae 30419055 SchwerinSeminar Nr. 14Seminargebhr: 100

    28. MrzAktualisierungskurs Fachkunde im StrahlenschutzProf. Dr. Uwe Rother, Priv.-Doz. Dr. Peter Machinek14.30 20.30 UhrUniversittsmedizin HGW, Hrsaal SdF.-Sauerbruch-Strae17475 GreifswaldSeminar Nr. 18Seminargebhr: 90

    18. AprilAktuelle Aspekte zur Diagnostik und Therapie von Mundschleimhautlsi-

    onen, Prkanzerosen und Tumoren im Mund-, Kiefer-, Gesichtsbereich Prof. Dr. Dr. Hans-Robert Metelmann, Prof. Dr. Wolfgang Smnig, Prof. Dr. Dr. Wolfram Kaduk14 19 UhrRadisson Blue Resort Schloss Fleesensee17213 Ghren-LebbinSeminar Nr. 19Seminargebhr: 210

    20./21. AprilGrundlagen der Parodontalchi-rurgie Resektive und regenera-tive Chirurgie mit praktischen bungenDr. Moritz Kebschull, Dr. Stefan Fickl20. April 14 18.30 Uhr, 21. April 9 16 UhrZahnrztekammer Wismarsche Strae 30419055 SchwerinSeminar Nr. 20Seminargebhr: 540

    28. April Prophylaxe Ein Muss in jeder PraxisAstrid Marchewski, Birgit Bttcher9 16 UhrPraxis Holger ThunSteinstrae 1119059 SchwerinSeminar Nr. 37Seminargebhr: 330

    5. MaiWissenstransfer Aktuelles und Be-whrtes in der ProphylaxeSeminar mit praktischen bungen DH Simone Klein9 15 UhrTriHotel am Schweizer Wald Tessiner Strae 10318055 RostockSeminar Nr. 38Seminargebhr: 235

    12. MaiProfessionelle Prophylaxe von A bis ZA wie Anamnese bis Z wie Zugehr fr individuelle MundhygieneDH Livia Kluve-Jahnke, DH Brit Schneega9 17 UhrPraxis Mario Schreen Mhlenstrae 3819205 GadebuschSeminar Nr. 39Seminargebhr: 325

    5 Punkte

    9 Punkte

    4 Punkte

    9 Punkte

    16 Punkte

    Anmeldung zum Newsletter

    12. Mai Entscheidungsfindung in der ParodontaltherapieProf. Dr. Thomas Kocher9 16 UhrZK, Wismarsche Strae 30419055 SchwerinSeminar Nr. 24Seminargebhr: 200

    25./26. Mai Curriculum Prothetik: Modul 1:Diagnostik und Dokumentation, Funktions- und PA-Sceening, Bild-gebung, prprothetische PA-Behand-lung, Planung, Forensik, (inkl. prak-tische bungen)Prof. Dr. Reiner Biffar, Prof. Dr. Peter Ottl 25. Mai 14 19 Uhr, 26. Mai 9 16 UhrZentrum fr ZMK W.-Rathenau-Strae 42a17475 GreifswaldSeminar Nr. 1Seminargebhr: Modul 1 10 gesamte Gebhr 4500

    30. MaiAktualisierungskurs Fachkunde im StrahlenschutzProf. Dr. Uwe Rother, Priv.-Doz. Dr. Peter Machinek14.30 20.30 UhrIntercity HotelGrunthalplatz 5-719053 SchwerinSeminar Nr. 25Seminargebhr: 90

    Das Referat Fortbildung ist unter Te-lefon 0385-5 91 08 13 und unter Fax: 0385-5 91 08 23 zu erreichenBitte beachten Sie: Weitere Semi-nare, die planmig stattfinden, je-doch bereits ausgebucht sind, werden an dieser Stelle nicht mehr aufgefhrt (siehe dazu im Internet unter www.zaekmv.de - Stichwort Fortbildung).

    8 Punkte

    19 Punkte

    9 Punkte

    Unter www.zaekmv.de in der linken Navigationsleiste auf den Menpunkt Newsletter klicken. Die E-Mail-Adresse, Name und Approbationsjahr ins Formular eingeben. Kurz darauf wird eine Besttigungsmail versandt, mit der endgltig der Erhalt des Newsletters freigeschaltet wird. Eine Listung im Verteiler ist nun erfolgt.

    ZK

    abges

    agt

    http://www.zaekmv.dehttp://www.zaekmv.dehttp://www.zaekmv.de
  • dens 3/2012 21

    zahnrztEKammEr

    Kurse fr: Berlitz Level 2, Level 3, Level 4, Level 6 Vorkenntnisse werden in einem Informationsgesprch ermittelt

    Kurszeiten: Die Kurse finden montags und mittwochs, abhngig von den Vorkenntnissen sowie an zwei Samstagvormittagen statt.

    Termine: Level 2: montags 17 bis 19.10 Uhr und Sa. 24. Mrz und 16. Juni Level 3: mittwochs 16.15 bis 18.25 Uhr und Sa. 17. Mrz und 9. Juni Level 4: montags 17 bis 19.10 Uhr und Sa. 24. Mrz und 16. Juni Level 6: mittwochs 17 bis 19.10 Uhr und Sa. 10. Mrz und 2. Juni

    Dauer: 80 Unterrichtseinheiten

    Punktvergabe: 20 Punkte

    Investition: 761 Euro (inkl. Lehrmaterialien, Einschreibgebhr und Ra- battierung) Das Berlitz ITP Sprachcenter Rostock gewhrt den Mitglie- dern der Zahnrztekammer Mecklenburg-Vorpommern ei- nen Rabatt von 10 Prozent auf die Unterrichtsgebhren.

    Nachweis: Der Kurs endet mit einem Test und der Vergabe eines Zertifikates.

    Ort: Berlitz Sprachcenter Rostock Krpeliner Str. 48 18055 Rostock

    Kontakt: Elisabeth Glde, Direktorin Tel. 0381 4900780 Fax: 0381 4900781 E-Mail: [email protected]

    Informationen zum Fachkurs Englisch fr rzte und medizinisches Fachpersonal

    Die Zahnrztekammer M-V bie-tet am Mittwoch, 23. Mai, noch ein-mal ein Abrechnungsseminar fr kieferorthopdisch ttige Zahnrzte an. Das Seminar wird sich mit den neuen GOZ-Abrechnungspositionen fr kieferorthopdische Leistungen befassen. Das ursprnglich fr den 8. Februar geplante Seminar musste aufgrund der geringen Anmeldezah-len ausfallen. Der Grund knnte die Terminwahl in den Winterferien ge-wesen sein. Wir starten daher einen erneuten Versuch.

    Die Veranstaltung wird von 14 bis 17 Uhr im TriHotel Rostock stattfin-den. Als Referenten sind Dipl.-Stom. Andreas Wegener und Dipl.-Stom Rainer Kremkow vorgesehen. Die Seminargebhr betrgt 85 Euro pro Teilnehmer.

    Wir bitten alle interessierten Kol-leginnen und Kollegen, sich formlos schriftlich bei der Zahnrztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Wis-marsche Str. 304, 19055 Schwerin, per Fax: 0385/5910820 oder per E-Mail: [email protected] fr die Veranstaltung anzumelden.

    ZK

    Seminar fr Kfo-Abrechnung

    Jetzt anmelden: Aktualisierungskurse Fachkunde im Strahlenschutz Rntgenverordnung verpflichtet Nachweis alle fnf Jahre

    Die Rntgenverordnung ver-pflichtet Zahnrztinnen und Zahn-rzte, die Rntgenstrahlen zur Di-agnostik einsetzen, ihre Fachkunde mindestens alle fnf Jahre durch die Teilnahme an einem Aktuali-sierungskurs nachzuweisen.

    Sofern die Fachkunde im Jahr 2007 lter als fnf Jahre war, war die Fortbildung bis zum 30. Juni 2007 zu absolvieren.

    Diese Regelung hatte zur Folge, dass eine groe Zahl von Kolle-ginnen und Kollegen im Frhjahr

    2007 einen Aktualisierungskurs belegten.

    Die in diesen Kursen erworbene Fachkunde ist nunmehr nach dem Ablauf von fnf Jahren wieder bis zum 30. Juni 2012 zu erneuern.

    Das Fortbildungsreferat und die Zahnrztliche Stelle fr Rntgen-diagnostik bieten im laufenden Halbjahr in Rostock, Greifswald, Schwerin und Neubrandenburg Aktualisierungskurse an.

    Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen, die in Krze einen Kurs

    belegen mssen, diese Termine wahrzunehmen.

    Vom zweiten Halbjahr 2012 an werden diese Fortbildungen in we-sentlich geringerer Zahl stattfin-den.

    Wer seine Fachkunde nicht recht-zeitig aktualisiert, riskiert gem Paragraf 18a der Rntgenverord-nung den Entzug der Fachkunde durch die zustndige Stelle.

    Dr. Jrgen LiebichReferent fr Fort- und Weiterbildung

    mailto:[email protected]:[email protected]
  • 22 dens 3/2012

    KassEnzahnrztlichE vErEinigung

    Planbereich Einwohner per 31.08.2011

    Zahnrzte IST Zahnrzte SOLL

    Versorgungs grad in Prozent

    Greifswald-Stadt 54 306 43,5 32,3 134,7

    Neubrandenburg-Stadt 65 042 58 38,7 149,9

    Rostock-Stadt 202 770 201 158,4 126,9

    Schwerin-Stadt 95 250 88 56,7 155,2

    Stralsund-Stadt 57 629 42,5 34,3 123,9

    Wismar-Stadt 44 030 41 26,2 156,5

    Bad Doberan 117 174 67,5 69,7 96,8

    Demmin 78 724 53 46,9 113,0

    Gstrow 98 366 66,75 58,6 113,9

    Ludwigslust 126 973 79,5 75,6 105,2

    Mecklenburg-Strelitz 77 117 55 45,9 119,8

    Mritz 64 441 43,5 38,4 113,3

    Nordvorpommern 104 995 66 62,5 105,6

    Nordwestmecklenburg 115 540 60 68,8 87,2

    Ostvorpommern 104 572 70,5 62,2 113,3

    Parchim 95 276 61,5 56,7 108,5

    Rgen 67 408 49 40,1 122,2

    Uecker-Randow 71 645 48 42,6 112,7

    Bedarfsplan fr die allgemeinzahnrztliche VersorgungBekanntmachung der Kassenzahnrztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KZV M-V) imEinvernehmen mit den Verbnden der gesetzlichen Krankenkassen Stand: 25. Januar 2012

    Der Landesausschuss der Zahnrzte und Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern hat in seiner Sitzung am 1. Februar beschlos-sen, dass die Planungsbereiche bei der Erstellung der Bedarfsplne vorerst wie bisher den alten Stadt- und Landkreisen entsprechen sollen. Somit ist keine Anpassung der regionalen Planungsbereiche an die neuen Stadt- und Landkreise entsprechend der ab 4. Sep-tember 2011 in Kraft getretenen Kreisgebietsreform vorgenommen worden.

    Herber Schlag fr den MVZ-Betreiber HCM: Nachdem die Techniker Kranken-kasse (TK) 2010 ihren Kooperationsver-trag mit dem Unternehmen kndigte, muss das Unternehmen jetzt an drei Standorten gleichzeitig Insolvenzverfahren erleiden. Das MVZ Westend in Frankfurt, das MVZ in Mnchen Mediapark und das MVZ am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin werden

    seit kurzem im Insolvenzverzeichnis des Amtsgerichts Kln gefhrt. Vorlufiger In-solvenzverwalter ist ein Rechtsanwalt aus Kln.

    HCM hatte in der Vergangenheit die MVZ-Kette Atriomed gefhrt, die en-ergisch von der TK beworben wurde. Die Atriomed-Huser waren Tochtergesell-schaften der GmbH, die frher Rehasan,

    dann Atriocare und schlielich HCM Health-Care Managers GmbH hie. Nach heftiger Kritik an den MVZs aus den Rei-hen der rzteschaft, kritischen Medienbe-richten und staatsanwaltschaftlichen Er-mittlungen, war die TK jedoch auf Distanz zu dem Projekt gegangen. Nun hat offen-bar gleich eine ganze Reihe von MVZs wirtschaftliche Probleme. nd

    MVZ-Kette mit Problemen: Insolvenzverfahren

  • dens 3/2012 23

    KassEnzahnrztlichE vErEinigung

    1. Unterversorgung:Eine Unterversorgung in der ver-

    tragszahnrztlichen Versorgung der Versicherten liegt vor, wenn in be-stimmten Gebieten eines Zulassungs-bezirks Vertragszahnarztsitze, die im Bedarfsplan fr eine bedarfsgerechte Versorgung vorgesehen sind, nicht nur vorbergehend nicht besetzt werden knnen und dadurch eine unzumutba-re Erschwernis in der Inanspruchnah-me vertragszahnrztlicher Leistungen eintritt, die auch durch Ermchtigung anderer Zahnrzte und zahnrztlich geleiteter Einrichtungen nicht beho-

    ben werden kann. Das Vorliegen die-ser Voraussetzungen ist zu vermuten, wenn der Bedarf den Stand der zahn-rztlichen Versorgung um mehr als 100 Prozent berschreitet.

    2. Verhltniszahlen fr den allge-mein bedarfsgerechten Versor-gungsgrad in der zahnrztlichen Versorgung:

    2.1 Fr Regionen mit Verdichtungs-anstzen (Kernstdte) 1:1280

    Die Verhltniszahl 1280 findet dem-zufolge nur fr den Planbereich Ros-tock-Stadt Anwendung.

    2.2 Fr lndlich geprgte Regionen (verdichtete Kreise) 1:1680

    Fr alle Planbereiche (auer Ros-tock-Stadt) trifft die Verhltniszahl 1680 zu.3. Verhltniszahl fr den allge-mein bedarfsgerechten Versor-gungsgrad in der kieferorthop-dischen Versorgung:Es wurde fr den allgemeinen bedarfs-gerechten Versorgungsgrad in der kie-ferorthopdischen Versorgung eine Verhltniszahl von 1:4000 festgelegt, wobei die Bezugsgre die Bevlke-rungsgruppe der 0 bis 18-Jhrigen ist.

    Auszug aus den Richtlinien ber die Bedarfsplanung vom 21. August 2008

    Planbereich 0-18 Jahre per 31.12.2010

    Zahnrzte IST

    Zahnrzte SOLL

    Versorgungs grad in Prozent

    Greifswald-Stadt 6 693 3 1,7 176,5

    Neubrandenburg-Stadt 8 202 2 2,1 95,2

    Rostock-Stadt 23 932 10 6,0 166,7

    Schwerin-Stadt 12 003 5 3,0 166,7

    Stralsund-Stadt 7 062 3 1,8 166,7

    Wismar-Stadt 5 102 2 1,3 153,8

    Bad Doberan 16 881 5 4,2 119,0

    Demmin 10 745 3 2,7 111,1

    Gstrow 13 720 4 3,4 117,6

    Ludwigslust 18 186 4 4,5 88,9

    Mecklenburg-Strelitz 10 212 1 2,6 38,5

    Mritz 8 769 2 2,2 90,9

    Nordvorpommern 13 968 3 3,5 85,7

    Nordwestmecklenburg 17 698 1 4,4 22,7

    Ostvorpommern 13 748 1 3,4 29,4

    Parchim 12 639 2 3,2 62,5

    Rgen 8 341 2 2,1 95,2

    Uecker-Randow 9 195 2 2,3 87,0

    Bedarfsplan fr die kieferorthopdische VersorgungBekanntmachung der Kassenzahnrztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KZV M-V) imEinvernehmen mit den Verbnden der gesetzlichen Krankenkassen

    Stand: 25. Januar 2012

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    wissEnschaft

    Sonntagmorgen, Notdienst und eine verzweifelte Mutter steht mit ihrem Vierjhrigen in der Praxis. Das Kind hat nachts nicht geschlafen, seine Wange ist dick geschwollen (Abb. 1) und die Mutter ganz aufgeregt. Die-se Situation kennt fast jeder Zahnarzt aus seinem Praxisalltag und fordert das zahnrztliche Team.

    Eine speziell fr Kinder einge-richtete Spielecke im Wartezimmer verkrzt den Kindern die Wartezeit, in der die Mutter den Anamnesebo-gen ausfllt. Im Behandlungszimmer sollten Besonderheiten im Anamne-sebogen mit der Mutter noch mal be-sprochen werden. Ein besonderes Au-genmerk muss auf Herzerkrankungen gelegt werden. Die Keimverschlep-pung ist bei diesen Kindern besonders gro. Die Befundaufnahme am Kind schliet die intra- und extraorale In-spektion ein.

    Bei der T