Amtsblatt Ausgabe 471

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  • Stadt Freiburg im Breisgau M 8334 D 19. Januar 2008 Nr. 471 Jahrgang 21

    AMTSBLATTErinnerung zum Tag der Auschwitzbefreiung

    Friedrich-Gymnasium: Bildung im KellerFreiburg-Termine 2008 im berblick

    Dieselfahrzeuge jetzt umrsten

    Richtig heizen:Was man beimHeizen mit Holzim heimischenOfen unbedingtbeachten sollte,erfahren Sieauf Seite 8

    Mit den Protestengegen hhere

    Fahrpreise begann vor 40 Jahren in

    Freiburg die 68er-Bewegung. Mehr

    dazu lesen Sie auf Seite 7

    AMTSBLATTStadt Freiburg im BreisgauPresse- und ffentlichkeitsreferatRathausplatz 24, 79098 FreiburgInternet: www.freiburg.de/amtsblatt

    Redaktion: Gerd Sssbier, Eberhard Heusel, Muriel ClausTelefon: 201-1340, -1341, -1345Telefax: 201-1399E-Mail: amtsblatt@stadt.freiburg.de

    Verantwortlich fr den Inhalt:Walter PrekerAuflage: 104000 ExemplareErscheinungsweise, Verteilung:alle 14 Tage samstags an alle Haushalte

    Das Amtsblatt liegt auerdem an denPforten der Rathuser und in denOrtsverwaltungen aus. Eine Online-Version ist im Internet unterwww.freiburg.de/amtsblatt abrufbar.

    Verlag und Anzeigen: FreiburgerStadtkurier Verlagsgesellschaft mbH,79098 Freiburg, Tel. 207190Herstellung: Freiburger Druck GmbH& Co. KG, 79115 Freiburg

    Freund der Brgerschaft und Frderer der StadtEin groer Freund der Brgerschaft und ein Frderer der Stadt so wrdigte Oberbrgermeister Dieter Salomon den in derersten Januarwoche verstorbenen emeritierten Erzbischof OskarSaier. Er hatte rund 30 Jahre, davon 24 Jahre als Erzbischof, ander Spitze des zweitgrten deutschen Bistums gestanden und war2002 aus gesundheitlichen Grnden vom Bischofsamt zurckge-treten. Bis zuletzt gehrte der persnlich bescheidene und zurck-haltende Bauernsohn aus Buchenbach dem Kuratorium fr dasAugustinermuseum an. Am Mittwoch voriger Woche nahmen OBSalomon und Brgermeister Neideck am offenen Sarg Abschiedvon dem in Freiburg auerordentlich beliebten Erzbischof. Meh-rere tausend Menschen nahmen dann am vergangenen Donners-tag an einem Trauergottesdienst teil, ehe Oskar Saier in derBischofsgruft unter dem Hochaltar des Mnsters beigesetztwurde. (Foto: R. Buhl)

    Als das seit vielen Jah-ren beste und erfolg-reichste bezeichnete Ober-brgermeister Dieter Salo-mon das Jahr 2007 beim tra-ditionellen Neujahrsemp-fang in der vorletzten Wo-che. Vor allem die florie-rende Konjunktur und derstrikte Konsolidierungskurshtten dafr gesorgt, dasssich die Sorgen um die Stadt-finanzen gelst haben; ber-dies seien zahlreiche Bau-projekte auf den Weg ge-bracht worden, die der Stadtwirtschaftliches Wachstumund neue Arbeitspltze be-scheren.

    Sein Fazit: Aus dem Silber-streif am Horizont ist ein ziem-lich blauer Himmel geworden,nicht immer wolkenlos, aberdoch berwiegend heiter undmeistens besser als das me-teorologische Wetter. Alswichtigste Schwerpunkte fr

    2008 nannte Salomon Investi-tionen in Schulen und frh-kindliche Erziehung.

    Mehr als 500 Gste aus Poli-tik, Wirtschaft, Kultur und Ge-sellschaft waren zum Stehemp-fang in den Kaisersaal gekom-men, unter ihnen auch der neueRegierungspris-dent Julian Wr-tenberger, die desi-gnierte LandrtinDorothea Strr-Ritter und mehrere Bundes-und Landtagsabgeordnete.

    Auszge aus der Rede vonOB Salomon:

    Freiburg ist auf gutem Weg.2007 sind viele Weichen inRichtung einer nachhaltigen, ei-ner kologischen, sozialen undgenerationengerechten Stadt-entwicklung gestellt worden.

    Beim Thema Klimaschutzhaben wir uns ein ehrgeizigesZiel gesetzt: 40 % wenigerCO2 bis 2030. Das ist nicht miteinem groen Wurf zu schaf-

    fen. Wir brauchen viele groeund kleine Vernderungen, vorallem auf den Gebieten Ver-kehrspolitik und Energiepoli-tik. Deshalb sind die Weichen-stellungen fr drei neue Stadt-bahnlinien auch richtig. UnserMarkenzeichen in Freiburg ist

    die Solarenergie, sind die rege-nerativen Energien. Wir brau-chen aber Investitionen in Wr-medmmung, in Niedrigener-gie- und Passivhuser und denverschrften Ausbau der erneu-erbaren Energien.

    Nachhaltige, sozial gerechteStadtentwicklung bedeutet: Po-sitive Rahmenbedingungen frzustzliche Arbeitspltze. Ar-beitspltze zu schaffen ist diebeste Sozialpolitik! Wir sindseit Jahren Spitzenreiter beimZuwachs an Arbeitspltzen un-

    ter allen baden-wrttembergi-schen Stadtkreisen. Die Zahlder Erwerbsttigen liegt heutebei 144400. Das sind fast34000 mehr als vor zwanzigJahren, oder 6000 mehr als2002. Die Arbeitslosenquoteliegt heute im Stadtkreis bei 7,5Prozent. Vor zwanzig Jahrenwaren es 11,4 Prozent, mit ei-nem Abstand von damals ber6 Prozent ber dem Landes-durchschnitt. Heute hat sichdieser Abstand halbiert auf 3,3Prozent.

    Freiburg wchst nach wievor. Wir brauchen nach wie vorjedes Jahr mindestens tausendzustzliche Wohnungen. Woh-nungsbau ist das beste Mittel,das Mietniveau einigermaenstabil zu halten, das in Freiburgin den letzten Jahren dank enor-mer Bauttigkeit weniger starkgestiegen ist als sonst in Baden-Wrttemberg. Bauherren und

    2007 gleich mehrere groeSchritte vorangekommen

    Beim Neujahrsempfang zieht OB Salomon eine positive Bilanz des vergangenen Jahres

    (Fortsetzung auf Seite 3)

    Mit H macht Anna erneut das Rennen

    2007 gab es ber 4000 Geburten in Freiburg

    Ein H davor, vielleichtnoch eines dahinter soleicht wird aus der 2006er-Favoritin Anna der belieb-teste Freiburger Mdchen-vornamen des vergange-nen Jahres: Hanna(h)! Beiden Jungs war Felix derGlckliche und wiederholtedamit seinen Vorjahres-sieg. Aber auer den eini-germaen konstant belieb-ten Vornamen gab es auch2007 wieder viele exoti-sche und fantasievolle kein Wunder: Schlielichwurden erstmals seit 1998mehr als 4000 Geburten re-gistriert.

    Sie heien Stefanie, Sandraoder Nicole und Michael, Ste-fan oder Thomas die Elterndes Jahrgangs 2007 (und re-prsentieren damit die belieb-testen Vornamen der Jahr-gnge 1975 und 1976 bei denFrauen und 1972 und 1973 beiden Mnnern). Die Kinder derim Schnitt 31,5 Jahre altenMtter und 34,4 Jahre altenVter heien dagegen Hanna,Anna und Sophia als Mdchenoder Felix, Leon und Lucas alsJungen. Gegenber dem Vor-

    jahr hat sich in der Hitliste derbeliebtesten Namen also we-nig getan (siehe Kasten) dieVielfalt hat gleichwohl weiterzugenommen: Insgesamt wur-den 749 verschiedene Md-chennamen und 729 Jungen-namen vergeben; 259 Namenmussten neu nachgewiesen

    werden fast doppelt so vielewie 2007.

    Viel bemerkenswerter alsdie Vernderungen in der Be-liebtheitsskala waren die son-stigen Besonderheiten, die dasGeburtsjahr 2007 zu bietenhatte. So gab es erstmals seit1998 wieder mehr als 4000Geburten in Freiburg, das sindim Schnitt elf pro Tag. Spitzen-tage waren der 2. April und der28. Dezember mit jeweils 22Geburten; am 23. Dezembererblickten hingegen nur zweiKinder das Licht der Welt. Undauch das gabs: Am 4. und 30.Mrz sowie am 17. Novemberkamen nur Jungen auf dieWelt, am 9. Juli sowie am 13.und 23. Dezember ausschlie-lich Mdchen.

    Waage und Maband er-brachten folgende Rekord-werte: Das schwerste 2007er-Baby brachte stramme 5410Gramm auf die Waage, daslngste ma stolze 59 Zenti-meter. Den grten Leibesum-fang hat vermutlich jene Mut-ter gehabt, die einem Zwil-lingsprchen mit 3280 Grammund 58 Zentimetern sowie3090 Gramm und 53 Zentime-tern das Leben schenkte.

    Groe Unterschiede gab esbeim Alter der Eltern. Diejngste Mutter war Jahrgang1992 (also 15 Jahre alt). Amanderen Ende der Tabelle ran-gieren die drei 48 Jahre altenMtter des Jahrgangs 1959.

    Bei den Vtern ist die Spannenaturgem grer: Der jng-ste zhlte 17 Lenze der lte-ste exakt viermal so viel. Dergrte Altersunterschied zwi-schen den Elternteilen betrug42 (Vater 61, Mutter 19) und

    16 Jahre (Mutter 42, Vater 26).Zum Schluss noch eine nichtalltgliche Besonderheit desJahres 2007: Eine Familie be-kam ihr elftes Kind. Da kanndie Namenswahl schon malschwerfallen . . .

    Mdchen Jungen1. Hanna(h) (40/5) Felix (47/1)2. Anna (34/1) Leon (41/3)3. Sophia (28/6) Luca (40/9)4. Marie (27/) Lukas (35/6)5. Mia (26/13) Luis (30/1)

    Sara(h) (26/2)6. Laura (25/10) Jakob (27/8)

    Jonas (27/10)Max (27/12)

    7. Clara (24/14) Elias (26/9)Emma (24/12) Finn (26/11)Jule (24/) Jan (26/11)Lara (24/7) Julian (26/10)Lena (24/4) Niklas (26/5)Leonie (24/3)

    8. Lea(h) (23/12) Simon (24/)9. Paula (20/11) David (23/2)

    Paul (23/4)Tim (23/2)

    10.Charlotte (19/) Samuel (22/)Lisa (19/14)Sophie (19/10)

    Alle Namen sind in der am hufigstengewhlten Schreibweise angegeben; inKlammern (Anzahl der Nennungen 2007 /Platzierung 2006)

    FAVORITEN 07

    Der Vorname Hannah ist der Hit des Jahres und als Namensschild auch ein Verkaufs-schlager. Erste Lieferengpsse sind schon aufgetreten (Foto: R. Buhl)

    Aus dem Silberstreif am Horizontist ein ziemlich blauer Himmel

    geworden...

  • Seite 2 Nr. 471 19. Januar 2008

    Linke Liste -Solidarische Stadt | Kulturliste | Unabhngige FrauenFraktion Unabhngige Listen

    Pfizer spendet fr Menschen in NotHerbert Krasowski (links), Werksleiter des in Freiburg ansssigenPharma-Unternehmens Pfizer, berreichte dieser Tage eine10000-Euro-Spende an Oberbrgermeister Dieter Salomon.Damit setzt das weltweit operierende Forschungs- und Herstel-lerunternehmen eine langjhrige Tradition des sozialen Engage-ments in Freiburg fort. Das Geld kommt im Rahmen der stdti-schen Weihnachtsspenden in Not geratenen Menschen zugute.Weltweit beschftigt Pfizer rund 100000 Mitarbeiterinnen undMitarbeiter, darunter ber 5000 an den Deutschland-StandortenKarlsruhe, Frankfurt, Illertissen und Freiburg, wo die Rechts-nachfolgerin der frheren Freiburger Firma Gdecke zu dengrten gewerblichen Arbeitgebern zhlt. (Foto: R. Buhl)

    Wohnen und MietenWohnen ist teuer auch in Freiburg. Das hat der neue Mietspiegel

    besttigt, der die faktischen Verhltnisse auf dem lokalen Wohnungs-markt abbildet. Der Einfluss der Kommunen auf die Mietpreisent-wicklung ist indes begrenzt. Unsere Aufgabe ist vor allem,