Angelus n° 33 - 34 / 2014

  • View
    222

  • Download
    4

Embed Size (px)

DESCRIPTION

Bimensuel quadrilingue de l’Eglise catholique romaine de Bienne et environs / Zeitschrift in vier Sprachen für die röm.-kath. Kirche Biel und Umgebung sowie Pieterlen.

Text of Angelus n° 33 - 34 / 2014

  • a n g e l u sa n g e l u s angelus 3334/201416.08.29.08.Rm.-kath. Pfarrblatt der Region BielBimensuel cath. rom. de Bienne et rgion

    Foto:

    Nikl

    aus B

    aschu

    ng

    Assomption de MariePage 12

    Begegnungsort Caf Bruder KlausSeiten 6 und 7

  • Die geringsten meiner Brder und Schwesterneditorial

    meditation 3Siebzigmal siebenmal

    agenda 4reise und kultur / krper und geist

    agenda / symposium 5jugendangebote / symposium in ins

    caf bruder klaus 6 Begegnungsort im Alltag fr die Menschen im Quartier

    caf bruder klaus 7Weshalb engagiere ich mich?

    pastoralraum 8Einladung zur Errichtung des Pastoralraums

    pfarreien 20 23Agenda der Pfarreien

    missions 9 10

    jeunesse 11 Camp de lAscension des Cados-Templiers

    glise 12 Assomption de la Vierge Marie

    interview 13Anne-Marie Pelletier: quelle place dans lEglise pour les femmes?

    nouvelles 14www.cathbienne.ch / Caritas: la pauvret en Suisse / Jean-Marie Lovey, nouvel vque de Sion / Labb Jean Jacques Theurillat, nouveau vice-prsident de la COR

    agenda 15rendez-vous culturels, formation, bons tuyaux

    services 16Premire Guerre mondiale et conflits actuels: message du pape Franois

    centres / missions 17 19

    2 blickpunkt / points de repre angelus 3334/2014

    TitelbildFragment du vitrail de lAssomption, glise Notre-Dame de lAssomption, La NeuvevilleFoto: Niklaus Baschung

    page 11

    seite 6

    Bei der Herausgabe dieser Angelus-Nummer werden die 1. August-Reden lngst verklun-gen und verraucht sein, wie das alljhrlich so prchtige Feuerwerk ber dem Bielersee. Da lohnt es sich, noch einmal Gedanken aus der Botschaft der Schweizer Bischfe zum 1. August 2014 aufzunehmen. Denn sie lassen an Deutlichkeit keine Wnsche offen. Alt Bischof Pier Giacomo Grampa, welcher den Text zum Nationalfeiertag ver-fasst hat, warnt darin vor den unsichtbaren gefhrlichen Fremden, welche eigenarti-gerweise nie als Bedrohung wahrgenommen wrden. Gemeint sind die internationa-len Finanzgesellschaften, die ganze Wirt-schaftssysteme zusammenbrechen lassen, nur durch das Verschieben von Vermgen,

    ohne Werte zu schaffen. Grampa nennt auch verbrecherische Clans, die zur Geldwsche Unternehmen und Gewerbebetriebe unter ihre Kontrolle bringen und den Gewinn ihrer Massagesalons und Bordelle ber den Finanzmarkt verschieben.Gleichzeitig wehrt sich die bischfliche Botschaft gegen die Vereinnahmung von christlichen Werten durch fremdenfeindliche Krfte in unserer Gesellschaft. Gegenwr-tig wrden diese Werte hufig von Leuten verkndet, die sie als Werkzeug gegen einen potentiellen Feind instrumentalisieren wol-len: gegen den Anderen, gegen den Fremden, gegen Muslime. Diese Werte mssten jedoch immer wieder neu interpretiert und gelebt werden. Grundlage dafr seien letztlich die

    Worte Jesu: Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen und Was ihr fr einen meiner geringsten Brder getan habt, das habt ihr mir getan.Noch nie seit dem 2. Weltkrieg befanden sich so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Das ist eine humanitre Katastrophe. Als Christ bin ich dazu herausfordert trotz meiner Angst vor dem Fremden diese ge-ringsten meiner Brder und Schwestern nicht im Stich zu lassen.

    Niklaus Baschung

  • angelus 3334/2014 meditation 3

    Siebzigmal siebenmalIn der Welt herrscht an vielen Orten Krieg auch mitten in Europa. Da ist es beileibe nicht selbstverstndlich, dass wir in Frieden und Wohlstand leben. Es macht Sinn, sich das immer wieder vor Augen zu fhren.

    Und der Friede bei uns ist auch sehr sensibel. Denken wir gerade mal circa zwanzig Jahre zurck, als im April 1989 die Holzbrcke in Bren an der Aare in Flammen stand. Es war vermutlich ein Anschlag jurassischer Separa-tisten. Wir sind oft bereit, sehr weit zu gehen in unseren Vorurteilen und im Bestreben, uns abzugrenzen. Wir mssen dabei nicht zuerst mit dem Finger auf andere zeigen.

    Was es braucht, um Frieden zu erhalten und auch wieder herzustellen, sind Grosszgigkeit im Umgang mit anderen Menschen und vor allem die Fhigkeit, sich selber zurck zu neh-men und zu vergeben. Im Matthusevangeli-um fragt Petrus Jesus: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er mir Un-recht tut? Ist siebenmal denn nicht genug? Nein, antwortete Jesus. Nicht nur sieben-mal, sondern siebzigmal siebenmal. (Mt 18, 2122).Ein fr mich sehr eindrucksvolles Zeichen in diese Richtung war das gleichzeitige Frie-densgebet der drei grossen Buchreligionen Ju-dentum, Christentum und Islam am Pfingst-sonntag diesen Jahres in den vatikanischen Grten. Seiner Einladung dazu waren grosse Gesten vorausgegangen wie der Moment, als Papst Franziskus entgegen dem Protokoll und gegen alle Sicherheitsvorkehrungen aus dem Auto ausstieg, um an der israelischen Mauer zu beten, welche Bethlehem von Jerusalem trennt und palstinensischen Christen wie Muslimen den freien Zugang zur Heiligen Stadt verwehrt.Inzwischen herrscht erbitterter Krieg zwi-schen Israel und den Palstinensern. Die Spirale der Gewalt dreht sich wieder. Ist PP Franziskus mit seinen Bemhungen geschei-tert? Ich glaube nicht. Er wollte ein Zeichen in die andere Richtung setzen. Und dieses

    Zeichen steht. Und er wollte deutlich ma-chen, dass es zu einem echten Frieden keine Alternative gibt. Vielleicht war seine Initiative fr die Hardliner der Hamas und in Israel ein Anlass fr diese Gewalt: ja nicht zulassen, dass Ruhe einkehrt, sondern immer wieder vor den Augen der Welt zeigen, wie grausam und ungerecht der Gegner ist, und dass man mit ihm nicht verhandeln kann. Das gilt fr bei-de Seiten. Raketen auf Zivilisten abzufeuern ist genauso verwerflich wie immer wieder mit israelischen Siedlungen in den palstinensi-schen Gebieten Fakten zu schaffen, die einen eigenen international anerkannten palsti-nensischen Staat verhindern sollen und einen nicht gerechtfertigten Anspruch auf diese Ge-biete markieren.Der Konflikt in Palstina ist vielleicht der Schlsselkonflikt, der uns zeigt, wie es nicht geht. Dieselbe Dynamik sehen wir auch in allen anderen Konflikten. Und diese Konflik-te fangen schon im Kleinen an in unseren Drfern und Stdten, in unseren Wohnun-gen und Strassen, in den Familien, zwischen Freunden und Nachbarn. Was fr eine Kon-fliktkultur haben wir? Wie gehen wir mitei-nander um? Setzen wir Zeichen, dass es auch anders geht?Frieden hat auch etwas mit Zufriedenheit zu tun. Nur wenn ich zufrieden bin, wenn ich den Frieden in mir trage, kann ich ihn auch in die Welt hinein tragen. Deshalb halte ich das Sakrament der Busse und Vershnung fr ei-nes der Wichtigsten. Es ist ein Sakrament des Sich-selbst-zurcknehmens, ein Sakrament, das mir ganz persnlich die Augen fr mei-ne eigene Wahrheit ffnen will. Da braucht es Mut, den Mut zur Begrenztheit des eige-nen Bewusstseins zu stehen, und anzuerken-nen, dass die Welt immer grsser ist, als ich

    es begreifen kann auch schon die Welt von nur zwei Menschen, ja sogar die eigene Welt meines Herzens und meiner Seele. Ich selbst bin mir doch oft genug auch ein Rtsel. Das Sakrament der Busse und Vershnung ist die Voraussetzung, dass unser Zusammenleben gelingt. Jeder von uns muss sich Gedanken machen, wie er mit Konflikten umgeht und was er zum Unfrieden in der Welt beitrgt. Allzu schnell sind wir dabei zu sagen: Ich doch nicht! Was hat das alles mit mir zu tun? Bei mir luft doch alles rund! Das geht mich nichts an! Wohlgemerkt, es geht dabei nicht um ein stndiges Anklagen seiner selbst, um ein Buckeln und Bcken, sondern um Ge-rechtigkeit gegenber anderen und sich selbst. Nicht mehr und nicht weniger. Wie oft sol-len wir vergeben? Ist siebenmal nicht genug?, knnen auch wir Jesus fragen. Und seine Ant-wort wird die gleiche sein: Nein! Nicht nur siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.

    Friede ist zerbrechlich. Hten wir ihn. Und fangen wir bei uns an. Stephan Schmitt, Pfarrer

  • 4 agenda angelus 3334/2014

    Wanderung Hinterer Wiler SafnernVorhlzliAussteiger: Safnern oder Orpund.

    Donnerstag, 21. August Treff: 9.45 Uhr, SBB Bhf. Biel, Abfahrt 10.03 UhrStrecke: ca. 9 km, 3 Std.

    Ausknfte: Paul Kuster: Tel. 032 331 95 78 oder Anton Herzog: Tel. 032 322 95 07

    reise und kulturKirchenfenster im nrdlichen Jura

    Samstag, 6.9., 9.0018.30, Abfahrt: 9.00, Car-Terminal, Wal-serplatz (hinter dem Bahnhof ), Biel.Viele bedeutende mo-derne Knstler haben sich ab den 50er Jahren vor allem im Schwei-zer und Franzsischen Jura der Realisierung abstrakter Kunst an Kirchenfenstern zuge-wandt. Daraus ist eine besondere und faszi-nierende Kunstsprache entstanden, die ganz neue Zugnge zu bibli-schen Themen und Ge-schichten erffnet. Wir

    besichtigen diesmal 6 Kappellen und Kirchen im nrdlichen Jura (Liesberg, Oberrti, Lau-fen, Dittingen, Zwingen) und widmen uns vor allem der modernen Kirchenfensterkunst des jurassischen Knstlers Hans Stocker.

    Kosten: 90. (ohne Verpflegung). Bei finanziel-len Engpssen ist eine Preisreduktion mglich.

    Info/Anmeldung bis 25.8.: Tel. 032 322 36 91 liliane.gujer@ref-bielbienne.chVeranstalter: Arbeitskreis fr Zeitfragen

    Aus dem KirchgemeinderatDer Kirchgemeinderat untersttzt den Solidarittslauf fr Sans-Papiers mit Fr. 1000.. Dieser Betrag kommt der Berner Beratungsstelle fr Sans-Papiers zugute.

    singenSpirituelle Gesnge aus Taiz und aller Welt

    Jeweils Freitag, 29.8, 26.9., 31.10., 28.11.,19.12., 20.3021.30Bruder Klaus, Aebistrasse 86, BielAnmeldung und Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.Leitung: Christine SchweizerKosten: Freie KollekteInfo: Christine Vollmer Al-Khalil, Tel. 032 366 65 92 christine.vollmer@kathbielbienne.chVeranstalter: Pfarrei Bruder Klaus Biel

    kontemplationKontemplation und HerzensgebetKontemplation in BielFreitag, 29.8. bis Freitag, 12.12.

    Grundstzlich alle 14 Tage. Bitte Daten er-fragen. 19.3021.00, Kapelle Pfarrei Bruder Klaus, Aebistrasse 86, Biel.Veranstalter: Pfarrei