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Arbeitsberichte Working Papers - thi.de · PDF fileFachhochschule Ingolstadt University of Applied Sciences Wettbewerbsvorsprung durch Supply Chain Management von Thomas Rennemann

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  • Wettbewerbsvorsprungdurch Supply Chain

    Managementvon Thomas Rennemann

    Arbeitsberichte

    Working Papers

    Kompetenz schafft Zukunft

    Creating competence for the future

  • F a c h h o c h s c h u l eI n g o l s t a d t

    U n i v e r s i t y o fAp pl i ed Sc i enc es

    Wettbewerbsvorsprungdurch Supply Chain

    Managementvon Thomas Rennemann

    ArbeitsberichteWorking Papers

    Heft Nr. 2 aus der Reihe"Arbeitsberichte - Working Papers"

    ISSN 1612-6483

    Ingolstadt, im November 2003

  • Abstract

    Grundlage einer erfolgreichenSupply Chain Management Strategieist die Kenntnis der logistischenStrukturen und Ablufe. Diese wer-den bereits weit vor Produktionsstartbestimmt. Eine unter prozess-orientierten Gesichtspunkten syste-matisierte Lieferantenauswahl undein Supply Chain Design stellen somiteinen zentralen Bestandteil fr denErfolg der Kette dar. Der gegen-wrtige Stand zeigt, dass kein Kenn-zahlensystem besteht, das den Zeit-raum vor Produktionsstart umfassendabdeckt. Daraus leitet sich die Not-wendigkeit ab, eine entsprechendeSystematik zu entwickeln. DiesesKennzahlensystem stellt zuknftigauch fr die Zeit vor Produktionsstartein strategisches Instrument zurLieferantenauswahl sowie zum Sup-ply Chain Design und damit fr denspteren Erfolg der Supply Chain dar.

    Die fachliche und wissenschaftliche Betreuung dieser Arbeit erfolgte durch

    Herrn Prof. Dr. Jrgen Schrder - Professur fr Logistik und Produktions-organisation an der Fachhochschule Ingolstadt

    sowie

    Herrn Prof. Dr. Heinrich Kuhn - Lehrstuhl fr Produktionswirtschaft undIndustriebetriebslehre an der Katholischen Universitt Eichsttt-Ingolstadt

    Ingolstadt im November 2003

  • Wettbewerbsvorsprung durch Supply Chain Management

    Kennzahlensysteme als Instrument der

    Lieferantenauswahl und des Supply Chain Design in der Automobilindustrie

    Verfasser: Thomas Rennemann

    Doktorand am Lehrstuhl fr ABWL, Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre der Katholischen Universitt Eichsttt-Ingolstadt Stand: November 2003

    Zusammenfassung Die sich permanent wandelnde Unternehmensumwelt erfordert eine kontinuier-liche Weiterentwicklung bekannter Logistikstrategien. Mittel und langfristige Gewinnmaximierung als Hauptziel des Managements kann zuknftig durch ei-nen unternehmensbergreifenden Ansatz (Supply Chain Management) gesi-chert werden. Grundlage einer erfolgreichen Supply Chain Management Strategie ist die Kenntnis der logistischen Strukturen und Ablufe. Diese werden bereits weit vor Produktionsstart, unter anderem durch die Entscheidung fr Modullieferanten, bestimmt. Eine unter prozessorientierten Gesichtspunkten systematisierte Liefe-rantenauswahl stellt somit einen gewichtigen Bestandteil fr den spteren Er-folg der Kette dar. Im Anschluss an die Lieferantenauswahl beginnt das Supply Chain Design. Das zentrale Ziel dessen besteht in der Minimierung der Logistikkosten bei einem zuvor definierten Niveau an Logistikleistungen bzw. in der Maximierung der Lo-gistikleistungen bei zuvor definierten Logistikkostenniveau. Sowohl die Lieferantenauswahl, als auch das Supply Chain Design erfordern entsprechende Instrumente zur Umsetzung. Ein solches Instrument stellen Kennzahlensysteme dar. Der gegenwrtige Stand zeigt, dass noch kein System besteht, das den Zeitraum vor Produktionsstart umfassend abdeckt. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, eine entsprechende Kennzahlensystematik zu entwickeln. Von besonderer Relevanz wird hierbei die Einbettung dieses Sys-tems in die Unternehmensziele sowie die Produktions- und Marktstrategien sein. Damit stellen Kennzahlensysteme zuknftig auch fr die Zeit vor Produktions-start ein strategisches Instrument zur Lieferantenauswahl sowie zum Supply Chain Design und damit fr den spteren Erfolg der Supply Chain dar. Schlsselwrter: Supply Chain Management; Lieferantenauswahl; Supply Chain Design; Kennzahlen; Kennzahlensysteme

  • 2

    Danksagung Mein besonderer Dank bei der Erstellung der vorliegenden Arbeit gilt Herrn Prof. Dr. Heinrich Kuhn (Lehrstuhl fr ABWL, Produktionswirtschaft und Indust-riebetriebslehre der Katholischen Universitt Eichsttt-Ingolstadt) und Herrn Prof. Dr. Jrgen Schrder (Professur fr Logistik und Produktionsorganisation an der Fachhochschule Ingolstadt). Inhaltsverzeichnis 1 Einfhrung....................................................................................................... 3 2 Aktuelle Ausgangssituation ............................................................................. 4

    2.1 Gegenwrtige Unternehmensumwelt........................................................ 4 2.2 Die Entstehung von Supply Chain Management ...................................... 6 2.3 Unterschiede des SCM in der Automobil-, der High Tech- und der Konsumgterindustrie ............................................................................... 7

    3 Die Modellierung und Planung einer Supply Chain im PEP .......................... 10 3.1 Der Produkt-Entstehungsprozess ........................................................... 10 3.2 Die Lieferantenauswahl .......................................................................... 12 3.3 Das Supply Chain Design ....................................................................... 15

    4 Kennzahlen als Instrument zur Beherrschung der Supply Chain .................. 19 4.1 Definition und Ziele von Kennzahlen ...................................................... 19 4.2 Der Aufbau eines Kennzahlensystems ................................................... 22

    5 Fazit & Ausblick............................................................................................. 25 Literaturverzeichnis .......................................................................................... 27

    Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Beispiele fr Supply Chains in verschiedenen Branchen...............8 Abbildung 2: Standardphasenplan fr die Produktentwicklung..........................11 Abbildung 3: Ausschnitt einer Nutzwertanalyse.................................................13 Abbildung 4: Ausschnitt einer Profilanalyse.......................................................14 Abbildung 5: Prozesskette eines Moduls...........................................................16 Abbildung 6: Die Supply Chain Planning Matrix.................................................17 Abbildung 7: Funktionen eines Kennzahlensystems..........................................21 Abbildung 8: Interaktion zwischen Unternehmenszielen, Produktions- und

    Marktstrategien.............................................................................22 Abbildung 9: Beispiel fr eine Kennzahlensystematik .......................................24

    Abkrzungsverzeichnis BVL Bundes-Vereinigung Logistik OEM Original Equiment Manufacturer PEP Produkt-Entstehungs-Prozess SCOR Supply Chain Operations Reference-Model SCM Supply Chain Management

  • 3

    1 Einfhrung

    Der Konkurrenzkampf zwischen Unternehmen wird zuknftig im Bereich der

    Logistik mageblich durch die Reaktionsfhigkeit und die Flexibilitt ihrer Zulie-

    ferketten entschieden.1 Damit werden effizient gestaltete Supply Chains im

    Zeitalter von global agierenden Unternehmen den Ausschlag ber Wettbe-

    werbsvorsprnge geben. Diese Thematik ist Ausgangspunkt der folgenden Be-

    trachtung.

    Dabei geht das folgende Kapitel auf die Ursachen und Anforderungen der heute

    lnderbergreifend ausgerichteten Zulieferstrukturen innerhalb der Automobil-

    industrie ein, die ihren Ausdruck beispielsweise in Global Sourcing Aktivitten

    finden. Neben der Definition des Begriffes Supply Chain Management wird eine

    historische Einordnung vorgenommen. In diesem Zusammenhang werden die

    branchenabhngig divergierenden Strukturen von Supply Chains betrachtet.

    Auf dieser Basis konzentriert sich das anschlieende Kapitel 3 auf die Entste-

    hung einer Zulieferkette (Supply Chain). Am Beispiel des Produkt-

    Entstehungsprozesses (PEP) der Automobilindustrie wird die Integration von

    Zulieferern diskutiert. Aus den Ausfhrungen wird deutlich, dass mit einer sehr

    frhen Einbeziehung von Zulieferern bereits Produktionsstandorte und andere

    zentrale Bausteine der spteren Supply Chain vorbestimmt werden. Aus die-

    sem Grund wird auf die Lieferantenauswahl eingegangen, bevor der Blick auf

    die Gestaltung, das Supply Chain Design, geworfen wird. Letzteres ist um so

    wichtiger, weil davon auszugehen ist, das im Gegensatz zu Produkten Prozes-

    se von Konkurrenten, beispielsweise auf grund von rumlichen und organisato-

    rischen Rahmenbedingungen, nur sehr schwer kopiert werden knnen.2

    Entscheidungen die im Zuge der Lieferantenauswahl und des Supply Chain

    Designs getroffen werden, mssen durch fundierte Informationen gesttzt wer-

    den. Ein Instrument hierzu ist die Kennzahlensystematik. Kapitel 4 stellt neben

    einer Definition der Begrifflichkeit die Ziele und Kriterien fr den Aufbau einer

    solchen Systematik vor. In diesem Kontext wird die elementare Bedeutung von

    Unternehmenszielen und strategien fr den Aufbau einer Kennzahlensystema-

    tik herausgearbeitet.

    1 Vgl. Kuhn/Hellingrath (2002), S. 32. 2 Vgl. Winz/Quint (1997), S. 12.

  • 4

    Zum Abschluss wird ein Fazit der Ausfhrungen, sowie ein Ausblick auf die

    Herausforderungen, denen die Unternehmen zuknftig gegenberstehen wer-

    den, gegeben.

    Diese Arbeit betrachtet grundlegende Aspekte zur Lieferantenauswahl und zur

    Gestaltung von Supply Chains. Umfassend diskutiert werden Fragen zu den

    Ursachen, den Wirkungen und den Ha

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