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Ausgabe Nr. 2/Dezember 2012 AVIATION NEWS AVIATION NEWS AVIATION NEWS Eine Information von Austro Control Inhalt: „Free Route“ - Luftraumkonzept implementiert Beginn während der Nacht – stufenweise Einführung geplant (S. 2) u „Free Route“ – Luftraumkonzept (S. 2) u Pünktlichkeit weiter verbessert (S. 2) u „FPL 2012“ – Erste Bilanz (S. 2) u Informationsveranstaltungen Flugschulen – Rückblick (S. 3) u Neuigkeiten Flugmedizin (S. 3) u Flugmedizinische Tauglichkeit (S. 3) u Aircraft Continuing Airworthiness Monitoring (S. 4) u Handeintrag Flugprüfer (S. 4) Area Control Centre Vienna

Aviation News 02/12

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Aviation News 02/12

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  • Ausgabe Nr. 2/Dezember 2012

    AVIATION NEWSAVIATION NEWSAVIATION NEWSE i n e I n f o r m a t i o n v o n A u s t r o C o n t r o l

    Inhalt:

    Free Route - Luftraumkonzept implementiertBeginn whrend der Nacht stufenweise Einfhrung geplant (S. 2)

    uFree Route Luftraumkonzept (S. 2)

    uPnktlichkeit weiter verbessert (S. 2)

    uFPL 2012 Erste Bilanz (S. 2)

    uInformationsveranstaltungenFlugschulen Rckblick (S. 3)

    uNeuigkeiten Flugmedizin (S. 3)

    uFlugmedizinische Tauglichkeit (S. 3)

    uAircraft ContinuingAirworthiness Monitoring (S. 4)

    uHandeintrag Flugprfer (S. 4)Area Control Centre Vienna

  • Nr. 2 / Dezember 2012

    AVIATION NEWSAVIATION NEWSAVIATION NEWSE i ne I n f o rma t i on von Aus t r o Con t r o l

    2012 einer der gewitterreichsten SommerDiese hervorragenden Pnktlichkeitswertewurden trotz ungnstiger Wetterbedingungenwhrend der Sommermonate erreicht. 2012 hatte einen der gewitterreichsten Sommer seit es Aufzeichnungen berBlitzeinschlge gibt. Mit 110.000 Blitz -entladungen im sterreichischen Luftraumallein im Juli wurde der bisherige Hchst-wert aus dem Jahr 2010 deutlich bertroffen.Durch das perfekte Zusammen spiel derBereiche Air Traffic Management undMeteorologie konnten wetterbedingte Versp -

    tungen im Luftraum jedoch auf ein Minimumreduziert werden.

    In den letzten Jahren sind die Anforderungenan die Genauigkeit der meteorologischenVorhersagen in Bezug auf Verkehrs- bzw.Kapazittsplanung in der Luftfahrt stndiggestiegen. Insbesondere die Vorhersage dernderung von Windverhltnissen an Flughfen,der Entwicklung von Sichtweiten, dem Ein -setzen von migem oder starkem Nieder -schlag, sowie des Verlaufs von Gewitter aktivi -tten sind meteorologische Grundvoraus -setzun gen, um eine sichere Durchfhrung vonFlgen zu ermglichen. Darber hinaus stellen

    diese Vorhersagen aber auch in zunehmendemMae Entscheidungshilfen fr die Flugsiche -rung hinsichtlich Verkehrsflusssteuerung undKapazittsplanung dar.

    Schon seit mehreren Jahren liefert der AustroControl Flugwetterdienst den Fluglotsinnenund Fluglotsen der An- und Abflugkontrolle im Tower eine Vorhersage ber erwarteteBodenwinde, ber die Entwicklung von Sicht -weite und Wolkenuntergrenzen bei Nebel- bzw.Hochnebellagen sowie die Wahrscheinlichkeitdes Auftretens von Gewittern in verschiedenenAnflugbereichen und der Kontrollzone Wien.

    Nachdem sich diese Vorhersagen fr denBereich Flughafen Wien sehr bewhrt haben,wurden sie mit Beginn 2012 auch in der ber-flugskontrolle eingefhrt. Mehrmals tglichwerden fr die verschiedensten Sektoren dessterreichischen Luftraumes die Wahrschein -lich keiten von Gewittern, starker Turbu lenzoder auch starker Vereisung vorhergesagt.

    Die Einfhrung dieser speziellen Vorhersagefhrte zu einer weiteren Verbesserung derPnktlichkeit im sterreichischen Luftraum.

    Pnktlichkeit trotz schwieriger Wetterbedingungen verbessertAustro Control konnte die Pnktlichkeit im Zeitraum Jnner bisOktober weiter deutlich verbessern. Im oberen Luftraum wurde diedurchschnittliche Versptung pro Flug von 0,26 Minuten auf 0,19Minuten reduziert, das entspricht einer Verbesserung um 28%. Die Pnktlichkeit im An- und Abflugbereich Wien verbesserte sichvon Jnner bis Oktober im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls.Insgesamt sank in Wien die durchschnittliche Versptung pro Flugvon 0,62 Minuten auf 0,45 Minuten, das entspricht einerVerbesserung um 27%.

    Austro Control plant stufenweiseEinfhrung In der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 2012wurde mit der Einfhrung von 37 NightDCTs (Night Direct Routings) dem interna-tionalen Trend folgend nun der erste Schrittzur Umsetzung des Free Route-Konzepts imsterreichischen Luftraum gesetzt. Sowohl dietechnischen Systeme von Austro Control undder angrenzenden Staaten, als auch jene anBord der Flugzeuge und bei der Eurocontrol inBrssel bewltigten den Umstieg auf dieseNeuerung einwandfrei.

    Insbesondere die auergewhnlich hohe Akzep -tanz der angebotenen Abkrzungen bereits inden ersten Stunden unmittelbar nach Imple -men tierung ist Beweis fr die gute Vorarbeitund besttigt einen entsprechenden Bedarf beiden Airlines.

    Free Route Airspace Wien ist in Abstimmungmit dem European Network Improvement Planund dem FAB CE Luftraum Konzept durchge-fhrt worden. Die Umsetzung dieser Initiativewird durch krzere Flugwege zu einer effizien-teren Abwicklung des Flugverkehrs und damitzur Reduktion von Schadstoffen und Ein -sparung von Treibstoff fhren.

    Dieses Konzept ist daher auch ein wichtigerBeitrag zur erfolgreichen Umsetzung vonSingle European Sky.

    Bis Jahresende wird jetzt in enger Zusam -menarbeit mit Eurocontrol die Aus wirkung derweiteren Umsetzungsstufen von Free Route aufdie Kapazitt der sterreichischen Sektorenuntersucht, um die weiteren Planungsschrittezur Verwirklichung des Free Route AirspaceWien zu definieren.

    Free Route Airspace implementiertFree Route Airspace ist ein festgelegter Luftraum, innerhalb des-sen Luftraumnutzer frei die (krzeste) Route zwischen vordefinier-ten Ein- und Ausflugspunkten whlen drfen, ohne dass eine beste-hende Luftstrae (ATS Streckensystem) benutzt werden muss.Voraussetzung ist, dass der Luftraum zur Verfgung steht.Innerhalb dieses Luftraums wird Flugverkehrskontrolle ausgebt.(Definition Eurocontrol).

    Free Route Airspace Wien

    Austro Control Flugwetterdienst Tower Wien

    Nach Aussagen von Experten der Eurocontrolhat man whrend der bergangsphase vor dem15. November und besonders in den darauf fol-genden Tagen mit mglichenUnregelmigkeiten und Problemen bei derFlugplanverarbeitung in Zusammenhang mitdem neuen Format gerechnet.Im operativen Betrieb sind die erwartetenProbleme nicht eingetreten, sodass man heutevon einer sehr erfolgreichen Umsetzung vonFPL 2012 sprechen kann.

    Da einige Piloten bei der Flugplanerstellungnoch etwas verunsichert sind, wird denLuftfahrzeughaltern empfohlen, die imLuftfahrzeug vorhandene Ausrstung einmalnach dem neuen ICAO Flugplan-Format standardisiert festzulegen und die fr denFlugplan relevanten Eintrge den Piloten ent-sprechend mitzuteilen.

    [email protected]

    FPL 2012: Erfolgreiche EinfhrungAm 15. November wurde weltweit das neue ICAO Flugplan-Format bekannt unter FPL 2012 eingefhrt.

    Schleifer-Heingrtnerals ANC-PrsidentwiedergewhltEnde November wurde sterreichs ICAO-Vertreter ChristianSchleifer-Heingrtner durch das Council der ICAO fr einweiteres Jahr in der hochrangigen Funktion des Prsidentender Air Navigation Commission (ANC) wiederbestellt. Nach einjhriger erfolgreicher Vorsitzfhrung wird u.a. dieVorbereitung der 38. ICAO Assembly im Herbst 2013 in denTtigkeitsbereich des Luftfahrtexperten fallen. Das ANC setzt sich aus 19 internationalen Experten zusam-men und ist zustndig fr die Entwicklung der ICAO-Sicherheitsstandards.

    ICAO News ICAO News ICAO News ICAO

    Schleifer-Heingrtner

  • Grundstzlich ndert sich das System zurErlangung eines flugmedizinischen Tauglich -keits zeugnisses (Medical) fr Piloten undFluglotsen nicht. Die flugmedizinische Taug -lichkeitsuntersuchung ist nach wie vor voneinem von Austro Control autorisierten flug-medizinischen Sachverstndigen (AeromedicalExaminer, AME) oder einem flugmedizinischenZentrum (Aeromedical Centre, AeMC) vorzu-nehmen. Die aktuelle Liste ist unter www.aus-trocontrol.at abrufbar.

    Neue Kategorien vonTauglichkeitszeugnissen geschaffenFr die Ausbung der Berechtigungen aus derneuen Lizenz LAPL (Light Aircraft PilotLicence) ist ein LAPL-Medical erforderlich.Mit der Einfhrung der Lizenz LAPL wirdpotentiellen Piloten durch einen geringerenAusbildungsumfang und nicht so aufwendigenflugmedizinischen Anforderungen der Einstiegin die General Aviation erleichtert.

    Durch die nun europaweit harmonisiertenBewilligungen fr Cabin Crew-Mitglieder(Cabin Crew Attestation) ist fr dieAusbung dieser Berechtigungen die Vorlageeines Medical Reports erforderlich.

    INFO: In sterreich sind alle flugmedizini-schen Tauglichkeitsuntersuchungen (auchCabin Crew und LAPL) ausschlielich vonautorisierten flugmedizinischen Sachver -stn digen durchzufhren. Die in der AircrewRegulation normierte Mglichkeit derMitgliedstaaten, LAPL- und CC-Unter -suchungen von rzten fr Allgemeinmedizinbzw. Arbeitsmedizinern fr zulssig zu erklren,wurde von sterreich nicht in Anspruchgenommen.

    Die bislang nationalen Lizenzen SPL (SailplanePilot Licence) und BPL (Ballon Pilot Licence)werden zu europischen Lizenzen und benti-gen ab Anwendbarkeit anstatt des bisher not-wendigen nationalen Tauglichkeitszeugnisses(ICAO-Tauglichkeitszeugnis) ein Class 2 Medical gem den neuen Vorgaben. Dersterreichische Aeroclub, als fr diese beidenLizenzen zustndige Behrde, hat die Opt-Out-Mglichkeit bis 8. April 2015 in Anspruchgenommen, so dass bis dahin fr SPL und BPLnach wie vor nationale Lizenzen und somitauch nationale Tauglichkeitszeugnisse (ICAO-Medical) und kein Class 2 Medical gem denneuen Vorgaben erforderlich ist.

    INFO: Ab 8. April 2013 gibt es keinen Flugschlerausweis mehr.

    Nach derzeitiger Rechtslage ist fr dieAusstellung eines Flugschlerausweises dieVorlage eines polizeilichen Fhrungszeugnissessowie eines Medicals erforderlich. Mangels desErfordernisses eines Flugschlerausweises fal-len auch die beiden oben genanntenVoraussetzungen fr den Beginn derFlugausbildung weg. Ab 8. April 2013 ist dieVorlage eines Medicals erst vor dem erstenAlleinflug des Flugschlers verpflichtendvorgesehen. Es ist jenes Medical vorzulegen,das fr den Erhalt der beantragten Lizenzerforderlich ist.

    Wenngleich rechtlich nicht verpflichtend, istaus Qualittssicherungsgrnden die Vorlageeines Medicals (und eines polizeilichenFhrungszeugnisses) bereits bei Ausbildungs -beginn auch in Zukunft zweckmig. DieEntscheidung darber obliegt der jeweiligenFlugschule.

    Welches Tauglichkeitszeugnis bentigt derjeweilige Pilot?

    Class 1 MedicalATPL (Airline Transport Pilot Licence) CPL (Commercial Pilot Licence)MPL (Multi-Crew Pilot Licence)Class 2 MedicalPPL (Private Pilot Licence)SPL (Sailplane Pilot Licence)ab 04/2015BPL (Balloon Pilot Licence) ab 04/2015LAPL MedicalLAPL (Light Aircraft Pilot Licence)Nationales TauglichkeitszeugnisFr alle nationale Lizenzen

    Termine und Fristen:

    8. April 2013: Air Crew Regulation (VO (EU) Nr.

    1178/2011 PART-MED) ist anzuwenden

    Flugmedizinische Tauglichkeitszeugnisse, diein einem Mitgliedsstaat ausgestellt wurden,gelten in allen anderen Mitgliedstaaten undsind von der jeweiligen nationalenLizenzbehrde automatisch anzuerkennen.

    alle Tauglichkeitszeugnisse mssen imFormat gem EU-Verordnung ausgestelltwerden; danach ausgestellte Tauglichkeits -zeugnisse nach JAR-FCL sind ungltig

    Nr. 2 / Dezember 2012

    Eine der Aufgaben von Austro Control ist unteranderem die Informationspflicht gegenberFlugschulen und Examinern. Das Ende desOpt-Out mit 08.04.2013 rckt immer nherund somit der Beginn der Anwendung derVerordnungen (EU) Nr.1178/2011 sowie (EU)Nr. 290/2012.

    Die Vorbereitungsarbeiten fr die Umstellungauf das neue EU-Regulativ (Part-FCL oderauch Aircrew Regulation genannt) laufen in

    vollen Zgen. Darunter fallen auch die bereitsdurchgefhrten Veranstaltungen, die als groerErfolg verbucht werden konnten.

    Bei den Veranstaltungen standen die wesent-lichen nderungen fr Flugschulen sowieExaminer im Part-FCL System im Vorder -grund:

    Eintragung von Erneuerungen auf derRckseite der Lizenz

    Die Notwendigkeit der Absolvierung einesStandardisierungskurses gem FCL.1015bei Ersterwerb und Verlngerung derBerechtigung zum Flugprfer

    Die Einweisung in die nationalen adminis-trativen Verfahren, Anforderungen fr denSchutz personenbezogener Daten, Haftung,Unfallversicherung und Gebhren frInhaber einer Prfberechtigung, die voneiner anderen Behrde ausgestellt wurde

    Das zuknftige Aufsichtsprogramm frFlugprfer

    Weiters wurde der Fokus auf die Forcierungder Interaktion zwischen Behrde undFlugprfern gelegt. Der zweite Teil derInformations ver anstaltung wurde als Work -shop konzipiert, um ein Forum zu schaffen, indem Flugprfer und Behrde miteinander in

    Dialog treten knnen. Das soll den gemeinsa-men Weg von Piloten, Flugprfern, Schulenund Austro Control untersttzen.

    Auch in Zukunft wollen wir intensiv ber dienderungen durch das neue EU-Regulativ(Part-FCL) informieren. Geplant ist einWorkshop gemeinsam mit Vertretern vonEASA am 24. Jnner 2013 (der genaue Ort unddie Uhrzeit werden noch gesondert aufwww.austrocontrol.at bekanntgegeben).

    Auerdem werden auch im Rahmen des SeasonOpener 2013 interessante Fachvortrge zurneuen EU-FCL angeboten.

    [email protected]

    Rckblick: Informationsveranstaltungen 2012 fr Flugschulen und ExaminerRechtzeitig vor Ende der Opt-Out Frist mit 08.04.2013 hat AustroControl zwei Informationsveranstaltungen fr Flugschulen sowievier Informationsveranstaltungen fr Examiner angeboten, andenen mehr als 320 Interessierte teilgenommen haben.Hauptthema der Informationsveranstaltungen waren die zuknfti-gen nderungen fr Flugschulen und Examiner unter der neueneuropischen Vorschrift PART-FCL.

    Mit der Anwendbarkeit der Aircrew Regulation (VO (EU) Nr.1178/2011 und 290/2012) ab 08. April 2013 kommt es auch imBereich der Flugmedizin zu nderungen (siehe PART-MED).

    Neuigkeiten aus dem Bereich Flugmedizin

    Die flugmedizinische Tauglichkeit ist und bleibtein wesentlicher Bestandteil zur Gewhr -leistung der Sicherheit in der Luftfahrt.Neben attestierter temporrer oder permanen-ter Untauglichkeit darf der Pilot auch bei eige-nem Zweifel an der krperlichen Fitness seineBerechtigungen aus der Lizenz nicht ausben.In folgenden Fllen ist jedenfalls dieKonsultierung eines flugmedizinischen Sach -ver stndigen verpflichtend:

    Krankenhausaufenthalt > 12 Stunden Krankenstand > 21 Tage Operation Unfall sonstige schwere Verletzungen Medikamenteneinnahme Eintritt einer Schwangerschaft Wenn sich die Brillenstrke ndert bzw. erst-

    mals ein Brillenrezept ausgestellt [email protected]

    Medical Erstmalige Verlngerung Erneuerung GltigkeitAusstellung

    Class 1 AeMC AeMC AeMC bis 40. LJ -> 12 Monate(bis 08/2012: AME Klasse 1 AME Klasse 1 41 60. LJ ->Ausstellung durch gewerbliche BefrderungACG) von Passagieren: 6 Monate;

    andere: 12 Monateab 61 LJ -> 6 Monate

    Class 2 AeMC AeMC AeMC bis 40 LJ -> 5 JahreAME Klasse 1 AME Klasse 1 AME Klasse 1 41-50 LJ -> 2 JahreAME Klasse 2 AME Klasse 2 AME Klasse 2 ab 51 LJ -> 1 Jahr

    Class 3 Erstuntersuchung: AeMC AeMC bis 40 LJ -> 2 JahreAeMC AME Klasse 1 AME Klasse 1 ab 41 LJ -> 1 JahrErstausstellung:Austro ControlGmbH

    LAPL AeMC, AeMC, AeMC, bis 40 LJ -> 5 JahreAME Klasse 1, AME Klasse 1, AME Klasse 1, ab 41 LJ -> 2 JahreAME Klasse 2 AME Klasse 2 AME Klasse 2

    Flugschler je nach Art der je nach Art der je nach Art der je nach Art der(ab erstem beantragten Lizenz beantragten Lizenz beantragten Lizenz beantragten LizenzAlleinflug) durch die durch die durch die und Tauglichkeitszeugnis

    entsprechende entsprechende entsprechendeflugmedizinische flugmedizinische flugmedizinische Stelle Stelle Stelle

    Cabin Crew AeMC AeMC AeMC 5 Jahre(Medical Report, AME Klasse 1 AME Klasse 1 AME Klasse 1ab Berufseinsatz AME Klasse 2 AME Klasse 2 AME Klasse 2an Bord)

    (LJ = Lebensjahr: z.B. bis zum vollendeten 40. LJ -> bis zum 40. Geburtstag; z.B. ab 41 LJ -> ab 40. Geburtstag)

    Flugmedizinische Tauglichkeit bersicht

    Tauglichkeitszeugnisse - Allgemeine bersicht:

    8. April 2017: Vor dem 08.04.2013 gem JAR-FCL ausge-

    stellte Tauglichkeitszeugnisse sind bis maxi-mal 08. April 2017 gltig

    bis dahin mssen alle JAR-FCL Medicalsgegen ein PART-MED-Medical ausgetauschtwerden

    derzeit nationale Lizenzen SPL und BPL: diebis 08. April 2015 (opt-out) ausgestelltennationalen Tauglichkeitszeugnisse mssen bissptestens 08. April 2017 durch ein Class 2 Medical gem den neuen Vorgaben ersetztwerden.

  • Ab dem Inkrafttreten dieser Novelle ist esPrfern gestattet, Verlngerungen vonbestimmten Berechtigungen direkt auf derLizenz vorzunehmen. Die bisherige Befristungder Eintragung durch den Prfer auf vierWochen ist obsolet.

    Der Gesetzestext im Detail:

    8 ZLPV 2006

    (2) Scheine und Berechtigungen gem 23sind von der zustndigen Behrde fr die inden Bestimmungen der Anlage 1 (JAR-FCL 1)jeweils vorgesehene Gltigkeitsdauer zu ertei-len. Mit einem Schein gem 23 verbundeneKlassen-, Muster- und Instrumentenflug -berechtigungen sind nach Ablauf der erstenGltigkeitsdauer so lange und insoweit auf-recht, als die Voraussetzungen fr eineVerlngerung der Berechtigung gem denBestimmungen der Anlage 1 (JAR-FCL 1)erfllt sind und dies anlsslich einer fr dieVerlngerung gem den Bestimmungen derAnlage 1 (JAR-FCL 1) erforderlichen Befhi -gungs berprfung oder nach der Durch -fhrung eines bungsfluges mit einemFluglehrer gem JAR-FCL 1.245(c)(1)(ii) von einem Prfer durch Eintragung in dieLizenz (Prfervermerk) beurkundet wurde.Die Gltigkeitsdauer des Prfervermerks rich-tet sich dabei nach der in den Bestimmungender Anlage 1 (JAR-FCL 1) vorgesehenenGltigkeitsdauer der Berechtigung.

    (2a) Scheine und Berechtigungen gem 25sind von der zustndigen Behrde fr die inden Bestimmungen der Anlage 7 (JAR-FCL 2)jeweils vorgesehene Gltigkeitsdauer zu ertei-len. Mit einem Schein gem 25 verbundeneMuster- und Instrumentenflugberechtigungensind nach Ablauf der ersten Gltigkeitsdauer solange und insoweit aufrecht, als die Vor aus -setzungen fr eine Verlngerung der Berech -tigung gem den Bestimmungen der Anlage 7

    (JAR-FCL 2) erfllt sind und dies anlsslicheiner fr die Verlngerung gem denBestimmungen der Anlage 7 (JAR-FCL 2)erforderlichen Befhigungsberprfung vomPrfer durch Eintragung in die Lizenz(Prfervermerk) beurkundet wurde. DieGltigkeitsdauer des Prfervermerks richtetsich dabei nach der in den Bestimmungen derAnlage 7 (JAR-FCL 2) vorgesehenen Gltig -keitsdauer der Berechtigung.

    Wird von der Mglichkeit des Handeintragesdurch den Prfer nicht Gebrauch gemacht, sowird die Verlngerung der Berechtigung durchdie Behrde auf der Lizenz eingetragen. Siehehierzu:

    (2b) Erfolgt keine Eintragung eines Prfersgem Abs. 2 oder 2a, ist bei Erfllung derVoraussetzungen fr eine Verlngerung derBerechtigung gem Anlage 1 (JAR-FCL 1)beziehungsweise Anlage 7 (JAR-FCL 2) aufAntrag die Erfllung der Voraussetzungen frdie Aufrechterhaltung der Berechtigung vonder zustndigen Behrde im Schein zu vermer-ken.

    Weiterhin, wie bisher, erforderlich ist diebermittlung der Dokumentation ber denPrfungsflug an die Behrde gem 8 ZLPV2006, siehe hierzu:

    (2c) Der Prfer ist verpflichtet, binnen dreiTagen nach Durchfhrung einer Befhigungs -berprfung gem Abs. 2 oder Abs. 2a einenschriftlichen Bericht an die zustndige Behrdezu bermitteln. Der Bericht hat das Protokollder Befhigungsberprfung unter Verwen -dung des entsprechenden von der zustndigenBehrde festgelegten und verffentlichtenFormulars und gegebenenfalls eine Kopie derin die Lizenz vorgenommenen Eintragungenzu enthalten. Wird ein Prfervermerk aufGrund eines bungsflugs mit einem Flug -lehrer gem JAR-FCL 1.245(c)(1)(ii) vorge-

    nommen, hat der Prfer binnen drei Tagennach Vornahme des Prfervermerks einProtokoll des bungsfluges unter Verwendungdes entsprechenden von der zustndigenBehrde festgelegten und verffentlichtenFormulars sowie eine Kopie der in die Lizenzvorgenommenen Eintragungen an die zustn-dige Behrde zu bermitteln.

    Die betroffene Berechtigung kann somitzuknftig durch den Handeintrag des Prfersauf der Rckseite der Lizenz verlngert wer-den. Eine Neuausstellung der Lizenz durchAustro Control ist nicht weiter erforderlich,solange die Lizenz (Befristung auf 5 Jahre)selbst gltig ist. Erfolgt anlsslich derErfllung der Bedingungen zur Verlngerungder Berechtigung kein Handeintrag einesPrfers, so kann die Berechtigung, weiterhingem 8 Abs 2b ZLPV 2006 durch dieBehrde verlngert werden.

    Wichtig: Eintragungen auf der Rckseite derLizenz fr die Verlngerung von Berech ti -gungen (auch bei Single Engine Piston (SEP)und Touring Motor Glider (TMG)Berechtigungen) drfen nur durch Inhabereiner Ernennung zum Prfer erfolgen, nichtjedoch durch Fluglehrer, die nicht zugleich als

    Prfer ernannt sind. Sollte der bungsfluggem JAR-FCL 1.245 (c) (ii) (C) mit einemFluglehrer erfolgen, der nicht als Prferernannt ist, so kann die Verlngerung wie bis-her durch die Behrde in die Lizenz vorge-nommen oder durch einen Prfer, welcherauch zur Durchfhrung einer entsprechendenBefhigungsberprfung berechtigt wre, perHandeintrag auf der Lizenz beurkundet wer-den. Diese Regelung, wonach ein Fluglehrer,der nicht zugleich eine Ernennung zum Prferbesitzt, keine Handeintrge auf einer Lizenzvornehmen darf, entspricht bereits der nachInkrafttreten der Aircrew Regulation ab08.04.2013 geltenden Rechtslage (vgl. VO(EU) 1178/2011, Anhang VI, ARA.FCL.200).

    Genauere Informationen (Zivilluftfahrt -personal-Anweisung) zu den Handeintrgenfinden Sie ebenso wie Beispiele aufhttp://www.austrocontrol.at/luftfahrtbehoerde/safety/hinweise_anweisungen/zpa.

    [email protected]

    Das System zur Aufrechterhaltung derLufttchtigkeit von Luftfahrzeugen ist in denletzten Jahren durch die Luftfahrt-Gesetz -gebung der Europischen Union neu organi-siert worden. Fr Austro Control bedeutet dasz.B. die Umsetzung der Aufsichtspflicht berOE-registrierte Luftfahrzeuge ber das soge-nannten ACAM-System (Aircraft ContinuingAirworthiness Monitoring).

    Schwerpunkt dabei ist die laufende ber -wachung der Aufrechterhaltung der Luft -tchtig keit von Luftfahrzeugen. Diese stich-probenhaften berprfungen auf technischenZustand und ordnungsgemen Betrieb kn-nen angemeldet oder unangemeldet, whrendStand- oder Liegezeiten des Luftfahrzeugsoder whrend des Betriebs auf Flugpltzenerfolgen.

    Die Ergebnisse aus diesem Inspektions pro -gramm, das auch Fleet Survey oder SANA(Safety Assessment of National Aircraft)genannt wird, lassen Rckschlsse auf denLufttchtigkeitszustand der gesamten insterreich betriebenen LFZ-Flotte zu. 2012gab es rund 115 ber prfungen, etwa 60 davonfallen in die Kategorie der in-depth-checkswhrend Wartungsarbeiten.

    Fr jede Kontrolle wird ein sogenannterInspection-Report ausgestellt, in dem dieErgebnisse der berprfung festgehalten sindund der dem Piloten oder Halter in Kopiebergeben wird.

    Ein Versto der Stufe 1 (Level-1-Finding)beinhaltet jede erhebliche Nichterfllung derAnforderungen von Teil-M, die den Sicher -heitsstandard des Luftfahrzeugs beeintrchtigtund die Flugsicherheit ernsthaft gefhrdet. EinVersto der Stufe 2 (Level-2-Finding) bein-haltet jede Nichterfllung der Anforde rungenvon Teil-M, die den Sicherheits standard desLuftfahrzeugs beintrchtigen und die Flug -sicherheit mglicherweise gefhrden knnte.

    Bei eingehenden Prfungen (in-depth sur-veys/Checks) werden nach kurzfristigerKoordinierung oder auch unangekndigt imZuge von geplanten Wartungsarbeiten inWerften oder entsprechenden Wartungs -betrieben detaillierte technische berprfun-gen am Luftfahrzeug, Prfungen des Luftfahr -zeug-Lebenslauf-Aktes, der Betriebsan wei -sungen und anderen Richtlinien durchgefhrt.

    Eine andere Vorgangsweise ist die Vorfeld -kontrolle, auch als Ramp Check bekannt:

    Unangekndigt werden Luftfahrzeuge vorihrer Inbetriebnahme oder nach dem Abstellenauf funktionstchtige Ausrstung, offensichtli-che Mngel oder Beschdigungen, Gltigkeitder Bordokumente, Aktualitt des Flughand -buches und anderes berprft. Eine letzteManahme sind angeordnete Prfflge. Dabeiknnen zur Feststellung eines einwandfreienBetriebsverhaltens von der Behrde auchberprfungen im Flug durchgefhrt oderverfgt werden.

    Piloten sollen auch daran erinnert werden, dieLizenz und das Medical immer mitzufhren.Ebenso soll das Bewusstsein fr eine umfassen-

    de und ordentliche Flugvorbereitung geschrftwerden.

    Die Konsequenzen bei schweren Verstengehen im Extremfall bis zu Betriebsverbotenvor Ort beispielsweise bis zur Behebung vonentdeckten und bemngelten sicherheitsrele-vanten Schden. Immer wieder geben dieAustro Control-Prfer den Piloten oder letzt-lich den Luftfahrzeughaltern auch Hinweiseauf Mngel, die aktuell zwar keinen Anlass zurRge geben, aber bei der nchsten geplantenWartung sicherheitshalber behoben werdensollten.

    [email protected]

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    Nr. 2 / Dezember 2012

    ImpressumAviation News Eine Information von AustroControl (ACG)Der Newsletter erscheint 2-4x jhrlich mit einerAuflage von 10.000 Exemplaren.Eigentmer, Herausgeber & Verleger:Austro Control, Schnirchgasse 11, 1030 WienRedaktion:Austro Control: Mag. Peter Schmidt, ChristophCaspar, Ing. Franz Graser, Horst Hasenhtl, MSc,Kristian Wollner, Joachim Bruja, DI Hans Kellner.Fotos und Grafiken: Austro Control,Hersteller: Druckerei Piacek Ges.m.b.H., Favoritner Gewerbering 19, 1100 WienKontakt:Meinungen, Anregungen, Wnsche bitte per e-mailan: [email protected];Lizenzierung: [email protected];Ausbildung: [email protected];www.austrocontrol.atHinweis:Die hier verffentlichten Informationen sind ledig-lich begleitend zu bestehenden Verlautbarungen inLuftfahrtgesetzen und -verordnungen zu sehen.

    Aircraft Continuing Airworthiness Monitoring berprfung vor OrtAustro Control fhrt stichprobenartig berprfungen vonBesatzungen und Flugzeugen durch. Das kann auf Flughfen undin Werften, aber auch auf kleinen Fugpltzen quer durch ster-reich, unangekndigt stattfinden.

    Handeintrag FlugprferMit Inkrafttreten der ZLPV 2006 Novelle am 01.08.2012 kommt eszu einer wesentlichen nderung im Bereich der Flugprfer, dieEinfluss auf alle Lizenzinhaber hat.

    Kontrollen vor Ort

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    www.austrocontrol.at