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Bauen u. Wohnen Februar 2014

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Text of Bauen u. Wohnen Februar 2014

  • Eine Kurier-Verlagsbeilage im Februar 2014

    Messetrend:

    Im Bad wirds gemtlich

    Bauen und WohnenDas Kurier-Magazin fr Wohnqualitt

    Solarthermie und Photovoltaik:Energieautarke Huser

    EnEV 2014:Die wichtigsten nderungen

  • Aus dem Inhalt

    ImpressumBauen und Wohnen Verlagsbeilage am 26. Februar 2014Verlag: Nordbayerischer Kurier GmbH & Co. Zeitungsverlag KG,Theodor-Schmidt-Str. 17, 95448 BayreuthDruckauflage: 37000 Exemplare, Anzeigenleitung: Michael RmmeleRedaktion: Joachim Braun (verantw.), Marion GhlTitelbild: Steuler Fliesen

    Planen-Bauen-Modernisieren

    4 EnEV 2014: Das sollten Bauherren wissen8 Vernetzt: Haus und Auto10 Darauf achten Modernisierer12 Bauen mit Naturmaterialien14 Dmmung: Das Haus mit Gras einpacken18 Er macht Dampf - der Architekt24 Sanierung: Transparenter Zeitsprung26 Aushngeschild Flur34 Die Haustr als Hightech-Zentrale72 Wintergarten anbauen - mit Checkliste

    Heizung-Sanitr-Elektro

    38 Alpenchic im Bad40 Kleines Bad ganz gro50 Bivalente Systeme52 Stromfresser Umwlzpumpe54 Sanierung: Von 8000 auf 1500 Liter Heizl56 Kaminofen-Pflege

    Energieautarke Huser 6

    Schne rosa Welt 46

    Qualittskontrolle 22

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  • Das sollten Bauherren wissenLange hat es gedauert, doch im Oktober 2013 wurde die Novelle zur Energieeinsparverordnung

    endgltig von der Bundesregierung verabschiedet. Inkrafttreten wird die EnEV 2014 voraussicht-

    lich am 1. Mai.

    Die Europische Union hat sich das Ziel ge-setzt, die Energieeffizienz von Gebuden zuerhhen. Als Zeitpunkt ist das Jahr 2020 ge-nannt. Weiterhin soll der Einsatz regenera-tiver Energietrger gesteigert werden. In derEU-Richtlinie ber die Gesamtenergieeffi-zienz von Gebuden ist dies zunchst frNeubauten gefordert. Die erste Umsetzungder Richtlinie in Deutschland erfolgte imJahr2007mitderEinfhrungderEnEV2007,seit Oktober 2009 gilt die EnEV 2009. Mitder EnEV 2014 sollen nun weitere Vorgabenumgesetzt werden, die sowohl den Baube-stand als auch die geplanten Neubauten aufdas Einsparziel der Richtlinie ausrichtensollen.Stichtag ist der 1. Januar 2016. NEUBAUTENim Wohn- aber auch im Nichtwohnbereichmssen dann hhere energetische Vorga-ben erfllen. Der zulssige Jahres-Primr-energiebedarf wird um 25 Prozent gesenkt.Der angegebene Wert enthlt smtlicheEnergie, die im Haus verbraucht wird, zumBeispiel fr Heizung, Warmwasser, LftungoderKhlung.BeiNichtwohngebudenwirdauch die Beleuchtung mit angesetzt. Miteinbezogen werden nicht nur die Ver-brauchswerte, sondern der Bedarf ab Ge-winnung der jeweiligen Energie. Auch imBereich der Gebudehlle kommen nde-rungen auf die Bauherren zu. So muss dermittlere Wrmeverlust durch die Auen-hlle eines Hauses um etwa 20 Prozent ge-genber den Vorgaben aus der EnEV 2009gesenktwerden.Fr BESTANDSBAUTEN gibt es in der EnEV2014 keine signifikanten Verschrfungen,allerdings sind auch diese Gebude von neu-enRegelungenbetroffen. l-undGasheiz-

    l- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, mssen ab 2015 auer Betrieb genommenwerden. Die EnEV 2014 sieht jedoch eine ganze Reihe von Ausnahmen von dieser Regelung vor: Sosind etwa Niedertemperatur- und Brennwertkessel von der Austauschpflicht ausgenommen.

    Der Energieausweis fr Gebude bekommt mehr Gewicht. Verkufer und Vermieter mssen den Aus-weis knftig bereits bei der Besichtigung vorlegen. Die energetischen Kennwerte werden knftig nichtmehr nur auf einer Skala von grn bis rot dargestellt, sondern zustzlich einer von neun Effizienz-klassen zugeordnet. hnlich wie bei der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgerten.

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  • kessel, die vor 1985 installiert wurden, dr-fen nur noch bis 2015 betrieben werden. Er-folgte der Einbau nach 1985, dann ist einAustausch nach 30 Jahren Pflicht. Aller-dings sind nicht alle Hausbesitzer betrof-fen, denn es gibt zahlreiche Ausnahmen vondieser Regel.Neue Regeln gibt es auch im Bereich derWRMEDMMUNG. Bis Ende 2015 ms-sen oberste Geschossdecken in Altbauten,die den Mindestwrmeschutz nicht erfl-len, modernisiert werden. Dies betrifft De-cken beheizter Rume, die an das Dach-geschoss angrenzen. Bei einem entspre-chend gedmmten Dach gilt die Forde-rung auch bei einer ungedmmten Deckeals erfllt. Eigentmer von Ein- und Zwei-familienhusern, die zum 1. Februar 2002ihr Haus selbst genutzt haben, bleiben vonder Austausch- bzw. Modernisierungs-pflicht ebenfalls verschont. Allerdings mussdie Pflicht zum Austausch der Heizungs-anlage oder der zustzlichen Dmmung bei

    einem Verkauf vom neuen Eigentmer in-nerhalb von zwei Jahren realisiert werden.Der ENERGIEAUSWEIS fr Gebude wirddeutlich wichtiger. So besteht fr Verku-fer wie Vermieter eine gesetzliche Pflicht,diesen Ausweis bereits bei der Besichti-gung des Hauses vorzulegen. Ist der Ver-trag geschlossen, muss der Kufer oder

    Mieter eine Kopie des Ausweises ausge-hndigt bekommen. Bereits in der ge-schalteten Immobilienanzeige mssen ei-nige Kennwerte aus dem Ausweis ange-geben werden, so zum Beispiel der durch-schnittliche Energiebedarf des Gebudes.

    red

    INFO: www.zukunft-haus.info

    Ab 1. Januar 2016 mssen neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebude hhere energetische Anfor-derungen erfllen. Foto: Roma

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  • Selbstversorger in Sachen EnergieMit Sonnenenergie zur Stromautarkie: Im Oktober wurden im schsischen Freiberg zwei energie-

    autarke Einfamilienhuser eingeweiht. Der Primrenergiebedarf liegt dank Speichermglichkeit

    unter dem von Passiv- und Nullenergiehusern, so Solarexperte Timo Leukefeld.

    ber die Hlfte des Energiebedarfs inDeutschland wird fr die Erzeugung vonWrme bentigt - im Privathaushalt ent-fallen sogar 90 Prozent der verbrauchtenKilowattstunden fr die Wrmegewinnungund nur zehn Prozent werden als Stromverwendet. Diese Tatsache bercksichtigtdas Heizkonzept der energieautarken Hu-ser, die sich durch eine intelligente Kombi-nation aus Solarthermie und einem Lang-zeitwrmespeicher ganzjhrig nahezu aus-schlielich mit der Sonne beheizen. MitPhotovoltaikmodulen erzeugen die Huserihren eigenen Strom, der in Akkus gespei-chert wird. Somit unterscheidet sich dasEnergiekonzept grundstzlich von dembisheriger Passiv-, Nullenergie- oder sogarPlusenergiehuser, so Solarexperte Prof.Dipl. Ing. Timo Leukefeld, der die Huser inFreiberg als Projektleiter fr die Helma Ei-genheimbau AG entwickelte und zugleichBauherr eines der Huser ist. Der Schlsselzur Unabhngigkeit liegt in der Speiche-rung von Sonnenstrom und -wrme imHaus selbst. Denn nach Modellrechnungenkann dieser Haustypus etwa drei- bis vier-

    mal so viel Strom gewinnen, wie in einemVier-Personen-Haushalt bentigt wird. Mitdem berschuss an Solarstrom kann dasElektroauto der Familie geladen werden.Der Primrenergiebedarf von nur 6,81kWh/ma liegt etwa 90 Prozent unter derEnergieeinsparverordnung (EnEV) 2009und etwa 80 Prozent unter dem typischerPassivhuser. Die jhrlichen Heizkostenund der CO2-Aussto liegen etwa 70 Pro-zent unter den Werten eines typischenPassiv- oder Plusenergiehauses. DieseWerte erreichen wir, wie Leukefeld be-tont, obwohl im energieautarken Haus so-gar eine wohldosierte Verschwendungmglich ist. Wir knnen also das Gegenteilvon dem tun, was propagiert wird: uns ein-schrnken, sparen und mssen auch beimAutofahren kein schlechtes Gewissen ha-ben, denn wir belasten weder unserenGeldbeutel noch die Umwelt. SteigendeEnergiepreise interessieren nicht mehr,denn wir decken unseren Strom komplettaus der Sonnenenergie, unseren Wrme-und Warmwasserbedarf zu etwa 65 Pro-zent.

    Die energieautarken Huser in Freiberg/Sachsen. Foto: Leukefeld

    Haus-Steckbrief

    Wohnflche: ca. 160 mBaukosten: ca. 398.000 EuroPrimrenergiebedarf: 6,81 kWh/maEnergiekonzept: Photovoltaik (mitAkku) und Sonnenkollektoren (mit Lang-zeitwrmespeicher)Erzeugter Solarstrom: ca. 8000 kWh/aKollektorflche: 46 mDachneigung: 45 GradWrmeverteilung: Fubodenheizung

    und KlimadeckeBauweise: Ziegelbauweise

    Energieautarke Huser liegen im Trend - hier zweiweitere Beispiele mit integriertem Batteriespei-cher (Fischerhaus oben, Roth-Massivhaus unten).

    Fotos: Fischerhaus, Roth-Massivhaus

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  • Etwa 15-mal pro Winter muss im Wohn-zimmerkamin ein Feuer entfacht werden,das die rund 9000 Liter Wasser im Spei-cher wieder erwrmt. Die rund zwei Fest-meter Holz dafr kosten etwa 150 Euro und das sind die Energiekosten eines gan-zen Jahres fr Heizung, Strom und Auto-fahren, wie Leukefeld errechnet hat. Ihrehohe Energieeffizienz erreichen die Frei-berger energieautarken Huser durch vieleDetails, die aufeinander abgestimmt sind.So spart der Anschluss von Wasch- undSplmaschine sowie des Wschetrocknersan die Warmwasserversorgung viel Stromein, der sonst fr die elektrische Erwr-mung des Wassers in der Maschine ben-tigt wird. red

    INFO: http://blog.timoleukefeld.de/

    Kultur, Politik und Wirtschaft:Was luft, steht im Kurier.

    Der Schlssel zur Autarkie liegt in der Speic