Bern, 29.10.2019 Forum SELF Selbstmanagement-Fأ¶rderung bei nichtأ¼bertragbaren Krankheiten, Sucht und

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  • Forum SELF

    Good practice-Angebote der Selbstmanagement-Förderung bei nichtübertragbaren Krankheiten, Sucht und psychischen Erkrankungen

    Bern, 29.10.2019

  • Begrüssung

    Andrea Arz de Falco Vizedirektorin, Bundesamt für Gesundheit BAG

    2

  • Unterstützung des Selbstmanagements –

    Chancen, Grenzen und Voraussetzungen im

    Gesundheitssystem

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Was macht Angebote der Selbstmanagement-Förderung

    erfolgreich?

    Was sind die Herausforderungen an die Angebote der

    Selbstmanagement-Förderung?

    Und was sind mögliche Lösungsansätze?

    Chronische Erkrankungen und Suchterkrankungen

    4

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Alle Bestandteile des INSEA-Kurses geben mir Kraft, trotz

    chronischer Krankheit, positiv und selbstsicher den blauen Himmel

    zu sehen, die gelbe Sonne zu genießen, die schmackhaften

    Gerichte in allen Farben zu kosten.

    INSEA ist meine Welt in Regenbogen-Farben!

    Nutzen von Selbstmanagement – eine

    Teilnehmerin:

    5

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Daten der Studien zum Thema Gesundheitskompetenz aus den

    letzten Jahren mit dem Ergebnis, dass Menschen mit chronischen

    Erkrankungen im Vergleich zu Gesunden eine niedrige

    Gesundheitskompetenz haben.

    In der Tendenz ist bei niedriger Gesundheitskompetenz die

    Wahrscheinlichkeit höher, dass die Menschen eine oder mehrere

    langandauernde Krankheiten haben.

    Hintergrund

    6

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Health Literacy der Deutschen

    7.1%

    7.5%

    6.2%

    7.5%

    9.1%

    10.6%

    7.0%

    10.3%

    8.5%

    7.8%

    3.0%

    2.1%

    9.1%

    7.3%

    39.8%

    37.0%

    31.7%

    42.2%

    39.7%

    18.8%

    40.1%

    42.5%

    44.3%

    37.1%

    30.7%

    25.3%

    42.8%

    38.4%

    43.8%

    45.4%

    45.9%

    44.4%

    43.9%

    53.0%

    43.8%

    40.5%

    40.2%

    45.8%

    51.1%

    55.9%

    41.0%

    44.6%

    9.2%

    10.1%

    16.3%

    5.8%

    7.4%

    17.5%

    9.0%

    6.8%

    7.0%

    9.4%

    15.2%

    16.8%

    7.2%

    9.7%

    0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%

    männlich

    weiblich

    Bildung niedrig

    Bildung mittel

    Bildung hoch

    MH

    o. MH

    15-29 J.

    30-45 J.

    46-64 J.

    ab 65 J.

    chr. Erk.

    o. chr. Erk.

    Gesamt

    exzellentes ausreichendes problematisches inadäquates HL-Niveau

    N=2000; Schaeffer et al 2016

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    We must not blame the

    individual for not

    understanding information

    that has not been made

    clear to him or her.

    9

    https://www.nih.gov/institutes-nih/nih-office-director/office-communications-public-liaison/clear-

    communication/health-literacy

    https://www.nih.gov/institutes-nih/nih-office-director/office-communications-public-liaison/clear-communication/health-literacy

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    In Anlehnung an das US Department of Health and Human Services zur Neudefinition von Health Literacy hat

    das Deutsche Netzwerk Gesundheitskompetenz, gemeinsam mit dem Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung,

    als neue Definition von Health Literacy vorgeschlagen:

    Gesundheitskompetenz ist der Grad, zu dem Individuen durch

    das Bildungs-, Sozial und / oder Gesundheitssystem in die

    Lage versetzt werden, die für angemessene gesundheitsbezogene Entscheidungen relevanten Gesundheitsinformationen

    zu finden, zu verarbeiten und zu verstehen.

    https://dngk.de/projekte/definition-health-literacy-august-2019/

    Neue Definition 2019

    10

    https://dngk.de/projekte/definition-health-literacy-august-2019/

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019 11

    Lernen

    unterstützen

    Verstehen

    sichern Zugang

    Entscheidung

    ermöglichen

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Individuen Versorgung System Ausbildung

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Selbstmanagement befähigt Menschen, ihr

    persönliches Leben und ihre Entwicklung selbst

    in die Hand zu nehmen. Dazu gehören

    Teilkompetenzen wie zum Beispiel Motivation,

    Zielsetzung, Planung, Zeitmanagement,

    Organisation, Erfolgskontrolle oder Feedback.

    Roy F. Baumeister, Kathleen Vohs: Handbook of Self-Regulation,

    Research, Theory, and Applications. Guilford Press, New

    York 2004, ISBN 1-57230-991-1.

    Selbstmanagement - Selbststeuerung

    13

    https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/1572309911

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Selbstmanagementziel

    Trotz Behinderung oder Beeinträchtigung

    soweit wie möglich ein „bedingtes,

    gelingendes Gesundsein“ (Hartmann 1994)

    zu realisieren und dabei die eigenen

    Ressourcen nutzen.

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  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Kognitive Dimension

    • Wissen

    Ressourcen- orientierung

    Coping Dimension • Motivation

    Praktische Dimension • Fertigkeiten

    Ziel: Stärkung der Patientinnen und Patienten

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Patientenschulungen

    Von Expertinnen und Experten geleitete

    Selbstmanagementprogramme

    Von Peers geleitete Selbstmanagementprogramme

    Selbsthilfegruppen, Patientenligen

    Coaching

    Beratung

    Mhealth-Angebote

    Chronic Disease Mangement Programme

    Selbstmanagement-Förderung durch

    unterschiediche Angebote

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  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Unterschiede in Bezug

    „Haltung“

    Ziele

    Umgang und Bedeutung mit medizinischer Evidenz

    Dauer

    Zugang

    Rolle der Gesundheitsprofessionen

    Partizipation

    Empowerment

    Selbstmanagment v.s. andere Angebote

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Was macht Angebote der Selbstmanagement-Förderung

    erfolgreich und welche Herausforderungen stellen sich?

    Chronische Erkrankungen und Suchterkrankungen

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  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Geprüfte Wirksamkeit

    Im Gesundheitssystem gut verankert

    Teilnehmerorientierte Konzepte

    Integration der Angehörigen

    Niedrigschwelligkeit und Regionalisierung

    Qualität der Durchführung

    Geringe Kosten

    Was macht Angebote erfolgreich und welche

    Herausforderungen stellen sich?

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  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Krankheitsübergreifendes CDSMP 1996 entwickelt

    mehrfach in kontrollierten Studien getestet

    Geprüfte Wirksamkeit

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  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Gruppentreffen Menschen mit chronischer Krankheit und Angehörige

    Krankheitsübergreifend

    Auf Basis eines Kursmanuals

    Peer-geleitet

    + diverse weitere Programme

    CDSMP

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  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Kursinhalte für Selbstmanagement

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    Mein Handlungsplan

    Etwas, was ICH selbst machen oder

    entscheiden möchte

    Methodenkoffer

    Kurze thematische Inputs

    Übungen

    Gezielter Erfahrungsaustausch

    Brainstorming

    Peer Ansatz / Tandem

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Selbstwirksamkeit

    Wohlbefinden

    Erschöpfungszustand

    Bewegung

    Kommunikation Fachpersonen

    Soziale Teilhabe

    Was verbessert sich?

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    • 23 Studien

    mit 8.688 TN

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019

    Ich habe gelernt,...

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    Erfahrungen aus dem Kurs zu T1

    Befragung von Teilnehmender zum Kursende, INSEA-Programm Hannover

  • Prof. Dr. Marie-Luise Dierks, Medizinische Hochschule Hannover, 28. Oktober 2019 25

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