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  • Flugschrift Nr. 129 | 2011

    Beschreibung wertvoller Mostapfelsorten Ausgabe 2011 Autoren Gabriella Silvestri, Simon Egger Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wdenswil ACW CAVO-Stiftung, Fachstellen Obst der Kantone BE, LU SG, TG und ZH, Jardin Suisse, Schweizer Obstverband SOV Projektgruppe SOFEM (KTI-Projekt Sortenwahl fr eine nachhaltige Feuerbrandstrategie im Schweizer Mostapfelanbau)

  • Impressum

    2 Flugschrift Nr. 129 | 2011

    Impressum Herausgeberin Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wdenswil ACW

    Schloss 1, Postfach, 8820 Wdenswil, Schweiz Telefon 044 783 61 11, Fax 044 780 63 41 info@acw.admin.ch www.agroscope.ch

    Text & Grafik Gabriella Silvestri, ACW Titelbild Robert Brunner, Brunner AG Copyright 2011, Forschungsanstalt Agroscope Changins-

    Wdenswil ACW. Nachdruck mit Quellenangabe erwnscht.

  • Inhaltsverzeichnis

    Flugschrift Nr. 129 | 2011 3

    Inhaltsverzeichnis

    1. Einleitung .................................................................................................... 4 1.1. Wichtige Hinweise ..................................................................................... 4 1.2. Anforderungen an das Pflanzgut ............................................................... 4

    Die Anerkennung / Zertifizierung fr Obstgehlze .............................. 5 1.3. Weiterfhrende Informationen ................................................................... 5

    1.3.1. Mostobstanbau ......................................................................... 5 1.3.2. Feuerbrand ............................................................................... 5 1.3.3. KTI Projekt SOFEM: Prfung feuerbrandrobuster Mostapfelsorten .................................................................................. 5

    2. Sortenbewertung ........................................................................................ 6 2.1. Saftqualitt und technologische Eigenschaften ......................................... 6

    2.1.1. Rohstoffqualitt ........................................................................ 6 2.1.2. Saftqualitt ............................................................................... 6

    2.2. Robustheit gegenber Krankheiten und Schdlinge ................................. 7 2.2.1. Feuerbrand-Management......................................................... 7 Fachgerechte Baumerziehung ........................................................... 7

    2.3. Agronomische Eigenschaften .................................................................... 8 2.3.1. Wuchsstrke ............................................................................ 8 2.3.2. Ertrag ....................................................................................... 8 Ernte .................................................................................................. 8 2.3.3. Befruchtung .............................................................................. 8

    3. Sortenbltter ............................................................................................. 10 3.1. Wichtige Hinweise ................................................................................... 10 3.2. Nicht zu empfehlende Sorten .................................................................. 10 3.3. Erluterungen zum Gebrauch der Sortenbltter ...................................... 10

    3.3.1. Safteigenschaften .................................................................. 10 3.3.2. Anflligkeit .............................................................................. 11 3.3.3. Baum und Produktion ............................................................. 11

    Dank .............................................................................................................. 12 Bohnapfel ...................................................................................................... 13 Boskoop ........................................................................................................ 14 Empire ........................................................................................................... 15 Enterprise ..................................................................................................... 16 Florina ........................................................................................................... 17 Grauer Hordapfel .......................................................................................... 18 Heimenhofer ................................................................................................. 19 Ingol............................................................................................................... 20 Liberty ........................................................................................................... 21 Reanda .......................................................................................................... 22 Reglindis ....................................................................................................... 23 Remo ............................................................................................................. 24 Rewena .......................................................................................................... 25 Rubinola ........................................................................................................ 26 Sauergrauech ............................................................................................... 27 Schneiderapfel ............................................................................................. 28 Spartan .......................................................................................................... 29 Anhang A Saftqualitt von sortenreinen Apfelsften ............................ 30 Anhang B Projekt SOFEM ........................................................................ 77 Ausgangslage ................................................................................................ 77 Das Projekt ..................................................................................................... 77 Weitere Informationen .................................................................................... 77

  • 1. Einleitung

    4 Flugschrift Nr. 129 | 2011

    1. Einleitung In einem zunehmend liberalisierten Marktumfeld ist die Versorgung mit Mostobst hchster Qualitt ein wichtiger Trumpf der Schweizer Mostereien fr eine konkurrenzfhige inlndische Produktion. Die Positionierung der Schweizer Obstgetrnke als natrliche und gesunde Erfrischung, aus Schweizer Rohstoff, in der Schweiz hergestellt, kommt bei vielen Konsumenten gut an. Aufgrund des generellen Rckgangs der Mostapfelbestnde drohen qualitativ hochwertige Mostpfel in der Schweiz zur Mangelware zu werden. Verschrft wird die Situation durch die Bakterienkrankheit Feuerbrand. Der Erreger Erwinia amylovora befllt vorwiegend apfelfrchtige Rosengewchse und stammt ursprnglich aus Nordamerika. In der Schweiz wurde er erstmals 1989 nachgewiesen und hat sich seither stark verbreitet. Seit 2000 sind dem Feuerbrand ca. 15000 Hochstammbume zum Opfer gefallen, zudem sind 30 - 50% der bisher angebauten Mostapfelsorten mittel bis stark feuerbrandanfllig. Zustzlich geht die Zahl der Feld-obstbume wegen ihrer beralterung, wegen der Mechanisierung und Rationalisierung der Landwirtschaft und weil sie oft in Bauzonen stehen zurck. Hochstammbume sind wichtige Rohstofflieferanten: die Mostereien beziehen den grssten Anteil an Mostobst nach wie vor von Hochstammbumen. Nur mit dem surearmen Abgang aus den Tafelapfelanlagen bekommt man keinen qualitativ guten Most. Feldobstbume spielen zudem eine wichtige Rolle fr die biologischen Vielfalt, prgen das Landschaftsbild und sind aus unseren Regionen nicht wegzudenken. Es braucht verlssliche Entscheidungsgrundlagen, damit Mostereien und deren Produzenten ihre Anbauplanung auf Sorten ausrichten knnen, die den heutigen hohen Anforderungen gengen. Dies sowohl fr den Hochstammanbau als auch fr intensiver bewirtschaftete Mostobstanlagen. Die Sorten mssen gegen Feuerbrand und weitere Krankheiten robust sein, die ntigen technologischen Eigenschaften fr die Verarbeitung mitbringen, eine hervorragende Saftqualitt liefern sowie mglichst regelmssige und hohe Ertrge liefern. Dieses Ziel verfolgte das von der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wdenswil ACW durchgefhrte Projekt Sortenwahl fr eine nachhaltige Feuerbrandstrategie im Schweizer Mostapfelanbau SOFEM. Das von der Centralgenossenschaft fr Alkoholfreie Verwertung Schweizer Obstprodukte CAVO untersttzte und gemeinsam mit den Mostereien durchgefhrte Projekt wurde durch die Kommission fr Technologie und Innovation KTI des Bundes mitfinanziert. Projektpartner von ACW waren zudem die Fachstellen Obst der Kantone BE, LU, TG, SG und ZH, die Obstbaumschulen (Jardin Suisse) sowie der Schweizer Obstverband SOV. Im dreijhrigen Projekt wurden bereits bekannte, wie auch neue Apfelsorten auf ihre Feuerbrandanflligkeit geprft. Weiter wurden die Saftqualitt und technologische Eignung fr die Verarbeitung ermittelt sowie Erhebungen ber Produktions- und Wuchsverhalten durchgefhrt.

    In dieser Flugschrift werden die Sorten, die im SOFEM-Projekt die besten Resultaten erzielten, detailliert beschrieben. Im Anhang werden zudem alle Resultate der sortenreinen Apfelsfte aus den SOFEM-Verarbeitungsversuchen von 2008 bis 2010 sowie die bereits in der Empfehlung aus dem Jahr 2005 zusammengefassten und an der ACW im Verlauf der letzten vier Jahrzehnte durchgefhrten Pressversuche aufgelistet1. Diese Zusammenstellung der Analysenwerte soll auch dazu dienen, verschiedene Versuchsjahre miteinander zu vergleichen und die Vielfalt der Sorten aufzuzeigen. Die Auflistung dient als Information, ist