Bibel-Info Frühling 2008

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Aus der Werkstatt des Übersetzers .................... 14 Jesus und Mohammed ......... 12 Aus unserer Korrespondenz .... 15 «Beth Schalom Kamerun» ...... 13 65. JAHRGANG - NR.1 Die Bibel verwirrt die Medien .... 6 Kurzporträt Ehrenamtliche ........ 9 Afrika – ein Kontinent dürstet... 10 Versteckte Wörter .................. 14 Gebetsplan ........................... 16 Editorial ................................. 2 Stiftung Genfer Bibelgesellschaft

Text of Bibel-Info Frühling 2008

  • Frhling 20086 5 . J A H R G A N G - N R . 1 BiBEL

    Und wer ist mein Nchster?Luk. 10,29

    InhaltEditorial ................................. 2

    Das Heil mit Bedingungen verknpft ............ 4

    Die Bibel verwirrt die Medien .... 6

    Kurzportrt Ehrenamtliche ........ 9

    Afrika ein Kontinent drstet... 10

    Jesus und Mohammed ......... 12

    Beth Schalom Kamerun ...... 13

    Aus der Werkstatt des bersetzers .................... 14

    Versteckte Wrter .................. 14

    Aus unserer Korrespondenz .... 15

    Gebetsplan ........................... 16

    Stiftung Genfer Bibelgesellschaft

  • 2-3

    Editorial

    Das Jahr 2008 hat mit sehr unterschiedlichen Nachrichten aus allen Ecken der Welt begonnen. In Kenia haben die pltzliche (?) politische Unmoral und soziale Ungerechtigkeit, noch verstrkt von Kmpfen ri-valisierender Volksstmme, Hunderte von Toten gefordert, die uns die Schrecken von Darfur vergessen lassen. Der Irak zu Beginn des Jahres 2008 sieht genauso aus wie der Irak Anfang 2007; Pakistan beweint Benazir Bhutto, ermordet mit Dutzenden von weiteren Pakistanis. China und die USA lenken die Weltwirtschaft. Mehr als eine Million amerikanische Familien sind 2007 obdachlos geworden; denn die Milchmdchenrechnung vom schnellen Geld ist nicht aufgegangen. Es ist wie bei einem Luftballon, den man aufblst, als ob er ein un-begrenztes Fassungsvermgen htte wenn er pltzlich platzt, ver-schlgt es der Welt und ihren groen Fhrern die Sprache. Frankreich hat nur 20.000 unserer Nchsten in ihr Heimatland zurckgeschickt, obwohl es sich vorgenommen hatte, 25.000 zurckzubringen. Und auerdem: die Klimakatastrophe Jeder ist auf einmal ein ko, sogar die Genfer Bibelgesellschaft, die mit der Bibelausgabe Segond 21 auf Recyclingpapier zu 1,50 EUR/2,50 SFR einen ganz unerwarteten Durchbruch in den Medien erlebt. Und was fr ein wunderbarer Text!Die Ereignisse berschlagen sich weiter, der gesunde Menschenver-stand ist gepaart mit Arroganz und die Initiativen fr heilsame Ma-nahmen mit Inkonsequenz. Die Wissenschaft und Informationen ber alles und jedes verbreiten sich ber das Internet, und jedermann kann inzwischen finden und beweisen, was immer ihm gefllt. Wer hat Recht? Wohin gehen wir?

    Zgellos Oft genug uert sich Zgellosigkeit nicht darin, nicht darin, einfach im Chaos zu versinken, sondern eher darin, dasselbe wie alle anderen zu tun, sich von primitiven und hirnlosen Pressestim-men der kostenlosen Morgenzeitungen oder der Tagesschau leiten zu lassen. Unsere Mitmenschen leben in einem schizophrenen Para-doxon. Einerseits handeln sie wie der verlorene Sohn aus Lukas 15, der den Vater ttet, um sein Erbe an sich zu nehmen und zu vergeuden. Sie haben geschrieen Gott ist tot, sie haben sich die Erde angeeig-net und sind dabei sie zu zerstren (Ap. 11,18). Andererseits treibt sie ein neuer Hunger dazu, eine Bibel zu kaufen, wenn sie sich gerade in ihrer Reichweite befindet. Auf der einen Seite ist diese Suche nach einem absoluten Sinn ernst gemeint, aber auf der anderen Seite endet die Gier der einen nur da, wo die Gier der anderen beginnt.Fr die Christen ist es umso schwieriger Stellung zu beziehen in diesen schrgen Diskussionen, in denen die emotionsgeladenen oberflch-lichen Nachrichten als Beweisfhrung herhalten mssen.Glcklicherweise hat der Herr uns seine Offenbarung hinterlassen, die-ses grte Gebot, einfach und kraftvoll. Und wir sind dazu aufgefordert,

    Und wer ist mein Nchster? Luk. 10,29

    Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk zgellos. Spr. 29,18

  • alle unsere Handlungen nach diesem Mastab auszurichten, sowohl in der Gemeinde als auch in der Welt: zu lieben, weil er uns zuerst geliebt hat, uns als Christen untereinander zu lieben und unseren Nchsten zu lieben. In diesen drei Fl-len handelt es sich um eine Liebe, die wirklich als solche wahrgenommen wird, und nicht um eine Liebe als philosophisches Prinzip.

    Dieses grte Gebot, manches Mal wiederholt in der Bibel, ist unser einziger Mastab um das Wort Gottes recht zu verstehen. Mit dieser Sicht knnen wir berall in die Welt gehen und jedem begegnen, wie Jesus es tat (Mt. 9,11).Da wo wir mit anderen die Liebe teilen, die er uns zuteil werden lsst, diese Liebe, die jenem gewhrt wird, der sie nicht verdient da sind wir immer am rechten Platz.Mit dieser Sicht gibt es keine festgeschriebenen Positionen mehr, keine vorgefassten Meinungen mehr, kein Partei-Ergreifen mehr. Jeder Nchste ist einzigartig und hat das Recht auf unsere vllige Aufmerksamkeit, selbst wenn er sich uns oder der Gesellschaft gegenber schlecht verhlt, selbst wenn er aus einem Land im Sden oder im Osten kommt, selbst wenn er unsere Ruhe strt und un-sere Gesetze bertritt. Oft sind die Dinge nicht so einfach; oft wei ich nicht recht, was ich tun soll oder was ich sagen soll; oft halte ich den Mund. Aber ich wei, dass es niemals ein Zeichen der Liebe sein kann, wenn ich mit den Wlfen heule und meinen Nchsten in sein Land zurckschi-

    Jean-Pierre Bezin

    Das Haus der Bibel sucht Mitarbeiter!Mchten Sie dem Herrn im Rahmen eines evangelikalen Missionswerks dienen?

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    Fr alle Stellen sind gute Franzsischkenntnisse erforderlich!Nhere Angaben finden Sie auf der Internetseite der Genfer Bibelgesellschaft:

    http://societe-biblique.com/postes-vacants.phpFr alle Stellen gilt (wenn nicht ausdrcklich anders angegeben): Eintritt sofort oder nach Absprache.

    Bitte richten Sie Ihre Bewerbung an Suzanne Eskandar (se@bible.ch)

    Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als fr den Herrn und nicht fr Menschen. Kolosser 3,23

    Romanel-sur-Lausanne: Verantwortliche/r Mitarbeiter/in fr das Finanzwesen (100%) Mitarbeiter/in Lektorat fr die Herausgabe von Bchern und Bibeln (100%) Projektleiter/in Produktion von Bibeln (100%) Mitarbeiter/in Versandverkauf (100%) Paris: Mitarbeiter/in (100%) ab Mai 2008

    Genf: Praktikant/in (100%) ab Sommer 2008

    Fr mindestens ein Jahr

    Zrich: Praktikant/in (100%)

    Fr ein Jahr oder lnger

    Das Ma der Liebe, das ist Liebe ohne Ma. Augustin

    cke. Unsere Schwierigkeit ist die gleiche im Hin-blick auf alle diejenigen, die an der gegenwrti-gen Entwicklung der moralischen Werte beteiligt sind, und vor allem bei denen, die sich zu dieser Entwicklung auch noch bekennen (z.B. Homo- sexualitt, Abtreibung, Ehebruch ). Die richtige Einstellung vor Gott ist nicht leicht zu erkennen, und das Beispiel unseres Herrn (Joh. 4, Joh. 8) ist nicht immer einfach umzusetzen. Aber wir wissen, dass verstoen, verdammen oder Gesetze ma-chen kein Teil unseres Waffenarsenals sein kann.In der Gemeinde Jesu Christi hlt uns die glei-che Vision zusammen. Wenn die evangelikale Welt allmhlich eine grere Prsenz in den Medien erreicht, knnten wir uns daraufhin dazu anhalten, uns dementsprechend zusammenzu-schlieen und zu organisieren. Wenn wir dies tun mit der Motivation, unsere Prsenz gegenber den Behrden und den Medien zu bekrftigen, um unsere Rechte und unsere berzeugungen zu verteidigen, dann finden wir uns wohl sehr bald in den Reihen der weltlichen Lobbys wie-der, so wie es unseren Brdern jenseits des Atlan-tiks ergangen ist. Aber wenn wir bekannt werden durch unsere Zuneigung freinander und die Liebe zu unseren Mitmenschen, vor allem gegen-ber den Schwchsten und denen, die berall zurckgewiesen werden, dann werden alle er-kennen, dass wir Nachfolger von Jesus Christus sind, und sie werden Ihn am Tag der Untersu-chung preisen (Joh. 13,35; 1. Petr. 2,12).

    jpb@bible.ch

  • 4 - 5

    Von den Anfngen an hat die Kirche im-mer wieder das Bedrfnis gehabt, eine Hier-archie nach dem Muster dieser Welt auf-zubauen. Dies war eine rein menschliche Verhaltensweise. Der Klerus gab nun die Re-geln vor, die beachtet werden mussten, um das Heil zu erlangen. Diese Vorgaben be-standen sowohl aus Riten und Ritualen, die man beachten musste, als auch aus finan-ziellen Beitrgen! Dadurch verstrkte sich die Macht der Kirchenfhrer ber das Volk und auch ber die politischen Machthaber, denn das Christentum war zur Staatsreli- gion geworden. Man hatte bereits verges-sen, was Paulus und Silas ihrem Gefngnis-wrter in Apostelgeschichte 16,31 ausdrck-lich besttigt hatten: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus! Und auch die letzten Worte des Herrn Jesus waren in Vergessenheit gera-ten: Es ist vollbracht! (Johannes 19,30).

    Die katholische Kirche beherrscht das BildBereits vor der Regierungszeit von Kaiser Konstantin gab man der offiziellen Kirche die Bezeichnung katholisch; das bedeu-tet universell, allumfassend. Sehr bald erklrte der Klerus, dass es auerhalb der katholischen Kirche kein Heil geben knne. Man meint hufig, dass es whrend der ersten Jahrhunderte nur eine einzige ge-einte Kirche gegeben habe, nmlich die katholische Kirche, die eine groe Menge an Schriften hervorbrachte und die Schrif-ten anderer Kirchen und Gemeinschaften vernichtete. Aber es gab in der Tat mehrere lebendige Gemeinschaften, von deren Exis-

    tenz man nur auf Grund der katholischen Hetzschriften wei.Dennoch gab es auch im Herzen der offi-ziellen Kirche Menschen, die sich gegen die Irrlehren, die berall verbreitet wurden, zur Wehr setzten; allerdings wollten sie sich nicht von ihrer Gemeinschaft ablsen und ihre Zu-gehrigkeit verleugnen.

    Montanus in PhrygienViele Christen begannen dagegen aufzu-begehren, dass die Beziehungen zwischen der Kirche und der Welt offenbar sehr locker waren. Sie hatten nmlich festgestellt, dass die weltliche Orientierung der Kirche immer mehr zunahm, und dass die geistliche Kraft der Kirchenfhrer durch g