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BLICK Sport Extra: Davis Cup

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Sonder-Beilage zum Schweizer Sieg im Davis Cup 2014

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  • KommentarCcile Klotzbach [email protected]

    Grsster Dank gilt WawrinkaErinnern wir uns noch an die Bilder und Dramen der letzten Woche? Roger und Stan, die sich im Halbfi-nal gegenseitig auf dem Court in London zerfleischen; Wawrinkas verheultes Gesicht nach den verpassten Chancen; Federer, der tags darauf an gleicher Stelle in Zivilkleidern seine Verletzung verkndete. Nein! Alles wie weggeblasen.

    Da sind die neuen Bilder. Stan und Roger stehen auf der gleichen Seite des Netzes, alle Teammitglieder liegen sich in den Armen. Der Siegestaumel einer Mannschaft, die ge-schlossener nicht auftreten kann. Sie trotzt allen Widrig-keiten pflegt, heilt, motiviert und therapiert sich gegensei-tig. Sie besteht aus Tennisspie-lern, welche die Ego-Gesetze ihres Einzelsports fr ein paar Tage vergessen knnen.

    Grosser Dank geht an Federer, der gesundheitlich womglich ein Risiko einging. Der grsste Dank aber gilt Wawrinka, der sich diesem Wettbewerb seit Jahren am treusten verschrie-ben hat. Fr ihn zhlt die Salatschssel mehr als ein Grand-Slam-Pokal. Es war seine wichtigste Mission frs Land. Und es war sein grsster Wunsch, dass Roger Federer ihm dabei hilft.

    Oft stand Stan im Schatten von Federer. Gerade auch im Davis Cup. Roger kam, sah und siegte mehrmals gran- dios. Doch dieses Mal war es anders. Stan, der sicherere Wert. Er war es, der Roger und die anderen mitriss. Stan feurig und stilsicher. Am Ende aber war es Federer, der den Matchball ins Glck versenken durfte. Und Wawrinka musste in diesem historischen Moment auf der Bank sitzen.

    Vielleicht typisch fr die Rollen der beiden. Aber Stan legte den Grundstein zum Glck daran werden wir uns ewig erinnern.

    Stan musste in diesem

    historischen Moment auf der Bank sitzen

    Von Simon Hring (Text) und Benjamin Soland (Fotos) aus Lille

    E in Smash, ein Service-Winner, eine Vorhand und ein Rckhand-Stoppball vier Punkte fr die Ewigkeit. Um 15.03 Uhr sind Richard Gasquet und Frank-reich besiegt. Roger Federer geht in die Knie, lsst sich in den Sand fallen. Die Schweiz gewinnt erstmals den Davis

    Cup, den wichtigsten Team-wettbewerb im Tennis. Ein sporthistorischer Moment. Roger schliesst die letzte Lcke in seinem Palmares, mit Trnen in den Augen lsst er sich von seinen Freunden und 3000 lautstarken Schweizer Fans hochleben.

    Die ersten Worte widmet er aber Wawrinka: Stan hat in all diesen Jahren im Davis Cup alles gegeben. Er hat ein un-

    glaubliches Wochenende ge-spielt. Dank dir, Stan, hatte ich heute diese Mglichkeit.

    Fr Wawrinka endet ein gol-denes Jahr mit dem absoluten Hhepunkt. Wenn ich whlen msste zwischen einem Grand-Slam-Titel und dem Davis Cup, wrde ich mich fr den Team-Wettbewerb entscheiden, sagte er vor einem Jahr. Jeder weiss, wie viel es mir bedeutet, fr mein Land zu spielen. Jetzt hat er sich mit den Siegen in Melbourne und Lille zwei Lebenstrume innert nur zehn Monaten erfllt.

    Whrend sich die Schweizer in den Armen liegen, zerlegen sechs O!zielle in Anzug und mit weissen Handschuhen den 105 Kilo schweren Pokal in seine Ein-

    zelteile, tragen ihn auf den Platz und bauen ihn wieder auf. Da steht sie, die hsslichste Salat-schssel und mit der Plakette mit den Insignien des Schweizer Sieges versehen, ist sie wunder-schn. Die Zeremonie ist gewal-tig. Zwei Metallringe, die unter dem Hallendach hngen, zn-den ein gigantisches Feuer-werk. Das Schweizer Team luft zur Siegesfanfare ein. Angefhrt von der zweiten Garde Micha-el Lammer und Marco Chiudi-nelli , die unserem Traum-Dop-pel Fedrinka am Samstag den Vortritt geben mussten.

    Weltmeister sind sie jetzt alle. Jeder erhlt eine Mini- Replika des Coupe Davis. Der Schweizer Psalm hallt durch die Arena. Endlich im Besitz des Sil-

    berschatzes, bilden Captain Se-verin Lthi und sein Team einen Kreis darum. Nach der Ehren-runde und der Fotosession verlassen sie um 15.40 Uhr die Halle und setzen die Feier in der Kabine fort. Prost, ihr Helden! Die Schweiz ist stolz auf euch.

    Die Schweiz gewinnt erstmals den Davis Cup. Fr Roger ist es das Sahnehubchen, fr Stan der absolute Hhepunkt.

    XDer Pott ist unser! Salatschssel bringt Kohle Seite 33

    X4 Tage fr das Halleluja Die Highlights im Zeitra!er Seite 30

    Die Frage vom Freitag: 1:1 nach dem 1. Tag: Holen wir den Pott trotzdem?

    Was fr ein toller Sieg! Lernen Sie jetzt Tennis spielen?

    Ja! Habe soeben meine erste Lektion gebucht.

    Nein! Das berlasse ich besser Stan und Roger.Abstimmen unter www.blick.ch

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    Heute Empfang unserer Tennis-Helden16 Uhr, Place de la Navigation, Lausanne

    Der grosse Coup!

    Davis Cup EXTRA

    Gescha!t!Moment der Entscheidung:

    Roger sinkt erlst in die Knie und bei Stan und Kollegen

    brechen alle Dmme.

  • 30 Montag, 24. November 2014Davis Cup

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    S tan wacht so nervs auf, wie er abends zu-vor ins Bett ging. Es sei ihm am Morgen nicht gut ge-gangen, sagt er. Auf dem Court vor der Davis-Cup-Rekord- kulisse von 27 432 Zuschauern ist ihm davon nichts anzuse-hen. Stan the Man ist heiss von der ersten Minute an boxt er den Tennis-Ali weich. Abgesehen von einem kleinen Durchhnger im zweiten Satz zieht er seine Kraft-Demonstra-

    tion durch. Das 6:1, 3:6, 6:3, 6:2 ist eine klare Ansage an die Gastgeber, die sich auch auf den Rngen im imposanten Pierre Mauroy-Fussball- Stadion nicht gegen die eupho-rische rote Wand von Fans durchsetzen knnen (Bild): On est l! - wir wollen den Pott! Danach ist Stunde der Wahrheit. Nachdem Federers Rcken so viele Fragen aufge-worfen hat, wird tagelang je-der Schritt der Tennis-Lichtge-

    stalt verfolgt und interpretiert. Als er dann tatschlich ins Stadion schreitet, bebt die Halle als erscheine der All-mchtige leibhaftig. So mchtig ist Roger gegen einen entfesselten Gal Monfils dann aber nicht. Nach der zgigen 1:6, 4:6, 3:6-Niederlage zieht er dennoch ein gleich doppelt positives Fazit: Sein Rcken hlt ihm fehlt lediglich noch die bung auf Sand. Und Stans Form ist berauschend.

    D ie Schweizer spielen einmal mehr den Dop-pel-Poker. Eine Stunde vor Matchbeginn lassen sie die Katze aus dem Sack: Nicht Marco Chiudinelli und Micha-el Lammer treten an, die sich seit mehr als einem Monat an Turnieren und im Trainingsla-ger mit Profi-Coach David Mc-Pherson auf diesen einen Tag vorbereiten. Das Olympische Gold-Duo Federer/Wawrinka soll wieder glnzen und zwar gegen Gasquet/Benne-teau. Der am Freitag geschla-gene Tsonga passt. Indem er

    sich nach seinem Einzel ber mangelnde Untersttzung der Fans beschwerte, trug er aber dennoch etwas bei: An diesem zweiten Tag wird die Halle zur Stierkampfarena, die Stimmung ist auf dem Siede-punkt. Dann kochen Fedrin-ka die Olympia-Bronze-Sie-ger von London 2012 gnaden-los ab: 6:3, 7:5, 6:4. Captain Lthis Trumpf sticht. Die Schweizer dominieren ausge-rechnet im Doppel, das seit Wochen als geschenkter Punkt gegen Frankreichs Favoriten gehandelt wurde.

    D ie franzsische Tennis-spielerin Nathalie Dechy zieht an der feierlichen Auslosung in der Handelskammer von Lille die Kugel. Und bereits heisst es Vorteil Schweiz: Stan Wawrin-ka wird mit seiner Partie ge-gen Jo-Wilfried Tsonga begin-nen (Bild). Das ist in zweierlei Hinsicht gut: Die Last auf den Schultern des Romands, die durch Federers Rckenver- letzung ohnehin schwer wiegt, wre in einem zweiten Match noch grsser. Die Franzosen hingegen bekom-men zum Auftakt mit Stani-mal ein wilderes Tier vor- gesetzt als mit Roger, dem verwundeten Reh.

    EXTRA

    Tage fr das Halleluja

    Bangen um den Rcken der Nation, Euphorie nach Stans Auftaktsieg, Ernchterung durch Rogers Pleite und triumphaler Abschluss so dramatisch lief der Davis-Cup-Final.Von Ccile Klotzbach aus Lille

    SonntagR ichard Gasquets Bilanz gegen Roger Federer steht 2:12. Aber seine zwei Siege erlangte der Franzose auf Sand deshalb soll er es heute gegen die Schweizer Nummer 1 versuchen. Eine Mission Impossi-ble daran ndern auch die Buh-Rufe der blauen Fans nicht, die es erstmals mit Unfair-ness versuchen. Die rot-weisse Dominanz ist zu gross, der Federer-Ex-press nicht zu stoppen. Vergessen sind die Rckenprobleme, die ihn sogar zum Forfait beim Masters-Finals zwangen. Aus der Frei-tags-Kanterniederlage gegen Monfils hat der erfahrene 33-Jhrige die richtigen Schlsse gezogen. Roger fliegt ber den Sand, als wre er zuvor im Trainings-camp in Bordeaux ge-wesen, nicht sein Geg-ner. Nur zwei Matches gengten dem Profi also zur Anpassung. Dank eines grandiosen Team-Efforts durch Stan, Captain Lthi, den Freunden und dem medizinischen Staff. Nach dem Matchball zum 6:4, 6:2, 6:2 bre-chen alle Dmme. Die Franzosen sind im Jammertal bei den Schweizern fliessen Trnen des Glcks.

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