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Chevy V8 Reparaturhandbuch - fette-vette · Reparaturhandbuch GM V8 Motoren GM-Smallblock-Motor Der V8-Motor ist ein 8-Zylinder-Motor von 4,9 bis 5,7 Ltr. Hubraum und einer Leistung

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    Chevy V8 Reparaturhandbuch

  • Inhaltsverzeichniss

    Kapitel 1 - Hydrostel einstellen bei stehendem MotorKapitel 2 - Hydrostel nachstellen bei laufendem MotorKapitel 3 - Zndung / ZndzeitpunktKapitel 4 - Schliewinkel einstellen Kapitel 5 - Zndverteiler aus- und einbauenKapitel 6 - Kurbelgehuse - Entlftung berprfen Kapitel 7 - Ansauggehuse aus- und einbauen (Spinne)Kapitel 8 - Hydrostel aus- und einbauenKapitel 9 - Zylinderkpfe einschl. Ventilen instand setzenKapitel 10 - Motordmpfungsblcke aus- und einbauen.Kapitel 11 - Schwingungsdmpfer aus- und einbauen.Kapitel 12 - lwanne aus- und einb.Kapitel 13 - Steuergehusedeckel aus- und einbauen, Kapitel 14 - Steuerkette, Kurbelwellen- oder Nockenwellen-Kettenrad

    ersetzen. Kapitel 15 - lpumpe ausbauen, instandsetzen und einbauen.Kapitel 16 - Dichtung fr hinteres Kurbelwellenlaaer aus-

    und einbauenKapitel 17 - Pleuellager ersetzenKapitel 18 - Motor mit Getriebe aus- und einbauen.Kapitel 19 - Nockenwelle aus- und einbauen.Kapitel 20 - Nockenwelle lagernKapitel 21 - Kurbelwelle und Hauptlager aus- und einbauen.Kapitel 22 - Kolben und Pleuelstangen ausbauen, zerlegen und

    zusammenbauen.Kapitel 23 - Kolbenringe ersetzen.Kapitel 24 - Zylinder bohren und Kolben mit Pleuelstanaen einpassen

    und einbauen Motor zerlegt!Kapitel 25 - BERHOLUNG Rochester -Vergaser Kapitel 26 - Wartung und Prfung des AnlassersKapitel 27 - Drehstromlichtmaschine mit Regler prfen

    UmrechnungstabellenEinstellwerte

  • Reparaturhandbuch GM V8 Motoren

    GM-Smallblock-Motor

    Der V8-Motor ist ein 8-Zylinder-Motor von 4,9 bis 5,7 Ltr. Hubraum und einerLeistung von 141 bis ca. 250 PS. Zwei Zylinderreihen von je 4 Zylindern sindin V-Form und einem Winke! von 90 zueinander angeordnet, wobei jeweilsdie Pleuelstangen zweier gegenberliegender Zylinder nebeneinander aufeinem gemeinsamen Zapfen der Kurbelwelle sitzen. Letztere ist 5fach gela-gert und durch das hintere Lager gefhrt.

    Die Nockenwelle ist ebenfalls 5fach gelagert und wird durch eine Kette vonder Kurbelwelle angetrieben. Sie liegt zwischen den Zylinderreihen oberhalbder Kurbelwelle. Die Ventile werden ber Kipphebel, Stl3elstangen und sichselbst nachstellende hydraulische Stel gesteuert. Jedes Ventil ist mit 2Federn ausgestattet, wobei die innere Feder einem Ventilflattern entgegen-wirkt.

    Das Motorl wird von einer Zahnradpumpe durch einen lfilter im Haupt-strom befrdert, von wo aus es zu den einzelnen Schmierstellen gelangt.Die hydraulischen Ventilstel drcken das I durch die hohlen Stangen zuden einzeln gelagerten Kipphebeln.

    Eine kontrollierte Zwangslftung sorgtfr die Verbrennung und Abfhrungder Abgase im Kurbelgehuse. Hier-zu wird gefilterterte Frischluft vomLuftfilter dem Kurbelgehuse zuge-fhrt und diese zusammen mit denKurbelgehusedmpfen ber eineSchlauchverbindung zwischen lin-kem Ventildeckel (in Fahrtrichtunggesehen) und Vergaser in die Brenn-rume geleitet.

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  • Die Numerierung der Zylindererfolgt von vorn vom Khler aus.Der vorderste linke Zylinder ist inFahrtrichtung gesehen Nr. I undder vorderste rechte Zylinder Nr.2.Bei einer Numerierung in Fahrt-richtung hat auf diese Weise dielinke Zylinderreihe die ungeradenNr. 1-3-5-7 und die rechte Zylinder-reihe die geraden Nr. 2-4-6-8. DieZndfolge des V8-Motors lautet 1 -8 - 4 - 3 - 6 - 5 - 7 - 2.

    *Die Motornummer befindet sich auf einem Zylinderreihe und setzt sichzusammen aus:

    1. der Typenbezeichnung2. der laufenden Motornummer 3. der internen Typennummer* nicht immer richtig!

    Bei Reklamationen und Ersatzteilbestellung sind in jedem Falle alle auf demSpiegel eingeschlagenen Ziffern und Buchstaben anzugeben, wobeibesonders darauf zu achten ist, da die Motornummer fehlerfrei angegebenwird.

    Bei Bestellungen von Ersatztei-len sind die auf dem Spiegel amMotorblock eingeschlagenenNummer anzugeben.

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  • Kapitel 1- Hydrostel einstellen bei stehendem Motor

    Hydrostel nach Abnehmen der Zylinderkopfhauben wie folgt einstellen.

    1. Kurbelwelle drehen, bis die Markierung auf dem Schwingungsdmpfer mitder 0Markierung des am Steuergehusedeckel befestigten Blechwinkelsbereinstimmt, wobei die Ventile des 1. Zylinders geschlossen sein mssen.

    Letzteres lt sich durch Auflage der Finger auf die Ventile des 1. Zylindersbestimmen, whrend die Markierung auf dem Schwingungsdmpfer sich der0-Makierung auf dem Steuergehusedeckel nhert.

    Bewegen sich die Ventile, ist, der 1. Zylinder auf den oberen Totpunkt desVerdichtungshubes eingestellt. Falls die Ventile sich bei gegenseitiger Ann-herung der Markierungen bewegen, ist der 6. Zylinder auf dem oberen Tot-punkt des Verdichtungshubes eingestellt und die Kurbelwelle mu noch einevolle Umdrehung gedreht werden, bis der obere Totpunkt des Verdichtungs-hubes im 1. Zylinder erreicht ist.

    2. Zur Steleinstellung ist die Einstellmutter (Mutter fr Kipphebelbolzen)so weit zu lsen, bis Spiel zwischen Stelstange und Kipphebel entsteht,dann Einstellmutter anziehen, bis das Spiel gerade wieder beseitigt ist, wasdurch Drehen der Stelstange zwischen den Fingern beim Anziehen derEinstellmutter festgestellt werden kann.

    Wenn die Stelstange sich zum Kipphe-bel nicht mehr mhelos bewegen lt, istdas Spiel beseitigt. Die Einstellmutter mudann zustzlich noch nach Gefhl 1/2 - 3/Umdrehung angezogen werden, um denKolben des Hydrostels in Mittelstellungzu bringen. Eine weitere Einstellung istnicht ntig.

    Bei Einstellung des 1. Zylinders auf den oberen Totpunkt des Verdichtungs-hubes knnen die Hydrostel der folgenden Ventile eingestellt werden.

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  • Auslaventile: 1 ,3, 4, 8 Einlaventile: 1, 2, 5, 7

    Kurbelwelle eine Umdrehung drehen, bis die Markierungen auf Schwin-gungsdmpfer und Blechwinkel wieder bereinstimmen. Damit steht der Kol-ben des 6. Zylinders auf dem oberen totpunkt des Verdichtungshubes. Beidieser Stellung des Kurbeltriebes knnen die Hydrostel der folgenden Ven-tile eingestellt werden.

    Auslaventile: 2, 5, 6, 7 Einlaventile: 3, 4, 6, 8

    Kapitel 2 - Hydrostel nachstellen bei laufendem Motor

    Eine Einstellung der Hydrostel darf nur bei stehendem Motor durchgefhrtwerden, whrend eine Nachstellung der Stel bei laufendem Motor ausge-fhrt werden kann.

    Motor auf Betriebstemperatur 80 Khlwasser, 60 - 80 ltemperatur erwr-men und Zylinderkopthauben entfernen.

    Bei Leerlauf des Motors Einstellmuttern soweit lsen, bis der Kipphebel zuklappern anfngt. Einstellmutter langsam wieder anziehen, bis das Spiel zwi-schen Kipphebel und Ventil gleich Null ist, d. h. bis der Kipphebel gerade zuklappern aufhrt.

    *Anmerkung: Bei lauten Hydrosteln siehe unter Hydrostel nachstel-len (bei laufendem Motor).Einstellmutter eine zustzliche Viertelumdrehunganziehen und 10 Sekunden warten, bis der Motor wieder rund luft, In glei-cher Weise Mutter um drei weitere Viertelumdrehungen anziehen, wobeinach jeder Viertelumdrehung eine Pause von 10 Sekunden einzulegen ist,bis die Mutter insgesamt eine volle Umdrehung von der spielfreien Nullstel-

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  • lung aus angezogen ist. Diese stufenweise Einstellung einer vollen Umdre-hung, die den Kolben des Stels vorspannt, mu langsam erfolgen, damitder Stel sich der genderten Vorspannung anpassen kann und somit einAngehen des Ventils am Kolben, das Beschdigungen im Zylinderund/oder verbogene Stelstangen zur Folge haben kann, vermieden wird.

    Laute Hydrostel sind zu ersetzen.Die brigen Hydrostel in gleicher Weise nachstellen. Zylinderkopfhaubenunter Verwendung einer neuen Dichtung einbauen.

    Kapitel 3 - Zndung / Zndzeitpunkt

    Bevor Sie das Megert benutzen, beachten Sie bitte die folgenden Sicher-heitshinweise:

    Sobald die Lampe eingeschaltet Ist, scheinen alle sich bewegenden Teile imStillstand zu verharren. Halten Sie deshalb Hnde, Werkzeug oder Kabel etc.fern!

    Die genaue Einstellung des Zndzeitpunktes ist eine der wichtigsten Fak-toren fr den wirksamen und wirtschaftlichen Betrieb eines Motors. Unsau-bere Einstellung kann zu Uberhitzung, Leistungsverlust, schlechterBeschleunigung und damit zur Verkrzung der Lebensdauer der Maschinerhren.Unsere Induktions-Einstellampe ist fr die meisten Benzinmotoren mit kon-ventionellem elektrischem Zndsystem anwendbar. Immerhin wird der Znd-zeitpunkt der meisten Motoren auch durch die Zelt, whrend der dieZndkontakte geschlossen sind, und durch den Schliewinkel beeinhut.Darum mu zunchst der Schliewinkel entsprechend den Herstelieranga-ben.elngestellt werden, bevor der Zundzeitpunkt berprft und eingestelltwird.

    Maschine starten und im Leerlauf warmlaufen lassen. Der Zundzeitpunkt-Test mu bei der vom Hersteller angegebenen Leerlaufdrehzahl ausgefhrtwerden. Wenn ntig, benutzen Sie dazu einen Drehzahlmesser.Hinweis: Bei Motoren mit Dual-Verteilern mssen beide Leitungen abgezo-gen und verschlossen werden.Unterdruckleitung vom Verteiler abziehen und durch Pfroolen verschlieen

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  • Die folgenden Hinweise sollen als allgemeine Richtlinie fr die Zndzelt-punkt-Einstellung dienen. Spezielle Informationen sollten Sie Immer der Her-steller-Bedienungsanleitung fr Ihren Wagen entnehmen.Anschlu der Zndzeitpunkt-Einstelllampe

    Die rote Klemme wird anBatterie-Plus, die schwarzeKlemme an Batterie-Minusangeklemmt,Das Zndkabelfr den 1. Zylinder an derZndkerze abziehen, dannden Adapter zwischen Znd-kerze und Zndkabel wiederaufstecken.

    Richten Sie die Lampe auf die Motor-Drehzahimarkierung. Whrend desGrund-Leerlaufs mu die Markierung auf der Schwungscheibe neben derZahl, die der Hersteller als Leerlaufdrehzaht angibt, in dem Augenblickbereinstimmen, wenn die Zndkerze zndet. Da in diesem Moment auchdie Lampe aufblitzt und die Markierung immer an der gleichen Stelle sicht-bar macht, scheint diese stillzustehen

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  • Die Markierung soll sich entge-gen der Motordrehrichtung bewe-gen und schlielich aus demAnzeigebereich der Drehzahlverschwinden.

    Zndzeitpunkt-Einstellung

    Wenn Drehzahlmarkierung und Bezugspunkt nicht bereinstimmen, lsenSie die Befestigungsschrauben am Verteiler und drehen die ganze Vertei-ler-Einheit nach links oder rechts, bis beide Marken sich decken

    Ziehen Sie die Befestigungsschraube wieder lest, und wiederholen Sie denTest, evtl. mehrmals.

    Test mit Drehzahl-Steigerung

    1.Bei abgezogener Unterdruckleitung und Leerlauf desMotors Position der Drehzahlmarkierung feststellen2. Motordrehzahl langsam steigern.3. Bei steigender Motordrehzahl soll sich die Markierung entgegen der Motor-drehrichtung bewegen und damit eine schnellere Zndfolge anzeigen.

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  • Test mit Unterdruckleitung

    1. Motor mit ca. 1500 U/min laufen lassen.2. Unterdruckleitung an den Verteiler anschlieen und die Bewegung derDrehzahlmarklerung beobachten.

    Achtung: Wenn die Stroboskoplampe nicht aufblitzt oder Doppetbllt-ze abgibt, nehmen Sie folgende Prfungen und Korrekturen vor:

    a) ist die Zndkerze, an die die Lampe angeschlossen ist, verbrannt, oderproduziert sie Fehlzndungen?b)Sind die Schliewinkel zu weit eingestellt? c) Hat das Zndkabel Isolationsfehler7d) Liegt die Induktionsleitung an oder nahe bei anderen Zndkabeln?e) Sind die Klemmbacken schmutzig oder unvollstndig geschlossen?

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  • Zndzeitpunkt einstellen

    Am Zndkabel fr Zndkerze des 1. Zylinders Zndlichtpistole nach Herstel-leranweisung anschlieen.Drehzahlmesser an Zndspule anschlieen,Unterdruckschlauch vom Unterdruckzndversteller abziehen und geeigne-ten Stopfen in den Unterdruckschlauch ein-setzen.

    Motor mit Leerlaufdrehzahl ca. 500 U/minlaufen lassen.

    Mit Zndlichtpistole Zndmarkierungen aufSchwingungsdmpfer und Blechwinkel amSteuergehusedeckel anblitzen.

    *Frhzndung sollte ohne Unterdruck eingestellt werden. Unterdruck-schlauch vom Verteiler abziehen und den Schlauch mit einer Schraube ver-schlieen (besserer Leerlauf). Nach der Einstellung Unterdruckschlauch wie-der anschlieen.*Anmerkung: Jeder Teilstrich auf der Skala des Blechwinkels am Steuerge-husedeckel entspricht einer Zndverstellung von 2.Die O-Markierung zeigt den oberen Totpunkt des 1. Zylinders (vordersterZylinder der linken Zylinderreihe) an.Alle Teilstriche zwischen der Markierung 0 und A bedeuten eine Zndvor-stellung (5,0Ltr.-Motor ca. vor 0).Alle Teilstriche zwischen der Markierung 0 und R bedeuten eine Znd-nachstellung.

    *Der Zndzeitpunkt liegt bie 2 - 12 Vorverstellung je nach Motor.

    Befestigungsschraube fr Verteiler-Halteklammer lsen und Zndzeitpunktdurch Drehen des Verteilers einstellen. Die Drehrichtung des Verteilerfingerserfolgt im Uhrzeigersinn. Befestigungsschraube fr Verteiler-Halteklammerwieder festziehen und Unterdruckschlauch an Zndverteiler anschlieen, jenach Motor.Motorleerlauf einregulieren.

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  • Kapitel 4 - Schliewinkel einstellen

    Bei einem neuen Unterbrecherkontakt ist der Abstand auf 0,5 mm undbei einem gebrauchten Kontakt auf 0,4 mm einzustellen. DerSchliewinkel betrgt 30 2 je nach Motor. Es empfiehlt sich, denUnterbrecherkontaktabstand zuerst mit einer Fhlerlehre einzustellen unddann die Einstellung bei laufendem Motor mit einemSchliewinkelmagert zu korrigieren. Unterbrecherhammer mit seinemGleitstck auf die hchste Stelle des Nockens auflaufen lassen.Kontaktabstand mit Fhlerlehre und durch Drehen der Einstellschraube (3mm Schlssel) bei neuen Kontakten auf 0,5 mm und bei gebrauchten Kon-takten auf 0,4 mm einstellen. Motor warmlaufen lassen.Schliewinkelmegert entsprechend Vorschriften des Gerteherstellers amMotor anschlieen. Schliewinkel des Unterbrecherkontaktes auf 30 2je nach Motor einstellen,

    *Anmerkung: Der Schliewinkelkann sowohl bei abgenommenerVerteilerkappe als auch bei mon-tierter Kappe eingestellt werden.Jedoch empfiehlt es sich, denSchliewinkel des Verteilerkon-taktes bei laufendem Motor auf denvorgeschriebenen Wert einzustel-len.

    1. Drehen des Inbusschlssels nach rechts = grerer Schliewinkel2. Drehen des Inbusschlssels nach links = kleinerer Schliewinkel= Unterbrecherkontakte ersetzen * (bei Verteilern mit Kontakten)Der Unterbrecherkontakt - Hammer und Ambo - ist nur als Einheit zu erset-zen. Nach Einbau des Kontaktes ist, abgesehen von einer Korrektur desZndzeitpunktes, nur der Schliewinkel (Kontaktabstand) einzustellen.Zndkabel der linken Zylinderreihe aus ihrem oberen Halter ziehen. Vertei-lerkappe abnehmen, hierzu Haken mit Schraubenzieher herunterdrckenund 1/3 Umdrehung nach links oder rechts drehen.Kabelschuhe des Primr- und des Kondensatorkabels nach Lsen derSchraube am Unterbrecherkontakt von ihrer isolierten Anschluklemmeabziehen. Einbau des neuen Unterbrecherkontaktes in umgekehrter Reihen-folge.

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  • Wichtig!Die Primr- und Kondensatorkabelschuhe mssen, wie gezeigt, angeschlos-sen werden. Bei falschem Einbau knnen die Kabel zu Strungen fhren.

    1. Kondensatorkabel2. Kabel zwischen Zndspule undVerteiler

    1. Schmierfilz2. Fliehgewicht - Grundplatte 3. Runde Nase in rundes Loch 4. Eckige Nase in eckiges Loch 5. Unterbrecherkontakt

    Der Schmierfilz fr die Schmierung des Verteilernockens ist je nach Zustandzu ersetzen bzw, zu wenden. Mit einer langen Spitzzange den Filzhalterunten zusammendrcken und herausnehmen. Verteilernocken sauberwischen und neuen Schmierfilz in gleicher Weise einsetzen.

    *Anmerkung: Der Schmierfilz mu so eingestellt werden, da sein Endegerade die Nockenkmme berhrt, Ein zu starker Druck des Filzes auf denVerteilernocken kann bermige Schmierung verursachen, die ein Verlendes Unterbrecherkontaktes zur Folge hat. Kein zustzliches Fett auf den Ver-teilernocken schmieren, da ein richtig eingestellter Schmierfilz fr eine aus-reichende Nockenschrnierung sorgt.

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  • Kapitel 5 - Zndverteiler aus- und einbauen

    Zndkabel der linken Zylinderreiheaus ihrem oberen Halter ziehen,Haltehaken der Verteilerkappe nie-derdrcken und drehen, Verteiler-kappe abnehmen. *Anmerkung:Falls Zndkabel aus der Verteiler-kappe gezogen werden mssen,empfiehlt es sich, vorerst die Lagedes Zndkabels Nr, 1 vordersterZylinder der linken Zylinderreiheauf dem Verteilerkrper und der Ver-teilerkappe zu markieren, um denEinbau des Verteilers und das Ein-stecken der Zndkabel zu erleich-tern.

    Das Zndkabel Nr. 1 ist zwischen Schieber und Zndversteller am Vertei-lerkopf eingesteckt. Hochspannungskabel von Zndspule abziehen. Das Nie-derspannungskabel an der Zndspule abklemmen.Unterdruckschlauch vom Unterdruckzndversteller abziehen. Verteiler-Befestigungsschraube und Halteklammer entfernen und Verteiler aus Motorziehen, wobei die Einbaulage des Verteilers zum Motor anhand der Stellungdes Unterdruckverstellers zu beachten ist.

    EinbauDen Kolben des 1. Zylinders (vorderster Zylinder der linken Zylinderreihe)auf Zndzeitpunkt einstellen. Der Zndzeitpunkt lt sich auf zwei Artenermitteln.* 1. Zndkerze des 1. Zylinders herausschrauben, Finger auf Kerzenloch hal-ten und Motor drehen, bis Kompressionsdruck im Zylinder fhlbar wird. DannMotor weiterdrehen, bis die Markierung auf dem Schwingungsdmpfer mitder O-Markierung auf dem Blechwinkel am Steuergehusedeckel berein-stimmt.* 2. Zylinderkopfhaube des linken Zylinderkopfes entfernen und Motor dre-hen, bis sich das Einlaventil des 1. Zylinders schliet. Motor ungefhr 1/3

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  • Umdrehung langsam weiterdrehen, -bis die Markierungen auf Schwingungs-dmpfer und Blechwinkel des Steuergehusedeckels bereinstimmen.Dichtung auf Verteilerhals aufschieben, dann Verteiler oberhalb der Ventil-ffnung im Motor in Einbaulage halten und gleichzeitig auf Stellung desUnterdruckverstellers achten.Bei Einbaulage des Verteilers den Verteilerfinger zur Vorderseite des Motorshin drehen und mit vorher angebrachter Markierung fr Zndkabel Nr. 1 aufVerteilerkrper ausrichten. Mitnehmerhlse der lpumpe zur Stellung derVerteilerwellenzunge mit langem Schraubenzieher ausrichten.

    Verteilerfinger etwa 1/8 Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn zur linkenZylinderreihe drehen und Verteiler in Motor einsetzen. Hierbei ist der Vertei-lerfinger gegebenenfalls noch ein wenig zu verdrehen, um die Verzahnungdes Verteilerantriebs mit der Nockenwelle in Eingriff zu bringen.

    Der Bund des Verteilerkrpers mu bei vollem Eingriff des Verteilers mit derlpumpe auf der Dichtung bzw. dem Ansauggehuse aufsitzen und der Ver-teilerfinger mit der Markierung am Verteilerkrper bereinstimmen. Vertei-ler-Halteklammer und Befestigungsschraube vorerst nur handfest anziehen.Verteilerkrper leicht verdrehen, bis der Unterbrecherkontakt beim Auflau-fen des Unterbrecherhammers auf den Nocken gerade abzuheben beginnt.Die Drehrichtung des Verteilerfingers erfolgt im Uhrzeigersinn. Verteiler fest-ziehen.

    Verteilerkappe aufsetzen und dabei prfen, ob der Verteilerfinger der Ver-teilerelektrode fr Zndkabel Nr. 1 gegenbersteht.DieZndfolge ist: 1-8-4-3-b-5-7-2Zur Vermeidung von Fehlzndungen mssen die Zndkabel einwandfrei inihren Haltern verlegt sein.

    Unterdruckschlauch auf Unterdruckversteller schieben, Niederspannungs-kabel an Zndspule anklemmen und Hochspannungskabel in Zndspule ein-stecken.

    Motor anlassen und Zndzeitpunkt einstellen.

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  • Kapitel 6 - Kurbelgehuse - Entlftung berprfen

    Der V8-Motor ist mit einer kontrollierten Zwangsentlftung des Kurbelgehu-ses ausgestattet, bei der die im Motor entstehenden Abdmpfe abgesaugtund nach Verbrennung mit dem Gasgemisch ber den Auspuff nach auengeleitet wird.

    Die Frischluft wird nach Passieren des Luftfilters ber einen Schlauch, dervom Filter zum rechten Ventildeckel * (je nach Motor) fhrt, durch den Zylin-derkopf in das Kurbelgehuse gesaugt. Die Frischluft wird dann zusammenmit den Kurbelgehusedmpfen ber den Entlftungs im linken Ventildek-kel * (je nach Motor) vom Motor abgesaugt und gelangt durch die Ansaug-kanle in die Verbrennungsrume des Motors.

    Kapitel 7 - Ansauggehuse aus- und einbauen (Spinne)

    Masseband von Batterieabklemmen.

    Khlwassser ablassen,hierzu unteren Schlauch-bogen nach Lsen derSchelle vom unteren Kh-lerstutzen abziehen.Anschlieend alle Verbin-dungen, Anschlsse undAnbauteile, die das Her-ausnehmen des Ansaug-gehuses behindern, lsenbzw. ausbauen.

    Vor dem Abnehmen der Verteilerkappe ist die Stellung des Verteilerkrperszu markieren, dann Verteiler herausziehen und ablegen.Ansauggehuse abschrauben und zusammen mit Vergaser vom Motorabnehmen.Vor dem Einbau des Ansauggehuses sind alle Dichtflchen amMotorblock, an den Zylinderkpfen und am Gehuse zu subern. Vordere und hintere Gummidichtung einknpfen.

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  • Dichtungsmasse auf die Flchen um die Khlwasserffnungen beider Zylin-derkpfe auftragen und die seitlichen Ansauggehusedichtungen auflegen.Ansauggehuse in gezeigter Reihenfolge festziehen 4,0 kp.

    Der weitere Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, wobei der Verteiler-krper und Finger in der beim Ausbau markierten Stellung stehen mu.Soweit notwendig, Motoreinstellung durchfhren und lstand, Wasserstandprfen.

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  • Kapitel 8 - Hydrostel aus- und einbauen

    Die Hydrostel bedrfen nur selten einer Wartung. Die Stel sind, in ihremAufbau sehr einfach und brauchen nicht nachgestellt werden. Ein lauter St-el lt sich am einfachsten mit einem ca. 120 cm langen Stck Schlauch(ca. 15 mm 0) lokalisieren, wobei das eine Schlauchende an das Ende einesjeden Einla- und Auslaventils und das andere Schlauchende am Ohranzusetzen ist.

    Eine andere Methode ist, einen Finger auf den Teller der Ventilfeder zu set-zen. Arbeitet der Stel fehlerhaft, lt sich ein ausgesprochener Sto beimSchlieen des Ventils fhlen.

    Im allgemeinen unterscheidet man folgende Stelgerusche.1. * Hartes Klopfgerusch - meistens durch einen im Stelgehuse festsit-zenden Kolben verursacht, so da die Entlastungsfeder den Kolben nichtwieder in seine Ausgangsstellung drcken kann. Die wahrscheinliche Ursa-che hierfr ist:a) bermige Verharzung oder Verkohlung, die eine auergewhnlicheSchwergngigkeit bewirkt, oderb) Freerscheinungen zwischen Kolben und Gehuse, die meistens durchzwischen Kolben und Gehuse verklemmte Schmutz- oder Metallpartikel ver-ursacht werden.

    1 Sicherungsfeder2 Stelstangenpfanne3 Ventilplttchen fr Stelstange 4 Kolben5 Kugel, Rckschlagventil 6 Feder, Rckschlagventil 7 Kolbenfeder 8 Stelgehuse

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  • 2. * Miges Klopfgerusch - wahrscheinlich verursacht durch:

    a) bermigen Leckverlustb) Undichten Sitz der Rckschlagventilkugel c) Falsche Hydrosteleinstel-lung

    3. * Allgemein lauter Ventilmechanismus: Dies ist in fast allen Fllen einsicheres Zeichen fr ungengende lzufuhr oder unvorschriftsmige Ein-stellung der Hydrostel.

    4. * Zeitweilige Klickergerusche - wahrscheinliche Grnde sind:

    a) Ein winziges Schmutzteilchen setzt sich kurzzeitig zwischen Sitz undKugel Rckschlagventils,b) Die Kugel selbst kann unrund sein oder eine abgeflachte Stelle. c) Fal-sche Hydrosteleinstellung.

    Wenn bei einem Motor mit hoher Kilometerleistung ein oder mehrer Hydro-stel laut werden, mssen in den meisten Fllen alle Stel ausgebaut, zer-legt, in Reinigungsflssigkeit gesubert, zusammengebaut und wieder ein-gebaut werden. Zeigen sich an einem Stel Schmutz,Verbrennungsrckstnde usw., so ist es wahrscheinlich, da auch alle ande-ren Hydrastel davon betroffen sind, es ist dann nur eine Frage der Zeit,bevor alle Stel ausfallen.Bei einer Beschdigung der Teile, insbesondere des Kolbens oder des St-elgehuses, ist der gesamte Stelzusammenbau zu ersetzen. Nur im Not-fall drfen Einkerbungen oder erhabene Punkte mit einem feinkrnigenlstein bearbeitet werden. Ist der Kolben nach einer solchen Korrektur wie-der im Gehuse freigngig, sind die Teile grndlich zu subern, zusammen-zubauen und der komplette Stel wieder einzubauen.

    Folgendes ist bei der Instandsetzung eines Hydrostels zu beachten.1. Die Kolben sind nicht untereinander austauschbar, vielmehr produktions-seitig eingepat. Falls der Kolben oder das Stelgehuse beschdigt ist,mu der gesamte Hydrostel ersetzt werden. 2. Der Kolben mu im St-elgehuse freigngig sein. Dies ist leicht zu prfen, ddiin dei Kolben im St-elgehuse mu durch sein Eigengewicht heruntergleiten.3. Es darf kein bermiger seitlicher Leckverlust vorhanden sein und dasRckschlagventil muss dicht sein.

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  • Hydrostel ausbauen.

    1. Zylinderkopfhauben und Ansauggehuse ausbauen.?. Kipphebeleinstellmuttern soweit lsen, da die Kipphebel aus ihrem Sitzin den Stelstangen gedreht werden knnen.3. Stelstangen entfernen, Hydrostel herausziehen.Anmerkung: Hydrostel in einem Sortiergestell in richtiger Reihenfolge auf-bewahren, um ihre ursprngliche Einbaulage zu erhalten.

    1 Stelgehuse2 Kolbenfeder3 Gehuse, Rckschlagventil4 Ventilplttchen f. Stelstange 5 Sicherungsfeder 6 Stelstangenpfanne 7 Kolben8 Kugel, Rckschlagventil 9 Feder, Rckschlagventil

    Hydrostel zerlegen und zusammenbauen1. Stelstangenpfanne (6) und Kolben 87) herunterdrcken und Siche-rungsfeder (5) fr Stelstangenpfanne herausnehmen.2. Pfanne (6) und Ventilplttchen (4) fr Stelstange sowie Kolben (7) undFeder (2) aus Stelgehse3. Rckschlagventilgehuse (3) aus Kolben zie-hen und Kugel (8) mit Feder (9) entfernen.4. Alle Teile reinigen und auf Verschlei prfen. Falls irgendwelche Teilebeschdigt sind, mu der gesamte Hydrostel ersetzt werden.5. Stel zusammenbauen.6. Kolben bis zur ffnungsstellung der llcher niederdrcken und mit Motor-l fllen. Dann Kolben auf- und abbewegen und mit l fllen.

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  • Hydrostel einbauen.

    1. Hydrostel einsetzen.2. Ansauggehuseeinbauen (siehe entsprechenden Arbeitsvorgang in die-ser Gruppe). 3. Stelstangen einsetzen.4. Kipphebel drehen und auf Stelstangen aufsetzen.5. Hydrostel einstellen (siehe entsprechenden Arbeitsvorgang in dieserGruppe).

    Kapitel 9 - Zylinderkpfe einschl. Ventilen instand setzen

    AUSBAU

    Batteriekabel abklemmen und Ansauggehuse ausbauen.Beide Aufpuffkrmmer und Zylinderkopfhauben ausbauen.Kipphebeleinstellmuttern soweit lsen, da die Kipphebel aus ihrem Sitz inden Stelstangen gedreht werden knnen. Stelstangen entfernen.Zylinderkpfe entsprechend ihrer Einbaulage markieren, abschrauben undmit Dichtungen abnehmen.

    ZERLEGEN

    Zndkerzen herausschrauben.Ventilfeder mit Ventilfederheber zusammendrcken und Ventilkeile entfernen.Ventilfederheber entspannen und Ventilteller, -kappe, -feder mit Dmpfer undVentilschaftdichtung abnehmen. Ventile aus Zylinderkopf herausziehen undin der Reihenfolge ihrer Einbaulage aufbewahren. Kipphebeleinstellmutternabschrauben, Kipphebel von Stehbolzen ziehen und Kugelstcke aus Kipp-hebeln entfernen.

    REINIGEN

    Verbrennungsrume und Einla- bzw. Auslakanle der Ventile entruen.Ventilfhrungen grndlich reinigen. Alle Rckstnde an den hohlen Stel-stangen innen und auen entfernen, alle Hydrostel zerlegen, reinigen undwieder zusammenbauen. Ventilkegel und -schfte an einer Schwabbelschei-be reinigen.

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  • BERPRFEN

    Zylinderkpfe auf Risse in den Auslakanlen und auf uere Risse im Khl-wassermantel untersuchen.Ventile auf verbrannte Ventilkegel, rissige Sitzflchen oder beschdigteSchfte berprfen. Passungen der Ventilschfte in ihren Fhrungen prfen.

    * Anmerkung: bermiges Spiel zwischen Ventilschaft und Bohrung derVentilfhrung kann Leistungsminderung, hohen lverbrauch, schlechtenLeerlauf und laute Ventile des Motors verursachen. Ungengendes Spielbewirkt laute und klemmende Ventile und beeintrchtigt einen ruhigen Motor-lauf.

    Passendes Rohrstck ber Kipphebelbolzen stecken, eine Scheibe mit Mut-ter aufsetzen und Bolzen durch Anziehen der Mutter herausziehen.

    Das Ventilschaftspiel der Einlaventile soll 0,05 - 0,09 mm und das der Aus-laventile 0,07 - 0,10 mm betragen. Das Spiel kann mit Meuhr und Innen-megert geprft werden. Durchmesser des Ventilschaftes an seinem obe-ren Ende, in der Mitte und an seinem unteren Ende mit Mikrometer messen,Zur Bestimmung des Spieles den hchsten Wert der Ventilschaftmessungenvom Wert des Innendurchmessers der Fhrung abziehen. Wenn das Ven-tilschaftspiel nicht innerhalb der vorgenannten Grenzen liegt, mu ein Ven-til der nchsten bergre eingebaut und die Ventildihrung entsprechendausgetrieben werden. Hydrostel auf Freigngigkeit im Zylinderblock pr-fen. Die Laufflche des Stels mu glatt sein. Falls sie abgenutzt oder rauhist, mu der Stel ersetzt werden.

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  • UBERHOLEN

    Ventilftihrungen mit Reibahle S-5013 oder S5014 oder S-5015auf bergre aufreiben. Kipp-hebelbolzen, deren Gewindebeschdigt sind oder die imZylinderkopf lose sitzen, mssennach Aufreiben der Lcher durchBolzen mit bergre ersetztwerden.

    Einlassventile bergre

    0, 076 mm (0, 003) 0,38-1 mm (0,015-) 0, 762 mm (0, 030 )

    Auslaventile bergre

    0, 076 mm (0, 003) 0,381 mm (0,015) 0,762 mm (0,030)Kipphebelbalzen bergroe Kennzeichnung

    0, 076 mm (0, 003) 2 Nuten 0,33 mm (0,013) 1 Nute

    Reibahle fr Bolzenbergre5-5016 > 0,076 mm5-5017 > 0,33 mm

    Loch fr Kipphebelbolzen im Zylinderkopf aufreiben:

    Unteres Ende des neuen Kipphebelbolzens mit Hchstdruckschmierl ein-len und Bolzen mit Kunststoffhammer einschlagen.

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  • Einbauhhe eines Kipphebelbolzens mit Lineal prfen.Bei der Bearbeitung der Ventilsitze mssen die Ventilfhrungen frei von Koh-leansatz oder Schmutz sein, um eine einwandfreie Zentrierung des Fh-rungsdornes zu gewhrleisten, Fr die Ventilsitzbearbeitung stehen die fol-genden Spezialwerkzeuge zur Verfgung. (je nach Motor, Werkstattfragen)

    Einla46 Ventilsitzfrser S-502412 30 Korrektionsfrser S-5025

    Ausla46 Ventilsitzfrser S-502612 30 Korrektionsfrser S-5027Fhrungspilot S-5028 fr normaleVentilfhrung sowie erste und zwei-te . bergre.Fhrungspilot S-5029 fr drittebergre der Ventilfhrung.

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  • Ventilsitzfrser - Fhrungsschaft S-1221Die Ventilsitze im Zylinderkopf haben einen Winkel von 46. Der Sitzwinkelder Ventilteller von Ein- und Auslaventilen betrgt 45. Der fertig bearbei-tete Sitz im Zylinderkopf mu eine Sitzbreite von 0,8 - 1,6 mm und fr dasAuslaventile eine von 1,6 - 2,4 mm haben. Der Schlag des Ventilkegels zumVentilschaft bein Einund Auslaventil darf 0,05 mm nicht bersteigen.

    1 Ventilsitz im Zylinderkopf 2 Schnittpunkt der Sitzwinkel 3 Sitzflche desVentiltellers

    ZUSAMMENBAU

    Ventile, Ventilsitze, Ventilschaftbohrungen und Zylinderkpfe von Frssp-nen, Schmirgelresten usw. grndlich reinigen. Jedes Ventil in Fhrung ein-scheiben, Dmpfer und Ventilfeder aufsetzen und Kappe ber Feder schie-ben. Ventilteller auflegen und Feder mit Ventilfederheber zusammendrcken.Dichtring in untere Nut am Ventilschaft einsetzen und darauf achten, da derDichtring in der Nut flach liegt und nicht verdreht ist.Ventikeile einsetzen und Ventilfederheber entlasten, wobei auf einwandfrei-en Sitze der Keile in der oberen Nut am Schaft zu achten ist.

    * Anmerkung Falls Ventilfedern beieingebautem Zylinderkopf ausge-wechselt werden, ist der Kolben aufden oberen Totpunkt des Verdich-tungshubes zu stellen und die Ven-tilfedern mit dem Ventilfederspan-ner zusammenzudrcken. DerVentilteller setzt sich hierbei aufden Kolben auf.

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  • EINBAU

    Gewindelcher im Block fr die Zylinderkopfschrauben und Gewindegngeder Schrauben grndlich reinigen. Dann neue Kopfdichtungen mit Dichtungs-mittel beiderseits bestreichen und auf Zylinderblock auflegen.

    Gewinde aller Zylinderkopfschrauben mit Dichtungsmasse bestreichen undSchrauben lose eindrehen.

    * Anmerkung: Die Zylinderkopfschrauben ragen in den Wassermantel undmssen daher abgedichtet werden. Die Schrauben Nr, 14 und Nr. 17 sindmittellange Schrauben,

    Zylinderkopfschrauben in der gezeigten Reihenfolge nach und nach stei-gernd bis auf 9,0 kp festziehen.Hydrostel, falls ausgebaut, mit sauberem Motorl wieder einbauen undStelstangen einsetzen.Kipphebel, Kugelstcke und Einstellmuttern einbauen und Hydrostel ein-stellen. Nach Subern der Dichtungsflchen Ansauggehuse und Auspuff-krmmer einbauen.

    Motor auf Betriebstemperatur (Khlwasser 80 C, l 60 - 80 C) bringen undZylinderkopfschrauben in der angegebenen Reihenfolge nachziehen.

    * Anmerkung: Ein spteres Nachziehen der Zylinderkopfschrauben, z. B. beiInspektionsarbeiten, darf auf keinen Fall erfolgen, je nach Motor.Falls erforderlich, Motoreinstellung vornehmen.

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  • Kapitel 10 - Vordere Motordmpfunasblcke aus- und ein-bauen.

    Ausbau

    Masseband von Batterie abklemmen.Ventilatorflgel und Luftfilter ausbauen.Klemmschraube von Zndspule lsen und diese seitlich ablegen.Kurzes Seil um Wasserpumpe legen und Motor mit Motorheber soweit wiemglich anheben. Achse mit Wagenheber absttzen, Linke und rechteSchraube fr Achskrper am Rahmen herausschrauben und anschlieendvon Hand wieder ca. 4 Umdrehungen eindrehen. Rder in Geradeausstellung bringen und darauf achten, da Bremsschlu-che entlastet sind Achse mit Wagenheber ablassen. Dmpfungsblcke von Haltern am Motor und Achskrper abschrauben.Einbau in umgekehrter Reihenfolge.

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  • Kapitel 11 - Schwingungsdmpfer aus- und einbauen

    AUSBAUMasseband von Batterieabklemmen und Khler aus-bauen. Keilriemen fr Lichtma-schine und lpumpe der Ser-volenkung abnehmen.Ventilatorflgel abschraubenund Riemenscheibe von Was-serpumpe abnehmen.Kurbelwellenriemenscheibeabschrauben.

    Schwingungsdmpfer mit Abzieher abziehen.

    EINBAU

    In umgekehrter Reihenfolge, dabei beachten:Laufflche am Schwingungsdmpfer fr vorderen Dichtring einlen.Schwingungsdmpfer mit Kunststoffhammer bis zum Anschlag eintreiben.In Einbaulage liegt die Stirnflche der Kurbelwelle 25,5 mm innerhalb derBohrung des Schwingungsdmpfers.

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  • Kapitel 12 - lwanne aus- und einb. (wenn Motor nocheingeb. ist)

    AUSBAU

    Masseband von Batterie abklem-men. Ventilator und Luftfilter ausbau-en. Zndspule lsen und zur Seitelegen.Vordere Motoraufhngung lsen(linke und rechte Mutter abschrau-ben). Kurzes Seil um Wasserpumpelegen und Motor soweit wie mglichanheben. Wagen unter Rahmenaufbocken.Umlenkhebel von Rahmenabschrauben. Spurstange von lin-kem Lenkhebel und Lenkstockhebellsen. Spurstange bleibt am rechtenLenkhebel befestigt.

    Lenkungsdmpfer von Rahmen abschrauben und gesamtes Lenkgestngeablassen. Achse mit Wagenheber absttzen, dann linke und rechte hintereAchsbefestigungsschraube herausschrauben und anschlieend von Handwieder ca. 4 Umdrehungen eindrehen.Rder in Geradeausstellung bringen und Achse soweit ablassen, wie dies,ohne die Bremsdruckschluche zu belasten, mglich ist.01 ablassen, Wandlerverkleidung und lwanne abschrauben.

    EINBAUIn umgekehrter Reihenfolge, dabei beachten, Dichtungen fr lwanne mitDichtungsmittel anheften.Seitliche Schrauben auf 1,0 kp, vordere und hintere Schrauben auf 1.5 kofestziehen.

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  • Kapitel 13 - Steuergehusedeckel aus- und einbauen,Dichtring ersetzen.

    AUSBAUSchwingungsdmpfer, Wasserpumpe und lwanne ausbauen. Steuergehu-sedeckel abschrauben und Dichtungen abnehmen, Dichtring im Steuerge-husedeckel mit Schraubenzieher herauszwngen.

    Neuen Dichtring auen mitDichtungsmittel bestreichenund mit seiner offenen Seitezur Deckelinnenseite in Dek-kel eintreiben.Beim Eintreiben des Dicht-ringes den Steuergehuse-deckel im Bereich des Dicht-ringes absttzen.

    1 Unterlage 2 Dichtring

    Anmerkung: Wird der Dichtring bei eingebautem Steuergehusedeckelersetzt, ist darauf zu achten, da beim Herauszwngen des Dichtringes derKurbelwellenzapfen nicht beschdigt wird. Neuen Dichtring vorsichtig ein-schlagen.

    EINBAUIn umgekehrter Reihenfolge, dabei beachten:Vor dem Einbau darauf achten, da die Dichtflchen an Steuergehusedek-kel und -rckwand plan und sauber sind.Neue Dichtung fr Steuergehusedeckel mit Dichtmasse an Steuergehu-serckwand anheften. Steuergehusedeckelschrauben einschrauben undauf -l0 ko festziehen.

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  • Kapitel 14 - Steuerkette, Kurbelwellen- oderNockenwellen-Kettenrad ersetzen.

    Steuergehusedeckei ausbauen.Kurbelwelle drehen, bis die Markierungenauf dem Nockenwellen- und Kurbelwellen-Kettenrad sich gegenberstehen.

    Drei Schrauben fr Nockenwellen-Ketten-rad herausschrauben.Nockenwellen-Kettenrad zusammen mitSteuerkette abziehen. Das Kettenrad sitztetwa 3 mm mit leichtem Presitz auf derNockenwelle. Falls sich das Kettenradnicht ohne Schwierigkeiten abziehen lt,dieses durch einen leichten Schlag miteinem Kunststoffhammer auf den unterenRand des Kettenrades lsen.Kurbelwellen-Kettenrad abziehen und mitAufprehlse oder entsprechendem Rohr-stck auf Kurbelwelle auftreiben.

    Steuerkette um Nockenwellen-Kettenrad legen. Kettenrad mit herunterhn-gender Steuerkette senkrecht halten und die Markierungen auf dem Nocken-wellen-Kettenrad anvisieren und in bereinstimmung bringen.Steuerkette um Kurbelwellen-Kettenrad legen.

    Zylinderstift in Nockenwelle mit Loch im Nockenwellen-Kettenrad durch Dre-hen der Nockenwelle fluchten und Kettenrad auf Nockenwelle aufsetzen. *Anmerkung: Das Nockenwellen-Kettenrad darf nicht auf die Nockenwelle geschlagen wer-den, da sonst der Verschlustopfen am hinteren Motorende herausgedrcktwird. Kettenrad mit den 3 Befestigungsschrauben auf die Nockenwelle zie-hen. Schrauben fr Kettenrad an Nockenwelle auf 2,5 kp festziehenundSteuerkette mit Motorl schmieren. Steuergehusedeckel und Schwin-gungsdmpfer einbauen, erforderliche Motoreinstellungsarbeiten vorneh-men.

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  • Kapitel 15 - lpumpe ausbauen, instandsetzen und ein-bauen.

    lwanne und Zwischenblech ausbauen, Saugrohr von Winkelhalterabschrauben. Pumpe mit Verlngerungswelle und Kunststoffhlse ausMotorblock herausziehen. Verlngerungswelle aus Kunststoffhlse heraus-ziehen.Olpumpe in Schraubstock spannen, Weichmetallbacken verwenden und_lpumpendeckel abschrauben. Getriebenes und treibendes lpumpenradmit Welle herausnehmen. Saugrohr mit Sieb aus Olpumpengehuse heraus-ziehen. Alle Teile reinigen und mit Preluft sauberblasen.

    1 berdruckventil2 Verlngerungswelle 3 Kunststoffhlse4 Treibendes lpumpenrad5 Dichtung fr lpumpendek-kel 6 lpumpendeckel 7 Getriebenes lpumpenrad8 Haltestift9 Feder fr berdruckventil

    BERPRFENWerden unter nachstehenden Positionen aufgefhrte Mngel bei der ber-prfung der Pumpenteile festgestellt, ist der Pumpenzusammenbau zu erset-zen, a) lpumpengehuse auf Risse oder starken Verschlei untersuchen, b) lpumpenrder auf bermigen Verschlei oder Beschdigung unter-suchen. c) lpumpenwelle auf losen Sitz im treibenden lpumpenrad prfen, d) Die Innenseite des Pumpendeckels auf Verschlei, der einen Leckverlustdurch bermiges Lngsspiel verursachen wrde, untersuchen.e) lpumpendeckel und berdruckventil aufBeschdigung prfen. f)lpumpensieb auf Beschdigung untersuchen,

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  • Zusammensetzen und einbauen

    lpumpe zusammenbauen und lpumpendeckel auf 1,0 kp festziehen.Pumpenwelle auf Freigngigkeit prfen.Verlngerungswelle mit einer neuen Kunststoffhlse auf Pumpenwelle auf-stecken, wobei die Zunge in der Verlngerungswelle mit dem Schlitz derPumpenwelle auszurichten ist, lpumpe am hinteren Kurbelwellenlagerdek-kel befestigen - 10 kp lsieb parallel zu dem livannenboden ausrichten.

    Kapitel 16 - Dichtung fr hinteres Kurbelwellenlaaer aus-und einbauen

    Die beiden Hlften -der Dichtung (untere und obere Dichtung) fr das hin-tere Kurbeiwellenlager knnen ohne Ausbau der Kurbelwelle erneuert wer-den. Hierzu wie folgt vorgehen. lwanne ausbauen. Deckel des hinterenKurbelwellenlagers ausbauen.

    Untere Dichtung mitSchraubenzieher ausNut im Lagerdeckelherauszwngen.

    Neue untere Dichtung nur an der Lippemit Motorl einlen (kein l auf dieStoflchen der Dichtung auftragen, dadiese spter mit Dichtungsmittel bestri-chen werden). Lagerdeckel so einset-zen, da Lippe nach vorn - in Einbaula-ge des Deckels gesehen - zeigt.* Anmerkung: Untere und obere Dich-tung fr hinteres Kurbelwellenlagerimmer paarweise ersetzen.

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  • Obere Dichtung

    Obere Dichtung mit Messingdorn und Hammer am Dichtungssto sowei umden Kurbelzapfen herumklopfen, bis das andere Ende mit einer Zangegefasst werden kann.Neue obere Dichtung mit Motorl einlen (kein l auf die Stoflchen derDichtung auftragen, da diese spter mit Dichtmittel bestrichen werden) undin die Nut im Block einschieben, wobei mit dem Hammerstiel zu drcken ist.Stoflchen der unteren und oberen Dichtung suberlich mit Dichtungsmit-tel bestreichen und Lagerdeckel einbauen.Schrauben fr Lagerdeckel mit 10 kp festziehen. lwanne einbauen.

    Kapitel 17 - Pleuellager ersetzen

    Nach Ausbau der lwanne und der lpumpe Pleuellagerdeckel und Pleu-elstange in ihrer ursprnglichen Einbaulage markieren und Pleuellagerdek-kel abschrauben. Pleuellagerzapfen mit Mikrometer auf Unrundheit, Konizi-tt und Unterma vermessen (siehe untere Kurbelwelle und Hauptlager aus-und einbauen bzw. ersetzen).Das Lagerspiel darf nicht weniger als 0,018 mm und nicht mehr als 0,071mm betragen. Die Spielprfung ist mit PLASTIGAGE durchzufhren. Beieinem Lagerspiel auerhalb dieser Grenzen mssen die Lagerschalenersetzt werden.Falls die Pleuellagerzapfen der Kurbelwelle eine Unrundheit oder Konizittvon mehr als 0,025 mm aufweisen, mu die Kurbelwelle entweder ersetztoder nachgeschliffen werden.Die Pleuellagerschalen stehen in Normalgre und 0,025 mm Untergrezur Verfgung. Bei diesen Lagern darf die dnne Gleitschicht keinesfalls miteinem Schaber bearbeitet werden.Ist das Lagerspiel zu gro, mssen Lagerschalen mit Unterma eingebautwerden. Keinesfalls darf an Pleuelstangen oder Lagerdeckeln gefeilt werden.

    Lagerschalen und Pleuellagerzapfen einlen und Pleuellagerdeckel einbau-en, Deckelschrauben auf 6,0 kp festziehen, wobei zum Setzen des Lager-deckels einige leichte Schlge mit dem Gummihammer auf den Deckel zugeben sind.Kurbelwelle drehen und prfen, da Pleuellager nicht zu strammsitzen. Axialspiel zwischen den auf jedem Kurbelwellenzapfen paarweiseangeordneten Pleuellagern messen. Dieses Spiel mu zwischen 0,22 - 0,33mm liegen.

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  • Kapitel 18 - Motor mit Getriebe aus- und einbauen.

    AUSBAU

    Motorhaube ausbauen, Masseband von Batterie und Rahmen abklemmen.Luftfilter, Ventilatorfgel, Khlwasserschluche und Khler ausbauen.Lichtmaschinenkabel abklemmen und Lichtmaschine ausbauen.Motordmpfungsblcke rechts und links von Achskrper abschrauben (jeSeite 3 Schrauben). Gasgestnge aus Gaspedalhebel aushngen und Kabelvon Zndspule und Kickdown-Schalter abklemmen.Benzinleitung von Pumpe abziehen.

    lleitungen von Pumpe fr Servolenkung abschrauben.Tachowelle abschrauben und Gelenkwelle ausbauen.Auspuffrohre von Krmmer abschrauben. Beim rechten Rohr empfiehlt essich, die Anlasserbefestigungsschrauben abzuschrauben, um eine besse-re Zugnglichkeit zu den Auspuffschrauben zu ermglichen.

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  • Getriebetraverse von Getriebe und Rahmen abschrauben, dabei Getriebemit Wagenheber absttzen.Motor mit Motorheber (Flaschenzug) vorsichtig aus dem Motorraum heben.Hierzu ein Drahtseil ca. 1,50 m lang vorn am Motor zwischen Schwingungs-dmpfer, Steuergehusedeclcel und Wasserpumpe legen. Hinteres Seil, ca.2,00 m lang, zwischen Schwungrad und Motorlwanne legen.

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  • * Anmerkung:

    Rechten Dmpfungsblock bei angehobenem Motor von Halteblock am Motorabschrauben.

    EINBAU

    In umgekehrter Reihenfolge, dabei beachten. Zum Befestigen des rechtenAuspuffrohres am Krmmer mu die gesamte rechte Auspufanlage amWagenboden ausgehngt werden, um das Anschrauben zu ermglichen.Vor dem Aufsetzen des Motors rechten Dmpfungsblock wieder am Halte-block anzuschrauben.Nach Einbau des Motors Motor kurz starten und l in Servopumpe nachfl-len. Motor nochmals starten und lstand kontrollieren.

    Kapitel 19 - Nockenwelle aus- und einbauen.

    AUSBAU

    Ansauggehuse, Steuergehusedeckel und Hydrostel ausbauen, Kraft-stoffpumpe abbauen und Pumpenstel gegen Platte heruntergleiten_ las-sen. Steuerkette und Nockenwellenkettenrad ausbauen.

    Nockenwelle unter Verwendung von zwei Schrauben aus Motor herauszie-hen.

    Anmerkung: Da alle Lagerzapfen derNockenwelle den gleichen Durch-messer haben, ist die Nockenwellemit grter Vorsicht aus dem Motor-block herauszuziehen, um die Nok-kenwellenlager nicht zu beschdi-gen.Nockenwelle zwischen Prismenam mittleren Lager prfen. Falls dieMeuhr einen Schlag von mehr als0,050 mm anzeigt, ist die Nockenwel-le zu richten.Nockenwellelager berprfen, wenn eines der Lager ersetzt werden mu,sind auch die brigen Lager zu ersetzen.

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  • BERPRFENDer Durchmesser der Nockenwelle-Lagerzapfen 47,447 bis 47,472 mm.Die Lagerzapfen sind mit einem Mikrometer auf Unrundheit zu prfen.Falls die Unrundheit der Lagerzapfen 0,035 mm bersteigt, mu die Nok-kenwelle ersetzt werden.

    EINBAUNockenwelle vor Einbau mit Motorl einlen.Steuergehusedeckel und Schwingungsdmpfer einbauen. Hydrostel,Verteiler und Ansauggehuse einbauen. Hydrostel einstellen und Zylin-derkopfhauben mit neuen Dichtungen einbauen.Nach Einbau des Motors erforderliche Motoreinstellarbeiten vornehmen undMotor auf lleckstellen berprfen.

    Kapitel 20 - Nockenwelle lagern

    AUSBAU

    Die Nockenwellenlager knnen sowohl anllich einer Motorberholung beizerlegtem Motor als auch ohne vollstndiges Zerlegen des Motors ersetztwerden. Zur Lagerung der Nockenwelle ohne vollstndiges Zerlegen desMotors mu die Nockenwelle und die Kurbelwelle ausgebaut werden, wobeidie Zylinderkpfe und die Kolben eingebaut bleiben knnen. Vor Ausbau derKurbelwelle sind die Gewinde der Pleuelschrauben mit Isolierband zu umwik-keln, um eine Beschdigung der Kurbelwelle zu vermeiden. Pleuelstangenan Motorseite befestigen, damit sie beim Aus- und Einbau der Nockenwel-lenlager nicht im Weg sind. Nach Ausbau der Nockenwelle Verschlustop-fen hinter dem hintersten Nockenwellelager von innen aus dem Zylinderblockherausschlagen.

    * Anmerkung: Die Nockenwellenlager mit Nockenwellenlager-Aus- und Ein-bauwerkzeug (Werk-statt fragen) aus Zylinderblock wie folgt entfernen. Aus-und Einbaustck des Werkzeuges auf dessen Dorn aufschrauben und vor-deres und hinteres Nockenwellenlager (Nr 1 und 5) von auen nach innenherausschlagen.Aus- und Einbaustck mit seinem Bund nach vorn in das 3. Nockenwellen-lager einsetzen, Spindel von hinten durch Nockenwellenlager einfhren undin Aus- und Einbaustck voll einschieben. Whrend der Spindelkopf miteinem Schraubenschlssel gehalten wird, ist durch Drehen der Mutter mit

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  • einem zweiten Schlssel das Lager herauszuziehen. In gleicher Weise dieNockenwellenlager Nr. 4 und 2, letzteres jedoch von vorn, herausziehen.

    EINBAUNockenwellenlager gibt es nur in Normalgre. Die Lager Nr. 2 und Nr. 5 sindgleich, ebenfalls Lager Nr. 3 und Nr. 4.

    *Anmerkung: Nockenwellenlager einbauen.

    1. Lager Nr. 3 auf Einbauwerkzeug schieben und beide Teile vor der Lager-stelle des dritten Lagers in Einbaulage bringen.2. Spindel des Einbauwerkzeuges mit aufgeschraubter Mutter und aufge-schobener Druckscheibe von hinten durch die Lagerstelle einschieben undEinbaustck des Werkzeuges voll einschrauben.3. Nockenwellenlager in die Lagerstelle einsetzen und durch Drehen derSpindelmutter wird das Lager eingezogen.4. Lager Nr. 4 und 2 werden genauso eingezogen.5. Lager Nr. 1 und S werden in gleicher Weise, aber von vorn eingetrieben.Verschlustopfen der Nockenwelle mit Dichtmasse einstreichen und hinte-re Lager Nr. 5 in den Zylinderblock einschlagen, der Stopfen ist bndig bis0,8 mm tief einzuschlagen.

    Kapitel 21 - Kurbelwelle und Hauptlager aus- und einbau-en.

    AUSBAUDer Motor mu beim Wechseln der Kurbelwelle und Hauptlager ausgebautwerden.

    Nach dem Ausbau des Motors mssen lwanne und lpumpe abgebautwerden. Alle Deckel, Haupt- und Pleuellager markieren, damit beim Einbaunichts vertauscht wird. Pleuellagerdeckel abschrauben, Pleuelstangen mitKolben zu den Zylinderkpfen hindrcken, Hauptlager- und Pleuellagerzap-fen mit Mikrometer auf Unrundheit und Unterma vermessen. Maangabensiehe Einstelldaten.

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  • Auf jedem Hauptlagerdecke1 - 4 befindet sich ein Pfeil,der bei eingbautem Deckel inFahrtrichtung zeigen mu.

    1. Deckel der Hauptlager abschrauben. Kurbelwelle vorsichtig aus Block lie-ben.2. Dichtungshlften fr hinteres Hauptlager aus Block und Deckel des hin-teres Hauptlagers entfernen.

    bermiges Spiel in den Hauptlagern ist nicht allein auf Verschlei derLagerschalen, sondern zum Teil auch auf Verschlei der Kurbelwellenzap-fen zurckzufhren. Normalerweise nutzen sich die Hauptiagerzapfen gleich-mig ab und sind nicht unrund. Bei der Vermessung ist jedoch immer dar-auf zu achten, da der grtmgliche Durchmesser gemessen wird. EinLager, dessen Lagerzapfen 0,025 mm oder mehr unrund ist und dessenLagerschalen auf den kleinsten, gemessenen Zapfendurchmesser eingepatsind, wrde in krzester Zeit klemmen und auslaufen.

    Falls die Zapfen eine Un undheit von mehr als 0,025 nim haben, mu dieKurbelwelle ersetzt oder nachgeschliffen werden. Die seitlichen Anlauffl-chen der Kurbelwelle am hinteren Hauptlager auf Riefenbildung oder ber-migen Verschlei berprfen. Schalen der Hauptlager im Block und in denLagerdeckeln berprfen.

    Im allgemeinen weist die untere Lagerhlfte den strkeren Verschlei unddeutlichere Spuren der Beanspruchung auf. Ist die untere Lagerschale nochgut, kann man davon ausgehen, da die obere auch in Ordnung ist. Beineuen Lagerschalen mssen immer beide Lagerhlften erneuert werden.

    EINBAUNeue Hauptlager haben geringe Toleranzen, die normal sind. Das Hauptla-gerspiel der Lager Nr. 1 - 4 mu zwischen 0,020 - 0,050 mm und das desLagers Nr. 5 zwischen 0,020 - 0,085 mm liegen. Bei einem Lagerspiel von

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  • mehr als 0,10 mm bei allen Lagern mssen die Lagerschalen erneuert wer-den.

    Obere Dichtung fr hinteres Hauptlager in Zylinderblock und Lagerdeckeleinbauen. Lippe der Dichtung mu nach vorne zeigen.

    Lagerschalen und Kurbelwellenzapfen mit sauberem Motorl einlen undKurbelwelle vorsichtig einsetzen.Alle Hauptlagerdeckel, auer dem Deckel fr das hintere Hauptlager Nr. 5,nach den Markierungen einbauen und auf 10 kn festziehen. Stoflchen derDichtungshlften fr das hintere Hauptlager mit Dichtungsmittel bestreichenund Lagerdeckel Nr, 5 einbauen. Deckelschrauben des hinteren Hauptlagerszuerst mit 1,5 kp anziehen, dann Kurbelwelle mit Gummihammer nach hin-ten schlagen, wodurch das Lager und der Deckel sich setzen. Dann Kurbel-welle nach vorn schlagen, so da die Anlageflchen des oberen und unte-ren Fhrungsbundes sich zueinander ausrichten. Danach dieDeckelschrauben des hinteres Hauptlagers auf 10 kp festziehen.Kurbelwelle von Hand drehen und auf freien Lauf prfen, wobei ein stram-mer Sitz der Kurbelwelle durch leichte Schlge auf die Lagerdeckel gelok-kert wird.

    Kurbelwelle so wie wie mglichnach vorn schieben und Lngs-spiel am vorderen Bund der hinte-ren Hauptlagerschale mit Fhler-lehre messen. Das Lngsspielmu 0,05 - 0,15 mm betragen.Dann Pleuellagerdeckel einbauen.

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  • Kapitel 22 - Kolben und Pleuelstangen ausbauen, zerle-gen und zusammenbauen

    AUSBAU

    lwanne und lpumpe ausbauen.Mit dem Zylinderrand-Frswerlczeug den Rand und die Verbrennungsrck-stnde an der oberen Zylinderbohrung entfernen. Zuvor Kolben bis zumunteren Totpunkt schieben und Lappen auF den Kolben legen, um Spneund Schmutz aufzufangen.Nach der Entfernung des Randes und der Verbrennungsrckstnde Kurbel-welle bis zum oberen Totpunkt des Kolbens drehen und Lappen mit den Sp-nen entfernen. Pleuelstangen und Pleuellagerdeckel vor dem Ausbau mitKrner markieren.

    ZERLEGENKolbenbolzen mit Dornunter einer Presse ausKolben und Pleuel pres-sen.

    l. Presse2.Dorn3.Kolbenbolzen-Monta-gewerkzeug 4.Pleuel

    Kolbenbolzenpassung messen. Der Kolbenbolzen ist mit einem Mikrometerund das Kolbenauge mit einem Innenmegert zu vermessen.

    Anmerkung: Die Kolbenbolzen werden in der Produktion mit einer Toleranzvon 0,004 - 0,006 mm eingepat.

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  • Der Verschlei darf 0,025 mm nicht bersteigen.Kolben und Kolbenbolzen werden als Ersatzteil nur zusammengebaut gelie-fert. Da Kolbenbolzen erst nach sehr hoher Kilometerleistung zu klopfenbeginnen (wenn berhaupt), mssen dann auch die Kolben erneuert wer-den. Ist das Spiel des Kolbenbolzen im Kolben grer als 0,03 mm, mu Kol-ben und Bolzen erneuert werden.

    ZUSAMMENBAUDie Kolben 1, 3, 5 und 7 auf die entsprechenden Pleuelstangen so aufset-zen, da die breite Seite am Lagerende der Pleuelstange nach der Kolben-vorderseile zeigt, die durch eine Vertiefung im Kolbenboden gekennzeich-net ist.Bei den Kolben 2, 4, 6 und 8 mssen die breiten Seiten am Lagerende derPleuelstange zur Kolbenrckseite hin liegen.

    1. Lagerende2.Lagerdeckel3. Kolben4. KennzeichnungdesPleuellagers

    Den Kolbenbolzen in Motorl tauchen und auf Dorn des Montagewerkzeu-ges setzen. Pilot mit Feder in den Werkzeuguntersatz stecken. Kolben mitPleuel auf Werkzeuguntersatz setzen, wobei der Pilot in den Kolben und dasPleuellage, einzufhren ist.

    Kolbenbolzen samt Werkzeugdorn in Kolbenauge setzen und unter einerPresse einpressen, bis der Pilot in dem Untersatz aufsitzt.Sitz des Kolbenbolzens im Kolben auf Freigngigkeit prfen.

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  • 1. Presse2. Montagewerkzeug3. Kolbenbolzen 4. Kolben

    Kapitel 23 - Kolbenringe ersetzen.

    Kolben und Pleuelstange ausbauen.

    Die Kolben des VS-Motors sind mit zwei Verdichtungsringen und einemlabstreifring ausgerstet. Der obere Verdichtungsring ist verchromt, derzweite Verdichtungsring ist aus Spezialgueisen. Der labstreifring bestehtaus drei Teilen, d, h. aus zwei flachen Ringen mit einer dazwischenliegen-den Distanzfeder.

    Die Kolbenringe werden satzweise in Normalgre und bergren gelie-fert.

    EINBAUKolbenringe, die der Gre des Kolbens entsprechen, auswhlen.Den Kolbenring in die Zylinderbohrung einsetzen und mit der Bodenseite desentsprechenden Kolbens ungefhr 5 cm tief in die Zylinderbohrung eindrk-ken, Durch das Eindrcken mit dem Kolben wird der Kolbenring zur Zylin-derbohrung ausgewinkelt.

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  • Sto des Kolbenringes miteiner Fhlerlehre messen,Falls der Kolbenringstonicht den vorgeschriebe-nen Werten entspricht, istder Kolbenring aus derBohrung zu nehemen undein anderer Ring zwecksPassung zu vermessen.

    Zulssige Stobreite bei 1. und 2. Verdichtungsring: 0,33 - 0,64 mmlabstreifring: 0,38 - 1,40 mm

    Die Kolbenringste der Verdichtungsringe drfen nicht grer als 0,79 mmsein.Jeden Kolbenring einzeln in die Zylinderbohrung, in die er eingebaut wer-den soll, einpassen Angesetzte lkohle aus den Ringnuten der Kolben ent-fernen und die Nuten auf Gradbildung sowie Einkerbungen untersuchen.

    Verdichtungsringe in ihren entsprechendenRingnuten um den Kolben abrollen, umsicherzustellen, da der Ring an keinerStelle in der Ringnut klemmt. Falls der Ver-dichtungsring in der Ringnut klemmt, Nutmit einer Feile vorsichtig nacharbeiten.Die Distanzfeder (Zwischenring) des lab-streifringes in die Kolbennut einsetzen undSto der Feder mit Kolbenbolzenbohrungausrichten. Oberen und unteren Stahlringso einsetzen, da die Ste um ca. 30 mmgegenber dem Zwischenring nach linksund rechts versetzt sind.Den zusammengebauten labstreifring inseiner Kolbennut zusammendrcken undprfen, da er nicht klemmt.

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  • Hhenspiel der Kolbenringe ~. zwischen Ring und Nut messen.Das Spiel des oberen Ringes mu zwischen 0,03 - 0,09 mm und das deszweiten Ringes zwischen 0,03 - 0,11 mm liegen.Der labstreifring darf ein Spiel von 0,03 - 0,15 mm haben,

    Kapitel 24 - Zylinder bohren und Kolben mitPleuelstanaen einpassen und einbauen Motor zerlegt!

    Zylinderkurbelgehuse auf Risse in den Zylinderbohrungen, im I(hlwasser-mantel und in den Hauptiagerverstrebungen prfen.

    Zylinderbohrungen auf Kegelform, Unrundheit und bermigen Verschlei(Rand am oberen Ende der Zylinderwandung) mit einem Innenmegert ver-messen. Hierzu ist das Megert so einzustellen, da sein Fhlstift zur Ein-fhrung in die Zylinderbohrung etwa einen halben Zentimeter eingedrcktwerden mu. Das Megert im Zylinder ausrichten und die Meuhr auf 0stellen. Megert im Zylinder auf- und abbewegen, um Unebenheiten fest-zustellen (Kegelform, unrund usw.)

    cMessen Sie den Durchmesser jedes Zylinders genau unter der Abnutzungs-welle (A), in der Mitte (B) und am Ende (C).

    Die Kolbenringe sind mit einem Spannband fr den Einbau zusammenzu-drcken. Kolben in Zylinderbohrung eindrcken. Lagerdeckel einbauen undMuttern auf 6,0 kp anziehen. Lagerspiel prfen.

    Zylinderkurbelgehuse, die, abgesehen von unrunden oder kegelfrmigenZylinderbohrungen, zur Weiterverwendung geeignet sind, knnen durch Auf-bohren und anschlieendes Honen wieder instand gesetzt werden.Kolbenbergren werden nur zusammen mit den bereits eingepaten Kol-benbolzen geliefert

    Falls die Kegelform oder der Verschlei des Zylinders mehr als 0,127 mmausmacht, mu auf die nchste bergre aufgebohrt und gehont werden.

    Zylinder aufbohren!

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  • Der einzubauende Kolben ist mit einem Mikrometer zu vermessen, wobei inder Mitte des Kolbenmantels und im rechten Winkel zum Kolbenbolzen zumessen ist. Der Zylinder mu mit dem gleichen Durchmesser wie der desKolbens gebohrt und anschlieend bis zu einem Kolbenspiel von 0,013 -0,028 mm gehont werden. In jedem Fall richtet sich der Durchmesser desaufzubohrenden Zylinders nach dem gemessenen Wert des einzupassen-den Kolben.

    * Spiel der Kolben im Zylinder ist wie folgt zu prfen:

    l. Eine Fhlerlehre 12 mm breit und 0,04 mm dick entlang der Kolbenman-telflche und zwischen die Kolbenbolzenbohrung legen.2 Fhlerlehre mit umgekehrten Kolben in Zylinderbohrung so weit einfhren,da die Mitte der Kolbenbolzenaugen mit der Zylinderblockoberflche bn-dig ist und der Kolben mit seinen Bolzenaugen in Richtung Kurbelwelle steht.3. Fhlerlehre mit einer Federwaage nach oben herausziehen, dabei Wertauf Skala der Federwaage ablesen. Der Wert soll 3,2 bis 7,7 kp betragen.Ist der gemessene Zug grer als 7,7 kp, mu ein anderer Kolben einge-pat oder die Bohrung bis zur Erreichung des vorgeschriebenen Kolben-spiels weiter gehont werden. Wird eine Wert unterhalb 3,2 kp gemessen, istein anderer Kolben einzupassen. Falls ein vorschriftsmiges Kolbenspielnicht erzielt wird, mu der Zylinder auf die nchste bergre aufgebohrtwerden.Jeden Kolben entsprechend dem Zylinder, in den er eingepat wurde, end-gltig markieren, um eine Verwechslung beim Einbau zu vermeiden.

    Alle brigen Zylinder in gleicher Weise honen und die betreffenden Kolbeneinpassen. * Kolben mit Pleuelstange einbauen.

    Jeden Kolben finit Pleuel in seine betreffende Bohrung einbauen. Die miteiner Guvertiefung gekennzeichnete Seite des Kolbenbodens mu zur Vor-derseite des Motors zeigen.

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  • Kapitel 25 - BERHOLUNG Rochester -Vergaser

    Effiziente Gemischaufbereitung hngt sehr stark von sorgfltiger Reinigungund Inspektion whrend der berholung ab, da Schmutz, Gummi, Wasseroder Lack entweder in oder an Vergaserteilen sehr oft verantwortlich frschlechte Leistung sind. berholen Sie Ihren Vergaser immer in einem sau-beren, staubfreien Bereich. Zerlegen Sie den Vergaser vorsichtig und beach-ten Sie die Explosionsdarstellungen und Anweisungen, die im berholungs-bausatz vorshanden sind. Halten Sie hnliche und gleich aussehende Teilewhrend des Zerlegung und der Reinigung getrennt, um versehentliche Ver-wechslung beim Zusammenbu zu vermeiden. Notieren Sie sich alle Dsen-gren.

    Dichtungsbaustze

    Nach der Reinigung und berprfung aller Komponenten bauen Sie den Ver-gaser wieder zusammen, benutzen Sie dazu neue Teile und beachten Siedie Explosionsdarstellung. Stellen Sie, wenn Sie wieder zusammenbauen,sicher, da alle Schrauben und Dsen fest in ihren Sitzen sind, aber ber-drehen Sie nicht, denn die Spitzen werden so verzogen. Ziehen Sie alleSchrauben in einem Rotationsschema nach und nach an. Ziehen Sie dieNadelventile nicht in ihre Sitze an; daraus entsteht ungleichmiges Heraus-schieen. Verwenden Sie immer neue Dichtungen. Stellen Sie den Schwim-merstand ein, wenn Sie wieder zusammenbauen.

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  • VORBEREITENDE BERPRFUNGEN

    Folgendes sollte beachtet werden, bevor man versucht, Einstellungen vor-zunehmen.1. Wrmen Sie den Motor grndlich. Falls der Motor kalt ist, sorgen Sie dafr,da er Betriebstemperatur erreicht.2. Prfen Sie das Drehmoment aller Vergaser-Montagemuttern undZusammenbauschrauben. Prfen Sie auch die Einlakrmmer-an-Zylinder-kopf-Schrauben. Falls Luft in einen dieser Punkte leckt, vereitelt dies unver-weigerlich alle Einstellungsversuche.3. Prfen Sie das Krmmer-Hitzekontrollventil (falls verwendet), um sicher-zustellen, da es frei ist.4. Prfen Sie den Choke und stellen Sie ihn je nach Notwendigkeit ein.5. Stellen Sie Leerlaufdrehzahl und -mischung ein. Falls die Mischungs-schrauben mit Kappen versehen sind, stellen Sie sie nur ein, wenn alle ande-ren Grnde fr unrunden Leerlauf beseitigt sind. Falls andere Einstellungenvorgenommen werden, die die Leerlaufdrehzahl oder -mischung mglicher-weise ndern knnten, steilen Sie Leerlauf und Mischungwieder ein, wenn Sie alle anderen Motoreinstellungen beendet haben.Stellen Sie, bevor Sie Vergasereinstellungen vornehmen, sicher, da derMotor eingestellt ist. Viele Probleme, von denen man glaubt, da sie mit demVergaser zu tun haben, knnen darauf zurckgefhrt werden, da der Motoreinfach verstellt ist. Probleme in diesen Bereichen haben die gleichen Sym-ptome wie Vergaserprobleme.

    Rochester-Vergaser 4MV

    Der Fallstrom-Stufenvergaser 4 NN arbeitet in zwei Stufen. Die Primrsei-te (Kraftstoffeintritt) hat kleine Bohrungen mit zwei Vorzerstubern ber demLuftrichter und glatten Mischrohren Die dreifache Venturi-Anordnung sowiedie Ideinen Bohrungen auf der Primrseite ergeben eine stabile und feineKraftstoffdosierung im Leerlauf und Teillastbereich. Die Kraftstoffdosierungin der ersten Stufe erfolgt von konischen Teillastnadeln, die von einem unter-druckgesteuerten Kolben bettigt werden.Die Sekundrstufen haben zwei sehr groe Bohrungen mit stark erhhterLuftdurchsatzleistung. In der zweiten Stufe findet das LuftklappenprinzipAnwendung, durch das die Dosierung beeinflut und der Kraftstofflu vonden Borhungen der ersten Stufe ergnzt wird,Die Schwimmerkammer ist mittig angeordnet. Das Schwimmersystem hat

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  • einen einteiligen Schwimmer und erleichtert dadurch die Wartung der Ver-gasers. Die Schwimmernadel hat eine synthetische Spitze, wodurch einezustzliche Sicherheit gegen durch Schmutz verursachte Uberflutungspro-bleme gegeben ist.Ein Kraftstoffeintrittsfilter ist im Gustck des Kraftstoffeintritts untergebracht.Es kann bei Reinigung oder Erneuerung leicht entfernt werden.

    Die erste Stufe des Vergasers hat sechs Betriebssysteme. 1.Schwirnrnerkammersystem2. Leerlauf-.und bergangssystem 3.Hauptdsensystem4 Vollastanreicherung5 Beschleunigerpumpe6 StartvorrichtungDie zweite Stufe hat ein Dosiersystem, welches das Hauptdsensystemergnzt und den Kranstoff einer gemeinsamen Schwimmerkammer ent-nimmt. Nachstehend werden alle Betriebssysteme im Interesse einer schnel-len Diagnosestellung sowie leichter Wartung und Strungsbeseitigung in Ein-zelheiten beschrieben. Die Schwimmerkammer ist zwischen den Bohrungender ersten Stufe zentrisch angeordnet Der Schwimmer ist massiv aus Kunst-stoff in geschlossener Zellenbauweise hergestellt. Er ist leichter als ein Mes-singschwimmer, wodurch ein zustzlicher Auftrieb gegeben und die Verwen-dung eines kleineren Schwimmers zur Aufrechterhaltung eines konstantenNiveaus mglich ist.

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  • Es findef ein Kraftstoffeintrittsfilter aus Papier (6) mit einer Druckentlastungs-feder (5) Verwendung. Die Entlastungsfeder ermglicht ein Abheben des Fil-ters von seinem Sitz durch den Kraftstoffpumpendruck, wenn dieser einmalverstopft sein sollte. Der Schwimmerventilsitz (7), ein Messingeinsatz, ist inden Boden der Schwimmerkammer eingeschraubt und kann nur in Verbin-dung mit dem Nadelventil (8) ersetzt werden.

    LEERLAUF- UND BERGANGSSYSTEM

    Das Leerlaufsystem ist in der Primrseite des Vergasers angeordnet. JedeBohrung hat ein getrenntes und unabhngiges Leerlaufsystem. Beide Syste-me bestehen aus Leerlauf mischrohren (13), Leerlaufluftbahrungen (14),Leerlaufkanaleinschnrungen, LeerlaufgemischRegulierschrauben (11) undAustrittsbohrungen. Durch die Drosselklappenanschlagschrauben werdendie Drosselklappen leicht angestellt und geben somit die ntigen Querschnit-te fr die fr den Leerlauf bentigte Luftmenge frei.Aus der Schwimmerkammer (3) gelangt Kraftstoff durch die Hauptdse (10)in den Hauptkraftstoffraum (12). Dieser Kraftstoff gelangt weiterhin in denLeerlaufdurchgang, wo er von den Leerlaufrohren (13) aufgenommen wird.An der unteren Spitze der Leeralufrohre (13) wird der Kraftstoff dosiert undsteigt nach oben. Am oberen Ende eines jeden Leerlaufrohres wird der Kraft-stoff ber eine Leeralufluftbohrung mit Luft gemischt. Von diesem Scheitel-punkt tritt das Kraftstoffgemisch in die abwrts fhrenden Leerlaufkanle.Unmittelbar ber den Dorsselklappen der ersten Stufe wird dem Gemischweitere Luft zugefhrt. Das LuftKraftstoffgemisch wird durch die Leerlaufger-nisch-Regulierschraube (11) unterhalb der Drosselklappen dosiert undgelangt mit der um die leicht angestellten Drosselklappen strmende Luft indas Saugrohr und wird als brennbares Gemisch den Zylindern des Motorszugefhrt.

    Durch Drehen der Leerlaufgemisch-Regulierschraube (11) im Uhrzeigersinnergibt sich ein mageres Gemisch, whrend ein Drehen gegen den Uhrzei-gersinn ein fettes Gemisch ergibt Die ber den Leerlaufkanlen vorhande-nen Leerlaufluftbohrungen haben den Zweck, bei heieme Motor auftreten-de Kraftstoffdmpfe entweichen zu lassen. Hierdurch wird eine bestndigereLeerlaufdosierung whrend des Leerlaufes bei heiem Motor erreicht.Wenn die Drosselldappe der ersten Stufe aus ihrer Stellung fr niedrigenLeerlauf heraus zur Erhhung der Motordrehzahl geffnet wird, gelangtzustzlicher Kraftstoff durch die geschlitzten bergangsaustrittsffnungen

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  • (By-Pass-Bohrung, siehe Bildausschnitt). Der von den bergangsaustritts-ffnungen zustzlich gelieferte Kraftstoff wird dem sich durch die ffnendenDrosselklappen vorbeistrmenden Luftstrom beigemischt, so da hierdurchder Bedarf des Motors an Luft und Kraftstoff gedeckt werden kann.Die Leerlaufgemischbohrungen und die bergangsffnungen sorgen solange fr das entsprechende Kraftstoff-Luftgemisch, bis durch weiteres Off-nen der Drosselklappen die Luftgeschwindigkeit durch die Vorzerstubergro genug ist, um eine ausreichende Kraftstoffmenge aus dem Hauptd-sensystem zu erhalten.Das Schwimmerkammerbelftungsventil (15) wird durch eine Angel (17) vomPumpenhebel (16) gesteuert. Im Leerlauf wird das Ventil (15) angehoben,so da Kraftstoffdmpfe direkt nach auen entweichen knnen.

    HAUPTDSENSYSTEM

    Das Hauptdsensystem beliefert den Motor mit Kraftstoff zwischen ber-gangs- und Vollastbereich. Dieses System ist immer dann in Betrieb, wennder Luftdurchsatz durch die Venturi-Dsenanordnung (23) gro genug ist,einen wirksamen Kraftstofflu aus den Gemischaustrittsrohren aufrecht zuerhalten. Bei kleineren Motorlasten ist, bedingt durch die Stellung der Dros-selklappen, der Unterdruck im Saugrohr relativ hoch. Dieser wirkt auf einenKolben und zieht ihn gegen die Federkraft nach unten. Hierdurch werden dieTeillastnadeln nach unten in die Hauptdsen (10) geschoben. Der Kraftstoffwird zwischen den Teillastnadeln und den Hatupdsen dosiert. Der durch dieHauptdsen strmende Kraftstoff gelangt zuncht in die Mischkammer (22)und wird mit der durch die Luftkorrelcturdse (24) sowie aus den Belftungs-lchern einstrmenden Luft durchsetzt.Der am Gemischaustrittrohr im Vorzerstuber wirkende Unterdruck, bedingtdurch die groe Luftgeschwindigkeit, hebt das Kraftstoff Luftgemisch aus derMischkammer, wo es mit der einstrmenden Luft zerstubt und dem Saug-rohr zugefhrt wird.

    VOLLASTANREICHERUNG

    Das Vollastanreicherungssystem sorgt fr eine zustzliche Gemischaufbe-reitung bei starker Beschleunigung sowie im Betrieb des oberen Drehzahl-bereiches. Das fettere Gemisch wird durch das Hauptdsensystem in derersten und zweiten Stufe des Vergasers geliefert. Die zweite Stufe enthltDrosselklappen federbelastete Luftklappen, Dosierblenden , Sekundr-Teil-

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  • lastnadeln , Mischkammern mit Luftkorrekturdsen , Gemischaustrittsrohrensowie Beschleunigerkammern und -rohre .Die zweite Stufe arbeitet wie folgt:Wenn die Drosselklappe der ersten Stufe fast vollkommen geffnet ist,beginnt der Drosselhebet der ersten Stufe, ein Verbindungsgestnge zumDrosselwellenhebel der zweiten Stufe die Sekundr-Drosselklappen zu ff-nen. Da die Luftklappen , bedingt durch den Federdruck, noch geschlossensind, wirkt unterhalb diesen ein Unterdruck.Wenn die Druckdifferenz eine bestimmte Gre erreicht, beginnen die feder-belasteten Luftklappen zu ffnen. Bei dieser ffnungsbewegung geben dieOberkanten der Luftklappen die Beschleunigerkammern frei. Dabei tritt ausdiesen gengend Kraftstoffaus und sorgt fr einen kontinuierlichen bergang, bis sich die Luftklappenweiter geffnet haben und der Gemischaustritt aus den Austrittrohren derzweiten Stufe einsetzt Mit dem ffnen der Luftklappe werden ber einenKunststoffnocken , der in der Mitte der Luftkiappenwelle befestigt ist, die Teil-lastnadeln der zweiten Stufe angehoben. Dabei fliet Kraftstoff aus derSchwimmerkammer durch die Dosierblenden in die Mischkammer der zwei-ten Stufe, wo er mit Luft aus den Korrekturdsen gemischt wird.Diese Gemischdosierung gelangt zu den Gemischaustrittsrohren und somitin die Bohrung der zweiten Stufe. Hier wird das Kraftstoffgemisch mit derdurch die Sekundrbohrungen strmenden Luft gemischt und ergnzt dasvon Bohrungen der ersten Stufe abgegebene Gemisch. Bei weiterer ffnungder Drosselklappen und Erhhung der Motordrehzahl strmt eine grereLuftmenge durch die Sekundrstufen und ffnet die Luftklappen au einengreren Wert, wodurch die Teillastnadeln , weiter aus den Dosierblendenherausgehoben werden. Diie Teilastnadeln laufen konisch zu, so da derKraftstofflu durch die Dosierblenden zum Luftstrom durch durch Bohrungender zweiten Vergaserstufe proportional ist.

    BESCHLEUNIGER-PUMPEBeim pltzlichen Beschleunigen, d. h. beim schnellen ffnen der Drossel-klappen, verndert sich der Luftstrom im Saugrohr momentan. Der Kraftstoffneigt zu einem Nachhinken und wurde eine momentane Abmagerung ver-ursachen. Um dieses zu vermeiden, wird, um einen guten bergang zuerhalten, ber eine Beschleunigerpumpe zustzlich gefrdert. Das Beschleu-nigerpumpensystem ist in der ersten Stufe (Primrseite) untergebracht. Esbesteht aus einem federbelasteten Pumpenkolben und einer Pumpenrck-holfeder , die in einer Kraftstoffkammer arbeiten. Der Kolben wird ber einen

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  • Pumpenhebel am Luftstutzen, der ber eine Pumpenstange mit dem Dros-selklappenhebel in Verbindung steht, bettigt. Beine Schlieen der Drossel-klappen bewegt sich der Pumpenkolben nach oben.Wenn sich der Kolben nach oben bewegt, bewegt sich die schwimmendgelagerte Kolbenmanschette nach unten, so da der ber dem Kolben ste-hende Kraftstoff zwischen Anschlag und Manschette vorbei in die untere Kol-benkammer gelangt (siehe Bildausschnitt 5). Gleichzeitig knnen Kraftstoff-dmpfe, die sich auf dem Boden der Pumpenkammer gebildet haben,zwischen Kolbenanschlag und Manschette entweichen.

    Wenn die Drosselklappen der ersten Stufe geffnet werden, wird ber dasVerbindungsgestnge der Pumpenkolben abwrts bewegt. Die Pumpen-manschette legt sich am Anschlag sofort an und der Kraftstoff wird ber dasDruckventil in die Beschleunigungsbohrung und somit in die Lufttrichter derersten Stufe gedrckt. Die Dauerfeder ist mit der Rckholfeder so abge-stimmt, da whrend des Beschleunigungsvorganges ununterbrochen einekonstante Kraftstoffmenge abgegeben wird, die bei stoartigem ffnen derDrosselklappen nimmt die Dauerfeder einen Teil der Energie auf und ver-lngert durch anschlieendes Entspannen die Einspritzzeit. Whrend desBetriebes mit hohen Drehzahlen steht an der Pumpenaustrittsbohrung einhoher Unterdruck an. Eine Querverbindung unmittelbar hinter der Austritts-bohrung dient zur Saugdruckunterbrechung. Hierdurch wird erreicht, da imRuhestand der Pumpe kein Kraftstoff aus dem Beschleunigersystem heraus-gezogen wird

    STARTVORRICHTUNG

    Die Starterklappe ist in der ersten Stufe angeordnet. Sie liefert beim Kalt-start und whrend der Aufwrmzeit des Motors die richtige Luft-Kraftstoff-Gemischanreicherung. Die Luftklappe der Sekundrstufe bleibt geschlossen,bis der Motor warm und die Starterklappe voll geffnet ist.Beim Starten des Motors verursacht der gegen die Oberseite der Starterklap-pe anstehende Druck ein leichtes ffnen der Klappe gegen die Spannungder Bimetallspirale . Hierdurch wird der Luftstrom durch den Vergaser gedros-selt, damit durch den entsprechenden Unterdruck das bentigte fettere Star-tergemisch geliefert werden kann. Wenn der Motor luft, wird die Luftklap-penstange durch die Unterdruckmembran bis zum Anschlag zurckgezogenund drckt gleichzeitig den Unterbrecherarm in ffnungsstellung, so da derNockenstelhebel von der hchsten Stufe des Nackens auf die zweite

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  • Stufe zurckfllt, wodurch die Starterkiappen etwas geffnet und eine Uber-fettung des Gemisches verhindert wird. Dadurch erhlt der Motor einen aus-reichend hohen Leerlauf. Beim allmhlichen Warmwerden des Motors wirddie Bimetallspirale beheizt. Diese beginnt sichzu enspannen und gibt dabei der Starterldappe die Mglichkeit, sich weiterzu ffnen, da die Ansaugluft auf die versetzte Starterklappe drckt. Die Star-terklappenffnung wird fortgesetzt, bis die Bimetallspirale vollstndig ent-spannt und die Starterkiappe voll geffnet ist

    Vergaserdaten:

    Vergasertyp: 4 MVVergasernummer 702 9202

    Anordnung Pumpenstange: innenEinstellung Pumpenstange: 7,9 mmEinstellung Leerlaufbelftung: 9,5 mmEinstellung Starterklappenstange: 2,5 mmEinstellung Unterdruckunterbrecher: 1,6 mmEinstellung Schnelleerlauf: 2 UmdrehungenEinstellung Schwimmerniveau: 5,5 mmEinstellung Luftklappendmpfer: 0,4 mmEinstellung Entlastung: 11,4 mmEinstellung ffnung II. Stufe: 1,8 mmEinstellung Schlieen II. Stufe: 0,5 mmTeillastnadel I. Stufe TypTeillastnadel 11. Stufe TypLeerlaufdrehzahl: 450-500 in DSchnelle Leerlaufdrehzahl: 2400 U/min in N

    Vergaser berholen und einstellen {je nach Motor erfragen)

    Vergaserdeckel ausbauen.

    Sicherungsklammer am oberen Ende der Starterverbindungsstange (A)abnehmen, StarterStange aus Starterwellenhebel lsen undStarterstange aus Kammer herausnehmen. Sicherungsklammer von Pum-

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  • penstange (B) entfernen, Pumpenstange von Pumpenhebel trennen.Sicherungsklammer von Stange Luftventilhebel (C) zur Unterdruck-Abschaltmembrane entfernen und Stange aushngen.Neun Vergaserdeckelschrauben herausschrauben, vorher Deckel frSchwimmergehuse-Entlftung abnehmen, dabei ist zu beachten, da zweiBefestigungsschrauben (Senkschrauben) im Lufttrichter angeordnet sind.Vergaserdeckel vorsichtig abnehmen, damit eingeprehte Tauch- und Entlf-tungsrohre nicht beschdigt werden. Vergaserdeckeldichtung verbleibt vor-lufig auf dem Schwimmergehuse.Demontage des VergaserdeckelsTeillastnadel in der 2. Stufe ausbauen. Dies ist nur notwendig, wenn diesel-ben Beschdigungen aufweisen. Hierzu ist die Befestigungsschraube zu lei-sen und die Teillastnadelangel vom Nockenhebel abzuziehen. Teillastnade-langel mit Nadel nach oben herausziehen. Eine weitere Demontage desVergaserdeckels ist fr berholungszwecke nicht notwendig.

    Auseinanderbauen des Schwimmergehuses

    Pumpenkolben (A) und Pumpenrckholfeder aus Pumpenzylinder heraus-nehmen. Vergaserdeckeldichtung von Zentrierstiften abheben und Dichtungentfernen, Kunststoffiillstutzen (B) ber Schwimmernadelventil nach obenherausziehen.Kolben und Teillastnadeln der 2. Stufe ausbauen. Hierzu wie folgt vorgehen;Mit Hilfe eines Schraubenziehers Unterdruckkolben, dieser ist mit einemKunststoffdichtring in die Unterdruckkammer eingepret, mit Teillastnadelnherausheben.Teillastnadeln aus Kolben aushngen, nachdem auf jeder Seite die Zugfe-der gelst worden ist. Teillastnadeln auf Verschlei prfen und ggf. ersetzen.Schwimmer mit Schwimmerachsenangel und Schwimmernadelventil ausSchwimmerkammer vorsichtig herausheben. Dabei ist darauf zu achten, dadie Drahtangel vom Schwimmernadelventil nicht beschdigt wird. Schwim-mernadelventil prfen, wobei es wichtig ist, da die synthetischeSpitze des Schwimmernadelventils, die den Kraftstoffeintritt abdichtet, nichtbeschdigt ist. Gegebenenfalls Nadelventil ersetzen. Der Schwimmernadel-sitz kann nicht ausgebaut werden. Falls beschdigt, mu Schwimmergehu-se ersetzt werden.

    Hauptdsen (A) der 1. Stufe ausbauen. Die Kraftstoffdosierdsen (B) der 2.Stufe sind eingeprei3t und knnen nicht demontiert werden. Druckventil (C)

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  • des Beschleunigungssystems herausschrauben.Die in der Sekundrseite der Schwimmerkammer eingeschobenen Leitble-che knnen nach oben herausgezogen werden, was jedoch fr eine ber-holung bzw. Reinigung des Vergasers, falls sie nicht beschdigt sind, nichtnotwendig ist.Unterdruckschlauch von Unterdruckdose und vom Rohranschlu amSchwimmergehuse abnehmen.Mutter und Dichtung des Kraftstoffeintrittfilters sowie Filter und Feder aus-bauen. Drosselklappenteil ausbauen. Hierzu 3 Befestigungsschrauben vonder Drosselklappe nseite herausschrauben und Schwimmerkammer vomDrosselklappenteil abnehmen. Drosselklappendichtung von Schwimmerkam-mer abnehmen (Zentrierstifte).

    Wichtig:

    Der Ausbau des Drosselklappenteils ist mit uerster Sorgfalt durchzufh-ren und auch beim Reinigen des Drosselklappenteils ist darauf zu achten,da die Drosselklappen, insbesondere die der 2. Stufe, nicht beschdigt wer-den. Beide Leerlauf-Gemischregulierschrauben mit Federn aus Drosselklap-penteil ausbauen.Schwimmerkammerteil, Drosselklappenteil und Vergaserdeckel in Wasch-benzin reinigen. Alle Durchgnge, Bohrungen und Dsen mit Druckluft aus-blasen.

    Wichtig!In keinem Falle drfen Bohrungen oder Dsen mit metallischen Gegenstn-den gesubert werden. Leerlaufgernischnadeln und Teillastnadeln aufBeschdigungen prfen. Beschdigte Teile sind zu ersetzen. Luftklappensowie Steuerklappen auf Verschlei prfen. Bei Beschdigungen ist der Ver-gaserdeckel zu ersetzen.Der Zusammenbau des Vergasers erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, wobeidie Dichtung zwischen Schwimmerkammerteil und Drosselklappenteil ersetztwerden mu, Beim bzw nach dem Zusammenbau sind nachstehende Ein-stellanweisungen, die ein einwandfreies Arbeiten des Vergasers gewhrlei-sten, zu beachten.

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  • Vergasereinstellung

    Schwimmer-Niveau-EinstellungMit Tiefenma von Oberkante Schwimmergehuse (ohne Dichtung) bisOberkante Schwimmer messen. Soll-Ma = 5,5 mm

    Anmerkung: Achten Sie darauf, da der Haltebolzen fest in der Aus-sparung gehalten wird und die Angel des Schwimmers am Nadelventil auf-liegt

    Korrektur: Pumpenarm an der Aussparung entsprechend nachbiegen.

    Pumpenstangen-Einstellung

    Bei vollstndig geschlossenen Drosselklappen und im vorgeschriebenenLoch des Pumpenhebels (A) befindlicher Pumpenstange von OberkanteStarterklappenwand am Entlftungsschacht bis Oberkante Pumpenstangemit Tiefenma messen. Soll-Ma = 7,9 mm

    Korrektur: Pumpenarm an Nadel auf Einstellma biegen.Einstellung der Leerlauf-Entlftung

    Nachdem die Pumpenstangen-Einstellung vorgenommen worden ist, Ent-lftungsventil geschlossen halten und Drosselklappen der 1.Stufe so weit ffnen, da der Entlftungsventilarm gerade die Bi-Metallfederdes Entlftungsventils berhrt. Mit Tiefenma Abstand von Oberkante Pum-penstange messen. Soll-Ma = 9,5 mm* Korrektur: Belftungsventilangel auf Einstellma biegen.

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  • Einstellung des SchnelleerlaufsBei vollstandig geschlossenen Drosselklappen der 1. Stufe, wobei der Nok-kenstel auf der hchsten Stufe des Nockens fr hohen Leerlauf steht,Regulierschrauben (A) zwei Umdrehungen eindrehen, nachdem dieSchraube den Hebel gerade berhrt hat.Einstellung der Starterkiappenstange Nockenstel auf 2. Stufe des Nocken(A) fr hohen Leerlauf stellen. Der Spalt (B) zwischen Starterklappe und. Ver-gaserwand mu 2,5 mm betragen.Korrektur: Starterkiappenstange am Knick (C) auf Einstellungsma biegen.

    Einstellung des Luftklappendmpfers (fr die Sekundrstufe)Bei richtigem Sitz der UnterdruckUnterbrechermembran, Luftklappegeschlossen und Membrane bis zum Anschlag eingedrckt, mu zwischenDmpferstange und Ende des Schlitzes im Luftklappenhebel ein Spiel von0,4 mm vorhanden sein.

    Korrektur: Stange an Biegung (A) auf richtige Einstellung biegen.

    Einstellung des Unterdruckunterbrechers Unter Verwendung eines Gummi-bandes am Starterklappenhebel Starterklappe in geschlossener Stellung hal-ten. Nackenstel mu auf hchster Stufe des Nockens (hoher Leerlauf} lie-gen. Stange der Unterdruckmembrane gegen ihren Sitz halten, so da dasEnde der Dampferstange im Langloch des Luftklappenhebels (B) anliegt.Dadurch wird die Starterklappe durch die Dampferstange im Knick (C) etwasaufgedrckt. Die Abmessung zwischen Starterklappe und Vergaserwandmu 1,6 mm betragen.Korrektur: Angel (A) des Starterklappenhebels auf Einstellung biegen.

    Entlastungs-EinstellungDrosselklappe ganz ffnen. Starterklappenhebel durch Verdrehen gegen denUhrzeigersinn bis zum Anschlag fuhren. Dadurch wird die Starterklappe aufein Ma von 11,4 mm, gemessen zwischen Starterklappe und Vergaser-wand, geffnet.Korrektur_ Angel an Drosselklappenhebel (A) auf Einstellma biegen.ffnungseinstellung der 2. Stufe Drosselklappe der 1. Stufe ffnen, bis ver-lngerte Angel des Bettigungsgelenkes den Sekundrhebel geradeberhrt. Bei dieser Stellung mu der Boden des Gelenkes in der Mitte desSekundrhebelschlitzes (A) liegen und zwischen Gelenk und Angel ein Spielvon 1,8 mm vorhanden sein.Korrektur: Angel (B) auf Einstellma biegen.

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  • Schliestellung der 2. Stufe Drosselldappenanschlagschraube auf Leer-laufdrehzahl einstellen, wobei darauf zu achten ist, da Nockenstel nichtauf Stufenscheibe (hoher Leerlaut) aufliegt. Zwischen Bettigungsstange undStirnseite des Schlitzes im Sekundrhebel mu ein Spiel von 0,5 mm vor-handen sein, wenn die Angel des Bettigungshebel (A) an Angel-Mitnehmerhebel Primrseite anliegt. * Korrektur: Angel an Bettigungshe-bel (A) auf Me nachbiegen.

    Leerlauf einregulieren (je nach Motor mit Automatik)

    Die Leerlauf- und Leerlaufgemischeinstellung mu bei einge-bautem Luftfilter und bei betriebswarmem Motor vorgenommen werden.Dazu Motor anlassen und Whlhebel in Stellung D (Automatik) bei ange-zogener Handbremse einlegen.Drehzahlmesser nachAngaben des Herstellers anschlieen (je nachMotor). Darauf achten, da die Starterldappe vllig geffnet ist. Durchentsprechendes Verdrehen der Drosselkiappenanschlagschraube(Pfeil 6 und 7) Drehzahl auf 450-550 U/Min einstellen. Beide Leerlaufger-nisch-Regulierschrauben urn kleine Betrge nach rechts drehen, bis eingeringer Drehzahlabfall zu bemerken ist. Danach beide Schrauben wiederso weit zurckdrehen, bis max. Drehzahl gerade erreicht wird.Dadurch wird gewhrleistet, da der Vergaser so eingestellt ist, da er ander mageren Seite liegt.

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  • Kapitel 26 - Wartung und Prfung des Anlassers

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  • Der Anlasser einschlielich Magnetschalter ist wartungsfrei.sind nachstehend nur Prfarbeiten beschrieben, die in eingebautem zu -stand duchgefhrt werden knnen. Da die Leistung des Anlassers weit -gehend vom Zustand der Batterie sowie vom Zustand der Zuleitungen, Kon-takte und Anschlsse zum Anlasser und Batterie abhngt, sind zu - nchstdiese Teile auf einwandfreien Zustand zu untersuchen. Daher mu vor jederAnlasserprfung die Batterie berprft werden. Neben den elektrischen Ein-flssen gibt es aber auch noch mechanische Gren, die die Leistung unddamit die Stromaufnahme des Anlassers erheblich beeinflussen knnen.Man kann diese mechanischen Gren kurz unter der Bezeichnung (Motor-stand) hierzu zhlen unter anderem die Kompression, steifes Matorl u.s.w.zusammenfassen. Deshalb ist zur einwandfreien Beurteilung des Anlassersauch der (Motorstand) mit einzubeziehen. Wegendieser Motoreinflsse gibtes kaum przise Stromwerte an die. man sich bei Belastungsprfungen hal-ten kann. Es knnte deshalb nur die Prfung des Anlassers im Kurzschlu(3vorgesehen werden. Da aber der Motor in Verbindung mit dem AUTOMA-TISCHEN GETRIEBE nicht blockiert werden kann, ist nur die Prfung derMagnetschalter - Einzugsspannung mglich.

    1. Wenn Anlasser beim bettigen nicht den Motor durchdreht, Batterie pr-fen.

    2. Zieht Magnetschalter nicht an, Spannung whrend eines Startvorgangesan Klemme (R) des Magnetschalters prfen. Die Spannung soll an Klemme(R) ca. 7,7 Volt betragen.

    Anmerkung: Im warmen Zustand bentigt der Magnetschalter eine etwashhere Einzugsspannung. Wenn die Spannung weniger als 7,7 Volt betrgtMagnetschalter - Steuerkreis auf Spannungsabfall prfen. Hierbei LenkundZndschlo beachten. Der Spannungsabfall soll nicht mehr als ca. 3,5 Voltergeben. Wenn die Spannung hher als 7,7 Volt ist und der Magnetschal-ter schaltet nicht den Anlasser ein, Anlasser ausbauen und instandsetzen.

    Anmerkung: Um berhitzung des Anlassers zu vermeiden, Anlasser nichtlnger als 30 Sekunden hintereinander bettigen.

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  • Anlasser ausbauen und auseinandernehmen .

    Rollenfreilauf von Ankerwelle abnehmen. a) Druckring vom Wellenende abziehen.b) Am Haltering geeignetes Rohrstck

    (2) ansetzen und Ring so weit zurckschlagen, bis Sprengring aus Ringnut

    der Ankerwelle herausgenommen werdenkann.

    Sprengring mit geeignetem Werkzeug vonAnkerwelle abnehmen.Haltering und Rollenfreilauf von Ankerwelleabnehmen.

    Brstenhalter ausbauen. Hierzu Bolzen aus Brstenhalter-Halterungherausziehen und Brstenhalter mit Brstenfeder abnehmen.Leitungen von Kohlebrsten bzw. Kohlebrstenhalter abschrauben und B-rsten abnehmen.

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  • Falls erforderlich, Magnetschalter zerlegen, Das Zerlegen des Magnetschal-ters nur durchfhren, wenn begrndeter Ver d,Lcht auf defekte Kontaktstk-ke besteht, Hierzu Muttern von Schalterklemmen abschrauben.Beide Befestigungsschrauben vom Magnetschalterdeckel abschrauben undDeckel abnehmen. Feldspule ausbauen.

    Anmerkung: Der Ausbau der Feldspulen ist nur dann durchzufhren, wenndurch Prfungen bewiesen ist, da diese Masse- oder Windungsschlusshaben. In einem solchen Fall Polschuhschrauben abschrauben. Polschuhemit Feldspulen und Isolierstcken aus Polgehuse heraus nehmen. Polschu-he von Feldspulen abnehmen und Feldspulen zerlegen.~Um beim Zusammenbau des Anlassers wieder die gleiche Lage der ein-zelnen Teile zu erreichen, Kollektorlager, Polgehuse und Antriebslagerdurch Krnerschlge zeichnen.

    Bolzenschrauben am Kollektorlagerrckseite abschrauben.auf Verschleiprfen, falls erfoderlich Brstenhalter richtig gegen den KollektorLagerbuchse im Antriebslager auf Ankerwellenende.

    Teile reinigen und prfen.

    Alle Teile, mit Ausnahme der elektrischen Teile und des Rollenfreilaufes, inWaschbenzin subern. Entfettende Reinigungsmittel knnen die Isolation derelektrischen Teile beschdigen und die Fettpackung imKupplungsmechanismus auflsen. Funktion der Freilaufkupplung prfen.Das Ritzel mu sich in Freilaufrichtung drehen lassen und darf in Antriebs-richtung nicht rutschen. Ritzelzhne auf Risse undAbsplitterungen und ber-migem Verschlei prfen. Feder auf normale Spannung und Fhrungs-ring fr Einrckhebel auf Verschlei prfen. Falls erforderlich, knnen dieFedern und der Fhrungsring ausgewechselt werden. Hierzu Fhrungsringin Richtung Kupplung drcken und Sprengring am Ende der Kupplung ausRingnut herausnehmen.Kohlebrsten und Brstenhalter lich, ersetzen. Prfen, ob Kohlebrstengefhrt werden.Lagerbuchse im Kollektorlager und verschlei prfen. Das jeweilige dieBuchse fhren lassen. Buchsen oder beschdigt sind. Vor dem Motorl trn-ken.

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  • Kollektor prfen.

    Unrunden oder rauhen Kollektor abdrehen.Kollektor nur soweit abdrehen,bis eingelaufene Stellen gerade berdreht sind. Anschlieend Lamelleniso-lation nachschneiden und Kupferstaub zwischen den einzelnen Kol-lektorlamellen entfernen. Evtl. Kollektor mit leichtem Schmirgelleinen abzie-hen, um vorhandenen Grat zu entfernen. Ltstellen an Kollektorfahnen, andenen die Ankerwicklung angeltet ist, auf einwandfreien Zustand prfen.Falls erforderlich, ausgeltete Stellen nachlten. Zum Nachlten nur sure-freie Ltmittel verwenden. Eine verbrannte Kollektorlamelle ist meistens einHinweis auf eine mangelhafte Ltstelle.

    Anker auf Windungsschlu prfen. Diese Prfung ist mit handelsblichenAnkerprfgerten durchzufhren. Hierbei sind die Bedienungsanleitungen zubercksichtigen. Anker mit Windungsschlu ersetzen.

    Magnetschalter-Kontaktstcke auf einwandfreien Zustandprfen.

    Verschmorte und defekte Teile ersetzen.Der Zusammenbau des Anlasserserfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Hierbei nachstehende Punkte besondersbeachten.

    Anker mit Prflampe auf Nasseschluprfen. Eine Prfspitze an eine Kollek-torlamelle und andere Prfspitze anAnkerblechpaket anhalten. Prflampedarf nicht aufleuchten. Anker mit Mas-seschlu ersetzen.

    Feldwicklung mit Prflampe auf Unterbrechung prfen. Je eine Prfspitze anden Anfang bzw. an das Ende der Feldwicklung anhalten. Prflampe muaufleuchten. Feldwicklung mit Unterbrechung ersetzen.Feldwicklung mit Prflampe auf Masseschlu prfen. Eine Prfspitze an

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  • einer Plusbrste, andere Prfspitze an einer Minusbrste anhalten, Prflam-pe darf nicht aufleuchten. Feldwicklung mit Masseschlui3 ersetzen oder Spu-len neu gegen Masse isolieren.

    Kohlebrsten mit Anschlukabel an Brstenhaltern anschrauben. Brsten-halter mit angeschraubten Brsten am Brstenhalterlager montieren.Steigewinde und Ankerwelle leicht fetten. Rollenfreilauf auf Ankerw