Container Richtig Beladen HALO

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CONTAINER RICHTIG BELADEN

1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

2. Belastungen whrend des Transports . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 2.1. Mechanische Belastungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 2.2. Klimatische Belastungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 2.3. Biologische Belastungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

2.4. Chemische Belastungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

3. Vorbereitungen zum Containertransport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 3.1. Gewichtsbegrenzung und Gewichtsverteilung im Standard-Container . . . . 10 3.2. Stauplanung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 3.3. Funktion der Verpackung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 3.5. Sicherungseinrichtungen im Container . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 3.6. Allgemeine Regeln zur Ladungssicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15 3.7. Prfung des Containers vor der Beladung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17

3.4. Allgemeine Regeln zum Packen von Ladung im Container . . . . . . . . . . . . . .13

3.8. Prfung des Containers nach der Beladung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18 3.9. Rckgabe des Containers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19

4. Schutz vor Klimaeinflssen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 4.1. Schutz vor Feuchtigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 4.3. Ladung unter kontrollierter Atmosphre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 4.2. Ladung in Khlcontainern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

5. Material zur Ladungssicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 5.1. Allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 5.2. Auflagerung Material zum Legen unter die Ladung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 5.3. Laschmaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 5.4. Fllmaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

2

Inhalt

6. Stauen und Sichern verschiedener Ladungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 6.1. Kartons, Kisten und Holzverschlge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 6.2. Palettierte Ladungseinheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 6.3. Fsser und Kunststoffkanister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 6.4. Sackgut und Ballen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 6.5. Rollen und Ringe 6.6. Stahlplatten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

6.7. Fahrzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 6.8. Glasscheiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 6.9. Feuchte Tierhute und Felle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 6.10. Flssigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 6.11. Schttgut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 6.12. Lange Ladungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 6.13. Lebende Tiere . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 7. bergroe und schwere Ladung 7.2. Vorgelaschte Ladung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

7.1. Allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 7.3. Konventionelle Ladung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 8. Weitere Informationen und Kontakt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

3

1. Einleitung

Im Zeitalter der Globalisierung nimmt der Transport eine herausragende Rolle ein. Wer neue Mrkte erschlieen oder Produktionsstandorte aufbauen will, braucht verlssliche Beschaffungs- und Verteilungswege. Hapag-Lloyd ist auf allen fnf Kontinenten prsent. Unsere Bros sind verknpft durch ein weltweit einheitliches IT-System, das in der Industrie fhrend ist. Seit rund 160 Jahren sind wir Partner der Auenhandelswirtschaft und der Spedition. Wir gehren heute zu den Top 5 in der weltweiten Containerschifffahrt. Das engmaschige Servicenetz umfasst mehr als 80 Liniendienste und deckt alle wichtigen Hfen der Welt ab. Unsere Flotte wird stndig an den wachsenden Bedarf angepasst. Derzeit besteht sie aus mehr als 140 modernen Containerschiffen mit Kapazitten zwischen 1.000 und 9.000 Standardcontainern. Damit steht optimale Tonnage sowohl fr die Hauptrouten als auch fr Nischenverkehre zur Verfgung. Um fr das weitere Wachstum gerstet zu sein und unseren Kunden stets ausreichende Kapazitt zur Verfgung zu stellen, bauen wir unsere Schiffs- und Containerflotte kontinuierlich aus.

Das Durchschnittsalter der Container beluft sich auf nur sechs Jahre. Neben den Standard-Containern gibt es unter anderem: Khlcontainer fr temperaturempfindliche Gter, Open-Top- oder Hard-Top-Container fr kranbare Ladung oder Teile mit berhhe, High-Cube-Boxen fr leichte, voluminse Waren sowie Ladeplattformen fr Gter, die auf Grund ihrer Ausmae oder ihres Gewichtes nicht in einen geschlossenen Container passen. Hapag-Lloyd verfgt ber ein internes nach ISO 9002 zertifiziertes Qualittsmanagement, das sich auch auf die Leistungen der Subunternehmer erstreckt. Hapag-Lloyd mchte dazu beitragen, dass Ihre Produkte schnell und vor allem sicher beim Empfnger eintreffen. Whrend des weltweiten Transports auf Strae, Schiene oder dem Wasser sind die Produkte nicht nur klimatischen Einflssen, sondern teilweise auch erheblichen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Diese Broschre soll Ihnen dabei helfen, Ihre Ladung adquat zu stauen und zu sichern und damit Schden zu vermeiden. Sie basiert auf dem Wissen unserer Ladungsspezialisten sowie der Schiffsbesatzungen. Darber hinaus wurden Ladungsschden aus der Vergangenheit analysiert. Auch diese Erkenntnisse sind eingeflossen. Einen sicheren Stau von Ladung im Container gibt es nicht zum Nulltarif. Doch der Aufwand lohnt sich. Im Schadensfall liegen die Kosten in der Regel erheblich darber. Natrlich kann diese Broschre nicht alle Fragen zur Ladungssicherung im Container beantworten. In unseren Verkaufsbros, von denen eines ganz in Ihrer Nhe ist, stehen Ihnen unsere Experten fr weitere Fragen zur Verfgung. Wir wrden uns freuen, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen. Adressen finden Sie unter www.hapag-lloyd.com

5

2. Belastungen whrend des Transports

2.1. Mechanische Belastungen Die Ladungssicherung muss allen Krften durch See- und Landtransport genauso wie dem Containerumschlag widerstehen. Der geschlossene, nicht einsehbare Container verhindert eine Kontrolle whrend des Transportes. Eine Verbesserung oder Vernderung der Ladungssicherung kann nicht mehr vorgenommen werden, nachdem der Container geschlossen wurde. Deshalb muss die Packfirma wissen, welche Krfte whrend des Transportes auftreten. Grundstzlich unterscheiden wir zwei Arten mechanischer Krfte. Statische Krfte entstehen durch Stapeln und Stehen der Ladung auf dem Containerboden. Hauptfaktor ist der Stapeldruck, der Biege- und Knickbeanspruchungen vor allem in den untersten Lagen verursacht. Der Stapeldruck ist abhngig von den Abmaen, Gewicht, Form und Hhe der zu stapelnden Ladung. Dynamische Krfte entstehen whrend der Beladung des Containers, whrend des Land- oder Seetransports und whrend des Umstellens der Container. Es wird unterschieden zwischen Beschleunigungs-, Sto- und Vibrationskrften. Beschleunigung und Ste treten beim Beladen, Bremsen, Rangieren, Umsetzen, Anheben, Absetzen und Fahren durch Kurven auf. Auf See entstehen gleichmige Beschleunigungen durch Rollen, Stampfen und vertikale Bewegung. Vibrationen entstehen unter anderem durch Schiffsmotor, Getriebe und Propeller, Lkw-Federung, Straen- und Schienenoberflche mit einer groen Bandbreite an Frequenzen und Amplituden.

up to 1,5 g

up t

o 0,

6g

up to

1,0 g

1,0 up to

g

up t o

0,6 g

Mgliche Beschleunigungskrfte beim Lkw-Transport

up

to

1,

5

g

6

Gewhnlich kennt man die bei einem Transport zu erwartenden Beschleunigungen nicht im Voraus. Man kann sich nur an Erfahrungswerte halten. Diese werden in den folgenden Graphiken wiedergegeben. Der Buchstabe g meint die Erdbeschleunigung (g = 9, 81 m /s2). Es ist mglich, dass die Beschleunigung whrend kurzer Ste oder Vibrationen hher als angegeben ist.

up to 0,4 g

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4g

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4,0 g

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4,0 g

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4g

Mgliche Beschleunigungskrfte beim Bahntransport

up to up to 1,0 g up