CSI Magazin Februar 2012

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    08-Mar-2016

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csi magazin februar 2013

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  • Editeur: CSI asbl, ONG agre Februar 2013

    de MagazinKooperatioun Eng-Welt-Erziung Mnscherechter

    Entwcklung duerch Bildung

    Edito

    Jedes Projekt will Brcken schlagen

    Werte Leser,Liebe Freunde von CSI,

    Am 23. Januar unterzeichnete ich in den Rumlichkeiten der Dlgation de la Coop-ration au Dveloppement einen neuen Rah-menvertrag fr die Jahre 2013-2016 mit dem Luxemburger Staat. Dieser Tag beendete die Etappe der Vorbereitung und lutete defi nitiv die der konkreten Umsetzung der Projekte ein, die CSI in den nchsten Jahren verwirklichen will. Im Artikel Seite 1 erlutert Sylvie Grein Ihnen die Hauptmerkmale unserer Entwick-lungszusammenarbeit, die den Menschen mit seiner Fhigkeit zu lernen und sich zu vern-dern in den Mittelpunkt setzt.20% der fi nanziellen Mittel fr unsere Projekte mssen durch Spenden von Privatpersonen oder Vereinigungen gedeckt werden. Dies ist eine groe Herausforderung! Allerdings stellt dies auch sicher, dass der Kampf gegen Armut nicht einfach an den Staat und einige Hilfswerke delegiert wird, sondern, dass bei jedem Projekt, die Brcke zwischen den Menschen in den Partnerlndern und den Menschen in Luxemburg neu geschlagen werden muss. Mit jeder Spende bauen Sie einen Teil dieser Brcke mit! Auf den Seiten 2 und 3 knnen Sie den Reise-bericht aus Vietnam von Vronique Weis lesen. Ich kann mich noch sehr gut an meine letzte Reise nach Danang im Frhling 2008 erinnern. Damals hatten die Soeurs de St Paul de Chartres eine kleine Schule, in der sie behinderte Kinder aufnahmen und sie hatten viele Projekte Es ist schon atemberaubend, was in den letzten 5 Jahren fr Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Danang auf-gebaut wurde. Auf Seite 4 fi nden Sie eine Einladung zu einem Konzert mit dem talentierten Luxemburger Pia-nisten David Ianni. Ich mchte Sie herzlich einladen, mit uns seine herrliche Musik zu genieen und dabei die Projekte der Brder von Taiz in Bangladesch zu untersttzen.Vielen Dank fr Ihr Vertrauen!

    Robert Kirsch Prsident

    Au service de lducation dans les pays en dveloppement

    Le 23 janvier 2013, CSI Ltzebuerg a sign son deuxime accord-cadre avec la Dlgation de la Coopration au Dveloppement. Ainsi, notre association est partie pour quatre nouvelles annes dans la coopration au dveloppement! Ensemble avec 11 partenaires dans 8 pays en dveloppe-ment et sur 3 continents, CSI va sengager aux cts des plus pauvres en mettant laccent sur lducation. Lducation permet de briser le cercle de la pauvret et elle pose les bases dun dvelop-pement intgral des personnes dmunies.

    Lducation ne se rduit pas lapprentissage de la lecture et de lcriture, mais consiste galement redonner la dignit la personne en lui ouvrant de nouvelles perspectives davenir. Ainsi des jeunes dfavoriss sont encadrs et reoivent une formation professionnelle au Burkina Faso, Congo (RDC) et Prou. Au Bangladesh et au Vietnam, des programmes de bourses permettent des jeunes dmunis davoir accs aux tudes suprieures. La scolarisation des enfants est encore trs faible dans certains pays. Ainsi, CSI soutient des orphelins du sida au Congo (RDC), construit des coles au Soudan et au Soudan du Sud, encadre des enfants de la rue au Bangladesh et amliore la prise en charge ducative denfants handicaps au Vietnam. Renforcer les femmes en leur faisant connatre leurs droits (Burkina Faso) et en largissant leurs connaissances en hygine et nutrition (Burundi, Prou) fait parti galement des activits qui auront lieu de 2013 2016.

    Last but not least, le renforcement des capacits de nos partenaires sera lordre du jour dans les annes venir. Investir dans nos partenaires sur le terrain est indispensable la russite des projets et a un impact direct sur les conditions de vie des bnfi ciaires.

    Merci pour tout don pour les projets du nouvel accord-cadre 2013-2016 !

    Sylvie Achuego-Grein

    ielen DDank fr Ihr Vertraue

    obert Kirsch

    Madame Marie-Jose Jacobs, Ministre de la Coopration et de lAction humanitaire, et Robert Kirsch, prsident de CSI

  • Stationen einer Reise zu den Partnern von CSI in VietnamVom 5. bis zum 18. Januar 2013 stand fr Ly Lan Do Le und mich die erste Projektreise im Rahmen des neuen Accord-Cadre 2013-2016 an. Sie fhrte uns nach Vietnam, wo wir die Partner von CSI besuchten. Es ging einerseits darum, die Projekte der Jahre 2010 bis 2012 defi nitiv abzu-schlieen. Andererseits sollten neue Projekte vorbereitet werden. Seit meiner ersten Reise nach Vietnam, im Dezember 2008, konnte ich viele positive Entwicklungen feststellen.Die Projekte der Soeurs de St Paul de Chartres in Danang und in Vinh haben Familien mit behinderten Kindern geholfen. Die Eltern verstehen heute, dass nicht sie die Schuld an der Andersartigkeit ihres Kindes tra-gen. Auerdem haben sie in zahlreichen Kursen gelernt, wie sie ihre Kin-der betreuen und beim Lernen untersttzen knnen. Einige Kinder konnten in eine Normalschule integriert werden, andere haben die Chance, ein spezialisiertes Zentrum, die Tanh Tam Schule in Danang, besuchen zu knnen. In dieser Schule haben wir Unglaubliches erlebt: taubstumme Mdchen, die traditionelle vietnamesische Tnze auffhrten, krperlich behinderte Jugendliche, die eine Ausbildung zum Grafi ker ablegen konn-ten und viele andere Jungen und Mdchen mit Behinderung, die das Bcker-, Schreiner- oder Grtnerhandwerk lernten. Das alles wurde mg-lich durch das 2012 erbaute Zentrum fr Berufsausbildung fr behinderte

    Jugendliche. Es wurde Ende vergangenen Jahres erffnet und die ersten Klassen werden seitdem ausgebildet. Nach ihrer Ausbildung erhalten die Jugendlichen ein offi ziell anerkanntes Diplom, mit dem sie eine Arbeit fi nden knnen. Doch dabei werden sie nicht allein gelassen. Der Partner hat ein Netzwerk von potentiellen Arbeitgebern aufgebaut, die bereit sind, behinderten Jugendlichen ein Praktikum zu ermglichen oder sie nach ihrer Ausbildung einzustellen. Whrend unserer Projektreise haben wir mehrere Betriebe besucht. So sind wir einer sehr dynamischen Frau begegnet, die ein Atelier mit Handstickerei fhrt, in dem ausschlielich behinderte Jugendliche arbeiten. In Zusammenarbeit mit Frauengruppie-rungen werden die Stickereien verkauft. Dieses und andere Beispiele machen deutlich, dass die Frderung der behinderten Kinder und Jugend-lichen in Danang und Umgebung positive Resultate zeigt und dass die Projekte gut gefhrt werden. Auch die Arbeit mit Behinderten in Can Loc, nahe der Stadt Vinh, im Zentrum Vietnams (ein Projekt, das 2012 begon-nen hat) zeigt erste konkrete Frchte. Wir besuchten Familien, die an einem hnlichen Sensibilisierungsprogramm wie in Danang teilnehmen. Wir konnten ihre Dankbarkeit fr die erhaltene Untersttzung erfahren und erkennen wie viel Freude und Stolz sie empfanden, weil ihre Kinder Fortschritte machten. Dabei sind die Bedingungen, unter denen die Schwestern vor Ort arbeiten und leben mssen, alles andere als ideal.

    Entwicklung durch Bildung 2013-2016

    Weiterbildung der Partner vor Ort.

    Das neue Ausbildungszentrum fr behinderte Jugendliche. Unterwegs zu entlegenen Drfern: Besuch der Familien junger Studenten in Long Phuoc.

    CSI-Magazin - CSI vor Ort in Vietnam

    Einweisung einer Mutter mit ihrem behinderten Kind in Can Loc.

  • Man erreicht das Ziel nur, wenn man geradeaus schreitet.

    Das vietnamesische Sprichwort beschreibt meiner Ansicht nach bestens das Erfolgsrezept der Schwestern in Danang und Vinh. Das gleiche gilt auch fr die Dominikanerinnen im Sden des Landes. Alle Projekte konnten abgeschlossen und die Umsetzung des neuen Rahmenvertrages 2013-2016 geplant werden. Besondere Aufmerksamkeit erhalten diesmal junge Studentinnen, die sich Studien an den Hochschulen oder Universi-tten ohne fremde Untersttzung nicht leisten knnen. Deshalb ist in Long Phuoc, einer Stadt etwa 100 km nordstlich von Saigon, der Bau eines Internats fr Studentinnen aus armen Familien und aus ethnischen Minoritten geplant. Wir besuchten mehrere Familien in den abgelege-nen Drfern und konnten uns von den schwierigen Lebensumstnden der Familien, die meist von etwas Maniok- oder Pfefferanbau leben, ber-zeugen. Unsere Vietnamreise war eine Zeit, um mit unseren Partnern gemeinsam nachzudenken, bereits beschlossene Projekte zu planen und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Das Ende eines Accord-cadre ist stets ein wichtiger Moment, um zu analysieren: Was lief gut? Was lief weniger gut? Wie knnen wir unsere Arbeit weiter verbessern und effi zi-enter gestalten? Wie knnen wir die langfristige Wirkung der Projekte besser garantieren? Bei der Planung und der Umsetzung des neuen Accord-Cadre 2013-2016 legt CSI eine starke Gewichtung auf den

    Aufbau der Kapazitten der verschiedenen Partner. Das Wissen und das Knnen mssen vor Ort aufgebaut werden, damit gute Projektarbeit gelingen kann und wir unserem Anspruch, der Armut in der Welt entge-genzuwirken, gerecht werden. Ein Projekt des neuen Accord-cadre widmet sich direkt der Hilfe beim Kompetenzaufbau fr unsere Partner. Selbst whrend unserer Reise haben wir drei Tage intensive Schulung in Project Cycle Management mit 33 Mitarbeitern der verschiedenen Partner in Danang durchgefhrt. Eine gute Erfahrung und eine Basis, auf der weitergearbeitet werden kann. Entwcklung duerch Bildung bleibt der Leitfaden fr den Rahmenvertrag 2013-2016 von CSI. Dies bezieht sich nicht nur auf die Nutznieer unserer Projektarbeit, sondern in man-cher Hinsicht auch auf uns. Projektarbeit ist ein Prozess, in dem man immer wieder dazu lernen muss. Dies durften Ly Lan Do Le und ich erneut whrend unserer Reise erleben. Wir haben viel gelernt, unsere Partner ebenfalls und dies kommt den Projekten und den Empfngern unserer Hilfe zugute. Und so mchte ich mit einem anderen vietnamesischen Sprichwort diesen Reisebericht schlieen:

    Mit jedem Tag des Lebens, kommt ein Stck Weisheit hinzu.

    Vronique Weis

    Eine junge Studentin mit ihren Eltern zu Hause.

    Junge Taubstumme erlernen den Bckerberuf.Junge Behinderte im Praktikum fr Stickerei.

    CSI-Magazin - CSI vor Ort in Vietnam

  • Jedes Jahr untersttzt die Fondation Franois-Elisabeth (Hpital Kirchberg, Clinique Ste Marie und Clinique prive Dr Bohler) mit dem Erls der Aktion 2 Stonne Velo Kierchbierg eine oder mehrere Wohlsttigkeitsorganisationen. Dieses Jahr konnte CSI sich einmal mehr ber einen Scheck in Hhe von 4.500 Euro freuen, den Bob Kirsch anlsslich der Weihnachtsfeier der Fondation, am 23. Novem-ber 2012, von Generaldirektor Paul Wirtgen in Empfang nahm. Das Geld fl iet in ein gemeinsames Projekt, das zum Ziel hat, das medizinische Personal des Hpital Rema in Burundi besser auszubilden. In den 3 vergangenen Jahren konnte ein Team um den Chirurgen Dr Franois Schank eine exzellente Arbeit in Ruyigi leisten. Ab 2013 bernimmt die Krankenschwester Sonja Backes die Verantwortung fr die Koordination der Missionen nach Afrika. CSI und die Fondation Franois-Elisabeth wollen sich weiterhin gemeinsam fr eine bessere Gesundheitsversorgung in Burundi einsetzen.

    CSI Ltzebuerg ldt Sie herzlich zum Benefi zkonzert mit dem Pianisten und Komponisten David Ianni ein. Prsentiert werden neben der Sonate vom US-amerikanischen Komponisten Richard Rice auch Kompositionen von David Iannis neuer Solo-CD Prayers of Silence. Seine Kompositionen fr das Album der Zisterzienser Mnche aus Heiligenkreuz haben sich ber 40.000 Mal verkauft.

    Das Konzert fi ndet am 9. Mrz um 19.30 Uhr im Centre ArcA in Bertrange statt.

    Der Eintritt des Konzertes ist frei. Alle Einnahmen kommen unserem Projekt in Bangladesch zu Gute. Wir freuen uns sehr diesen Abend mit Ihnen zu genieen!

    CSI-Magazin-CSI vor Ort in LuxemburgCSI-Magazin-CSI vor Ort in Luxemburg

    Menschenrechtsverletzungen in arabischen StaatenSyrien/gypten/Libyen Die Menschen-rechtsorganisation Human Rights Watch hat Grueltaten in Syrien angeprangert. In dem andauernden Konfl ikt htten sowohl Regie-rungstruppen als auch Oppositionsgruppen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Die Menschenrecht-ler appellieren an den UN-Sicherheitsrat, den Internationalen Gerichtshof einzuschalten, um weitere Grueltaten und religise Rache zu verhindern sowie den Opfern in Syrien ein Mindestma an Wiedergutmachung zukommen zu lassen. Die anfngliche Euphorie der Staaten des Arabischen Frhlings ist der ernchternden Herausforderung gewichen, rechtsstaatliche Demokratien aufzubauen. Dazu gehre die Bildung effi zienter staatlicher Institutionen, die Einrichtung einer unabhngigen Justiz und die Schaffung einer professionellen Polizei. Die neuen Regierungen seien zudem verpfl ichtet, die Rechte von Minderheiten, Frauen und gefhrdeten Gruppen zu schtzen. Besonders deutlich wrden die Schwierigkeiten beim Menschenrechtsschutz angesichts der neuen gyptischen Verfassung. Zwar verbiete sie Folter und willkrliche Verhaftungen, schrnke jedoch Meinungs- und Religionsfreiheit sowie Frauenrechte ein, so die Organisation. Kritisch bewerten die Menschenrechtler auch die der-zeitige Situation in Libyen. Viele Landesteile wrden von Milizen kontrolliert, die schwere Menschenrechtsverletzungen verbten, ohne dafr strafrechtlich verfolgt zu werden. Gleich-zeitig seien noch immer Tausende Menschen in Haft, von denen nur die wenigsten mit einer Anklage rechnen knnten.

    ImpressumHerausgeber: Chrschtlech Solidaritit International (CSI) asbl ONG agre 140, rue Adolphe Fischer / L-1521 LuxemburgTel. 26.64.93.89.20 / Fax. 26.64.93.89.24 / E-Mail: info@csi.luCCPL: IBAN LU27 1111 0868 8772 0000 (Spenden sind steuerlich absetzbar)Erscheinungsweise: monatlich (Aufl age: 1.100)Redaktion:Sybille Gernert, Robert Kirsch, Sylvie Achuego-Greinund Vronique WeisNachrichten und Bildmaterial: CSI und Katholische Nachrichtenagentur (KNA)Graphische Gestaltung: Schmekies Medien & Druckerei, Konz (D)Gedruckt auf umweltzertifi ziertem Papieraus 100% Altpapier. (RecyLux Matt)Redaktionsschluss: jeweils zum Monatsende Der Nachdruck von Ar tikeln dieses Heftes ist unter Angabe von Quelle und Zustellung von zwei Belegexemplaren ausdrcklich erwnscht.Danke fr Ihre Spenden und Ihre Gebete.

    www.csi.lu www.stoppdiearmut.lu

    Fondation Franois-Elisabeth untersttzt Burundi mit 4.500

    Save the date: Benefizkonzert mit David Ianni am 9. Mrz

    (Fotos zur Verfgung gestellt von Franoise Frieden.)

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