Das Problem Des Daniel Brinton

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    05-Apr-2018

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    Das Problem des Daniel Brinton.

    Die unverantwortliche (aber gewollte) Dummheit von Rechtschreibreformen.

    Man knnte meinen, in unserer Welt sei alles in Ordnung. Keine Arbeitslosen, keine berbevlkerung, keine Kriege, keinTerrorismus, u.s.w., denn usere Politiker befassen sich seit Jahrzehnten mit einer vllig unntigen Sache, die ihnen ber-haupt nichts angeht: mit einer Rechtschreibreform. Manche Leute sagen, weil die Politiker im Grunde wissen, da sieunfhig sind, die eigentlichen Probleme zu lsen, suchen sie sich Ersatzfelder, um berhaupt etwas zu tun. Das ist zwargrundstzlch richtg, ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn die gesamte, sogenenannte babylonische Sprachverwirrung , dienichts mit einem Babylon zu tun hat, das es nie gab, beruht auf Rechtschreibverwirrung und damit auf bersetzungsver-wirrung. Der Brite Jasper Ridley schreibt in einem Buch ber die Freimaurer, da er einige Archive der Freimaurer einsehendurfte (als Preis dafr mute er sie verharmlosen), da die Freimaurer nicht nur alle Revolutionen vom Zaum gebrochenhaben und anschlieend wieder erstickt haben, sondern sich auch rhmen, die Verwirrung der Sprachen bewerkstelligt zuhaben: durch Rechtschreibverformung.

    Wo es hinfhrt, wenn politische Ideologen sich in Rechtschreibung und Sprache einmischen, zeigen die folgenden zweiBeispiele aus jngerer Zeit. Da klagte eine linke Feministin gegen die Verwendung des Wortes Altweibersommer. Diessei eine Diskriminierung der Frauen. Zum Glck muten selbst die Richter schmuntzeln. Eine kurze Information derKlgerin ber den sprachlichen Sachverhalt htte gengt: das Wort alt hatte in der altdeutschen Sprache neben der Be-deutung alt an Jahren vorallem die Bedeutung hoch: Im Spanischen heit alto heute noch hoch. Das Altwib war alsodas hohe, geachtete Weib und bezog sich auf die Urahnin Freya. Der Altwibsummar war also der Sommer des hohenWeibes.Ein anderes Beispiel: Viele linke, feministische Bltter und Zeitungen schreiben heutzutage statt des Wortes man (mit ei-

    nem n) die Schreibwese man/frau, angeblich um eine Diskriminierung der Frauen zu verhindern. Das Wort man aberhat nicht das Geringste mit dem anderen Wort Mann zu tun. Man kommt von mancher, manche, manches. Ein kurzerBlick in andere Sprachen htte ausgereicht, dies zu erkennen. Im Englischen sagt man one = einer, im Franzsichenon, im Spanischen und Italienischen setzt man die reflexive Verbform (man spricht = se habla). Durch diesen unlogi-schen, ideologischen Eingriff, mit dem man die Scheindiskriminierung beseitigen will, erzeugt man sie erst. Man hat das

    Recht, was fr alle gilt, wird durch man/frau zu Manche Frau hat das Recht, womit man nicht nur Mnner und Kinder,von denen die Hlfte ja auch Mdchen, kommende Frauen, sind, ausschliet, sondern auch die restlichen Frauen, die niichtzu den manche Frauen gehren. Oder der Satz: Man ist dumm,, wenn man ideologisch in die Sprache eingreift bedeutetdann in man/frau-Form: Manche Frau ist dumm, wenn sie in ideologischer Form in die Sprache eingreift. Das trifft zwarfr die rot-grnen, dummen Ideologinnen zu, wrde aber bedeuten, da die restlichen Frauen und Mnnner nicht dumm w-ren, wenn sie diese Dummheit begehen wrden. Gewissermaen also eine Selbstdiskriminierung linker Ideologinnen. Mansieht, ein politisch-ideologischer Eingriff in Rechtschreibung und Sprache ist immer eine Vergewaltigung von Wahrheit undLogik.Woher kommen unsere Ur- und Erstkenntnisse ber fremde Vlker? Von Abenteurern, fanatischen,, missionarischen Prie-

    stern, skrupellosen, goldgierigen Eroberern und Verbrechern gegen diie Menschlichkeit, Kolonialisten und manchmal auchfriedlichen Hndlern, die allesamt oftmals sogar des Schreibens und Lesens unkundig waren und ihre Beobachtungen sp-ter von anderen aufschreiben lieen. Und jeder Studienanfnger und sptere Professor der einschlgigen Fcher beginntmeist mit der Lektre dieser alten Aufzeichnungen sein Studium. Da diese ersten Abenteurer die Sprachen der besuchten

    Vlker nicht verstanden, wurde natrlich viel Unsinn und Miverstndnis festgehalten. So hat man ganze Vlker nach demWort benannt,von dem man glaubte, sie wrden es am meisten benutzen, ja sogar, von dem man glaubte, ihre Nachbarvlkerwrden diese Wort am meisten auf dieses oder jenes Volk anwenden. Sie mssen sich solchen Unsinn einmal plastischvorstellen. Stellen Sie sich vor, ein durchaus hochintelligender Afrikaner oder Indio wre im 18. oder 19. Jahrhundertnach Deutschland, sagen wir, nach Hessen gekommen und sei der Sprache nicht mchtig gewesen. In Frankfurt/Maiin hrter stndig Ei gute (die meisten Leute sagen dort fr guten Morgen, guten Tag , guten Abend nur Ei gute). Unser Mannregstriert also, da in Frankfurt das Vok der Eigute-Leute lebt. Am nchsten Tag kommt er nach Gieen und es regnetfrchterlich. Alle Leute sagen: Sau Wettee heit. Unser Mann hlt fest, dort wohnen die Sauwetteeheit-Leute. NchasterTag in Wiesbadenen , herrliches Wetter und alle sagen, Schee Wettee heit, und der Beobachter stellt fest: hier leben dieScheewetteeheit-Leute, die wahrscheinlch mit dem Sauwetteeheit-Leuten verwandt sind, weil der Name so hnlichklingt. Am vierten Tag, in einem anderen Ort hrt er stndig Ga Mosche (guten Morgen) und er sagt sich, hier lebt dasGamosche-Volk. Jahrzehnte spter werden Forscher feststellen, da dieses Gamosche-Volk warscheinliich ein Volkvon Gamaschentrgern war, weil sie anders den Namen dieses Volkes nicht deuten und erklren knnen. Lachen Sie bitte

    nicht ber diese Geschichte, schtteln Sie nicht den Kopf, das ist genau die Vorgehensweise unserer Sprach- und Geisteswis-senschaften, unserer Ethnologen, Archologen, vergleichenden Sprachwissenschaftler. Der Unsinn ist, da Archologen nach

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    Dingen suchen, die sie aus falsch bersetzten Bchern, von falschen und absichtlich geflschten berlieferungen beziehen,die in den Bchern so nicht stehen, die es nie gegeben hat und da man darauf ein falsches, darwinistiches oder pseudoreligi-ses Weltbild berstlpt, einen unsinnigen, geisteswissenschaftlichen berbau. Statt sich auf Ausgrabung zu beschrnken,ohne zu interpretieren und zu deuten, versuchen sie auch noch, ohne Sprachen zu beherrschen, ohne die richtigen sprachwis-senschaftlichen Voraussetzungen, Schriften zu entziffern und vergewaltigen so Logik, Vernunft und Wahrheit.Einige Beispiele: in den Mayatexten kommen oft die Worte Zuyva than vor (schwebte dann, nmlich das fliegende Ob-

    jekt). Irgendein Ahnungsloser, der den Text nicht verstand, erklrte Zuyva than zu einem unbekannten Land. Seitdemstreitet man sich unerbittlich, wo nun dieses Land liegen soll. Dasselbe mit Atlantis. Weil man at lant is, bei Land istoder an Land ist nicht richtig bersetzt, sucht man seit Jahrhunderten einen Kontinent Atlantis , redet von einer Kulturder Atlanter und streitet sich in Hunderten von Bchern, bis zum geht nicht mehr, wo nun dieses Atlantis gelegen hat.Aus dem vom Al E Ksandu (lteste berlieferung des angeblichen Alexander dem Groen), dem vom Allgott E Gesand-

    ten Boten, der ins All zurckkehrte, hat man einen mazedonischen Knigssohn und Herrscher namens Alexander der Groegemacht und streitet sich heute, wo er wohl begraben liegt.Wenn es um auereuropische Sprachen und alte Texte geht, glauben die selbsternannten Experten, sie htten Narrenfrei-

    heit. Niemand kme auf die Idee, das spanische Wort fr Stellvertreter, lugarteniente, willkrlich zu zerteilen und mit LusGartenente zu bersetzen oder das deutsche Wort Begeisterung zu zerlegen und zu argumentieren: Da ist der Buchstaber verlorengegangen, es mu Bergeisterung heien und das Wort bedeutet: die Ehrung des Geistes des Bren.Auf sol-chen irrwitzigen Interpretationen bei den Sprachen auereuropischer Vlker und alter Texte aber hat man ganze angeblicheReligionen und Kulturen angeblich primitiver Vlker aufgebaut. ( Begeisterung = Bergeist-Verehrung, diese Leute verehr-

    ten den Geist des Bren. Es ist oder war eine soenannte animistische Religion oder Kultur).Niemand von diesen Leuten kme auch auf die Idee, die franzsischen Stze Je suis fraiche (ich bin frisch) oder Jesuis fort (ich bin stark) mit Jesu is frech oder Jesu is fort zu bersetzen. Aber umgekehrt, bei alten lateinischenTexten machen sie genau dies. Aus Je sus Christo und Je suc hristo (Nun stieg es sausend auf, das Raumschiff nm-lich ) erfand man einen Jesus Christus, den es nie gab und von dem absolut nichts (absolut nichts) in den biblischen SchriftenstehtWie aber betreibt man Sprachwissenschaft richtig, ohne Phantastereien, wenn es beispielswese um die Deutung von Wrtern

    geht? Sie mu auf der Ersterwhnung in einem Kontext (in einem Kontext, wegen eventueller Rechtschreibprobleme undRechtschreibmanipulationen auch) beruhen, oder wenn diese Ersterwhnung nicht mehr vorhanden ist, auf einer mglichstfrhen Erwhnung. Dann mssen etymoogische Verwandtschaft und das sprachliche Umfeld in einer natrlichen Sprache,die es auch gegeben hat und nicht in erfundenen, knstlichen Sprachen, die es nie gegeben hat, wie zum Beispiel Sumerisch,Akkaddisch, gyptisch, oder gar Indogermaniscih, fr das es kein einziges schriftliches Zeugnis gibt, kein einziger erhalte-ner Text vorlieg reine Erfindungen von Scharlatanen. Es sollten auch keine im Mittelalter erfundenen Kunstsprachen sein,

    wie Hebrisch.Am Beispiel des Namens des kleinen sdamerikanischen Landes Uruguay mchte ich dies einmal zeigen. Hier liegt der

    Glcksfall vor, da die ltesten Ersterwhnungen erhalten sind und da es noch eine Reihe von Ortsnamen in der Sprache derUreinwohner (inzwischen ausgerottet) gibt. Das sprachliche Umfeld also vorhanden ist und bereinstimmt, Spekulationenund bloe Vermutungen unntig sind, zumindest fr den wahren Sprachwissenschaftler.Was machen die offiziellen Sprachwissenschaftler alias Sprachkurpfuscher? Uruguay heit, so tnen sie, Flu der maleri-

    schen (oder bunten) Vgel. Uru und guay, zwei ganze Silben, sollen vier lexikalische Begriffe, also Flu, der, maleri-sche, Vgel, ausdrcken, gar nicht zu Reden von den grammatischen Worttrgern, die es ja auch noch geben mu. Waswrde dann die Mehrzahl: die Flsse der malerischen Vgel oder andere Variationen wie: die Flsse des bunten Vogels,der Flu des bunten Vogels usw. heien? Schon aus rein mengenmigen, anzahlmigen Grnden scheidet hier aus, dadieser Unsinn angeblicher Sprachexperten richtig sein knnte. Die Ur-und Ersterwhnung, die Herkunft des Wortes also unddas sprachliche Umfeld interessieren diese Leute ganz und gar nicht.Das wre vielleicht zu viel Arbeit, da nachzufoschen.Was sind die wahren Tatsachen? Die lteste Erwhnung spricht von Urweih und Uralt, also das heilige Ur und das

    hohe Ur (gemeint ist die Galaxie Ur, entspricht dem Sternbild Stier, Plejaden, Widder, Triangulum bis Fische). Die erhal-tenen Ortsnamen ergnzen und zementieren dies. Im Landesinneren gibt es den Ort Tiat uc ura = das Volk aus dem UrallDieser Ort liegt am Flu Salsipuedes = die selige Sippe des E, des Allgottes E. Obwohl die Ureinwohner (die Charruas,lteste Erwhnung Cherruas Nomaden waren und keine Bauten und Stadte hinterlieen, sondern in Zelten lebten, giibt esden Ort Buruc ai upi, die Burg, die Stadt, ber der das Ai, das Ei, das eifrmige Raumfahrzeug ist. Die Hauptstadt Monte-video, so sagt man, heie so, weil ein portugiescher Matrose ausgerufen haben soll: ich sehe einen Bergin PortugiesischMonte videu. Das soll 1525 gewesen sein. Die Stadt aber wurde genau 200 Jahre spter gegrndet. Kein Mensch htte sichan einen solchen Allerweltsausruf erinnert. Ein erhaltenes portugiesisches Dokument liefert die Wahrheit. Dort steht: Monte ved eo und das ist: das eo ved ( das ewige Ved,Vet, das ewige Raumfahrzeug des Gottes) E vom Mond. Alles passtnicht nur in die gleiche Sprache sondern auch in die gleiche Raumfahrtgeschichte des Volkes vom Sachsengott E aus demUrall (wie auch noch bei allen anderen alten Vlkern auf der Erde). Und weiter geht es: die Frau eines Charrua-Kaziken hieAl zaqui ta = der Allsachse da. Andere Ortsnamen: Yac ar E = es jagt der Ar des E (Ar ist die Kurzform fr Arche,Raumfahrzeug), Gu al E quay = der heilige Allgott E, Cuc ur ei = es saust das Urei, das eifrmige Raumfahrzeug.

    So knnte ich noch Dutzende Ortsnamen , mu mich hier aber beschrnken, da ich nur darstellen wollte, wie manSprachwissenschaft richtig betreibt.Die meisten Leser, die sich nicht intensiv mit der Mayaforshung beschftigt haben, werden Daniel Brinton nicht kennen. Da-

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    niel Brinton war ein amerikanischer Mayaforscher, der nicht wie der Rest dieser Branche, durch schwachsinnige Theorien,perverse Phantastereien und Vergewaltigung der Logik auffiel, der auch nicht behauptete, die Mayaglyphen entziffert zu ha-ben, wie dies in hochstaplerischer Weise die Grubes, Gockels, Coes und Linda Scheeles tun, die nicht einmal sehen (nichteinmal sehen), da die Glyphen aus zu Bildern zusammengefassten Buchstaben bestehen. Nein, das Verdienst Daniel Brintonsist, da er durch ganz Mittelamerika reiste und die alten Schriften der Maya und Azteken sammelte, vor dem Verlust retteteund verffentlichen lie. Darunter auch das berhmte Popul Vuh. Und da ergab sich fr Daniel Brinton ein groes Problem.

    Als er wissen wollte, was im Popul Vuh geschrieben stand, gab es im ganzen Land nicht einen einzigen Menschen, nicht ei-nen einzigen Maya, selbst nicht der von der Regierung eingestellte oberste Experte fr die Mayakultur, der dieses Buch in derMuttersprache der Maya lesen und verstehen konnte, obwohl das Buch erst knapp 150 Jahre vorher von Indios niedergeschrie-ben worden war. Gleichzeitig, so schreibt Brinton, stellte er fest, da alle Mayaindios, selbst kleine Kinder, fast alle des Lesensund Schreibens unkundig, die Aztekensprache verstehen konnten. Eine Sprache also, die nach Meinung unserer total versagen-den Altamerikanisten und vergleichenden Sprachwissenschaftler einer vollkommen anderen Sprachgruppe als die der Maya-sprachen angehren soll, nmlich der uto-aztekischen Sprachgruppe. Stellen Sie sich das also mal auf unsere Situation bertra-gen vor. Kein Mensch in Deutschland kann Goethes Faust und Schillers Wallenstein mehr lesen, die meisten Deutschenseien des Lesens und Schreibens unkundig, aber alle verstehen perfekt Japanisch oder Trkisch, Sprachen aus vollkommenanderen Sprachgruppen. Wie soll das gehen? Das mit der vollkommen anderen Sprachgruppe ist leicht zu erklren. Es handeltsich bei den Mayasprachen und Aztekisch gar nicht um total verschiedene Sprachgruppen, sondern um verwandte Dialekte wieSchsisch und Frnkisch. (Ich beziehe mich auf die alten, niedergeschriebenen und erhalten gebliebenen Texte, nicht auf eineheutzutage mglicherweise genderte Sprachsituation). Schuld an der Irrefhrung der Altamerikanisten und vergleichenden

    Sprachforscher ist, und hier schliet sich der Kreis, die Rechtschreibung. Weil die aztekischen Schreiber einen ganzen Satz o-der grere Satzteile zu einem Wort zusammenschrieben, haben die Sprachexperten die sogenannten agglutinierenden Spra-chen erfunden und eine ganz, ganz andere Sp...

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