Die Beschreibung

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Alles was Sie wissen müssen zur Malerei mit Tempera

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    Die Beschreibung.

    was Sie wissen sollten zur

    Malerei mit Tempera

    Es gbe noch ganz viel zu erzhlen, zu erklren usw. Aber vielleicht ist es das

    Beste, wenn Sie unsere Tempera selber ausprobieren?

    Im Set liefern wir Ihnen ein Vollsortiment an Pigmenten, die fertige

    Eitempera, dazu erhalten Sie die Chitosan-Tempera in der 250 ml Flasche,

    die Sie noch mit der gleichen Menge Wasser verdnnen mssen (oder mehr

    Wasser fr die Lasuren), ein 500 g Eimer Spachtelmasse fr die Effekte, ein

    Pinselset sowie schon grundierte, handgefertigte Leinwnde.

    Eitemperaschichten sind bermalbar, nachdem das Wasser verdunstet

    ist, was - je nach Temperatur - sehr schnell gehen kann. Anlsbar sind

    die Farbschichten aber noch ziemlich lange (von einigen Stunden bis

    mehreren Tagen, je nach Dicke des Auftrages).

    Diese Fhigkeit von Tempera ermglicht es uns, alte Farbschichten

    wieder mit Wasser anzulsen oder sie auszukratzen, und die Pigmente

    mitzunehmen. Dadurch wird eine elastische, weiche Malerei mglich

    und feine bergnge, die viele von der lmalerei her kennen. Ganz

    durchgetrocknet ist die Eitempera erst in ca. sechs Wochen. Danach

    haben wir eine sehr widerstandsfhige, samtige, matte Oberflche, die

    keine weitere Behandlung mehr bentigt.

    Falls eine glnzende Oberflche gebraucht wird, kann man mit einem

    Glanz-Sprayfixativ nachhelfen.

    Chitosan

    Chemisch gesehen ist Chitosan ein Abkmmling des Chitins, das in

    zahlreichen Organismen (Insekten, Schalen- und Krustentieren, Pilzen,

    etc.) vorkommt. Ein Groteil des gewonnenen Chitins stammt aus den

    Abfllen der Krabbenfischerei.

    Sie erhalten von uns das Chitosan schon fast gebrauchsfertig. Sie

    mssen die Menge, mit der sie malen wollen, einfach nochmals mit der

    gleichen Menge Wasser verdnnen. Und schon kann es losgehen. Wie

    oben beschrieben. Sie knnen auch die Ei-Tempera mit der Chitosan-

    Tempera mischen.

    Chitosan riecht leicht nach Essig (suerlich-zitronig), was aber nach der

    Trocknung sofort verfliegt. Eitempera riecht im Gegensatz dazu noch

    sehr lange nach Leinlfirnis.

    Desweiteren hat Chitosan den Vor- oder manchmal auch den Nachteil,

    dass es viel schneller trocknet und auch etwas magerer ist als Eitempera.

    Wer es elastischer, weicher, cremiger mag, der ist bei Eitempera gut

    aufgehoben, oder mischt die beiden Emulsionen miteinander..

    Aber der grte Vorteil der Chitosan-Tempera ist seine extreme

    Wasserverdnnbarkeit. Chitosan-Lasuren sind, nach lngerer

    Trocknungszeit, sehr abriebfest.

    knstlerbedarf olma

    Inh. Wolfgang Lster

    Friedhofstrasse 2

    67677 Enkenbach-Alsenborn

    06303/924561

    www.pigmenttankstelle.de

    Fazit:

    Die Malerei mit Pigmenten und dem Bindemittel Tempera ist

    einfach,

    wasserverdnnbar,

    preisgnstig,

    haltbar,

    sehr widerstandsfhig,

    frei von gesundheitsschdlichen Lsungsmitteln,

    virtuos einsetzbar,

    kompatibel mit anderen Temperafarben

    und macht mehr Spa, als mit Farben aus der Tube zu

    malen!

    Zu Fragen oder Anregungen knnen Sie uns jederzeit kontaktieren.

    Viel Freude damit

    wnscht Ihnen

    knstlerbedarf olma

    Wolfgang Lster

    und

    Veronika Olma

    Groformatige Lasur-Malerei mit sehr flssiger Chitosantempera von

    Johanna Nast.

  • Tempera-Malerei mit Ei und Chitosan

    Tempera:

    Das Wort "Tempera/temperare" stammt aus dem Lateinischen und

    bedeutet: mischen, migen, stimmig machen.

    In unserem Fall bedeutet Tempera ganz einfach die "richtige Mischung"

    von Fett und Wasser. Das sind, wie man weiss, zwei Stoffe, die sich nicht

    ohne Zutun verbinden lassen.

    Emulgator:

    Damit die beiden Stoffe doch zusammenkommen knnen, gibt es in der

    Natur Mittel, die man Tenside nennt oder Emulgatoren. Wenn man in der

    Malerei mit ligen Komponenten malen , aber als Lsungsmittel nicht die

    gesundheitsschdlichen Terpentine benutzen will, sondern ganz einfach

    Wasser, dann braucht man einen Emulgator. Und der ist zum Beispiel im

    Eigelb als Lezithin enthalten, oder in der Milch als Kasein.

    Voll-Eitempera:

    Die Maler sind schon vor vielen Jahrhunderten auf die Idee gekommen,

    mit dem Gelben des Hhnereis zu malen. Das Eigelb besteht nmlich aus

    l und Wasser und ist damit eine natrliche Emulsion.

    Man nimmt also Pigmente, auch Pulverfarben genannt, und rhrt diese

    mit dem Gelben des Eis an, das man zuvor sicher vom Eiweiss getrennt

    hat. Die Farben trocknen mit einem zarten, sehr schnen Glanz. Diese

    selbst hergestellte Tempera ist wasserverdnnbar und gehrt zu den

    ltesten Techniken der Welt. Sie wird als "Voll-Eitempera" bezeichnet und

    wird heute noch in der Ikonenmalerei benutzt..

    Mit Pigmenten zu malen, hat den Vorteil, dass man durch die Wahl des

    Bindemittels jederzeit seine Malechnik selbst bestimmen kann. Werden

    Pulverfarben mit einem Acrylbinder oder mit Leichtstrukturpaste

    angerhrt, hat man seine selbst hergestellten Acrylfarben. Mchte man

    seine lfarben selbst anreiben, benutzt man dazu reines Leinl. Mchte

    man wasservermalbare Temperen benutzen, gibt man die fertigen

    Eitempera- oder/und Chitosan-Binder dazu. Pigemte trocknen niemals

    ein, sie sind unendlich lange haltbar, wenn sie in einem staubsicheren

    Gef aufbewahrt werden. Mit Pigmenten zu malen ist die preiswerteste

    Alternative.

    Erweiterte Eitempera:

    Fr groflchigere Malereien empfiehlt sich die sogenannte "erweiterte

    Eitempera".

    Hier nimmt man das ganze Ei (ca. 50 ml Flssigkeit) und rhrt langsam

    die gleiche Menge Leinlfirnis dazu. Leinlfirnis besteht aus Leinl und

    einem Trocknungsstoff, einem sogenannten Sikkativ.

    Der dritte Teil ist nochmals die gleiche Menge an kaltem Wasser. Damit

    diese fertige Emulsion bei warmen Temperaturen nicht sofort schlecht

    wird, gibt man einfach einige Tropfen von Nelkenl hinzu, einem

    therischen l aus der Gewrznelke, das ein Konservierungsstoff ist (pro

    100 ml fertiger Emulsion je einen Tropfen).

    Fllen Sie die fertige Eitempera in ein sauberes Flschchen, so knnen sie

    das Bindemittel auch lngere Zeit im Khlschrank aufbewahren.

    Viele Kollegen haben ihre ganz eigene Rezeptur fr die Tempera

    gefunden. Fr mich ist die genannte Art die Einfachste und die Effektivste.

    Und die Preisgnstigste dazu!

    Man nimmt nun ein Schlchen (Joghurtbecher usw.) und gibt etwas des

    Farbpulvers mit einem Lffelchen hinein, trpfelt oder giesst etwas von

    der Emulsion darauf und rhrt es mit einem Pinsel um, bis keine

    Brckchen mehr zu sehen sind.

    Falls es doch zu Klumpenbildung kommt, kann man einfach einige

    Tropfen Alkohol, am besten Spiritus, darauf trufeln. Damit wird die

    Oberflchenspannung heruntergesetzt, die Pigmente knnen besser

    einsinken und lassen sich jetzt einfach einrhren.

    Und Sie werden gleich sehen, welche Vorteile Eitempera hat: Sie ist

    wasserverdnnbar, damit kann man tolle Effekte mit dem Auswaschen

    direkt auf dem Bild erzielen, man kann "falsche Stellen" im Bild mit

    einem Schwmmchen wieder herauslsen, man kann die Pinsel mit

    Wasser und Kernseife waschen und die Hnde einfach reinigen.

    Will man ganz sicher sein, dass sich keine Klumpen bilden und will man

    Staub vermeiden, kann man die Pigmente in unseren Glschen einfach

    mit so viel Wasser bergieen, bis die Oberflche gerade abgedeckt ist.

    Diesen Prozess nennt man "Einsumpfen". Die Pigmente werden dadurch

    fast cremig. Bei Bedarf kann jederzeit Wasser nachgefllt werden.

    Fertig ist die Farbe! Und los gehen kann es mit den ersten Probestrichen.

    Wir liefern Ihnen in unserem Set eine fertige Flasche

    Eitempera mit, damit gar nichts schiefgehen kann. Sie muss vor Ge-

    brauch nur noch geschttelt werden. Bei Bedarf, falls man mehr

    lasierend malen will, kann sie auch noch mit Wasser verdnnt werden.

    das paket.

    Malerei mit Spachtelmasse, Chitosan/Eitempera von Sabine Krger.

    Realistische Malerei mit Eitempera von Beate Leibinger.

    Rechts unten: Malerei mit Eitempera von Elvira Hfert.

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