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Die Huysburg - seit Jahrhunderten ein Ort mit christlichem · gehört“, zuhause sein kann. ... ohne dass wir wissen, woher sie kommen. ... Verbundensein mit Gott. Es zeigt sich

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  • Die Huysburg - seit Jahrhunderten ein Ort mit christlichemLebensrhythmus, bis heute.

    Bald nach der ersten Jahrtausendwende wurde die Huysburg ein kirchlicher Ort. Am Ende des11. und in der ersten Hlfte des 12. Jahrhunderts entstand hier die romanische Anlage einesbenediktinischen Mnchsklosters, dessen Kirche und ein Teil der Klostergebude bis heuteerhalten sind. Erst 1804, in den Umbrchen nach der franzsischen Revolution, ging die Zeitdes Klosters zu Ende: Der preuische Knig erklrte es fr geschlossen und verschenkte 1824den Groteil der Gebude an den General Karl Friedrich von dem Knesebeck.Die Gemeinde der wenigen katholischen Christen in den Drfern der Umgebung sorgte dafr,dass die Klosterkirche belebt blieb. In dem kleinen ihr ebenfalls berlassenen Teil der Kloster-gebude fhrte sie die Schultradition des Klosters bis 1938 fort.Nach dem zweiten Weltkrieg (bis 1992) war in der frheren Schule eine Ausbildungssttte frPriester und Diakone (Priesterseminar) eingerichtet worden, die sich nach dem Studium inErfurt hier auf ihren Dienst in den Gemeinden des heutigen Bistums Magdburg vorbereiteten.Inzwischen ist die gesamte Ausbildung in Erfurt konzentriert.Die brigen Gebude belegte der Kreis Halberstadt als Pflegeheim frbehinderte und alte Menschen, die hier untergebracht waren, bis 1998 ein Neubau inDingelstedt fr sie fertig gestellt war.Schon whrend der DDR-Zeit (1972) gelang es, das Mnchsleben auf der Huysburg zu erneu-ern. Heute leben hier acht Mnche, die mit der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier eineMnchsgemeinschaft bilden.Nach der politischen Wende wurde die Huysburg im Auftrag und mitUntersttzung des Bistums Magdeburg weiter ausgebaut als kirchliches Zentrum, das dieMnche betreuen. Dazu gehren:Das Benediktinerkloster; das Tagungs- und Gstehaus Ekkehard-Haus Huysburg mit vierzigZimmern und mehreren Veranstaltungsslen; ein Empfangszentrum fr Tagesbesucher mit Cafund Fhrungsmglichkeit durch die Ausstellung im Romanischen Saal; Auenanlagen, diegrere Wallfahrtstreffen und Religise Kinderwochen ermglichen, und die Rume der Pfarrei.

  • Der Tagesrhythmus und WochenrhythmusChristlicher Lebensrhythmus findet sich natrlich nicht nur im Kloster, sondern hat auch darberhinaus seine Bedeutung. Auf der Huysburg hat er diese tgliche Gestalt: Die Gemeinschaftversammelt sich zu vier Gebetszeiten - am frhen Morgen (6:00 Uhr) und am frhen Abend(17:30 Uhr), am Mittag (12:15 Uhr) und am Ende des gemeinsamen Tages (19:30 Uhr). DieseGebetszeiten ebenso wie die gemeinsamen Mahlzeiten geben dem Vielerlei auch desklsterlichen Alltags eine Struktur, die ihn immer wieder vor dem Zerflieen bewahren kann.Aber: Wenn alle Zeiten gleich sind, werden sie leer. Wir Menschen sind offensichtlich angewie-sen, nicht nur einfach auf Abwechselung, sondern auch auf Zeiten, in denen Anderes, Grereseinen Platz, eine Chance bekommt. Es ist zunchst die Erfahrung, dass unser Leben nichtgnzlich verzweckt ist, dass es sich nicht erschpft in den banalen Erledigungen des Alltags.Der Rhythmus der Zeiten, kann - richtig gelebt - einer solchen Verdung, ja der Selbst-entwertung entgegenwirken.Deshalb ist der Sonntag und schon der Samstag als Hinfhrung zu ihm, aber auch die einzelnenFesttage, herausgehoben aus dem weitgehend gleichen Verlauf der brigen Wochentage.hnlich ist es an den Festtagen.

    Der Jahresrhythmus - das Kirchenjahr

    Nicht nur der geregelte Tages- und Wochenrhythmus kann unserem Leben gut tun, sondern auchder Rhythmus des Jahres, des Kirchenjahres. Das Kirchenjahr fhrt nmlich den immer wieder-kehrenden Kreislauf der Natur weiter. Es bricht diesen Kreislauf der Jahreszeiten auf: Denn diegroen Lebens-Themen Anfang, Geburt und Neuwerden - Vergehen, Scheitern und Tod, diesich im Kreislauf des Jahres abbilden, werden in Verbindung gebracht mit dem, was unsereWelt und unser menschliches Leben bersteigt und deshalb tragen kann, mit der Wirklichkeit,die wir Christen tastend und suchend Gott nennen.Im Lauf der Zeit ist es Brauch geworden, die Farben der gottesdienstlichen Gewnder undanderer Textilien, die im Kirchenraum verwendet werden, Zeiten des Kirchenjahres bzw.einzelnen Festen zuzuordnen. Diese Farben leiten Sie im Folgenden zu einigen Gedanken berdie entsprechenden Kirchenjahreszeiten und ber die dazugehrige Musik.

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    VIOLETT - Advent

    Der Advent - das Wort bedeutet Ankunft - zieht die Auf-merksamkeit auf das Kommende. Er schlgt das ThemaErwartung in unserem Leben an. Warte ich berhaupt nochauf etwas und auf jemand? Was knnte mein Leben erfl-len?Dabei kommt auch in den Blick, dass es nicht endlos weiter-geht mit unserer Welt und mit uns persnlich. Aber: DieZukunft - auch insofern sie Ende bedeutet - ist nicht dunkleund kalte, namenlose Ewigkeit, sondern hat ein Gesicht:Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Wortewerden nicht vergehen (Mt 24,35) und Richtet euch auf,und erhebt euer Haupt, denn es naht eure Erlsung!(Lk 21,28)Das Ende ist nicht nur Abbruch und Vergehen, sondern imUntergang Vollendung geschieht, Wandlung. Es gibt den,der Bestand hat, und durch den Neues, Bleibendes wird.Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern undWinzermesser aus ihren Lanzen. (Jes 2,4)

  • WEISSGOLD - Weihnachten

    Der Termin des Weihnachtsfestes wurde auf den Tag der Wintersonnen-wende gelegt. Die Tage werden langsam wieder lnger, sie versinkennicht ganz in Dunkelheit und Klte.

    Der Wechsel im Kreislauf der Natur fllt im nchsten Herbst wieder zurck.Aber das Weihnachtsfest steht fr einen noch tieferen Neuanfang:Es wird der geboren, der wie eine Sonne ist, die nie mehr untergeht,deren lebensnotwendiges Licht und Wrme nicht mehr aufhren werden.

    Die Weihnachtsfeiertage sind weithin zu dem Familienfest schlechthingeworden, also zum Symbol fr die Sehnsucht, Menschen zu haben, zudenen man gehrt, nicht nur buchstblich ein Dach ber dem Kopf zuhaben, sondern auch einen Ort, wo die Seele, alles das, was zu mirgehrt, zuhause sein kann.

    Die Botschaft von der Geburt des Herrn und Retters gibt dieser Sehn-sucht recht; denn: ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns ge-schenkt. Auf seinen Schultern ruht die Weltherrschaft. (Jes 9,5)

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  • ROSA-VIOLETT UND SCHWARZ - Zeit der 40 Tage, Passion

    Abschied, Scheitern und Tod treffen jede und jeden.Manchmal brechen sie ber uns herein, ohne dass wirwissen, woher sie kommen. Sie bleiben rtselhaft, ano-nym. Manchmal sind ihre Ursachen durchaus lokalisierbar,Folgen von Versagen, ja von Bosheit und unsagbar roherGewalt, denen wir ohnmchtig gegenberstehen. DieBotschaft dieser Zeit der 40 Tage, der Vorbereitung aufdas Osterfest, hat unter anderen zwei Impulse:

    Sich nach Umkehr, Neuorientierung ausstrecken, so gut esuns mglich ist. Das Schdliche lassen: Meide das Bse undtu das Gute! Suche Frieden und jage ihm nach. (Ps 34,15)Erkennen und verwirklichen, was gut fr uns ist, fr unspersnlich und freinander. Den Neuanfang wagen, konkretund Schritt fr Schritt.

    Schauen auf den Schmerzensmann, der solidarisch gewe-sen ist und solidarisch bleibt mit allen, die in Abgrndevon Leid und Ausweglosigkeit geraten sind, der an derSeite aller bleibt, die fragen: Warum? Mein Gott, meinGott, warum hast du mich verlassen? (Ps 22,1)

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  • WEISSGOLD - OSTERN

    Das ewige Stirb und werde vermag keine Hoffnung zustiften. Und auch das Ignorieren, Verharmlosen oderVerdrngen fhrt nicht weiter. Wohl aber Ostern: dieErfahrung, dass der Tote, der Gekreuzigte und Begrabene,lebt. Die Brutalitt der Peiniger, die Endgltigkeit desTodes und die Dunkelheit des Grabes haben nicht dasletzte Wort. Nicht nur fr Jesus, sondern fr alle, die zuihm gehren wollen. Sie alle nimmt er mit aufseinen Weg, der im Tod nicht stecken bleibt.Jesus sagt: Wer mein Wort hrt und dem glaubt, dermich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nichtins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinberge-gangen. (Joh 5,24)Es gibt Auferstehung aus den Grbern der Bitterkeit undder Gewalt, des Neides und der Angst, aus den abgeleb-ten und abgestorbenen Zonen und Anteilen unseresLebens und unserer Persnlichkeit. Dies ist die Nacht, inder Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus derTiefe als Sieger emporstieg.(Exsultet - Lobgesang der Osternacht).

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  • ROT - Pfingsten: Heiliger Geist

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    Am Ende der siebenwchigen Osterzeit, an Pfingsten, wird das Oster-geschehen noch einmal aus anderer Perspektive in den Blick genommen:Die durch nichts aufzuhaltende Lebensmacht, die im Auferstandenen wirkt,ist die Lebenskraft Gottes selbst, sein von Beginn an wirksamer schpferischerLebensatem, der schon ber dem Chaos der Anfnge der Welt schwebte,der Heilige Geist.Der ist nicht beschrnkt auf Jesus, den Christus, sondern teilt sich all denenmit, die nach ihm Christen heien und im Wasser der Taufe sich mit ihm verbin-den lassen. Dann aber gilt: Die tiefsten Tiefen der Persnlichkeit der Getauf-ten sind bewohnt und erfllt vom Leben Gottes selbst und von seiner Kraft,die zum Guten und Leben drngt ber das hinaus, was Menschen leisten undschaffen knnen - nicht erst am Ende des Lebensweges, sondern Tag fr Tagund in allen Lebenssituationen. Wenn der Geist dessen in euch wohnt, derJesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von denToten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen durchseinen Geist, der in euch wohnt. (Rm 8,11)Komm herab, o heilger Geist, der die finstre Nacht zerreit, strahle Licht indiese Welt. In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Khlung zu,spendest Trost in Leid und Tod. Ohne dein lebendig Wehn kann im Men-schen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund. Was befleckt ist,wasche rein, Drrem giee Leben ein, heile du, wo Krankheit qult. Wrme du,was kalt und hart. Lse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.(Pfingstsequenz)

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    GRN - die Zeit das Jahr hindurch

    In den Sommermonaten bis Ende November konzentriertsich die Aufmerksamkeit auf den Sonntag als im wchent-lichen Rhythmus immer wiederkehrendes Gedchtnis desOstergeschehens. Schon die lange Osterzeit hatte diesterliche Wirklichkeit des neuen Lebens in der Kraft desGeistes in ihren vielfltigen Aspekten entfalten wollen.Jetzt geht es noch strker um die Prgung des Alltagsdurch die zentrale Wirklichkeit des Glaubens, dasVerbundensein mit Gott. Es zeigt sich als Beziehungs-geschehen: Sich immer wieder versammeln, um das WortGottes in das eigene Leben hineinzuhalten und das Mahldes Auferstandenen zu feiern. Wie jede Beziehungbraucht auch die Verbundenheit mit Gott: Zeit, einegewisse Regelmigkeit, Interesse und Initiative und dieBereitschaft zur Offenheit und Aufnahme.Die ersten Christen hielten fest an der Lehre der Apostelund an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes undan den Gebeten. (Apg 2,41)

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    BLAU - Maria, die Mutter Jesu

    Maria, die Mutter Jesu, ist die erste vor-bildlich Glaubende. Sie ist auch die erste,an der sich erfllt hat, was allen Getauftengeschenkt ist und einmal endgltig Wirk-lichkeit werden soll.Deshalb ist ihr Fest der Aufnahme in denHimmel am 15. August ein Zeichen derHoffnung und des Trostes: Wenn der Weghier zu Ende geht, fhrt Gott uns ber dieSchwelle des Todes hinein in seine neueWelt, in der gerade auch die Erfahrungen,die wir mit unserem Leib gemacht haben,aufbewahrt und vollendet werden. Seligist die, die geglaubt hat, was der Herr ihrsagen lie. (Lk1,45)

  • WEISS - Allerheiligen

    Allerheiligen ist das Festdes vollen Himmels. Esruft uns zu: Die Hoffnungtrgt nicht: Unser Lebenist nicht eingeschlossenin die mehr oder wenigerlangen oder kurzen Jahrezwischen Geburt und Todund in die vielfltigenZwnge, die uns zuschaffen machen. Es gibteinen Weg ber all dieseSackgassen hinaus.Unzhlige Menschen sindihn vor uns gegangnenund haben das Ziel ihresLebens erreicht. Das sindnicht nur einzelne Heldenund auergewhnlichePersnlichkeiten, sondernMenschen aller Generati-onen, aller Schichten und

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    Mentalitten, Menschenwie wir, gekennzeichnetvon Gelingen und Versa-gen - Menschen wie wirsind am Ziel ihres Lebensangekommen, gehren frimmer zu dem alleinheiligen Gott und heiendeshalb Heilige. einegroe Schar aus allenNationen und Stmmen,Vlkern und Sprachen;niemand konnte siezhlen. Sie riefen mitlauter Stimme: Die Ret-tung kommt von unseremGott. (Offb 7, 9-10)

  • Am Ende des Kirchenjahres richtet sich mit dem Christknigsfest der Blick auf Christus,den wahren Knig. Knig ist ein bis heute gltiges Sehnsuchtswort, das wir hier mitdem alten sterlichen Bild des Christus Pantokrator, des auferstandenen Herrn beralle und alles, zusammen sehen drfen. Es nimmt Bezug auf den Wunsch nach Schutzund Geborgenheit, auf die Hoffnung, dass es einen gibt, der seine Macht nicht miss-braucht, sondern einsetzt fr die ihm Anvertrauten.Angesichts der vielen kleinen und groen Herren dieser Welt und unseres eigenenLebens ist der Blick auf IHN, den einen guten Herrn, einerseits eine Bestrkung undBesttigung in der Freiheit. Es gibt nur den einen Herrn, dem wir uns wirklich unterord-nen mssen. An seiner lebenschaffenden Botschaft mssen sich die Erwartungen deranderen Herren messen lassen.Andererseits ist die Gestalt des Pantokrator, des Christus-Knig, dessen Macht nicht ander Grenze des Todes endet, ein Garant der Gerechtigkeit, nicht nur fr die Lebenden,sondern auch fr die Toten. Gerade weil es [dieses Wort von der Auferstehung derToten] von einer Zukunft fr die Toten spricht, davon dass sie, die lngst Vergessenen,unvergesslich sind im Gedenken des lebendigen Gottes und fr immer in ihm leben,spricht es von einer wahrhaft menschlichen Zukunft, die nicht immer wieder von denWogen einer anonymen Evolution berrollt, von einem gleichgltigen Naturschicksalverschlungen wird. Die Knigs- und Pantokratorgestalt - es ist ja der auferstandeneHerr - wird so zum Zeichen des Widerstands gegen jeden Versuch, den immer wiederersehnten und gesuchten Sinn menschlichen Lebens einfach zu halbieren und ihnallenfalls fr die jeweils Kommenden, die Durchgekommenen, gewissermaen dieglcklichen Endsieger und Nutznieer unserer Geschichte zu reservieren. (Aus demBeschluss der Gemeinsamen Synode der Bistmer in der Bundesrepublik DeutschlandUnsere Hoffnung, 3. Abschnitt, Freiburg 1976)

    Antonius Pfeil OSB21

    GOLD - Ewigkeit

  • Die OrgelbaugeschichteEine erste Orgel in der Klosterkirche stammte vermutlich aus der 2. Hlfte des 17. Jahrhunderts, siebesa Springladen und wurde etwa 1759/1760 nach Eilenstedt verkauft.1760-1761 begann ein Orgelneubau durch Adolarius Papenius aus Halberstadt, dessen Schler JohannChristoph Wiedemann das Werk 1761 vollendete.Das bis heute erhaltene Gehuse sowie das Schnitzwerk am Gehuse wurden von Josef Bartholdy ausHalberstadt erstellt, die Farbfassung und die wertvollen Vergoldungen folgten 1790 durch J.A. Pltinger.Mit 28 Registern sowie einem Glockenspiel verfgte die Huysburg seither ber ein reprsentativesInstrument. Noch vor 1877 wurden 3 weitere Register hinzugebaut und August Boden, Halberstadt,berarbeitete das Instrument dann erneut, wobei er die Windladen und auch die Chortonstimmungbeibehielt.Erst Hugo Hlle aus Neu-haldensleben baute im Jahre1900, ganz dem Zeitge-schmack entsprechend, einneues Instrument auf pneuma-tischen Taschenladen, auerdem Gehuse und denProspektpfeifen wurde nichtsaus dem soliden alten Werkwiederverwendet.

    Im Jahre 1983 oblag es derOrgelbaufirma Hermann Eule,Bautzen, ein neueszweimanualiges Instrumenthinter dem historischen Ge-huse und unter Weiter-verwendung aller Prospekt-pfeifen als op. 518 zu bauen.Einzelne Register der altenHlle-Orgel konnten wieder-verwendet werden.

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    Die Disposition der Orgel:

    Das Instrument wurde 2009 kurz vor Beginn der Aufnahme durch dieHalberstdter Orgelbaufirma Hfken generalgereinigt & berholt.

    I.Hauptwerk (C-g)Bordun 16Principal 8Rohrflte 8Octave 4Spitzflte 4Gemsquinte 22/3Flachflte 2Terz 13/5Mixtur 5 f. 2Trompete 8-Tremulant-

    II.Ober-/Schwellwerk (C-g)Weitgedackt 8Viola da Gamba 8Principal 4 (Prospekt, nicht im Schweller)Fugara 4Holzflte 4Octave 2Sifflte 11/3Scharff 4f. 1Holzdulcian 16Cromorne 8-Tremulant-

    Pedal (C-f)Principalba 16Subba 16Octavba 8Gedecktba 8Choralba 4Rauschwerk 4f. 22/3Posaune 16

    3 Koppeln,Mech. Spiel- & Registertraktur,Schwelltritt

    ImpressumAufnahme vom 19.+20. Oktober 2009Aufnahmeleitung und Schnitt: Dipl. Ing. Dietmar StrackeProduktion: Musikverlag Corpete GbRWir danken dem Benediktiner-Priorat Huysburg, vor al-lem Bruder Antonius Pfeil und Bruder Jakobus Wilhelmfr die grozgige Bereitschaft, die Klosterkirche fr dieZeit der Aufnahmen zur Verfgung gestellt und den Aus-fhrenden den Aufenthalt auf der Huysburg angenehmgestaltet zu haben. Besonderer Dank gilt auch allenBrdern des Priorates, die in den weiteren Detailfragenzum Kirchraum hilfreich untersttzten.Dank gilt Pfr. Dr. Michael Paetz vom Frderkreis Huysburge.V., der die Vorbereitung und die Durchfhrung der

    Produktion in allen Fragen mitbegleitet und voran-gebracht hat.Orgelbaumeister Reinhard Hfken bernahm die Reini-gung und Stimmung der groen Eule-Orgel. Auch hierfrsei herzlich gedankt.Fotos Kapitell: Martin Witscha, HalberstadtFotos Paramente: Waltraud Thomas, HalberstadtFotos Huysburg & Gesamtlayout: Dietmar StrackeAbschlieend sei Herrn Dietmar Stracke fr seineTonmeisterarbeiten, fr seine Fotographien sowie frdie Gesamtausfhrung dieser Produktion gedankt.

    Orgelbau Reinhard HfkenMagdeburger Str. 1638820 HalberstadtTel.: 03941 25009Fax: 03941 447454

    [email protected]

    Hermann Eule Orgelbau GmbHWilthener Str. 6

    02625 Bautzen/Sa.Tel. 03591 30 45 76Fax:03591 30 45 65

    [email protected]

    Benediktinerkloster HuysburgHuysburg 2

    Ekkehard-HausTagungs- und Gstehaus38838 Huy-Dingelstedt

    Tel.: 039425-9610Fax.: [email protected]

    Musikverlag CorpeteUwe Komischke -

    Thorsten Pech GbRPostfach 130 955

    D-42036 WuppertalTel.: 0202-40869984Fax: 0202-40869985

    [email protected]

  • Zu den Werken:

    Prludium: Arcangelo Corelli: Sonate D-Dur

    Der Komponist Arcangelo Corelli wurde am 17. Februar 1653 in Fusignano bei Ravennageboren. Seinen ersten Musikunterricht erhielt der Heranwachsende bei einem Geistlichen inder benachbarten Stadt Faenza. Mit 13 Jahren fhrte der Weg nach Bologna, wo er bald durchsein berdurchschnittliches Violinspiel Aufsehen erregte, so da er schon 1670, kaum17jhrig, in die Academia Filharmonica aufgenommen wurde, eine Auszeichnung in dieser Zeit.Die dortigen Lehrer gehrten der Bologneser Schule an und Corelli schrieb in deren Stil seineersten Werke. Nachdem sich die Spur fr einen Zeitraum verliert (Annahmen, er htte Parisoder Deutschland besucht, lassen sich derzeit nicht belegen), traf man Corelli ab 1675 alsViolinspieler in Rom. Innerhalb von 4 Jahren stieg er zum Maestrodes Orchesters auf. Esentstanden zahlreiche Werke, u.a. die der Knigin Christine von Schweden gewidmeten 12Kirchensonaten. Nach und nach bildete sich der typische Corelli-Stil in seinen Concerti grossiaus, nachhaltig der Einflu auf die Konzerte Bachs und Hndels. So fand im Winter 1708/09auch eine Begegnung mit Hndel in Rom statt. Gegen 1710 zog sich der Meister aus derffentlichkeit zurck, am 8. Januar 1713 starb er in Rom. Corelli legte seinen Kompositions-schwerpunkt auf die Instrumentalmusik, vokale Werke hat er nie geschrieben, Sonate undConcerto grosso waren seine Merkmale.Die vorliegende Sonata a due trompetti e archi geht im Original auf ein Werk zurck, das,wie es der Titel nennt, von zwei unterschiedlich hohen Trompeten unter Begleitung einesStreichorchesters ausgefhrt wird. Die beiden hohen Trompetenstimmen wurden nun zu einerStimme fr Trompete zusammengefat, die Streicherstimmen in einen Orgelsatz bertragen.

    Im Advent: Johann Sebastian Bach: Nun komm der Heiden HeilandJohann Sebastian Bach: Gottes Sohn ist kommen

    In Johann Sebastian Bach begegnen wir dem wohl bedeutendsten Komponisten seiner Zeit,wenn nicht gleichsam der gesamten Musikgeschichte, stellt sein Schaffen doch den Hhepunkt

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    barocker Kompositionskunst dar, dem nichts gleichwertiges folgen konnte. Somit setzte BachsSchaffen auch einen Endpunkt, so da es danach hie, neue Wege zu gehen.Johann Sebastian Bach wurde am 21. Mrz des Jahres 1685 in Eisenach geboren. Die MutterElisabeth verstarb im 9. Lebensjahr des Heranwachsenden, der Vater Johann Ambrosius einJahr spter, so da die Familie aufgelst und auf Verwandte verteilt wurde.Johann Sebastian kam zu seinem Bruder Johann Christoph (1671-1721), der Schler vonJohann Pachelbel war, und dem Jungen nun Klavier- und Orgelunterricht erteilte. Von 1700-1703 besuchte Bach die Michaelisschule in Lneburg, einer seiner Lehrer wurde der KantorGeorg Bhm, auerdem hatte Bach die Gelegenheit, in Hamburg den hochbetagten JohannAdam Reincken und auch Vincent Lbeck zu hren. In Celle gab es Verbindung zu ArnoldMelchior Brunckhorst, ebenso lernte der junge Schler die weltlich-hfische Musik eines Jean-Battiste Lully und Francois Couperin kennen. Seine erste Organistenstelle trat er 1703 inArnstadt an, nach weiteren Studienreisen zu Buxtehude nach Lbeck und damit verbundenenSchwierigkeiten in der Kirchgemeinde wegen der berschreitung des Urlaubes, ging Bach1707 nach Mhlhausen an die St. Blasius-Kirche. Dort heiratete er auch. Auseinander-setzungen in Religionsfragen bekrftigten seinen Entschlu, in den Hofdienst zu treten. Von1708-1717 war er beim Herzog von Sachsen-Weimar in Stellung, dort Hoforganist undHofkapellmeister. Von 1717-1723 wirkte Bach am Hofe des Frsten Leopold von AnhaltKthen. 1720 starb seine erste Ehefrau, 1721 heiratete er die 16 Jahre jngere AnnaMagdalena, ein nachtrgliches Hochzeitsgeschenk war die Komposition des Notenbchleinfr Anna Magdalena Bach. Nachdem Johann Kuhnau 1722 in Leipzig verstarb, mute dieStelle des Thomaskantors neu besetzt werden.Georg Philipp Telemann, der Wunschkandidat, stand nicht zur Verfgung, und so fiel die Wahl1723 auf Johann Sebastian Bach, der dieses Amt bis zu seinem Tode im Jahre 1750 innehatte.

    Die Choralvorspiele BWV 659 und BWV 724 sind ursprnglich Orgelwerke, die hier in Bearbei-tungen fr Corno da caccia bzw. Trompete und Orgel vorliegen.

  • Zur Weihnacht: Thorsten Pech: Suite ber finn. WeihnachtsliederDie Romantische Suite ber finnische Weihnachtslieder fr Corno da caccia und Orgelwurde 2002 von Thorsten Pech (*1960) komponiert und am 12. Januar 2002 in der Alten luth.Kirche am Kolk, Wuppertal-Elberfeld, von Uwe Komischke und dem Komponisten an derbedeutenden Klais-Orgel uraufgefhrt.Die thematische Material besteht aus vier finnischen Weihnachtsliedern bzw. Themen, dieihrem Charakter gem in einer romantischen Tonsprache ausgedeutet werden.Im ersten Satz herrschen die dunkleren Grundakkorde finnischer Komponisten wie eines JeanSibelius vor, der finn. Choral Kas,yll paimenille wird korrespondierend mit demadventlichen Luther-Choral Nun komm der Heiden Heiland erklingen.Der zweite Choral En etsi valtaa, loistoa wird dagegen mit lichten, engelgleich himmlischenAkkordrckungen eingeleitet.Eine Pastorale schliet sich mit Sylvian joululaulu an, bevor der hymnische Choral Oi armonlhde autuas, eingeleitet von toccatenhaften Elementen der Orgel die Suite beendet.Die bersetzungen der finnischen Chorle besorgte der finn. Pfarrer Risto Marttunen von derAlten luth. Kirche am Kolk in Wuppertal.

    Intermezzo: Josef Gabriel Rheinberger: Pastorale F-DurMit dem Komponisten Josef Gabriel Rheinberger begegnet uns ein Hauptvertreter derdeutsch-romantischen Kompositionsepoche. 1839 in Liechtenstein geboren, kam der heran-wachsende Rheinberger im Alter von 12 Jahren auf Empfehlung von Philipp Schmutzer, demDomkapellmeister von Feldkirch, nach Mnchen, um am dortigen Konservatorium zu studieren.Seine prgenden Lehrer waren vor allem Johann Georg Herzog und danach Franz Lachner, demLeiter der Mnchner Oper. Schon frh entstanden erste Kompositionen im Klavier- undKammermusikbereich sowie Chorwerke fr die Mnchner Kirchenmusik, in der Rheinberger auchselber als Organist ttig wurde. Nach einer Zeit als Opernrepetitor, in der er neben Lachnerfr die Einstudierung des Tristan von Wagner verantwortlich war, erhielt Rheinberger eineProfessur fr Komposition und Orgel am Mnchner Konservatorium und wurde im Laufe derJahre zum geachteten Lehrer zahlreicher Schler des In- und Auslandes, Engelbert Humperdinck,

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    Ermano Wolf-Ferrari und letztlich Wilhelm Furtwngler gehrten dazu. Sein kompositorischesHauptschaffen legte Rheinberger jedoch auf die Orgel, hierfr schrieb er 20 Orgelsonaten,eine Flle von Einzelstcken und mehrere Werke fr die Besetzung Orgel +....... Rheinbergerstarb 1901 in Mnchen.Aus der 4. Orgelsonate a-moll ber den Tonus prergrinus op. 98 stammt das Intermezzo inF-Dur, hier Pastorale genannt, das Rheinberger selbst thematisch auch in einer Arie seinesOratoriums Der Stern von Bethlehem wieder verwandte. Neben anderen Bearbeitungendieses Satzes liegt mit dieser Einspielung eine Fassung fr Corno da caccia / Flgelhorn undOrgel vor.

    Epiphanie / Maria Lichtmes: Ernst Friedrich Richter: Wie schn leuchtet der MorgensternErnst Friedrich Richter, 1808 in Groschnau/Lausitz geboren, gehrte zu den fhrendenMusiktheoretikern des 19. Jahrhunderts. Neben einem Theologiestudium bildete er sich imKreise Mendelssohns als Musiker aus, wurde 1843 bei dem durch Mendelssohn gegrndetenLeipziger Konservatorium als Theorielehrer neben Moritz Hauptmann, dem damaligenThomaskantor, ttig.Nach Hauptmanns Tode bernahm Ernst Friedrich Richter das Thomaskantorat.Kompositorisch hinterlie er eine Vielzahl von Chor- und Orchesterwerken, daneben auchgrere Orgelkompositionen sowie eine Flle von Choralvorspielen, aus denen das hiereingespielte Werk Wie schn leuchtet der Morgenstern in einer Bearbeitung fr Corno dacaccia und Orgel erklingt. Richter starb 1879 in Leipzig.

    Zur Passion: Johann Sebastian Bach: An Wasserfluessen BabylonAus der Sammlung 18 Leipziger Chorle stammt eines der bekanntesten Choralvorspiele ausBachs Feder, das zugleich von enormen spieltechnischen Ansprchen gekennzeichnet ist,fordert Bach in diesem Stck doch das sog. Doppelpedal, d.h. das Spiel zweier selbststndiggefhrter Stimmen auf dem Pedal.In der vorliegenden Einspielung bildet die Weimarer Frhfassung des Stckes die Grundlagefr eine Bearbeitung mit Corno da caccia und Orgel.

  • sterliche Freudenzeit: Johann Sebastian Bach: Christ lag in TodesbandenFr die sterliche Freudenzeit, die auch kirchenmusikalisch stets reich ausgestaltet wurde,schrieb Bach eine Vielzahl von Choralbearbeitungen fr die Orgel, so erklingt hier der SatzChrist lag in Todesbanden u.a. aus seinem Weimarer Orgelbchlein.

    Pfingsten Johann Sebastian Bach: Komm, heiliger GeistDas Choralvorspiel Komm, Heiliger Geist, Herre Gott BWV 652 entstammt der Orgelsamm-lung der 18 Leipziger Chorle nach verschiedener Art und stellt eine der umfangreichstenBearbeitung dieses Pfingstchorales berhaupt dar. Bach behandelt die Luther-Vertonungzeilenweise, in dem die Orgel jeweils eine ausfhrliche Einleitung zum dann vom Corno dacaccia gespielten Choralabschnitt voranstellt.

    Im Jahreskreis: Johann Ludwig Krebs: O Gott, du frommer GottDie mitteldeutsche Musiklandschaft brachte eine Vielzahl bedeutender Komponisten undOrganisten hervor, allen voran die beiden Gren barocker Tonkunst Johann Sebastian Bachund Georg Friedrich Hndel. Whrend Hndel als der weltmnnische Musiker in London seinGlck suchte und fand, war es Johann Sebastian Bach, der ab 1723 das Amt desThomaskantors in Leipzig innehatte. Neben den musikalischen Diensten in den LeipzigerKirchen gehrte die Ausbildung an der Thomasschule zu seinen Aufgaben. Durch Bachs Hndegingen Schlerjahrgnge, aus denen immer wieder begabte Jungmusiker in die Musikweltentlassen wurden. Zu ihnen gehrte Johann Ludwig Krebs, der als der bedeutendste Eleve desberhmten Thomaskantors bekannt wurde. Krebs, 1713 in Buttelstedt bei Weimar geboren,war von 1726 bis 1735 Schtzling im Thomas-Allumnat und lernte in dieser Zeit von Bach, waser nur konnte. Krebs erhielt in dieser Zeit schon die Mglichkeit, als Cembalist, Organist undChorsnger unter Bachs Leitung aktiv zu sein, zum Schulabschlu erhielt Krebs beste Empfeh-lungen seines Mentors, nach zwei Jahren konnte Johann Ludwig Krebs die erste Organisten-stelle an der Zwickauer Marienkirche bernehmen, sieben Jahre spter wechselte er an dieSchlokirche zu Zeitz, bevor er nach weiteren zwlf Jahren seine Lebensstellung am HerzoglichGothaischen Hof in Altenburg antrat und damit auch die Organistendienste an der dortigenSchlokirche zu versehen hatte.

  • Seine zahlreichen Orgelwerke sind ganz im Stile der Bachschen Kompositionen verfat,mitunter sogar in hrbaren Anlehnungen. Die Choralbearbeitungen sind z. Teil mit Soloinstru-menten besetzt, ansonsten sind die Solostimmen der Orgel vorgesehen.Die Choralbearbeitung "O Gott, du frommer Gott" ist den erwhnten Orgelwerken entnom-men, fr Corno da caccia und Orgel bearbeitet.

    Intermezzo: Johannes Weyhmann: TonstckMit dem Komponisten Johannes Weyhmann begegnet uns ein bedeutender Vertreter derschsisch -romantischen Kompositionsepoche.Am 28. April 1887 in Dresden-Neustadt geboren, begann der junge Mann nach seiner schuli-schen Ausbildung ein Pdagogik-Studium am Knigl.-Schsischen Lehrerseminar, dort, wo auchErich Kstner wenige Jahre spter ausgebildet wurde. Sein musikalisches Talent lieWeyhmann bald zum stellv. Organisten der St. Paulikirche in Dresden werden, hier besondersgefrdert durch den Hauptorganisten KMD Otto Thomas (1857-1937). Seit 1912 wirkteJohannes Weyhmann als Kantor in Dohna. In dieser Zeit entstanden auch seine zahlreichenKompositionen fr Orgel, Chor und Instrumente.Eine enge Freundschaft verband ihn zum Frauenkirchen-Organisten Hanns-Ander Donath (1898-1964). Johannes Weyhmann war langjhrig Vorsitzender des Kantoren- und Organistenvereinsund gehrte aufgrund seines umfangreichen Schaffens dem Komponistenverband an.Eine schwere Erkrankung riss ihn 45jhrig mitten aus dem schpferischen Leben. Nur einzelneseiner Werke sind derzeit verlegt, der Musikverlag Corpete widmet sich diesem, ganz in derspten Romantik verwurzelten Komponisten, mit einer Neuausgabe seiner Kompositionen.Das Tonstck D - Dur op.18 ist ursprnglich ein Werk in der Besetzung fr Violine + Orgel undliegt hier in der Ausfhrung mit Corno da caccia und Orgel vor.

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  • Maria Aufnahme Franz Liszt: Ave Maria nach ArcadeltFranz Liszt, 1811 in Raiding/Burgenland geboren, konnte aufgrund der Stellung seines Vatersam Hofe des Frsten Esterhazy eine umfngliche Grundausbildung erfahren, bis hin zurmusikalischen Reife, die sehr frh entdeckt und gefrdert wurde.Studienreise durch ganz Europa, Wien, Paris, Rom formten aus Liszt einen ebenso bekanntenKlaviervirtuosen wie Komponisten, der durch seine extravaganten, geradezu revolutionrenMusiktechniken auffiel.Nachdem Liszt 1842 zum Hofkapellmeister nach Weimar berufen wurde, konnte er hier an dieErfllung mancher musikalischer Plne denken. Kompositorisch entstanden bei Liszt dieSymphonischen Dichtungen wie auch bertragungen auf das Klavier und die Orgel vonKompositionen seines Freundes Wagner. Mit der Hofkapelle fhrte Liszt direkt nach derUrauffhrung in Dresden den Tannhuser auf, 1850 kam es in Weimar unter Anwesenheit vonWagner zur Urauffhrung des Lohengrin. In spteren Jahren pendelte Liszt als Reisenderzwischen Rom, Budapest und Weimar, immer wieder dort Ruhe findend. Whrend einesRomaufenthaltes nahm er die kleinen Weihen eines Abb an. Religise Werke prgtenseinen Kompositionsstil, dennoch blieb Liszt zeitlebens auch den weltlichen Freuden zugetan.Fr die Orgel komponierte er groangelegte Werke ebenso wie kleine, zumeist themen-bezogene Kurzstcke, wie das hier erklingende Ave Maria nach Arcadelt, einer glockenhaftenParaphrase ber einen, vom niederlndischen Komponisten Jacob Arcadelt (1514-1572)verfassten 4stimmigen Chorsatz ber den Marianischen Text.

    Allerheiligen Thorsten Pech: Allerheiligen-Fantasie(uraufgefhrt 2008 in der Klosterkirche Huysburg)

    Das Werk Allerheiligen- Fantasie Ihr Freunde Gottes allegleich fr Trompete / Corno dacaccia und Orgel wurde zum Allerheiligen-Tag des Jahres 2008 von Thorsten Pech (*1960)komponiert und in der Klosterkirche Huysburg in Sachsen-Anhalt, nahe Halberstadt uraufge-fhrt. Die thematische Grundlage des Stckes weist auf den bekannten Choral Ihr FreundeGottes allegleich, der umspielt wird mit weiteren Themen, u.a. Anklngen an die Allerheili-gen-Litanei (Sancta Johannes., ora pro nobis) sowie dem Salve regina.

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    Ewigkeit Johann Sebastian Bach: Von deinen Thron tret ich hiermitJohann Sebastian Bachs letztes Musikstck berhaupt, auf dem Krankenbett im Angesicht desbevorstehenden Todes seinem Schwiegersohn und Schler Johann Christoph Altnikol (1720-1759) diktiert, trgt den fr die Ewigkeit bestimmten Text Vor deinen Thron tret ich hiermitund schliet damit ein Lebenswerk, geprgt von Glaubensberzeugung und Hingabe fr dieKirchenmusik, ab. Bach nimmt wohl bewut die in seiner frhen Jugend durch JohannPachelbel kennengelernte zeilenweise Durchfhrung im strengen kompositorischen Stil nochmalauf, und fhrt diese, trotz Schwche und Erblindung, durch die Kraft seiner musikalischenGedanken und seiner Kompositionsmeisterschaft in der Schlichtheit der Form dennoch zuletzter hchster Meisterschaft. Sein letztes musikalisches Amen war damit gesprochen Soli Deo Gloria - Gott allein die Ehre.

    Postludium Johann Friedrich Fasch: Konzert D-Dur fr Trompete und OrgelJohann Friedrich Fasch wurde am 15. April 1688 in Buttelstedt bei Weimar geboren. Seinemusikalische Ausbildung erhielt er an der Thomasschule in Leipzig, die zu dieser Zeit vonJohann Kuhnau, dem Vorgnger Bachs, gefhrt wurde. Seine Studien der Musik beendeteFasch spter bei Christoph Graupner in Darmstadt. Auf Vermittlung seines Freundes GottfriedHeinrich Stlzel wurde Fasch 1722 Hofkapellmeister in Zerbst, nachdem er sich um dieNachfolge Kuhnaus - nach dessen Tod - als Thomaskantor bewarb, dieses Amt jedoch aufgrundder Unterrichtsttigkeit in wissenschaftlichen Fchern ablehnte.Bach schtzte die Werke Faschs sehr, es fanden sich zahlreiche handschriftliche Aufzeichnun-gen. Am 5. Dezember 1758 verstarb Fasch in Zerbst. Sein Konzert D-Dur fr Trompete undOrchester, hier in einer Bearbeitung fr Trompete und Orgel, atmet frischen italienischenGeist, wie Fasch diesen bei Telemann in Hamburg und Graupner in Darmstadt kennenlernte.Nach einem konzertanten 1. Satz folgt eine kurzer, jedoch hchst anspruchsvoller 2. Satz frden Trompeter, ein tnzerischer 3. Satz beschliet das stimmungsvolle Trompetenkonzert.

    Thorsten Pech

  • Texte

    Im Advent: Nun komm der Heiden Heiland-Nun komm, der Heiden Heiland, der Jungfrauen Kind erkannt,da sich wunder alle Welt, Gott solch Geburt ihm bestellt.-Dein Krippen glnzt hell und klar, die Nacht gibt ein neu Licht dar.Dunkel muss nicht kommen drein, der Glaub bleibt immer im Schein.-Lob sei Gott dem Vater gtan; Lob sei Gott seim eingen Sohn, Lob sei Gott,dem Heilgen Geist immer und in Ewigkeit.Text: Martin Luther 1524 nach dem Hymnus Veni redemptor gentium des Ambrosius vonMailand um 386 Melodie: Einsiedeln 12 Jh.

    Gottes Sohn ist kommen-Gottes Sohn ist kommen uns allen zu Frommen hier auf diese Erdenin armen Gebrden, da er uns von Snde freie und entbinde.-Die sich sein nicht schmen und sein Dienst annehmen durch einRechten Glauben mit ganzem Vertrauen, denen wird er eben ihre Snd vergeben.-Denn er tut ihn schenken in den Sakramenten sich selber zur Speisen,sein Lieb zu beweisen, da sie sein genieen in ihrem Gewissen.Text: Bhmische Brder 1544 Melodie: Ave hierarchia, Hohenfurt 1410

    Zur Weihnacht: Thorsten Pech: Suite ber finn. Weihnachtslieder1.Kas,ylla paimenille komb. mit Jeesus Kristus meille nyt ( Nun komm

    der Heiden Heiland) Mitten in der Nacht verkndete der Engel denngstlichen Hirten die groe Freude vom Himmel: Eia: singt, erlst sindwir aus den Fesseln des Todes.

    2. En etsi valtaa, loistoa (Text : Z. Topelius, finn. Nationaldichter)Nicht nach Macht, Glanz oder Gold will ich streben. Um dein himmli-sches Licht und Frieden auf Erden bitte ich. Die Weihnacht gib mir, dieglcklich macht und meine Sinne auf den Schpfer richtet. Nicht Macht,nicht Gold, nur Friede auf Erden.

  • 3. Sylvian joululaulu (Text: Z. Topelius)Hoch im Norden ist Weihnachten in alle Herzen eingezogen. Bis in diekleinsten Stuben bringt der Tannenbaum seinen Glanz hinein.Nur: obenan meinem Deckenbalken hngt der Kfig mit seinem Vgelein,schweigend wie im Gefngnis. Ach, htte jemand ein Herz fr dieSorgen des Sngers.(Der finnische Dichter Z. Topelius hat dieses Lied zu Weihnachten inItalien - an seine Heimat voller Heimweh denkend -geschrieben.)

    4. Oi armon lhde autuas (Text: Paul Gerhardt)Du seliger Ursprung aller Gnade, du groer Frst des Lebens,du heller Morgenstrahl des Himmels, dir wollen wir nun singen.

    bersetzungen der finnischen Chorle: Pfarrer i.R. Risto Marttunen von der Alten luth. Kircheam Kolk in Wuppertal.

    Epiphanie/ Maria Lichtme: Wie schn leuchtet der Morgenstern-Wie schn leuchtet der Morgenstern voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, die se WurzelJesse. Du Sohn Davids aus Jakob Stamm, mein Knig und mein Brutigam, hast mir mein Herzbesessen;Lieblich, freundlich, schn und herrlich, gro und ehrlich, reich an Gaben, hoch und sehrprchtig erhaben.-Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn du mich mit den Augen dein gar freundlich tustanblicken. Herr Jesu, du mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut michinnerlich erquicken. Nimm mich freundlich in dein Arme und erbarme dich in Gnaden; auf deinWort komm ich geladen.-Zwingt die Saiten in Cythara und lat die se Musika ganz freudenreich erschallen, da ichmge mit Jesulein, dem wunderschnen Brutgam mein, in steter Liebe wallen. Singet,springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren; gro ist der Knig der Ehren.Text und Melodie: Philipp Nicolai 1599

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  • Zur Passion: An Wasserflssen Babylon / Ein Lmmlein geht und trgt die Schuld-An Wasserflssen Babylon, da saen wir mit Schmerzen als wir gedachten an Zion, da weinten wir vonHerzen. Wir hingen auf mit schwerem Mut die Harfen und die Orgeln gut an ihre Bum der Weiden, diedrinnen sind in ihrem Land, da muten wir viel Schmach und Schand tglich von ihnen leiden.(Nachdichtung des Ps. 137 durch Matthias Greiter, Straburg 1525 Mel. Wolfgang Dachstein, 1525)-Ein Lmmlein geht und trgt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und bet mit Gedulddie Snden aller Snder; es geht dahin, wird matt und krank, ergibt sich auf die Wrgebank,entsaget allen Freuden; es nimmet an Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuzund Tod und spricht:Ich wills gern leiden.-Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleich wie du mich,mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stcke bricht,sollst du mein Herze bleiben; ich will mich dir, mein hchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentumbestndiglich verschreiben.Text: Paul Gerhardt 1647

    sterliche Freudenzeit: Christ lag in Todesbanden-Christ lag in Todesbanden, fr unsre Snd gegeben, der ist wieder erstanden und hat und brachtdas Leben. Des wir sollen frhlich sein, Gott loben und dankbar sein und singen Halleluja.-Jesus Christus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Snd abgetan, damit demTod genommen all sein Recht und sein Gewalt; da bleibt nichts denn Tods Gestalt, den Stachelhat er verloren, Halleluja.-Hier ist das rechte Osterlamm, davon wir sollen leben, das ist an des Kreuzes Stamm in heierLieb gegeben. Des Blut zeichnet unsre Tr, das hlt der Glaub dem Tod fr, der Wrger kann unsnicht rhren, Halleluja.Text und Melodie: Martin Luther, 1524 teilweise nach der Sequenz Victimae paschali laudes desWipo von Burgund vor 1048

    Pfingsten Komm, heiliger Geist, Herre Gott-Komm heiliger Geist, Herre Gott, erfll mit deiner Gnaden Gut deiner Glubgen Herz, Mut undSinn, dein brennend Lieb entznd in ihn, O Herr, durch deines Lichtes Glanz zum Glauben duversammelt hast das Volk aus aller Welt Zungen. Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen. Halleluja.-Du heilige Glut, ser Trost, nun hilf uns, frhlich und getrost in deim Dienst bestndig bleiben,die Trbsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit, und strk des FleischesBldigkeit, da wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja.Text:Ebersberg um 1480 nach der Antiphon Veni sancte Spiritus und Martin Luther, 1524Melodie: Ebersberg, 1480 und Erfurt, 1524

  • Im Jahrkreis: O Gott, du frommer Gott-O Gott, du frommer Gott, du Brunnquell guter Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alleshaben; gesunden Leib gib mir und da in solchem Leib ein unverletzte Seel und rein Gewissen bleib.-Gib, da ich tu mit Flei, was mir zu tun gebhret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande fhret.Gib, da ichs tue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs tu, so gib, da es gerate wohl.-Hilf, da ich rede stets, womit ich kann bestehen; la kein unntzlich Wort aus meinem Munde gehen;Und wenn in meinem Amt ich reden soll und mu, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdru.Text: Johann Heermann, 1630

    Allerheiligen Ihr Freunde Gottes allzugleich-Ihr Freunde Gottes allzugleich, verherrlicht hoch im Himmelreich, erfleht am Throne allezeit unsGnade und Barmherzigkeit. Helft uns in diesem Erdental, da wir durch Gottes Gnad und Wahlzum Himmel kommen allzumal.-Ihr Patriarchen hochgeborn und ihr Propheten auserkorn, der Herr hat euch das Reich bereit, fhrtuns zur ewgen Seligkeit. Helft uns in diesem Erdental, da wir durch Gottes Gnad und Wahl zumHimmel kommen allzumal.-Apostel Christi, hoch gestellt, zu leuchten durch die ganze Welt, ihr Heilgen, die im hchsten Gutihr alles schenket, selbst das Blut. Helft uns in diesem Erdental, da wir durch Gottes Gnad undWahl zum Himmel kommen allzumal.-Wir bitten euch durch Christi Blut, die ihr nun weilt beim hchsten Gut, tragt vor die Not derChristenheit der heiligsten Dreifaltigkeit. Helft uns in diesem Erdental, da wir durch GottesGnad und Wahl zum Himmel kommen allzumal.Text und Melodie: Friedrich v. Spee, 1623

    Ewigkeit Von deinen Thron tret ich hiermit-Vor deinen Thron tret ich hiermit, o Gott, mit inniglicher Bitt; ach, kehr dein lieblich Angesichtvon mir blutarmen Snder nicht.-Beschere mir ein selig End; nimm meine Seel in deine Hnd, da ich dich schau dort ewiglich.Ja, Amen, ja erhre mich.Text: Bodo v. Hodenberg, Osterode 1650 Melodie: Loys Bourgeois, Genfer Psalter 1547

    35(Auswahl der Liedstrophen

    durch Thorsten Pech)

  • Trompete und OrgelIm Jahre 1977 musizierten der Trompeter Uwe Komischke und der Organist Thorsten Pecherstmalig zusammen. Nach Studienjahren und Stellenbernahmen in Mnchen bzw.Dsseldorf fanden die jungen Knstler 1989 durch Auftritte beim Dsseldorfer Bachvereinwieder zusammen, Thorsten Pech war dessen Knstlerischer Leiter geworden, UweKomischke konzertierte als Solotrompeter beim dortigen Bach-Orchester.Im Jahr 1991 entstand eine erste CD-Produktion, die durch weitere jhrliche Aufnahmeninzwischen auf 26 Einspielungen in unterschiedlichen Besetzungen, bis hin zu 8 Trom-peten, Pauken und Orgel, angewachsen ist. In den Jahren der regelmigen Zusammen-arbeit beider Knstler fhrten Konzertreisen durch ganz Europa und nach Japan.Erst krzlich kamen die Musiker wieder von einer erfolgreichen Japan-Tournee zurck, dieKonzerte u.a. in Kanazawa, Nagoya und Togo sowie Meisterkurse einschlo. Eine erneu-te Einladung ist ausgesprochen, ebenso fr Konzerte in Sd-Korea und den USA.(www.trompeteundorgel.com)

    Uwe Komischke wurde 1961 in Schwelm/NRW geboren. Nach musikalischer Ausbildungbegann er seine Laufbahn mit 18 Jahren als 1. Solotrompeter im Stdt. OrchesterGelsenkirchen. 1983 wechselte er in gleicher Position zu den Mnchner Philharmonikernunter ihrem Chefdirigenten Sergiu Celibidache. 1987 erhielt er eine Dozentur fr Trompeteam Richard Strauss Konservatorium in Mnchen. Solistisch ist Uwe Komischke in zahlreichenKonzerten im In- und Ausland zu hren, nicht zuletzt auch mit den Mnchner Philharmonikernunter Sergiu Celibidache. Dabei machen ihn nicht nur die verschiedenen Schallplatten-und Rundfunkaufnahmen, sondern auch seine kammermusikalische Arbeit, z.B. mit denMnchner Kammersolisten, einem Barockensemble, dessen Grnder und Leiter er ist,oder auch mit den Philharmonischen Blechblsersolisten oder den Moskauer Solisten mitYuri Bashmet in Fachkreisen bestens bekannt, so da namhafte Komponisten wie HansStadlmair oder Peter Michael Hamel ihm Werke widmen (Concerto lirico fr Corno dacaccia und Streichorchester u.a.). Da er sich auerdem mit der Instrumentenentwicklung

  • befat, spielt er heute nur noch auf seinen von ihm zusammen mit Norbert Axmannentwickelten Instrumenten. Anllich eines Meisterkurses an der Sensoku GakuenHochschule fr Musik in Tokio wurde ihm im April 1993 eine Gast-Professur angeboten.Seit September 1994 hat Uwe Komischke einen Ruf als Professor fr Trompete an dieHochschule fr Musik Franz Liszt Weimar. (www.uwe-komischke.com)

    Thorsten Pech wurde 1960 in Wuppertal/NRW geboren. Nach erster musikalischer Ausbil-dung in seiner Heimatstadt schlo sich ein Kirchenmusikstudium (Kantorenexamen 1980)und ein Studium im Hauptfach Orgel an (Knstlerische Reifeprfung 1983). MitAbschludiplom absolvierte er 1985 Dirigierstudien in Wien. Seit 30 Jahren ist ThorstenPech als Kantor ttig, zunchst in Dsseldorf-Kaiserswerth, dann in Wuppertal. Im Jahre1992 nahm er zudem eine freiberufliche Ttigkeit als Konzertorganist und Dirigent auf,die ihn seither durch zahlreiche Konzertverpflichtungen ins In- und Ausland fhrte. AlsKnstlerischer Leiter ist Pech seit 1989 beim Dsseldorfer Bachverein ttig.(www.bachverein-duesseldorf.de) Als Organist wirkte er bei Rundfunkaufnahmen sowieSchallplatten- und Fernsehproduktionen mit. Seit 1997 betreut Thorsten Pech die kirchen-musikalische Arbeit an der Alten luth. Kirche am Kolk in Wuppertal-Elberfeld, gestaltetals knstlerischer Leiter die dort an der Klais-Orgel stattfindenden Sommerabendkonzertebei Kerzenschein (www.musikamkolk.de) und ist seit 2009 auch ttig an der Friedhofs-kirche Elberfeld, der grten evangelischen Kirche der Stadt mit der historischen Wilhelm-Sauer-Orgel (www.sauer-orgel.com).Im Jahre 2003 wurde Thorsten Pech zum Chordirektor und Knstlerischen Leiter des Konzert-chores der Volksbhne Wuppertal (www.konzertchor-wuppertal.de) ernannt. Als Kompo-nist von Chor- und Orgelwerken sowie fr die Besetzungen Trompete/Corno da cacciaund Orgel, ebenso als Bearbeiter entsprechender Kompositionen hat sich Thorsten Pechin Fachkreisen wie beim Publikum einen Namen gemacht. Aufgrund seiner langjhrigenerfolgreichen Ttigkeit verlieh ihm der Fachverband Deutscher Berufschorleiter im Jahre1998 den Titel Musikdirektor. (www.thorsten-pech.com) 37

  • Prludium: Arcangelo Corelli 1653-1713Sonate D-Dur

    in der Bearbeitung fr Trompete und OrgelAdagio-Allegro-Grave (Trompete tacet)-Attacca-Allegro ........................... 0:00 q1

    Im Advent: Johann Sebastian Bach 1685-1750Nun komm der Heiden Heiland BWV 659

    aus 18 Leipziger Chorle fr Orgelin einer Bearbeitung fr Corno da caccia u. Orgel .................................... 0:00 q4

    Gottes Sohn ist kommen BWV 724in einer Bearbeitung fr Trompete und Orgel ........................................... 0:00 q5

    Weihnachten: Thorsten Pech *1960Romantische Suite ber finnische Weihnachtslieder

    fr Corno da caccia/Trompete und OrgelKas, yll paimenille / En etsi valtaa,loistoaSylvian joululaulu / Oi armon lhde autuas .............................................. 0:00 q6

    Intermezzo: Josef Gabriel Rheinberger 1839-1901Pastorale F-Dur

    aus Orgelsonate Nr. 4 op. 98in einer Bearbeitung fr Corno da caccia und Orgel ................................. 0:00 w10

    Epiphanie/ Ernst Friedrich Richter 1808-1879Mariae Lichtmess: Choralvorspiel Wie schn leuchtet der Morgenstern

    aus 6 Trios fr Orgel op. 20 in einer Bearbeitung fr Trompete und Orgel 0:00 w11

    Passion: Johann Sebastian BachAn Wasserflssen Babylon (Ein Lmmlein geht und trgt die Schuld)aus 18 Leipziger Chorle fr Orgel in der fnfstimmigen Weimarer UrfassungBWV 653b als Bearbeitung fr Corno da caccia und Orgel ....................... 0:00 w12

    sterliche Johann Sebastian BachFreudenzeit: Choralvorspiel: Christ lag in Todesbanden

    aus dem Weimarer Orgelbchlein BWV 625 ............................................ 0:00 w14

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    Pfingsten: Johann Sebastian BachKomm, heiliger Geist, Herre Gott BWV 652

    aus 18 Leipziger Chorle fr Orgelin der Bearbeitung fr Corno da caccia und Orgel ................................... 0:00 w1%

    Dreifaltigkeit / Johann Ludwig Krebs 1713-1780Im Jahreskreis: Choralvorspiel: O Gott, du frommer Gott

    in der Bearbeitung fr Trompete und Orgel ............................................. 0:00 w1&

    Intermezzo: Johannes Weyhmann 1887-1931Tonstck D-Dur op. 18

    in der Bearbeitung fr Corno da caccia und Orgel ................................... 0:00 w1/

    Mariae Franz Liszt 1811-1886Aufnahme: Ave Maria nach Arcadelt

    (August Wilhelm Gottschalg, Weimar, gewidmet) ....................................... 0:00 w1(

    Allerheiligen: Thorsten PechAllerheiligen-Fantasie Ihr Freunde Gottes allegleich

    fr Trompete/Corno da caccia und Orgel(uraufgefhrt 2008 in der Benediktiner-Klosterkirche Huysburg) .............. 0:00 w1)

    Ewigkeit: Johann Sebastian BachVor Deinen Thron tret ich hiermit (Wenn wir in hchsten Nten sein)

    Diktatfassung des letzten Orgelwerks vor Bachs Tod BWV 668ain einer Bearbeitung fr Corno da caccia und Orgel ................................. 0:00 w20

    Postludium: Johann Friedrich Fasch 1688-1758Konzert D-Dur in der Bearbeitung fr Trompete und Orgel

    Allegro-Largo-Allegro moderato .............................................................. 0:00 w"!

    Alle Werke (ausser Bach: BWV 625 und Liszt: Ave Maria) sind beim Musikverlag Corpete erschienen

    und dort auch als Notenausgaben erhltlich. (www.corpete.com)