Die Kinderstube der Demokratie - Kinder beteiligen! ?· AWO-Kindertagesstätte „Hanna Lucas“, Wedel:…

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    18-Sep-2018

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  • Die Kinderstube der DemokratiePartizipation in Kindertagessttten

    Ministerium fr Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren

    des Landes Schleswig-Holstein

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    Zussy US neu 24.01.2007 10:37 Uhr Seite 1

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  • Hansen 2.Auflage 12.01.2007 9:13 Uhr Seite 2

  • Die Kinderstube der DemokratiePartizipation in Kindertageseinrichtungen

    Rdiger Hansen Raingard Knauer Bianca Friedrich

    Hansen 3.Auflage.qxd:Hansen 13.01.05. 12.01.2007 10:19 Uhr Seite 3

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    Impressum

    Herausgeberin:Ministerium fr Soziales, Gesundheit, Familie,Jugend und Senioren des Landes Schleswig-HolsteinAdolf-Westphal-Str. 424143 KielTelefon: 0431/988-7479Telefax: 0431/988-3634mit Untersttzung aus dem LandesfondsSchleswig-Holstein Land fr KinderDie Landesregierung im Internet:http://www.schleswig-holstein.de/landsh

    Gestaltung: Jens Zussy, Tanja GeserickFotos: Rdiger HansenIllustrationen: Meike Marxen

    Druck: hansadruck, Kiel3. Auflage: November 2006ISSN: 0935-4646

    Diese Broschre wurde aus Recyclingpapierhergestellt.

    Diese Druckschrift wird im Rahmen der ffentlichkeitsarbeit der schleswig-holsteini-schen Landesregierung herausgegeben.Sie darf weder von Parteien noch von Perso-nen, die Wahlwerbung oder Wahlhilfe betrei-ben, im Wahlkampf zum Zwecke der Wahl-werbung verwendet werden.Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorste-henden Wahl darf die Druckschrift nicht ineiner Weise verwendet werden, die als Partei-nahme der Landesregierung zugunsten einzel-ner Gruppen verstanden werden knnte.

    Den Parteien ist es gestattet, die Druckschriftzur Unterrichtung ihrer eigenen Mitgliederzu verwenden.

    Das Buch erhalten Sie zum Preis von 5,-beim Deutschen Kinderhilfswerk e. V.Leipziger Strae 116 11810117 BerlinE-Mail: dkhw@dkhw.de

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    Inhalt

    Vorwort der Ministerin fr Soziales, Gesundheit Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein . . . . . . . . . . . . 6

    Einleitung der Autorinnen und des Autors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

    1. Wie sieben Kindertageseinrichtungen Partizipationskultur entwickeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

    1.1 Was bedeutet Partizipation in Kindertageseinrichtungen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121.2 Partizipationsprojekte aus sieben Modelleinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

    Stdtische Kindertageseinrichtung Osloring, Kiel:Unsere Kita haben wir selbst gestaltet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

    AWO-Kindertagessttte Hanna Lucas, Wedel:bers Kinderrestaurant zum offenen Kindergarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

    KiTa Waldstrae e.V., Pinneberg: Wir haben jetzt eine Verfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

    ADS-Kindergarten, Tarp:Ein Ortsplan von Kindern fr Kinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

    IzzKizz e.V., Itzehoe: Wir zeigen euch unsere Stadt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

    DRK-Kindertagessttte Turnstrae, Elmshorn:Philosophieren mit Kindern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

    Evangelischer Kindergarten, Quickborn:Auch wir haben jetzt eine Verfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47

    1.3 Motive fr Partizipation zwischen Ntzlichkeitserwgungen und Grundrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

    2. Das knnt ihr gar nicht allein bestimmen ... Beteiligung als Chance und Herausforderung fr Kinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52

    2.1 Was die Kinder in den Projekten gelernt haben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 532.2 Partizipation und Bildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 562.3 Politische Bildung und Erziehung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 642.4 Was brauchen Kinder, um sich beteiligen zu knnen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70

    3. Beteiligung beginnt in den Kpfen der Erwachsenen Herausforderungen fr Pdagoginnen und Pdagogen . . . . . . . . . . . . . . . . . 76

    3.1 Was steht der Partizipation der Kinder im Weg? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 773.2 Was verlangt die Partizipation der Kinder von den Erwachsenen? . . . . . . . . . . . . . . 823.3 Welche Untersttzung brauchen Erwachsene, um Kinder

    zu beteiligen? Begleitung der Einrichtungen im Modellprojekt . . . . . . . . . . . . . . . . 91

    4. Das wirkt sich jetzt berall aus ... Von den Spuren, die das Modellprojekt in den Modelleinrichtungen hinterlassen hat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96

    Anstelle eines Schlussworts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101

    Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102

    Autorinnen und Autor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107

    Der Trger stellt sich vor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108

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  • Die Kinderstube der DemokratieVon Dr. Gitta Trauernicht, Ministerinfr Soziales, Gesundheit, Familie, Ju-gend und Senioren

    Als wichtige Grundlage der Kindertagesstt-ten-Pdagogik ist die Beteiligung der Kinderan allen sie betreffenden Angelegenheiten insBlickfeld gerckt. Die Partizipationsfrage be-rhrt auch die aktuelle Bildungsdiskussion,wonach der Bildung - auch im Sinne einer Eigenaktivitt und Selbstbildung - eine grund-legende Bedeutung zukommt. So wie geradein diesem Alter durch Bildung wichtige Grund-lagen fr die weiteren Bildungsprozesse undfr die Herausbildung von Fhigkeiten fr dasLernen und Aneignen komplexer Zusammen-hnge gelegt werden, knnen durch eine un-zureichende Stimulierung der kindlichen Bil-dungspotenziale Benachteiligungen verstrktwerden.

    Bildungsprozesse im frhen Kindesalter kn-nen jedoch nur dann erfolgreich sein, wennein ganzheitliches Bildungsverstndnis zurGrundlage pdagogischen Handelns genom-men wird. Ganzheitlich gestaltete Bildung imfrhen Kindesalter bedeutet, jedes Kind so zufrdern, dass es sich im Sinne von persn-licher und gesellschaftlicher Bildung individuellweiterentwickeln und an der sozialen und kul-turellen Entwicklung teilhaben kann. Diese istVoraussetzung fr eine stabile Persnlichkeits-entwicklung, fr das Entstehen selbstbe-stimmten emanzipatorischen Handelns sowieweltoffener Sichtweisen und Einstellungenund legt die Grundlagen gesellschaftlicher Teil-habe und fr ein aktives Mitwirken. Damit istdie Bildung in Kindertageseinrichtungen dieBasis fr den Bestand der demokratischenKultur, fr die Tragfhigkeit des sozialen Zu-sammenhalts und der gesellschaftlichen Soli-daritt.

    In dem in dieser Broschre dokumentiertenLandesmodellprojekt Die Kinderstube derDemokratie Bedingungen und Auswirkun-

    gen der Beteili-gung von Kin-dern in Kinderta-geseinrichtun-gen hat sich diePartizipation alsSchlssel zuBildung und De-mokratie erwie-sen. Dieseszweijhrige Pro-jekt, an dember 900 Kinderund weit ber100 Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter aus sieben Kindertages-einrichtungen verschiedener Trger im ganzenLand beteiligt waren, hat u.a. gezeigt, dassKinder prinzipiell an allen sie betreffenden An-gelegenheiten beteiligt werden knnen, dassPartizipation die Selbstbildungsprozesse derKinder frdert, eine demokratische Erziehunguntersttzt und die Wahrnehmung und Kom-munikation zwischen allen Beteiligten positivverndert. Es hat sich jedoch auch gezeigt,dass Partizipation gelernt sein will. Sie ver-langt von den Erwachsenen insbesondere me-thodische Kompetenzen, eine hohe Verant-wortungsbereitschaft gepaart mit der Bereit-schaft zur Abgabe von Macht.

    Das Modellprojekt Die Kinderstube der De-mokratie hat inzwischen bundesweit Auf-merksamkeit erlangt. Das Projekt konnte zei-gen, dass Partizipation in Kindertageseinrich-tungen nicht nur demokratische Bildungermglicht sondern der Schlssel fr jeglicheBildungsfrderung ist. Diese Ergebnisseschlugen sich in den Schleswig-Holsteini-schen Leitlinien zum Bildungsauftrag der Kin-dertageseinrichtungen genauso nieder wieetwa im Bayerischen Bildungs- und Erzie-hungsplan.

    Der Erfolg des Projektes ist mageblich aufdie intensive Begleitung der Modelleinrichtun-gen durch Expertinnen und Experten fr Parti-zipation in Kindertageseinrichtungen zurckzu-fhren. Zahlreiche Anfragen von Kindertages-einrichtungen aus dem ganzen Land nachFortbildungen zur Partizipation zeugen von der

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    Vorwort der Ministerin fr Soziales, Gesund-heit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

    Vorwort der Ministerin fr Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

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    Vorwort der Ministerin fr Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

    groen Bereitschaft der Fachkrfte, ihre pda-gogische Ttigkeit weiter zu entwickeln.Damit dies gelingt, braucht Schleswig-Hol-stein Fachkrfte, die Partizipation in Ki

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