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Die Römischen Verträge - bundestag.de · Die Römischen Verträge • Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur EU Wie kam es zu den Römischen Verträgen? In Europa gibt es viele verschiedene

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Text of Die Römischen Verträge - bundestag.de · Die Römischen Verträge • Ein wichtiger Schritt auf...

  • Informationen in Leichter Sprache Ausgabe Nr. 60 Beilage fr:

    Die Rmischen VertrgeEin wichtiger Schritt auf dem Weg zur EU

    Jubilum

    Am 25. Mrz ist ein besonderer Tag. Und zwar ein Jubilum.

    Denn: Vor 60 Jahren hat man die Rmischen Vertrge unterschrieben.

    Das war ein wichtiges Ereignis fr Europa.

    Im folgenden Text steht mehr dazu.

    Was sind die Rmischen Vertrge?

    Ein Vertrag ist ein Text. In ihm treffen mehrere Personen oder Gruppen eine Abmachung.

    Die Rmischen Vertrge sind zum Beispiel eine Abmachung zwischen mehreren europischen Lndern.

    Politiker von den Lndern haben sie am 25. Mrz 1957 unterschrieben. Und zwar in der Stadt Rom in Italien. Daher kommt auch der Name Rmische Vertrge.

    In den Vertrgen haben die Lnder Folgendes abgemacht: Sie wollten bei bestimmten Dingen zusammenarbeiten.

    Die Rmischen Vertrge und die Europische Union

    ber das Jubilum von den Rmischen Vertrgen spricht man im Moment viel.

    Dafr gibt es einen Grund.

    Die Rmischen Vertrge haben nmlich auch heute noch eine Bedeutung.

    Man sagt nmlich: Aus den Rmischen Vertrgen ist die Europische Union entstanden.

    Die Europische Union ist eine Gruppe aus mehreren Lndern. Genauer: Aus 28 europischen Lndern.

    Sie arbeiten zusammen. Denn sie wollen in Europa eine bessere Politik machen.

    Ihre Politik soll nicht nur die einzelnen Lnder beachten. Sie soll ganz Europa beachten.

    Auch Deutschland ist Mitglied in der Europischen Union.

    leicht

    erklrt!

  • Die Rmischen Vertrge Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur EU

    Wie kam es zu den Rmischen Vertrgen?

    In Europa gibt es viele verschiedene Lnder.

    Und zwischen den Lndern gab es schon immer Streitereien.

    In den schlimmsten Fllen kam es auch zu Kriegen.

    So ging das viele Jahrhunderte lang.

    Schon vor mehreren Hundert Jahren hatten Menschen in Europa eine Idee.

    Die Idee war:

    Die europischen Lnder sollen nicht gegeneinander sein.

    Sie sollen lieber zusammenarbeiten.

    Denn das wre gut fr alle Lnder in Europa. Und fr die Menschen, die in Europa leben.

    Diese Idee hat aber nicht funktioniert.

    Es gab weiter Streitereien.

    Besonders schlimm wurde es im letzten Jahrhundert.

    Da gab es 2 Welt-Kriege.

    Der 1. Welt-Krieg war in den Jahren 1914 bis 1918.

    Der 2. Welt-Krieg war in den Jahren 1939 bis 1945.

    In beiden Kriegen kmpften viele europische Lnder gegeneinander.

    Beide Kriege hatten furchtbare Folgen fr Europa.

    - Viele Menschen starben.

    - Viele Stdte wurden zerstrt.

    - Und viele Menschen waren danach arm.

    Die Kriege waren also sehr schlimm.

    Darum haben danach viele Menschen gesagt: Wir mssen versuchen, in Europa besser miteinander auszukommen.

    Man hat sich also an die Idee von einem friedlichen Europa erinnert.

    Und man hat beschlossen:

    1) Man wollte neue Kriege in Europa verhindern.

    2) Man wollte sich zusammen gegen Feinde wehren.

    3) Man wollte den Handel zwischen den europischen Lndern verbessern. Das Wort Handel wird spter im Text noch erklrt.

    Darum haben europische Lnder angefangen, immer enger zusammenzuarbeiten.

    Das haben sie Schritt fr Schritt gemacht.

    Zum Beispiel, indem sie immer wieder neue Vertrge gemacht haben.

    Und ein besonders wichtiger Schritt waren die Rmischen Vertrge.

    Folgende Lnder machten damals bei den Rmischen Vertrgen mit: - Belgien - die Bundes-Republik Deutschland - Frankreich - Italien - Luxemburg - die Niederlande

    In den Rmischen Vertrgen haben diese Lnder mehrere Dinge abgemacht.

    Besonders wichtig waren 2 Abmachungen.

  • Die Europische Wirtschafts-Gemeinschaft

    Die eine Abmachung war:

    Die Lnder grndeten die Europische Wirtschafts-Gemeinschaft. Die Abkrzung dafr ist: EWG.

    Das Ziel von der EWG war: Die Mitglieds-Lnder sollten einfacher miteinander handeln knnen.

    Mit dem Wort Handel meint man alles, was mit Waren zu tun hat.

    Zum Beispiel: - Waren herstellen - Waren verkaufen - Waren kaufen - Waren benutzen

    Alle Menschen machen beim Handel mit. Zum Beispiel, wenn sie in einem Geschft etwas kaufen. Oder wenn sie in einem Betrieb Waren herstellen.

    Und Firmen machen beim Handel mit. Denn sie stellen die Waren her. Und sie verkaufen sie.

    Darum ist ein guter Handel fr alle Menschen wichtig.

    Ein besserer Handel zwischen den Lndern bedeutete zum Beispiel:

    - Eine Firma aus einem Land wollte ihre Waren in einem anderen Land verkaufen.Normalerweise musste sie dem anderen Land dann eine Gebhr bezahlen.In den Rmischen Vertrgen stand aber: Solche Gebhren soll es nicht mehr geben.

    - Auerdem stand in den Vertrgen: Ein Arbeit-Geber muss einen Arbeit-Nehmer aus einem anderen Land genauso behandeln wie einen Arbeit-Nehmer aus dem eigenen Land.

    Die Europische Atom-Gemeinschaft

    Die 2. wichtige Sache in den Rmischen Vertrgen war:

    Die Lnder grndeten die Europische Atom-Gemeinschaft. Die Abkrzung dafr ist: EURATOM.

    Bei EURATOM geht es um Atom-Kraft.

    Atom-Kraft bedeutet:

    Es gibt besondere Gebude.

    Man nennt sie: Atom-Kraftwerke.

    In Atom-Kraftwerken stellt man Strom her.

    Beispielsweise den Strom, den wir in unseren Husern benutzen. Und den zum Beispiel auch Fabriken benutzen.

    Vor 60 Jahren waren Atom-Kraftwerke noch eine ganz neue Erfindung.

    Es gab sie erst seit ein paar Jahren.

    Die Menschen waren sich aber sicher: Atom-Kraft wird wichtig fr die Strom-Versorgung. Und zwar in ganz Europa.

    Strom-Versorgung bedeutet: Man sorgt dafr, dass jeder Mensch genug Strom hat.

    Die Idee war darum: Lnder in Europa sollten bei der Atom-Kraft zusammenarbeiten.

    Und zwar zum Beispiel so:

    Die Lnder sollten die Atom-Kraft zusammen erforschen.

    Das spart zum Beispiel Geld.

    Auerdem sollte es in den Lndern die gleichen Regeln fr Atom-Kraft geben.

    Zum Beispiel fr die Sicherheit von Atom-Kraftwerken.

    Das alles haben die Mitgliedslnder im EURATOM-Vertrag abgemacht.

  • Weitere Informationenin Leichter Sprache gibt es unter: www.bundestag.de/leichte_sprache

    Dieser Text wurdein Leichte Sprachebersetzt vom:

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    Die Bilder sind von: Titelbild: picture-alliance / akg-images. Auerdem von Picto-Selector. Ge-nauer: Sclera (www.sclera.be), Paxtoncrafts Charitable Trust (www.straight-street.com), Sergio Palao (www.palao.es) im Namen der Regierung von Aragon (www.arasaac.org), Picto-genda (www.pictogenda.nl), Pictofrance (www.pictofrance.fr), UN OCHA (www.unocha.org) oder Ich und Ko (www.ukpukvve.nl). Die Picto-Selector-Bilder unterliegen der Creative Com-mons Lizenz (www.creativecommons.org). Einige der Bilder haben wir verndert. Die Urheber der Bilder bernehmen keine Haftung fr die Art der Nutzung.

    Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament 11-12/2017Die nchste Ausgabe erscheint am 27. Mrz 2017.

    Die Rmischen Vertrge Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur EU

    Was passierte nachden Rmischen Vertrgen?

    Die Rmischen Vertrge hat manin den letzten Jahrzehntenimmer wieder verndert.

    Und es kamen neue Vertrge dazu.

    Und schlielich entstanddie Europische Union,wie wir sie heute kennen.

    Was passiert zum 60. Jubilum?

    Das 60. Jubilum von denRmischen Vertrgen feiert manauf verschiedene Arten.

    Zum Beispiel:

    - In mehreren Stdten gibt esVortrge zu dem Thema.

    - Es gibt Ausstellungen in Museen.

    - Der Fernseh-Sender Arte zeigt ber eine Woche lang viele verschiedene Filme zum Thema Europa.

    Bei den Veranstaltungengeht es oft um 2 groe Themen.

    1) Zum einen will man zeigen:Die Zusammenarbeit in Europaist eine gute Sache.

    Denn: Noch nie gab es so langeFrieden in Europa.

    Und noch nie ging es den Menschen hier so gut.

    2) Auf der anderen Seitewill man aber auch berlegen:Wie soll es mit Europa weitergehen?Und wie mit der Europischen Union?

    Denn: Die Europische Union hat im Moment mehrere Probleme.

    Manche Menschen sagen auch:Sie ist in einer Krise.

    Dafr gibt es verschiedene Grnde:

    Manche Menschen sind zum Beispiel mit der Arbeit von der Europischen Union unzufrieden.

    Auerdem hat das LandGro-Britannien beschlossen:Es will aus der Europischen Union austreten.

    Das hat noch nie ein Land gemacht.

    Darum fragen sich jetztmanche Menschen:- Hrt die Zusammenarbeit

    in der Europischen Union bald auf?- Und wie geht es dann mit Europa

    weiter?

    Fr 2 Dinge ist das Jubilum von den Rmischen Vertrgen alsoeine gute Gelegenheit:

    1) Die Zusammenarbeit in Europa loben.

    2) ber die Probleme in Europa sprechen.

    leicht erklrt!