Du bist, was Du isst

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    15-Jul-2016

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<ul><li><p>Ernhrung20082:99DOI10.1007/s12082-008-0160-5SpringerGesundheits-undPharmazieverlag2008</p><p>S. FankhnelChefredakteurinErnhrungWissenschaftundPraxis</p><p>Du bist, was Du isst</p><p>Editorial</p><p>Mit diesem eingngigen Slogan sind in den letzten Jahren sehr erfolgreich Ernh-rungsratgeber verkauft worden. Und die Zuschauer der gleichnamigen Doku-Soap konnten am Bildschirm verfolgen, ob die Kandidaten die Ratschlge der Ernh-rungsexpertin annahmen und ihre Ernh-rungs- und Gesundheitsprobleme in den Griff bekamen. Aber ist es wirklich so ein-fach, Ernhrungswissen langfristig erfolg-reich umzusetzen?</p><p>Mit dieser Frage befassen sich die Bei-trge zum Leitthema Bildung. Denn die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln, die sich trotz schulischer und auerschu-lischer Ernhrungs- und Gesundheitsbil-dung beobachten lsst, wird immer wieder beklagt. Diese versuchen neue Unterrichts-konzepte basierend auf dem REVIS-Kon-zept durch einen verstrkten Anwendungs-bezug zu verringern. Silke Bartsch beleuch-tet in ihrem Beitrag (S. 100 ff.), ob Subjekt-orientierung als didaktisches Prinzip geeig-net ist, ein kompetenzorientiertes, saluto-genetisches und lebensbegleitendes Lernen bei Jugendlichen zu frdern. In der Diskus-sion um eine zeitgeme Ernhrungsbil-dung fr Erwachsene findet sich ebenfalls </p><p>hufig die Forderung nach Food Literacy, also der Fhigkeit zu einem selbstbestimm-ten, verantwortungsbewussten und genuss-vollen Ernhrungshandeln. In Deutsch-land wird dieser methodische Ansatz zu-nehmend genutzt. Lesen Sie dazu das In-terview mit Margret Bning-Fesel, die an einem europischen Food-Literacy-Projekt beteiligt war (S. 107 ff.). </p><p>Neben den Beitrgen zum Leitthema finden Sie in dieser Ausgabe unter ande-rem eine bersicht zu Strungen der Koh-lenhydratverdauung. Die hufig unspezi-fischen Beschwerden erschweren in vielen Fllen eine eindeutige Diagnose. ber das therapeutische Vorgehen bei Laktoseinto-leranz, Fruktosemalabsorption und Sorbit-unvertrglichkeit informiert der Beitrag auf S. 110 ff.</p><p>Den neuen Forschungsbereich der Nutri-epigenetik stellen Dahlhoff et al. in einer umfangreichen bersicht vor (S. 116 ff.). Die Epigenetik befasst sich mit den mole-kularen Mechanismen, die eine vererbbare Genregulation ermglichen, ohne die ent-sprechende DNS-Sequenz zu verndern. Zunehmend gibt es Hinweise dafr, dass die Ernhrung in epigenetische Mecha-nismen eingreifen und so als Umweltfak-tor die Ausprgung des Phnotyps beein-flussen kann.</p><p>Mitte Februar fand am Deutschen Insti-tut fr Ernhrungsforschung Potsdam-Reh-brcke (DIfE) ein Symposium zum Diabe-tes mellitus Typ 2 statt. Einige Aspekte der Veranstaltung haben wir fr Sie in einem Bericht (S. 126 ff.) zusammengefasst. Lesen Sie auerdem ab S. 130 das Interview mit Hans-Ulrich Hring zur genetischen Dis-position fr einen Typ-2-Diabetes.</p><p>Du bist, was Du isst? Diese Frage wr-den viele ltere Menschen vermutlich beja-hen. Denn gerade fr sie ist genussvolles Es-sen ein wesentlicher Bestandteil der Lebens-qualitt. Gleichzeitig nimmt aber mit stei-gendem Lebensalter die Zahl der Menschen mit einer Mangelernhrung deutlich zu, die wiederum Auswirkungen auf die Gesund-heit hat. Das Wohlbefinden und die Ge-sundheit der Senioren durch eine altersge-me Ernhrung zu verbessern, war Ziel des europischen Projekts Nutri-Senex. In dem Bericht ab S. 137 stellen wir das For-schungsvorhaben vor.</p><p>Und was halten Sie von dem Slogan Du bist, was Du isst? Gern wrden wir Ihre Ansicht dazu erfahren. Mailen Sie uns un-ter ernaehrung@springer-gup.de.</p><p>Ihre</p><p>99Ernhrung 3 2008 | </p></li></ul>

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