Duell mit einem Roboter

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    04-Jan-2017

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<ul><li><p>Nr. 919 Duell mit einem Roboter </p><p> von H. G. FRANCIS Zu Beginn des Jahres 3587 sind die Aufgaben, die sich Perry Rhodan und seine Leute in Algstogermaht, </p><p>der Galaxis der Wynger, gestellt haben, zur Gnze durchgefhrt. Das Sporenschiff PAN_THAU_RA stellt keine Gefahr mehr dar, denn es wurde befriedet und versiegelt; </p><p>die Wynger gehen, befreit von der jahrtausendelangen Manipulation des Alles_Rads, einer neuen Zeit entgegen; und die SOL ist schlielich, wie schon lange versprochen, in den Besitz der Solgeborenen bergegangen und kurz darauf mit unbekanntem Ziel gestartet. </p><p> Auch die BASIS hat soeben Algstogermaht verlassen, und Perry Rhodan und seine Leute haben zusammen mit dem Roboter Laire die Suche nach der Materiequelle angetreten. </p><p> Inzwischen haben sich zwei weitere Lebewesen der terranischen Suchexpedition angeschlossen: Ganerc_Callibso, der ehemalige Mchtige im Krper des Puppenspielers von Derogwanien, und Pankha_Skrin, der Quellmeister der Loower, der schon beachtliche Erfolge bei der Suche verzeichnen kann, der er sein Leben gewidmet hat. </p><p> Der bisherige Friede an Bord der BASIS wird jedoch in dem Moment empfindlich gestrt, als Laire und der Quellmeister einander begegnen. Ein versteckter Kampf bricht ausdas DUELL MIT EINEM ROBOTER . . . </p><p> Die Hauptpersonen des Romans: LaireEin Roboter handelt unlogisch. Pankha_SkrinLaires vermeintlicher Gegner. Verna TheranEine Robotologin, die sich fier Laire interessiert. Perry Rhodan und AtlanDer Terraner und der Arkonide wollen die BASIS nicht zum Kampfplatz werden </p><p>lassen. 1. </p><p> Galto Quohlfahrt blickte sie ber den Suppenlffel hinweg an, den er zgernd zum Mund fhrte. Seine Stirn krauste sich. </p><p> Unsinn, sagte er. Was du da vorhast, ist nichts wert. Verna Theran sprte einen Stich in der Brust. Das Urteil, das der Robotologe gefllt hatte, tat ihr weh. Fr mich ist es eine faszinierende Aufgabe, erklrte sie. Laire ist eine geheimnisvolle Gestalt, mit der </p><p>man sich wahrscheinlich ein ganzes Leben lang befassen kann, ohne je alle Geheimnisse zu klren, die ihn umgeben. </p><p> Das wrde dann an deiner Dummheit liegen, erwiderte er, whrend er seine Suppe verzehrte. Du bist ein Scheusal, sagte sie rgerlich. Na und? er blickte auf. Habe ich das je bestritten? Er lehnte sich in seinem Sessel zurck und rckte die Pickelhaube zurecht, die seinen kahlen Schdel </p><p>bedeckte. Zwei Posbis standen hinter ihm und wachten darber, da seine Mahlzeit auch reichlich genug ausfiel. Verna Theran wute nicht mehr, was sie tun sollte. Die attraktive junge Frau verehrte den Olliwyner, der </p><p>sie jedoch kaum beachtete. Seine zahllosen Affren strten sie nicht im geringsten. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, Galto Posbi Quohlfahrt zu erobernund ihm danach einige Unarten abzugewhnen. </p><p> Ich bin Robotologin wie du, erklrte sie, wenngleich ich nicht ber den Bruchteil des Wissens verfge wie du. Doch das wird sich frher oder spter ndern. </p><p> Mit Laires Hilfe, erwiderte er spttelnd und blickte auf ein gegrilltes Stck Fleisch, das aus dem Mittelteil des Tisches aufstieg. Der einugige Roboter wartet nur darauf, dir seine Geheimnisse anzuvertrauen. </p><p> Ich wei, da es nicht so ist. Das ist immerhin schon ein Fortschritt. Quohlfahrt lie ein Stck Fleisch auf der Zunge zergehen. In den </p><p>Genu vertieft, schlo er die Augen. Als er sie wieder ffnete, war Verna Theran nicht mehr da. Verna Theran hatte Trnen in den Augen, als sich die Tr des Speisesaals hinter ihr schlo. Quohlfahrt </p><p>hatte sie verletzt. Das bedeutete jedoch nicht, da sie sich nun von ihm abwendete. Vielmehr hatte seine Haltung bewirkt, da sie. nun noch mehr als zuvor wnschte, von ihm anerkannt zu werden. </p><p> Sie verwarf den Gedanken, ihre Weiblichkeit herauszustreichen, weil es ihr allzu tricht erschien, Galto Quohlfahrt so zu begegnen. Sie war sich dessen bewut, da nicht das uerliche Erscheinungsbild wichtig war, sondern allein die Persnlichkeit. Sie kam zu dem Schlu, da ihr nur die Mglichkeit blieb, Galto mit einer Forschungsarbeit zu berraschen, die ihm Respekt abntigte. </p><p> Zur Zeit hatte sie keinen festgelegten Lehrauftrag. Sie gehrte zu einem Kreis von Wissenschaftlern, der Galto Quohlfahrt zugeordnet worden war. Der Olliwyner fhrte ihn mit lockerer Hand. Vorlufig verzichtete er darauf, ihm klare Anweisungen zu geben, so da die meisten aus diesem Kreis gengend Zeit fr eigene Forschungsinteressen hatten. </p></li><li><p> Warum, so fragte Verna sich, sollte sie die Gelegenheit nicht nutzen, Laire aufs Korn zu nehmen? Eine solche Arbeit wrde, wie sie meinte, vor allem Galto Quohlfahrt zwingen, sich auch mit ihr zu </p><p>befassen. Mit ihr wrde sie sich den Respekt des Robotologen verschaffen. 1 Verna Theran erreichte eine Ganggabelung. Die Tr zu ihrer Kabine war nur noch wenige Schritte entfernt, doch die Wissenschaftlerin ging nicht zu ihr hin, sondern zu der Offnung eines Antigravschachts. Sie stieg in den Schacht und lie sich nach oben tragen. </p><p> Am oberen Ende des Antigravschachts lag ein Gang, der direkt zur Hauptleitzentrale fhrte. Dort hielt sich Laire auf. </p><p> Vergeblich dachte sie darber nach, wie sie den ersten Kontakt herstellen sollte. Es schien keine Mglichkeit zu geben, da Laire sich, wie sie wute, mit geradezu kosmischen Problemen beschftigte und kein Interesse daran hatte, seine Geheimnisse irgend jemandem zu offenbaren. </p><p> Als sie den Schacht verlie, machte sich in ihr ein Gefhl der Resignation breit. Sie war nahe daran, ihren Plan aufzugeben. Unsicher sah sie sich in dem Gang um, der zur Hauptleitzentrale fhrte. </p><p> Verna Theran ging zu einem Automaten, konnte sich jedoch nicht dazu entschlieen, ihm irgend etwas zu entnehmen. In der spiegelnden Schutzhlle des Automaten beobachtete sie, da sich das Schott der Hauptleitzentrale ffnete. Licht umflutete eine auffllige Gestalt. Dann schlo sich das Schott wieder. </p><p> Die Wissenschaftlerin fuhr herum. Laire nherte sich ihr. Wie gelhmt blieb sie auf der Stelle stehen und beobachtete ihn. Er bewegte sich auerordentlich </p><p>geschmeidig. Jeder Teil seines Krpers schien an dieser flieenden Bewegung teilzuhaben. Darin unterschied er sich grundlegend von allen anderen Robotern, denen Verna Theran bisher begegnet war. Ihr schien, als glhe etwas in der leeren Augenhhle, whrend das andere Auge Laires von einem fremdartigen Licht erfllt zu sein schien. </p><p> Verna Theran war nicht die einzige, die Laire beobachtete. Viele der anderen Frauen und Mnner taten es ebenso. Er war fr alle ein nicht eben alltglicher Anblick. </p><p> Verna erschien er wie ein organisch lebendes Wesen aus einer unwirklichen Zeit. Sie dachte daran, wie alt er schon war, und da er Bardioc gekannt hatte, als dieser seinen Verrat noch nicht verbt hatte. </p><p> Sie blickte dem Roboter nach, bis er hinter einer Gangbiegung verschwand. Dann erst lste sich der Bann. Sie lief los und folgte Laire. </p><p> Als sie die Gangbiegung erreichte, sah sie, da Laire in einen nach unten gepolten Antigravschacht stieg. Verna atmete tief durch und stieg ebenfalls in den Schacht. Laire war bereits tief unter ihr. Zwischen ihm </p><p>und ihr befanden sich etwa zwanzig Mnner und Frauen, so da die Wissenschaftlerin schlielich Mhe hatte, den Roboter im Auge zu behalten und sich den Ausgang zu merken, durch den er den Schacht verlie. </p><p> Schlielich wechselten soviele Mnner und Frauen in den Schacht und aus ihm heraus, da Verna glaubte, die bersicht doch verloren zu haben. Sie stieg aus dem Ausgang, den sie fr den richtigen hielt und blickte sich suchend um. </p><p> Laire war verschwunden. Enttuscht wollte sie sich umdrehen und in den Schacht zurckkehren, um beim nchsten Ausgang </p><p>zusuchen, als sie hrte, wie zwei Mnner, die an ihr vorbeigingen, den Namen des Roboters erwhnten. Bitte, sagte sie nervs. Haben Sie Laire gesehen? Die beiden Mnner wandten sich ihr berrascht zu und musterten sie. Vielleicht knnen wir miteinander reden? fragte einer von ihnen und lchelte sie gewinnend an. Da </p><p>hinten ist eine gemtliche Cafeteria. Darf ich Sie einladen? Sie errtete. Ich mu mit Laire sprechen, erwiderte sie heftiger, als sie eigentlich wollte. Es ist wichtig. Laire luft nicht weg, erklrte er, und sein Lcheln vertiefte sich. Und schon gar nicht, wenn ein so </p><p>hbsches Mdchen hinter ihm her ist. Ich bin sofort zurck, versprach sie und bemhte sich um ein freundliches Lcheln. Warten Sie hier auf </p><p>mich. Sobald ich mit dem Roboter gesprochen habe, gehe ich mit Ihnen in die Cafeteria. Bestimmt? Bestimmt, wiederholte Verna. Nun wurde er verlegen. Damit schien er nicht gerechnet zu haben. Er zeigte auf die ffnung eines abwrts </p><p>gepolten Antigravschachts, die etwa fnfzig Meter von ihnen entfernt war. Er ist dort eingestiegen, sagte er. Danke. Verna atmete erleichtert auf und rannte zur Schachtffnung. Sie blickte hinein und sah gerade </p><p>noch, wie Laire den Schacht tief unter ihr wieder verlie. Sie glitt in das Antigravfeld und sank nach unten. Als sie die betreffende ffnung erreicht hatte, verlie sie </p></li><li><p>den Schacht. Laire war etwa zwanzig Meter von ihr entfernt. Er bog in den breiten Gang ein, der in den riesigen </p><p>Mittelkreis des Raumschiffs fhrte. Laire und sie bewegten sich in einem Abschnitt des Raumschiffs, in dem sich nicht so viele Menschen </p><p>aufhielten wie in der Nhe der Hauptleitzentrale. Daher hielt die Wissenschaftlerin es fr ratsam, sich etwas zurckfallen zu lassen. Sie glaubte, da nun nicht mehr die Gefahr bestand, da sie Laire aus den Augen verlor. </p><p> Als sie etwa zweihundert Meter weit gegangen war, wobei sie ebenso wie der Roboter darauf verzichtete, ein Laufband zu benutzen, bog Laire nach rechts ab. Dort lagen, wie Verna wute, Spezialwerksttten aller Art. Dort befanden sich zahlreiche 2 technische Einrichtungen, mit deren Hilfe Reparaturen durchgefhrt wurden. Hochqualifizierte Techniker arbeiteten aber auch daran, neue Werkstcke herzustellen, die fr das Schiff bentigt wurden. Wissenschaftler befaten sich mit Forschungsprojekten. </p><p> So erschien es Verna durchaus einleuchtend, da Laire diesen Bereich aufsuchte. Sie vermutete, da er etwas an seinem Robotkrper reparieren wollte. </p><p> Als sie ebenfalls abbog, erlebte sie eine herbe berraschung. Laire war abermals verschwunden. Ein etwa vierzig Meter langer Gang lag vor ihr. Keine Tr zweigte von ihm ab. Er endete in einem breiten </p><p>Schott. Der Roboter htte auf diesem Gang sein mssen. Wre er durch das Schott davongeeilt, so htte sich dieses noch bewegen mssen. </p><p> Pltzlich flimmerte die Luft vor ihr. Erschreckt fuhr sie zurck, doch dann erkannte sie Gucky, den Mausbiber. Dieser blickte sie mit groen Augen forschend an. </p><p> Wieso trabst du auf Laires Spuren durch das Schiff? fragte er. Verna Theran war vllig durcheinander. Sie frchtete, da der Ilt ihre Gedanken lesen und damit in eine </p><p>Welt eindringen wrde, an der sie niemanden teilhaben lassen wollte. Wieso? stammelte sie erbleichend. Ist es verboten, sich mit Laire zu befassen? Es ist ja nur, weil ich </p><p>Galto Quohlfahrt beweisen will, da ich imstande bin, auch auf seinem Gebiet ernstzunehmende Forschungsarbeit zu leisten. Deshalb bin ich Laire gefolgt. Ich ahnte ja nicht, da ich... </p><p> Verwirrt verstummte sie. Gucky blinzelte ihr zu und zeigte ihr seinen Nagezahn. Was, um dieser Knallrbe zu imponieren? fragte er mit schriller Stimme. Der ist doch selbst nicht in der </p><p>Lage, irgend etwas zu tun, ber das man nicht kichern mu. Das stimmt nicht, erwiderte sie heftig. Galto ist ein Mann, der es verdient, in jeder Hinsicht... Sie bi sich auf die Lippen, als sie merkte, da ihre Worte berhaupt keinen Eindruck auf den Ilt machten. Ich mchte wissen, warum ich deine Gedanken nicht erfassen kann, erklrte Gucky. Du kannst meine Gedanken nicht lesen? fragte sie verblfft. Sie strich sich mit der Hand ber den Mund. </p><p>Aber wieso nicht? Du bist doch Telepath. Eben. Und du bist nicht mentalstabilisiert. Natrlich nicht, sagte sie. Ich bin viel zu unwichtig. Unwichtig ist niemand, erklrte der Ilt ernsthaft. Und du schon gar nicht. Danke. Sie entspannte sich. Aber woher weit du, da ich mich mit Laire befasse, wenn du meine </p><p>Gedanken nicht lesen kannst? Da war so ein Knabe, der mit dir in eine Cafeteria gehen will, antwortete der Ilt. Seine Gedanken waren </p><p>wie ein Silvesterfeuerwerk, so da ich neugierig wurde. Ich verstehe. Ihre Unruhe legte sich. Sie fhlte sich erheblich sicherer als zuvor. Ist es verboten, sich mit </p><p>Laire zu befassen? Ich bin Robotologin und mchte so viel wie mglich ber ihn herausfinden. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange du ihn nicht belstigst, entgegnete der Mausbiber. Von Laire </p><p>mchten wir alle mehr wissen. Ich wei jedoch nicht, ob es dem Einugigen recht ist, wenn du ihm stndig an den Hacken klebst. </p><p> Ich werde ihn zunchst nur beobachten, um Aufschlsse ber die Art, wie er sich bewegt, zu bekommen, versprach sie. Bei passender Gelegenheit werde ich ihn ansprechen und ihn fragen, ob er einverstanden ist. </p><p> Na, dann viel Spa, sagte Gucky und zeigte erneut seinen Nagezahn. Wenn du in die Hauptleitzentrale willst, um in die unmittelbare Nhe deines Lieblings zu kommen, mut du Perry fragen. Vielleicht erlaubt er es dir. </p><p> Er legte den Kopf zur Seite und blickte sie von unten herauf an. Was hast du? fragte sie. Gucky kicherte leise: Einen komischen Geschmack hast du, sagte er. Das mu ich schon sagen. Ausgerechnet Galto </p></li><li><p>Knallhuber. Quohlfahrt, verbesserte sie ihn. Gucky lachte schrill auf und teleportierte. Verna Theran bi sich rgerlich auf die Unterlippe. Sie wute, da Gucky ein recht gutes Verhltnis zu </p><p>dem Robotologen hatte. Daher begriff sie nicht, da er sich jetzt so abfllig ber ihn geuert hatte. Aber nicht nur ber die Kommentare des Ilts ber Galto rgerte sie sich, sondern auch darber, da sie </p><p>versumt hatte, ihn zu fragen, wo Laire geblieben war. Sie war berzeugt davon, da der Ilt es ihr htte sagen knnen. </p><p> Sie suchte die Rume ab, die sich dem Gang anschlossen, befragte zahlreiche Mnner und Frauen, und fand den Roboter doch nicht. Laire schien wie vom Boden verschluckt worden zu sein. </p><p> Verna Theran stand vor einem Rtsel. Nachdenklich kehrte sie in ihre Kabine zurck. Mehr denn je war sie davon berzeugt, da es sich lohnte, </p><p>Laire zum Forschungsobjekt zu machen. Ein Geheimnis umgab den Roboter. Sie war entschlossen, es zu klren. 2. </p><p> 3 Wieso verschwand er pltzlich? fragte Verna Theran. Wie hat er es gemacht, und warum hat er so reagiert? Das sind die beiden Fragen, die mich beschftigen. </p><p> Ein geringschtziges Lcheln glitt ber die Lippen Galto Quohlfahrts. Gibt es fr junge Mdchen nicht tausend andere Beschftigungsmglichkeiten? entgegnete er. Mssen </p><p>sie sich ausgerechnet mit Laire befassen? Sie mssen. Verna Theran sa zusammen mit dem Robotologen in einem winzigen Kaffeeausschank, in </p><p>dem eine robotische Bedienung die Illusion einer persnlichen Betreuung vermittelte. Wrdest du das endlich akzeptieren? </p><p> Na schn, sagte Quohlfahrt sauertpfisch. Wenn es unbedingt sein mu. Aber viel Freude wirst du mit Laire nicht haben. Laire befindet sich nicht gerade in bester Stimmung. </p><p> Sie schttelte den Kopf. Laire ist ein Ro...</p></li></ul>