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eco.nova spezial Bauen & Wohnen

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Die neuesten Bau- und Wohntrends in Tirol

Text of eco.nova spezial Bauen & Wohnen

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  • Impressum

    Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstrae 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, E-Mail: [email protected], www.econova.at Geschftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra NardinAssistenz: Marina Kremser, Ruth Loreck Chefredaktion: Mag. Ulrike Delacher, MSc

    Autoren dieser Ausgabe: DI Caterina Molzer-Sauper, Marina Kremser, Bruno Knig, Stefan Becker, Dr. Barbara Hoffmann, MMag. Paul Salchner

    Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Christoph Loreck, Bruno Knig, Mag. Sandra Nardin, Martin WeissenbrunnerFotoredaktion: BLICKFANG photographie Julia Trtscher, Florian Schneider Titelseite: stadthaus 38Druck: a-print, Klagenfurt Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben)

    Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova.

    Grundlegende Richtung: Unabhngiges sterreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung ber Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschf-tigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfltigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Fr die Rcksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewhr bernommen. Namentlich gekennzeichnete Beitrge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar.

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    eco.inhalt

    probe.wohnen

    04 visionen zum probewohnen Wie will man ob des groen Angebotes an Bauweisen und Energievari-

    anten wissen, wie man knftig wohnen will? Ein Probewohndorf knnte vielen angehenden Bauherren bei der Wahl helfen. Wir haben verschie-dene Experten zum Th ema befragt.

    bauen.wohnen

    14 das alphabet der wand eco.nova zeigt, was eine Wand sein und was sie bewirken kann.18 musterbeispiel Das C_ a l l-Modulhaus.32 die lizenz zum optimieren Der Zillertaler Wilfried Ebster revolutioniert die Fernwrmenutzung.40 intelligente stromnetze und -zhler Smart Grid: zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

    wohn.design

    62 wohnen im freien Grten, Balkone und Terrassen werden zu Genusszonen.70 das coachen von wohnen Gemtlich, stylisch, praktisch? Erst wenn man seinen eigenen Stil kennt,

    kann man seine Einrichtung darauf abstimmen.74 traumhaft Der Mensch verschlft ein Drittel seines Lebens. Ein Pldoyer fr das

    Schlafzimmer.86 die innere mitte Das Bad wird zur Wellness-Oase. Ihr Mittelpunkt: die Badewanne.

  • Visionen zumProbewohnenDiverse neue Bauweisen (Passivhaus, Niedrigenergiehaus, biologische Baustoffe, ...) und ein stetiger Wandel beim Energieangebot sind zwar generell zu begren, fr angehende Bauherren aber oftmals sehr verwirrend und berfordernd. Der mndige, aufgeschlossene Konsument kann heutzutage beinahe alles testen, probie-ren und dann in aller Ruhe whlen, aber in einer so essenziellen, langfristigen Frage wie dem eigenen Wohnen wird er meist ins kalte Wasser geworfen. Gibt es etwa eine Lsung fr dieses Problem?Ein Probewohndorf knnte vielen Huslbauern helfen, im Rahmen eines Urlaubs oder einer Probewohn-woche die eine oder andere moderne Wohnform zu testen.

  • eco.nova 5

    prob

    e.woh

    nen

    Kann Probewohnen wirklich zur Entscheidungsfi ndung beitragen oder verwirrt es den Bauherrn zustzlich? Knnte man neue Technologien im Bau auch anderweitig einer groen ff entlichkeit prsentieren, beispiels-weise in Form eines Passiv-Hotelprojektes? Interessante Ansichten zu einem spannenden Th ema ... Wir baten Betroff ene, Interessierte und Fachleute um ihre Meinung zu unterschiedlichen Fragen.

    Mag. Josef Tratter, Brgermeister Hall i. T., Jurist und Vorstand der Gruppe Wirtschaft, Ge-meinde und Finanzen

    Josef Bruckner, Projektinitiator des Passivhausdorfes Son-nenplatz, Groschnau, Waldviertel

    Mag. Werner Frieer, Brgermeister der Tourismusgemeinde Seefeld in Tirol

    BM Daniel Kostenzer, Passivhausexperte Zimmermann-Bau, Wattens

    Albert Lechner, Vor-stand IG-Passivhaus Tirol, Geschftsfhrer huter Haustechnik, Innsbruck

    DI Caterina Molzer-Sau-per, Innenarchitektin & Wohncoach, Innsbruck

    DI. Dr. Andrea Sonder-egger, Architektin und Passivhausexpertin aus Vorarlberg

    Holger Stark, Geschfts-fhrer der Bauzukunft GmbH, Experte in Sa-chen Wohngesundheit, Ried im Oberinntal

    Ist die Idee fr ein Probewohndorf fr Sie neu und welche Chancen geben Sie einer solchen?Josef Bruckner: Die Idee zur Errichtung des 1. Europischen Passivhausdorfs zum Probewoh-nen am Sonnenplatz Groschnau wurde von den Brdern Bruckner erstmals um die Jahr-tausendwende geboren. In den folgenden Jahren wurde gegen Widerstnde an der Verwirkli-chung gearbeitet. Am 12. Mai 2007 wurde das erste Passivhausdorf mit fnf verschiedenen Haustypen fr die Probewohner erff net. Erst vor kurzem konnte der 4444. Gast begrt werden immerhin nchtigen rund 1000 Probewohner pro Jahr in einem der zum Teil bereits PHI-zertifi zierten Passivhuser.

    Werner Frieer: Ich habe von dieser Idee erst durch Ihre Anfrage erfahren und fi nde sie aber spontan sehr spannend. Wie chancenreich ein solches Konzept sein wird, hngt von der Art der Umsetzung und der Vermarktung ab.

    Daniel Kostenzer: Bei der Entwicklung unseres Musterhauskonzeptes im Energiehauspark in Innsbruck war ursprnglich eine Wohnung zum Probewohnen geplant. Wir haben diese Idee aber nach nherer Betrachtung wieder verworfen, da wir der Meinung sind, dass das Konzept des Probewohnens nicht unbedingt mehr zielfhrend ist. Vor ca. 1015 Jahren wre es sicher eine sehr gute Mglichkeit gewesen, neue Bauweisen (Niedrigenergiehaus, Passivhaus in Holz- oder Massivbauweise etc.) begreifbar zu machen, da es noch nicht sehr viele verwirklichte Pro-jekte in diesem Standard gab. Heutzutage zhlen die Ausdrcke Niedrigstenergiehaus, Passiv-haus, Holz-/Riegelbauweise fr einen Huslbauer zum Grundwissen. Es ist auch sehr schwierig bis unmglich, in einem Zeitraum von 12 Tagen Erfahrungen/Eindrcke ber die Bauweise etc. beim Probewohnen zu sammeln. Vielmehr ist es unser Konzept, unseren Interessenten Langzeiterfahrungen von begeisterten Kunden nher zu bringen. Da wir im Massiv- und Holz-baubereich ttig sind, knnen wir dabei auch Vergleiche der Bauweisen in den verschiedensten Varianten und Formen bieten.Wir stellen die Besichtigungstour mageschneidert auf die Wn-sche des Interessenten zusammen und bieten ihm die Mglichkeit, unseren Kunden Fragen hinsichtlich Behaglichkeit, Benutzerfreundlichkeit, aber auch Baustellenabwicklung, Kosten-einhaltung und Termintreue etc. zu stellen.

    Albert Lechner: Ich kenne das Passivhausdorf im Waldviertel Testen und berzeugen sind generell zu befrworten, ich persnlich fnde die Idee eines Passivhaushotels fr Innsbruck spannender, da man unkomplizierter ein groes Publikum erreichen knnte und gleichzeitig ein Vorzeigeprojekt fr die Stadt vorweisen knnte.

    Caterina Molzer-Sauper: Wir haben uns innerhalb der eco.nova-Redaktion in letzter Zeit verstrkt mit grnen Th emen im Bereich des Bauens beschftigt und so ist diese Idee im gemeinsamen Gesprch geboren. Da uns diese Vision fr Tirol ein Anliegen ist, haben wir die Idee zum Titelthema dieser Ausgabe gemacht! Wenn man ein solches Projekt engagiert und professionell angeht, gebe ich ihm groe Chancen.

    Andrea Sonderegger: In Vorarlberg gibt es einen Bautrger, der dies seinen Kunden ermglicht. Die Wohnqualitt im Passivhaus ist sprbar anders, wrmer und immer frisch belftet. Wenn ein Probewohnen ermglicht wird, knnen sich Bauherren einleben und leichter entscheiden. Ein Probewohndorf wre auch zum Urlauben toll.

    Josef Tratter: Mit Ihrer Idee eines Probewohndorfes vergleichbare Projekte sind mir bis-lang nicht bekannt. Wahrscheinlich wre es fr potenzielle Bauherren durchaus interessant, die Mglichkeit zu erhalten, verschiedenste Wohnformen und Bauweisen testen zu knnen. In welchem Ausma ein solches Angebot dann tatschlich auch z.B. im Rahmen eines Urlaub-sprobewohnens angenommen wrde, lsst sich naturgem schwer sagen.

  • 6 eco.nova

    Wie knnte man ein solches Probewohndorf in Angriff nehmen (Ort, Betreiber, Finanzierung, Organisation ...)?

    Josef Bruckner: Die Entstehungsgeschichte des 1. Europischen Passivhausdorfs zum Probe-wohnen am Sonnenplatz Groschnau zeigt, dass ein solches Projekt groes persnliches und fi nanzielles Engagement der Projektinitiatoren voraussetzt.

    Werner Frieer: Der Betreiber eines solchen Projektes sollte eine Gesellschaft aus unterschied-lichen Herstellern von Fertigteilhusern, Baufi rmen sowie Architekten und Baumeistern sein. Organisiert und fi nanziert soll es von jenen werden, die einen spteren wirtschaftlichen Nutzen erwarten knnen.

    Albert Lechner: Ein solches Hotelprojekt msste natrlich einen fortschrittlich denkenden Investor und potente Sponsoren im Hintergrund haben.

    Caterina Molzer-Sauper: Voraussetzung wre eine interessierte Gemeinde, die in allen Belangen einen Betreiber untersttzen wrde. Sponsoren, Firmen, Handwerksbetriebe und die Tourismus-verantwortlichen der Region mssten als Netzwerk gemeinsam anpacken und funktionieren.

    Josef Tratter: In erster Linie msste sich ein Investor zunchst mit der Gemeinde in Verbindung setzen, in welch