Ein neuer Fundort für Färbeflechten

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    06-Jun-2016

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<ul><li><p>170 </p><p>11. Botanik und Pharrnacognosie. </p><p>Ein nener Fundort fiir Fbbeflechten. Wie die N. fr. Presse mittheilt, ging Anfang d. J. ein </p><p>Zug von etwa 300 Mannern, Frauen und Kindern, darunter viele Deutsche, von New-York nach U n t e r - K a l i f o r n i e n ab, W O sie sich anzusiedeln und hauptsachlich mit dem Ein- sammeln von 0 r c hi l l a zu beschaftigen denken , welche vor Kurzem dort entdeckt worden ist. Sie eignet sich vorziiglich zum Farben von Seiden- und VC'ollstoffen, liefert eine zarte, haltbare, violette Farbe und wird mit 300 Dollar pr. Tonne (20 Centner) bezahlt. Man findet sie in grosser Xenge an den Meereskiisten auf steinigem, ziemlich durren Boden und eine einzelne Person sol1 im Stande sein, in einem Tage 1/4 Tonne davon einxuheimsen. Im verflossenen Jahre wurden fur 14900 Dollars Orchilla und fur 4700 Dollar daraus ge- wonnener Tinctur in den Verein. Staaten eingefuhrt. Nahe- res uber die Art dieser Orseilleflechte ist nicht angegeben. (Blutter f. Gewes-be, Techn. u. hclustrie 1871. Nr. 8, S. 134.). </p><p>H. L. </p><p>Exidia Auricnla Judae. Das bekannte Judasohr, Exiadia s. H i r n e o l a J u d a e , </p><p>ein auf alten Fliederstamnien vorkommender Pill;, findet Rich nichk bloss bei uns, sondern auch in den Verein. Staaten und auf den Sudseeinseln, Tahiti etc. , Dort wird er in ungeheuren Quantitaten geerntet und nach China importirt, wo man ihn zu Suppen gebraucht. (The Pharmac. Journ. and Transact. Nr. X X X I I - X X X V . Third. Ser. Part. VIIL Febr. 1871. p . 682.). WP. </p></li></ul>