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Entwurfshilfen für Stahltreppen - Dresdentragwerk-und- · PDF file2 Merkblatt 355 Impressum Merkblatt 355 „Entwurfshilfen für Stahltreppen“ 2. Auflage 2002 ISSN 0175-2006 Herausgeber:

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  • Stahl-Informations-Zentrum

    Merkblatt 355

    Entwurfshilfen fr Stahltreppen

  • 2

    Merkblatt 355

    Impressum

    Merkblatt 355Entwurfshilfen fr Stahltreppen2. Auflage 2002 ISSN 0175-2006

    Herausgeber:Stahl-Informations-ZentrumPostfach 10 48 42 40039 Dsseldorf

    Autor:Prof. R. Beyer42781 Haan-Gruiten

    Redaktion:Stahl-Informations-ZentrumPostfach 10 48 4240039 Dsseldorf

    Ein Nachdruck dieser Verffent-lichung ist auch auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmi-gung des Herausgebers und beiQuellenangabe gestattet. Die zu-grunde liegenden Informationenwurden mit grter Sorgfalt recherchiert und redaktionell be-arbeitet. Eine Haftung ist jedochausgeschlossen.

    Stahl-Informations-Zentrum

    Das Stahl-Informations-Zen-trum ist eine Gemeinschaftsorga-nisation der deutschen Stahlindu-strie. Markt- und anwendungs-orientiert werden firmenneutraleInformationen ber Verarbeitungund Einsatz des Werkstoffs Stahlbereitgestellt.

    Verschiedene Schriftenreihenbieten ein breites Spektrum praxis-naher Hinweise fr Planer, Kon-strukteure und Verarbeiter vonStahl. Sie finden auch Anwendungin Ausbildung und Lehre:

    Merkbltter sind mit Fotosund technischen Zeichnungen illustrierte Schriften, die einenkonzentrierten berblick ber dieAnwendungsvielfalt sowie dieBandbreite der Be- und Verarbei-tungsverfahren von Stahl vermit-teln.

    Charakteristische Merkmaleberichten ber Produkteigen-schaften und technische Lieferbe-dingungen von oberflchenver-edeltem Stahlblech und gebenHinweise auf Regelwerke.

    Stahl und Form zeigt sthe-tisch, gestalterisch und funktio-nell vorbildliche Beispiele vonStahlanwendungen in der Architek-tur. Es werden Bauwerke mit Fotos, Zeichnungen und Skizzensignifikanter Details ausfhrlichdargestellt.

    Dokumentationen beschrei-ben die Leistungsfhigkeit vonStahl aus technischer, kologi-scher und konomischer Sicht in verschiedenen Anwendungs-feldern.

    Vortragsveranstaltungen bie-ten ein Forum fr Erfahrungsbe-richte aus der Praxis. Die Themenreichen von Konstruktion berAnwendung und Verarbeitung bishin zur kologie.

    Messen und Ausstellungendienen der Prsentation spezifi-scher Leistungsmerkmale vonStahl. Neue Werkstoffentwicklun-gen sowie innovative, zukunfts-weisende Stahlanwendungen werden exemplarisch dargestellt.

    Bei Anfragen vermitteln wirauch als individuellen ServiceKontakte zu Instituten, Fachver-bnden und Spezialisten aus Forschung und Industrie.

    Die Pressearbeit richtet sichan Fach-,Tages- und Wirtschafts-medien und informiert kontinu-ierlich ber neue Werkstoffent-wicklungen und -anwendungen.

    Marketing-Aktivitten dienender Frderung des Stahleinsatzesin verschiedenen Mrkten, bei-spielsweise im Automobilbau sowie im Wohnungs- und Wirt-schaftsbau. Im Abstand von dreiJahren wird der Stahl-Innovations-preis verliehen.

    Die Internet-Prsentation un-ter der Adresse www.stahl-info.deinformiert u. a. ber aktuelle The-men und Veranstaltungen und bietet einen berblick ber dieVerffentlichungen des Stahl-In-formations-Zentrums. Zahlreicheneue Publikationen sind bereitsals pdf-Files abrufbar. Schriftenbe-stellungen sowie Kommunikationsind online mglich.

  • 3

    Entwurfshilfen fr Stahltreppen

    Inhaltsverzeichnis

    1. Allgemeines2. Entwurfsparameter2.1 Begriffe und

    Anforderungen2.1.1 Maliche Begriffe2.1.2 Steigung2.1.3 Lichtraumprofil und

    Durchgangshhe2.1.4 Nutzbare Treppen-

    laufbreite2.1.5 Gelnderhhen2.2 Grundformen3. Tragelemente (nach

    DIN 18800 11/90)3.1 Gelnder3.1.1 Gelnderpfosten3.2 Treppenstufen3.3 Stufentrger3.3.1 Stufentrger als

    Wangen oder Holme3.3.1.1 Wangentrger3.3.1.2 Holmtrger3.3.2 Spindeltrger4. Einwirkungen

    4.1 Stndige Einwirkun-gen (Eigenlasten)

    4.2 Nicht stndige Einwirkungen (Verkehrslasten)

    4.2.1 Lotrechte Verkehrslasten

    4.2.2 Waagerechte Verkehrslasten

    5. Entwurfshilfen5.1 Bemessungstafeln

    (siehe auch unten-stehende Matrix)

    5.2 Bemessungsbeispiele5.2.1 Wangentreppe in

    einer Industrieanlage5.2.2 Spindeltreppe in

    einem Wohngebude6. Details Beispiele6.1 Wangentreppe6.2 Zweiholmtreppe6.3 Einholmtreppe6.4 Spindeltreppe7. Literatur

    Seite

    45

    555

    6

    666

    888

    1012

    1212131314

    Treppentyp leichte mittelschwere schwere leichte mittelschwere schwere

    Wangentreppen S. 16 S. 16 S. 16 S. 17 S. 17 S. 17

    Wangentreppen mit

    Zwischenpodest S. 18 S. 18 S. 18 S. 19 S. 19 S. 19

    Zweiholmtreppen S. 20 S. 20 S. 20 S. 21 S. 21 S. 21

    Zweiholmtreppen mit

    Zwischenpodest S. 22 S. 22 S. 22 S. 23 S. 23 S. 23

    Einholmtreppen S. 24 S. 24 S. 24 S. 25 S. 25 S. 25

    Einholmtreppen mit

    Zwischenpodest S. 26 S. 26 S. 27 S. 27

    Spindeltreppen S. 28

    Gliederung der Bemessungstafeln Seiten 16 bis 28

    Definition Leichte, mittelschwere, schwere Ausfhrung siehe Seite 14, Abs. 4.1 stndige Einwirkungen

    Ausfhrung Wohngebude ffentliche Gebude

    Seite

    14

    14

    14

    1415

    1529

    29

    30313132323334

  • 4

    Merkblatt 355

    Bei Krankentransporten sogar 1,50 m.Die Podesttiefe mu gleich der Laufbreite sein, mindestens jedoch 1,0 m.

    - Steigungswinkel soll 30 bis 40 betragenh - Treppensystemhheu - Unterschneidung grer/gleich 10 cms - Steigung

    *

    p - Podestlnge

    a - Auftritt

    h

    Weitere Begriffe siehe Bild 2, 3, 4 und 5

    Laufbreite(mm)

    Stufenbreite bAuftritt a

    Unterschneidung u

    Steigung s

    Laufbreite b

    Podest einschlielich

    Antrittsstufe

    Steigungswinkel

    Treppensystemlnge L Podestlnge p

    b - Stufenbreite

    1200

    Treppen mit mehr als 4 Trittstufen sind mit einem Gelnder zu versehen.Nach max. 18 Trittstufen sollte ein Podest vorgesehen werden.

    Treppensystemhhe

    s

    b - Laufbreite

    *

    600

    Fettgedruckte Breiten sind zu bevorzugen.Die Laufbreite entspricht der Trittstufenlnge.

    s

    1000800

    L - Treppensystemlnge

    1 Allgemeines

    Das vorliegende Merkblatt istnach neustem Stand der Technikberarbeitet. Fr den Entwurf vonStahltreppen werden die notwen-digen Entwurfsparameter mitge-teilt. Ferner ist eine Profilfestle-gung statisch tragender Teile vongebruchlichen Stahltreppen, inWohn-, ffentlichen und sonstigenGebuden mit Hilfe von Bemes-sungstafeln mglich.

    Brandschutztechnische Belan-ge sind in dieser Ausarbeitungnicht bercksichtigt. Es wird aufdie entsprechenden Landesbau-ordnungen verwiesen.

    Fr die Nutzungsdauer derTreppe ist die Standsicherheitund Gebrauchstauglichkeit dertragenden Bauteile im Regelfallnachzuweisen.Auch die Dauerhaf-tigkeit der tragenden Bauteile istdurch geeignete Manahmen sicherzustellen.

    Statische Nachweise von Trag-elementen werden vorgeschla-gen und Bemessungstafeln fr dieProfildimensionierung zusammen-gestellt.

    Um den Umfang der Ausarbei-tung im berschaubaren Rahmenzu halten, werden im folgendennur geradlufige Wangen- undHolmtreppen sowie einfache

    Spindeltreppen mit Kragstufenbehandelt. Die Benutzung der vor-liegenden Bemessungstafeln wirdan Beispielen erlutert.

    Einen von der Bauaufsichts-behrde geforderten, prfbaren,statischen Nachweis einer Stahl-treppe, soll und kann diese Aus-arbeitung nicht ersetzen.

    Treppen aus Stahl mit Trittstufen aus Gitterrost nach DIN 24531 in Betriebsanlagen der Htten- und Walzwerke, der chemischen Industrie, des Bergbaus und der Kraftwerke

    Bild 1: Treppen Maliche Begriffe DIN 24530

  • 2 Entwurfsparameter

    2.1 Begriffe und Anforderungen

    Fr den Entwurf bequemerund sicherer Stahltreppen wer-den im folgenden wichtige Begrif-fe und Anforderungen vorgestellt.

    2.1.1 Maliche Begriffe

    Bild 1 enthlt die malichenBegriffe aus DIN 24530 Ausgabe10/1991 Treppen aus Stahl.

    2.1.2 Steigung

    Nach der Landesbauord-nung NW gilt:

    Steigung 19 cmStufentiefe* 26 cm

    Stufen von gewendelten Treppenschmalste Stelle 10 cm

    * In Vorschriften-Texten wird der Begriff Auftritt verwendet.

    5

    Entwurfshilfen fr Stahltreppen

    Folgende Bemessungsregeln frdie Entwurfsbearbeitung sollenbeachtet werden:

    Sicherheits- Auftritt + Steigungregel =~ 46 cm

    Schritt- Auftritt +maregel 2 Steigungen

    =~ 62 + 3 cm

    Bequemlich- Auftritt Steigungkeitsregel =~ 12 cm

    Das Steigungsverhltnis 17/29 erflltalle drei Bemessungsregeln.

    Im Geschossbau wird meistdie Schrittmaregel angewandt.D.h. bei Normalgeschohhen im Wohnungsbau mit H=2,75 m,16 Steigungen.

    Das Steigungsverhltnis be-trgt dann 17,2/28 cm.

    Weitere Steigungsmerkmalefr bestimmte Gebudeartennach DIN 18065 und Sonder-Bau-ordnungen sind in der folgendenTafel 1 angegeben.

    Baurechtlich notwendige Treppen*Wohngebude mit nicht mehr als zwei Wohnungen

    Baurechtlich notwendige Treppen*sonstige Gebude/ Industriebau

    Baurechtlich nicht notwendige (zustzliche) TreppenKellertreppenBodentreppen

    Geschftshaus VerordnungVersammlungssttten VOVersammlungssttten mit BhnenSchulbau RichtlinienGaststtten VOKrankenhuserIndustriebauten

    blicheGarten und Freitreppen

    Steigung s Auftritt a Mae in cm

    20 23 nicht < 14 nicht > 37

    19 26 nicht < 14 nicht > 37

    nicht < 14 nicht > 37 21 21

    17 28 17 28 16 3017 2817 28

    17 2914-19 26

    14 30

    Sond

    erba

    uord

    nung

    en

    DIN

    18 0

    65

    Tab

    . 1

    * Notwendige Treppe ist der erste Rettungsweg fr Geschossemit Aufenthaltsrumen, die nicht zu ebener Erde liegen.

    Tafel 1: Steigungs-Auftrittsmae von Treppen

  • 2.1.4 Nutzbare Treppenlaufbreite

    Ein weiteres wichtiges Ent-wurfskriterium ist die Festlegungder nutzbaren Treppenlaufbreitenach Tafel 2 und Bild 2.

    2.1.5 Gelnderhhen

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