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Erfolg im Einzelhandel Jahrgangsstufe 12 - Lernfelder … · Erfolg im Einzelhandel Jahrgangsstufe 12 - Lernfelder 11, 13, 14 von Joachim Beck, Steffen Berner, Ulrich Leimser, Wolfgang

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  • Erfolg im Einzelhandel Jahrgangsstufe 12 - Lernfelder 11, 13, 14

    vonJoachim Beck, Steffen Berner, Ulrich Leimser, Wolfgang Ulshfer

    1. Auflage

    Europa Lehrmittel 2012

    Verlag C.H. Beck im Internet:www.beck.de

    ISBN 978 3 8085 9947 1

    schnell und portofrei erhltlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG

    http://www.beck-shop.de/Beck-Berner-Leimser-Ulshoefer-Erfolg-Einzelhandel-Jahrgangsstufe-12-Lernfelder-11-13-14/productview.aspx?product=12419313&utm_source=pdf&utm_medium=clickthru_lp&utm_campaign=pdf_12419313&campaign=pdf/12419313

  • Verlag Europa-Lehrmittel Nourney, Vollmer GmbH & Co. KGDsselberger Strae 23 42781 Haan-Gruiten

    Europa-Nr.: 99440

    Erfolg imEinzelhandelJahrgangsstufe 12

    Lektorat: Joachim Beck

    2. Auflage

    EUROPA-FACHBUCHREIHEfr wirtschaftliche Bildung

  • Verfasser:

    Joachim Beck (Lektorat)Steffen BernerUlrich LeimserWolfgang Ulshfer

    Das vorliegende Buch wurde auf der Grundlage der aktuellen amtlichen Rechtschreibregeln erstellt.

    2. Auflage 2012

    Druck 5 4 3 2 1

    Alle Drucke derselben Auflage sind parallel einsetzbar, da sie bis auf die Behebung von Druckfehlern untereinander unverndert sind.

    ISBN 978-3-8085-9947-1

    Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschtzt. Jede Verwertung auerhalb der gesetzlich geregelten Flle muss vom Verlag schriftlich genehmigt werden.

    2012 by Verlag Europa-Lehrmittel, Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG, 42781 Haan-Gruiten http://www.europa-lehrmittel.de

    Umschlaggestaltung: braunwerbeagentur, Stefanie Braun, 42477 RadevormwaldBildquellen fr Umschlag: Inter IKEA Systems B.V. und Metro GroupSatz: Satz+Layout Werkstatt Kluth GmbH, 50374 ErftstadtDruck: Konrad Triltsch Print und digitale Medien GmbH, 97199 Ochsenfurt-Hohestadt

  • 3Vorwort

    Vorwort zur 2. Auflage

    Erfolg im Einzelhandel ist ein dreibndiges Lehrwerk fr die Auszubildenden der Berufe Verkufer/Verkuferin und Kaufmann im Einzelhandel/Kauffrau im Einzelhandel.

    Der vorliegende dritte Band umfasst die Lernfelder des dritten Ausbildungsjahres (Jahrgangs-stufe 12) in den Unterrichtsfchern Einzelhandelsprozesse und Kaufmnnische Steuerung und Kontrolle.

    Grundlage fr die Gliederung der Inhalte sind die Lehrplanrichtlinien des Bayerischen Staats-ministeriums fr Unterricht und Kultus. Die Nummerierung der Lernfelder bezieht sich auf den bundeseinheitlichen Rahmenlehrplan.

    Die inhaltliche Gestaltung orientiert sich am Lernfeldkonzept. Ein lernfeldbezogener und handlungsorientierter Unterricht kann unserer Meinung nach nicht allein durch das einge-setzte Lehrbuch erreicht werden. Aber ein Schulbuch kann Material und Unterlagen fr eine Unterrichtsgestaltung bereitstellen, die die Aktivitt der Auszubildenden frdert und fordert und es ihnen ermglicht, am Ende eines Ausbildungsabschnittes berufliche Handlungsablufe zu verstehen.

    Erfolg im Einzelhandel bietet dazu eine Vielzahl praxisnaher Situationsaufgaben mit zahl-reichen lerngruppen-zentrierten Aufgabenstellungen und will so selbstorganisiertes Lernen sowie die Erarbeitung und Gestaltung klassenindividueller Lernarrangements ermglichen. Im Aktionsteil vertiefen und festigen zahlreiche bungsaufgaben mit unterschiedlichem Komple-xitts- und Schwierigkeitsgrad die im Informationsteil aufgefhrten Lerninhalte. Aufgaben, die mit einem Computersymbol () gekennzeichnet sind, knnen zustzlich mit Tabellenkal-kulationsprogrammen gelst werden. Die vorliegende 2. Auflage wurde umfassend berarbei-tet und erweitert. Dabei wurden Wnsche und Anregungen, die an das Autorenteam heran-getragen wurden, bercksichtigt. Wirtschaftliche Daten sowie gesetzliche Rahmenbedin-gungen entsprechen dem Stand von August 2012.

    Das Lehrbuch wird durch ein Arbeitsheft sowie durch jeweils einen Lsungsband fr Buch und Arbeitsheft ergnzt.

    Wir freuen uns auf eine positive Aufnahme dieses Buches, aber auch auf Hinweise, die zu ei-ner Verbesserung des Buches fhren. Ihre Anregungen und Stellungnahmen sind uns sehr willkommen.

    Herbst 2012 Fr das Autoren-Team Joachim Beck

  • 5Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis

    Einzelhandelsprozesse

    Lernfeld 13

    Personaleinsatz planen und Mitarbeiter frdern

    1 Ziele und Aufgaben der Personalwirtschaft ..................................................... 12

    2 Personalbedarfsplanung .................................................................................. 142.1 Quantitative Personalplanung .......................................................................... 142.2 Qualitative Personalplanung ............................................................................ 16

    3 Begrndung von Arbeitsverhltnissen ............................................................. 193.1 Stellenbeschreibung ......................................................................................... 193.2 Personalbeschaffungswege .............................................................................. 223.2.1 Mglichkeiten der Personalbeschaffung ........................................................... 223.3 Stellenausschreibung ........................................................................................ 263.3.1 Stellenanzeige .................................................................................................. 273.3.2 Stellengesuche ................................................................................................. 283.3.3 Anderweitige Mglichkeiten der Stellenausschreibung ..................................... 293.4 Personalauswahl .............................................................................................. 303.4.1 Von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung .............................................. 323.4.2 Bewerbung ...................................................................................................... 323.4.3 Vorstellungsgesprch ....................................................................................... 353.4.4 Einstellungstests ............................................................................................... 373.4.5 Personalentscheidung ...................................................................................... 373.5 Arbeitsvertrag .................................................................................................. 403.5.1 Unbefristeter Arbeitsvertrag ............................................................................. 403.5.2 Befristeter Arbeitsvertrag ................................................................................. 443.5.3 Muster eines Arbeitsvertrages .......................................................................... 46

    4 Betreuung von Arbeitsverhltnissen ................................................................ 494.1 Personaleinsatz ................................................................................................ 494.1.1 Zielsetzung und Aufgaben ............................................................................... 504.1.2 Arbeitszeit- und Freizeitregelungen .................................................................. 504.1.3 Personaleinsatzplanung (PEP) .......................................................................... 514.2 Personalentwicklung ........................................................................................ 534.2.1 Berufliche Fort- und Weiterbildung im Einzelhandel ......................................... 544.2.2 Bildungstrger im Einzelhandel ........................................................................ 544.3 Personalfhrung .............................................................................................. 564.3.1 Mitarbeitermotivation ...................................................................................... 574.3.2 Fhrungsstile ................................................................................................... 574.3.3 Fhrungsgrundstze ........................................................................................ 594.3.4 Mitarbeiterfrderung ....................................................................................... 604.3.5 Mitarbeitergesprche ....................................................................................... 614.3.6 Prmienregelungen .......................................................................................... 624.3.7 Umgang mit Konflikten im Arbeitsleben .......................................................... 63

  • 6 Inhaltsverzeichnis

    4.4 Personalbeurteilung ......................................................................................... 684.5 Entgeltabrechnung ........................................................................................... 704.5.1 Aspekte der Entgeltberechnung ....................................................................... 704.5.2 Formen der Entlohnung ................................................................................... 714.5.3 Entlohnung im Einzelhandel ............................................................................. 734.5.4 Gehaltsabrechnung von Brutto zu Netto ....................................................... 744.5.5 Beschftigungsverhltnisse im Niedriglohnsektor Mini-Jobs und Midi-Jobs .............................................................................................. 784.6 Volkswirtschaftliche Aspekte der Entlohnung ................................................... 814.6.1 Kaufkraft und Preisniveau ................................................................................ 814.6.2 Kaufkraft und Lohnniveau ............................................................................... 824.6.3 Lohn als Kostenfaktor ...................................................................................... 834.6.4 Personalzusatzkosten (Lohnnebenkosten) ........................................................ 844.7 Datenerfassung und Datenschutz .................................................................... 864.8 Personalcontrolling .......................................................................................... 88

    5 Beendigung von Arbeitsverhltnissen ............................................................. 915.1 Personalfreisetzung .......................................................................................... 915.1.1 Ordentliche Kndigung (gesetzliche Kndigung) ............................................. 925.1.2 Auerordentliche Kndigung ........................................................................... 935.1.3 Kndigung und Betriebsrat .............................................................................. 935.1.4 Arbeitszeugnisse .............................................................................................. 945.2 Kndigungsschutz und rechtliche Ansprche ................................................... 985.2.1 Allgemeiner Kndigungsschutz ........................................................................ 995.2.2 Kndigungsschutz fr besondere Arbeitnehmergruppen .................................. 1015.2.3 Klage des Arbeitnehmers gegen eine Kndigung vor dem Arbeitsgericht ......... 1015.2.4 Abfindung bei Beendigung des Arbeitsverhltnisses ......................................... 102

    Lernfeld 14

    Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln

    1 Unternehmenshierarchie ................................................................................. 1061.1 Betriebspyramide ............................................................................................. 1061.2 Stellenarten ..................................................................................................... 1081.3 Leitungskompetenzen durch Vollmachten ........................................................ 1111.3.1 Handlungsvollmacht ........................................................................................ 1121.3.2 Prokura ............................................................................................................ 112

    2 Handelsrechtliche Rahmenbedingungen ......................................................... 1152.1 Kaufleute ......................................................................................................... 1152.2 Firma ............................................................................................................... 1172.3 Handelsregister ................................................................................................ 119

    3 Rechtsformen im Einzelhandel ........................................................................ 1223.1 Voraussetzungen zum Leiten und Fhren eines Unternehmens ........................ 1223.2 Grnde fr die Wahl der Rechtsform ............................................................... 1253.2.1 bersicht zu Rechtsformen .............................................................................. 1253.2.2 Entscheidungskriterien fr die Wahl der Rechtsform ........................................ 1263.3 Einzelunternehmung und Personengesellschaften ............................................ 1283.3.1 Einzelunternehmung ........................................................................................ 128

  • 7Inhaltsverzeichnis

    3.3.2 Personengesellschaften .................................................................................... 1293.4 Kapitalgesellschaften ....................................................................................... 1363.4.1 Gesellschaft mit beschrnkter Haftung (GmbH) ............................................... 1373.5 Kooperation und Konzentration ....................................................................... 1443.5.1 Ziele von Unternehmensverbindungen ............................................................ 1453.5.2 Unternehmenskooperation .............................................................................. 1453.5.3 Unternehmenskonzentration ........................................................................... 1463.5.4 Gesetzliche Beschrnkungen von Unternehmensverbindungen ........................ 148

    4 Finanzierung ................................................................................................... 1514.1 Investition und Finanzierung ............................................................................ 1514.2 Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute .......................................................... 1534.2.1 Ablauf einer Kreditverhandlung mit der Bank ................................................... 1544.2.2 Im Einzelhandel bliche Kreditarten der Banken ............................................... 1554.2.3 Kontokorrentkredit .......................................................................................... 1554.2.4 Darlehen .......................................................................................................... 1564.3 Fremdfinanzierung durch Lieferanten ............................................................... 1584.4 Kreditsicherungen bei Fremdfinanzierung ........................................................ 1614.4.1 Prfung der Kreditwrdigkeit ........................................................................... 1614.4.2 Einfacher Personalkredit ................................................................................... 1624.4.3 Verstrkter Personalkredit ................................................................................ 1624.4.4 Sicherung durch bewegliche Sachen oder Vermgenswerte ............................. 1634.4.5 Sicherung durch unbewegliche Sachen (Immobilien) ........................................ 1644.4.6 Eigentumsvorbehalt ......................................................................................... 1644.5 Eigenfinanzierung ............................................................................................ 1664.5.1 Einlagen- und Beteiligungsfinanzierung ........................................................... 1664.5.2 Selbstfinanzierung ........................................................................................... 1674.5.3 Abschreibungsfinanzierung .............................................................................. 1674.6 Finanzierungsalternativen Leasing und Franchising .......................................... 1684.6.1 Leasing ............................................................................................................ 1684.6.2 Franchising ...................................................................................................... 170

    5 Zahlungsverzug als Nicht-Rechtzeitig-Zahlung ........................................... 1725.1 Erhaltung der Zahlungsfhigkeit als Unternehmensziel ..................................... 1725.1.1 Vorbeugende Manahmen zum Schutz vor Zahlungsausfllen ......................... 1735.1.2 Die Bedeutung von Wirtschaftsausknften ...................................................... 1745.2 Ursachen des Zahlungsverzugs ........................................................................ 1755.3 Rechtliche Behandlung des Zahlungsverzugs ................................................... 175

    6 Sicherung der Zahlungseingnge .................................................................... 1796.1 Mahnverfahren ................................................................................................ 1796.1.1 Auergerichtliches Mahnverfahren .................................................................. 1806.1.2 Ablauf des gerichtlichen Mahnverfahrens ........................................................ 1826.2 Zwangsvollstreckung ....................................................................................... 184

    7 Wirtschaftliche Unternehmenskrisen ............................................................... 1887.1 Anzeichen und Ursachen wirtschaftlicher Schwierigkeiten Lsungsanstze .... 1887.1.1 Ursachen wirtschaftlicher Schwierigkeiten ........................................................ 1897.1.2 Manahmen zur Erhaltung und Gesundung der Unternehmung ...................... 1897.1.3 Insolvenzverfahren ........................................................................................... 1917.1.4 Verteilung der Insolvenzmasse ......................................................................... 1927.2 Liquidation freiwillige Auflsung der Unternehmung ..................................... 194

  • 8 Inhaltsverzeichnis

    Lernfeld 11Geschftsprozesse erfolgsorientiert steuern

    1 Organisation der Buchfhrung mit Kontenrahmen und Kontenplan ................ 1981.1 Kontenrahmen ................................................................................................. 1981.2 Kontenplan ...................................................................................................... 2001.3 Buchen mit Kontenrahmen und Kontenplan .................................................... 201

    2 Buchen von Warengeschften ......................................................................... 2032.1 Buchungen des Wareneinkaufs und Warenverkaufs ......................................... 2032.1.1 Betriebswirtschaftliches Ziel der Warenverkufe ............................................... 2042.1.2 Konten der Warenbuchungen .......................................................................... 2052.1.3 Verbrauchsorientierte Methode ........................................................................ 2082.1.4 Bestandsorientierte Methode ........................................................................... 210

    3 Umsatzsteuer ................................................................................................... 2153.1 Grundlagen der Umsatzsteuer aus rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht ... 2153.1.1 Vorsteuer beim Einkauf (Eingangsumsatzsteuer) .............................................. 2163.1.2 Umsatzsteuer beim Verkauf (Ausgangsumsatzsteuersatz) ................................ 2173.2 Buchen der Umsatzsteuer beim Einkauf (Vorsteuer) ......................................... 2183.2.1 Buchen bei Wareneinkufen ............................................................................ 2183.2.2 Buchen von weiteren Beschaffungsvorgngen ................................................. 2183.3 Buchen der Umsatzsteuer beim Verkauf ........................................................... 2203.3.1 Buchen bei Warenverkufen ............................................................................ 2203.3.2 Sonderfall: Buchung der Tageslosung ............................................................... 2213.4 Ermittlung der Zahllast ..................................................................................... 2233.4.1 Berechnung der Zahllast ................................................................................... 2233.4.2 Buchung der Umsatzsteuerzahllast ................................................................... 2253.5 Passivierung der Zahllast am Ende des Geschftsjahres .................................... 2273.6 Sonderflle und Besonderheiten im Umsatzsteuerrecht .................................... 229

    4 Beschaffung und Abschreibung von Anlagegtern .......................................... 2324.1 Beschaffung von Anlagegtern ........................................................................ 2324.1.1 Anlagevermgen einer Unternehmung ............................................................ 2324.1.2 Anschaffungskosten ......................................................................................... 2334.1.3 Buchung bei Anschaffung von Anlagegtern ................................................... 2334.2 Abschreibung des Anlagevermgens ................................................................ 2384.2.1 Ursachen der Abschreibung ............................................................................. 2384.2.2 Buchen der Abschreibung ................................................................................ 2394.2.3 Abschreibungsmethoden ................................................................................. 2414.2.4 Abschreibung von Wirtschaftsgtern ............................................................... 243

    5 Kosten- und Leistungsrechnung ...................................................................... 2475.1 Abgrenzung Kosten- und Leistungsrechnung zur Geschftsbuchfhrung (Finanzbuchhaltung) ........................................................................................ 2475.2 Einfhrung in die Kosten- und Leistungsrechnung ........................................... 2485.2.1 Zweck und Aufgabe der Kosten- und Leistungsrechnung ................................. 2485.2.2 Grundbegriffe zur Kosten- und Leistungsrechnung .......................................... 2485.2.3 Vollkostenrechnung und Teilkostenrechnung ................................................... 2515.3 Kostenartenrechnung ....................................................................................... 253

    Kaufmnnische Steuerung und Kontrolle

  • 9Inhaltsverzeichnis

    5.3.1 Kostenarten ..................................................................................................... 2535.4 Kostenstellenrechnung ..................................................................................... 2565.4.1 Kostenstellen ................................................................................................... 2575.4.2 Einstufiger Betriebsabrechnungsbogen (BAB) ................................................... 2585.5 Kostentrgerrechnung ...................................................................................... 2615.5.1 Kostentrger .................................................................................................... 2615.5.2 Aufgaben der Kostentrgerrechnung ............................................................... 2615.5.3 Arten der Kostentrgerrechnung ...................................................................... 2625.6 Kosten- und Kalkulationskontrolle .................................................................... 2635.6.1 Vergleich der Plankosten mit den Istkosten (Nachkalkulation) .......................... 2635.6.2 Kostensenkungsmanahmen ........................................................................... 264

    6 Controlling im Einzelhandel ............................................................................ 2676.1 Notwendigkeit des Controllings ....................................................................... 2676.2 Begriff des Controllings .................................................................................... 2686.3 Bedeutung des Controllings ............................................................................. 2686.4 Ziele und Aufgaben des Controllings ................................................................ 2696.4.1 Hauptziel des Controllings ............................................................................... 2706.4.2 Teilbereiche des Controllings ............................................................................ 2706.4.3 Strategisches und operatives Controlling .......................................................... 2706.4.4 Fnf Hauptaufgaben des Controllings .............................................................. 2716.5 Controllinginstrumente .................................................................................... 2726.6 Deckungsbeitragsrechnung .............................................................................. 2756.6.1 Grnde fr die Anwendung der Deckungsbeitragsrechnung ............................ 2766.6.2 Deckungsbeitragsrechnung zur Ermittlung von Preisuntergrenzen .................... 2786.6.3 Deckungsbeitragsrechnung zur Ermittlung des kalkulatorischen Ausgleichs bei der Mischkalkulation .................................................................................. 2816.6.4 Deckungsbeitragsrechnung als Grundlage fr sortimentspolitische Entscheidungen ............................................................................................... 2826.6.5 Deckungsbeitragsrechnung als Instrument zur Sortimentsgestaltung ................ 2846.7 Kurzfristige Erfolgsrechnung ............................................................................ 2876.7.1 Kurzfristige Erfolgsrechnung (KER), ein wichtiges Instrument zur Kosten- und Leistungskontrolle ........................................................................ 2886.7.2 KER ohne Preisnderungen .............................................................................. 2896.7.3 KER mit Preisnderungen ................................................................................. 291

    7 Kennziffern zur Beurteilung des unternehmerischen Erfolgs ............................ 2957.1 Eigenkapitalquote ............................................................................................ 2967.2 Liquiditt (Zahlungsbereitschaft) ...................................................................... 2967.3 Rentabilitt ...................................................................................................... 2977.4 Wirtschaftlichkeit ............................................................................................. 2987.5 Cashflow ......................................................................................................... 2997.6 Produktivitt .................................................................................................... 299

    Sachwortverzeichnis ..................................................................................................... 304

    Anhang: Kontenrahmen

  • 13.Lernfeld

    Personaleinsatz planen und Mitarbeiter frdern

    Einzelhandelsprozesse

    Inhalt 1 Ziele und Aufgaben der Personalwirtschaft

    2 Personalbedarfsplanung

    3 Begrndung von Arbeitsverhltnissen

    4 Betreuung von Arbeitsverhltnissen

    5 Beendigung von Arbeitsverhltnissen

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  • Personaleinsatz planen und Mitarbeiter frdern12

    Lernfeld 13

    1 Ziele und Aufgaben der Personalwirtschaft

    Einstellen, einsetzen, entlassen!Welche Aufgaben sind sonst noch in der Personalabteilung zu lsen?

    Situation

    Arbeitsauftrag

    Welche Probleme einer Stellenbesetzung werden in dieser Karikatur angesprochen?

  • 13

    Lernfeld 13

    1 Ziele und Aufgaben der Personalwirtschaft

    Information

    Zur Personalwirtschaft gehren alle Aufgaben, die in einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Beschftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anfallen.

    Aktion

    1. In der Personalabteilung des Merkur Warenhauses sind u. a. die folgenden Anliegen von Mitarbeitern zu bearbeiten:

    Frau Valentino aus der DOB-Abteilung mchte in die Abteilung Kinderkonfektion ver-setzt werden.

    Herr Friedrich bentigt fr eine Weiterbildungsmanahme ein Zwischenzeugnis. Frau Martini aus der Buchhaltung mchte sich bei der IHK zur Bilanzbuchhalterin quali-

    fizieren. Frau Rabe zieht um und bittet um drei Tage Sonderurlaub. Herr Richter, bisher Lagerfachkraft, bewirbt sich auf eine innerbetrieblich ausgeschrie-

    bene Stelle als Hausmeister. Um welche personalwirtschaftlichen Aufgaben handelt es sich in den geschilderten Fllen?

    2. In welchen Situationen kann es im Rahmen personalpolitischer Entscheidungen zu einem Zielkonflikt zwischen wirtschaftlichen und sozialen Interessen des Unternehmens kommen?

    3. Welche Bereiche des betrieblichen Personalwesens sind durch die Anschaffung eines neuen Warenwirtschaftssystems in einem groen Filialunternehmen betroffen? Begrnden Sie Ihre Entscheidung.

    1 Mitarbeiter schliet selbstverstndlich auch Mitarbeiterinnen ein.

    Aufgaben des betrieblichen Personalwesens

    Personalplanung Wie viele Mitarbeiter1 werden bentigt?

    Personalbeschaffung Welche Mitarbeiter werden bentigt?

    Personaleinsatz Wann und wo sollen die Mitarbeiter im Unternehmen eingesetzt werden?

    Personalbeurteilung Wie sind die Leistungen der Mitarbeiter und deren berufliche Perspektiven zu beurteilen?

    Personalentlohnung Wie wird das Entgelt der Mitarbeiter ermittelt und wieviel erhalten sie?

    Personalbetreuung Welche Zusatzleistungen gewhrt das Unternehmen neben dem Entgelt?

    Personalentwicklung Welche Mglichkeiten bieten sich den Mitarbeitern, ihre jeweiligen Qualifika-tionen zu verbessern?

    Umsetzung durch das betriebliche Personalwesen

    Ziele

    Beschaffung und Bereitstel-lung von qualifiziertem und motiviertem Personal zu an-

    gemessenen Kosten.

    Bestmgliche Gestaltung der Arbeitsbedingungen fr das Personal (Arbeitszeit, Ent-lohnung, Arbeitsschutz).

    wirtschaftlich sozial

    Personalwirtschaft

  • Personaleinsatz planen und Mitarbeiter frdern14

    Lernfeld 13

    2 Personalbedarfsplanung

    Mitarbeiter gesucht! Vollzeit oder Teilzeit, ungelernt oder ausgebildet?

    Situation

    Das Schreibwarenfachgeschft Reinbach GmbH mchte eine weitere Filiale erffnen. Sie sind als Geschftsfhrer vorgesehen und sollen den Personalbedarf feststellen.

    Information

    2.1 Quantitative Personalplanung

    Mit der quantitativen Personalplanung wird ermittelt, welcher Personalbedarf fr das ge-samte Unternehmen oder einzelne Abteilungen besteht. Der jeweils aktuelle Personalbestand bildet dabei die Grundlage fr die Planung.

    Aktueller Personalbestand

    Er wird hufig auf der Grundlage eines betrieblichen Stellenplanes ermittelt.

    Arbeitsauftrge

    Wie viele Mitarbeiter auf Vollzeitbasis werden bentigt, wenn fr das erste Jahr ein Um-satz von 500.000 geplant ist und die mgliche Umsatzleistung eines Mitarbeiters mit 150 je Stunde angenommen wird? (Verkaufsttigkeit mit Kundenkontakt 70 %)

    Welche Kenntnisse und Fhigkeiten erwarten Sie vom einzustellenden Personal? Orientieren Sie sich bei der Lsung dieser Aufgabe an den Vorgaben im Informa tionsteil.

    Stellenplan der DOB-Abteilung der Textil-Markt GmbH:Beispiel

    Stellenplan: Damenoberbekleidung

    Art der Stelle Stellenbestand Personalbestand Differenz

    Abteilungsleiterin 1 1

    stellv. Abt.leiter 1 0 1

    Erstverkuferin 3 4 + 1

    Verkuferin 8 7 1

    Auszubildende 2 2

  • 2 Personalbedarfsplanung 15

    Lernfeld 13

    Zuknftiger Personalbestand

    Im Einzelhandel muss bercksichtigt werden, ob der jeweilige Mitarbeiter direkt oder indirekt zum Umsatz des Unternehmens beitrgt. So kann sich in der Verwaltung trotz gestiegenen Umsatzes der Personalbestand verringern, wenn z. B. Arbeitspltze durch Einfhrung eines Warenwirtschaftssystems wegfallen oder wenn die Buchhaltung ausgegliedert wird.

    Ermittlung des Personalbedarfs im Verkaufsbereich

    Eine bewhrte Methode zur Feststellung des Personalbedarfs ist die Berechnung der notwen-digen Stellen ber die Umsatzleistung der Verkufer (Kennzahlenmethode). Dabei ist aber zu bercksichtigen, wieviel Prozent der Ttigkeit auf den tatschlichen Verkauf (Bedienen, Bera-ten, Kassieren) und wieviel auf Nebenttigkeiten ohne Kundenkontakt (Aufrumen, Waren-annahme, Warenpflege) entfallen.

    Eine weitere Mglichkeit, den Personalbedarf zu ermitteln, ist die Stellenplanmethode. Aus-gangspunkt fr die Planung des zuknftigen Personalbestandes ist: aktueller Personalbestand (Istbestand), voraussichtliche Personalabgnge, voraussichtliche Personalzugnge, zuknftiger aktueller Personalbestand (zuknftiger Istbestand), Soll-Personalbestand nach Planvorgabe (Bruttobedarf).

    Je nach der Hhe des geplanten Personalbestandes kann das Ergebnis dieser Berechnung zu drei personalpolitischen Manahmen fhren:

    1. Keine Vernderung des Personalbestandes Nettobedarf = Sollbestand

    2. Personalzunahme Nettobedarf > Sollbestand

    3. Personalabbau zuknftiger Istbestand < Sollbestand

    In der Praxis wird die Ermittlung nach der Stellenplanmethode hufig mithilfe einer tabellarischen Darstellung vorgenommen (vgl. Beispiel auf folgender Seite).

    Personalplanung im Verkaufsbereich der Textil-Markt GmbH fr das kommende Ge-schftsjahr:

    Beispiel

    Mgliche Umsatzleistung je Mitarbeiter in einer Stunde 500

    Verkaufsttigkeit mit Kundenkontakt 60 %

    Jahresarbeitszeit eines Vollzeitmitarbeiters 1.500 Stunden

    Geplanter Jahresumsatz des Unternehmens 12.500.000

    Berechnung der mglichen Umsatzhhe eines 450.000 Mitarbeiters im Jahr: 500 x 0,6 x 1.500Berechnung der notwendigen Vollzeitmitarbeiter: ~ 28 Mitarbeiter12.500.000 : 450.000

  • Personaleinsatz planen und Mitarbeiter frdern16

    Lernfeld 13

    Der quantitative Personalbedarf wird auf der Basis von Vollzeitkrften ermittelt, jedoch sind gerade im Einzelhandel viele Arbeitsverhltnisse auf einer anderen Arbeitszeitgrundlage abge-schlossen. Die Tabelle gibt dazu einen berblick:

    In den letzten Jahren ist eine deutliche Abnahme bei den Vollzeitstellen und eine erhebliche Zunahme bei den Teilzeitstellen zu verzeichnen, die inzwischen etwa 50 % aller Stellen im Einzelhandel ausmachen.

    2.2 Qualitative Personalplanung

    Jede zu besetzende Stelle erfordert bestimmte Qualifikationen. Diese knnen den jeweiligen Stellenbeschreibungen (vgl. Kap. 3.1) entnommen werden oder sie richten sich nach einem fr die entsprechende Ttigkeit erstellten Anforderungsprofil. Fr einfache Ttigkeiten mit einem hohen Anteil an ausfhrender Arbeit gengt es, Personal aufgrund der beruflichen Bezeich-nung zu beschaffen (Reinigungskraft, Lagerarbeiter, Betriebs elek triker, Regalbeschicker).

    Personal-Bedarfsplan fr die Computerabteilung des Multivision Fachmarktes. Die Soll-Personalbestandsvorgabe erfolgt aufgrund einer fr das nchste Jahr geplanten Verdoppelung der Verkaufsflche und Verbreiterung des Sortiments.

    Beispiel

    Hilfsmittel zur qualitativen Personalbedarfsplanung durch

    Stellenbeschreibungen Anforderungsprofile Berufsbezeichnungen

    Mitarbeiterarten im Einzelhandel

    Vollzeit Arbeitszeit entspricht dem Tarifvertrag (37,5 Stunden).

    Teilzeit Halbtags, stunden- oder tageweise Arbeitszeit sowie Teilung eines Vollzeit-arbeitsplatzes auf mehrere Mitarbeiter (Job-Sharing).

    Leihmitarbeiter Sie werden von Personalleasing-Unternehmen auf begrenzte Zeit (bis 24 Mo-nate fr eine bestimmte Stelle) den Unternehmen berlassen.

    Aushilfen Sie stehen in keinem festen Arbeitsverhltnis und ihre Ttigkeit ist auf drei Monate begrenzt.

    Personal-Bedarfsplan Computerabteilung

    Aktueller Personalbestand zu Beginn des Jahres 12

    voraussichtliche Personalabgnge 8

    + voraussichtliche Personalzugnge 4

    = zuknftiger aktueller Personalbestand 8

    Soll-Personalbestand nach Planvorgabe (Bruttobedarf) 20

    notwendiger Personalbedarf bzw. Personalabbau (Nettobedarf) 12

  • 2 Personalbedarfsplanung 17

    Lernfeld 13

    Im Einzelhandel werden Mitarbeiter nach folgenden Anforderungen und Aufgabengebieten unterschieden:

    Aktion

    1. Im Merkur Warenhaus sind mehrere Stellen neu zu besetzen. Welche Mitarbeiterarten sind fr diese Stellen geeignet?

    Stellvertreter des Abteilungsleiters Unterhaltungselektronik, Kassiererin in der Lebensmittelabteilung, mehrere Personen zur Untersttzung bei der Inventur, Sekretrin des Geschftsfhrers; die bisherige Stelleninhaberin geht fr 6 Monate auf

    einen Weiterbildungslehrgang,

    Verkuferin in der Spielwarenabteilung.

    2. Fr viele Stellen ist es sinnvoll, ein Anforderungsprofil zu erstellen, weil dadurch die Personal-beschaffung erleichtert wird.

    Folgende Anforderungen sind zu bewerten: Berufsausbildung, Berufserfahrung, Teamfhigkeit, Warenkenntnis, Fremdsprachenkennt-

    nisse, EDV-Kenntnisse, Belastbarkeit, Improvisationsfhigkeit, Fortbildungsbereitschaft, Mobilitt, Kreativitt und Innovationsfhigkeit.

    a) Kennzeichnen Sie diese Anforderungen mit 1 (gering), 2 (mittel) oder 3 (hoch) fr die folgenden Stellen in einem Einzelhandelsunternehmen:

    Lagerfachkraft, Leiter der Ausbildungsabteilung, Zentraleinkufer fr Textilien, Abteilungs-leiter Non-Food, Gestalter fr visuelles Marketing.

    b) Stellen Sie mithilfe eines Koordinatensystems das Anforderungsprofil fr zwei der ge-nannten Stellen grafisch dar.

    Anforderungen an die Mitarbeiter

    Einsatz/Ttigkeiten Beispiele/Positionen

    ungelernt Vorwiegend schematische Ttigkeiten. Regale auffllen, Warenzufuhr, Waren-auszeichnung.

    angelernt Einfache kaufmnnische Ttigkeiten in einem abgegrenzten Arbeitsgebiet.

    Verkaufshilfen, Kassierer/-innen, Wa-renprfung.

    kaufmnnische Ausbildung

    Ttigkeiten, die selbststndig im Rah-men allgemeiner Anweisungen aus-gebt werden.

    Verkufer, Dekorateur, Lagerarbeiter, Kassenaufsicht, Buchhalter, Betreuer der Datenverarbeitung.

    kaufmnnische Ausbildung mit Zusatzqualifikation

    Ttigkeiten, die selbststndig und mit entsprechender Verantwortung und Anweisungsbefugnis ausgebt wer-den.

    Substitute, Abteilungsleiter, Einkufer, Verkaufsstellenleiter, Lagerleiter.

    kaufmnnische Ausbildung und Fach- oder Hoch-schulausbildung

    Leitende Ttigkeiten mit Verantwor-tung und Anweisungsbefugnis fr ganze Bereiche bzw. Unternehmen.

    Zentraleinkufer, Bezirksleiter, Ge-schftsfhrer, Vorstandsmitglied.

  • Personaleinsatz planen und Mitarbeiter frdern18

    Lernfeld 13

    3. Sie sind Personalassistent(in) in der Neuburger Textil-Markt Filiale. Ihre Aufgabe ist die Kontrolle der Personalbedarfsplne der einzelnen Abteilungen fr das

    nchste Kalenderjahr. Heute kontrollieren Sie den Personal-Bedarfsplan der Abteilung Ladies V.I.P., der Ihnen von der Abteilungsleiterin Vanessa Vucic eingereicht wurde.

    a) berprfen Sie den folgenden Personal-Bedarfsplan auf seine Richtigkeit und korrigie-ren Sie gegebenenfalls. Die folgenden Informationen, die diese Abteilung betreffen, sind Ihnen durch Ihre Ttigkeit in der Personalabteilung bekannt:

    Aufgrund der stark rcklufigen Umsatzzahlen wird diese Abteilung mit exklusiver Damenmode verkleinert und erhlt fr das nchste Jahr nur noch sechs Vollzeitkrfte zugeteilt.

    Eine Verkaufsmitarbeiterin geht mit Beginn des neuen Jahres in den Ruhestand. Die stellvertretende Abteilungsleiterin wird im Januar Mutter und nimmt anschlie-

    end fr zwei Jahre Elternzeit. Zwei Verkaufskrfte wollen ab dem neuen Jahr aus familiren Grnden auf eine

    Halbtagsstelle wechseln. Als Personalzugnge sind eine neue stellvertretende Abteilungsleiterin sowie eine

    ehemalige Auszubildende als Vollzeitkrfte bereits seit Lngerem eingeplant. Die Abteilung ist gegenwrtig mit 8 Vollzeitkrften besetzt.

    b) Rollenspiel

    Rollenkarte Personalassistent(in):

    Sie informieren Frau Vucic ber das Ergebnis Ihrer Kontrolle des Personal-Bedarfsplans. Lsen Sie das aufgetretene Problem auf eine fr alle Beteiligten zufriedenstellende Weise.

    Rollenkarte AbteilungsleiterinLadies V.I.P.:

    Sie setzen sich im Gesprch mit der Perso-nalabteilung fr Ihre Mitarbeiter(innen) ein. Dabei versuchen Sie eine Lsung des aufge-tretenen Problems zu finden, die zu keinen Unstimmigkeiten beim Personal fhrt.

    Textil-Markt-GmbH: Personal-Bedarfsplan Abt.: Ladies V.I.P.

    Soll-Personalbestand nach Planvorgabe 6Ist-Personalbestand zu Beginn des Jahres 8 voraussichtliche Personalabgnge 4+ voraussichtliche Personalzugnge 2= Zwischensumme 6Notwendiger Personalbedarf bzw. Personalabbau keinerAbteilungsleitung: Vanessa Vucic

  • 19

    Lernfeld 13

    3 Begrndung von Arbeitsverhltnissen

    3 Begrndung von Arbeitsverhltnissen

    3.1 Stellenbeschreibung

    Wer macht was, wie und mit wem?

    Situation

    Bei der Wohnwelt GmbH wird es durch eine Umstrukturierung der Abteilungen notwendig, fr viele Stellen neue Stellenbeschreibungen zu formulieren. Die folgende Abbildung zeigt, wie der Abteilungsleiter des Kchenstudios in die Organisationsstruktur der Wohnwelt GmbH eingegliedert ist:

    Information

    Damit die notwendigen Aufgaben und Ttigkeiten durchgefhrt werden knnen, mssen die Mitarbeiter die richtigen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fhigkeiten mitbringen. Um die fr eine Stelle erforderlichen Qualifikationen zu dokumentieren, bedient man sich hufig einer Stellen-beschreibung.

    Eine Stellenbeschreibung ist eine schriftliche Beschreibung einer Stelle hinsichtlich ihrer Ziele, Aufgaben, Kompetenzen und Beziehungen zu anderen Stellen im Unternehmen.

    Sie wird personenneutral erstellt, d. h. sie ist nicht auf bestimmte Personen und deren Qualifi-kationen im Unternehmen zugeschnitten.

    Arbeitsauftrag

    Sie haben als Mitarbeiter/in in der Personalabteilung die Aufgabe, eine Stellenbeschreibung fr den Leiter des Kchenstudios zu erstellen.

    Klren Sie zuerst, welche Fragen in dieser Stellenbeschreibung geregelt werden sollten und wie die Stellenbeschreibung zu gestalten ist.

    Orientieren Sie sich am Beispiel im Informationstext.

    VerkaufsleiterEinrichtungshaus

    AbteilungsleiterWohnen

    AbteilungsleiterSchlafen

    AbteilungsleiterKchenstudio

    Erst-ver kufer

    Ver -kufer

    Ver -kufer

    Ver -kufer

    Auszu-bildender

    OrganisationsabteilungOrgaplan 56/7 Einr. -haus

  • Personaleinsatz planen und Mitarbeiter frdern20

    Lernfeld 13

    Funktion einer Stellenbeschreibung

    Eine Stellenbeschreibung erfllt im Unternehmen vor allem drei Funktionen:

    1. Fr die Personalabteilung Grundlage fr Stellenausschreibungen, Vergleich zwischen Stellenanforderungen und Quali-

    fikationen der Bewerber, daher einfachere Bewerber-auswahl,

    Einarbeitung neuer Mitarbeiter wird erleichtert, Ansatzpunkt zur Mitarbeiterbeurteilung.

    2. Fr den Stelleninhaber eindeutige Beschreibung der zu leistenden Arbeiten, Abgrenzung der Kompetenzen und Aufgaben, Positionsbestimmung innerhalb der Betriebshierarchie.

    3. Fr andere Stelleninhaber Information ber die Ttigkeit anderer Stellen. Dadurch soll z. B. die Teamarbeit gefrdert werden.

    Stellenbeschreibungen mssen immer wieder darauf hin kontrolliert werden, ob sie noch der betrieblichen Wirklichkeit entsprechen. Ist dies nicht mehr der Fall, z. B. durch Einfhrung anderer Organisationsstrukturen oder nderungen in der Aufgabenstellung, mssen sie an die neue Situation angepasst werden.

    Gestaltung und Inhalt einer Stellenbeschreibung

    Eine fr den Einzelhandel geeignete Gestaltung einer Stellenbeschreibung umfasst folgende Angaben:

    Ein Unternehmen verschlankt seine Organisationsstruktur. Die Position des stellvertre-tenden Abteilungsleiters wird abgeschafft.

    Mit Einfhrung einer computergesttzten Finanzbuchhaltung im Unternehmen ver-ndert sich die Ttigkeit der Mitarbeiter in der Buchhaltung durch den Wegfall von Routinearbeiten.

    Beispiele

    Stellen-bezeichnung

    Stellen-aufgaben

    Stellen-einordnung

    Stellen-befugnis

    Stellen-beschreibung

    Stellen-ziele

    Stellen-anforderungen

    Stellen-vertretung

    Stellen-vergtung