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Hessisches Kultusministerium Förderung von Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen Teil 1 Methoden-Bausteine für den Unterricht Sekundarstufe I

Förderung von Lernkompetenzen und …hauptschule.bildung.hessen.de/unterricht/schluessel/Teil...Lösen fachgebundener Probleme..... 376 1 VORWORT Liebe Kolleginnen und Kollegen, •

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  • Hessisches Kultusministerium

    Frderung von Lernkompetenzenund Schlsselqualifikationen

    Teil 1

    Teil 1

    Methoden-Bausteine fr den UnterrichtSekundarstufe I

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    stuf

    e I

    Hessisches Kultusministerium

    Luisenplatz 1065185 Wiesbaden

    www.kultusministerium.hessen.de

  • Teil 1

    VORWORT................................................................................................................. 1

    HINWEISE ZUM UMGANG MIT DEN MATERIALIEN............................................... 5

    JAHRGANGSBEZOGENE BERSICHT DER BAUSTEINE.................................. 10

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen ........................... 13 Einleitung .............................................................................................................. 13 Die einzelnen Bausteine mit Seitenangabe........................................................... 14

    "Lernen lernen 1: Arbeitsmaterialien sortieren und abheften ...................................................... 15 "Lernen lernen 2: Der Schlerarbeitsplatz................................................................................... 22 "Lernen lernen 3: Umgang mit Hausaufgaben ............................................................................ 28 So schaffe ich meine Hausaufgaben besser ................................................................................ 33 So erstelle ich eine Mind-Map ...................................................................................................... 40 Vorbereitung auf eine Klassenarbeit I .......................................................................................... 48 Vorbereitung auf eine Klassenarbeit II ......................................................................................... 66 Durchfhrung einer schriftlichen Arbeit ........................................................................................ 71 Texterschlieung I ........................................................................................................................ 77 Texterschlieung II ....................................................................................................................... 82 Effektives Lernen 1: Zu welchem Lerntyp gehre ich?................................................................. 92 Effektives Lernen 2: Mit vielen Sinnen lernen .............................................................................. 99 Effektives Lernen 3: Lernen und Behalten ................................................................................. 107 Sich im Internet orientieren und informieren............................................................................... 112 Mit der Zeit bewusst umgehen (Zeitmanagement) ..................................................................... 128 Ich mache mir ein Bild eine Hilfe beim Auswendiglernen........................................................ 150 Prsentieren knnen 1: Die Grundlagen .................................................................................... 159 Prsentieren knnen 2: Gestaltung und Einsatz von Prsentationsplakaten ............................ 166 Prsentieren knnen 3: Gestaltung und Einsatz von Folien ...................................................... 171 Prsentieren knnen 4: Mglichkeiten der Veranschaulichung durch Diagramme.................... 177 Prsentieren knnen 5: Vorbereitung, Durchfhrung und Reflexion.......................................... 192

    Schwerpunkt: Kommunikative Kompetenz ........................................................ 199 Einleitung ............................................................................................................ 199 Die einzelnen Bausteine mit Seitenangabe......................................................... 199

    Sich frei uern knnen.............................................................................................................. 201 Zuhren knnen.......................................................................................................................... 210 Begrndungen geben knnen .................................................................................................... 220 Sich etwas merken knnen......................................................................................................... 228 Sprachlich assoziieren lernen..................................................................................................... 231 Schriftlich assoziieren lernen Kurzvortrge halten .................................................................. 233 Krpersprache - Unser Krper spricht auch ohne Worte......................................................... 238 Stummes Gesprch - Nonverbal kommunizieren knnen.......................................................... 254 Eine Meinung uern ................................................................................................................. 259 Der Aussage eines anderen zustimmen, eine andere Meinung vertreten ................................. 262 Inhalte richtig darstellen.............................................................................................................. 265

    Schwerpunkt: Teamkompetenz........................................................................... 272 Einleitung ............................................................................................................ 272 Die einzelnen Bausteine mit Seitenangabe......................................................... 273

    Gruppenprozesse anhand einer Problemstellung anstoen und reflektieren - Turmbau .......... 274 Einigungsprozesse in einer Gruppendiskussion anbahnen I Problemstellung Zeitbox ...... 278 Einigungsprozesse in einer Gruppendiskussion anbahnen II - Problemstellung Schulhofgestaltung................................................................................................................... 284

  • Umgang mit Regelversten in Gruppenarbeiten ...................................................................... 293 Gruppenprozesse anhand einer Problemstellung anstoen und reflektieren (mit externer Beobachterin/externem Beobachter) Brckenbau................................................................... 298 Gruppenkonflikte erkennen und Lsungsanstze entwickeln .................................................... 304 Gruppenkonflikte bewltigen ...................................................................................................... 311 Aufgabenteilung in mehrstndigen Gruppenarbeiten................................................................. 316 Vorteile von Teamarbeit erkennen und nach Lsungsanstzen fr auftretende Probl. suchen 320 Regeln zur Gruppenarbeit entwickeln und berprfen............................................................... 327 Gruppendiskussion zur Teamfhigkeit amerikanische Debatte .............................................. 331 Tipps zur Auswertung von Gruppenarbeiten, die mit einer Prsentation abschlieen .............. 337

    Schwerpunkt: Problemlsekompetenz............................................................... 341 Einleitung ............................................................................................................ 341 Die einzelnen Bausteine mit Seitenangabe......................................................... 342

    Grundlagen zum Problemlsen .................................................................................................. 343 Problemlsen in der Gruppe ...................................................................................................... 360 Lsen fachgebundener Probleme............................................................................................... 376

  • 1

    VORWORT Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Sind Sie mit dem Stil des Unterrichtsgesprchs, mit den Redebeitrgen Ihrer Schlerinnen und Schler, insbesondere mit dem Gesprchsstil der Schlerinnen und Schler untereinander zufrieden?

    Wissen Ihre Schlerinnen und Schler wie sie sich gezielt auf eine

    Klassenarbeit vorbereiten?

    bernehmen Ihre Schlerinnen und Schler Verantwortung fr ihren eigenen Lernerfolg und sind nicht grtenteils passive Teilnehmer des Unterrichtsgeschehens?

    Knnen Ihre Schlerinnen und Schler eine Vielzahl an Informationen auf

    Kerngedanken reduzieren, diese in einem Schaubild bersichtlich strukturieren und sie dann auch effektiv fr eine Prsentation nutzen?

    Gehen Ihre Schlerinnen und Schler an komplizierte, problemorientierte

    Aufgaben motiviert und mit einer Lsungsstrategie heran?

    Arbeiten Ihre Schlerinnen und Schler gern und vor allem produktiv in Gruppen zusammen?

    Zeigen Ihre Schlerinnen und Schler ein adquates Sozialverhalten, knnen

    Sie Lob und Kritik angemessen aussprechen und ertragen und beherrschen sie grundlegende Umgangsformen?

    Haben Ihre Schlerinnen und Schler gengend Selbstvertrauen und

    Selbstbewusstsein, schtzen sie ihre Strken und Schwchen realistisch ein und ziehen sie die notwendigen Schlsse daraus?

    Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten, dann knnen Sie den vorliegenden Arbeitsordner weglegen. Ihre Schlerinnen und Schler sind lernkompetent und sie haben die ntigen Schlsselqualifikationen1, die aus Ihrer und unserer Sicht von groer Bedeutung sind. Verneinen Sie aber einige der Eingangsfragen, so geht es Ihnen wie vielen Kolleginnen und Kollegen: Sie unterrichten Schlerinnen und Schler, denen wichtige Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen fehlen. Sie sollten weiter lesen! Kaum eine Lehrerin oder ein Lehrer zweifelt an der Bedeutung von berfachlichen Kompetenzen. Im Sinne einer nachhaltigen Lern- und Handlungskompetenz ermglichen diese eine fundierte Aneignung und Anwendung fachlichen Wissens.

    1 Informationen und Hinweise dazu siehe Anhang: Unser Verstndnis von Lernkompetenzen und

    Schlsselqualifikationen

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    So sehen auch die Lehrplne vor, dass Unterrichtsinhalte verstrkt in offenen Unterrichtsformen vermittelt werden. Dies setzt aber einen hohen Grad an Selbststndigkeit und eine Vielzahl von Methoden und Techniken bei den Lernenden voraus. "Schler mssen Methode haben!2 Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen ermglichen aber nicht nur einen hohen Grad an selbststndigem Lernen, sondern fhren auch zu nachschulischer Handlungsfhigkeit in beruflichen und privaten Umfeld. Berufliches Wissen und Knnen verfallen immer schneller, deshalb ist eine Schulbildung, die Schlerinnen und Schler zur Bewltigung von Lebenssituationen befhigt, unerlsslich. In den Anforderungsprofilen vieler Unternehmen stehen deshalb neben der selbstverstndlichen Beherrschung fachspezifischer Kenntnisse vor allem Schlsselqualifikationen wie Kommunikationsfhigkeit, Teamfhigkeit und eigenstndiges Lernen an oberster Stelle. Unternehmen verweisen gerade hier auf groe Defizite (Quelle: ZEIT 15.07.1999: "Eigenstndiges Lernen mit 41 % an zweiter Stelle der Defizitskala). Zur Vorbereitung auf lebenslanges Lernen muss die Schule also vorrangig die Kompetenzen vermitteln, die Schlerinnen und Schler bentigen, um ihre eigenen Lernprozesse zu organisieren. Trotz der unbestrittenen Bedeutung von Lernkompetenzen und Schlsselqualifikatio-nen schrecken leider immer noch viele Kolleginnen und Kollegen unter anderem im Hinblick auf die in den Lehrplnen vorgegebene Stoffflle davor zurck, das Lernen selbst zum Gegenstand und Inhalt des Unterrichts zu machen. Es wird dabei vielfach bersehen, dass durch die Aneignung dieser Kompetenzen das Lernen effektiver und konomischer gestaltet werden kann. Dem Prozess des Lernens sollte dabei ebenso viel Bedeutung beigemessen werden wie dem Produkt. Mit dem vorliegenden kompakten Arbeitsordner bzw. der CD wollen wir Ihnen den Einstieg in diese Thematik erleichtern, Sie bei der Umsetzung untersttzen und Ihre Vorbereitungszeit auf ein ertrgliches Ma reduzieren. Wir haben das Rad nicht neu erfunden! Die vorliegenden Konzepte haben wir teilweise selbst erstellt. Zahlreiche Anregungen haben wir aber aus Publikationen von Rektor Gerhard Leisenheimer, Heinz Klippert, Wolfgang Endres und aus Konzepten einzelner Schulen (z.B. Realschule Enger in Enger) entnommen. Einzelne Bausteine haben wir direkt bernommen. Diese sind gekennzeichnet. Es liegt Ihnen eine bewhrte Auswahl aus selbst entwickelten Materialien und aus den Verffentlichungen verschiedener Experten vor. Die Mitglieder unserer Arbeitsgruppe sind Lehrerinnen und Lehrer an Haupt- und Realschulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Die vorliegenden Bausteine wurden in der Regel im Unterricht erprobt. Sie sind vorrangig fr den Einsatz in der Sekundarstufe I gedacht. Wenn Sie als Lehrerin oder Lehrer ein aktuelles methodisches Defizit in Ihrer Lerngruppe erkennen, knnen Ihnen unsere Materialien Anregungen und Hilfen

    2 Hugo Gaudig

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    bieten. Ein bersichtliches Inhaltsverzeichnis ermglicht Ihnen dabei einen leichten Zugang. Sie knnen die Unterrichtsmaterialien unmittelbar im Unterricht einsetzen. Alle methodischen Schritte sind kurz beschrieben, die wichtigsten Materialien sind im DIN A4 Format vorhanden und damit unmittelbar einsetzbar. Wichtig erscheint uns aber folgender Hinweis: Zwar bietet der Ordner jeder Lehrkraft eine Vielzahl von Mglichkeiten, Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen unabhngig von anderen Kolleginnen und Kollegen der Schule zu trainieren, Effektivitt ist aus unserer Sicht aber nur durch eine enge Verknpfung der Trainingsbausteine mit dem Regelunterricht zu erreichen. Das wiederum kann nur im Konsens und in Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen der Klassen-, Jahrgangs- oder Stufenkonferenz geschehen. Sie knnen im Idealfall unsere Materialien auch als komplettes Schulcurriculum einsetzen. Klippert sagt, ein Schler ohne Methoden sei wie ein Blinder ohne Orientierungsstab. Er sei zwangslufig auf die Hilfe anderer angewiesen und bleibe damit ber Gebhr unmndig. Vermitteln Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihren Schlerinnen und Schlern die notwendigen Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen! Vielleicht lassen sich dann schon bald noch mehr der Eingangsfragen mit "Ja beantworten. Wir selbst haben diesen Arbeitsordner erstellt unter dem Eindruck sehr positiver Erfahrungen mit der Vermittlung von Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen und mchten Sie zum Mitmachen animieren. Vorwort zur zweiten erweiterten Neuauflage Der Bausteinordner hat inzwischen hohe Akzeptanz in den Schulen gefunden. Nachdem die erste Neuauflage in unvernderter Form erschienen ist, hat die Arbeitsgruppe in intensiver Arbeit weitere 14 Bausteine entwickelt, die in dieser Neuauflage erscheinen. Der Ordner wurde um folgende Bausteine erweitert: Ein positives Selbstwertgefhl entwickeln I So bin ich (Selbstwahrnehmung) Ein positives Selbstwertgefhl entwickeln II Ich bin ich (Selbsteinschtzung) Ein positives Selbstwertgefhl entwickeln III Ich bin ok (Selbstvertrauen) Lob und Anerkennung aussprechen und entgegen nehmen Kritik aussprechen und ertragen So benehme ich mich bei Tisch Krpersprache Unser Krper spricht auch ohne Worte Hflich um etwas bitten Sich entschuldigen knnen Gren Mit der Zeit bewusst umgehen (Zeitmanagement) Vorteile von Teamarbeit erkennen und nach Lsungsanstzen fr auftretende

    Probleme suchen

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    Einigungsprozesse in einer Gruppenarbeit anbahnen I Problemstellung Zeitbox

    Einigungsprozesse in einer Gruppenarbeit anbahnen II Problemstellung Schulhofgestaltung

    Da diese Bausteine verschiedenen Kompetenzbereichen angehren, ist es nicht mglich, Ergnzungslieferungen zu erhalten. Wir bitten dafr um Verstndnis. Auf Seite 542 ist ein Rckmeldebogen beigefgt. Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie der Arbeitsgruppe nach dem Einsatz einzelner oder mehrerer Bausteine auf diesem Bogen Rckmeldungen ber Ihre Erfahrungen mitteilen. Wir wnschen Ihnen viel Erfolg und Freude bei der Umsetzung dieses Methodenkonzeptes.

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    HINWEISE ZUM UMGANG MIT DEN MATERIALIEN Der Arbeitsordner bietet Trainingsbausteine fr folgende Schwerpunkte3:

    Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen

    In diesem Schwerpunkt finden Sie Bausteine anhand derer Ihre Schlerinnen und Schler sich grundlegende Lernkompetenzen aneignen knnen. Die Bausteine fr Klasse 5 bieten zunchst die Mglichkeit, sie fr das "Lernen lernen zu motivieren und ihnen dann die Mglichkeit zu geben, wichtige Methoden kennen zu lernen und zu trainieren: Umgang mit Lernmaterialien, Ordnen und Abheften, Gestaltung des Arbeitsplatzes, Umgang mit Hausaufgaben und Verbesserung der Konzentration. Die einzelnen Elemente fr die Klasse 5 gehren zum Konzept "Lernen lernen, das Dieter Krowatschek vom Schulpsychologischen Dienst in Marburg entwickelt und an verschiedenen Schulen ausprobiert hat. Die Bausteine der Klassen 6 bis 10 festigen und erweitern die grundlegenden Lern- und Arbeitskompetenzen. In diesem Schwerpunkt finden Sie auerdem Bausteine, anhand derer Ihre Schler ab Klasse 7 lernen, ein Thema angemessen zu prsentieren. Im Zusammenhang mit der Projektprfung der Hauptschule knnen die Bausteine "Prsentieren knnen 1-5 eine groe Hilfe sein, da sie ein systematisches Trainingsprogramm liefern.

    Kommunikative Kompetenz

    Diese Trainingsbausteine basieren zum grten Teil auf dem Trainingsprogramm "Kommunikationskompetenz von Gerhard Leisenheimer und Werner Loch, das G. Leisenheimer erfolgreich an der Erich-Kstner-Schule in Ransbach-Baumbach durchfhrt. Die Schlerinnen und Schler lernen, ihr Wissen und ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen und zu begrnden, Informationen zu verarbeiten und weiterzugeben, Gesprche zu fhren, auf Argumente anderer einzugehen, diese in die eigene Argumentation mit einzubeziehen und kleine Vortrge zu halten. Ihre mndliche Mitarbeit im Unterricht wird dadurch wesentlich erhht. Wir sind insbesondere Herrn Rektor Leisenheimer sehr dankbar, dessen konzeptionelle und unterrichtliche Arbeit uns sehr beeindruckt hat. Er hat die Materialien zum Schwerpunkt Kommunikative Kompetenz freundlicherweise zur Verfgung gestellt.

    Teamkompetenz Dieser Schwerpunkt bietet Bausteine, mit deren Hilfe sich das Arbeiten in

    Gruppen anbahnen sowie motivierender und effektiver gestalten lsst. Sie sind zum Teil an das Trainingsprogramm von Dr. Heinz Klippert angelehnt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Anbahnung von Gruppenprozessen, die

    3 Die Bausteine fr das Training von Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen sind in

    thematisch getrennte Schwerpunkte eingeteilt. Tatschlich sind die bergnge zwischen den Schwerpunkten und den Bausteinen aber oft flieend. Die Operationalisierung in fnf Kompetenz-bereiche erschien uns hilfreich, in der Literatur gibt es allerdings keine unumstrittene, eindeutige Definition.

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    zur Reflexion und zur Entwicklung von Regeln dienen. Schlerinnen und Schler lernen, die Arbeit in Gruppen effektiver und gleichberechtigter zu strukturieren und Prsentationen angemessen zu planen und vorzubereiten.

    Problemlsekompetenz

    Je strker der Unterricht fr Projektarbeit, Planspiele und andere Formen des eigenstndigen Arbeitens geffnet wird, umso hufiger kommt es vor, dass die Schlerinnen und Schler vor Problemen stehen, die sie zu lsen haben. Die bungsbausteine in diesem Schwerpunkt sollen sie befhigen, systematisch und routiniert an problemorientierte Aufgaben heranzugehen. Die Aufgaben basieren auf dem Buch "Spielend denken aus dem Ingold Verlag und einer Verffentlichung des baden-wrttembergischen Projekts "Evaluation von Schlsselqualifikationen (ESQ).

    Personale und soziale Kompetenz

    Mit Hilfe der Bausteine dieses Schwerpunktes sollen die Schlerinnen und Schler angeleitet werden, personale und soziale Kompetenzen zu erwerben, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit fachlichen Lernzielen stehen. Vielmehr werden wichtige Grundlagen fr die Persnlichkeitsentwicklung und ein angemessenes Sozialverhalten gelegt. Zunchst werden grundlegende Umgangsformen trainiert. Anschlieend geht es um die Entwicklung eines positiven Selbstwertgefhls. Die Schlerinnen und Schler sollen darber hinaus lernen, Lob und Kritik angemessen zu uern bzw. zu ertragen. Die darauf folgenden Aufgaben und Spiele in diesem Schwerpunkt frdern die Kooperation und Kommunikation der Schlerinnen und Schler untereinander. Auerdem soll die Konfliktfhigkeit verbessert und die Frustrationstoleranz erhht werden. Die Schlerinnen und Schler bauen hier Selbstvertrauen auf, lernen den eigenen Standpunkt selbstsicher zu vertreten, Meinungen anderer zu akzeptieren und ihre eigene zu revidieren. Die bungen und Spiele wurden an Klassenfindungs- und Projekttagen sowie im Sportunterricht erprobt. Sie wurden aus der eigenen Praxis, Lehrerfortbildungen und aus Elementen der Streitschlichterausbildung entwickelt.

    Jeder Schwerpunkt beginnt zunchst mit einer einleitenden, detaillierten Beschreibung des Themas. Hier erhalten Sie genauere Informationen ber Intention, Begrndung und Inhalt.

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    Im Anschluss finden Sie eine Vielzahl einzelner Trainingsbau-steine. Jeder dieser Bausteine wird durch ein einheitlich gestal-tetes Bausteinformular eingelei-tet, dem Sie als erstes den Schwerpunkt und das Thema entnehmen knnen. Das Bausteinformular links dargestellt - erleichtert Ihnen den Zugang. Die Materialien stehen als Kopiervorlagen fr Arbeitsbltter und Folien zur Verfgung.

    Die jeweilige Zuordnung der Bausteine zu einem Jahrgang ist nicht zuletzt auch in Hinblick auf ein Gesamtcurriculum eine Empfehlung. Die Bausteine knnen teilweise auch in anderen Jahrgangsstufen eingesetzt werden. Jede Vermittlung von Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen ist nur dann langfristig effektiv, wenn sie in den Fachunterricht integriert ist. Deshalb ist die Vernetzung der durch die Bausteine erworbenen Kompetenzen mit dem Fachunterricht von hoher Bedeutung. Das kann aber nur in enger Absprache im Kollegium erreicht werden. So macht z.B. der Einsatz des Trainingsbausteines "Erstellen einer Mind-Map nur dann Sinn, wenn diese Methode auch im weiteren Unterricht einen Stellenwert hat. Deshalb finden Sie im Anschluss an die Beschreibung der einzelnen Unterrichtsschritte zustzlich noch Hinweise zur Weiterarbeit. Es gibt Schulen, die so genannte Schwerpunkttage durchfhren. An einem solchen Tag steht die komplette Unterrichtszeit fr die Erarbeitung eines Bausteines zur Verfgung. Das hat den Vorteil, dass sich die Schlerinnen und Schler am Tag der Einfhrung eines neuen Bausteines/neuer Bausteine intensiv in diesen Kompetenzbereich einarbeiten knnen. Sicherlich ist es aber aus verschiedenen Grnden nicht immer mglich, solche Schwerpunkttage an Ihrer Schule zu initiieren. Deshalb haben wir die meisten Bausteine so aufgebaut, dass sie in Einzel- oder Doppelstunden erarbeitet werden knnen. Wenn Ihre Schule in allen oder einzelnen Klassenstufen Einzel-, Doppel- oder Dreifachstunden zur Frderung von Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen einfhren will, bietet dieser Arbeitsordner bzw. die CD eine gute Starthilfe dafr: Auf der folgenden Seite finden Sie eine jahrgangsbezogene bersicht als Empfehlung fr den Aufbau eines Curriculums. In dieser bersicht sind die Bausteine der einzelnen Schwerpunkte eingefgt. Damit die Schlerinnen und Schler lernen, ber ihr eigenes Lernen nachzudenken, es zu evaluieren und es bewusst zu steuern, empfiehlt es sich, ein

    Schwerpunkt:

    Thema:

    Ziele:

    Einzelstunde Doppelstunde

    Jahrgangsempfehlung:

    Voraussetzungen:

    Keine

    Materialien:

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    Selbsteinschtzungsportfolio anzufertigen. Die Schlerinnen und Schler selbst, aber auch die Lehrerin/der Lehrer, erhalten auf diese Weise eine konkrete Rckmeldung, welche Strken die Schlerinnen und Schler haben und welche Inhalte sie weiterhin trainieren mssen. Auf diese Weise kann die Nachhaltigkeit der trainierten Schwerpunkte berprft werden. Die Auswertung kann im Klassen- aber auch als Einzelgesprch erfolgen. In jedem Fall mssen im Anschluss konkrete Manahmen vereinbart werden, wie die Schwchen trainiert werden knnen. Auf keinen Fall drfen die Selbsteinschtzungsbgen zur Notenvergabe missbraucht werden. Anregungen zu Selbsteinschtzungsbgen finden Sie im Anschluss an die genannten Schwerpunkte im Kapitel Anregungen zur Entwicklung und zum Einsatz eines Kompetenzenportfolios. Wir empfehlen, dass Ihre Schlerinnen und Schler einen Ordner "Training von Lernkompetenzen fhren, in der/dem sie die Unterrichtsmaterialien des Kompetenztrainings abheften. In diesem Ordner sollten auch die Arbeitsbltter aus dem Kompetenzenportfolio abgeheftet werden. Wir halten folgenden Ordner fr geeignet: Ringbuchordner mit 2er-Heftung, ca. 3-4 cm breit. Im Rahmen des Methodentrainings sollen die Schlerinnen und Schler Lernkompetenzen und Schsselqualifikationen erwerben, die sie in ihrem weiteren schulischen und beruflichen Werdegang untersttzen. Wir empfehlen die Eltern der Schlerinnen und Schler ber dieses Konzept zu informieren. Es wird sicher hilfreich sein, wenn die Eltern wissen, welche Tipps ihre Kinder zum Beispiel fr die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit oder fr den Umgang mit dem Hausaufgaben-Manager in der Schule erfahren haben. Wir schlagen vor, die Information in folgender Weise durchzufhren: In einem ersten Elternabend werden die Eltern informiert. Dabei kann es sich um die klassische Art des Elternabends handeln, auf dem das Curriculum und einzelne Bausteinbeispiele vorgestellt werden. Gegebenenfalls knnen in einem zweiten Elternabend Ergebnisse dieses Trainings von den Schlerinnen und Schlern selbst vorgestellt werden. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Schlerinnen und Schler bei diesen Veranstaltungen sehr engagiert auftreten. Wir sind berzeugt, dass Lehrerinnen und Lehrer, die dem Kompetenzerwerb eine zentrale Stellung einrumen, damit auch die Vermittlung von Wissen frdern. Wir hoffen, dass unsere Materialien ein sehr hilfreiches Instrument fr das Training von Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen sind. Wir erheben aber nicht den Anspruch, ein abschlieendes Bausteinkonzept gefunden zu haben. Deshalb freuen wir uns ber Ihre Rckmeldungen. Wir haben uns bemht, alle Lizenzinhaber ausfindig zu machen. Falls wir etwas bersehen haben, bitten wir hflichst um Benachrichtigung.

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    Staatliches Schulamt fr den Landkreis Marburg-Biedenkopf

    AG "Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen Robert-Koch-Strae 17

    35039 Marburg 06421/616 500 Fax: 616 524

    Petra Caspers-Naujoks, Heinz Dilling, Ilse Dilling, Dorothea Mannshardt, Marc Multhaupt, Burkhard Schuldt, Jrn Seffer, Dagmar Sons,

    Frank Vogel, Silke Wehn

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    Jahrgangsbezogene bersicht der Bausteine

    Grundlegende Lern- und Arbeitstechniken

    Kommunikative Kompetenz

    Team- kompetenz

    Problemlse- kompetenz

    Personale und soziale Kompetenz

    5 / 6

    "Lernen lernen 1: Arbeitsmaterialien sortieren und abheften

    "Lernen lernen 2: Der Schlerarbeitsplatz

    "Lernen lernen 3: Umgang mit Hausaufgaben

    So schaffe ich meine Hausaufgaben besser

    So erstelle ich eine Mind-Map

    Vorbereitung auf eine Klassenarbeit I

    Vorbereitung auf eine Klassenarbeit II

    Durchf. einer schriftl. Arbeit Texterschlieung I Texterschlieung II Effektives Lernen 1: Zu welchem Lerntyp gehre?

    Effektives Lernen 2: Mit vielen Sinnen lernen

    Effektives Lernen 3: Lernen und Behalten

    Sich im Internet orientieren Mit der Zeit bewusst umgehen (Zeitmanagement)

    Sich frei uern knnen

    Zuhren knnen

    Begrndungen geben knnen

    Sich etwas merken knnen

    Sprachlich assoziieren knnen

    Schriftlich assoziieren lernen Kurzvortrge halten

    Krpersprache Unser Krper spricht auch ohne Worte

    Gruppenprozesse anhand einer Problemstellung anstoen und reflektieren Turmbau

    Einigungsprozesse in einer Gruppenarbeit anbahnen I Problemstellung Zeitbox

    Einigungsprozesse in einer Gruppenarbeit anbahnen II Problemstellung Schulhofgestaltung

    Gren Hflich um etwas bitten

    Sich entschuldigen knnen

    Ein positives Selbstwertgefhl entwickeln I So bin ich (Selbstwahrnehm.)

    Ein positives Selbstwertgefhl entwickeln II Ich bin ich (Selbsteinschtzung)

    Ein positives Selbstwertgefhl entwickeln III Ich bin ok (Selbstvertrauen)

    Lob und Anerkennung aussprechen und entgegen nehmen

    Kritik aussprechen und ertragen

    So benehme ich mich bei Tisch

    Die jeweilige Zuordnung der Bausteine zu einem Jahrgang ist nur eine Empfehlung. Die Bausteine knnen teilweise auch in anderen Jahrgangsstufen eingesetzt werden.

  • 11

    Grundlegende Lern- und Arbeitstechniken

    Kommunikative Kompetenz

    Team- kompetenz

    Problemlse- kompetenz

    Personale und soziale Kompetenz

    7 / 8

    Ich mache mir ein Bild eine Hilfe beim Auswendiglernen

    Prsentieren knnen 1: Die Grundlagen

    Prsentieren knnen 2: Gestaltung und Einsatz von Prsentationsplakaten

    Prsentieren knnen 3: Gestaltung und Einsatz von Folien

    Prsentieren knnen 4: Mglichkeiten der Veranschaulichung durch Diagramme

    Prsentieren knnen 5: Vorbereitung, Durchfhrung und Reflexion

    Stummes Gesprch nonverbal kommunizieren knnen

    Eine Meinung uern

    Der Aussage eines anderen zustimmen, eine andere Meinung vertreten

    Inhalte richtig darstellen (Richtig Falsch Spiel)

    Umgang mit Regelversten in Gruppenarbeiten

    Gruppenprozesse anhand einer Problemstellung anstoen und reflektieren (mit externer Beobachterin) Brckenbau

    Gruppenkonflikte erkennen und Lsungs-anstze entwickeln

    Gruppenkonflikte bewltigen

    Aufgabenteilung in mehrstndigen Gruppenarbeiten

    Vorteile von Teamarbeit erkennen und nach Lsungsmglichkeiten fr auftretende Probleme suchen

    Grundlagen zum Problemlsen

    Lsen fachgebundener Probleme Teil A (Muckibude)

    Problemlsen in der Gruppe Teil A (Opa Egon)

    Problemlsen in der Gruppe Teil B (Der reisende Kaufmann)

    Lsen fachgebundener Probleme Teil B (Ducky Duke)

    Spiel: Seitenwechsel

    Spiel: Stabwechsel

    Spiel: Spinnennetz

    Spiel: Engstelle

    Spiel: Gemeinsamkeiten suchen

    Spiel: Wir erfahren mehr ber uns

    Spiel: Es lebe der Unterschied

    Spiel: Blindenhund

    Die jeweilige Zuordnung der Bausteine zu einem Jahrgang ist nur eine Empfehlung. Die Bausteine knnen teilweise auch in anderen Jahrgangsstufen eingesetzt werden.

  • 12

    Grundlegende Lern- und Arbeitstechniken

    Kommunikative Kompetenz

    Team- kompetenz

    Problemlse- kompetenz

    Personale und soziale Kompetenz

    9 /

    10

    Regeln zur Gruppenarbeit entwickeln und berprfen

    Gruppendiskussion zur Teamfhigkeit amerikanische Debatte

    Problemlsen in der Gruppe Teil C (Reise durch die Galaxie) (ab Realschule)

    Lsen fachgebundener Probleme Teil C (Magnesiumchlorid) (ab Realschule)

    Spiel: berquerung des Zauberflusses

    Spiel: Eiertransporter

    Spiel: Davidstern

    Spiel: Zu zweit ein Bild malen

    Spiel: Wackelsteg

    Spiel: Autoskooter

    Spiel: Der Vertrauenskreis

    Spiel: Der freie Fall

    Die jeweilige Zuordnung der Bausteine zu einem Jahrgang ist nur eine Empfehlung. Die Bausteine knnen teilweise auch in anderen Jahrgangs-stufen eingesetzt werden.

  • 13

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Einleitung Der Wechsel in das 5. Schuljahr bringt fr alle Schlerinnen und Schler einschneidende Vernderungen mit sich: Der Wechsel der Klassenlehrerin/des Klassenlehrers, neue Fcher, damit verbunden der hhere Anteil an Fachlehrerinnen und Fachlehrern mit hufig unterschiedlichen Methoden und Anforderungen, eine Vielzahl von neuen Bchern und Arbeitsmaterialien, eventuell ein Schulwechsel und eine neue Klassengemeinschaft. Diese Umstellung verlangt unter anderem eine hhere Selbststndigkeit sowie eine bessere Organisation des Lernens und des Lernumfeldes. Auch stellt sie erhhte Anforderungen an das Sozialverhalten. Die Bausteine 1 bis 3 eignen sich in besonderem Mae, Schlerinnen und Schlern dieses Jahrgangs fr das Einben von Lerntechniken und methoden sowie fr grundlegende Strategien zu interessieren. Die besondere Form der Einfhrung motiviert sie zur intensiven Mitarbeit. Dadurch wird der Lernerfolg wesentlich erhht und eine entscheidende Grundlage fr das Training weiterer Methoden, Lernkompetenzen und Schlsselqualifikationen gelegt. Den Einstieg fr jeden Baustein bildet eine Plenumsveranstaltung aller Klassen des 5. Jahrgangs mit Rollenspielen und Wettbewerben zum jeweiligen Thema. Die anschlieende Auswertung der Rollenspiele und des Wettbewerbs erfolgt im Plenum mithilfe von Schlerinterviews in lockerer Form durch eine Lehrkraft in der Rolle der "Moderatorin/des "Moderators. Diese originelle Art des Einstiegs strkt die Rolle der in der Klasse unterrichtenden Lehrkrfte, verbessert deren Ansehen und schafft zu Beginn des Schuljahres eine positive Grundstimmung. Die Plenumsveranstaltung dauert etwa eine Unterrichtsstunde. Das "Gelernte wird von der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer in der unmittelbar folgenden Stunde aufgegriffen und vertieft. Unter Beteiligung mglichst aller Fachlehrerinnen und Fachlehrer werden die neuen Techniken und Prinzipien in den nchsten Wochen besonders beachtet und eingebt. Bewhrt hat sich die Bearbeitung der einzelnen Themenfelder in einem 2 bis 3-wchigen Rhythmus zu Beginn des ersten Schulhalbjahres. Denkbar ist ein solcher Einstieg in die Thematik bei Bedarf in abgewandelter, altersgemer Form auch in Jahrgang 7. Die folgenden Beschreibungen der einzelnen Bausteine liefern keine detaillierten "Drehbcher fr die einzelnen Rollenspiele. Vielmehr wird ein grober Rahmen mit mglichen Inhalten und eventuell bentigten Materialien skizziert. Dadurch wird die Kreativitt der beteiligten Lehrkrfte nicht eingeschrnkt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass nicht nur die Schlerinnen und Schler Spa an der Plenumsveranstaltung haben, vielmehr bereitet es den Schauspielerinnen und Schauspielern groe Freude, die einzelnen Schlertypen mit eigenen Ideen zu interpretieren.

  • 14

    Fr die Bausteine der Klassen 6 bis 10 haben wir unter anderem Anregungen der Realschule Enger im nordrhein-westflischen Enger bernommen. Diese Schule hat Mitte der Neunziger ein vielfach ausgezeichnetes Konzept zum Training von Lernkompetenzen entwickelt.4 Regelmig findet hier ein sogenannter Schwerpunkt-tag statt, an dem alle Schlerinnen und Schler einer Klasse eine bestimmte Lernmethode trainieren. Ziel des Konzeptes ist, dass die Schlerinnen und Schler sich mehr und mehr verantwortlich fr den eigenen Lernprozess fhlen und Kompetenzen erlernen, mit deren Hilfe sie eigenstndig lernen knnen. Die einzelnen Bausteine der Rubrik "Prsentieren knnen bieten ein systematisches Trainingsprogramm, mit dessen Hilfe die Schlerinnen und Schler lernen, eine Prsentation zu einem Thema zu erarbeiten und durchzufhren. Sie bieten auerdem Instrumente, die den Schlerinnen und Schlern auch bei zuknftigen Prsentationen eine dauerhafte, allgemeine Hilfe sind. Die einzelnen Bausteine mit Seitenangabe 1. "Lernen lernen 1: Arbeitsmaterialien sortieren und abheften .......................15 2. "Lernen lernen 2: Der Schlerarbeitsplatz ....................................................22 3. "Lernen lernen 3: Umgang mit Hausaufgaben..............................................28 4. So schaffe ich meine Hausaufgaben besser..................................................33 5. So erstelle ich eine Mind-Map........................................................................40 6. Vorbereitung auf eine Klassenarbeit I ............................................................48 7. Vorbereitung auf eine Klassenarbeit II ...........................................................66 8. Durchfhrung einer schriftlichen Arbeit ..........................................................71 9. Texterschlieung I .........................................................................................77 10. Texterschlieung II ........................................................................................82 11. Effektives Lernen 1: Zu welchem Lerntyp gehre ich? ..................................92 12. Effektives Lernen 2: Mit vielen Sinnen lernen ................................................99 13. Effektives Lernen 3: Lernen und Behalten ...................................................107 14. Sich im Internet orientieren und informieren ................................................112 15. Mit der Zeit bewusst umgehen (Zeitmanagement).......................................128 16. Ich mache mir ein Bild eine Hilfe beim Auswendiglernen..........................150 17. Prsentieren knnen 1: Die Grundlagen......................................................159 18. Prsentieren knnen 2: Gestaltung und Einsatz von Prsentationsplakaten166 19. Prsentieren knnen 3: Gestaltung und Einsatz von Folien.........................171 20. Prsentieren knnen 4: Mglichkeiten der Veranschaulichung durch

    Diagramme ..................................................................................................177 21. Prsentieren knnen 5: Vorbereitung, Durchfhrung und Reflexion ............192

    4 Realschule Enger: Lernkompetenz I, II Bausteine fr eigenstndiges Lernen.

  • 15

    Schwerpunkt: Thema:

    Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen

    "Lernen lernen 1: Arbeitsmaterialien sortieren und abheften

    Ziele: Die Schlerinnen und Schler sollen: - die Notwendigkeit eines Ordnungssystems erkennen - ein strukturiertes und bewhrtes Ordnungssystem kennen lernen, einben und anwenden

    Einzelstunde Doppelstunde

    Jahrgangsempfehlung: Klasse 5 (evtl. auch Kl.7)

    Voraussetzungen:

    Keine

    Materialien: - versch. Arbeits- u.Unterrichtsmaterialien sowie andere, "strende" Gegenstnde fr das Rollenspiel - 1 OHP-Folie mit den "Regeln" des Ordnungssystems pro Klasse (Anlage 1) - Urkunde fr die Sieger des Wettbewerbs - siehe Planungsverlauf (Anlage 2) - 1 Sammelmappe pro Schlerin/Schler (stabile Mappe mit mgl. 12 Fchern zur Ablage) - 1 groer DIN-A4 Ordner pro Schlerin/Schler mit Register oder Trennblttern - 1 Collegeblock (liniert u. kariert, mit Rand u. gelocht) pro Schlerin/Schler - 3 bis 4 Stze "gebrauchter" Arbeitsbltter aus versch. Fchern zum Einben des Ordnungssystems in Wettbewerbform (s.u.)

    Planungsverlauf Vorwort: Viele Schlerinnen und Schler haben erfahrungsgem Schwierigkeiten beim Sortieren und Abheften von Arbeitsblttern.

  • 16

    Als Hilfe hat sich in der Praxis ein Ordnungssystem bewhrt, das gleich zu Beginn des 5. Schuljahres eingefhrt werden sollte und auf folgenden Regeln/Prinzipien basiert:

    Jede Schlerin/jeder Schler erhlt eine Sammelmappe (siehe Foto) mit 8 bis12 verschiedenfarbigen Fchern (evtl. Klebepunkte verwenden), welche den einzelnen Unterrichtsfchern zugeordnet werden. Hauptfcher knnen bei Bedarf weiter unterteilt werden - z.B. Deutsch: Rechtschreibung, Grammatik ... Diese Unterteilung des Faches Deutsch frdert einerseits das genauere Nachdenken ber einzelne Unterrichtsinhalte und erleichtert andererseits das gezielte Nachlesen und ben. Zu beziehen sind die Sammelmappen ber Fachgeschfte und Versandhuser fr Brobedarf.

    Die Schlerinnen und Schler fhren keine Hefte, sondern schreiben auf

    linierte und karierte Bltter aus einem Collegeblock.

    Alle Bltter (s.o.), Arbeitsbltter, Fotokopien usw. werden mit Datum und einer "berschrift" (Fach, Thema, Buch S. ) versehen und im Rahmen einer Unterrichtseinheit fortlaufend nummeriert.

    Alle bearbeiteten Bltter kommen nach Fertigstellung bzw. am Ende der

    Unterrichtsstunde in das entsprechende Fach der Sammelmappe (s.u.) - dabei wird auf die Reihenfolge nach der Nummerierung geachtet. Die Sammelmappe (s.u.) dient als Zwischenablage fr mglichst alle Unterrichtsfcher.

    Jeweils am Ende einer Unterrichtswoche oder am Ende einer Unterrichts-

    einheit werden alle Bltter aus der Sammelmappe in einen DIN A 4-Ordner, der in der Klasse bleibt, geheftet. Dabei sollten dessen Register bzw. die Trennbltter in Reihenfolge und Farbe der Einteilung in der Sammelmappe entsprechen.

    Wollen die Schlerinnen und Schler fr eine Klassenarbeit, einen Test o..

    ben, entnehmen sie die bentigten Seiten aus dem Ordner (evtl. Heftstreifen verwenden).

    Der Inhalt des DIN A 4-Ordners sollte bei Bedarf oder jeweils zum Halbjahres-

    ende zu Hause archiviert oder durch einen neuen Ordner ersetzt werden. Die erfolgreiche Einfhrung und Nutzung des beschriebenen Ordnungssystems setzt eine entsprechende Festlegung in den zustndigen Klassen- und Stufen-konferenzen voraus. Abweichend von der empfohlenen Sammelmappe kann in hnlicher Form das bekannte "Schnellhefter-System" organisiert und angewandt werden. Die Einfhrung des im Folgenden beschriebenen Ordnungssystems setzt voraus, dass die bentigten Materialien (Sammelmappe, Ordner u. College-block) schon zu Beginn des Schuljahres zur Verfgung stehen. Es empfiehlt sich, die Anschaffung durch eine Sammelbestellung ber die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer zu organisieren.

  • 17

    Das Ordnungssystem und die Anschaffung der Materialien sollten auf einem Elternabend am Ende des vorhergehenden oder zu Beginn des neuen Schuljahres besprochen werden. 1. Plenumsveranstaltung Die eigentliche Vorstellung und Einfhrung des Ordnungssystems erfolgt mglichst in den ersten Unterrichtstagen. Alle Schlerinnen und Schler des Jahrgangs versammeln sich zu einer Plenumsveranstaltung in der Aula oder einem anderen "Groraum". Bei mehr als 3 Parallelklassen empfiehlt es sich, die Klassen eventuell auf 2 Plenumsveranstaltungen zu verteilen. Die Klassen-lehrerinnen und Klassenlehrer und eventuell auch im Jahrgang unterrichtende Fachlehrerinnen und Fachlehrer agieren als Darsteller in einem Rollenspiel. Folgende Rollen sollen dafr von Lehrkrften besetzt werden: 3 Schlerinnen/Schler, 1 Lehrkraft und 1 Moderatorin/Moderator (die Rolle der Lehrkraft sowie die der Moderatorin/des Moderators knnen von einer Person bernommen werden). Begrung und Einfhrung: Zunchst begrt die Moderatorin/der Moderator die Zuschauer und nennt Thema, Sinn und Ziele der Unterrichtseinheit "Lernen lernen" sowie des ersten Bausteins. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden aufgefordert, das Rollenspiel genau zu beobachten. Rollenspiel: Szene 1 Gespielt wird die Phase einer Unterrichtsstunde (beliebiges Fach), in der die dargestellten Schlerinnen und Schler neben der Schultasche und sonstigen Materialien (s.u.) ein bereits in der vorangegangenen Stunde ausgeteiltes Arbeitsblatt zur Weiterarbeit, einen Schreibblock und einen Stift bentigen. Die Lehrkraft begrt die Schlerinnen und Schler und fordert sie auf, das Arbeitsblatt aus der letzten Stunde weiter zu bearbeiten. Die dargestellten Schlertypen suchen das Arbeitsblatt und die notwendigen Utensilien (nheres siehe unten). Die Moderatorin/der Moderator unterbricht das Rollenspiel und leitet ber zu Szene 2, die am Ende der Unterrichtsstunde spielt. Szene 2: Die Lehrkraft verteilt ein neues Arbeitsblatt, welches als Hausaufgabe bearbeitet werden soll.

  • 18

    Die dargestellten Schlerinnen und Schler gehen auf ihre Art und Weise mit dem Blatt und der genannten Hausaufgabe um (Nheres siehe unten). Regieanweisungen: In beiden Szenen des Rollenspiels werden 3 Schlertypen (vom "Chaoten" bis zum "Musterschler") pointiert dargestellt. Dabei sollen die wichtigsten Prinzipien und die Effektivitt des unten beschriebenen Ordnungssystems deutlich werden. Typ I sollte das groe Durcheinander und sehr viel berflssiges (z.B. CD-Player, Fanschal, leere Getrnkedose, ) in der Schultasche haben. In Szene 1 soll sie/er das Arbeitsblatt und sonstige Materialien in der Schultasche, auf und unter dem Tisch suchen, nichts finden und somit nicht mitarbeiten knnen. In Szene 2 lsst sie/er das ausgeteilte Arbeitsblatt auf dem Tisch liegen. Am Ende der 2. Szene sollte Typ 1 sich Hilfe suchend an Typ 3 wenden und gezielt nach dem Ordnungssystem fragen. Bei Typ II sollte das Durcheinander schon etwas geringer sein. Sie/er sollte in Szene 1 das Arbeitsblatt nach kurzem Suchen lose in der Schultasche oder in einer "falschen" Mappe finden. Zum Schreiben nutzt sie/er ein loses, nicht gelochtes Blatt. In Szene 2 verschwindet das ausgeteilte Blatt in der Schultasche. Typ III nutzt das angestrebte Ordnungssystem ( Sammelmappe - alternativ versch. Schnellhefter und Collegeblock) perfekt, hat in Szene 1 alle bentigten Materialien schnell parat und beginnt als Erste/als Erster mit der Arbeit. In Szene 2 erhlt das Arbeitsblatt die laufende Nummer und das Datum. Anschlieend wird es in die Sammelmappe einsortiert. Die Lehrkraft lobt bzw. kritisiert das Arbeitsverhalten der einzelnen Schlertypen in beiden Szenen. In einzelnen Phasen des Rollenspiels kann es fr das Publikum wichtig sein, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler laut denken. Auf weitere "Regieanweisungen" wird hier verzichtet, der Kreativitt und Improvisationskunst der Akteure sind keine Grenzen gesetzt. Auswertung: Nach Beendigung des Rollenspiels interviewt die Moderatorin/der Moderator in lockerer Form die Zuschauerinnen und Zuschauer, ggf. auch die Schauspieler-innen und Schauspieler. Dabei kann zunchst kurz nach den schauspiel-erischen Leistungen, der Musik auf dem CD-Player eines dargestellten "Schlers", dem Fanschal usw. gefragt werden. Ein solcher Beginn des Interviews weckt das Interesse der Schlerinnen und Schler an der Auswertung des Rollenspiels.

  • 19

    In der Folge sollten die verschiedenen "Ordnungsstrategien" der einzelnen Schlertypen beschrieben werden. Dabei sollten frderliche und hinderliche Merkmale benannt werden. Anschlieend prsentiert die Moderatorin/der Moderator die Regeln fr das angestrebte Ordnungssystem auf einer OHP-Folie (Anlage 1) und erlutert diese. Wettbewerb: Am Ende der Plenumsveranstaltung vertreten ein oder zwei Schlerinnen/Schler ihre Klasse in einem Wettbewerb. Bei einzgigen Systemen treten 2 bis 3 Gruppen aus der Klasse gegeneinander an: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten mehrere, "gebrauchte" Arbeitsbltter aus verschiedenen Unterrichtsfchern (Fach und Datum sind deutlich zu erkennen). Sie sollen die Bltter dem jeweiligen Fach zuordnen, in der richtigen Reihenfolge nummerieren und in die entsprechend vorbereitete Sammelmappe einsortieren. Die Lehrkrfte berprfen die Einhaltung der Regeln. Die Klasse der Siegerinnen/der Sieger erhlt eine Urkunde (Anlage 2) oder einen kleinen Preis (Pflanze o..). 2. Fortsetzung in der Klasse In der darauf folgenden Unterrichtsstunde (bei der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer) werden die Regeln mithilfe der Folie (Anlage 1) noch einmal besprochen. Anschlieend werden die Sammelmappen verteilt und die einzelnen Fcher jeweils einem Unterrichtsfach (z.B. nach Farben und/oder Abkrzungen) zugeordnet. Analog dazu werden die Trennbltter des Registers im DIN A4 Ordner den einzelnen Fchern zugeordnet. Hinweise zur Weiterarbeit: In den ersten Wochen nach Einfhrung ist besonders streng auf die Einhaltung der Systematik zu achten. Eventuell kann der oben beschriebene Wett-bewerb klassen-intern wiederholt werden. Auch das Abheften in den DIN A 4-Ordner, das in der Regel wchentlich oder zum Ende einer Unterrichtseinheit erfolgt (s.u.), muss zunchst erklrt, gemeinsam gebt und immer wieder kontrolliert werden.

  • 20

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: "Lernen lernen 1. Arbeitsmaterialien sortieren und abheften Anlage: 1 von 2 Regeln fr das Sortieren und Abheften

    1. In allen Fchern wird auf linierte und karierte Bltter aus einem Collegeblock geschrieben.

    2. Alle beschriebenen Bltter, die Arbeitsbltter, Fotokopien usw.

    werden mit Datum und einer berschrift (Thema, Buch Seite ) versehen und im Rahmen einer Unterrichtseinheit/eines Themas fortlaufend nummeriert.

    3. Alle bearbeiteten Bltter kommen nach Fertigstellung bzw. am

    Ende der Unterrichtsstunde in das entsprechende Fach der Sammelmappe. Dabei wird auf die Reihenfolge der Nummerierung geachtet.

    4. Am Ende einer Unterrichtswoche oder am Ende einer

    Unterrichtseinheit werden alle Bltter aus der Sammelmappe an die entsprechende Stelle im DIN A 4-Ordner geheftet.

    5. Zum ben knnen die bentigten Bltter aus dem Ordner mit nach

    Hause genommen werden. 6. Zum Halbjahresende oder wenn der DIN A 4-Ordner voll ist,

    werden die Bltter zu Hause archiviert oder es wird ein neuer Ordner angelegt.

  • 21

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: "Lernen lernen 1. Arbeitsmaterialien sortieren und abheften Anlage: 2 von 2

    URKUNDE

    Die Klasse____

    stellte im Wettbewerb

    die Meisterin/den Meister im Sortieren und Abheften von Arbeitsblttern.

    ________________ ________________________________________ Datum Unterschrift der Schulleiterin/des Schulleiters

  • 22

    Schwerpunkt: Thema:

    Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen

    "Lernen lernen 2: Der Schlerarbeitsplatz

    Ziele: Die Schlerinnen und Schler sollen: - Vor- und Nachteile verschiedener Ordnungs- prinzipien erkennen und benennen - einen Arbeitsplatz "sinnvoll" einrichten - Gegenstnde u. Materialien nach den Kategorien "Notwendiges" und "Strendes" sortieren

    Einzelstunde Doppelstunde

    Jahrgangsempfehlung: Klasse 5 (evtl. auch Kl. 7)

    Voraussetzungen:

    Keine "Lernen lernen" - 1. Arbeitsmaterialien sortieren,

    Materialien: - diverse "Schulsachen", Materialien und Gegenstnde fr die Schlerarbeitspltze (s.u.)

    - ein vorbereiteter Schlertisch pro Klasse (s.u.)

    - Arbeitsblatt "Was gehrt auf deinen Arbeits-platz?" (Anlage1) in Klassenstzen (fr das Plenum)

    - je zwei Urkunden pro Klasse (Anlage 2) - Arbeitsblatt "Arbeitsplatzcheck" (Anlage 3)auf

    OHP-Folie und in Klassenstzen

    Planungsverlauf Vorwort Zur Vorbereitung der 2. Plenumsveranstaltung, die etwa 2 bis 3 Wochen nach der ersten Plenumssitzung stattfinden sollte, stellen die Lehrkrfte je einen Tisch pro Klasse als Schlerarbeitsplatz bereit, der mit sehr vielen wichtigen und unwichtigen Materialien und Gegenstnden (z.B. Bcher, Collegeblock,

  • 23

    Schreibutensilien, Lampe, Kurzzeitwecker, Blumenvase, Blockflte, Turn-schuhe, ) berhuft ist. Da die vorbereiteten Tische spter im Wettbewerb sinnvoll aufzurumen sind, mssen auf allen Tischen die gleichen Materialien und Gegenstnde vorhanden sein. 1. Plenumsveranstaltung Die Schlerinnen und Schler des Jahrgangs 5 treffen sich zur 2. Plenumsveranstaltung in der Aula oder einem anderen Groraum. Alle mssen einen Stift mitbringen! Bei mehr als 3 Parallelklassen empfiehlt sich wieder die Aufteilung auf zwei Plenumsveranstaltungen. Die Moderatorin/der Moderator begrt die Klassen, nennt das Thema der heutigen Sitzung und whlt aus jeder Klasse stellvertretend zwei Schlerinnen/Schler aus, die sich einem Wettbewerb stellen sollen. Da die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Entscheidungen (s.u.) spter begrnden mssen, sollte bei der Auswahl auf eine dafr ausreichende Sprachkompetenz geachtet werden. Die Aufgabe der Teams besteht darin, die Gegenstnde und Materialien auf einem der vorbereiteten Tische so zu sortieren, dass ein sinnvoll gestalteter Arbeitsplatz entsteht. Dabei sollen strende, berflssige Dinge weggelegt werden. Fr die Aufgabe stehen 10 Minuten zur Verfgung. Whrend die Teams ihrer Aufgabe nachgehen, bearbeiten die brigen Schlerinnen und Schler das Arbeitsblatt "Der Schlerarbeitsplatz" (Anlage 1). Auch fr diese Aufgabe wird die Zeit auf 10 Minuten begrenzt. Nach 10 Minuten beenden alle Schlerinnen und Schler ihre Arbeit. Die Moderatorin/der Moderator interviewt nun kurz die einzelnen Partnergruppen. Die Schlerinnen und Schler sollen ihre Entscheidungen begrnden und ihr "Ordnungssystem" erlutern. Nach den Interviews erfolgt die Bewertung der einzelnen Tische durch die Schulleiterin/den Schulleiter bzw. eine Lehrkraft. Die Klasse der Sieger erhlt eine Urkunde (Anlage 2). Hlt das Lehrerteam ein Rollenspiel wie in der 1. Plenumssitzung fr geeignet, so kann auch hier diese Form der Einfhrung gewhlt werden. Der Ablauf entsprche dann zunchst im Wesentlichen dem des 1. Plenums. Die Schauspielerinnen und Schauspieler stellen zwei oder drei Schlerinnen oder Schler dar, die an unterschiedlich "gestalteten" Schlertischen entsprechend der dort herrschenden Ordnung bzw. Unordnung mehr oder weniger zielgerichtet und erfolgreich arbeiten. Whrend des Rollenspiels sollten die fr den nachfolgenden Wettbewerb vorbereiteten Tische zunchst abgedeckt sein. Die Auswertung des Rollenspiels erfolgt durch die Moderatorin/den Moderator, der anschlieend zum oben beschriebenen Wettbewerb berleitet.

  • 24

    2. Fortsetzung in der Klasse

    In der unmittelbar folgenden Stunde wird mithilfe der Beobachtungen und durch Auswertung des im Plenum bearbeiteten Arbeitsblattes (Anlage 1) noch einmal besprochen, wie ein sinnvoll gestalteter Schlerarbeitsplatz aussehen soll. Dabei ist auf die bertragbarkeit der "Regeln" auf den huslichen Arbeitsplatz hinzuweisen sowie evtl. Besonderheiten (z.B. Beleuchtung, Blumen, ) zu besprechen.

    Die Lehrkraft stellt das Arbeitsblatt "Arbeitsplatzcheck" (Anlage 3) vor oder

    entwickelt eine vergleichbare Checkliste gemeinsam mit der Klasse.

    Der "Arbeitsplatzcheck" wird nun unmittelbar in dieser Stunde oder zur besseren "Vorbereitung" am nchsten Tag erstmals durchgefhrt.

    Hinweise zur Weiterarbeit:

    Der "Arbeitsplatzcheck" wird in der Schule nun regelmig durchgefhrt (zunchst wchentlich, spter evtl. monatlich). Das Arbeitsblatt kann mit einem Punktesystem ausgewertet werden. Wer dabei mehr als 16 Punkte erreicht, erhlt eine kleine Belohnung.

    Beim "Arbeitsplatzcheck" kann auch die Ordnung im Regalfach der Schlerin

    /des Schlers mit einbezogen werden.

    Der "Arbeitsplatzcheck" kann sowohl als Selbstkontrolle als auch durch Mitschler erfolgen.

    In der Folgezeit achten mglichst alle in der Klasse unterrichtenden Lehrkrfte

    auf die Einhaltung der "Regeln".

  • 25

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: "Lernen lernen 2. Der Schlerarbeitsplatz Anlage: 1 von 3

    Wie gestaltest du deinen Arbeitsplatz?

    Welche der folgenden Gegenstnde und Arbeitsmaterialien

    gehren an deinen Arbeitsplatz? Kreuze an!

    Gegenstand/Arbeitsmaterial gehrt dazu Fller Ersatzpatronen/Tinte Tintenkiller gespitzter Bleistift gespitzte Buntstifte und/oder Filzstifte Anspitzer Radiergummi Lineal und/oder Geodreieck Tischlampe/gute Beleuchtung Blumen und/oder Grnpflanze verschiedene Lexika Wrterbuch Sammelmappe bzw. Schnellhefter Collegeblock bzw. Schulhefte Turnschuhe Sportzeug Zirkel Blockflte Disk-Man + CD's Frhstcksdose Getrnk Bilderrahmen Klebstoff Schere Locher Tacker Broklammern Zettelbox Taschentcher Garderobe (Jacke, Mtze, Schal, ) Blockflte Lieblingsposter Taschenbuch (wird nicht im Unterricht gelesen)

  • 26

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: "Lernen lernen 2. Der Schlerarbeitsplatz Anlage: 2 von 3

    URKUNDE

    Die Klasse_____

    stellte im Wettbewerb "Der Schlerarbeitsplatz"

    die Meisterin/den Meister der Arbeitsplatzgestaltung. ________________ ________________________________________ Datum Unterschrift der Schulleiterin/des Schulleiters

  • 27

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: "Lernen lernen 2. Der Schlerarbeitsplatz Anlage: 3 von 3

    Der Arbeitsplatzcheck

    Name: __________________________________ Welche der folgenden Materialien hast du heute dabei und welche Regeln hast du eingehalten? Kreuze an! Rechne dir fr jedes Kreuz einen Punkt an und schreibe in der letzten Zeile die erreichte Punktzahl auf!

    Material bzw. Regel vorhanden/eingehalten Datum

    Datum Datum Datum Datum

    Fller Ersatzpatronen/Tinte gespitzter Bleistift gespitzte Buntstifte/Filzstifte Lineal und/oder Geodreieck Radiergummi Spitzer Tintenkiller Zirkel Sammelmappe bzw. Schnellhefter Collegeblock bzw. Schulhefte Klebstoff Schere DIN-A4 Ordner im Regal Fach unter dem Tisch frei als Zwischenablage

    Jacke, Mtze, Schal, an der Garderobe bzw. im Regalfach

    Hausaufgabenheft bzw. Hausaufgabenmanager

    sonstige "Materialien" (Sportzeug, Frhstck, Blockflte, Lexika,) im Ranzen, im Regal od. am Haken

    Gesamtpunktzahl

  • 28

    Schwerpunkt: Thema:

    Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen

    "Lernen lernen 3: Umgang mit Hausaufgaben

    Ziele: Die Schlerinnen und Schler sollen: - Vor- und Nachteile der vorgespielten Vorgehens- weisen und Ordnungsprinzipien erkennen und benennen - lernen, dass eine strukturierte und standardisierte Vorgehendweise beim Erledigen der Hausaufgaben vorteilhaft ist. - lernen, einen "Hausaufgabenmanager" anzuwenden.

    Einzelstunde Doppelstunde

    Jahrgangsempfehlung: Klasse 5 (evtl. Klasse 7)

    Voraussetzungen:

    Keine "Lernen lernen" 1. u. 2.

    Materialien: - diverse "Schulsachen" fr das Rollenspiel - Tische, Sthle etc. fr die huslichen

    Arbeitspltze - evtl. OHP-Folie oder Plakatkarton (s.u.) - Regeln fr den "Hausaufgaben-Manager" pro

    Klasse auf OHP-Folie (Anlage 1) - Regeln fr den "Hausaufgabenmanager" im

    Klassensatz (in DIN-A 5 Format) - 1 DIN-A5 Heft pro Schlerin und Schler

    Planungsverlauf Vorwort: Der Umgang mit den Hausaufgaben wird mit zunehmendem Alter fr viele Schlerinnen und Schler zum Problem. Hausaufgaben werden teilweise oberflchlich, unvollstndig oder berhaupt nicht erledigt.

  • 29

    Durch die Einfhrung eines "Hausaufgaben-Managers", der mit einer klar vorgegebenen Struktur und den notwendigen Eintragungen ber das bliche Hausaufgabenheft hinausgeht, soll hier Abhilfe geschaffen werden. Zustzlich zum korrekten Eintragen der Hausaufgaben werden mit dem "Hausaufgaben-Manager" das Festlegen einer sinnvollen Reihenfolge bei der Erledigung der Hausaufgaben und das richtige Einschtzen der notwendigen Arbeitszeit trainiert. Ein erfolgreicher Einsatz des "Hausaufgaben-Managers" ist nur mglich, wenn die Klassen- und Stufenkonferenz entsprechende Absprachen trifft und die Eltern mit einbezogen werden. So soll der "Hausaufgaben-Manager" vor der Einfhrung auf einem Elternabend vorgestellt und der Umgang mit den Hausaufgaben besprochen werden. Dabei sind die Eltern auf die Notwendigkeit ihrer Untersttzung hinzuweisen. Bei "Problemfllen" sollten mit den betroffenen Eltern Absprachen ber die Kontrolle der Eintragungen und der Hausaufgaben, wie etwa tgliche Unterschrift der Lehrkraft und der Eltern im "Hausaufgaben-Manager", getroffen werden. Bei der Planung des Unterrichts muss bercksichtigt werden, dass die Schlerinnen und Schler gengend Zeit fr die notwendigen Eintragungen erhalten. Wie die bei "Lernen lernen 1 " eingefhrten Materialien sollte das DIN-A 5 Heft fr den "Hausaufgaben-Manager" bereits zu Beginn des Schuljahres zur Verfgung stehen. Bis zu dieser Plenumsveranstaltung mit dem Thema "Umgang mit Hausaufgaben" schreiben die Schlerinnen und Schler die Hausaufgaben in der ihnen bisher bekannten Art und Weise auf. 1. Plenumsveranstaltung Die Schlerinnen und Schler des Jahrgangs 5 treffen sich zur 3. Plenumsveranstaltung in der Aula oder einem anderen Groraum. Bei mehr als 3 Parallelklassen empfiehlt sich auch hier wieder die Aufteilung auf zwei Plenumsveranstaltungen. Der Ablauf der Veranstaltung entspricht im Wesent-lichen dem der ersten Plenumssitzung. Die beteiligten Lehrkrfte stellen nach der Begrung und Einfhrung durch die Moderatorin/den Moderator unterschiedliche Schlertypen dar. Die Gestaltung des huslichen Arbeitsplatzes soll hierbei nicht mehr thematisiert werden (siehe "Lernen lernen" - 2. Der Schlerarbeitsplatz). Sehr wohl sollte in diesem Rollenspiel aber Wert auf den "richtigen" Ort im Hause und die Begleitumstnde gelegt werden (Kche, eigenes Zimmer, vor dem Fernseher, laute Musik, strende Geschwister, ). Um den Ort des Geschehens deutlich zu machen, sollten die "Schauspielerinnen und Schauspieler" entsprechende Regieanweisungen geben oder "laut denken". Eventuell kann die Rolle eines Elternteil besetzt werden, das auf die vollstndige und strungsfreie Erledigung der Hausaufgaben achtet und bei Bedarf hilft.

  • 30

    Hauptaugenmerk soll in dieser Sitzung auf den Umgang mit den Hausaufgaben gelegt werden. Dabei sollen frdernde und strende Faktoren bei Hausaufgaben deutlich werden. Begrung und Einfhrung Die Moderatorin/der Moderator begrt die Schlerinnen und Schler, nennt das Thema des 3. Bausteins der Einheit "Lernen lernen" und fordert das Publikum zur intensiven Beobachtung auf. Rollenspiel: Die Lehrkrfte stellen in drei Szenen nacheinander 3 Schlertypen dar, die sich im Umgang mit den Hausaufgaben klar nachvollziehbar unterscheiden. Dabei sollen vorteilhafte und strende Faktoren beim Umgang mit den Hausaufgaben deutlich werden. Um die Kreativitt der "Schauspielerinnen und Schauspieler" nicht einzuschrnken, wird auf detaillierte Regieanweisungen verzichtet. Mgliche Unterscheidungsmerkmale knnten sein:

    Wann und wo werden die Hausaufgaben gemacht? Gestaltung des Arbeitsplatzes (siehe "Lernen lernen 2") Ablenkungsfaktoren (Musik, Fernsehen, Telefon, ) Unterbrechung fr Freizeitaktivitten bei Problemen Eltern/Geschwister fragen oder aufgeben Nutzung eines Hausaufgabenheftes berprfung auf Vollstndigkeit und evtl. auf Richtigkeit korrekter Einsatz der Sammelmappe (siehe "Lernen lernen 1")

    Auswertung: Nach Beendigung des Rollenspiels werden die Zuschauer wieder in der bekannten Form interviewt (siehe "Lernen lernen 1 "). Dabei sollen Vor- und Nachteile der dargestellten Vorgehensweisen benannt werden. Eventuell knnen von Schlerinnen und Schlern formulierte Tipps und Regeln auf einer Folie oder einem Plakat festgehalten werden.

  • 31

    2. Fortsetzung in der Klasse

    In der unmittelbar folgenden Stunde wird die Nutzung des DIN A 5 Heftes als "Hausaufgaben-Manager" eingefhrt.

    Die Klassenlehrein/der Klassenlehrer prsentiert die Regeln und erklrt die Nutzung zunchst mithilfe einer OHP-Folie. Dabei sollten die "3 Sulen" des Managers genau besprochen werden:

    Tgliche Eintragungen in der Schule (Datum, Fcher mit entsprechender

    Hausaufgabe bzw. dem Eintrag "nichts") Festlegen der Reihenfolge (siehe dazu auch "Lernen lernen 3.2.") Arbeitszeit schtzen und messen

    Anschlieend werden die Kopien der Regeln (Anlage 1) verteilt und in das DIN A 5 Heft geklebt. Ab sofort wird der "Hausaufgaben-Manager" nach den Vorgaben genutzt. Hinweise zur Weiterarbeit:

    In der Folgezeit sollten die Hausaufgaben von allen Lehrkrften regelmig, zumindest auf Vollstndigkeit hin, kontrolliert und auf die strikte Einhaltung der Regeln fr den "Hausaufgaben-Manager" geachtet werden.

    Zur unmittelbaren Vertiefung oder zur spteren Wiederholung bietet sich

    der folgende Baustein - "So schaffe ich Hausaufgaben besser" an.

    Gelegentlich sollten mithilfe des "Hausaufgaben-Managers" die sinnvolle Reihenfolge bei der Erledigung der Hausaufgaben sowie die Einschtzung und Planung der Arbeitszeit thematisiert werden.

  • 32

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: "Lernen lernen 3. Umgang mit Hausaufgaben Anlage: 1 von 1

    Bedienungsanleitung fr den "Hausaufgaben-Manager" Folgende Eintragungen sollst du ab sofort tglich in deinem "Hausaufgaben-Manager" machen:

    I. Folgendes trgst du in der Schule ein:

    - Datum - Unterrichtsfach + Hausaufgabe - Trage "nichts" ein, wenn es in einem Fach keine Hausaufgabe gibt! - Sonstiges (evtl. besondere Bemerkungen)

    II. Bevor du zu Hause mit den Aufgaben beginnst , lege die Reihenfolge wie folgt fest (Tipp: Am Anfang eine leichte Aufgabe!):

    *** Mit dieser Aufgabe beginne ich. ** Diese Aufgaben folgen als nchste. * Fr diese Aufgabe kann ich mir noch etwas Zeit lassen.

    III. Wie lange brauchst du fr die Aufgaben?

    - Schtze vor Beginn die Zeit, die du fr die Hausaufgaben brauchst und schreibe die Minuten auf!

    - Stoppe die tatschliche Arbeitszeit und schreibe auch diese am Ende auf!

    Arbeitszeit:

    geschtzt: _____

    gemessen: _____

  • 33

    Schwerpunkt:

    Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen

    Thema: So schaffe ich meine Hausaufgaben besser

    Ziele: Die Schlerinnen und Schler sollen ein Konzept zur

    Erledigung ihrer Hausaufgaben kennen lernen.

    Einzelstunde Doppelstunde

    Jahrgangsempfehlung: Klasse 5/6

    Voraussetzungen:

    Keine "Lernen lernen 3"

    Materialien: - Anlage 1 "So schaffe ich meine Hausaufgaben besser als Klassensatz.

    - Anlage 2 "Trainingsplan zum Erklimmen der Hausaufgabentreppe als Klassensatz.

    - Anlage 3 "Trainingsplan zum Erklimmen der Hausaufgabentreppe - Lsungsblatt als Kopie fr die Lehrkraft.

    - Anlage 4 und 5 "Hausaufgabentagebcher" je nach Bedarf.

    Planungsverlauf Unterrichtsgesprch zum Thema Hausaufgaben "Wie machst du deine Hausaufgaben? "Wo machst du deine Hausaufgaben? "Wann machst du deine Hausaufgaben? Einzelarbeit: "So schaffe ich Hausaufgaben besser Jede Schlerin/jeder Schler erhlt ein Arbeitsblatt "So schaffe ich meine Hausaufgaben besser.

  • 34

    Aufgaben:

    a) "Erledige die Aufgaben auf dem Arbeitsblatt! b) "Trage anschlieend deine Ergebnisse kurz vor.

    (Damit auf dem folgenden Arbeitsblatt (Anlage 2) keine Fehler entstehen, sollten nach der Besprechung alle Schlerinnen und Schler die korrekte Lsung haben.)

    Einzelarbeit: "Trainingsplan zum Erklimmen der Hausaufgabentreppe Jede Schlerin/jeder Schler erhlt nun ein Arbeitsblatt "Trainingsplan zum Erklimmen der Hausaufgabentreppe. Die Schlerinnen und Schler bertragen die zuvor mit Hkchen gekenn-zeichneten Aussagen in der richtigen Reihenfolge von unten nach oben in das Arbeitsblatt "Trainingsplan zum Erklimmen der Hausaufgabentreppe". Anschlieend werden die Lsungen besprochen. Der erarbeitete Trainingsplan sollte groflchig an der Klassenwand visualisiert werden. Evtl. kann sogar eine Treppe aus Pappe an der Klassenwand gestaltet werden, die in den acht Stufen die einzelnen Schritte enthlt.

    Hinweise zur Weiterarbeit

    Die Umbenennung des "Hausaufgabenhefts in "Hausaufgaben-Manager kann motivationsfrdernd wirken.

    Anlage 4 bietet den Schlerinnen und Schlern die Mglichkeit, zu Hause bei

    der Erledigung der Hausaufgaben zu berprfen, ob sie sich an die erarbeiteten Schritte halten. In den folgenden Stunden sollte ihnen in jedem Fall auch die Gelegenheit gegeben werden, mithilfe dieser Anlage 4 von eventuellen Umsetzungsschwierigkeiten zu berichten. Dies geschieht im Optimalfall parallel zur Besprechung der Hausaufgabe. Um die Hausaufgabenpraxis noch detaillierter zu evaluieren, bietet sich Anlage 5 an. Die Schlerinnen und Schler fllen das Tagebuch ber einen begrenzten Zeitraum (z.B. 2 Wochen) aus. Nach dem Zeitraum wird das Tagebuch mit den Schlern ausgewertet.

  • 35

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So schaffe ich meine Hausaufgaben besser Anlage: 1 von 5

    So schaffe ich meine Hausaufgaben besser 1. Welche Aussagen sind deiner Meinung nach richtig? Kennzeichne sie mit einem

    Hkchen! 2. berlege, in welcher Reihenfolge diese Aussagen stehen sollten!

    1,2,3,...Die Hausaufgaben mache ich kurz vor dem Schlafen gehen, dann behalte ich alles am besten.

    Ich fhre eine angefangene Aufgabe immer ganz zu Ende und kontrolliere sie, bevor ich mit der nchsten beginne.

    Mndliche Hausaufgaben mache ich nicht.

    In welcher Reihenfolge ich die Hausaufgaben mache, berlasse ich dem Zufall.

    Ich beginne mit einer Aufgabe, die mir leicht fllt.

    Bevor ich zu Hause anfange, schaue ich in meinen Hausaufgaben-Manager.

    Zu Hause setze ich mich ausgeruht an die Hausaufgaben.

    Meine Mutter oder mein Vater sollen im Zimmer sein, damit sie mir bei den Hausaufgaben helfen knnen.

    Hausaufgaben mache ich mit meiner lteren Schwester.

    Ich rufe jemanden an und frage nach den Hausaufgaben.

    Nach einer erledigten Aufgabe freue ich mich und belohne mich mit einer kleinen Erholungspause.

    Ich stehe ab und zu auf und sehe fern oder gucke, ob drauen schon jemand auf mich wartet.

    Ich notiere meine Hausaufgaben in der Schule immer im Hausaufgaben-Manager.

    Wenn ich mit den Hausaufgaben fertig bin, packe ich die Schultasche fr den nchsten Tag. Dabei schaue ich auf den Stundenplan (Was brauche ich?) und in meinen Hausaufgaben-Manager (Habe ich alles erledigt?).

    Ich hake im Hausaufgaben-Manager fertige Aufgaben ab.

    Copyright Cornelsen Verlag Scriptor

  • 36

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So schaffe ich meine Hausaufgaben besser Anlage: 2 von 5

    Trainingsplan... zum Erklimmen der Hausaufgabentreppe

    Copyright Cornelsen Verlag Scriptor

  • 37

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So schaffe ich meine Hausaufgaben besser Anlage: 3 von 5 Beispiel fr einen

    Trainingsplan... zum Erklimmen der Hausaufgabentreppe 8. Wenn ich mit den Hausaufgaben

    fertig bin, packe ich die Schultasche fr den nchsten Tag. Dabei schaue ich auf den Stundenplan (Was brauche ich?) und in meinen Hausaufgaben-Manager (Habe ich alles erledigt?).

    7. Nach einer erledigten Aufgabe freue

    ich mich und belohne mich mit einer kleinen Erholungspause.

    6. Ich hake im Hausaufgaben-Manager

    fertige Aufgaben ab. 5. Ich fhre eine angefangene Aufgabe

    immer ganz zu Ende und kontrolliere sie, bevor ich mit der nchsten beginne.

    4. Ich beginne mit einer Aufgabe, die

    mir leicht fllt. 3. Bevor ich zu Hause anfange,

    schaue ich in meinen Hausaufgaben-Manager.

    2. Zu Hause setze ich mich ausgeruht

    an die Hausaufgaben. 1. Ich notiere meine Hausaufgaben in

    der Schule immer im Hausaufgaben-Manager.

    Copyright Cornelsen Verlag Scriptor

  • 38

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So schaffe ich meine Hausaufgaben besser Anlage: 4 von 5

    Hausaufgabentagebuch (Trage das Datum ein und hake die Schritte ab, an die du dich gehalten hast!)

    am _____ am _____ am _____ am _____ am _____ am _____ am _____ am _____ am _____ 1 Aufgaben im Hausaufgaben-

    Manager notiert?

    2 Ausgeruht?

    3 Vor Beginn in den

    Hausaufgaben-Manager geschaut?

    4 Mit einer Aufgabe begonnen, die leicht fllt?

    5 Angefangene Aufgaben zu Ende gefhrt und vor der nchsten Aufgabe kontrolliert?

    6 Erledigte Aufgaben im HA-Manager abgehakt?

    7 Nach erledigter Aufgabe mit Erholungspause belohnt?

    8 Schultasche fr den nchsten Tag gepackt? Dabei auf Stundenplan (Was brauche ich?) und in Hausaufgaben-Manager (Habe ich alles erledigt?) geschaut?

  • 39

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So schaffe ich meine Hausaufgaben besser Anlage: 5 von 5

    Hausaufgabentagebuch (Notiere fr jedes Fach!)

    Wie war es am ____________ mit meinen Hausaufgaben? Deutsch Mathematik Englisch .................... .................. ..................

    Thema

    Dauer in Minuten

    Wann wurde die Aufgabe gestellt? (heute/gestern/frher)

    Schwierigkeitsgrad ( 1= leicht; 5 = schwer)

    Waren Hilfen erforderlich?

    Habe ich mich an den Trainingsplan gehalten? Wenn nein, was habe ich anders gemacht?

  • 40

    Schwerpunkt:

    Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen

    Thema: So erstelle ich eine Mind-Map

    Ziele: Die Schlerinnen und Schler sollen die Technik

    des Mind-Mappings kennen und anwenden lernen.

    Einzelstunde Doppelstunde

    Jahrgangsempfehlung: Klasse 5/6

    Voraussetzungen:

    Keine

    Materialien: - Anlage 1 (Kopie fr die Lehrkraft) - Anlage 2 (Klassensatz) - Anlage 3 (Folie und Klassensatz) - Anlage 4 (Info fr die Lehrkraft)

    Planungsverlauf

    1. Hinfhrung durch die Lehrkraft, z.B. durch folgende Aussage: "Jeder Mensch steht stndig vor dem Problem sich etwas merken zu mssen, sich an etwas zu erinnern, etwas kurz gefasst wiedergeben zu mssen, Ideen zu entwickeln und sie anderen mitzuteilen. In den nchsten Stunden werden wir eine Technik kennen lernen, mit der uns das gut gelingen kann. Diese hat etwas mit Ordnung zu tun. Wir knnen dabei lernen, Ordnung in unsere Gedanken und Vorstellungen zu bringen. Man nennt die Technik, die wir lernen wollen >Mind-Mapping< und das Ergebnis des >Mind-Mapping< nennt man >Mind-MapGedchtniskarte

  • 41

    4. Im Gesprch suchen die Schlerinnen und Schler unter der Moderation der Lehrerin/des Lehrers nach Mglichkeiten, die Waren des Einkaufs- zettels so zu ordnen, dass der Einkauf ohne unntig lange Wege im Supermarkt gettigt werden kann. In dem Gesprch muss deutlich werden, dass die aufgefhrten Artikel in verschiedenen Abteilungen zu finden sind.

    5. Einzelarbeit: Die Schlerinnen und Schler erhalten nun den Auftrag

    den Einkaufszettel neu geordnet zu schreiben.

    6. In Partnerarbeit werden die Einkaufszettel in Hinblick auf die gefundenen Neuordnungen miteinander verglichen.

    7. In dem anschlieenden Klassengesprch werden die Ordnungskriterien

    miteinander besprochen, gesammelt und an der Tafel festgehalten. Es ist davon auszugehen, dass viele Schlerinnen und Schler die verschiedenen Abteilungen eines Supermarktes als Ordnungskriterien ausgewhlt haben. Diese werden ebenfalls an der Tafel festgehalten. Zum Beispiel: Obst und Gemse Milchprodukte Wurst und Fleisch - Brobedarf. Lehrkraft: "In einem Supermarkt gibt es verschiedene Abteilungen. Die Worte >Abteilung< und >Waren< werden untereinander an die Tafel geschrieben.

    8. "Das, was im Supermarkt >Abteilungen< genannt wird, wird in anderen

    Zusammenhngen als >Oberbegriffe< bezeichnet, die einzelnen >Waren< nennt man dann >Unterbegriffe

  • 42

    Lsungsvorschlag zu Anlage 2:

    SPIELE GSTE ESSEN GETRNKE Tauziehen Tante Salat Limonade Brennball Freunde Hot Dog Coca-Cola Plumpsack Onkel Hamburger Tee Topfschlagen Bruder Kuchen Wasser Verstecken Oma Chips Orangensaft Pommes Frites Kaffee

    11. "Das waren nun Vorberlegungen zu unserem eigentlichen Thema >Eine Mind-Map< erstellen. Am Beispiel einer Geburtstagsparty werden wir nun Schritt fr Schritt lernen eine >Mind-Map< zu erstellen.

    12. Mithilfe der Anlage 3 (als Folie), die sukzessiv aufgedeckt wird, erstellen

    die Schlerinnen und Schler eine Mind-Map zu dieser Thematik. (Fr ihre Arbeitsmappe erhalten die Schlerinnen und Schler anschlieend ein Exemplar der Anlage 3).

    Hinweise zur Weiterarbeit:

    Um die Technik vertiefend zu ben, bietet sich an, zu weiteren Themen eine Mind-Map zu erstellen. Mgliche Themen knnten sein:

    Meine Woche Mein Tag Meine Familie Ferien Musik Computer Mein Handy-Men Mein Lieblingschulfach

    Eine Mind-Map kann zu verschiedenen Zwecken erstellt werden, zum Beispiel um:

    Ideen zu sammeln. Gelerntes fr die Vorbereitung einer Klassenarbeit zu strukturieren. einen Vortrag vorzubereiten. Informationen aus einem Text zu entnehmen und zu strukturieren.

  • 43

    In einer der nchsten Unterrichtsstunden kann man mit den Schlerinnen und Schlern erarbeiten, wie man Gelerntes (z.B. fr die Vorbereitung einer Klassenarbeit) strukturiert. Es bieten sich Themen aus allen Fchern an. Im Fach Deutsch knnte man zum Beispiel eine >Mind-Map< zum Thema Satzglieder entwerfen. Eine >Mind-Map< zu dieser Thematik knnte zum Beispiel so aussehen, wie in Anlage 4 dargestellt. Wenn Schlerinnen und Schler selbststndig eine >Mind-Map< erstellt haben, knnte sich fr eine vergleichende, reflektierende Partnerarbeit beispielsweise folgende Aufgabenstellungen ergeben:

    Erklre deiner Partnerin/deinem Partner deine Mind-Map und wie du vorgegangen bist.

    Sind alle Mind-Map-Gesetze beachtet worden? Ist die Mind-Map sachlich richtig? Was ist gleich? Was ist unterschiedlich?

    Es ist zu empfehlen, dass die Informationsentnahme aus einem Text und die Verarbeitung zu einer >Mind-Map< im Anschluss an den Baustein "Texterschlieung 2" durchgefhrt werden; geeignete Texte sind dort beigefgt.

  • 44

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So erstelle ich eine Mind-Map Anlage: 1 von 4

    Einkaufszettel

    1 Beutel Kartoffeln

    1 Liter Milch

    1 Schinken

    1 Schreibheft

    1 Lineal

    100g Salami

    1 Kopfsalat

    250g Butter

    1 Flasche Wasser

    1 Tintenkiller

    500 g Hackfleisch

    100g Kse

    1 Flasche Limo, Cola

    1 Liter Buttermilch

    2 Bleistifte

    1 Kilo pfel

    Fllerpatronen

  • 45

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So erstelle ich eine Mind-Map Anlage: 2 von 4

    Geburtstagsparty Ober- und Unterbegriffe

    Was gehrt zusammen? Ordne die Begriffe nach Gruppen die zusammen passen!

    berlege dir zu jeder Gruppe einen Oberbegriff. Trage ihn in das graue Kstchen ein. Tipp: Du kannst die Begriffe durchstreichen, die du schon eingetragen hast!

    Brennball

    Plumpsack

    Chips

    Tante

    Kuchen

    Bruder Topfschlagen

    Kaffee

    Coca-Cola

    Blinde Kuh

    Salat

    Oma

    Wasser

    Freunde

    Orangensaft

    Pommes frites

    Limonade

    Verstecken

    Tee

    Onkel Hot Dog

    Tauziehen

    Hamburger

  • 46

    1. Schreibe in die Mitte eines DIN A4-Blattes (Querformat) das Thema in Blockbuchstaben und umkreise es farbig. 2. Whle einen beliebigen Farbstift aus und zeichne einen Hauptast. 3. Dieser Hauptast wird in derselben Farbe mit einem Oberbegriff in Blockbuchstaben beschriftet. 4. Fge nun weitere Hauptste hinzu. Verwende fr jeden Hauptast eine andere Farbe und beschrifte ihn mit einem Oberbegriff. 5. Zeichne zu jedem Hauptast Neben-ste in derselben Farbe wie die Hauptste. 6. Schreibe auf diese Nebenste mit derselben Farbe die gefundenen Unterbegriffe in Druckbuchstaben. 7. Du kannst auch Bilder, Zahlen und Symbole hinzufgen. 8. Zu den Nebensten knnen auch Nebennebenste hinzugefgt werden (Beispiel: Freunde: Nico und Tom).

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So erstelle ich eine Mind-Map Anlage: 3 von 4

    Die Mind-Mapping-Regeln

  • 47

    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: So erstelle ich eine Mind-Map Anlage: 4 von 4

  • 48

    Schwerpunkt: Thema:

    Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen

    Vorbereitung auf eine Klassenarbeit I Teil 1: Probleme bei der Vorbereitung Teil 2: Wie kann man es besser machen?

    - Zeitplanung -

    Ziele: Teil 1: Die Schlerinnen und Schler sollen

    - hufig auftretende Fehler bei der Vorbereitung auf eine Klassenarbeit erkennen.

    - ihr eigenes Verhalten kritisch hinterfragen. Teil 2: Die Schlerinnen und Schler sollen

    - erkennen, dass eine sinnvolle Zeitplanung eine gute Vorbereitung fr eine Klassenarbeit sein kann.

    Einzelstunde Doppelstunde

    Jahrgangsempfehlung: Klasse 5/6

    Voraussetzungen:

    Keine Effektives Lernen I bis III, Texterschlieung I (empfehlenswert)

    Materialien: - Anlage 1a-d (insgesamt 1 Klassensatz) - Anlage 2 (Lehrerexemplar) - Anlage 3 (Klassensatz) - Anlage 4a (Klassensatz) - Anlage 4b (Lehrerexemplar) - Anlage 5 a e "Lerntypen - Kartei/Moderationskarten mglichst DIN A 7, pro Schlerin und Schler 4 5 Stck - Schwamm - Becher

  • 49

    Planungsverlauf Teil 1: Probleme bei der Vorbereitung einer Klassenarbeit

    1. Inhalt und Verlauf der Stunde werden vorgestellt. 2. Hinfhrung: In arbeitsteiliger Partnerarbeit werden 4 Fallbeispiele

    (Anlage 1a-d) analysiert. Fragestellung: Warum gelingt die Klassen-arbeit nicht?

    3. Die Ergebnisse dieser "Analyse" werden auf kleinen Moderationskarten

    (DIN A7) festgehalten und durch eigene Erfahrungen ergnzt (Eine Aussage pro Karte).

    4. Vorstellung im Plenum:

    Die Kinder, die denselben Fall zu analysieren hatten, kommen mit ihren Moderationskarten nach vorne. Ein Kind schildert den Fall, anschlieend werden die Ergebnisse vorgetragen und auf ein Plakat mit der berschrift "Fehler bei der Vorbereitung einer Klassenarbeit" geklebt.

    5. Nachdem die Partnergruppen ihre Ergebnisse vorgetragen haben,

    erfolgt die Auswertung: Wir knnen verschiedene Schlertypen (hinsichtlich der Vorbereitung einer Klassenarbeit) unterscheiden, z.B.

    vor sich herschieben, andere Aktivitten vorziehen ("Das mache ich

    morgen.") sich unter viel Stress setzen ("Ich habe Bauchschmerzen.") keine Lust ("Das macht keinen Spa.") sich nichts zutrauen ("Das schaffe ich sowieso nicht.") keine Konzentration ("Ich habe alles vergessen.")

    Die in den Klammern aufgefhrten Stze stehen auf Plakaten (bzw. DIN A3 Blttern, siehe Anlage 5), die in der Klasse verteilt aufgehngt werden.

    6. Die Schlerinnen und Schler stehen auf und gehen zu dem Plakat,

    das auf sie im Hinblick auf die Vorbereitung einer Klassenarbeit besonders zutrifft.

    7. Anschlieend knnen sie durch Umhergehen andeuten, dass sie

    eventuell sogar mehreren "Typen" angehren.

  • 50

    Teil 2: Wie kann man es besser machen? Es wird ernst. Eine Klassenarbeit ist angekndigt!

    1. Geschichte vorlesen: 2 Stunden sind mehr als 4 Stunden (Anlage 2) 2. Erste Stellungnahme (siehe Texterschlieung I)

    3. Unterrichtsgesprch: Ist das gerecht?

    4. Der Fehler, den Michael bei der Vorbereitung gemacht hat, wird durch

    ein Schwammexperiment5 verdeutlicht: Eine bestimmte Wassermenge wird auf einmal auf einen Schwamm geschttet. Beobachtung: Der Schwamm kann das Wasser nicht speichern. Im nchsten Versuch wird die gleiche Menge Wasser nach und nach auf den Schwamm gegeben. Beobachtung: Der Schwamm kann die Flssigkeit speichern.

    5. Unterrichtsgesprch: Die Beobachtungen des Schwammexperimentes

    werden auf das Lernen bertragen. Erkenntnisse, die die Schlerinnen und Schler beim Baustein "Effektiv ben" gewonnen haben, werden wiederholt und auf dem Arbeitsblatt (Anlage 3) mit einer Skizze des Schwammexperimentes festgehalten, z.B.

    2x20 Minuten = 1 Stunde (Lernstoff in kleine Portionen auf 2x20

    Minuten verteilt und jeweils 10 Minuten Pause ist genau so effektiv wie eine Stunde Lernen).

    Die notwendigen Wiederholungen lassen sich beispielsweise durch folgende Zahlenschemata erlutern: 10.11.16 (Wiederholungen sollte am besten nach 10 Minuten, nach 1 Tag, nach 1 Woche, nach 1 Monat, nach 6 Monate erfolgen).

    Lernen in kleinen "Portionen".

    6. Ergebnis des Unterrichtsgesprchs: Wenn man sich gut auf eine Klassenarbeit vorbereiten will, braucht man einen Zeitplan.

    7. Den Schlerinnen und Schlern wird der Zeitplan (Anlage 4a)

    ausgehndigt und die Handhabung besprochen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Selbsteinschtzung gelegt werden. Hinweis: Es empfiehlt sich, bei der nchsten Klassenarbeit oder beim nchsten Test die 1. Spalte dieses Zeitplanes gemeinsam mit den Kindern auszufllen und ihnen Hilfen falls erforderlich (Anlage 4b) - whrend der Vorbereitungsphase zu geben. Zu interessanten Erkenntnissen kommen Schlerinnen, Schler und Lehrkrfte, wenn man die Ergebnisse der Arbeiten mit der im Zeitplan festgehaltenen Vorbereitung vergleicht (Einzelgesprche der Lehrkraft mit den Schlerinnen und Schlern). Die Schlerinnen und Schler sollten die

    5 Anmerkung: Kein Experiment im naturwissenschaftlichen Sinne, zur Veranschaulichung ist es

    jedoch hilfreich und einprgsam.

  • 51

    Anlage im DIN A3- Format erhalten. Es empfiehlt sich den Kopf (Baustein-Titel) des Arbeitsblattes wegzulassen, so kann der Zeitplan fr die Schlerinnen und Schler noch etwas vergrert kopiert werden. Ein Beispiel fr einen ausgefllten Zeitplan von einem Schler im Fach Biologie findet sich in Anlage 4c.

    8. Zusammenfassung: Der Zeitplan kann fr alle Schlerinnen und Schler eine Hilfe bei der Vorbereitung einer Klassenarbeit sein, besonders, aber fr die Typen "Das mache ich morgen" und "Das schaffe ich sowieso nicht" (siehe Hinfhrung Teil 1).

    Hinweise fr die Weiterarbeit: Ein solcher Zeitplan sollte mglichst vor jeder Arbeit ausgeteilt und von den Schlerinnen und Schlern ausgefllt werden. Es empfiehlt sich die Kinder dabei beratend zu begleiten. Wir empfehlen den Baustein "Vorbereitung einer Klassenarbeit II" mglichst zeitnah zu erarbeiten.

  • 52

    Immer diese Klassenarbeiten!

    Michael hat sich vorgenommen, vor der nchsten Mathearbeit besser aufzupassen.

    Er hrt dem Lehrer zu. Zufllig sieht er aus dem Fenster. Es hat angefangen zu

    regnen. Ob es auch heute Nachmittag noch regnen wird? Er wollte sich doch mit

    seinen Freunden im Freibad treffen. Was hat der Lehrer gerade gesagt?

    Ausgerechnet jetzt wird er aufgerufen. Er wei keine Antwort, schmt sich, wird rot.

    Ob die anderen ihn in der Pause deswegen auslachen werden? Fr den Rest der

    Stunde kann er nicht mehr aufpassen.

    Zu Hause versucht er den Stoff nachzuholen, aber immer wieder muss er an etwas

    anderes denken.

    Stundenlang sitzt er vor seinem Matheheft. Ab und zu sieht die Mutter ins Zimmer.

    Sie ist stolz, dass ihr Sohn so fleiig an seinen Aufgaben arbeitet. Am Abend steht

    fast nichts in seinem Heft.

    Die Arbeit geht daneben.

    Am Elternsprechtag sagt die Mutter: "Ich verstehe das nicht. Michael hat doch

    stundenlang fr die Arbeit gebt!

    Warum gelingt die Klassenarbeit nicht?

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    Schwerpunkt: Grundlegende Lern- und Arbeitskompetenzen Baustein: Vorbereitung auf eine Klassenarbeit I Anlage: 1a von 5

  • 53

    Immer diese Klassenarbeiten!

    Der Mathematiklehrer hat heute die nchste Mathearbeit angekndigt.

    Selina sthnt: "Schon wieder eine Mathearbeit! Sie ist deprimiert und lustlos. Nicht

    einmal die einfachsten Aufgaben hat sie heute in der Schule lsen knnen. Bei der

    Aufgabe 25 mal 4 hat sie lange berlegen mssen. Mit schlechter Laune setzt sie

    sich an den Schreibtisch und schlgt das Mathebuch auf. "Das ist Zeitverschwen-

    dung, Freiheitsberaubung! Wen interessiert schon, wie viel 25234 geteilt durch 65

    ist? Ich kann das sowieso nicht. Auerdem ist es m