Folien Kapitel 1

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Daten, Entwicklung und Institutionen

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  • European Union Economics

    Dr. Steffen MinterAlbert-Ludwigs-Universitat Freiburg

    Wintersemester 2013/2014

  • Vorlesung

    Dienstag 16 - 18 Uhr, HS 3042 (Vorlesung am 19.11. entfallt)

    Ubung

    Donnerstag 16 - 18 Uhr, HS 3042 (Beginn: 14.11.)

  • Aufbau der Lehrveranstaltung

    1 Entwicklung und Institutionen

    2 Rechtsgrundlagen und Entscheidungsfindung

    3 Okonomik der wirtschaftlichen Integration: Handelsgewinne

    4 Okonomik der wirtschaftlichen Integration: Handelspolitik

    5 Migration und Asylpolitik

    6 Wettbewerbspolitik

    7 Optimale Wahrungsraume und die Eurozone

    8 Die Krise der Eurozone

  • Literatur

    Baldwin, R.E., Wyplosz, C. (2012)The Economics of European

    Integration, 4th edition, McGraw-Hill

    erganzende Literatur

    Krugman, P.R., Obtsfeld, M., Melitz, M. (2011)Internationale

    Wirtschaft, 9. Auflage, Pearson

    Markusen, J.R., Melvin, J.R., Kaempfer, W.H., Maskus, K.E. (1995)

    International Trade, McGraw-Hill.

    Weitere Quellen auf den Folien zu den einzelnen Kapiteln.

  • Kapitel 1

    Daten, Entwicklung und Institutionen

    8. Oktober 2013

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    There is a remedy which ... would in a few years make all Europe ...free and ... happy. It is to re-create the European family, or as muchof it as we can, and to provide it with a structure under which it candwell in peace, in safety and in freedom. We must build a kind of

    United States of Europe.

    Winston Churchill, Zurich, September 1946

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Flache und Bevolkerung

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Die EU-28 und Beitrittskandidaten

    Mitgliedstaaten der Europischen Union

    Kandidatenlnder und potenzielle Kandidatenlnder

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Flache der EU im Vergleich zu anderen Regionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Bevolkerung in Europa

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Bevolkerung nach Mitgliedstaaten

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Wirtschaft

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Wie wohlhabend ist die EU im Vergleich zu anderen Landern?

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    BIP pro Kopf: Die Verteilung zwischen den Mitgliedstaaten

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Leistungsbilanz, Kredit-Strome nach Partnern, EU-27, 2007

    (in % aller Kredit-Strme der EU)

    Kanada2,3%

    Indien1,8%

    Brasilien1,7%

    Hongkong1,9%

    China (ohne

    Hongkong)3,9%

    Russland5,1%

    Japan3,7%

    Schweiz9,1%

    Ver. Staaten26,7%

    Sonstige Drittlnder

    43,9%

    (1) Rundungsbedingt ergibt die Summe nicht genau 100 %.

    Quelle: Eurostat (bop_q_eu)

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Leistungsbilanz, Debet-Strome nach Partnern, EU-27, 2007

    g g(in % aller Debet-Strme der EU)

    Brasilien1,6%

    Indien1,5%

    Hongkong1,6%

    Kanada1,7%

    Japan4,7%

    Russland6,4%

    Schweiz8,4%

    China (ohne

    Hongkong)9,6%

    Ver. Staaten21,7%

    Sonstige Drittlnder

    42,9%

    (1) Rundungsbedingt ergibt die Summe nicht genau 100 %.

    Quelle: Eurostat (bop_q_eu)17 / 57

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Offentliche Finanzen und der EU-Haushalt

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Historischer Abriss

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Die Nachkriegsordnung in Europa

    Die Europaische Union wurde nach dem 2. Weltkrieg gegrundet,aber die Motivation entstammt zu einem Groteil dem Wunsch nichtdie Fehler der Siegermachte in der Zeit zwischen den Weltkriegen zuwiederholen.

    Einige der Fehler werden hier genannt:

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    stanford.aviMedia File (video/avi)

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Winston Churchills Kommentar zu den Fehlern desVertrags von VersaillesAfter four years of hideous mechanical slaughter, illuminated by infinite sacrifice, but not remarkably relieved bystrategy or generalship, the victorious allies assembled at Versailles. High hopes and spacious opportunities awaitedthem. War, stripped of every pretension of glamour or romance had been brought home to the masses of the peoplesand brought home in forms never before experienced except by the defeated. To stop another war was the supremeobject and duty of the statesmen who met as friends and allies around the Peace Table. They made great errors. Thedoctrine of self-determination was not the remedy for Europe, which needed then above all things, unity and largergroupings. The idea that the vanquished could pay the expenses of the victors was a destructive and crazy delusion.The failure to strangle Bolshevism at its birth and to bring Russia, then prostrate, by one means or another, into thegeneral democratic system lies heavy upon us today.

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    03/31/1949, Massachusetts Institute of Technology, Cambridge

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    churchill.aviMedia File (video/avi)

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    2. Weltkrieg: Das Ausma der Zerstrung

    Land Tote 1945 BIP entspricht jenem aus

    sterreich 525,000 1886Belgien 82,750 1924Dnemark 4,250 1936Finnland 79,000 1938Frankreich 505,750 1891Frankreich 505,750 1891Deutschland 6,363,000 1908Italien 355,500 1909Niederlande 250,000 1912Norwegen 10,250 1937

    Schweden 0 *)

    Schweiz 0 *)

    UK 325,000 *)

    *) BIP Wachstum whrend des Krieges

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    Wiederaufbau nach dem 2. WeltkrieggLand Jahr, in dem hchstes BIP vor WWII erreicht wird

    Wachstum in % 1945-

    sterreich 1951 15.2Belgien 1948 6.0gDnemark 1946 13.5Finnland 1945 -Frankreich 1949 19.0Deutschland 1951 13 5Deutschland 1951 13.5Italien 1950 11.2Niederlande 1947 39.8Norwegen 1946 9.7

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  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    Hauptmotiv fur die europaische Integration:Nie wieder Krieg

    Eine wichtige Lektion der beiden Weltkriege war das Versageninternationaler Vertrage und die mangelnde politische undwirtschaftliche Integration von Deutschland.

    Der Staatsmann Robert Schuman, Rechtsanwalt und franzosischerAuenminister von 1948 bis 1952, gilt als einer der Grundervater derEuropaischen Einheit.

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    schuman.aviMedia File (video/avi)

  • Daten, Entwicklung und InstitutionenDatenHistorischer AbrissInstitutionen

    In Zusammenarbeit mit Jean Monnet entwickelte er denSchuman-Plan, den er am 9. Mai 1950 verkundete. Dieses Datumgilt heute als Geburtsstunde der Europaischen Union.

    Er schlug eine gemeinsame Kontrolle der Produktion von Kohle undStahl vor, den wichtigsten Grundstoffen fur die Rustungsindustrie(Gegensatz zum Morgenthau-Plan der Deindustrialisierung undIsolation von Deutschland vorsah).

    Diesem Vorschlag lag der Gedanke zugrunde, dass es nur uber diegemeinschaftliche Kontrolle der Kohle- und Stahlproduktion moglichist, einen neuen Krieg zu verhindern (Waffen, Munition).

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    Schuman informierte den deutschen Kanzler Adenauer von seinemPlan. Adenauer erkannte sofort die Moglichkeit, ein friedvollesEuropa zu schaffen und stimmte dem Plan zu.

    Kurze Zeit spater reagierten auch die Regierungen von Belgien,Italien, Luxemburg und den Niederlanden: Im April 1951unterzeichneten die sechs Staaten in Paris den Vertrag uber dieEuropaische Gemeinschaft fur Kohle und Stahl.

    Der Vertrag tritt am 24. Juli 1952 in Kraft und seine Laufzeit ist auffunfzig Jahre begrenzt. Der Vertrag ist am 23. Juli 2002 ausgelaufen.Der in ihm vorgesehene gemeinsame Markt wird am 10. Februar1953 fur Kohle, Eisenerz und Schrott und am 1. Mai 1953 fur Stahlerrichtet.

    Auf diese Weise begann die europaische Einigung alsFriedensinitiative.

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    Praambel des Vertra