Free-Magazin 30

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Free-Magazin 30

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  • F R E E - M A G A Z I N N R . 2 / 2 0 0 7 | M R Z / A P R I L | A U S G A B E 3 0

    w w w . f r e e - m a g a z i n . d e

  • outline-graphix.de

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    Eine Frage der Ehre

    versandkostenfrei bestellbar unter: www.windsurfing-jahrbuch.de

    Das Windsur ng Jahrbuch 2007/2008 ist nun seit gut einem Monat auf dem Markt, und wohl selten hat ein Windsurf-Magazin so viel Aufmerksamkeit erregt wie diese Ausgabe. Vorab mchten wir uns wieder bei allen bedanken, die das Jahrbuch durch den Kauf untersttzen oder uns E-Mails schreiben, in denen uns Lob, aber auch Tadel ausgesprochen werden. Wir freuen uns ber (konstruktive) Kritik, damit wir das nchste Jahrbuch noch besser machen knnen. Wie schon mit unserer ersten Ausgabe, dem Windsur ng Jahrbuch 2006/2007, haben wir wieder versucht, allen Windsurfbegeisterten fr einen mglichst geringen Preis ein Produkt anzubieten, das hinsichtlich seiner Qualitt, Gre und seines Zubehrs wie Poster, Kalender & DVD seinesgleichen sucht. Nach Meinung der vielen Zuschriften ist uns das gelungen und wir danken natrlich auch allen, die an dieser Ausgabe mitgewirkt haben und uns dieses Ergebnis ermglichten.

    An unserer ersten Ausgabe 2006/2007 wurde im Nachhinein fters ein Punkt kritisiert: die Tests. Uns wurde vorgehalten, dass wir nie richtig Stellung bezogen haben und im Grunde jedes Material fr gut bewerteten. Und um es kurz zu machen, diese Kritiker hatten im Grunde Recht. Wir waren hinsichtlich unserer Formulierungen mehr als vorsichtig, wollten wir es uns doch bei unserem Erstlingswerk mit keinem Partner verscherzen. Wir orientierten uns sehr an den Erfahrungen unseres Partnermagazins aus England, Windsurf UK, was von manch Gehirnlosem schnell als reine bersetzung der englischen Texte gedeutet wurde, obwohl wir schlielich gemeinsam die Produkte testeten und sich in der Regel unter gleich guten Windsurfern Produkte nicht vollkommen unterschiedlich verhalten knnen.

    Zu wenig Deutlichkeit kann man uns in unserer aktuellen Ausgabe nicht mehr vorwerfen. Wir testeten zwar wieder mit mehreren Windsurfern unterschiedlicher Magazine, aber dieses Mal konzentrierten wir uns mehr auf unsere Meinung und auf die Anforderungen, die vor allem wir Deutschen an unseren Homespots an das Material stellen. Und nach dieser Ausgabe steht eindeutig fest: bis auf den begeisterten Leser, der endlich mal reinen Wein eingeschenkt bekommt, macht man sich mit deutlichen Texten keine Freunde! Da sind die Brands, die sich ungerecht behandelt fhlen, die Vertriebe, die um ihren Absatz bangen, die Shops, die womglich auf ihren vorgeorderten Produkten sitzen bleiben und die Windsurfer, die nicht wahr haben wollen, dass ihr gerade erstandenes Lieblingsspielzeug vielleicht nicht das Beste ist. Wir knnen alle vier Parteien verstehen, jedoch ist es in erster Linie unsere Aufgabe, dir, lieber Leser, eine Empfehlung auszusprechen. Ob diese nun rein subjektiv ist bzw. ob ein Mittelwert aus zehn Meinungen schon Objektivitt garantiert, muss jeder selber entscheiden. Aber was fr ein Sinn hat ein Produkttest, wenn man nicht deutlich die Vor- und Nachteile herausstellt? Auch die Stiftung Warentest vergibt die Note mangelhaft, ohne dass der Planet explodiert. Und auch diese Institution testet teilweise Produkte nach weichen, nicht im Labor messbaren Kriterien. Fehler allerdings drfen bei einem Test nicht passieren. Mitbewerber und benachteiligte Brands setzen dann genau an diesen Punkten an und stellen den gesamten Test in Frage. Wir sind leider auch nur Menschen und so sind uns dieses Mal wieder kleine Fehler unterlaufen, die rgerlich, aber nicht mehr zu ndern sind. Leider kommt das Jahrbuch nur einmal im Jahr heraus, ansonsten wren Richtigstellungen ein adquates Mittel, den Gelegenheitsdiffamierern entgegen zu wirken. So bleiben leider die meisten Fehler oder unglcklichen Formulierungen von uns unkommentiert.

    Wenn wir zum Beispiel bemngeln, dass eines unserer Testboards, wie zum Beispiel der JP Freestyler, ein hheres Gewicht als seine Mitbewerber hat, weil dies das Ergebnis unserer Waage vor Ort gewesen ist, wir dann aber bei der Gewichtsangabe aus Versehen die Werksangaben der leichteren Version im Testbericht verwenden, sieht das schon ziemlich bld fr uns aus.

    Aber auch hinsichtlich der Formulierungen kann man Dinge positiv oder negativ besetzen. Zum Beispiel hrt sich die Aussage bei Manvern ist das Board nicht sonderlich vielseitig bei gleichem Inhalt deutlich anders an, als wenn man schreibt: Bei Manvern braucht der Fahrer etwas mehr technisches Fahrknnen, um alles aus dem Board herauszukitzeln. Wer jetzt glaubt, wir machen das mit Absicht, der irrt. Wenn aber nur drei Leute an ber 150 Testberichten schreiben, gehen einem schon mal die positiven Formulierungen aus.

    Aussagen, die wir in unserem jugendlichen Leichtsinn trafen, wie zum Beispiel die Unterliekkante ist lebensgefhrlich, sollten nicht dazu fhren, dass die Menschen den Katastrophenschutz anrufen, um ihre Neil Pryde Segel zurck zum Shop zu bringen, sondern sollten mehr auf den Umstand hinweisen, dass an dieser Stelle ein potentielles Verletzungsrisiko besteht, was aber, wie ebenfalls beschrieben, nur die ersten Modelle der Produktion betraf und bereits umgestellt worden sein soll. Aber sollen wir etwas verschweigen, wenn sich fnf von zehn Testern an dieser Unterliekkante teilweise erheblich verletzt haben? Zugegeben, die Formulierung war scheie, aber wer fhlt sich nicht etwas unwohl, wenn er vor Teneriffa blutend im Wasser liegt

    Und als letztes Beispiel mein absoluter Favorit: Das Neil Pryde V6. Unsere Kritik an diesem Testsegel in 8.5 m2 hat die Windsurfwelt so sehr geschockt, dass sich mancher Chefredakteur unserer Mitbewerber

    veranlasst fhlte, fr dieses Segel in die Bresche zu springen, auch wenn wir eigentlich mehr als nur dieses Produkt in unserem Test zu bemngeln hatten. Aber im Internet lassen sich Kommentare ja zum Glck auch sehr leicht und zu jeder Zeit korrigieren. Das geht bei einem Printprodukt nicht und deshalb sagen wir es noch einmal ganz deutlich: Das V6 haben wir in 8.5 m2 gestestet. Und dieses Segel in dieser Gre fanden wir nicht gut. Man kann dieses Ergebnis nun jedoch nicht auf alle Gren dieser Palette bertragen. Es kann sehr gut sein, dass das 8.0 m2 schon ganz hervorragend funktioniert. Dafr das 7.5 m2 nicht, und so weiter und so weiter. Wir wissen es nicht, denn wir haben nur eine Gre getestet und knnen auch nur ber diese Gre etwas aussagen. Wir wissen, dass das V6 ein sehr beliebtes und erfolgreiches Segel ist, sodass wir fast schon blind annehmen mssen, dass die anderen Gren besser funktionieren. Aber wir sind leider nicht in der Lage, eine gesamte Palette zu testen, sondern wir knnen uns immer nur eine Gre herauspicken. Solltest du dir also schon ein V6 in einer anderen Gre gekauft haben, warte doch einfach mal die Tests in anderen Magazinen ab! Ich bin mir sicher, dass das Segel teilweise ganz hervorragend abschneiden wird, ohne etwas vorweg nehmen zu wollen. Vielleicht solltest du gerade bei diesem Segel die Tests internationaler Magazine studieren. Unsere Freunde vom PlanchMag aus Frankreich zum Beispiel, nden in ihrer aktuellen Testausgabe das V6 in 7.5 m2 so gut, dass sie es ihren Lesern zusammen mit dem Gun Sails Tempo in der Freeride-Kategorie empfehlen. Ich habe daraufhin extra mit meinem Freund und Cheftester Arnaud Deschamps Kontakt aufgenommen. Die Franzosen haben keine 8.5er getestet und so werde ich seinen Kommentar zu diesem Segel nicht weiter ausfhren, um nicht l ins Feuer zu gieen. Das 7.5er ist aber seiner Meinung nach ein sehr gutes Segel und da ich ihn gut kenne, glaube ich ihm das.

    Erste Panikreaktionen haben unser Verlagshaus in Kiel erreicht. Darunter auch der ein oder andere Shop, der das Jahrbuch nun nicht mehr verkaufen und auch zuknftig keine Free-Mags mehr verteilen will. Schade, aber sei es drum. Um FREE machen wir uns keine Sorgen, sind viele andere Shops doch dankbar um eine Erhhung ihrer Liefermenge und das Jahrbuch luft ebenfalls wie geschnitten Brot. Sorgen machen uns dann schon eher der Umstand, dass eine Meinungsvielfalt offensichtlich nur so lange gewnscht ist, wie sie das eigene Geschft nicht tangiert. Dass der gleiche Verlag die Shopbesitzer seit Jahren dadurch pusht, dass diese kostenlos Magazine fr ihre Kunden geliefert bekommen oder dass sich auch mal ganz gerne mit provokanten Editorials klar vor diese Gruppe gestellt wird, geht dabei schneller ber Board als eine Katze zu Ostern. Mal wieder mit unserem jugendlichen Leichtsinn gesprochen, erhebt sich dadurch das in einem Shop ausliegende Free-Magazin fr den Kunden zum Gtesiegel einer objektiven Beratung. Na dann: Herzlichen Glckwunsch!

    Bleibt abschlieend festzuhalten, dass das Windsur ng Jahrbuch genau fr dich ist, lieber Leser, und wir nicht beim erstbesten Gegenwind, von welcher Interessensgruppe auch immer, den Schwanz einziehen werden und nur noch Schnwettertests machen. Vielleicht verlieren wir dadurch den einen oder anderen Anzeigenkunden, gewinnen aber mindestens 1.000 neue Leser dazu! Wir freuen uns schon jetzt auf das Windsur ng Jahrbuch 2008/2009 und die darauf folgenden Diskussionen und Schadensersatzklagen.

    Keep on sur ng! Dein Windsur ng Jahrbuch Team

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  • Editorial Editorial

    Und schon wieder gibt es ein Jubilum zu feiern! Nachdem es uns vorkommt, als wre Ausgabe 25 gerade gestern erschienen, ist dieses nun schon die 30 Ausgabe des Free-Magazins. Keine Sorge, wir werden uns nun nicht alle fnf Ausgaben selber feiern, auch wenn wir das natrlich drauf htten. Trotzdem haben wir uns fr dieses Jubilum etwas Besonderes ausgedacht und so sind dir sicherlich unser modifiziertes Cover und unsere lange Gallery bereits ins Auge gesprungen.

    Zu der 30 gesellt sich jedoch auch noch eine besondere Jahreszahl, die nicht selten von jungen Unternehmen mit neuen Ideen nicht erreicht wird. Denn