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    Pdagogik Krifigl!hl! Kulfurarbl!if. Frl!izl!ifpolifik und TourigfflUgforgl!hung

    Mit Mitteilungen der Kommission Freizeitpdagogik der DGfE, des sterreichischen Ludwig-BoltzmannInstituts und der Europischen Gesellschaft fr Freizeit

    11. Jahrgang, Heft 1-2 Januar/April 1989

    Schwerpunktthema:

    Freizeitpdagogik und Kulturarbeit als ffentliche Aufgabe

    10 Jahre FZP

    Kulturelle Erwachsenenbildung Kinder- und Jugendkulturarbeit Studiengnge Kulturpdagogik - Tourismus

    Freizeitsport-Neue Medien-Horrorspielzeug Freizeitpdagogik in sterreich Freizeitpolitik in den Niederlanden

    Verantwortliche Herausgeberin: Gisela Wegener-8phring Georg-August-Universitt Gttingen

  • 2 Freizeitpll.dagogik 11 (1989) 1-2

    Inhaltsverzeichnis

    Scbwerpunkttbema: Freizeitpdagogik und Kulturarbeit als ffentliche Aufgabe

    Verantwortliche Herausgeherio: AOR Dr. Gisela Wegener-Sphring, Georg-August-Universitt Gttingen

    Editorial 5

    Erhard Scblutz: Kulturelle Erwachsenenbildung zwischen Kunst und Arbeit 7

    Wolfgang Zacbarias: Kommunale Netzwerke der Kinder- und lugend-Kulturarbeit 14

    Ernst Ooer: Kulturpdagogik als ffentliche Aufgabe 21 Dietrich Hoffmann: Neue Medien - eine freizeitpdagogische Heraus-forderung? 28

    lOrgen Dieckert: Freizeitsport als ffentliche Aufgabe 34

    Klaus PeterWallraven: Freizeitdidaktilc: Eine Wende schuldidaktischer Prinzipien? 40

    Diskussionsbeitrge

    Gisela Wegener-Sphring: Horrorspielzeug - Problembewltigung in der Freizeit? 46

    Ottmar L. Braun: Freiheit und Erwachsensein als Reisemotive jugendlicher Urlauber 49

    Diethelm Dsterlob : Magister-Studiengang mit Ausrichtung .. Tourismus" 59

    Kees M. Paling: Freizeit und Freizeitpolitik in den Niederlanden 6S

    Berieble aus Forschung und Praxis Mitteilungen:

    Mitteilungen der DGfE-Kommision Freizeitpdagogik

    73ft.

    84 Mitteilungen der Europischen Gesellschaft fr Freizeit (ELRA)

    13,33,45,89,9Oft.

    Mitteilungen des sterreichisehen Ludwig-Boltzmann-Instituts fr angewandte Sportpsychologie und Freizeitpdagogik

    Buchbesprechungen

    Neuerscheioungen

    Veranstaltungskalender

    Themenvorschau

    Beilagenbinweis: n;_ __ u_&. 1! _____ ._, h.._ '

    85ft.

    96ff.

    6,27,39,48

    83

    4

  • lOJAHREFZP

    Freizeitpli.dagogik 11 (1989) 1-2 3

    1989 besteht die Zeitschrift 10 Jahre: 10 Jahre der Weiterentwicklung, aber auch des Kampfes um Anerkennung und Qualifizierung der neuen pdagogischen Teildisziplin, 10 Jahre Oberlebenskampf und Werben um Abonnenten_ Darin zeigt sich ein Strukturproblem der jungen Zunft: Freizeit wird vermarktet.aberpdagogisch nicht gestaltet. Obwohl "alle Welt" zunehmend die wirtschaftspolitische wie kulturpolitische, sozialpolitische wie umweltpolitische Bedeutung von Freizeit und Tourismus erkennt, bleibt disponibel werdende Zeit selbst als das neue postmaterielle .. Kapital" nachindustrieUer Gesellschaften im Verborgenen. Die anhaltende Verkrzung von Arbeitszeit frdert Freizeitmarkt und Kullurinitiativen, strkt den Freizeitsport und die Fitness-Zentren, ntzt den Freizeitparks und den Spabdern, saniert Heilbder und Luftkurorte. begnstigt die schnelle Verbreitung neuer Medien und erhht die Reiseintensitt. Freizeit als neuer konomischer Wachstumsfaktor und als gesellschaftliches Mutationspotential verschwindet jedoch hinter ihren Objektivatiooen, wird wissenschaftlich nicht auf den Begriff und politisch nicht auf den Punkt gebracht. Besonders leidet darunter die Pdagogik: die Postmoderne bezieht sich weiterhin auf die nicbt eingelsten Ziele der Aufklrung. Allein fr den Freizeitbereich will sie sich nicht eingestehen, da auch hier nur Bildung und Pdagogik Lempotentiale aktivieren knnen, da auch Freizeit nur als Lernzeit der Vernunft wie der Sinne Sinn achen und Mndigkeit bewirken kann. 1979 bis 1989: Dies waren trotz allem Jahre der Institutionalisierung und der Professionatisierung - trotz Verarmung der ffentlichen Hand und der drastischen Mittel- und SteUenkrzungen auch an den Hochschulen. Freizeitpdagogik und Kulturarbeit bleiben ffentliche Aufgaben. Nicht zufllig behandelt das Jubilumsheft deshalb dieses Schwerpunktthema. Auerdem: Der Durchbruch zur 35-Stunden-Woche gelang. Der Urlaub wuchs auf 6 Wochen pro Jahr an. Der Vorruhestand wurde ein- und wieder ausgefhrt. Seit 1978 arbeitet die Kommission Freizeitpdagogik der Deutschen Gesellschaft fr Erziehungswissenschaft und fllt die Seiten dieser Zeitschrift mit Tagungsergebnissen. Seit 1980 gibl es die AIbeitsgruppe .. Freizeitpdagogik und Kulturarbeit" in der Fakultt fr Pdagogik an der Universitt Bielefeld und die ministeriell genehmigte gleichnamige Studienrichtung. 1985 kam der Studiengang Freizeitpdagogik an der Universitt Gttingen hinzu. 1986 wurde an der Universitt Hamburg ein Institut fr Freizeitpdagogik eingerichtet. 1987 bestanden das Institut frTourismus und der AufbaustudiengangTourismus an der FU Berlin 10 Jahre. 1988 feierte der Studiengang Kulturpdagogik an der Hochschule Hildesheim sein lOjhriges Bestehen. 1986 wurden insgesamt bereits 53 Freizeit-Curricula fr die Bundesrepublik Deutschland gezhlt. In anderen Lndern Europas zeigten sich hnliche Entwicldungen: Die Institutionalisierung und Professionalisierung der Freizeitpdagogik - wie problematisch auch immer - hat sich auch dort weiter fortgesetzt. Seit 1988 erscheint FZP mit Miueilungen der European Leisure and RecreationAssociation (ELRA), seit 1989 ebenfaUs mit Miueilungen des sterreichiscben Ludwig-Boltzmann-Instituls fr angewandte Sportpsychologie und Freizeitpdagogik.

  • 4 Freizeitpdagogik 11 (1989) 1-2

    1989 bis 1999: Ein neuer Aufbruch zeichnet sich ab. Die sozialistischen Lnder ffnen sich. Auch im Bereich Freizeitpdagogik und Kulturarbeit entwickelt sich ein strkerer Austausch. Die EG macht mobil. Das Erasmus-Projekt aktiviert im Bereich der "Leisure Studies" die Kooperation zwischen europischen Hochschulen, so zwischen Leeds und London Polytecbnics sowie den Universitten in Bilbao (Spanien), lilburg (Niederlande), Brssel (Belgien), Bielefeld. Aber auch andere Lnder Europas aktivieren Freizeit-Curricula und Freizeitforschung, so sterreich, Schweden, Polen, die DDR. Freizeit, Kultur und Tourismus gehrten zu den in der Arbeitsgesellschaft schnsten Nebensachen. In der postmodernen Freizeitgesellschaft werden sie fr viele Menschen zur bedrngenden Hauptsache. Nicht nur die Annehmlichkeiten der Welt, auch ihre Probleme, Krisen und Widersprllche rlIcken immer strker in die Freizeit ein, sind in ihr kulturell zu verarbeiten, werden zu Lernaufgaben, werden Gegenstand der Pdagogik. Die Aufgabe der Zeitschrift fr die nchsten 10 Jahre bleibt: Die pdagogische Perspektive fr ein neues Zeitverstndnis und eine neue Zeitstruktur bewut zu halten. Neue objektive Mglichkeiten bleiben fr ihre subjektive Realisierung a n Freizeitkompetenz gebunden. Aufgabe der Pdagogik ist es, zwischen Mglichkeit und Realisierung zu vermitteln. In der Freizeit stellen sich Entfremdung und Verfhrung, Ungleichheit und Ausbeutung gesellschaftlich wieder her. kologische Probleme werden besonders in der Freizeit nicht nur medial vermittelt sondern sinnlich konkret erfahren. Aber auch Innovationsrnglichkeiten, LernpotentiaJe und Chancen der Antizipation, der Partizipation und der Kooperation, herrschaftsarmer Kommunikation, selbstorganisierter Arbeit und meditativer Mue, der Bildung in und durch Spiel erffnen sich fr viele Menschen erst tiber die Freizeit. Freizeit ist Weg zur Bekmpfung gesellschaftlicher Gefahrdung, aber auch zur Erschlieung neuer gesellschaftlicher Chancen. Nicht "Ende der Erziehung", sondern Beginn einer neuen Pdagogik wird die Devise der Zeitschrift bleiben mssen.

    Fr die Herausgeber:

    Themenvorschau:

    Schwerpunktthema:

    Gasl-Herausgeber:

    Themen:

    Auloren:

    Wolfgang Nahrstedt

    FZP341989

    Fre izeit - Bildung - Spiel

    Prof. Dr. Christian Rittelmeyer Georg-August-Universitt Gttingen

    Fre izeit: Bildungszeit? -Zwischen Katastfophenangst und Spakultur - Hat Freizeit-Pdagogik eine sinnvoUe Chance? - Spontaneitt und Animation - Schlsselsituationen (freizeit) pdagogischen Handelns

    Klaus Mollenhauer - Michael Parmentier - Christian Rittelmeyer - Gerd Wartenberg

  • Schwerpunktthema:

    Freizeitpll.dagogik II (1989) 1-2 5

    Freizeitpdagogik und Kulturarbeit als ffentliche Aufgabe

    Editorial

    Freizeitpdagogik und Kulturarbeit als ffentliche Augabe. Zur Entwicklung eines neuen pdagogischen Handlungsfeldes zwischen Selbstorganisation und Professio nalitt: So der TItel des Symposions der Kommission Freizeitpdagogik auf dem 11-Kongre der Deutschen Gesellschaft fr Erziehungswissenschaft (DGfE) im Mrz 1988 in Saarbrcken. Rahmenthema des Kongresses war: "Erziehung und Bildung als ffentliche Aufgabe". Dieses Heft dokumentiert das Symposion mit den gekrzten Fassungen der Referate. Nicht aufgenommen ist der Beitrag von Herrmann Glaser "ber die sthetische Erziehung des Menschen und die Zukunft der Industriegesellschaft. Neue Aufgaben fr Kulturpdagogik" ,der im 23. Beiheft der Zeitschrift fr Pdagogik (Weinheiro 1989) bereits erschienen ist. Ein Gleiches gilt fr eine Zusammenfassung der Symposionsergebnisse von der Herausgeberin. Nicht aufgenommen ist ferner der Beitrag von Wolfgang Nahrstedt zur Berufsfeldforschung und Berufspolitik fr Freizeitpdagogik und Kulturarbeit; er wird an anderer Stelle erscheinen (Kurzfassung: bag-mitteilungen 31, April 1988). Statt dessen erscheint ein Beitrag von Dietrich Hoffmann, der Freizeitkultur im Hinblick auf die Fakten einer vorfindlichen Medienkultur konkretisiert. Der Beitrag von Helmut Giegler zur Freizeitforschung erscheint in FZP 3-4/1989.

    Das Symposion realisierte sich in Aufbruchstimmung, getragen von fast