future 02/12

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Auf kompakten 8 Seiten finden ein genereller Wirtschaftsschwerpunkt und je 2 Schwerpunktseiten für die Sekundarstufe I und Sekundarstufe II Platz. Neben Veranstaltungshinweisen, Linktipps und Wissenswertem über die steirische Industrie

Text of future 02/12

  • LehrerInnen-Information der Ste i r i schen Indust r ie , www.d ie indust r ie .a t Nr. 02/2012

    BESTLEISTUNGEN Mag. Jochen Pildner-Steinburg ber die Gemeinsamkeiten vonSport und Wirtschaft

    TEACHERS AWARDMachen Sie mit beim Teacherss Award 2012/13 derIndustriellenvereinigung!

    INDUSTRIE & REKORDE Steirische Bestleistungen im anschaulichen Vergleich

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    BEILAGE

  • 2BESTLEISTUNGEN IN DER INDUSTRIE

    Sehr geehrter Herr Pildner-Steinburg, Sie sind Unterneh-mer, Unterneh-mensvertreter und Prsident eines Sportvereines in

    Personalunion. Was haben Rekorde im Sport mit Bestleistungen in der Wirtschaft gemeinsam? Ernsthaft betriebener Leistungssport fordert von jungen Menschen, stndig Hchstleistungen zu erbringen, sich durch hartes, konsequentes und strukturiert aufgebautes Training an ihre Leistungsgrenze heran zu arbeiten und dorthin zu gehen wos weh tut. Wer aufhrt an sich zu arbeiten oder auch nur nachlsst, der fllt zurck bzw. ganz aus dem Rennen. In der heutigen, schnelllebigen, globalen Wirtschaft ist es nicht anders. Unternehmen mssen sich und ihre Produkte laufend weiterentwickeln um nicht aus dem Bewerb zu fallen. Das erfordert auch lernende Mitarbeiter, die sich stndig weiterbilden.Welche Rahmenbedingungen braucht es dafr? In sportlicher Hinsicht braucht es dazu modernste Sportsttten und Infrastruktur, die rund um die Uhr zur Verfgung stehen qualitativ hochwertige Ausrstung, erstklassige TrainerInnen, sportwissenschaftliche Betreuung und finanzielle Mittel. Die Wirtschaft wiederum braucht qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen, Infrastruktur und das notwendige gesellschaftliche Kommitment um arbeiten zu knnen.Warum haben Bestleistungen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Produktion fr die steirische Wirtschaft

    einen besonderen Stellenwert?Die Steiermark hat eine erfreuliche F&E Quote von 4,3 Prozent des regionalen BIP das ist sterreichspitze und im Europa der Regionen der zweite Platz. Das ist der Grund, warum die Steiermark die jngste Wirtschaftskrise (Anm. 2008) so schnell berwunden hat und sogar das hchste Wirtschaftswachstum aller sterreichischen Bundeslnder verzeichnen kann. Es gilt nun weiter hart daran zu arbeiten, die F&E und Innovationsquote nicht nur zu halten sondern zu erhhen und in weiterer Folge die dazugehrige Produktion im Lande zu sichern. Nur so werden wir unseren Wohlstand und v.a. die Zukunft unserer Kinder sichern knnen. Dass das nicht nur das Anliegen der Unterneh merInnen des Landes sein darf, sondern zum Ziel aller Gesellschaftsebenen gemacht werden muss, versteht sich von selbst. Wir alle sind gefordert!In der Steiermark gibt es alleine im Seg-ment kleine und mittlere Unternehmen ber 50 Industriebetriebe, die in ihrem Bereich Weltmarktfhrer sind. Woran liegt es, dass viele dieser Rekorde gnzlich unbekannt zu sein scheinen?Das ist ein Phnomen, das besonders fr die Steiermark gilt. Meine Erklrung dafr ist, dass die SteirerInnen immer schon bescheidene, arbeitssame Menschen waren, die nicht darauf aus sind ihre wirtschaftlichen Leistungen und Erfolge unbedingt vor den Vorhang zu stellen. Welche Grnde auch immer dafr mageblich sein mgen, nicht die ffentlichkeit ist wichtig, sondern der Erfolg als solcher!Glauben Sie, dass die Fhigkeit zur Er-bringung von Bestleistungen erlernbar ist?

    Den Leistungswillen, davon bin ich berzeugt, bekommt man bei der Geburt schon mit. Man kann diesen dann bis hin zu Bestleistungen sukzessive ausbauen, aber ohne Glck im Leben wird es auch nicht gehen.Verraten Sie uns Ihr persnliches Er-folgsrezept und skizzieren Sie uns Ihren persnlichen Werdegang?Ich stamme aus einer klassischen Unternehmerfamilie, obwohl unter meinen Urahnen auch kaiserliche Beamte waren. Ich selbst war Leistungssportler (Tennis und Eishockey) und habe nebenbei in Wien und Graz stu diert. Kurz nach Beendigung meines Stu diums wurde ich durch die schwere Erkrankung und den anschlieenden Tod meines Vaters als dessen Nachfolger ziemlich brutal ins eiskalte Wasser geworfen. Ich hatte keine Zeit Erfolgsrezepte vorzubereiten sondern musste instinktiv alles richtig machen. Dass offensichtlich sehr viel gelungen ist, zeigt, dass wir heute eine Unternehmensgruppe mit ca. 200 Mio. Jahresumsatz und ca. 1.200 MitarbeiterInnen sehr erfolgreich und expansiv fhren. Ich habe immer befolgt, was ich von meinem Vater gelernt habe:1. Sei Vorbild fr deine MitarbeiterInnen, sprich nicht nur von Leistung, sondern lebe sie auch vor. 2. Zeige dir selbst deine Grenzen auf und bewege dich innerhalb derselben. 3. Kenne dein Risiko und sorge immer fr Reserven, wenn etwas schief gehen sollte. 4. Behandle nicht nur deine Kunden sondern auch deine Lieferanten als Partner, dann helfen sie dir auch schwierige Zeiten zu meistern.

    LIEBELEHRERINNENUNDLEHRER!

    Das breite Interesse an Hchstleistungen, wie sie bei der Fuball EM in der Ukraine und Polen sowie bei den Olympischen Som

    merspielen in London erbracht wurden, waren der ausschlaggebende Grund, uns fr diese Ausgabe von Future auf die Suche nach Bestleistungen in der Industrie zu begeben. Auch wenn sterreich in sportlicher Hinsicht bei den Groereignissen dieses Jahres leer ausging, so freut es uns umso mehr in dieser mittlerweile achten Ausgabe von Future die Industrie vor den Vorhang zu holen denn auf ihre Bestleistungen ist Verlass. Der olympische Gedanke dabei sein ist alles gilt im Wirtschaftsleben nicht. Denn um im wachsendem Wettbewerb und immer schnelleren Innovationsprozessen bestehen zu knnen, gilt nur eines: Man muss zur Spitze gehren. Haben Sie etwa gewusst, dass wir in der Steiermark allein in der Kategorie mittelstndische Industriebetriebe ber 50 Unternehmen haben, die sich in ihrer Nische Welt bzw. Europamarktfhrer nennen drfen? Vier davon stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe nher vor. Auch in der Beilage bleiben wir dem Thema Bestleistungen treu und vergleichen spannende Daten rund um Industriebetriebe mit jenen aus der Natur.An dieser Stelle mchte ich Sie noch auf die diesjhrige Ausschreibung zum IVTeachers Award hinweisen. Wenn Sie als PdagogIn oder als Teil eines enga gierten LehrerInnenTeams Auergewhnliches leisten, laden wir Sie sehr herzlich ein, sich zu bewerben. Details dazu finden Sie auf der HeftRckseite.

    Spannende Unterhaltung wnscht Ihnen

    Angelika KreschVorsitzende von ZUKUNFT:industrieVorstand REMUSSEBRING Holding AG

    GESPRCH MIT MAG. JOCHEN PILDNERSTEINBURGMAG. JOCHEN PILDNER-STEINBURG IST GESCHFTSFHRENDERGESELLSCHAFTER DER GAW TECHNOLOGIES GMBH UND PRSIDENT DER STEIRISCHEN INDUSTRIELLENVEREINIGUNG SOWIE DER GRAZ 99ERS.

    INDUSTRIE INDER STEIERMARK

    Wussten Sie, dass ...... mehr als jede/r zweite berufsttige Steirer/in in der steirischen Industrie seinen/ihren Arbeitsplatz findet?

    MitarbeiterInnen in der Steiermark: 285.000 (direkt und indirekt)Lehrlinge: 3.050, in ber 100 LehrberufenAnteil an der steirischen Wert-schpfung: 36,4% (direkt)Beitrag zu F&E: 71% der gesamten stei-rischen F&E-AusgabenWichtigste Branchen: Maschinen- und Fahrzeugbau, Eisen- und Stahlerzeu-gung, Elektrotechnik und Elektronik, Papier und Holz

  • I4 DIE INDUSTRIEwww.diein

    dustrie.at

    Z U M H E R A U S N E H M E N

    Die steirische Industrie erbringt eine Flle von international

    bedeutungs vollen Spitzenleistungen, ist Trger unseres Wohl-

    standes und stellt den grten Teil unserer Arbeitspltze. Den-

    noch ist es nicht leicht, diese Erfolge fr SchlerInnen so aufzu-

    bereiten, dass sie auch als interessant empfunden werden. Wir

    haben 8 Leistungen ausgewhlt, um sie mit passenden Super-

    leistungen aus der Welt der Natur zu verbinden. Das Ergebnis

    sind einfache, aber umso anschaulichere Beispiele. Mit deren

    Hilfe haben Sie ein einfaches Tool in der Hand, um Ihren Sch-

    lerInnen die Qualitten unserer steirischen Industrie nher zu

    bringen und Ankerpunkte zu setzen, mit denen dieses Wissen

    auch nachhaltig im Gedchtnis bleibt!

    BEILAGE FR DIE ARBEIT MIT DER KLASSE

    Im oberen Murtal liegt die kleine Gemeinde Teufenbach kaum zu glauben, dass hier eine Unternehmensgruppe ihren Sitz hat, die weltweit mehr als 600 MitarbeiterI nnen beschftigt: IBS Paper Performance Group (IBS PPG). Die IBS PPG hat sich in den 45 Jahren ihres Bestehens zu einem der fhrenden Anbie ter hochqualitativer Komponenten fr die Papier und Zellstoffi ndustrie entwickelt. Im Jahr 1967 grndete Ing. Heinrich Bartelmuss das Unternehmen, seit 1981 wird es von den Shnen Heinz und Klaus Bartelmuss gefhrt. Im Zentrum der IBS PPG stehen dabei Entwsserungssysteme: Papier ist zu Beginn des Produktionsprozesses ein ssiger Brei, der von den Papiermaschinen verarbeitet wird. Bei den wirklich groen Maschinen laufen da schon ber 1500 Meter Papier pro Mi nute (!) vom Band. Das Entwsserungssystem spielt daher eine entscheidende Rolle. Die berwiegende Mehrzahl der neuesten und schnellsten Papiermaschinen der Welt verwendet Entwsserungselemente und wei tere Komponenten der IBS PPG, zu der die Marken IBS, Berger, Jud, James Ross und Jakob gehren. Jedes dieser Unternehmen widmet sich einem anderen Spezialgebiet rund um die Papierer

    zeugung etwa Vakuumregelungssystemen, Bandspannungs und Bandlaufregelungssystemen sowie Systemen zur Reinigung von Filzen, Sieben und Walzen. Da die IBS PPG weltweit ttig ist die Exportquote liegt bei ber 95% profi tiert man vom Aufschwung der verschiedensten wirtschaftlich starken Regionen. Ob China, Japan, Singapur, Brasi lien, USA, Kanada oder Europa: 11 Niederlassungen und 65 Handelsvertretungen in allen wichtigen papiererzeugenden Lndern und Regionen machen die IBS PPG zum Marktfhrer. Im Jahr 2011 erwirtschaftete das Unternehmen einen RekordAuftragseingang von 86 Millionen Euro. Dieser Erfolg beruht auch auf gut ausgebildeten und engagierten Fach und Arbeits

    krften aus der Region. Gebraucht werden