Click here to load reader

guide - Arbeiterkammer Oberösterreich ... 2 LIEBE FAIR FASHION FREUNDE! Mit diesem Fair Fashion Guide möchte die Arbeiterkammer Oberösterreich rund um das Thema „Fair Fashion“

  • View
    1

  • Download
    0

Embed Size (px)

Text of guide - Arbeiterkammer Oberösterreich ... 2 LIEBE FAIR FASHION FREUNDE! Mit diesem Fair Fashion...

  • 1

    Alle Fair Fashion Shops vom Bodensee bis zum Neusiedler See

    fair fashion guide

    Ökofaire Mode kaufen in Österreich

    © L

    an iu

    s

  • 2

    LIEBE FAIR FASHION FREUNDE!

    Mit diesem Fair Fashion Guide möchte die Arbeiterkammer Oberösterreich rund um das Thema „Fair Fashion“ informieren und zum bewussten und nachhaltigen Mode-Konsum anregen.

    Nur weniger Konsum bedeutet wirklich nachhaltigen Mode- Konsum. Deshalb Lieblings stücke reparieren lassen, Kleidung tauschen oder auch mal Secondhand kaufen! Falls aber doch neue Kleidung gekauft werden muss, dann sollte dies richtig und daher ökofair gemacht werden. Dabei gilt es, auf Gütesiegel zu achten! Dieser Fair Fashion Guide enthält deshalb einen kurzen Überblick über die wichtigsten und zugleich vertrauenswürdigsten Gütesiegel und Standards für ökofaire Mode.

    Im Fair Fashion Guide finden Sie Österreichs umfangreichste Samm- lung an Fair Fashion Shops, die Produkte von mindestens einer nachhaltigen Modemarke mit sehr hohen sozialen und ökologischen Ansprüchen anbieten. Zudem beinhaltet er eine vielfältige Auswahl an Onlineshops sowie eine Übersicht über nachhaltige Sportmode und Secondhandläden aus ganz Österreich.

    Der Fair Fashion Guide ist in Kooperation mit dem Fair Fashion Network GET CHANGED! entstanden. Dieses bietet auf seiner Online-Plattform getchanged.net Transparenz mit mehr Details über die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen ökofairer Modemarken.

    Shops mit ökofairer Mode in Ihrer Nähe finden Sie auf getchanged.net oder auch online unter: ooe.arbeiterkammer.at/fairfashionfinder

    Dr. Johann Kalliauer

    Dr. Mark Starmanns

    Editorial Inhalt 04

    06

    08

    10

    12

    38

    46

    52

    Fair Fashion Stores

    Tipps auf dem Weg zum nachhaltigen Kleiderschrank

    Was ist Fair Fashion?

    Achten Sie auf diese Label

    Online Shops

    Sports- wear

    Second- hand Shops

    Das Leben eines T-Shirts

    © B

    le ed

    Dr. Johann Kalliauer AK-PRÄSIDENT

    Dr. Mark Starmanns PRÄSIDENT GET CHANGED!

  • 4 5

    1. WENIGER KAUFEN: Am nachhaltigsten ist natürlich der Nicht-Kauf. Überlegen Sie beim nächsten Kauf, ob Sie das Stück wirklich brauchen. Und schauen Sie mal in den Kleiderschrank und entdecken Teile neu.

    2. KLEIDUNG REPARIEREN (lassen): Ein Loch ist kein Grund für die Entsorgung im Mülleimer. Wer seine Kleidung nicht gerne selbst repariert, kann dies im Atelier machen lassen. Manche Shops bieten kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr an, Kleidung zu reparieren.

    3. KLEIDUNG NEU KOMBINIEREN: Minima- lismus ist seit Marie Kondo im Trend. Und viele Leute haben erfolgreich das gleiche Set an Kleidern ein Jahr lang getragen (ohne dass die Kollegen es gemerkt hätten, weil sie es immer anders kombiniert haben).

    4. TESTEN SIE EINE ARBEITSUNIFORM: Matilda Kahl, Art Direktorin aus New York, trägt mittlerweile immer das gleiche Outfit. Sie sei damit viel glücklicher und stress freier. Haben Sie sich mal gefragt, warum erfolgreiche Männer wie Facebook- gründer Mark Zuckerberg oder Barack Obama fast jeden Tag das gleiche T-Shirt bzw. den gleichen Anzug tragen? Unifor- men helfen, dass wir uns auf die wesent- lichen Dinge konzentrieren können.

    5. KLEIDUNG TAUSCHEN: Auch dadurch lässt sich eine Veränderung im Kleiderschrank erzielen. Kleidertausch-Parties kann man auch im eigenen Umfeld selbst organisie- ren. Sie bringen Menschen zusammen.

    6. LEIHEN IST DER NEUE TREND: Kaufen Sie auch manchmal Stücke, die dann ungetragen im Kleiderschrank hängen bleiben? Es gibt immer mehr Shops und Plattformen, die Kleidung vermieten, auch Kinderkleidung.

    7. SECONDHAND KAUFEN: Je länger wir Kleidung nutzen, umso nachhaltiger ist es. Wird eine Jeans neun Monate länger getragen, bevor sie entsorgt wird, reduziert dies die negativen Auswirkungen der Jeans-Produktion um 30 Prozent.

    8. KLEIDUNG WEITERGEBEN: Was einem selbst nicht mehr gefällt, gefällt möglicher- weise jemand anderem. Deshalb: Mut zum Ausmisten und Verschenken!

    9. LIEBLINGSTEILE KAUFEN: Alle haben ihr eigenes Lieblingsteil. Wer Lieblingsteile hat, braucht viel weniger Kleidung.

    10. NEU KAUFEN – ABER NACHHALTIG: Falls neu gekauft wird, dann bitte nachhaltig. Unterstützung dabei bietet dieser Guide.

    Tipps auf dem Weg zum nachhaltigen Kleiderschrank

    © B

    le ed

    © M

    U D

    Je an

    s

  • 6 7

    weniger Treibhausgase

    46%

    weniger Wasserverbrauch

    91%

    Was ist Fair Fashion? ÖKOLOGISCHE KRITERIEN Die in diesem Guide gelisteten Shops verkau- fen Produkte von Modemarken, die hohe ökologische Anforderungen an die Produktion haben. Die meisten Produkte sind aus Natur- fasern, wie etwa Bio-Baumwolle, hergestellt. Kontrolliert biologische Baumwolle spart gegenüber konventioneller Baumwolle durchschnittlich 46 % Treibhausgase, 62 % Energie und 91 % Wasser ein*. Zusätzlich sind viele Produkte mit dem strikten Standard GOTS zertifiziert. Dieser stellt sicher, dass die Weiterverarbeitung der Fasern (Färben, Ausrüsten) unter umwelt- freundlichen Bedingungen erfolgt. Die im Guide angeführten Lederprodukte sind chromfrei gegerbt. Einige Modemarken im Guide – vor allem Sportmodehersteller – verwenden chemische Fasern, die einen geringen ökologischen Fußabdruck haben. Insbesondere sind dies Cellulosefasern wie Tencel® oder Modal® oder Fasern aus recycelten Materialien, unter anderem Polyester aus PET-Flaschen oder Nylon aus recycelten Abfällen aus den Welt- meeren. *Quelle: Textile Exchange

    SOZIALE KRITERIEN Die im Guide gelisteten Shops bieten Mode- marken an, die Wert auf strenge soziale Kriterien in der Produktion legen. Viele sind Mitglied in Multi-Stakeholder-Organisationen wie der Fair Wear Foundation, die ihre Mitglieder zur Umsetzung hoher Sozialstan- dards antreibt und den jeweiligen Stand der Umsetzung transparent macht. Zusätzlich verwenden einige Modemarken in diesem Guide Baumwolle, die mit dem FAIR TRADE-Siegel ausgezeichnet ist. Dieses garantiert, dass die verwendete Rohbaumwolle fair angebaut und gehandelt wurde und ihr Weg direkt bis zum Ursprung zurück verfolg- bar ist. Weiteres soziales Kriterium für nachhaltige Mode ist die Produktion in ausgewählten euro päischen Ländern, in denen Institutionen wie Gewerkschaften darauf schauen, dass Arbeiter/-innen zu ihren Rechten kommen. Sehr viele der gelisteten Marken erfüllen darüber hinaus weitergehende Kriterien. Auf www.GETCHANGED.NET finden sich weitere Details zu den Kriterien, die laufend aktualisiert werden.

    weniger Energieverbrauch

    62%

  • 8 9

    Achten Sie auf diese Label

    Produkte mit der GOTS-Kennzeichnung müssen mindestens 95 % kontrolliert biolo- gisch erzeugte Fasern enthalten (Ausnahme Sportkleidung). Zudem verlangt GOTS hohe ökologische Standards für die gesamte textile Kette und prüft die Arbeitsbedingungen.

    Das Gütesiegel FAIRTRADE COTTON setzt sich für Familien von Baumwollbauern ein. Das Siegel garantiert, dass Rohbaumwolle fair angebaut und gehandelt wurde. Baumwoll- bauern erhalten einen fairen Mindestpreis. Das Gütesiegel kontrolliert zudem grundlegende Arbeitsstandards in der gesamten Lieferkette.

    Die Fair Wear Foundation setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Konfektion ein und fordert dabei eine kontinuierliche Verbesse- rung sowie die Etablierung guter Manage- ment-Systeme. Der Verbesserungsprozess wird von der Fair Wear Foundation unterstützt und überwacht. Viele Informationen werden transparent gemacht.

    © B

    le ed

  • 10 11

    Beispiel Baumwolle: landwirtschaftlicher Anbau, Ernte, Aufbereiten der Rohwolle für das Spinnen

    Beispiel Elastan: Gewinnung von Erdöl und Aufbereitung für die Faserherstellung

    Weiterverwendung von Stoffteilen (z.B. bei der Herstellung von Putztüchern)

    Weiterverwendung der gebrauchten Kleidung als Upcycling-Kleidung

    Wer Stoffe im Kreislauf weiterverwendet, entlastet die Umwelt beträchtlich.

    Trendige T-Shirts sind aus unserem Modealltag nicht mehr wegzudenken. Bequem, bunt, witzig – und preiswert dazu. Doch der Weg zum Lieblings leiberl führt über viele fleißige Hände und öko- logische Probleme. Ein Blick auf die Produktionskette zeigt ganz klar: Diese Rechnung kann eigentlich nur aufgehen, wenn viele andere die Kosten dafür tragen.

    Das Leben eines T-Shirts

    SCHNEIDEN

    NÄHEN

    BEDRUCKEN

    VERPACKEN

    KAUFEN

    WASCHEN TROCKNEN/ BÜGELN

    WEITERNUTZUNG

    GARN SPINNEN STRICKEN

    WEBEN EINES FLÄCHEN- TEXTILS

    FÄRBEN & CHEMISCH

    BEHANDELN BLEICHEN

    UPCYCLING

    DOWNCYCLING

    MÜLLVERBRENNUNG ODER DEPONIE

    SYNTHETISCHE FASERN

    HERSTELLENNATURFASERN HERSTELLEN

    ENTSORGEN KAUFEN UND NUTZUNG

    Größte ökologische und soziale Probleme: - Ressourcen- und Energieverbrauch

    TRAGEN

    ROHSTOFFGEWINNUNG Größte ökologische und soziale Probleme: - schlechte Arbeitsbedingungen und -sicherheit, hoher Chemikalieneinsatz

    TEXTILPRODUKTION Größte ökologische und soziale Probleme: - Wasserverschmutzung, Chemikalieninput, Energieverbrauch - Schlechte Arbeitsbedingungen und -sicherheit, niedrige Löhne

    KONFEKTION Größte soziale Probleme: - schlechte Arbeitsbedingungen und -sicherheit, niedrige Löhne

    VER