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hks-b.de Otto Wulff Bauunternehmung GmbH Archenholzstraße 42 · 22117 Hamburg · Telefon 040 / 736 24 - 0 [email protected] · www.otto-wulff.de WOHNUNGSBAU · GEWERBEBAU · SANIERUNG HAMBURG BAUT AUF OTTO WULFF. Als Generalunternehmer für schlüsselfertiges Bauen finden Bauherren und Architekten unter dem Dach der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH seit mehr als 75 Jahren ein umfassendes Leistungsangebot mit dem Hintergrund jahrzehntelanger Erfahrung. • Generalunternehmer für schlüsselfertiges Bauen • Hoch-, Stahlbeton- und Industriebau sowie Stahlbetonfertigteilbau • Umbau- und Reparaturarbeiten, Fassaden- und Betonsanierung sowie Altbausanierung Emporio, Caffamacherreihe Stadtvillen Marienthal Stadthäuser Walddörferhöhe Der neue Vorstand stellt sich vor! „Wir sind Fun“ JOURNAL Marienthaler Tennis- und Hockey-Club e. V. HERBST 2011 TEAM-SPIELER Stefan Gwildis im Gespräch O`ZAPFT! Die schönsten Bilder TENNIS-JUGEND Unsere großen kleinen Sieger Hockey-Mädels geben Gas!

HAMBURG BAUT journal AUF OTTO WULFF. - mthc.de · hks-b.de Otto Wulff Bauunternehmung GmbH Archenholzstraße 42 · 22117 Hamburg · Telefon 040 / 736 24 - 0 [email protected] ·

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    Otto Wulff Bauunternehmung GmbH Archenholzstraße 42 · 22117 Hamburg · Telefon 040 / 736 24 - 0

    [email protected] · www.otto-wulff.de

    W O H N U N G S B A U · G E W E R B E B A U · S A N I E R U N G

    HAMBURG BAUTAUF OTTO WULFF.

    Als Generalunternehmer für schlüsselfertiges Bauen finden Bau herren und Archi tek ten unter dem Dach der Otto Wulff Bauunter nehmung GmbH seit mehr als 75 Jahren ein umfassendes Leistungsan gebot mit dem Hinter grund jahrzehntelanger Erfahrung.

    • Generalunternehmer für schlüsselfertiges Bauen

    • Hoch-, Stahlbeton- und Industriebau sowie Stahlbeton fertigteilbau

    • Umbau- und Reparatur arbeiten, Fassaden- und Betonsanierung sowie Altbausanierung

    Emporio, CaffamacherreiheStadtvillen Marienthal Stadthäuser Walddörferhöhe

    OW_Imageanz_MTHC_Magazin_A4_Anschnitt.indd 1 07.10.2011 12:11:55 Uhr

    Der neue Vorstand stellt sich vor!

    „Wir sind Fun“

    journal

    Marienthaler Tennis- und Hockey-Club e. V.

    HerbsT 2011

    TeaM-spIelerstefan Gwildis im Gespräch

    o`zapFT!Die schönsten bilder

    TennIs-juGenDunsere großen kleinen sieger

    Hockey-Mädels geben Gas!

  • 3mthc.de

    InHalTauF eInen blICkClub Nachrichten, Events, Termine 5

    InTerVIeW Der Erste Vorsitzende John Mönninghoff über seine Wünsche, Ziele und die Zukunft des MTHC 6

    Der neue Vorstand auf einen Blick 8

    soMMer 2011 Die Saison von A – Z 10

    okToberFesT Die schönsten Bilder 12

    auFsCHlaG Tennis-News 14

    kurze eCke Hockey-News 16

    IM ClubHaus Ein Gespräch mit dem Musiker und Hockeyspieler Stefan Gwildis über Mannschaftsgeist, Fankultur und den Sound des MTHC 18

    1. HoCkeY-DaMen Marit Stritz über die Hinrunde in der 2. Bundesliga 2011/12 22

    1. HoCkeY-Herren Patrick Melchert über die Hinrunde in der Oberliga 2011/12 23

    Liebe Leser,

    brauchen die Menschen in Zeiten der Bits and Bytes, des Klickens und Scrollens, der iPads und iPhones noch eine Zeitschrift aus bedrucktem Papier? Es ist so etwas wie die Eine-Million-Euro-Frage in vielen Verlagen der Republik, und sie wird in der Regel mit einem „Ja“ beant-wortet. Auch der Vorstand des MTHC hat sich für eine Neuauflage des „Journal“ entschieden, das neben dem monatlichen Newsletter „MTHC Aktuell“ den Kontakt mit den Mitgliedern stärken soll – zunächst einmal als ein Magazin zum Saisonabschluss.

    Möglich war die Realisierung nur, weil einige Firmen eine Anzeige geschaltet haben. Den Unterstützern sind wir zu großem Dank verpflichtet, schließlich soll sich das Heft ja selbst tragen. Ebenso sei gedankt den vielen Club- Mitgliedern, die sich eingebracht haben als Autor, Infor-mant, Fotograf oder Ideengeber. Die nächste Ausgabe wird im kommenden Frühjahr erscheinen, nach Ende der Hallensaison und vor dem Start der „Outdoor“-Zeit. Dann werden wir auch einen stärkeren Focus auf die Tennis-teams legen, einen Blick werfen in die zweiten Mann-schaften und versuchen, viele unentdeckte Geschichten rund um den MTHC aufzustöbern.

    Die Hilfe aller Mitglieder ist dabei herzlich willkommen. Wer etwas loswerden will, wer Ideen beisteuern oder auch Kritik anbringen möchte, der kann sich gerne mitteilen über unsere neue E-Mail-Adresse [email protected], oder einfach unsere Abteilungsleiter oder Vorstandsmitglieder ansprechen. Doch zunächst einmal wünsche ich Ihnen viel Vergnügen, gute Unterhaltung und ein paar neue Erkennt-nisse bei der Lektüre unseres „MTHC Journal“.

    Ihr Alfred Weinzierl

    Neu: Der Vorstand stellt sich vor Seite 8

    Jung: Erfolgreiche Tennis-Bambinis Seite 10

    Stark: 1. Damen in der 2. Bundesliga Seite 22

    IMPRESSUM Marienthaler Tennis- und Hockeyclub, gegr. 1900 Bei den Tennisplätzen 65 • 22119 Hamburg Telefon 040/655 05 02 • Fax 040/655 64 55 E-Mail: [email protected] Telefonnummer der Gastronomie: 040/655 10 01 Öffnungszeiten der Geschäftsstelle: Mo. und Mi. 16:30 bis 19:30 Uhr, Di. und Do. 9:00 bis 12:30 Uhr. MTHC-Journal Redaktion: Alfred Weinzierl • Gestaltung: Nicole WillmannsRedaktionelle Mitarbeit: Nina Becker, Heiko Carstens, Caline Fabbro, Nick Friedrich, Danny Kusel, Patrick Melchert, Mike Reynolds, Marit StritzFotos: Malina Hecher, John Mönninghoff, Christina Pitsch, Pamela Strebel, Petra Weinzierl, Nicole WillmannsDruck: format offset druck- und medienservice gmbh Holstenhofweg 45 • 22043 Hamburg • Telefon 040 / 43 53 52

  • 5mthc.de

    ClubneWsMartinsgans-essen in unserer Gastronomie

    kulinarisches VersprechenEin kulinarisches Highlight präsentiert der MTHC am 11. November: Bernd Drust und sein

    Team der „Hofküche“ versprechen einen ganz besonderen Event, ein Martinsgans-Essen in unseren Clubräumen. Ein Abend unter Freunden, mit netten Leuten, guten Gesprächen, feinen Weinen und vor allem einer lecker krossen Gans, klassisch mit Rotkohl und Klößen. Tischreservierungen werden erbeten beim Servicepersonal unserer Gastronomie, in der Geschäftsstelle oder via Internet unter [email protected] Der Preis pro Person für das Abendessen beträgt 23,50 €. Bernd Drust freut sich auf Ihren Besuch!

    laternenumzug

    Helle FreudeIm letzten Jahr hatten wir etwas Pech –

    wegen Dauerregens fiel unser Laternenum-zug buchstäblich ins Wasser. Um so größer ist die Hoffnung, dass am Donnerstag, den 3. November die Bedingungen besser sind.Treffen im MTHC. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr auf der Wiese vor dem Clubhaus (Gum-mistiefel mitbringen). Nach einer Runde zur Horner Rennbahn, begleitet von Nick Fried-rich und Caline Fabbro, wird unsere Gastro-nomie einen Apfelpunsch für die Kinder und einen Glühwein für die Eltern vorbereitet haben; außerdem gibt es leckere Würstchen für alle. Und die schönste, kreativste Laterne bekommt einen Sonderpreis! Anmeldungen bitte im Sekretariat.

    Mitglieder schreiben

    Meinung gefragtSie wollen eine Anregung geben? Sie

    wollen Kritik anbringen? Sie wollen etwas oder Jemanden loben? Ab sofort bietet der MTHC dazu eine bequeme Plattform. Die E-Mail-Adresse [email protected] ist der direkte Weg, um dem Vorstand oder der Geschäftsstelle seine Meinung zu sagen, Verbesserungsvorschläge zu machen oder eine Initiative auf den Weg zu bringen. Der Club möchte wissen, was Sie denken, um seinen Service zu optimieren. Jeder, der den Dialog aufnimmt, bekommt eine Antwort. Und Jedem, der es wünscht, garantieren wir absolute Diskretion. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.

    63 neue in 9 Monaten

    Herzlich WillkommenIm Laufe des Jahres haben wir 22 Erwachsene als neue Mitglieder begrüßen dürfen. Wir hei-

    ßen deshalb herzlich willkommen (in der Reihenfolge des Eintrittdatums): Laura Andersch, Ulrike Bohlmann, Anna Katharina Bunte, Enrico Francesconi, Stefanie Matz, Saskia Rädisch, Nathalie Rose, Selina Schmidt, Martin Sattler, Anja Schönrock, Dr. Ralf Blendermann, Alessa Jeske, Sonja Kruskop, Karsten Kastberg, Andreas Goschke, Janet Goschke, Christine Ortin, Shahin Vaezzadah, Malin Jennrich, Andreas Schüning-Schmidt, Thomas Benz, Albert Kozinets und Jochen Walter. Dazu freuen wir uns über 41 Kinder und Jugendliche, die in den MTHC gefunden haben. In der Hoffnung, dass sich alle wohl fühlen in unserem Club, wünschen wir eine großartige Zeit auf unserer Anlage und in unseren Mannschaften. Und wer noch ein bisschen fremdelt, mehr Kontakt sucht zu anderen Mitgliedern, möge sich beim Vorstand, in der Geschäftsstelle oder bei unseren Trainern melden. Wir vermitteln gerne.

    Sie haben ein Meeting in Singapur.

    Praktisch, wenn es in Marienthal stattfindet.

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  • 6 7

    ein Club mit riesenpotenzialjohn Mönninghoff, der neue erste Vorsitzende, über Wünsche, ziele und die zukunft des MTHC

    MTHC-Journal: John, seit knapp einem halben Jahr bist Du Vorsitzender des MTHC-Vor-stands. Was war Dein Motiv, bei der letzten Mitgliederversammlung zu kandidieren?

    John Mönninghoff: Der Club befand sich in einer Situation, in der niemand ernsthaft für den Vorstandsvorsitz zur Verfügung stand, nachdem Bernd Dose seinen Ausstieg angekündigt hatte. Und ich hatte, wie viele andere auch, sehr gute Zeiten im MTHC, habe einen Gutteil meiner Jugend hier verbracht, viel Tennis gespielt und neue Freunde gefunden. Damals habe ich mich auch als Jugendwart engagiert – bis der Job das nicht mehr zuließ. Im Frühjahr war nun klar, dass etwas passieren musste, um die Vorstandspositionen wieder gut zu besetzen. Also habe ich mich mit vielen unterhalten, sie gefragt, ob sie sich engagieren wollten.

    mthc.deMTHC-journal

    Die Antwort war meist: Wenn du dich engagierst, machen wir mit. So haben wir uns kurzfristig entschieden, uns zur Wahl zu stellen.

    Wie sind Deine ersten Eindrücke als „Club-Chef“?

    Dass wir im MTHC diverse Baustellen haben, war allen klar. Es gibt einen ordent-lichen Reparatur- und Modernisierungsstau, den wir schon eine Weile vor uns herschie-ben. Unsere finanzielle Ausstattung erlaubt uns jedoch keine großen Sprünge. Absolut positiv überrascht bin ich von den vielen Helfern und der großen Unterstützung im Club, die uns in Zukunft einiges erreichen lassen sollte. Diese Lust am Mitwirken gilt nicht für einen Bereich im Besonderen, Tennis oder Hockey, sie zieht sich vielmehr durch die ganze Mitgliedschaft.

    Am guten Willen fehlt es also nicht?

    Wir haben auch außerhalb des Vorstandes viele Mitglieder gefunden, die sich teils schon jahrelang, teils jetzt neu für die Interessen des Club einsetzen. Da muss man zunächst mal unsere 1. Hockey-Damen nennen, die nicht nur sportlich viel erreicht haben, sondern mit ihrem Newsletter dafür gesorgt haben, dass es im Club große Unter- stützung für diese Mannschaft gibt. Und das Oktoberfest wäre ohne die Damen in der jetzigen Form kaum vorstellbar. Aber es gibt auch Mütter, die nicht mal Mitglied waren oder sind, die Veranstaltungen organisieren oder Tombolas auf die Beine stellen. Das ist schlicht phantas-tisch. Was die Spendenbereitschaft angeht, können wir im Moment ebenfalls sehr zufrieden sein – obwohl wir es noch gar nicht leisten konnten, viele Mitglieder anzusprechen. Auf eine noch intensivere Spendenakquise setze ich große Hoffnungen. Denn aus unserem regulären Etat sind Dinge wie die Modernisierung unserer Terrasse, einige Schönheitsreparaturen oder der Leistungssportbereich nicht zu stemmen.

    Die letzten Vorstände haben eine enorme Schuldenlast schrittweise abgebaut. Wie ist der aktuelle finanzielle Status des Clubs?

    Wenn wir die Schulden wie im bisherigen Rahmen abbauen – und das werden wir tun –, dann sollten wir ab 2014 einen größeren finanziellen Spielraum haben. Allerdings dürfen bis dahin keine unerwarteten Lasten auf uns zukommen. Wir leben in einem engen Korsett, wir können in einigen Bereichen allenfalls verwalten, aber nicht investieren. Auch deshalb sind wir auf die Spendenbereitschaft angewiesen.

    Derzeit ist der Club, was die Tennisplätze angeht, erkennbar nicht ausgelastet. Muss es nicht ein Ziel sein, neue Mitglieder zu gewinnen?

    Genau darum muss es uns gehen. Wir haben im Tennisbereich zwar in der Jugend erfreu-liche Zuwächse zu verzeichnen, bei den Erwachsenen aber noch Potential, mehr Tennis- spielern beste Bedingungen zu bieten. Wir können sicher mit unserer schönen Anlage punk-ten und haben genügend Plätze, so dass man jederzeit spielen kann. Selbst in der Halle können wir am Wochenende unseren Mitgliedern beziehungsweise neuen Mitgliedern noch Spielzeiten anbieten. Mit diesen Möglichkeiten kann nicht jeder Club glänzen, der MTHC hat ein Riesenpotenzial. Und zusätzlich werden wir gerade im Tennisbereich mehr Spaßveran-staltungen anbieten, von Anfänger-Turnieren bis zu Mixed-Turnieren für alle.

    Ideal wäre es, einen haupt-amtlichen Jugendtrainer einzustellen, der den gesamten Hockeybereich steuert. Das scheiterte bisher an den Kosten

    john Mönninghoff, Diplom-Kaufmann und Unternehmensberater, ist MTHC-Mitglied seit 1963. Er hat in dieser Zeit immer Tennis gespielt, zählte aber auch zur Gründergene-ration der Hockeytruppe „Chaoten“. In den siebziger Jahren gehörte er bereits einmal als Jugendwart für Tennis und Hockey zum Vorstand, später betreute er die ersten Tennis-Damen in deren Regionalliga-Zeiten. John ist verheiratet, hat einen Hockey spielenden Sohn und eine Tochter; seine Tenniskünste stellt er den „Herren 50“ zur Verfügung.

    Die Leute sollen sich ken-nen lernen, sich hier noch heimischer fühlen. 2012 planen wir deutlich mehr Veranstaltungen

    Siehst Du denn im Hamburger Osten noch Potenzial für neue Mitglieder?

    Ganz sicher. Viele in den umliegenden Stadtteilen wissen gar nicht, dass es uns gibt und was man über den Sport hinaus bei uns bekommen kann. Dass man bei uns neben dem Sport durch die parkähnliche Anlage mit der Gastronomie und durch viele Veran-staltungen einen großen Erholungswert be-kommt. Diese Leute müssen wir erreichen. Das wollen wir mit verschiedenen Aktionen im nächsten Jahr in Angriff nehmen.

    Dir geht es nicht nur um den Sport, son-dern um das gesellschaftliche Leben im Club?

    Auf jeden Fall. Wir möchten der Gastrono-mie Gelegenheit geben, zu glänzen, und wir wollen das Miteinander der Mitglieder stär-ken. Die Leute sollen sich wieder besser kennen lernen, über alle Bereiche hinweg, sie sollen sich im Club noch heimischer fühlen. Die „Blue Night“ als Sommerfest war ein erster Event, der diese Idee ver-folgte. Im November freuen wir uns auf das Martinsgans-Essen und 2012 planen wir noch deutlich mehr neben den schon tra-ditionell erfolgreichen Veranstaltungen wie Sonnenwendfeuer und Oktoberfest. Auch Silvester wird es, wie im letzten Jahr, eine große Party geben.

    InTerVIeW„lusT aM MITWIrken“

    Unser Ziel ist es natürlich, einen guten Wirt für längere Zeit an den Club zu binden

  • 9mthc.de

    Carsten zwerg, 2. Vorsitzender und Hockeywart (neu gewählt), Mit-glied seit 2008, aktiv als Tennisspieler und bei der Hockey-Mannschaft „Spätzünder“, von Beruf Geschäftsführer.

    ralf kammermeier, Schatzmeister (neu gewählt), Mitglied seit 2008, aktiv als Tennisspieler, von Beruf Geschäftsführer

    kai Franke, Obmann für außensportliche Anlagen (seit 1989), Mit-glied seit 1975, aktiv als Hockeyspieler bei den „Chaoten“, von Beruf Ingenieur

    Danny kusel, Tenniswart (seit 2009), Mitglied seit 1998, aktiv als Tennisspieler bei den 1. Herren, von Beruf Tennislehrer

    alfred Weinzierl, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit (neu gewählt), Mitglied von 1987 bis 1994 und seit 2003, aktiv als Tennisspieler bei den „Herren 40“, von Beruf Redakteur

    Wolf-eckhard lang, stellvertretender Schatzmeister (neu gewählt), Mitglied seit 1991, aktiv als Hockeyspieler bei den „Spätzündern“, von Beruf Wirtschaftsprüfer

    ralf Heublein, Schriftführer (neu gewählt), Mitglied seit 2010, aktiv als Tennisspieler, von Beruf Geschäftsführer

    Mike reynolds, Obmann für besondere Aufgaben (im Vorstand seit 2001), Mitglied seit 1987, aktiv als Tennisspieler bei den „Herren 50“, von Beruf Tennislehrer

    andreas schamvogel, Hockey-Jugendwart (neu gewählt), Mitglied seit 2002, aktiv als Hockeyspieler bei den „Spätzündern“, von Beruf Kaufmann

    Gaby zarling, stellvertretende Hockey-Jugendwartin (neu gewählt), Mitglied seit 1991, aktiv als Tennisspielerin und als Hockeyspielerin bei den Seniorinnen und den „Atemlosen“, als Hockey-Jugendwartin war sie bereits von 1995 bis 1997 und von 2009 bis 2011 im Vorstand, von Beruf Kauffrau

    Der neue Vorstand auf einen blickKann man soziale Kontakte wirklich orga-nisieren?

    Wir wollen Strukturen schaffen, in denen wir viel mehr mit den Mitgliedern ins Ge-spräch kommen – und sie daraus folgend auch viel mehr ins Clubleben und in die Clubarbeit einbinden. Und damit meine ich wirklich alle: die Jugendlichen, die Eltern und auch die Älteren, egal ob sie Tennis oder Hockey spielen. Warum soll es künftig keinen Jugendausschuss geben? Warum keinen „Familienrat“? Noch in der Winter-saison werden wir alle Jugendlichen einla-den und ihnen die Möglichkeit geben, einen Jugendausschuss zu etablieren. Als Ansprechpartner für alle Wünsche unserer jungen Mitglieder von 13 bis 20 Jahren. Wir wollen sie so mehr einbeziehen und ihnen die Möglichkeit geben, eigene Ver-anstaltungen zu organisieren, aber auch ihr Engagement für unsere neu zu gestaltende Website nutzen. Der „Familienrat“ soll eher dazu beitragen, besser und schneller mit allen Gruppen innerhalb des Clubs ins Gespräch zu kommen.

    Also werden dort Vertreter aller Interessen zwanglos, aber regelmäßig zusammenkom-men.

    Das Clubleben steht und fällt erfahrungs-gemäß mit der Gastronomie. Ist schon ab-sehbar, wie es da weitergehen wird?

    Dieses Jahr hatten wir das große Glück, dass sich Bernd Drust im Mai kurzfristig be-reit erklärt hat, die Gastronomie vorüberge-hend zu übernehmen. Davon haben wir in diesem Sommer sehr profitiert, denn viele Veranstaltungen waren quasi auf Zuruf mög-lich. Nach dem Motto: Bernd wird´s schon machen. Das wird dem zukünftigen Gast-ronomen nützen, weil auch private Feiern wieder vermehrt im Club stattfanden. Diesen Nachfolger zu finden, ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Monate. Denn unser Ziel ist es natürlich, einen guten Wirt für längere Zeit an den Club zu binden.

    Wo siehst Du im sportlichen Bereich Handlungsbedarf?

    Wir müssen vor allem die Trainersituation in unserer Hockeyjugend weiter deutlich ver-bessern. Wir brauchen einfach noch mehr engagierte und gut ausgebildete Übungs-leiter. Deshalb stricken wir gerade an einem Konzept, das aber sicher erst in 2012 grei-fen kann. Ideal wäre, einen hauptamtlichen Jugendtrainer zu beschäftigen, der den ge-samten Hockeybereich steuert. Das schei-terte bisher an den Kosten.

    Wie schwer ist es, der Erste Vorsitzende sowohl der Tennis- wie der Hockeyspieler zu sein?

    Meine erste ehrenamtliche Tätigkeit im Club war die des Jugendwartes, damals sowohl für Tennis als auch für Hockey. Inso-fern habe ich da einiges an Erfahrung und Affinität. Und ein regelmäßiger Besucher un-serer Hockey-Herren und Hockey-Damen, war ich schon immer, sowohl draußen wie in der Halle. Ich bin der festen Überzeugung, dass dieser Club nur lebt, wenn wir uns nicht entweder über die eine oder über die andere Seite definieren. Es gibt ganz viele Eltern, deren Kinder sowohl Hockey als auch Ten-nis spielen. Das ist unsere Basis – und nicht zuletzt der Charme unseres Clubs.

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    Viele in den umliegenden Stadtteilen wissen gar nicht, dass es uns gibt und was man über den Sport hinaus bei uns bekommen kann

    InTerVIeW„MIT allen Gruppen Ins GespräCH koMMen“

  • aufstiegs-Helden. Unge- schlagen schmetterten sich unsere Tennis-Herren Tobias und Fabian Neumann, Danny

    Kusel, Can Sinirlioglu, Christian Rolbieki und Martin Sattler bei ihren Meden-Spielen durch die Verbandsliga. Im nächsten Jahr heißt es dann: OBERLIGA!

    bundesliga-reife. Was zuletzt keinem Aufsteiger in die zweite Bundesliga gelungen war: Un-sere Hockey-Damen schafften

    Ende Mai bei ihrer Premiere den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse! Jetzt gilt es, auch das verflixte zweite Jahr zu packen (siehe Seite 23).

    Camp-Tage. Zum Start der Sommerferien machten wieder 72 Mädchen und Jungen, groß wie klein, beim Tennis- und

    Hockey-Camp mit. Vier Tage lang wurde ge-spielt, geübt, gelacht und gegessen.

    Feuer-Feier. Die Flammen lo-derten hoch zwischen den Ten-nis- und Hockeyplätzen am 17. Juni: Bei der Sonnenwendfeier

    gab es diesmal neben Stockbrot und Geträn-ken auch eine große Tombola mit über 400 Preisen.

    Hoffnungs-Träger. Beim dies-jährigen Hamburger Ranglis-tenturnier des THC Glashütte schafften es unsere beiden

    U14-Spielerinnen Josepha Sidorow und Laura Bühre bis ins Halbfinale, wobei Laura (im Foto rechts) sich gegen die Topgesetzte des Turniers, Marina Djordjin (l.), erst nach fast drei Stunden geschlagen geben musste.

    Immer-einsatz. Unser lang-jähriges Mitglied Bernd Drust half, die Vakanz in unserer Gastronomie zu überbrücken.

    Das Team der „Hofküche“ sprang ein, nicht nur für den täglichen Betrieb, sondern auch für Club-Events und private Festivitäten etli-cher MTHCler.

    Quer-einsteiger Sie spielen nicht das technisch versier-teste Hockey, aber sie haben Ehrgeiz und Spaß auf hohem

    Niveau. Und dieses Jahr hat das Team der „Spätzünder“ gar den Aufstieg von der zwei-ten in die erste Spielklasse der Hamburger „Six-Pack-Liga“ geschafft.

    referee-nachschub. An Regelkundigen herrscht im MTHC kein Mangel mehr. 20 Jugendspieler absolvierten

    die Jugendschiedsrichterprüfung des Ham-burger Hockeyverbandes, auch ein paar Väter rüsteten sich für den Job an der Pfeife. Insgesamt hat der Club jetzt 73 Referees.

    ur-Gesteine. Im Rahmen der Mitgliederversammlung er-hielten im April 15 MTHCler Ehrennadeln für 25 oder 50

    Jahre im Club. Professor Dr. Karl Hempel, Ralf Kupfermann (Foto l.) und Peter Oetken bekamen von Bernd Dose die Goldene Nadel für ein halbes Jahrhundert in Blau-Weiß. Gratulation!

    Vormittags-asse. Es kann sein, was will: Samstagfrüh, Punkt 10 Uhr, schwingen Günther Witthöft, Georg Chris-

    tiansen, Dr. Jochen Schwarz und Dr. Fritz Walter das Racket. Sie stehen hier für all die anderen Gruppen, die für Leben an den Vormittagen im MTHC sorgen.

    zu guter letzt bedankt sich der MTHC für die Unterstützung unserer Hockey-Mann-schaften durch private Gönner. So wäre die Deckung der in der 2. Bundesliga relativ hohen Reisekosten ohne die Sponsoren des „Toreclubs“ der 1. Damen kaum möglich.

    oldie-power. Souverän vom ersten bis zum letzten Spieltag: Die von unserem Tennistrainer Mike Reynolds angeführten

    „Herren 50“ schafften den Durchmarsch in ihrer Liga und dürfen nun 2012 eine Klasse höher antreten. Glückwunsch!

    lift-boys. Nach 5 Jahren als Fahrstuhl-Mannschaft, in denen ab- oder aufgestiegen wurde, passierte Ungewöhn-

    liches mit den „Herren 40“. Sie gewannen zwei von fünf Meden-Spielen und blieben in der dritten Klasse. Einfach so.

    Mini-stars. Gleich zwei Ten-nis-Mannschaften aus dem Ta-lentschuppen des MTHC quali-fizierten sich für die Hamburger

    Bambini-Meisterschaften im September: Die „U8“ kamen ins Viertelfinale, die „U10“ sogar ins Halbfinale!

    nacht-blau. Eine laue August-Nacht, ein blau illuminiertes Clubhaus, ein fetziger DJ, küh-le Getränke und das Thema

    des Sommers: Sonne oder Regen, Mallorca oder Sylt? Das waren die Elemente der „Blue Night“, unserer Party am ersten Freitag nach den Sommerferien.

    ein-locher. Dass MTHC-Mit-glieder nicht nur Tennis oder Hockey spielen können, bewie-sen Andreas Schamvogel und

    Thomas Wanckel im August beim Genera-tionen-Cup des Golfclub Föhr. Schamvogel gewann mit seinem Sohn Simon den Aus-wahldrive vor Wanckel mit Sohn Johannes und weiteren 40 Paaren.

    Gönner-Geste. Seit Juli zieren sie die Wiese zwischen den Tennis- und Hockeyplätzen: zwei 3x2-Meter große Fußball-

    tore, die sich vor allem bei unseren Jungs großer Beliebtheit erfreuen. Sie sind eine Idee und eine Spende von Heiko Carstens, dem nimmermüden Stürmer unserer „Alten Herren“.

    klassen-erhalt. Es war ein hartes Stück Arbeit, mit einer neuen, durch viele junge Ta-lente ergänzten Mannschaft,

    aber am ersten Juni-Wochenende konnten unsere Hockey-Herren den Verbleib in der Oberliga feiern! Und die neue Saison ist gut losgegangen (Seite 22).

    ja-sager. Die Hochzeit des Jahres im MTHC: Die Hockey-spielerin der 1. Damen, Katha-rina Kappus, und ihr Trainer,

    Lars Dose, haben sich getraut: Am 9. Juli heirateten sie auf dem Standesamt in Zar-rentin, zünftig gefeiert wurde am idyllischen Schaalsee.

    premieren-Gesellschaft. Par-allel zum Tennis- und Hockey-Camp für unseren Nachwuchs fand Anfang Juli erstmals ein

    dreitägiges Erwachsenen-Camp in den frü-hen Abendstunden statt. 16 Tennisfreunde ließen sich von Trainer Danny Kusel und seinem Team scheuchen.

    schul-sport. Anfang Septem-ber fand auf unserer Anlage bereits zum zweiten Mal der Hanse-Cup statt, die Endrunde

    der norddeutschen Schulmeisterschaften im Tennis. Im Finale gewann Bremen gegen Schleswig-Holstein.

    Tombola-königinnen. Chris-tina Pitsch und Steffi Zwerg haben dieses Jahr ein Sonder-lob für Einsatzfreude verdient!

    Sie besorgten, mit Hilfe weiterer Damen, die Preise für zwei große Verlosungen – beim Sonnenwendfeuer und beim Oktoberfest.

    Dress-Geber. Zwei Sponsoren habe es möglich gemacht: Die Knaben B laufen nun in wei-ßen Hemden des Bauunter-

    nehmens Otto Wulff auf, die Hobby-Truppe „Spätzünder“ in blauen Shirts der Immobili-enfirma Jochen Völckers.

    Wieder-Geburt. Nach ei-nem Jahr Pause fand am ersten August-Wochenende wieder der legendäre MTHC-Cup mit insgesamt

    46 Mannschaften statt. Sieger des feucht-fröhlichen Kleinfeldturniers nach insgesamt 189 Spielen: Die Damen von „InTeam“ und die Herren von „Last Green Hope“.

    10 11mthc.deMTHC-journal

    soMMer 2011DIe saIson Von a – z

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    okToberFesTeIne naCHT In blau unD WeIss

  • es ist ein sonntag zur Mittagszeit, stefan Gwildis, 52, sänger, Musiker, bandleader und Hockeyspieler bei den alten Herren des MTHC, kommt vom auswärtsspiel beim uhlenhorster HC ins Clubhaus. Der ur-Hamburger sieht noch etwas verschwitzt aus, etwa so wie nach seinen konzerten, diesen Gipfelstürmen des soul und des jazz, diesen stunden mit ganz viel Groove und Gefühl, in denen er fürs und mit dem pu-blikum spielt, in denen er mit seinen Fans flirtet und gern auch mal blödelt. Stefan trägt noch das rote Hemd, die blaue Hose, die blauweißen ringelstutzen und die Ho-ckeyschuhe aus der partie beim uHC. 4:4 ging sie zu ende, ein Tor hat er beigesteu-ert. Wir setzen uns ins kaminzimmer, er bestellt einen latte Macchiato und stellt sich mit dem ihm eigenen, jungenhaften lächeln den Fragen des MTHC-journals.

    MTHC-Journal: Stefan, Willkommen im Clubhaus. Du bist geradewieder bei den Al-ten Herren aufgelaufen. Was bedeuten Ho-ckey und diese Mannschaft für Dich?

    Gwildis: Ich sehe es als ein Ge-schenk, Teil einer Mannschaft zu sein, vor allem von einer so großarti-gen. Ich stehe unheimlich auf dieses Mannschaftsding, miteinander etwas zu schaffen, füreinander zu ackern. Eine Mann-schaft muss einen Geist entwickeln, aus dem Energie entsteht, ohne diese Vibes ist Erfolg nicht möglich. Wie wichtig „good vibrations“ sind, das sehe ich manchmal bei anderen Mannschaften, wenn die sich zer-fetzen, rumstreiten, selbst bei einer Führung. Da gibt es Teams, die liegen 3:1 vorne und freuen sich nicht, das wäre nicht mein Ding.

    Ihr seid eine über viele Jahre gewachsene Mannschaft?

    Ich bin ja erst vor zwei Jahren dazu ge-kommen, nach dem Tod meines Vaters, der hier Mittelstürmer war. Aber es stimmt schon, es gibt einen alten Kern. Und vor allem gibt es den Jens-Uwe, der ist die treibende Kraft der Alten Herren, sorgt dafür, dass wir praktisch jedes Wochenende ein Spiel haben, bei Wind und Wetter. Er ruft jeden dreimal an, dass er auch kommt.

    hier hinein zu dürfen. Und dann noch mit Hockey-Schuhen! Aber für irgendwas muss Älterwerden ja auch gut sein.

    Wer hat Dich als Kind eigentlich zum Hockey gebracht?

    Eindeutig meine Eltern, was anderes war kaum denkbar. Wobei ich meine ersten Ho-ckey-Versuche in St. Georg und bei Altona 93 gemacht habe, also in Clubs, die ja nicht unbe-dingt für Hockey stehen. Das waren insofern etwas hockey-untypische Jungs, die da spielten, sehr handfest, nicht mit Alsterblick, sondern aus dem wahren Ham-burger Leben eben. Und mein Vater mitten-drin, als Stürmer. In den 70ern ist er dann nach Marienthal gekommen und hat ewig lange bei den Alten Herren gespielt. Bis zu seinem Achtzigsten.

    Nun bist Du ihm im Sturm gefolgt. Bist Du eher Brecher, Renner oder Techniker?

    Eher Brecher und Renner, die Bezeich-nung Techniker fände ich in meinem Fall unpassend.

    Würdest Du Dich allgemein als Sportfan bezeichnen?

    Ich gehe zum Fußball. Ich bin ein großer St.Pauli-Fan, aber ich bin auch beim HSV immer mal wieder im Stadion. Ich finde die Unterschiede hoch interessant, vor allem die Unterschiede in der Liebe der Fans zu ihren Vereinen. Die Liebe des HSV-Fans zu ihrem Verein ist eher von väterlicher Art, während die Liebe des St. Pauli-Fans eher von mütterlicher Art ist. Der väterliche Ansatz ist der: Du kriegst die besten Möglichkeit, dann sehe auch zu, dass Du dafür einiges machst. Die mütterliche Art heißt: verzeihen. Der St. Pauli-Fan, darin sehe ich die Mutter, die weiß, dass ihr Sohn schon so viele Dummheiten gemacht hat, die ihn aber immer weiter stützt. Die ihn am Wochenende auch in Fuhlsbüttel im Knast be-sucht, und sagt: Ich habe Dich trotzdem lieb.

    Hast Du überlegt, so etwas auch mal in einem Song zu verarbeiten? Du hast schon fast alle gesellschaftspolitischen Themen angefasst, bis hin zur Stasi – aber es gibt keinen Text über Sport.

    14 15

    Jens-Uwe und Uwe Jäger schultern das Administrative, zuletzt sagte ein Gegner donnerstags ab, und dann gab es sofort eine neue Option. Das gera-de für Selbständige, die keine Zeit zum Kümmern haben, oder für Leute wie mich großartig.

    Auf wie viele Spiele kommst Du denn im Jahr?

    Etwa 20, also knapp die Hälfte.Die mittelalten MTHCler wissen, dass Du

    schon als Kind in Marienthal gespielt hast.

    Ich war ab elf Jahren hier und ich erinnere mich noch an den Zigarre rauchenden Trainer Behrens, der ein eigenwilliger, strenger Typ war, und es schon mal vorkam, dass er mitten im Trainingsspiel einfach Freistoß pfiff, „wegen Dummheit“, wie er dann erklärte – weil einer die Chance für einen Pass verdaddelt hatte oder so was. Aber die wirklich prä-gende Erinnerung an diese sieb-ziger Jahre war, dass ich mit meiner Hippie-Einstellung nicht so recht passte zum damaligen Clubleben im MTHC.

    Wie war denn das Clubleben?

    Das war Establishment. Gute Manieren waren ganz wichtig. Tennis wurde noch in weiß gespielt. Ich habe ja Hockey und nicht Tennis gespielt, aber ich habe es mitbekom-men, wie einer ein fürchterliches Konzert be-kam, als er mal in einer bunten Hose auflief. Ich habe das noch genau vor mir, ich sehe noch ältere Herren in einer langen weißen Hose spielen. Die sahen aus wie dieser sen-sationelle deutsche Nachkriegsspieler, wie hieß der noch?

    Gottfried von Cramm.Gottfried von Cramm! In einer langen wei-

    ßen Flanellhose. Übrigens ist das heute eine Premiere für mich, hier zu sitzen: im Ka-minzimmer! Das war früher nur den alten Herrschaften vor-behalten. Da muss man ein biblisches Alter erreichen, um

    mthc.deMTHC-journal

    „Ich stehe unheimlich auf dieses Mannschafts-ding“: Gwildis beim Gespräch mit Alfred Weinzierl und Heiko Carstens

    „Die Liebe des St.Pauli-Fans ist eher von mütterli-cher Art“: Fußballfachmann Gwildis

    Mit elf jahren spielte stefan Gwildis das erste Mal in den Farben des MTHC, heute stürmt er bei den alten Herren. ein Gespräch über lange, weiße Tennishosen und seine liebe zum FC st. pauli, die Gemeinsam- keiten einer Hockey-Mannschaft mit einer Musik-band und den sound unseres Clubs.

    IM ClubHaus„DIeses rausCHen Der pappeln“

  • 16 17

    Das ist schwer für einen Song. Zumal in meiner Brust zwei Herzen schlagen. Ich bin ja auch schon eingeladen worden auf die besse-ren Plätze beim HSV: Was man da für ätzende Kommentare hört, schon nach 20 Minuten. Bei St. Pauli erinnere ich mich noch heute an ein sensationelles Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen, das war 2002. Letzter Spieltag, St. Pauli drohte in die dritte Liga abzusteigen. Ich kam zufällig am Stadion vorbei, die Pause war gerade zu Ende, zwei Typen kamen raus, ich fragte sie, wie es aussieht. Grausam, grausam, sagten sie und wollten gehen. Wenn Ihr gehen wollt, könn-te ich ja ´ne Karte von Euch haben, fragte ich. Ja klar, sagten die. Die hatten Karten im Kuchenblock, ich habe da den schlimmsten Grottenkick gesehen, St. Pauli lag 0:1 hinten. Und irgendwann gab es eine Lautsprecherdurchsage über ein anderes Spiel, da hatte jemand ein Tor geschossen und deshalb reichte uns ein Unentschieden für den Klassenerhalt. Und so ging es in die letzten Minute, und der Torwart, der hieß Wehlmann oder so, der schlug den Ball nach vorne und wedelte mit seinen großen, handschuhbewehrten Händen dem Ball hinterher, und alle Leute standen auf und wollten diesen letzten Angriff ins Tor tragen. Plötzlich hatte das ganze Stadion so ein Spirit erfasst und die St. Pauli-Jungs probierten es noch einmal und dann kam eine Flanke von rechts und irgendjemand stocherte den Ball über die Linie und St. Pauli war gerettet. Das Spiel war grausam, aber trotzdem haben die Leute mitgefiebert, haben sich nicht weggestohlen, sondern so einen Spirit entwickelt. Das ist bezeichnend für die Fans.

    Das ist das Kapital von St. Pauli.

    Das ist das Kapital jeder Mannschaft, ob Fußball oder Hockey oder andere Spielarten, wenn es ihr gelingt, so etwas untereinander herzustellen und so etwas mit dem Publikum herzustellen. Dann ist es großartig. Das geht aber nur, wenn man sich achtet.

    Siehst Du Ähnlichkeiten zwischen dem Innenleben einer Hockey-Mannschaft und dem Innenleben einer Musik-Band?

    Ja, auf jeden Fall. Eine Band ist eine Mannschaft. Wenn es da untereinander stimmt, wenn die harmoniert, dann springt auch der Funke über. Für mich sind Konzerte auch mehr Dialo-ge, also ein Spiel mit dem Publikum. Was wir machen, ist ja Unterhaltung, deshalb muss es mit den Leuten einen Dialog geben. Die Menschen geben ganz viel Vorlagen: die wählen ein Konzert aus, bezahlen Eintritt und die geben sich einer Sache hin. Das finde ich ganz schlimm verschossen, wenn das nicht bedient wird.

    Merkst Du, wenn etwa der Gitarrist bei einem Konzert nicht gut drauf ist?

    Das spürst du. Speziell in einem Team, das sich wie wir ja schon lange sehr treu ist. Da merkt man, wenn einer nicht gut groovt. Ich merke es daran, dass ich mich umdrehe. Bei guten Konzerten drehe ich mich nicht zur Band. Das soll keine Unhöflichkeit der Band gegenüber sein, aber ein Auftritt, in dem ich mich keinmal zur Band gewendet habe, ist Zucker. Da habe ich dann höchstens mal einem der Musiker zugelächelt, um mich für sein Solo zu bedanken: eh Alter, geiles Solo.

    Was war zuerst da: Deine Liebe zum Sport oder zur Musik?

    Mein Vater war ein großer Fan von Sam-my Davis junior, überhaupt von der ganzen Kultur der schwarzen Amerikaner. Er hat zwar selber keine Musik gemacht, aber er hat sie sehr verehrt. Damit bin ich groß geworden. Meine Mutter hat immer viel ge-pfiffen, bis heute tut sie das. Ich nenne sie die Ilse Werner von Barmbek. Mein Vater hat mich auch aufgeweckt, wenn die Boxkämp-fe von Muhammad Ali übertragen wurden. So spirituelle Menschen wie Ali oder Davis haben auch mich beeindruckt. Ali war ja ein großer Philosoph. Der hat sich ja auch wie ein guter Jäger beschäftigt mit seinem Opfer, hat Gedichte über den Gegner geschrieben. Und da spanne ich auch den Bogen vom Sport zur Musik wieder. So inspirierende Menschen wie Ali sind ganz wichtig für mich.

    Hast Du noch einen musikalischen Traum, den Du verwirklichen möchtest?

    Jetzt, wo ich 52 bin, ist die Frage berechtigt. Ganz viel. Das sind aber Prozesse, die laufen, etwa wenn ich neue Musiker treffe, mit denen über Projekt brüte. Auch jede Arbeit über ein neues Album ist die Verwirklichung eines Traums. Wir arbeiten ja gerade an einem, das im Frühjahr aufschlagen soll.

    Gibt’s noch Idole?

    Für mich sind es die alten schwarzen Musiker aus den Staaten. Das sind alles Leute, die sind so wie sie sind. Da hat niemand gesagt: Junge, komm mal her, zieh mal eine weiße Hose an, lauf mal von hier nach da, die sind nicht aus einem Casting-Gedanken herausgekommen. Ich finde diese neue Art unmöglich. Diese alten Schwarzen sind Typen und eigentlich gilt das für die Großen im deutschen Geschäft genauso: Lindenberg, Grönemeyer, das sindnicht unbedingt die besten Sänger, aber es sind Typen. Diese Casting-Kreaturen tun mir ein bisschen leid, die werden hochgejazzt, aber die haben nichts Nachhaltiges. Wir kommen ja wirklich viel herum in Deutschland, aber Plakate von den ehemaligen DSDS-Siegern und den anderen angeblichen Supertalenten sehe ich nirgendwo.

    Was dürfen wir denn auf der neuen CD erwarten?

    Soul. Viele eigene Stücke, die wir in der letzten Zeit kreiert haben. Und natürlich deutsche Texte.

    Um was geht es in den Texten?

    Meistens um Beziehungen, das ist nun mal die größte Triebfeder. Und um Haltung. Wie man zu den Dingen steht und was man daraus macht. Das sind wichtige Zeilen.

    Wie entstehen Deine Texte?

    Die meisten entstehen zusammen mit Michi Reincke, meinem alten Freund, mit dem ich schon zur Schule gegangen bin, aufs Matthias-Claudius-Gymnasium. Wir kennen uns richtig gut, wir wissen auch von den Themen, die ich interessant finde. So ein Text ist oft ein längerer Prozess, der mit ganz normalen Gesprächen anfängt, oft über Monate. Aber es braucht na-türlich auch die Musik, die da sein muss, oder die Zeile, die klingen muss.

    Was ist denn zuerst da?

    Sehr unterschiedlich. Mal ist es die Zeile, die geil ist. Jahrelang hat mich eine Zeile beglei-tet, die ich in einem italienischen Reiseführer gelesen habe: Quanto tiempo abbiamo? Das heißt: Wieviel Zeit haben wir? Eine großartige Frage, eine tolle Zeile. Im philosophischen Sinne finde ich das großartig, denn man weiß es ja nicht. Die Zeile habe ich jahrelang mit mir rumgetragen, habe daraus ein paar sehr blumige Strophen gemacht, die es aber dann irgendwie doch nicht waren. Und dann hatte ich ein Erlebnis bei einem Steh-Italiener, zu dem ich ab und zu gehe. Ich wurde begrüßt wie immer, von wegen Dottore und so. Ich fragte den Wirt nach seiner Frau, die ich gut kannte, und er antwortete: Meine Frau ist vor vier Wochen gestorben. Ich war länger nicht da gewesen und mich traf der Schlag. Alter Schwede, so schnell geht das, und es weiß ja auch jeder, dass es schnell gehen kann. Und darum geht es nun bei „Wieviel Zeit haben wir?“, um den Wirt, seine Frau, das ist ganz typisch für unsere Lieder. Es geht um erwachsene Themen.

    Mit eigenen Kompositionen oder mit Coverversionen bekannter Songs?

    Ganz viele frische Kompositionen, ich spiele mit dem Gedanken, ein oder zwei Coverversi-onen von bekannten Stücken reinzunehmen. Mehr aber nicht.

    Stell´ Dir vor, Du sollst einen Song über Marienthal schreiben: Welche fünf Wörter müssten da vorkommen?

    Pappeln. Das Geräusch der Pappeln, das ist der Sound dieses Clubs. Dieses Rauschen. Dann der Schweiß der Teams. Wärme. Herzlichkeit. Gute Atmosphäre. Das Kaminzimmer.

    Man nehme: Deutschlands Soulstimme Nummer eins, einen Cellisten und einen Gitarristen. Dabei heraus kommt: Stefan Gwildis „Anplackt – zwei Gitarren, ein Cello“.

    Mi, 14.03.12, 20:00 uhr Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal Johannes-Brahms-Platz, 20355 Hamburg

    stefan Gwildis live mit band in Hamburg

    mthc.deMTHC-journal

    „Für mich sind Konzerte auch Dialoge mit dem Publikum“: Gwildis im Kaminzimmer des MTHC

    IM ClubHaus„DIese CasTInG-kreaTuren Tun MIr leID“

  • auFsCHlaGTennIs neWs

    18MTHC-journal

    Clubturnier unserer jugend

    spiel, satz und spaßWas für ein Auflauf! Was für ein Sport! Was für ein Spaß! 82 Kinder und Jugendliche nah-

    men am clubinternen Jugendturnier in der zweiten September-Woche teil. Es wurde an fünf Abenden gekämpft, geschmettert und scharf geschossen, in insgesamt elf Altersklassen. Und am Ende gab es, unter den Augen vieler Eltern, eine große Siegerehrung und Pokale für alle Finalisten aus der Hand unserer beiden Tennislehrer Danny Kusel und Mike Reynolds. „Das war ein so tolles Turnier mit so großartigen jungen Sportlern“, lobte der MTHC-Vorsitzende John Mönninghoff, „dass wir es gleich zu Beginn der kommenden Saison im Frühjahr 2012 wieder ausrichten werden.“ Auch Danny Kusel war vom Einsatz und Ehrgeiz der Teilnehmer beeindruckt: „Es hat auch denen erkennbar Spaß gemacht, die nicht ins Finale kamen.“

    restplätze in der Halle

    Immer wieder sonntagsAuch wenn die Nachmittagszeiten von

    den vielen Trainingsgruppen unserer Ju-gend an Werktagen gut belegt sind, gibt es immer noch Restplätze in unserer Tennishal-le. Einen genauen Überblick verschaffen der Belegungsplan im Eingang der Halle oder unsere Damen in der Geschäftsstelle. Noch reichlich Dauerbuchungszeiten für Spätent-schlossene bietet vor allem der Sonntag – und dies zu einem vergleichsweise güns-tigen Abo-Tarif. Aber auch Einzelbuchungen sind selbstverständlich möglich.

    History

    Meister-MädelsBei den Hamburger Mannschaftsmeisterschaften 1996 ließen sich die jungen Damen des

    MTHC (Jahrgang 1982 bis 1984) in der Altersgruppe „Mädchen“ nicht bezwingen und holten sich den Wanderpokal des Verbandes. Stehend von links nach rechts: Trainer Mike Reynolds, Nina Becker, Cornelia Bense, Caroline Grage, Kristina Reynolds, Rikke Larsen und Babette Never. „Wir waren eine hochmotivierte und lustige Gruppe, alle von kleinauf im Club“, erinnert sich Nina Becker, die als einzige noch heute für den MTHC spielt – und Trainerstunden gibt.

    alle Finalisten im ÜberblickBambini: 1. Mia Meerbach, 2. Lilli Seifert U8/9 w: 1. Clara Verstel, 2. Jenna Larsen U8 m: 1. Christoph Schreyer, 2. Georg Schönrock U9 m: 1. August Spreitzer, 2. Bendix Mansfeld U10 w: 1. Liza Zwerg, 2. Anna Pitsch U10 m: 1. Kajo Kucheta, 2. Emil Kruse U12 w: 1. Charly Hirschberger, 2. Katharina Rudenko U12 m: 1. Tom Pitsch, 2. Florian Carstens U14 m: 1. Pablo Donner, 2. Jacob Schüning U18 w: 1. Paula Kruse, 2. Emily Hirschberger U18 m: 1. Niklas Beese, 2. Sören Scholz Fairnesspreis: Joris Gußner

    Joris Gußner

    Jenna Larsen

    mthc.de

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    Die Hallen-TermineDamen oberligaSa, 14.1. MTHC - Harvestehuder THC (18:00)So, 22.1. MTHC - THC von Horn Hamm (12:00)Sa, 28.1. SV Blankenese - MTHC (18:00)

    So, 5.2. MTHC - Harburger TB (12:00)Sa, 18.2. Club an der Alster II - MTHC (18:00)

    Sa, 25.2. MTHC - Großflottbeker THGC III (18:00)Sa, 10.3. SC Victoria - MTHC (18:00)

    Herren VerbandsklasseSa, 7.1. MTHC - SV Blankenese II (18:00)Sa, 21.1. MTHC - TC Wedel (18:00)Sa, 11.2. THC von Horn Hamm II - MTHC (18:00)

    Sa, 18.2. Rahlstedter HTHC II - MTHC (17:00)

    19

  • 21mthc.de

    kurze eCkeHoCkeY neWs

    jugend

    erfolge im pokalIn diesem Sommer waren es vor allem die ganz jungen Mannschaften, die uns mit vielen

    tollen Spielen begeistert haben. So setzten sich die von Kira Stahmer trainierten Knaben B in ihrer Pokal-Gruppe mit 18 Punkten und 44:12 Toren souverän gegen Kiel, Polo, Klipper 3 und Victoria durch. Im Halbfinale gab es dann leider eine ebenso knappe wie unglückliche 1:2-Niederlage gegen Alster 2, die aber das positive Gesamtbild dieser Feldsaison nicht trüben konnte.

    Was herauskommen kann, wenn ein Team über zwei Jahre lang kontinuierlich aufgebaut wird, war zuletzt bei den Mädchen C zu beobachten. Sie holten in ihrer Pokalgruppe in 12 Spielen 27 Punkte bei 49:15 Toren und qualifizierten sich mit Platz 2 für die Zwischen-runde. Eine Niederlage (1:2) gegen Bergstedt in einem packenden Spiel und ein 3:1-Sieg über Phönix Lübeck bedeuteten Platz 2, der zwar nicht für den Einzug in die Endrunde reichte, auf den die Mädels aber dennoch stolz sein können. „Anfangs war nach dem Aus-scheiden die Enttäuschung groß“, berichtet eine Hockey-Mutter, „aber von Minute zu Minute legte sich das und unsere Mädchen begriffen, wie weit oben sie in der Pokalrunde gelandet waren.“ Für die Hallensaison hat Trainer Ralf Achilles seine stets mannschaftlich geschlosse-ne Truppe für die Meisterschaftsrunde angemeldet.

    Dass unsere jüngsten Teams in diesem Sommer einen bedeutenden Schritt nach vorn machten, belegen auch die Ergebnisse der Knaben C, die in ihrer Gruppe in 10 Spielen 16 Punkte erzielten und Dritter wurden, und die Knaben A, die mit 15 Punkten aus 8 Spielen als Zweiter nur knapp von Bergstedt übertrumpft wurden.

    20MTHC-journal

    zum Tod von karin Dose Die Hockey-Mutter

    Ein bescheidenes, zurückhaltendes und doch immer engagiertes Mitglied der MTHC-Familie hat den Kampf ver-loren. Am 6.Oktober ist Karin Dose nach langer Krankheit verstorben.Durch ihr großes Engagement für den Club hat sie sich, ohne sich in den Vordergrund zu stellen, verdient ge-macht. Bei zahlreichen Veranstaltun-gen, wie die legendären Frühjahrsfeste, Oktoberfeste, und bei vielen Hockey-veranstaltungen war sie mit ihrem Organisationstalent bei Planung, Dekoration und Ausführung zur Stelle. Darüber hinaus war Karin selbst sport-lich aktiv. Sie war Mannschaftsführerin der „Marienkäfer“ und spielte auch gern Tennis. Als Fan der 1. Hockeydamen und 1. Hockeyherren gehörte sie zu den Treuesten und Ausdauerndsten. Auf allen Positionen wird Karin eine Lücke hinterlassen. Unser Mitgefühl gehört vor allem ihrem Mann Bernd und ihren Söhnen Theves und Lars.

    Gaby Zarling

    Die Hobbyteams im Überblick

    Von käfern und elchenAußer den drei Herren- und zwei Damenmannschaften haben sich im MTHC eine

    Reihe weiterer Freizeitteams gefunden. So treffen sich die „Alten Herren“, über- wiegend ehemalige Meisterschaftsspieler des MTHC im Alter von 40 bis über 60 Jahren, fast jeden Sonntagvormittag zu Freundschaftsspielen gegen andere Hamburger AH-Mannschaften. Die „Elche“, ebenfalls Ex-Vereinsspieler, bevorzugen den Samstagnachmittag; die „Spätzünder“ sind in erster Linie Spätberufene, darunter viele Eltern von aktiven Hockeyjugendlichen, die montagabends in der Hamburger „Six-Pack-Liga“ um Punkte fighten. Zwei Seniorinnen-Teams firmieren als „Marienthaler“ (Spiel oder Training am Mittwochabend) bzw. als „Marienkäfer“ (Montagvormittag), und eine echte Besonderheit sind die „Mini-Mix“, eine gemischte Hobbytruppe von Damen und Herren, die sich am Sonntag-abend für eine gar nicht so ruhige Kugel verabreden.

    Den richtigen Weg zu finden ist eine Frage der Erfahrung. Seit 150 Jahren sind wir in Asien vor Ort tätig die besonderen Herausforderungen dieser Märkte sind uns vertraut. Als Geschäftspartner profitieren Sie von dieser Erfahrung ohne Umwege.

    Carls Pfiff „Was ist der self-pass eigentlich genau?“

    Carl Egge, Jungschiedsrichter und Knaben B-Hockeyspieler weiß es: „Beim Self-pass muss der Ball nach einem Abschlag, Frei-schlag, Anstoß und der langen Ecke nicht abgespielt werden. Nachdem der Ball einmal gelegen hat, darf der ausführende Spieler ihn anticken, kurz rollen lassen, dann wieder auf-nehmen und mit ihm weiterlaufen. Die Gegen-spieler müssen dabei 5 Meter Abstand halten. Tun sie dies nicht, dürfen sie den ballführen-den Spieler auf einer Strecke von 5 Metern nicht angreifen. Läuft der ausführende Spie-ler direkt in den Verteidiger hinein und zwingt diesen zu einer Aktion, gibt es Freischlag für den Verteidiger.“

    Mädchen A

    Spätzünder

    Mädchen B

    Mädchen CKnaben DKnaben B

  • 23mthc.de

    1. Herrennur zWeI punkTe bIs zur spITze

    Hallen-Termine 2. BundesligaSa 19.11 Hannover 78 - MTHC (17:00 Uhr)So 27.11 MTHC - Braunschweig 12:00 Uhr)Sa 3.12. TG Heimfeld - MTHC (16:15 Uhr)So 4.12. MTHC - DTV Hannover (12:00 Uhr)So 11.12. Rahlstedter HTC - MTHC (12:00 Uhr)Sa 17.12. Braunschweig - MTHC (16:00 Uhr)So 15.1. MTHC - Hannover 78 (12:00 Uhr)So 22.1. MTHC - TG Heimfeld (12:00 Uhr)So 29.1. DTV Hannover - MTHC (14:00 Uhr)Sa 4.2. MTHC - Rahlstedter HTC (16:00 Uhr)

    22MTHC-journal

    Das Handy piepte, SMS von Trainer Olli Melchert. Olli, mein älterer Bruder, bestellte uns zum Trainingsauftakt, die Sommerpau-se war vorbei – und uns allen klar, dass wir eine Saison wie die vorherige nicht noch ein-mal erleben wollten. Unser Anspruch kann es nicht sein, um den Klassenerhalt in der Oberliga zu spielen. Leider ist dies aber die Realität, wenn man sieht, wie dünn besetzt der Kader ist. Wir können nicht wie andere Vereine aus einer üppigen Jugendabteilung schöpfen – also heißt es, klarkommen mit

    zigmal aufs Tor und schossen nur zwei Tore, konnten die 2:3-Niederlage mithin nicht ver-hindern. Der vierte Spieltag sollte ein Spiel mit Handicap werden - schließlich hatten wir am Abend zuvor bei uns im Club das sen-sationelle Oktoberfest. Dass wir nicht ganz auf Bier verzichtet hatten, merkten wir ge-gen den Hamburger Polo Club, bei einem mäßigen 1:1 ließen wir zwei wichtige Punkte liegen. Zum letzten Spiel auf dem Feld in diesem Jahr fuhren wir nach Kiel. Wir domi-nierten die Partie von Anfang an, verpassten es aber leider, früh den Sack dicht zu ma-chen. So wurde es ein enges 2:1.

    Damit sind wir nur zwei Punkte hinter der Spitze und haben im nächsten Frühjahr mit einem verstärkten Kader die Möglichkeit oben mitzuspielen. Jetzt geht es in die Halle, wo es wieder „2. Bundesliga“ heißt. Darauf freuen wir uns immer das ganze Jahr. Die-ses Team in der Halle ist seit langer Zeit das „Aushängeschild“ der MTHC-Hockey-Her-ren. Hoffentlich auch wieder mit viel Unter-stützung von den Marienthaler Zuschauern. Marines Go!

    Patrick Melchert

    dem, was man hat. Und das ist, wie sich he-rausgestellt hat, an manchen Tagen Oberli-ga-Spitze und an manchen Oberliga- Keller.

    Vor dem ersten Punktspiel bei Flottbek wussten wir nicht so genau, wo wir standen. Unsere Vorbereitung war eher durchwach-sen und Flottbek war letzte Saison Zweiter. Im Spiel zeichnete sich aber schnell ab, dass an diesem Tag zwei gleichstarke Mann-schaften aufeinander trafen. So ging es auch gerechterweise 4:4 aus.

    Das zweite Punktspiel sollte unsere beste Saisonleistung werden. Es ging zu Hause gegen die 3. Herren vom UHC. Eine Mann-schaft gespickt mit ehemaligen Erstliga-spielern wie Phillip Sunkel und Patrick Brei-tenstein. Doch in diesem Match zogen alle mit und zeigten großen Willen. Wir gewan-nen 6:3. Das dritte Punktspiel hatten wir im Stadtpark bei Horn Hamm. Aus unserer Er-fahrung immer ein unangenehmer Gegner. Und so sollte es auch kommen, es wurde ein im wahrsten Sinne des Wortes „dreckiges Spiel“. Horn Hamm schoss dreimal aufs Tor und erzielte drei Tore, wir schossen zwan-

    Hintere Reihe von links: Jochen Leitzmann, Christoph Kirsch, Martin Schütt, Thomas Papendieck, Mauri Beyer, Jordan Ott, Trainer Oliver Melchert. Mittlere Reihe: Lars Dose, Marc Behncke, Konstantin Wetzel, Patrick Melchert. Vordere Reihe: Emanuel Bahr, Felix Zeis, Marcus Bühre-Neidhardt, Antonius Mann, Christoph Hansen.

    oberliga Hamburg/schleswig-Holstein, die aktuelle Tabelle zur Winterpause

    1. Harvestehuder THC 2 26:13 10 2. Uhlenhorster HC 3 17:14 9 3. Großflottbek THGC 2 19:13 8 4. Marienthaler THC 15:12 8 5. Club an der Alster 2 14:15 7 6. THC Horn Hamm 10:18 7 7. Hamburger Polo Club 9:16 5 8. 1. Kieler THC 10:19 1

    Hallen-Termine Regionalliga Nord So 13.11. MTHC - SC Victoria (14:00 Uhr)Sa 19.11. DHC Hannover - MTHC (14:00 Uhr)So 27.11. MTHC - Hannover 78 (14:00 Uhr)Sa 3.12. Club zur Vahr - MTHC (17:00 Uhr)So 4.12. MTHC - TG Heimfeld (14:00 Uhr)So 11.12. Großflottbek - MTHC (13:30 Uhr)So 18.12. MTHC - Rissener SV (14:00 Uhr)So 15.1. SC Victoria - MTHC (17:30 Uhr)So 22.1. MTHC - DHC Hannover (14:00 Uhr)So 29.1. Hannover 78 - MTHC (13:00 Uhr)Sa 4.2. MTHC - Club zur Vahr (14:00 Uhr)So 5.2. TG Heimfeld - MTHC (14:00 Uhr)So 12.2. MTHC - Großflottbek (14:00 Uhr)So 19.2. Rissener SV - MTHC (12:00 Uhr)

    Es ist nun schon die zweite Saison für uns in der 2. Bundesliga Nord. Wir sind eine bunte Truppe und ergänzen uns wirk-lich gut. Jede Einzelne hat ihre Stärken und Schwächen, wir vertrauen uns und helfen uns gegenseitig. Letzte Saison, unsere erste so weit oben, mussten wir noch nach dem Abpfiff unseres letzten Meisterschaftsspiels zittern und auf das Ergebnis unserer Konkur-renz warten, ehe der Klassenerhalt perfekt war. Doch danach war die Freude übergroß.

    Das Ziel für diese Saison ist das Gleiche: Klassenerhalt. Bisher mussten wir drei Niederlagen einstecken, haben zweimal gewonnen und konnte zwei Remis für uns verbuchen. Jeder einzelne Punkt ist für uns wichtig. Das Resultat waren zwei Unent-schieden. In den letzten beiden Spielen, in denen wir in der Rolle des Underdog antra-ten, haben wir wirklich mit einer geschlosse-nen und kämpferischen Leistung überzeugt. Gegen Eintracht Braunschweig und auch gegen Großflottbek haben wir kaum Räume zugelassen und sehr diszipliniert „unseren Stiefel" gespielt. Und dass wir uns nicht

    unterkriegen lassen, haben wir auch im letzten Wochenende der Hinrunde bewie-sen, als wir nach einer 0:10-Klatsche in Mülheim einen Tag später beim HC Essen einen 4:3-Sieg holten.

    Mit unseren plötzlichen Kontern sind wir sehr gefährlich und konnten somit in beiden Spielen auch in Führung gehen. Auch nach einem Rückstand lassen wir die Köpfe nicht hängen, sondern wir kämpfen weiter.

    Leider sind unsere finanziellen Mittel wirk-lich sehr knapp bemessen. Ein Auswärts-wochende und die Schiedsrichterkosten bei unseren Heimspielen schlagen da oft sehr zu Buche. Deshalb haben wir den „Toreclub“ ins Leben gerufen, pro erzieltem Treffer wer-den wir mit einer beliebigen Prämie schon von vielen unterstützt. Doch wir würden uns natürlich auch über weitere Förderer freuen. Aktuelle Infos, Spielberichte und Fotos findet ihr auch auf unserer Homepage: www.mthc-damen.jimdo.de.

    Stehend von links: Pernilla Rausch, Christina Gienapp, Caroline Schlegel, Sabine Kliemchen, Kerstin Schwarzer, Marit Stritz, Katharina Dose, Tatjana Schmidt, Lisa Steppat. Kniend von links: Trainer Lars Dose, Laura Zörnig, Anika Martens, Anna Katharina Bunte, Franziska Mattes, Selina Schmidt, Kathrin Martens. Liegend: Sophie Borkel. Auf dem Bild fehlen: Janna Cordes, Laura Andersch.

    1. DaMenIn Der rolle Des unDerDoG

    2. bundesliga, die aktuelle Tabelle zur Winterpause

    1. Harvestehuder THC 27:7 18 2. Uhlenhorst Mülheim 30:9 12 3. E. Braunschweig 11:4 11 4. Großflottbeker THGC 10:12 9 5. RTHC Leverkusen 10:12 8 6. Marienthaler THC 11:27 8 7. HC Essen 99 14:19 5 8. DHC Hannover 8:31 4

    Wir bedanken uns herzlich bei Familie Kappus, Familie Rausch und vor allem bei Familie Dose für ihre ständige Unterstützung auf und neben dem Platz. Wir bedauern den Verlust von Karin Dose zutiefst und spre-chen unser aufrichtiges Mitgefühl aus.

    Marit Stritz