hard Juli/August 2013

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Zeitung der Marktgemeinde Hard

Text of hard Juli/August 2013

  • 06 Trinkwasserversorgung Beim Schlssle entsteht neues Wasserschutzgebiet 08 Positiver Rechnungsabschluss Sehr gutes Haushaltsjahr 2012 22 Regionale Zusammenarbeit verstrken Verein Wirtschaftsregion Hofsteig aus der Taufe gehoben 30 GucKuk Kindersommer Spiel und Spa in den Sommerferien 36 Treffpunkt fr Pferdefreunde Springreitturnier im Reitsport-Zentrum Hard 42 hardmovie Sommerkino unter freiem Himmel

    hard 07-08/13

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  • hard 07-08/1303 Editorial

    Liebe Harderinnen und Harder!

    Die Trinkwasser- versorgung fr die Harder Brger ist endgltig gesichert.

    Nach langen Vorbereitungen und Verhandlungen ist es uns gelungen, die Trinkwasserversorgung fr die Harder Brgerinnen und Brger endgltig zu sichern. Beim Schlssle Mittelweiherburg wird auf einer Flche von 42.000 m2 eine Wasserschutzzone sowie ein neues Trink-wasser-Pumpwerk errichtet. Mglich macht dies ein Grundstckstausch der Marktgemeinde Hard mit dem neuen Eigentmer des Gutshofes Mittelweiherburg, Gnther Lehner. Nachdem der bisherige Eigentmer eine Schweizer Stiftung mit sechs beteiligten Institutionen einen Verkauf an die Gemeinde Hard und die Errichtung eines Wasserschutz-gebietes samt Pumpwerk ausdrcklich ausgeschlossen hatte, freut es mich, dass sich ein Harder gegen eine Vielzahl anderer Interessenten durchsetzen konnte und den zwlf Hektar groen Gutshof erworben hat. Bei einem anderen Kufer htte es sich weitaus schwieriger gestaltet, das ffentliche Interesse der Marktgemeinde Hard im notwendigen Ausma sicherzustellen. Fr die fairen Verhandlungen mchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei der Familie Lehner bedanken.

    Vom 31. Mai bis 2. Juni wurde unsere Heimatgemeinde von den inten-sivsten Niederschlgen seit rund eineinhalb Jahrzehnten heimgesucht. Erinnerungen an das Hochwasser 1999 rckten wieder ins Bewusstsein vieler Harderinnen und Harder. Dass unsere Gemeinde diesmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist, ist einerseits gettigten Investitionen im Bereich Hochwasserschutz, andererseits dem selbstlosen Einsatz der Einsatzkrfte zu verdanken. Untersttzt von befreundeten Feuerwehren umliegender Gemeinden, haben die Mitglieder unserer Feuerwehr tagelang beinahe bis zu Erschpfung gegen die Wassermassen angekmpft und die Harder Brgerinnen und Brger bestmglich untersttzt. Auch die Rot-kreuzabteilung hat sich in diesen schwierigen Tagen groartig engagiert und ihres zur Bewltigung der Ausnahmesituation beigetragen. Im Namen der Marktgemeinde Hard mchte ich allen Helferinnen und Helfern fr ihren vorbildlichen Einsatz im Dienste der Allgemeinheit meinen groen Dank aussprechen.

    Ihr Brgermeister Harald Khlmeier

  • hard 07-08/1304 Aus der Gemeinde

    wehrmnner der Feuerwehren Hard, Lustenau, Gaiau, Fuach, Bregenz-Fluh sowie der Betriebsfeuerwehr der VKW im Einsatz, informiert Kommandant Manfred Lerchenmller, der gleichzeitig darauf aufmerksam machen mchte, dass bei derartigen Ereignissen auch ein gewisses Ma an Eigeninitiative und Mithilfe von Seiten der Bevlkerung ge-fragt ist. Das Auspumpen von Kellern gehrt im Grunde nur bei Gefahr in Ver-zug zur Zustndigkeit der Feuerwehr. Wenn es die Groschadenslage erlaubt, helfen wir natrlich gerne mit allen

    berflutete Unterfhrungen, Wasser in Kellern und Garagen - fr die Betroffenen schlimm genug. Dennoch htten die schweren Niederschlge Ende Mai, Anfang Juni noch weitaus greren Schaden anrichten, groe Fl-chen der Gemeinde unter Wasser setzen und damit eine Katastrophe auslsen knnen.

    Die Regenmenge von zwei Monaten

    An besagten drei Tagen ist in Hard mit 145 mm eine so groe Re-genmenge niedergegangen, wie in den Monaten Mrz und April zusammen. Dass wir von einer Katastrophe glck-licherweise verschont geblieben sind, ist auf mehrere Faktoren zurckzufh-ren, berichtet Brgermeister Harald Khlmeier. So haben sich die nach dem Unglck 1999 gettigten Investitionen in den Hochwasserschutz bezahlt ge-macht. Wir konnten umgehend reagie-ren und noch vor Eintritt der Ereignisse wirkungsvolle Schutzmanahmen einleiten.

    Rechtzeitig Manahmen eingeleitet

    Durch das Setzen sogenannter Dammbalken beim Fischteich sowie beim Hochwasserpumpwerk beim Dorfbachhafen wurden zwei neu-ralgische Bereiche gegen den See hin abgeschottet. Im Anschluss wurden an beiden Stellen Hochwasserpumpen in Betrieb genommen. Dadurch konnte der Wasserspiegel abgesenkt und gleichzei-tig das Abflussvermgen des Dorfba-ches sowie der Zuflsse des Fischteichs erhht werden. Weitere Hochwasser-pumpwerke beim Inselbach, Zollhafen und beim Dampferhafen sowie das Grundwasserpumpwerk in der Au wur-den ebenfalls aktiviert. Brgermeister Khlmeier: Ohne diese Schutzmanah-men htte es in unserer Gemeinde ber-schwemmungen wesentlich greren Ausmaes gegeben.

    Technische Schutzeinrichtungen gegen Hochwasser sind das eine, noch viel wichtiger bei der Bewltigung einer solchen Ausnahmesituation ist aber das Zusammenspiel der Einsatzkrfte - und das hat beispielhaft funktioniert: Die Einsatzleitung, bestehend aus Brger-meister Harald Khlmeier, Feuerwehr-kommandant Manfred Lerchenmller, Gerhard Debortoli (Wasserwerk) und der Bauhof-Leitung - koordinierte von der im Feuerwehrhaus eingerichte-ten Stabsstelle aus alle notwendigen Schritte und war tagsber wie nachts immer wieder an den Schlsselstellen vor Ort, um die Lage zu beurteilen und mitzuhelfen.

    1.650 Einsatzstunden

    Was die Feuerwehr an den drei Tagen und Nchten zu bewltigen hatte, machen die Zahlen deutlich: Bei 160 Einstzen im gesamten Gemeindegebiet wurden insgesamt 1.650 Stunden fr die Allgemeinheit geleistet. Insgesamt waren an den drei Tagen 130 Feuer-

    Hochwasserschutz hat uns vor Schlimmerem bewahrtDie intensiven Regenflle zwischen dem 31. Mai und 2. Juni htten in unserer Gemeinde in einer Katastrophe wie im Jahr 1999 mnden knnen.

    Randvoll: Die Unterfhrung im Grafenweg in Richtung Ried.

    Unwetter vom 31. Mai bis 2. JuniNiederschlagsmenge: 145 mm (31. Mai, 7 Uhr, bis 3. Juni, 7 Uhr)Feuerwehreinstze: 160Einsatzstunden: 1.650Beteiligte Einsatzkrfte: . Feuerwehren Hard, Lustenau, Gaiau, Fuach, Bregenz-Fluh, Betriebsfeurwehr der VKW. Rotkreuzabteilung Hard

  • hard 07-08/1305 Aus der Gemeinde

    uns zur Verfgung stehenden Mitteln. Rein prventiv sollten die Brgerinnen und Brger aber die Anschaffung einer Pumpe in Erwgung ziehen, um bei Unwetterereignissen dieser Gren-ordnung besser gerstet zu sein, so der Feuerwehrkommandant.

    Groes Lob gebhrt auch den Mitglie-dern der Rotkreuzabteilung Hard, die nicht nur die Feuerwehren mit Verpfle-gung versorgten, sondern selbst tatkrf-tig mit anpackten.

    Gemeinde Hard bedankt sich

    Die Einsatzkrfte haben an den drei Tagen Auerordentliches geleistet, das Zusammenspiel aller Beteiligten hat hervorragend funktioniert. Die Gemein-de Hard ist der Feuerwehr Hard, den befreundeten Feuerwehren der umlie-genden Gemeinden, der Rotkreuzabtei-lung Hard und vielen weiteren Helferin-nen und Helfern zu allergrtem Dank verpflichtet, so Brgermeister Harald Khlmeier abschlieend.

    Brgermeister Harald Khlmeier ordnete das Einsetzen der Dammbalken an.

    Hochwasserpumpen liefen auf Hochtouren. Hoher Wasserstand der Dornbirner Ache.

  • hard 07-08/1306 Aus der Gemeinde

    wurde deshalb nach einem geeigneten Standort fr ein neues Trinkwasser-Pumpwerk gesucht. Im Nahbereich der Mittelweiherburg wurde man schlie-lich fndig.

    Nach langwierigen Verhandlungen, sind nunmehr alle Voraussetzungen zur Realisierung des neuen Trinkwasser-Pumpwerkes mit Ausweisung eines dazu gehrenden Schutzgebietes erfllt. Der Betrieb des bestehenden Pump-werkes 1 soll in Absprache mit der Wasserrechtsbehrde bis zur Fertig-stellung des neuen Wasserwerkes verlngert werden.

    Was lange whrt, wird endlich gut: Mit der knftigen Wasserschutz-zone und dem neuen Trinkwasser-Pumpwerk bei der Mittelweiherburg ist die Trinkwasserversorgung fr diese und kommende Generationen sicher-gestellt, verkndete Brgermeister Harald Khlmeier bei der Sitzung der Gemeindevertreter am 29. Mai. Das erfreuliche Ergebnis langer Verhandlun-gen wurde von allen Parteien gleicher-maen begrt, der Brgermeister erhielt fr seine erfolgreich gefhrten Verhandlungen viel Lob, auch von ande-ren Fraktionen.

    Groe Schutzzone

    Die knftige Schutzzone direkt beim Schlssle umfasst eine Flche von 42.000 m2. Hier wird auch das neue Trinkwasser-Pumpwerk des Gemeinde-verbandes Wasserwerk Hard-Fuach errichtet. Mglich wird die Realisierung des Projektes durch einen Grundstcks-tausch zwischen der Marktgemeinde Hard und dem neuen Besitzer des Gutshofes Mittelweiherburg, Gnther Lehner. Der Harder Industrielle hatte den Gutshof von einer Schweizer Stif-tung erworben, die zuvor einen Verkauf an die Marktgemeinde Hard kategorisch ausgeschlossen hatte.

    Schlssle in Gemeindebesitz

    Der neue Besitzer hingegen erwies sich als konstruktiver Verhand-lungspartner. Fr den 42.000 m2 groen Teilbereich des insgesamt zwlf Hektar groen Gutshofes, sowie fr das Textil-druckmuseum Mittelweiherburg und ein 6.000 m2 groes Grundstck in der Lerchenmhlstrae - gleich neben dem Wasserturm -, erhlt Gnther Lehner im Gegenzug ein Grundstck mit einer Flche von 3.750 m2 an der Spinnerei-strae bei der Kammgarn. Der Grund-stckstausch wurde von den Gemeinde-vertretern in ihrer Sitzung am 29. Juni einstimmig beschlossen.

    Das knftige Wasserschutzgebiet rund um das Trinkwasser-Pumpwerk wird wie bisher von der Familie Lsser bewirtschaftet, die auch den Gutshof Mittelweiherburg fr die kommenden 18 Jahre gepachtet hat.

    Neues Wasserwerk - die Hin