Hörnerdörfer Magazin September 2012

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Aktuelle Informationen und alle Veranstaltungen rund um die Hörnerdörfer im Allgäu (Fischen, Ofterschwang, Bolsterlang, Balderschwang, Obermaiselstein) für September 2012.

Text of Hörnerdörfer Magazin September 2012

  • Gebhr: 1,50 Mit Gstekarte und fr Einheimische kostenlos www.hoernerdoerfer.de

    Hrnerdrfer

    Gstemagazin

    Fischen Bolsterlang Obermaiselstein Balderschwang Ofterschwang

    Ausgabe September 2012

    Kleiderwechsel der Natur

    12135100_Hoernerdoerfer_Magazin_September 1 23.08.12 11:46

  • 2www.allguer-bergkaese.deSchweineberg 18 87527 OfterschwangTelefon 0 83 21/33 63 Telefax 67 61 64

    Bergks-Sennerei Schweineberg

    So erreichen Sie uns:An der B 19 von Sonthofen Richtung Oberstdorf biegen Sie am Alten Berg rechts ab nach Tiefenberg und erreichen nach ca. 2 km Schweineberg.

    Verkaufszeiten:Tglich von 8 bis 11.30 Uhr und 17.30 bis 19 Uhr.Sonn- und feiertags von 18 bis 19 Uhr.

    Sennereifhrung mit Kseproben: Jeden Dienstag 10.30 Uhr (auer feiertags) oder auf Anfrage:

    Kseversand

    Vielfalt. Qualitt. Genuss.

    Hndle Erlebnisbahnen87534 OberstaufenTel: 0 83 86 - 27 20www.huendle.deinfo@huendle.deRodelbahn: 10 - 17 Uhr(bei trockener Witterung)Sesselbahn: 9 - 16.30 Uhr

    Traumhaft schnesFamilien-Wandergebiet Sommerrodelbahn Erlebniswanderweg SpielpltzeMinigolfplatz Kleintiergehege Premiumwanderweg Wildes Wasser

    HerrlichesPanorama Alpseebiszuden SchweizerBergen Bergkserei Gemtliche Einkehrmglichkeiten

    Ein Spa fr die

    ganze Familie

    Steibis-InderAu1987534 Oberstaufen

    Tel: 0 83 86 - 81 12www.imbergbahn.deinfo@imbergbahn.de

    Geffnet: 9.00 - 16.30 Uhr

    Ein Erlebnisfr Ground Klein EinzigartigesPanorama

    HerrlichesWandergebiet

    Premiumwanderweg Alpenfreiheit

    ZnftigeHtten

    FamilienfreundlichePreise

    Klettergarten Alperlebnispfad mit47Stationen

    Klettergarten an

    der Hohenegg

    12135100_Hoernerdoerfer_Magazin_September 2 23.08.12 11:46

  • 3Editorial

    Thema des Monats 4 5

    Aktuelles 7 9

    A Z 10 11

    Veranstaltungen 12 35

    inhalt

    liebe Gste in den hrnerdrfern, sehr geehrte Damen und herren,

    Aus den Hrnerdrfern 36 42

    Kommentare/Meinungen 43

    Freizeittipps 44 45

    wir sind schon wieder im letzten Drittel des Jahres angelangt. Anlass genug, ein wenig innezuhalten und einen kurzen Blick zurck zu werfen. Ist es uns gelungen, Sie fr die Hrnerdrfer zu begeistern? Haben wir es geschafft, Sie innerlich zu berhren? Oder war es einfach so, dass Sie zufrieden waren mit dem, was unsere Gastgeber und wir Ihnen in diesem Jahr bisher geboten haben?

    Eine kleine Zwischenbilanz lohnt sich also, bevor wir gemeinsam einen Blick auf das letzte Jahresdrittel werfen. Der landschaftliche Reiz der Hrnerdrfer, ihre traumhafte Lage, die unverwechselbaren Ortsbilder und die Menschen, die Sie als Gast beherbergen, verpflegen und umsorgen, waren schon bisher fr viele ausschlaggebend fr die Urlaubsentscheidung. Doch die Entwicklung schreitet voran, in immer krzeren Abstnden kommt es zu Vernderungen, die uns wesentlich betreffen. Nicht umsonst heit es: Das einzig Bestndige ist der Wandel. Den Hrnerdrfern ist es in Zeiten der Umbrche sehr gut gelungen, das Traditionelle, das Bodenstndige zu bewahren. Sie haben viel dafr getan, ihre Authentizitt zu erhalten und das ist gut so, denn: Wer sich bewusst ist, wo er herkommt, kann leichter an die Frage herangehen, wo er hin will.

    Genau diese Einschtzung hat uns auch heuer veranlasst, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege einzuschlagen. Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Ksten aus den Augen zu verlieren. Dieser Aussage von Andre Gid, einem franzsischen Philosophen, ist nichts hinzuzufgen. So haben wir heuer mit unserem Projekt Senn auf Zeit Neuland betreten, indem die Kommunikation vorrangig ber Social Media gelaufen ist. Um die Authentizitt der Hrnerdrfer spren bzw. erfahren zu knnen, mussten die Bewerber das Klavier der so genannten neuen, sozialen Medien beherrschen. Es hat geklappt. Horst Saemann als unser Senn auf Zeit und Heike Meier als Sennerin auf Zeit konnten einzigartige Erlebnisse genieen. Fr uns haben Sie darber elektronisch berichtet und Ihnen damit die Mglichkeit geboten, Authentisches aus den Hrnerdrfern zu erfahren.

    Aber dem nicht genug. Wir haben es heuer auch geschafft, den Naturpark Nagelfluhkette aus einer anderen Perspektive anzubieten. Auch allein knnen Sie bei einer Wanderung den Naturpark entdecken keine Frage. Doch mit dem Naturparkbus und dem Naturparkfhrer sorgen wir seit heuer dafr, Gsten Einblick in das Innere des Naturparks zu verschaffen. Das ist, bedingt durch die Fahrt mit dem Naturparkbus, nur wenigen Gsten mglich. Aber es ist uns wichtiger, einen Gast zu begeistern als zehn Gste einfach bei Laune zu halten. Darauf basierend planen wir zwischenzeitlich auch das neue Gsteangebot fr den Winter. Auch hier arbeiten wir daran, Zufrieden heit durch Begeisterung zu ersetzen. Wir sind uns bewusst, dass dies nicht leicht sein wird. Genieen Sie jedoch vorerst mit uns noch die Viehscheide in den Hrnerdrfern, bevor wir Sie ein andermal auf die gedankliche Reise in den Sptherbst und Winter mitnehmen wollen,

    meint Ihr

    Bertram Pobatschnig

    Bertram Pobatschnig

    12135100_Hoernerdoerfer_Magazin_September 3 23.08.12 11:46

  • thEma dEs monats4

    Glaubt man dem Sprichwort Kleider machen Leute, dann muss das Allgu besonders hohes Ansehen genieen. Im Wechsel der Jahreszeiten legt es ein Kleid nach dem anderen an in Pracht und Vielfalt sind die Naturgewnder dabei kaum zu berbieten: das erste satte BergwiesenGrn im Frhjahr, Alpenrosenrot im Frhsommer; dann wechselnde, farbenfrohe Bergblumenkleider; im Herbst warmleuchtende Laubtne; und den Winter ber ein majesttischer Umhang aus weiem Schnee unter blauem Himmel. In kaum einer anderen Region ist der Wechsel der Jahreszeiten so sichtbar wie in Deutschlands Sden am Rande der Alpen. Und an wenigen Orten hierzulande beeinflusst das Wetter den Alltag der Menschen intensiver.

    Am mageblichsten prgen Natur und Jahreszeiten dabei das Leben der Bergbauern und das seit vielen Jahrhunderten. Schon um 1000 nach Christus soll Vieh auf Almen gesmmert worden sein. Von alters her beobachteten Landwirte damit den Wandel in der Natur vom Wetter in einer so rauen Region, wie den Bergen, hingen letztlich nicht nur der Erfolg oder Misserfolg der Ernte ab. Sondern auch das Wohl von Mensch und Tier. Dabei folgt die Natur seit alters her ihren Gesetzmigkeiten. Viele Bauernregeln erzhlen davon. Alles Aberglaube? Nein, sagen Forscher inzwischen tatschlich gibt es die Phnologie, also die Lehre von den Erscheinungen, auch als echte Wissenschaft. Deren Bedeutung rckt seit geraumer Zeit mit den weltweiten Klimavernderungen wieder verstrkt in den Fokus. Spannend ist auch ein Blick auf den so genannten 100jhrigen Kalender jenes Produkt des Naturwissenschaftlers Dr. Mauritius Knauer. Anfang des 18. Jahrhunderts hatte er erkannt, dass Sterne, Planeten und Monde das Wetter beeinflussen. Daraus leitete Knauer Gesetzmigkeiten bis ins Jahr 2020 ab und tatschlich vertraut mancher Allguer auch im Zeitalter moderner Wettervorhersagen lieber auf Knauers mehr als 300 Jahre alten Dokumentationen. Uraltes Wissen und Jahrhunderte an Erfahrung prgen auch in den Hrnerdrfern das Leben mit den Jahreszeiten.

    Vieh sorgt fr wiesengrnes SommerkleidWie aber lebt und arbeitet der Bergbauer nun im und mit dem Wechsel der Jahreszeiten? Arbeitsreich beginnt der Frhling. Felder und Wiesen sind aufzurumen, Weiden mssen neu umzunt werden. Fr die Tiere gehts endlich hinaus ins frische Weidegrn der Tler. Dann beginnt der Alpsommer. Dabei gehren etliche Bergweiden buerlichen Genossenschaften, lpler und Hirten beaufsichtigen whrend der drei Monate auf den Alpen hufig nicht nur das eigene Vieh, sondern nehmen auch fremde Jungtiere zur Sommerfrische in Pension. Die Tiere sind hier mit besonders wertvoller Nahrung, Krutern und Grsern versorgt, werden abgehrtet, pflegen auf ganz natrliche Art die Gebirgswiesen und sorgen damit fr das

    Wo Menschen noch mit den Jahreszeiten

    leben

    12135100_Hoernerdoerfer_Magazin_September 4 23.08.12 11:46

  • thEma dEs monats 5

    Presse + Kommunikation Saremba

    wiesengrne Sommerkleid des Allgus. Nach rund drei Monaten Alpsommer folgt dann eine ganz spezielle Zeit im Allgu, Einheimische sprechen gar von der fnften Jahreszeit und meinen damit nicht die Fasnacht. Die Rede ist vom Viehscheid. lpler und Hirten feiern das Ende des Alpsommers. Das Vieh kehrt zurck in die heimischen Stlle. Zugleich lutet der Viehscheid den Herbst ein, die ersten kalten Tage lassen nicht mehr allzu lang auf sich warten. Der Bergbauer macht Wiesen, Weiden und Zune winterfest, Maschinen werden gesubert und verstaut. Schlielich hlt der Winter Einzug, das Vieh bleibt im Stall. Fr Mensch und Tier bricht die ruhige Jahreszeit an bis zum nchsten Frhjahr.

    Vier Jahreszeiten lang UrlaubslandFast ebenso intensiv wie das buerliche Leben prgen im Allgu die Jahreszeiten den Tourismus. Dabei ist die Bergregion im Vergleich zu vielen anderen Destinationen privilegiert, denn: Anders als zum Beispiel Bder an Ostsee oder Nordsee ist das Allgu ein echtes VierJahreszeitenUrlaubsland. Eine schnste Jahreszeit zu bestimmen, ist kaum mglich jede im Viererreigen hat ihre ganz besonderen Reize. Der Frhling ist die ideale Zeit, um das Allgu mit allen Sinnen zu er leben. In den Tlern leuchten Lwenzahnwiesen gelb, die Berghnge strahlen saftiggrn und in den hohen Lagen liegt noch Schnee. Die Zeit ist bestens geeignet fr erste sanftere Wanderungen, Radltouren durch die Tler oder einen ruhigen Angelausflug. Im Sommer gewinnt dann das Wassererleben zustzliche Bedeutung: Herrlich frische Bergseen und kristallklare Gebirgsbche sind gerade auch fr Familien faszinierende Ausflugsziele. Zudem ist inzwischen der letzte Schnee geschmolzen. Bergsteiger kommen im Hochalpinen auf ihre Kosten. Ganz eigen knnen die Herbsteindrcke im Allgu sein