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Mitteilungsblatt der Gemeinde Sulzdorf a.d.L. Im Internet unter: www.sulzdorf-adl.de email-Anschrift: [email protected] Nr. 4/2016 135. Ausgabe Oktober - Dezember Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Die Urlaubszeit ist zu Ende und ein neues Schuljahr hat begonnen. Nur 13 ABC- Schützen wurden heuer in unserer Grundschule eingeschult. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, ist die Existenz der Grundschule am Standort Untereßfeld auf Grund der geringen Schülerzahlen gefährdet. Deshalb wäre es von äußerster Wichtigkeit, dass alle schulpflichtigen Kinder mit Wohnort in unserer Gemeinde auch den hierfür zuständigen Schulsprengel besuchen. Um ein Gemeinwesen am Leben zu erhalten und es lebens- und liebenswert zu gestalten, ist die Solidarität aller gefordert. Dies gilt z.B. auch für die Instandhaltung öffentlicher Grünflächen. Sie zu pflegen kann nicht allein Aufgabe unserer Gemeinde sein. Ich appelliere an alle mitzuhelfen, öffentliche Flächen in ehrenamtlicher Weise instand zu halten und zu pflegen, um unseren Orten wieder ein möglichst sauberes und ordentliches Erscheinungsbild zu geben. Ansonsten bleibt der Gemeinde nichts anderes übrig, Gebühren etc. zu erhöhen, um diese zusätzlich Arbeiten durchführen zu können. Mittlerweile sind die Ertüchtigungsarbeiten an den Kläranlagen in Zimmerau und Schwanhausen abgeschlossen. In vollem Gange sind die Sanierungsarbeiten an der Sternberger Kläranlage. Weitere bauliche Maßnahmen werden in diesem Herbst durchgeführt. So wird z.B. in Sulzdorf ein Grünabfallplatz angelegt. Nun ist auch wieder die Zeit der Kirchweihen in unserer Gemeinde gekommen und auch in diesem Jahr findet am 1. Adventssonntag wieder rund um die Sulzdorfer Kirche ein Adventsmarkt statt. Über nähere Einzelheiten dieser Veranstaltung werden sie zu gegebener Zeit mit einem Faltblatt gesondert informiert. Einladen möchte ich Sie ebenfalls zu den Theateraufführungen der Evangelischen Landjugend Ende Oktober. Wie Sie sicher schon gemerkt haben, hat sich das äußere Bild unseres gemeindlichen Mitteilungsblatt verändert. Es wird künftig auf vielfachen Wunsch farbig gedruckt. In der Hoffnung, dass Ihnen das neue Erscheinungsbild gefällt grüße ich Sie herzlich Ihre Bürgermeisterin

Im Internet unter:  · zunächst auf die erfolgreichen Projekte der vergangenen zehn Jahre zurückgeblickt, heißt es in einer Pressemitteilung zum Strategieseminar. In Kleingruppen,

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Page 1: Im Internet unter:  · zunächst auf die erfolgreichen Projekte der vergangenen zehn Jahre zurückgeblickt, heißt es in einer Pressemitteilung zum Strategieseminar. In Kleingruppen,

Mitteilungsblatt der Gemeinde Sulzdorf a.d.L.

Im Internet unter: www.sulzdorf-adl.de

email-Anschrift: [email protected]

Nr. 4/2016 135. Ausgabe Oktober - Dezember Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Die Urlaubszeit ist zu Ende und ein neues Schuljahr hat begonnen. Nur 13 ABC-

Schützen wurden heuer in unserer Grundschule eingeschult. Sollte sich diese

Entwicklung fortsetzen, ist die Existenz der Grundschule am Standort Untereßfeld

auf Grund der geringen Schülerzahlen gefährdet. Deshalb wäre es von äußerster

Wichtigkeit, dass alle schulpflichtigen Kinder mit Wohnort in unserer Gemeinde

auch den hierfür zuständigen Schulsprengel besuchen. Um ein Gemeinwesen am

Leben zu erhalten und es lebens- und liebenswert zu gestalten, ist die Solidarität

aller gefordert.

Dies gilt z.B. auch für die Instandhaltung öffentlicher Grünflächen. Sie zu pflegen

kann nicht allein Aufgabe unserer Gemeinde sein. Ich appelliere an alle mitzuhelfen,

öffentliche Flächen in ehrenamtlicher Weise instand zu halten und zu pflegen, um

unseren Orten wieder ein möglichst sauberes und ordentliches Erscheinungsbild zu

geben. Ansonsten bleibt der Gemeinde nichts anderes übrig, Gebühren etc. zu

erhöhen, um diese zusätzlich Arbeiten durchführen zu können.

Mittlerweile sind die Ertüchtigungsarbeiten an den Kläranlagen in Zimmerau und

Schwanhausen abgeschlossen. In vollem Gange sind die Sanierungsarbeiten an der

Sternberger Kläranlage. Weitere bauliche Maßnahmen werden in diesem Herbst

durchgeführt. So wird z.B. in Sulzdorf ein Grünabfallplatz angelegt.

Nun ist auch wieder die Zeit der Kirchweihen in unserer Gemeinde gekommen und

auch in diesem Jahr findet am 1. Adventssonntag wieder rund um die Sulzdorfer

Kirche ein Adventsmarkt statt. Über nähere Einzelheiten dieser Veranstaltung

werden sie zu gegebener Zeit mit einem Faltblatt gesondert informiert. Einladen

möchte ich Sie ebenfalls zu den Theateraufführungen der Evangelischen

Landjugend Ende Oktober.

Wie Sie sicher schon gemerkt haben, hat sich das äußere Bild unseres

gemeindlichen Mitteilungsblatt verändert. Es wird künftig auf vielfachen Wunsch

farbig gedruckt. In der Hoffnung, dass Ihnen das neue Erscheinungsbild gefällt

grüße ich Sie herzlich

Ihre Bürgermeisterin

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Neuzeitliche Raumgestaltung Horst Barth

Salzforststraße 27, 97618 Windshausen

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Inhaltsverzeichnis Umbenennung von Straßen 4

Neue Karte erschienen

Grabfeld-Allianz auf Seminar in Klosterlangheim 5

10 Jahre Schätze heben im fränkischen Grabfeldgau 6

Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei und VG 7

Schwanhäuser Kläranalage saniert 8

Müllabfuhrtermine im 4. Quartal 2016 9

Stellenausschreibung der VG 10

Einheitliche Notrufnummer in Deutschland 11

Wassernotstand vor 40 Jahren 12

Bereitschaftdienst der Apotheken 13

Erhalt gefährdeter Nutztierrassen ist das Ziel 15

Landrat besuchte Bauernhof Schlinke in Serrfeld 16

Freya Ortmann glänzte mit Einser-Abitur

Schulverband diskutierte über die Mittagsbetreuung 17

Hornissenstich sorgte für spektakulären Feuerwehreinsatz

Renovierung des Sternberger Feuerwehrhauses 18

Prof. Dr. Egon Jüttner kandidiert nicht mehr für den Bundestag 20

Erfolgreiche Schützin Jasmin Valtenmeier

Katharina Rückert aus Obereßfeld - beste Landwirtin Thüringens

Vortragsreihe des Forstamts in Bad Königshofen 21

Gähnende Leere in der Zimmerauer Kirchturmkugel 22

Zimmerauer Kirchturmkugel diesmal mit Dokumenten 23

Nahversorgung in der Grabfeldallianz 24

Freihaltung von Hydranten 26

Borkenkäfer machen Waldarbeit gefährlich 27

Erste Hilfe bei Waldunfällen

Staatssekretärin Bär und MdL Vogel luden zu Bürgergespräch 28

Nachtrag zum Bayernturmjubiläum 49

Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Sulzdorf (Folge 126)

Pfarrgemeinde Sulzdorf war manch anderer Gemeinde ein Vorbild 30

23. ADAC-Grabfeldrallye war wie immer ein Erfolg 35

Raiffeisenbank konnte auf ein erfolgreiches Jahr verweisen 37

Bilder aus alter Zeit - Wirtshaussprüche aus alter Zeit 38

Der Kresjugendring informiert 39

Serrfelder Strohschießen

Interessantes aus unserer Untereßfelder Schule 40

Spannende Geschichte derer von Deuster in Buchform 44

Es sind maximal 60 Katzen erlaubt 45

Ihr Hausarzt rät: Lebensfreude 46

ADAC-Aktion: Sicherheitswesten für Schulanfänger 47

Termine im 4. Quartal 2016 49

Interessantes aus unserer Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ 51

Neue Ministranten in Sternberg und Obereßfeld 53

DAK - Gesundheit informiert 55

Deutsches Burgenmuseum wurde auf der Heldburg eröffnet 56

Wir gratulieren - Bilder aus unserer Heimat 58

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Aus dem Gemeinderat

Umbenennung von Straßen Als vor vielen Jahren die Straßennamen vergeben wurden, kam es zu Doppelungen.

In der Gemeinde Sulzdorf sind folgende Straßennamen mehrfach vergeben:

- Hauptstraße (Sulzdorf, Obereßfeld, Serrfeld, Zimmerau)

- Alte Gasse (Sulzdorf, Serrfeld)

- Schulstraße (Serrfeld, Zimmerau)

- Sternberger Straße (Sulzdorf, Zimmerau)

Grundsätzlich darf jeder Straßenname innerhalb einer Gemeinde nur einmal

vergeben werden. Identische Straßennamen führen zudem leicht zu

Verwechslungen, was insbesondere den Einsatz von Rettungsdiensten erschwert.

Die Entscheidung über die Benennung von Straßen, Plätzen und Brücken obliegt

gemäß Art. 52 Bayerisches Straßen- und Wegegesetz (BayStrWG) dem

Gemeinderat.

Bei der Vergabe von Straßennamen sollten jedoch auch die Interessen der Anlieger

berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere bei einer nachträglichen

Umbenennung. Allerdings haben die Anwohner insoweit lediglich einen Anspruch

auf eine ermessensfehlerfreie Entscheidung des Gemeinderates. Zu berücksichtigen

sind insoweit auch finanzielle Aspekte, z.B. sollte eine Straße nicht in dem

Gemeindeteil umbenannt werden, in dem von dieser Umbenennung ein

Gewerbetreibender betroffen ist.

Die Benennung nach Persönlichkeiten der Orts- und Zeitgeschichte ist grundsätzlich

zulässig. Unzulässig ist dagegen die Benennung nach Personen, die Ziele,

Handlungen oder Wertvorstellungen verkörpern, die den Grundsätzen der

Verfassung zuwiderlaufen. Schließlich kann auch an Flurnamen und andere vom

Vergessen bedrohte Geländebezeichnungen oder Ereignisse und Personen der

Ortsgeschichte angeknüpft werden.

Der Gemeinderat beschloss, die aktuellen Straßennamen an den Straßen, an denen

die meisten Einwohner gezählt werden, zu belassen. Für die Neuvergabe der

Straßennamen werden von der Gemeinde Vorschläge ausgearbeitet und die Anlieger

sind ebenfalls aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten. Auch die Kosten waren ein

Thema im Gemeinderat. Hierzu legten die Räte fest, eine Checkliste zu erstellen,

welche Dokumente von den Anliegern geändert werden müssen und welche Kosten

dadurch entstehen. Das weitere Vorgehen wird dann in einer der folgenden

Sitzungen festgelegt.

Weiter stimmte der Gemeinderat einem Zuschussantrag zur Sanierung der

katholischen Filialkirche in Zimmerau zu. Die finanzielle Beteiligung beträgt 50 %

der ungedeckten Kosten, maximal 10.000 Euro. Die Zahlung erfolgt in zwei

Jahresraten ohne Anerkennung einer Baulast.

Neue Karte ist erschienen Im Barfuß-Verlag erschien in diesen Tagen in zweiter Auflage eine Straßenkarte der

Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen und der Stadt

Bad Königshofen im Grabfeld. Sie ist kostenlos in der Gemeindekanzlei erhältlich.

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Grabfeld-Allianz auf Seminar in Klosterlangheim

Die Allianz Fränkischer Grabfeldgau feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen.

Aus diesem Anlass und auf Grund einer anstehenden Förderumstellung des

Allianzmanagements im nächsten Jahr, haben sich die Allianz-Bürgermeister

gemeinsam mit einigen Gemeinderäten, einer Grabfeldbotschafterin und den

Mitarbeiterinnen des Allianzmanagements zu einem zweitägigen Strategieseminar

in der Schule für Dorf- und Flurentwicklung (SDF) in Klosterlangheim

zusammengefunden. Unter dem Motto „10 Jahre … und ein bisschen weise?“ wurde

zunächst auf die erfolgreichen Projekte der vergangenen zehn Jahre zurückgeblickt,

heißt es in einer Pressemitteilung zum Strategieseminar.

In Kleingruppen, nach Gemeinden getrennt, wurden die positiven und negativen

Erfahrungen und Erkenntnisse, die die Teilnehmer in den zurückliegenden Jahren

gemacht haben, herausgearbeitet.

Vertreter aller zehn Grabfeldallianz-Gemeinden, häufig auch die Bürgermeister,

nahmen an einem zweitägigen Seminar in der „Schule der ländlichen Entwicklung“

in Klosterlangheim teil. Foto: Allianz Grabfeldgau

Image verbessert

Einig waren sich alle Beteiligten, dass sich viele Projekte nur in der Gemeinschaft

umsetzen lassen, wie zum Beispiel das Innenentwicklungsförderprogramm, das

Projekt Grabfeld-Dorf, das Kernwegenetz oder die thüringische Kooperation

„Grabfeld – grenzenlos mittendrin“. Durch die Arbeit der kommunalen Allianz hat

sich das Image des Grabfelds in den letzten zehn Jahren merklich verbessert.

Weitergearbeitet werden soll am Thema Nahversorgung und in der

Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung.

Nach dem Rückblick folgte eine Bestandsaufnahme aller Projekte, die im 2006

erstellten integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) aufgestellt wurden.

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Welche Projekte sind schon umgesetzt oder sollen weiterverfolgt werden? Und

welche haben sich in den Jahren als nicht mehr aktuell herausgestellt?

Neben den schon bestehenden Projekten, wie der Jobmeile oder der Kooperation

Grabfeld-grenzenlos, haben die Teilnehmer neue Projekte festgelegt, die in den

kommenden zwei Jahren umgesetzt werden sollen. Die Projekte befassen sich mit

den Themen Verbesserung der Nahversorgungssituation, Grundwasserschutz und

Öffentlichkeitsarbeit für die Innenentwicklungsförderprogramme durch die

Veranstaltung „Türen auf!“

Die Möglichkeit sich unter- und miteinander ohne Termindruck auch über das

Inhaltliche hinaus auszutauschen, habe zu einer Stärkung des „Wir-Gefühls“ in der

Allianz beigetragen.

Gemeinschaft lohnt sich

Alle Teilnehmer sind sich einig, dass die Allianz fortgeführt werden soll, „denn nur

in der Gemeinschaft erreichen wir etwas für unsere Gemeinden und die Region“.

10 Jahre Schätze heben im fränkischen Grabfeldgau Am Freitag, 11.11. feiert die Allianz Fränkischer Grabfeldgau ab 18:00 Uhr im

Großen Kursaal der Frankentherme ihr zehnjähriges Bestehen. Dieses Jubiläum

wird zum Anlass genommen, auf die Anfänge der Zusammenarbeit zurückzublicken

und die wichtigsten Ereignisse und Projekte Revue passieren zu lassen. Es soll aber

auch nach vorne geblickt werden auf die zukünftigen Herausforderungen und

Handlungsfelder. Zu dem Festakt wird der bayerische Landwirtschaftsminister

Helmut Brunner als Ehrengast erwartet.

Alle Bürgerinnen und Bürger der Grabfeldallianzgemeinden sind herzlich

eingeladen, an diesem Festabend teilzunehmen. Für die musikalische Umrahmung

des Festabends sorgt ein Zusammenschluss aus Musikern aller Musikvereine und

Musikkapellen der Grabfeldgemeinden unter der Leitung von Anton Schneider.

Die Programmpunkte:

1. Begrüßung durch den Allianzsprecher und den Hausherren

Musikalische Einlage der Grabfeld-Auswahl

2. Rückblick auf die Anfänge der Grabfeldallianz im Rahmen einer

Podiumsdiskussion

3. Die Handlungsfelder der Grabfeldallianz vorgestellt von den

Allianzbürgermeistern

Musikalische Einlage der Grabfeld-Auswahl

4. Festrede Staatsminister Brunner

Musikalische Einlage der Grabfeld-Auswahl

5. Schlusswort Vertreter ALE und Landrat Habermann

Abschließend wird regional-fränkisches Essen kredenzt.

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Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei Montag – Donnerstag von 10.00 – 12.00 Uhr.Bürgermeisterin Angelika Götz hat im

Rathaus von Sulzdorf an jedem Montag von 18 bis 19 Uhr Amtsstunde.

Wichtige Rufnummern: Gemeindekanzlei 09763/220

Mobilfunk-Nr. Bgm. Götz 0171/4403109

Verwaltungsgemeinschaft 09761/4020

Notruf Polizei 110

Feuerwehr/Rettungsdienst 112

Ärztl. Bereitschaftsdienst 116117

Sperrung EC-Karte 0180/5021021

Sperrung aller Kreditkarten 069/7409887

Öffnungszeiten bei der Verwaltungsgemeinschaft In der VG Bad Königshofen gelten folgende Öffnungszeiten:

Montag und Dienstag von 8 – 12.30 Uhr sowie 13.30 – 15.30 Uhr

Mittwoch von 8 – 12.30 Uhr, nachmittags geschlossen

Donnerstag von 8 – 12.30 Uhr und 13.30 – 17.30 Uhr

Freitag von 8 – 12 Uhr

Mail: [email protected]

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Schwanhäuser Kläranlage saniert - Weitere folgen

20 Jahre dauerte es bis die Erneuerung der Schwanhäuser Kläranlage endlich

abgeschlossen werden konnte. Bürgermeisterin Angelika Götz und ihr Gemeinderat

setzten das Projekt erneut auf die Agenda und können jetzt auf eine funktionierende

moderne Anlage stolz sein.

Seit 1992 wurde über die Maßnahme in Schwanhausen im Gemeinderat intensiv

diskutiert und mancher Abend mit Informationsaustausch verbracht. Der amtierende

Gemeinderat nahm es nun in die Hand, die Gemeinde endlich in

Abwasserangelegenheiten fit für die Zukunft zu machen.

Der Bau in Schwanhausen kostete etwa 200.000 Euro. Bei der offiziellen Übergabe

unterstrich der Sachgebietsleiter für Gewässerschutz beim Wasserwirtschaftsamt

Bad Kissingen, Gerold Schömig, dass sich die Bürgermeisterin und ihr

Gemeinderat sehr für das Projekt engagierten und stets aufgeschlossen für die

Vorgaben des Gewässerschutzes waren.

Die Anforderungen für die Mischwasseraufbereitung in Schwanhausen sind nun

wieder erfüllt. „Wir haben viel darüber diskutiert, ob die Investitionen nicht zu hoch

sind, aber wir stehen geschlossen hinter dem Projekt und ziehen es konsequent

durch“, so Angelika Götz.

Auch die anderen Kläranlagen werden gegenwärtig umgebaut oder erneuert.

Zimmerau, Sternberg, Serrfeld oder Obereßfeld sind abgeschlossen oder befinden

sich gerade in der Erneuerung. Für die Gemeinde ist es wichtig, betonte die

Bürgermeisterin, dass die Anlagen wieder auf dem neuesten Stand seien. Sie lobte

abschließend die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt

Bad Kissingen.

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Müllabfuhrtermine im 4. Quartal 2016

Problemmüllsammlung im vierten Quartal 2016 ist

in Sulzdorf am Montag, 10. Oktober in der Zeit von 14.30 -15.00 Uhr am

Feuerwehrhaus,

in Obereßfeld am Montag, 17. Oktober in der Zeit von 14.50 – 15.20 Uhr am

Gasthaus Zirkelbach und

in Serrfeld am Montag, 10. Oktober in der Zeit von 13.55 Uhr – 14.25 Uhr an der

Bushaltestelle.

Restmüll, Biotonne und Gelber Sack werden in der Gemeinde gesammelt:

Am 4., 17. und 31. Oktober, am 14. und 28. November und am 12. und 27.

Dezember.

Die Papiersammlung ist in der Gemeinde am 4. und 31. Oktober, am 28.

November und am 27. Dezember.

Sperrmüll wird bis zu zweimal im Jahr (max. 6 cbm pro Jahr) bei jedem Haushalt

abgeholt. Diese Abholung muss Mo.-Fr. von 8 - 12.30 Uhr beim LRA unter der

Rufnr. 09771/6884820 oder unter [email protected] angemeldet

werden.

Parallel zur Sperrmüllabfuhr gibt es einen Service im Landkreis. Die Bürger haben

die Möglichkeit, gut erhaltene Gebrauchtmöbel und Hausrat kostenlos abholen

zu lassen. Es werden abgeholt: Bücher, Deco-Artikel, Fahrräder, Gebrauchtmöbel,

Hausrat aller Art, Spielwaren, Sportartikel usw. Die Anmeldung erfolgt Mo.-Fr. von

8 -12.30 Uhr unter der Nr. 09771/6884820.

Das Gebrauchtwarenkaufhaus in Unsleben, Friedhofsweg 14 (Tel. 09773/897260,

ist geöffnet: Do. 13-17 Uhr, Fr. 13-17 Uhr und am Samstag von 9-12 Uhr.

Für die kostenlose Abholung eines Kühlschranks oder einer Gefriertruhe wird

gebeten unter der Rufnr. 09761/6729 einen Abholtermin zu vereinbaren.

Das Wertstoffzentrum in Bad Neustadt – Brendlorenzen, Am Aspen 1, ist

geöffnet von Dienstag bis Freitag von 13 Uhr bis 17 Uhr. Die Umladestation

Herbstadt (Tel. 09761/6729) ist Mo.-Fr. von 08.45 Uhr - 16.45 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen bezüglich Müllabfuhr entnehmen Sie bitte dem im Dezember

2015 an alle Haushalte verteilten Wertstoff- und Abfall-Kalender 2016.

In der Gemeinde Sulzdorf sind zusätzliche Gelbe Säcke im Rathaus Sulzdorf

erhältlich. In Bad Königshofen gibt es sie beim Edinger-Fachmarkt, Aubstäder Str.

11, bei Haushaltwaren Bassing, Hindenburgstr.11/13 und bei Landfuxx Guck.

Restmüllsäcke gibt es in Bad Königshofen bei Landfuxx Guck, Am Hohen

Markstein.

Ab 2016 bietet der Landkreis einen zusätzlichen Service an. Sie können online ihre

Entsorgungstermine individuell zusammenstellen. Näheres hierzu erfahren Sie auf

der homepage www.abfallinfo-rhoen-grabfeld.de

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Die Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen bietet zum 01.09.2017

einen Ausbildungsplatz

zum / zur Verwaltungsfachangestellten (Fachrichtung allgemeine innere Verwaltung des Freistaates Bayern und Kommunalverwaltung)

Die Ausbildung dauert 3 Jahre

Einstellungsvoraussetzung ist ein guter mittlerer

Bildungsabschluss oder

ein qualifizierter Hauptschulabschluss mit überdurchschnittlichen Leistungen.

Schwerbehinderte werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Ihre aussagekräftige Bewerbung senden Sie bitte bis spätestens 30.09.2016

an die Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen

Gemeinschaftsvorsitzenden Herrn Georg Rath Josef-Sperl-Straße 3

97631 Bad Königshofen

Bewerbungen per E-Mail sind möglich ([email protected])

Bei Rückfragen steht Ihnen die

Geschäftsstellenleiterin Frau Schröder (Tel.-Nr. 09761 / 402 – 40) gerne zur Verfügung.

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Einheitliche Notrufnummern in ganz Deutschland Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Schweinfurt weist

darauf hin:

112 ist die richtige Notrufnummer

bei Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt

Der europaweit einheitliche Notruf ist bei lebensbedrohlichen Situationen

gebührenfrei und ohne Vorwahl auch aus dem Handynetz zu erreichen.

Bei Erkrankungen, mit denen man normalerweise einen niedergelassenen Arzt

aufsucht, wie z.B. grippale Infekte, steht außerhalb der Sprechzeiten der ärztliche

Bereitschaftsdienst unter der Rufnr. 116 117 zur Verfügung.

Wichtige Rufnummern im Überblick:

Feuerwehr .............................. 112

Rettungsdienst und Notarzt ..... 112

Polizei-Notruf ........................ 110

Polizei Bad Königshofen ........ 09761/9060

Ärztlicher Bereitschaftsdienst . 116 117

Die fünf W: Der richtige Notruf

Damit die Mitarbeiter der integrierten Leitstelle schnell geeignete Einsatzkräfte

alarmieren können, müssen Sie als Anrufer wichtige Informationen durchgeben.

Dafür gibt es die fünf „W“:

1. Wo ist das Ereignis?

Geben Sie den Ort des Ereignisses so genau wie möglich an (zum Beispiel

Gemeindename oder Stadtteil, Straßenname, Hausnummer, Stockwerk,

Besonderheiten wie Hinterhöfe, Straßentyp, Fahrtrichtung, Kilometerangaben an

Straßen, Bahnlinien oder Flüssen)!

2. Wer ruft an?

Nennen Sie Ihren Namen, Ihren Standort und Ihre Telefonnummer für Rückfragen!

3. Was ist geschehen?

Beschreiben Sie knapp das Ereignis und das, was Sie konkret sehen (was ist

geschehen? was ist zu sehen?), beispielsweise Verkehrsunfall, Absturz, Brand,

Explosion, Einsturz, eingeklemmte Person!

4. Wie viele Betroffene?

Schätzen Sie die Zahl der betroffenen Personen, ihre Lage und die Verletzungen!

Geben Sie bei Kindern auch das - gegebenenfalls geschätzte - Alter an!

5. Warten auf Rückfragen!

Legen Sie nicht gleich auf, die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle benötigen von

Ihnen vielleicht noch weitere Informationen!

Wenn andere Personen Hilfe brauchen, leisten Sie Erste Hilfe, soweit Sie sich nicht

selbst in Gefahr bringen! Helfen Sie den Einsatzkräften beim Auffinden des

Ereignisortes! Beides kann Leben retten.

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Wassernotstand vor 40 Jahren

Amerikanisches Militär fuhr 1976 Wasser mit Tankwagen zum Hochbehälter an der

Sulzdorfer Straße. Im Bild v. l. Wasserwart Arno Wagner, Sternbergs Bürgermeister

Hans Albert, Johannes Wirsing, Harald Warmuth, Helmut Albert und zwei US-

Soldaten. Damals entstand ein Super-8-Schmalfilm, von dem das Foto

abfotografiert wurde, weshalb die Qualität zu wünschen übrig lässt.

Allen, die es erlebt haben, ist noch das sehr niederschlagsarme und heiße Jahr 1976

in Erinnerung. Damals regnete es im Jahr lediglich 333 Liter auf den qm. Normal

regnet es die doppelte Menge. 1976 war der heißeste Sommer seit 1851. Die Ernte

war katastrophal, der Ertrag lag meist unter 50 % im Vergleich zu normalen Jahren

und eine Grummeternte gab es überhaupt nicht. Insbesondere die Versorgung mit

ausreichend Trinkwasser stellte vor 40 Jahren ein großes Problem dar.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete im Juli 1976: „Darbende Natur,

schwitzende Bürger: Europa hatte den heißesten Juni seit Menschengedenken.

Straßendecken platzten, Börsenkurse sanken, Walen im Zoo drohte Sonnenbrand.

Während Stadtbewohner Stress befiel, bahnten sich auf dem Land

Milliardenschäden an.“

Das Jahr 1976 erwies sich in unserer Heimat als das schwierigste seit der Gründung

des Wasserzweckverbandes Bad Königshofen Gruppe Süd 1964. Große Trockenheit

und das Fehlen einer wenige Jahre später gefassten dritten Quelle bei Walchenfeld

führten zu einer großen Wasserknappheit. In Bad Kissingen stationierte

amerikanische Soldaten sorgten unentgeltlich mit Tanklöschzügen für die

Aufrechterhaltung der Versorgung in unseren Gemeinden.

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Ja selbst das bayerische Fernsehen, das in der damaligen Zeit so gut wie überhaupt

nicht aus dem nördlichem Unterfranken berichtete, entsandte ein Filmteam ins

Grabfeld. In der Sendereihe „Unser Land“ wurde am 24.10.1976 ein Beitrag von

BR-Redakteur Albert Breiteneicher unter dem Titel „Wassernot in Franken“

gesendet. Der Kommentar zu dem Film lautete wie folgt:

„Sommer 1976 - ein Bilderbuchsommer für Urlauber. Ein Katastrophensommer für

die Landwirtschaft. Im Naturhaushalt fehlte das Wasser. Die Pflanzen auf den

Feldern vertrockneten. Wasser für Mensch und Tier wurde knapp. Besonders in

Franken waren die Grundwasservorräte soweit gesunken, dass die normale

Versorgung an vielen Orten zusammenbrach.

Sternberg bildet zusammen mit sechs weiteren Dörfern im Landkreis Rhön-Grabfeld

einen Wasserzweckverband. Doch das System funktionierte hier nicht mehr. In

vielen Häusern wartete man vergeblich auf das Wasser. Nur der alte Dorfbrunnen

lief noch. Seine Wasserqualität gilt jedoch als bedenklich. Er sollte nach den

Wünschen der Behörden eigentlich längst nicht mehr existieren. Aber schlechtes

Wasser sei besser als gar keines, meinten die Bauern und holten hier das Wasser für

ihr Vieh. Damit wenigstens stundenweise ein paar Liter Trinkwasser in die

Haushalte fließen, hatten die für das Wasser Verantwortlichen eine Notversorgung

organisiert.

Tankwagen der Feuerwehr, der Milchversorgung und vor allem der Amerikaner

(US-Army aus Bad Kissingen) brachten rund um die Uhr Wasser zu einem

Hochbehälter des Zweckverbandes zwischen Sternberg und Sulzdorf. Außer

Sternberg waren hier noch vier weitere Dörfer angeschlossen. Wer an ungünstigen

Punkten des Versorgungsnetzes lag, ging oft leer aus und musste sich notfalls das

Trinkwasser im Friedhof holen.“

Bereitschaftsdienst der Apotheken im Bereich Bad Königshofen Die Bereitschaftsdienst-Woche beginnt jeweils am Samstag um 8 Uhr.

Die Telefon-Nummern der Apotheken: Ahorn-Apotheke Saal 09762/388; Mohren-

Apotheke Bad Königshofen 09761/2057; Stadtapotheke Bad Königshofen

09761/2068; Apotheke am Markt Bad Königshofen 09761/91230; Apotheke Georg

Tönnessen Ermershausen Telefon 09532/981010

ab 01.10. Apotheke am Markt KÖN

ab 08.10. Ahorn-Apotheke Saal

ab 08.10. Apotheke Ermershausen

ab 15.10. Mohrenapotheke KÖN

ab 22.10. Stadtapotheke KÖN

ab 29.10. Apotheke am Markt KÖN

ab 05. 11. Ahorn-Apotheke Saal

ab 05.11. Apotheke Ermershausen

ab 12.11. Mohren-Apotheke KÖN

ab 19.11. Stadtapotheke KÖN

ab 26.11. Apotheke am Markt KÖN

ab 03.12. Ahorn-Apotheke Saal

ab 03.12. Apotheke Ermershausen

ab 10.12. Mohrenapotheke KÖN

ab 17.12. Stadtapotheke KÖN

ab 24.12. Apotheke am Markt KÖN

ab 31.12. Ahornapotheke Saal

ab 26.12. Apotheke am Markt

Diese Daten sind unter www.lak-bayern.notdienst-portal.de abrufbar.

Über die Rufnummer 116 117 erhält man zudem die Auskunft über den

diensthabenden Arzt für den Bereich Rhön-Grabfeld.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Erhalt gefährdeter Nutztierrassen ist das Ziel

Etliche Schafrassen, die früher häufig anzutreffen waren, sind heute vom

Aussterben bedroht wie z.B. das Coburger Fuchsschaf, das Krainer Steinschaf oder

das Waldschaf. Für diese drei Rassen gibt es jetzt wieder Hoffnung, denn die

Familie Schelauske aus Serrfeld hat sich vorgenommen, sie vor dem Untergang zu

bewahren. Seit einem dreiviertel Jahr lebt sie in unserer Gemeinde und züchtet dort

in ihrer Nutztier-Arche Schafe. „Unser Ziel ist es, alte und gefährdete Nutztierrassen

als kulturelles Erbe und genetische Reserve zu erhalten. Und wir wollen

Perspektiven entwickeln, um ihnen einen Platz in der lebendigen Landwirtschaft

zurückzugeben.“

Dass dies jetzt in dem kleinen, idyllisch am Rand der Haßberge gelegenen Dörfchen

geschieht, hat zwei Gründe. „Der Hof, den wir gekauft haben, war relativ günstig zu

haben und außerdem gefällt uns die Lage inmitten einer noch intakten Natur“, sagt

die Neu-Serrfelderin Anja Schelauske. „Und nicht zuletzt gibt es in der Umgebung

viele große Weideflächen, auf die wir im Sommer unsere Tiere stellen können“,

ergänzt die passionierte Hobby-Schäferin. Sie lobt die Zusammenarbeit mit der

Gemeinde und berichtet: „Seit wir hier leben und mit den Schafen arbeiten, klappt

die Zusammenarbeit mit der Kommune sehr gut!“. Neben Gemeindeflächen pflege

man auch Grundstücke von Privatpersonen. „Wir benötigen diese Weiden, denn die

10.000 Quadratmeter rund um unseren Hof reichen für unsere Schafe bei weitem

nicht aus.“

Mehrmals am Tag schaut Anja Schelauske, oft unterstützt von ihrem berufstätigen

Ehemann oder ihren Kindern, nach den Tieren. Sie betont, dass es sich bei einer

Nutztier-Arche nicht um einen Gnadenhof handelt. „Wir vermarkten von der Wolle

über die Milch bis zum Fleisch alles, was unsere Tiere so liefern“, sagt sie. „Unser

Ziel ist es, in den nächsten Jahren eine Nebenerwerbslandwirtschaft aufzubauen und

die Zahl unserer Schafe deutlich zu erhöhen“, kündigt sie an, dass schon bald noch

mehr Fuchs-, Wald- und Krainer Steinschafe rund um Serrfeld anzutreffen sein

werden. Quelle: Bericht von Alfred Kordwig in der Main-Post vom 1.9.2016

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Landrat besuchte Bauernhof Schlinke in Serrfeld

Landrat Thomas Habermann besuchte kürzlich zusammen mit Oberregierungsrat

Manfred Endres, Heidi Hellmuth vom Bauamt und Bürgermeisterin Angelika Götz

den Bauernhof der Familie Schlinke in Serrfeld, um sich insbesondere über die

gegenwärtigen Nöte und Sorgen der Landwirte zu informieren. Dazu gehörte

natürlich auch ein Besuch im modernen Kuhstall der Schlinkes, wobei der Landrat

keinerlei Berührungsängste mit deren Bewohnern zeigte.

Foto im letzten Echo Im letzten Echo der Lederhecke wurde im heimatgeschichtlichen Beitrag auf Seite

34 ein Foto abgedruckt, das eine Landwirtsfamilie bei der Heuernte mit einem

Pferdefuhrwerk zeigt. Wie Günther Schad in der Gemeindekanzlei mitteilte handelte

es sich dabei um den Zimmermeister und Landwirt Ferdinand Schad, seine Ehefrau

Frieda und Sohn Ferdinand. Beim Heuladen ist Ernst Scheider, der Vater von Erwin

Scheider, zu sehen. Scheider senior war bei Ferdinand Schad als Zimmermann

beschäftigt.

Freya Ortmann glänzte mit Einser-Abitur 2016 legte Freya Ortmann aus Zimmerau mit einem Notendurchschnitt von 1,0 das

beste Abitur in diesem Jahr am Gymnasium in Bad Königshofen ab. Über den

Gesamtdurchschnitt der Abiturnoten von 2,23 und insgesamt 22 Schülerinnen und

Schüler mit einer Eins vor dem Komma (davon neun Einser-Abiture) freute sich

Schulleiter Wolfgang Klose: Landrat Thomas Habermann gratulierte der strebsamen

Schülerin und wünschte ihr viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg. Auch seitens

der Gemeinde herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Schulverband diskutierte u.a. über die Mittagsbetreuung

Zur Sitzung des Schulverbands Untereßfeld konnte Vorsitzende Angelika Götz

Nicole Götze von der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer

Integration (gfi) begrüßen, die gemeinsam mit gfi-Ansprechpartnerin, Katharina

Lhotsky, über neue Entwicklungen in der Mittagsbetreuung berichtete. Man werde

ab sofort mit der Abrechnungsfirma „kitafino“ zusammenarbeiten, so die

Vorsitzende.

Sie monierte, der Aufwand an Zeit für die Bestellungen und Abrechnungen für das

Mittagessen sei zu hoch und man müsse oft „dem Geld hinterherlaufen“. Für einen

Aufpreis von 15 Cent pro Mahlzeit könne man die Abrechnungen in professionelle

Hände legen. Die betroffenen Eltern wurden bereits informiert, dass ein Essen statt

bisher 2,50 Euro dann 2,65 Euro kostet. Der Caterer bleibt gleich.

Das neue System funktioniert via Internet. Dort eröffnet jede teilnehmende Familie

einen Account und rüstet ihn mit etwas Geld aus. Der Speiseplan kann eingesehen

und es kann bestellt oder auch im Krankheitsfall (bis 9 Uhr morgens) abbestellt

werden. Sollte wirklich jemand keinen Internetzugang haben, funktioniert das auch

per Telefon.

Auch für die Betreuung fallen etwas höhere Kosten an, allerdings bleibt der

Elternanteil wie bisher gleich (70 Euro ganztags, 35 Euro halbtags). Der Eigenanteil

des Sachaufwandsträgers für die Betreuung lag im vergangenen Jahr mit zwölf

Ganztagsplätzen bei 18.180 Euro. Von den Gesamtkosten in Höhe von 34.420 Euro

trugen die Eltern 9.240 Euro, dazu kommt ein staatlicher Zuschuss von 7.000 Euro.

Die Mehrkosten in Höhe von rund 400 Euro übernimmt im jetzt begonnenen

Schuljahr der Sachaufwandsträger, also der Schulverband.

Es wurde außerdem über die Umrüstung auf LED-Beleuchtung diskutiert, wobei

inzwischen ein Leistungsverzeichnis für die Schulräume vorliegt. Auf dieser

Grundlage sollen noch einmal Angebote eingeholt werden. Schulleiterin Anja Erhart

berichtete kurz über die zu erwartenden Schülerzahlen im neuen Schuljahr:

Momentan werden 81 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Hornissenstrich sorgte für spektakulären Feuerwehreinsatz Kurz vor 7 Uhr wurden Anfang August die Feuerwehren aus Sulzdorf und Bad

Königshofen zu einer ungewöhnlichen Hilfeleistung in den Wald zwischen Sulzdorf

und Sternberg gerufen. In der Nähe des Schwanensees war eine Sulzdorfer Jägerin

auf ihrem Hochstand von einer Hornisse gestochen worden. Da sie allergisch gegen

solche Stiche ist, alarmierte sie per Handy einen Bekannten, der wiederum den

Notruf absetzte. Rettungsdienst und Notarzt forderten vor Ort die Hilfe der

Feuerwehr an, um die Frau aus der Jägerkanzel zum Rettungswagen zu

transportieren. Mit der Schleifkorbtrage wurde die Patientin von den Wehrleuten

über eine Leiter, die als Rutsche fungierte, nach unten gebracht und dem

Rettungsdienst übergeben. Der fuhr sie in die Rhön-Kreisklinik nach Bad Neustadt

zur Weiterbehandlung.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Renovierung des Sternberger Feuerwehrhauses Wie neu sieht nun das Feuerwehrhaus am Sternberger Berthold-von-Sternberg-Platz

wieder aus. Wie Hans-Bernd Bader von der VG Bad Königshofen mitteilte, wurden

für die bauliche Maßnahme im Haushaltsjahr 2015 eingestellt:

- für die Erneuerung Dachkonstruktion mit Neueindeckung des Daches 21.180 €

- Neuherstellung der Toranlage (2 Sektionaltore) 4.715 €

Im Haushaltsjahr waren fällig für

- die Erneuerung der Eingangstür/Fenster: 3.187 €

und für das Liefern von Großpflaster (Freifläche): 200 €

Gesamtsumme: ca. 29.300 €

Die Sanierungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Sternberg waren längst

überfällig und mussten dringendst, insbesondere wegen Nichteinhaltung der

Unfallverhütungsvorschriften und zur Vermeidung von weiteren Bauschäden

durchgeführt werden. Ein besonderer Dank gilt den freiwilligen Helferinnen und

Helfern vom „TEAM Feuerwehr“, der aktiven Unterstützung durch die

Ortsbevölkerung und den Gemeindearbeitern für ihre Arbeit. Besonders engagiert

haben sich Frank Albert und 2. Bürgermeisterin Doris Warmuth. Der

Schlauchtrockenturm wurde abgebaut und durch ein neues Türmchen ersetzt. Dieses

wurde in Eigenleistung hergestellt und vom Erlös des letztjährigen Dorffestes

bezahlt.

Altes Sternberger Feuerwehrhaus in den 1930er Jahren.

Blicken wir bei dieser Gelegenheit einmal in die Geschichte des Gebäudes im

Schatten des Schlosses.

Im Gasthaus Lettau hielt die FFW Sternberg 1952 ihre Generalversammlung.

Kommandant Berthold Berlenz regte an, da das alte Spritzenhaus nach der

Neuanschaffung einer Motorspritze und weiterer Geräte zu klein geworden wäre,

sollte ein größeres Spritzenhaus gebaut werden. Der Kostenvoranschlag für das neue

Spritzenhaus belief sich auf 10.000 DM. Im darauffolgenden Jahr beschloss der

Sternberger Gemeinderat unter seinem Bürgermeister Max Albert in seiner ersten

Sitzung ein größeres Spritzenhaus zu erstellen. Mit der Plananfertigung wurde der

Zimmermeister Eschenbach aus Obereßfeld beauftragt.

1954 war das neue Feuerwehrhaus dann im Rohbau fertiggestellt. In der Zeitung

stand damals: „In den vergangene Tagen erhielt das Feuerwehrhaus in Sternberg

ein schmuckes Türmchen, das für das Schlauchtrocknen der Feuerwehr gute Dienste

leisten soll. Der Rohbau des Feuerwehrhauses wurde somit vor Einbruch des

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Winters glücklich vollendet. Es ist ein stattlicher Bau, der reichlichst Platz bietet für

die Feuerwehrspritze und die Geräte. Ein langgehegter Wunsch der Gemeinde ist

somit in Erfüllung gegangen.“

Einweihung des Feuerwehrhauses mit Landrat Dr. Karl Grünewald 1955

Die Kosten dafür betrugen schließlich 12.000 DM. Es wurde im Mai 1955

fertiggestellt und am 7. August 1955 im Beisein von Landrat Dr. Karl Grünewald

unter „starker Teilnahme der Wehren der Umgebung und der Bevölkerung feierlich

eingeweiht.“ In dem ursprünglich als Mannschaftsraum vorgesehenen Zimmer

installierte die Gemeinde 1957/58 eine Gemeinschaftsgefrieranlage, die bis 1990 in

Betrieb war. In unseren Tagen ist dort wieder ein Aufenthaltsraum eingerichtet.

Das renovierte Feuerwehrhaus vor dem Sternberger Schloss.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Prof. Dr. Egon Jüttner kandidiert nicht mehr für den Bundestag

Wie kürzlich einer Pressemeldung zu

entnehmen war, kandidiert der aus

Sulzdorf gebürtige CDU-

Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Egon

Jüttner, der bisher für den Wahlkreis

Mannheim im Bundestag saß, bei der

Bundestagswahl im kommenden Jahr

aus Altersgründen nicht mehr.

Geboren wurde der Abgeordnete 1942

in Gurschdorf/Sudetenland. Seine

Familie wurde von dort vertrieben und

fand in Sulzdorf eine zweite Heimat.

Von 1948-1952 besuchte Egon Jüttner die Volksschule in Sulzdorf, 1952-1961 das

Gymnasium in Königshofen und studierte anschließend an der Uni Saarbrücken

Anglistik, Romanistik und Pädagogik. Von 1976 bis 2007 schließlich war Jüttner

Professor an der Universität der Bundeswehr in München. Ab 1990 gehörte Prof.

Dr. Egon Jüttner mit Unterbrechungen dem Deutschen Bundestag an. Er ist Mitglied

des Auswärtigen Ausschusses und des Ausschusses für Menschenrechte und

Humanitäre Hilfe und stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses Vereinte

Nationen, Internationalisierung und Globalisierung.

Erfolgreiche Schützin Jasmin Valtenmeier Eine besondere Ehre wurde in diesem Jahr Jamsin Valtenmeier vom Schützenverein

„Eichenlaub“ Obereßfeld zuteil. Ob ihrer ausgezeichneten Schießleistungen war sie

berechtigt an der deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Sie hatte sich mit 387

Ringen bei der Bayerischen Meisterschaft für die deutschen Titelkämpfe

qualifiziert. Diese fand in München Hochbrück statt, wo die talentierte Schützin 379

Ringe erzielte. Bürgermeisterin Angelika Götz gratulierte Jasmin Valtenmeier bei

einem Empfang in ihrer Heimatgemeinde und dankte für die ausgezeichnete

Jugendarbeit der Obereßfelder Schützen.

Katharina Rückert aus Obereßfeld - beste Landwirtin Thüringens Die 21jährige Katharina Rückert aus Obereßfeld absolvierte nach ihrem Abitur eine

von drei auf zwei Jahre verkürzte Lehrzeit in einem Agrarunternehmen in Pfersdorf

bei Hildburghausen. Bei der Prüfung zur Staatlich geprüften Landwirtin in

Thüringen schnitt sie als beste Teilnehmerin ab. Nach ihrer erfolgreichen Prüfung

besucht sie ab Oktober die Fachschule für Agarwirtschaft. Herzlichen Glückwunsch

und weiterhin viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.

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Vortragsreihe des Forstamts in Bad Königshofen

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bad Neustadt

veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Rhön und Grabfeld eine

Vortragsreihe, in der es um den Wald mit seinen vielen Aspekten geht, den

notwendigen Umbau wegen des Klimawandels und Besonderheiten wie die

Mittelwaldwirtschaft.

Am Donnerstag, 29. September, 19.30 Uhr berichtet Bad Königshofens

stellvertretender Bürgermeister Philipp Sebald in der Schranne in Bad

Königshofen von der Mittelwaldwirtschaft, die es in Eyershausen seit 700

Jahren gibt und die heute noch von Holzrechtlern betrieben wird. Die

regelmäßige Auflichtung der Waldstücke ist eine „Schatztruhe“ für viele

wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten, dazu gehören der Mittelspecht und

seltene Schmetterlingsarten.

Bernhard Kühnel berichtet am Donnerstag, 6. Oktober, 19.30 Uhr, im

Museum vom Klimawandel und seinen Folgen und geht dabei besonders auf

den Waldumbau im Grabfeld ein. Die Trockenperioden 2015 und 2016

zeigen, was die Zukunft an klimatischen Auswirkungen bringen wird. Ist der

Wald dafür gerüstet? Was muss geschehen?

Eine Exkursion für Erwachsene und Familien gehört zur Vortragsreihe: Am

Samstag, 15. Oktober, geht es um 10 Uhr in den Sambachswald, Treffpunkt

ist der Parkplatz am Märchenpark. Der Revierförster für Bad Königshofen,

Herbert Geßner, zeigt im Wald, welche unterschiedlichen Aspekte die

richtige Waldbewirtschaftung zu beachten hat, da geht es um Naturschutz,

Nachhaltigkeit, Umgestaltung und Wirtschaftlichkeit.

Den provokanten Titel „Palmen für den Stadtwald Bad Königshofen“ hat der

Abteilungsleiter des AELF, Wilhelm Schmalen, formuliert, in seinem Vortrag

am Donnerstag, 20. Oktober, 19.30 Uhr, wieder im Museum, geht es um die

Auswirkungen des Klimawandels für den Stadtwald und welche Baumarten

dem warmen und stürmischen Wetter am besten gewachsen sind. Es geht

auch um neue Gefahren, beispielsweise durch Insekten, die hier noch nicht

heimisch waren.

Letzter Beitrag zur Vortragsreihe ist das Referat von Matthias Pfüller,

Sachbearbeiter beim AELF, der am 27. Oktober, 19.30 Uhr, im Museum zum

Thema „Wald und Naturschutz – Waldnaturschutz“ spricht. Er geht Fragen

zur Gradwanderung zwischen Schützen und Nutzen nach, berichtet über

Natur- und Artenschutz und großflächige Stilllegungsforderungen.

Alle Vorträge und die Exkursion sind interessant und laienverständlich gestaltet, wie

Wilhelm Schmalen bei einem Pressegespräch mitteilte. Die Teilnehmer können den

Fachleuten Fragen stellen. Wenn die Vortragsreihe gut angenommen wird, sollen

ähnliche Veranstaltungen folgen.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Gähnende Leere in der Zimmerauer Kirchturmkugel

Groß war die Spannung im Kirchhof der kath. Filialkirche St. Peter und Paul in

Zimmerau, als Mitarbeiter der Spenglerei Schüller aus Maßbach Ende Juni

Kirchturmkugel und Kreuz im Beisein von Pfarrer Florian Lehnert und

Kirchenpfleger Bernd Gill herunter nahmen, um ihr Geheimnis zu lüften. Zunächst

war die Überraschung groß, als man feststellte dass die Helmstange erst im Jahre

1946 von einem gewissen Römling gefertigt wurde, der sich natürlich auch gleich

darauf nebst der Jahreszahl verewigte. Auf dieser Stange waren die Kugel und das

ca.1,50 m hohe eiserne Turmkreuz befestigt. Die ca. 20 x 30 cm große gusseiserne

Kugel war unversehrt und, so hat es den Anschein, damals neu angefertigt worden.

Erfreulicherweise wurden keinerlei Einschüsse und sonstige Beschädigungen

festgestellt, also musste der Inhalt weitgehend unversehrt sein, hoffte man.

Vorsichtig wurde die Kugel geöffnet. Ein wenig ernüchternd nahmen die

Umstehenden dann deren Inhalt zur Kenntnis. Es fand sich eine zerbrochene

Bierflasche, vmtl. der Brauerei Büttner in Königshofen, eine Zeitung „Bote vom

Grabfeld“ aus dem Jahre 1953 sowie eine Bild-Zeitung, die allerdings so beschädigt

war, dass kein Datum festgestellt werden konnte. Dann fand sich noch ein

zusammengefaltetes, völlig verfilztes Blättchen, dessen Inhalt nicht mehr entziffert

werden kann. Es wurde rekonstruiert, dass die Bierflasche wohl schon beim

Wiederanbringen der Kugel 1953 zerbrach. In den 1980er Jahren als die Kirche

letztmals renoviert wurde, war die Kugel nicht herab genommen worden. Wie

Pfarrer Florian Lehnert erklärte, werden beim Wiederanbringen der Kugel diesmal

diverse Schriftstücke in die Kirchturmkugel gegeben, so dass künftige Generationen

Interessantes vom Geschehen in unseren Tagen, speziell aus Zimmerau, erfahren.

Wie kürzlich festgestellt wurde, ist das kleine Gotteshaus eines der ältesten im

Königshöfer Grabfeld. Dendrochronologische Untersuchungen ergaben im Vorfeld

der Renovierungsarbeiten, dass das verwendete Bauholz 1445 bzw. um 1580

geschlagen wurde. Dipl.-Ing. Christian Schmidt vom Landesamt für Denkmalpflege

äußerte kürzlich gegenüber dem Kreisheimatpfleger die Vermutung, dass das

Kirchlein bereits im 13./14. Jahrhundert erbaut wurde - und damit eines der ältesten

Gotteshäuser in Rhön-Grabfeld sei.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Zimmerauer Kirchturmkugel diesmal mit Dokumenten Den Kirchturm der Zimmerauer Filialkirche Peter und Paul schmücken nunmehr

wieder ein restauriertes mächtiges eisernes Kreuz und eine vergoldete Kugel. Wenn

diese irgendwann wieder herab genommen und geöffnet wird, werden im Gegensatz

zur kürzlich erfolgten Abnahme künftige Generationen interessantes Material aus

dem gegenwärtigen gemeindlichen Leben vorfinden.

Im Beisein von Pfarrer Florian Lehnert, Architekt Volker Eppler, Kirchenpfleger

Bernd Gill, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Marina Warmuth-Fischer sowie

Mitgliedern der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderats der kath.

Pfarrgemeinde Heiligkreuz Sternberg im Grabfeld befestigten Mitarbeiter der Fa.

Schüller aus Maßbach am 19. August 2016 Kreuz und Kugel auf dem nahezu fertig

restaurierten Turm.

In der Kugel befinden sich nunmehr neben einer Liste der Gläubigen der

Pfarrgemeinde ein Zeitungsbericht über die Renovierung des Kirchleins 1980, zwei

aktuelle Berichte über die gegenwärtigen Erneuerungsarbeiten sowie über die

Öffnung der Kugel vor wenigen Wochen. Weiter wird die Öffnung der

innerdeutschen Grenze 1989 zwischen Zimmerau und dem thüringischen Rieth

dokumentiert. In die Behältnisse wurden das aktuelle gemeindliche Mitteilungsblatt

„Echo der Lederhecke“, die Festschrift zum 50jährigen Jubiläum des Bayernturms,

das heuer gefeiert wurde sowie der jüngste Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft St.

Martin im östlichen Grabfeld gelegt. Die Unterlagen wurden auf zwei Messingrohre

verteilt und zugeschweißt.

Pfarrer Florian Lehnert und Architekt Volker Eppler rechnen damit, dass die

Restaurierungsarbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Sie sind

mir rund 400.000 Euro veranschlagt.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Die Grabfeld-Allianz informiert

Nahversorgung in der Grabfeldallianz

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

eine bedarfsgerechte Nahversorgung liegt den Bürgermeistern der zehn

Allianzgemeinden sehr am Herzen. In einigen Orten mussten die Läden in der

Dorfmitte schon schließen. Insbesondere die älteren, weniger mobilen Mitbürger

haben dann Probleme sich mit den Waren des täglichen Bedarfs zu versorgen. Aus

diesem Grund haben es sich die Allianzgemeinden zum Ziel gesetzt, das

Nahversorgungsangebot wieder zu verbessern.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, wollen wir bei Bedarf einen Lieferservice

einrichten. Die Waren werden vorab bei einem Dorfladen oder Einzelhändler in der

näheren Umgebung telefonisch bestellt und dann 1- bis 2-mal die Woche zu einem

zentralen Ort in der Gemeinde geliefert. Dort kann die Bestellung dann von den

Bürgern abgeholt werden.

Längst Vergangenheit - Der „Tante-Emma-Laden“ von Inge und Anton Reder

in Obereßfeld zu Beginn der 1980 er Jahre.

Um den sozialen Austausch und das Miteinander der Dorfbewohner wieder zu

stärken, soll dadurch zudem ein neuer Treffpunkt im Ort geschaffen werden und das

Warenabholen z.B. mit der Möglichkeit zu einem Kaffeetreff verbunden werden.

Personen, die sich körperlich nicht mehr in der Lage fühlen ihre Waren selbst

abzuholen, können sich diese, gegen einen Aufpreis von max. 2,50 €, nach Hause

liefern lassen. Um auch die Ortsteile wieder besser anzubinden, sollen die Bewohner

mit einem Fahrdienst zu dem zentralen Treffpunkt gebracht werden.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Den ortsansässigen Dorfläden und Lebensmitteleinzelhändlern soll durch das

erweiterte Angebot keine Konkurrenz entstehen. Es ist vielmehr geplant, durch eine

abgestimmte Zusammenarbeit, deren Bestehen langfristig zu sichern. Durch den

Bezug der Waren über die Dorfläden und Einzelhändler werden die

Grundversorgungsartikel durchschnittlich nicht teurer als im Discounter.

Eine bedarfsgerechte Nahversorgung ist ein wesentlicher Faktor für eine hohe

Lebens- und Wohnqualität. Unserer Anliegen ist es, dass sich die Bürger unserer

Gemeinden in ihrer gewohnten Umgebung so lange und selbstständig wie möglich

versorgen können.

Um das Interesse der Bürger an diesem Angebot zu ermitteln, werden wir mit der

Dezember-Ausgabe des Mitteilungsblattes einen Fragebogen an alle Haushalte

verteilen. Wir bitten Sie, sich zahlreich an dieser Fragebogenaktion zu beteiligen

und uns Ihren Bedarf mitzuteilen. Falls Sie Ihren Fragebogen nicht abgeben, werten

wir das als kein Interesse an unserem Angebot.

Die Beantwortung der Fragen ist anonym, die Daten werden vertraulich behandelt

und nicht an Dritte weitergegeben.

Wir bedanken uns recht herzlich für Ihre Mitarbeit!

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Borkenkäfer machen Waldarbeit gefährlich Forstprofis befürchteten bereits letztes Jahr, dass sich der Borkenkäfer stark

vermehren wird. Dies hat sich inzwischen in Teilen Bayerns bestätigt. Das schnelle

und organisierte Aufarbeiten befallener Bäume („Käferholz“) hat jetzt Priorität. Die

Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) rät

betroffenen Waldbesitzern unbedingt zur vollmechanisierten Aufarbeitung von

Käferholz.

Der Einsatz von Großmaschinen ist im Gegensatz zur Aufarbeitung mit Motorsägen

erheblich sicherer, spart Arbeit, Zeit und Kraft. Insbesondere das Entfernen der

„Käferholznester“, also einer größeren Anzahl befallener Bäume, stellt Waldbesitzer

vor Herausforderungen, die nur noch Profis mit entsprechender Ausrüstung sicher

lösen können. Forstwirtschaftliche Dienstleister, Waldbauernvereinigungen und

Forstbetriebsgemeinschaften sowie Maschinenringe bieten professionelle Lösungen

an. Auskünfte und Beratung, wie in befallenen Waldgebieten vorzugehen ist,

bekommen Waldbesitzer bei dem für sie örtlich zuständigen Privatwaldförster

Kühnel in Bad Königshofen. Er hat den Überblick, welche Wälder betroffen sind

und kann Waldbesitzern dabei helfen, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam

einen Auftrag zur vollmechanisierten Aufarbeitung zu vergeben. So können auch

Betroffene, in deren Wald nur einzelne geschädigte Bäume stehen, die Vorteile des

Harvester-Einsatzes nutzen.

Erste Hilfe bei Waldunfällen Waldunfälle stehen mit an der Spitze des Unfallgeschehens in der Land- und

Forstwirtschaft. 2015 ereigneten sich alleine in Bayern 4252 Unfälle bei der

Waldarbeit, 14 davon endeten tödlich. Die hohe Zahl der Verunglückten zeigt

eindringlich, wie notwendig funktionierende Rettungsketten gerade in Waldgebieten

sind. Erste Hilfe vor Ort, unmittelbar nach dem Unfallereignis, und rechtzeitige

professionelle Hilfe durch den Rettungsdienst kann Unfallspätfolgen verhindern und

Leben retten.

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) rät

ihren Versicherten deshalb, an Erste-Hilfe-Kursen für Land- und Forstwirte

teilzunehmen. Ein Tipp für Smartphone-Nutzer mit Android oder IOS-

Betriebssystemen: Ihnen steht in Wäldern mit Netzabdeckung die kostenlose

Notfall-App „Hilfe im Wald“ zur Verfügung, die den nächstgelegenen

Rettungstreffpunkt anzeigt.

Wer einen Unfall erleidet, für den entscheiden unter Umständen Minuten darüber,

ob oder wie sein Leben weiter geht. Eine reibungslose Rettungskette – vom

Absetzen eines Notrufs an die nächste Rettungsleitstelle über sinnvolle Erste-Hilfe-

Maßnahmen, bis hin zum fachgerechten Abtransport in die Klinik – ist deshalb eine

wichtige Voraussetzung für die Genesung. Alle Beteiligten müssen routiniert Hand

in Hand arbeiten, um den Verunglückten zu retten. Es ist selbstverständlich

unerlässlich, Erste-Hilfe-Material dabei zu haben.

In Bayern gibt es inzwischen mehrere tausend ausgeschilderte und gut erreichbare

Rettungspunkte (wir berichteten). Sie sind über die kostenlose Notfall-App „Hilfe

im Wald“ leicht zu finden.

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„Wo drückt der Schuh?“

Staatssekretärin Dorothee Bär und MdL Steffen Vogel

luden zum Bürgergespräch

Anfang August tourte Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär unter dem Motto „Wo

drückt der Schuh?“ zusammen mit Landtagsabgeordnetem Steffen Vogel und

Bezirksrätin Karin Renner durch verschiedene Gemeinden im Landkreis Rhön-

Grabfeld, darunter auch in unserer Gemeinde. Ziel war, den Menschen die

Gelegenheit zu geben auf kürzestem Wege ihren Abgeordneten Anliegen, aber auch

Eindrücke und Meinungen zur aktuellen politischen Lage zu schildern.

Bürgermeisterin Angelika Götz hieß die Gäste im Gemeindezentrum willkommen.

Sie beklagte insbesondere den Wegfall von 50 Arbeitsplätzen in den letzten Jahren.

Friedhelm Fischer erinnert daran, dass Sulzdorf einst mehr Arbeitsplätze als

Einwohner aufwies. Mehr Unterstützung von der Politik wurden für die Schaffung

neuer Arbeitsplätze in der Gemeinde gefordert, denn es sei immer noch nicht

gelungen, das zum größten Teil leer stehende Fabrikgebäude wieder zu beleben.

Es wurde weiter eine, so ein Teilnehmer, verfehlte Schulpolitik in Bayern

angesprochen. Es sei völlig unverständlich, dass die 1968 erbaute Verbandsschule

Untereßfeld nur noch zur Hälfte genutzt werde und in Bad Königshofen platzten die

Schulhäuser aus allen Nähten. Unverständlich sei, dass man Schülern aus Bad

Königshofen angeblich nicht zumuten könne, n das 6 km entfernte Untereßfeld mit

dem Bus zu fahren, aber man selbstverständlich den Serrfeldern den 14 km langen

Schulweg nach KÖN zumuten könne.

Die Parlamentarische Staatssekretärin

im Bundesverkehrsministerium,

Dorothee Bär, besuchte mit MdL

Steffen Vogel und Bezirksrätin Karin

Renner die Gemeinde Sulzdorf, wo sie

sich im Beisein von Bürgermeisterin

Angelika Götz den Fragen der Bürger

stellte.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Staatssekretärin Dorothee Bär lobt das Engagement der Bürgermeisterin und ihres

Gemeinderats beim Breitbandausbau in der Gemeinde. Immerhin sei Sulzdorf eine

der ersten Gemeinden gewesen, die die gebotene Gelegenheit beim Schopf packten.

Bedauert wurde, dass der Speckgürtel um Bad Neustadt immer mehr angefüttert

werde und die entfernten Regionen vergessen werden. Bestes Beispiel sei, dass die

50 Arbeitsplätze, die bei der Behördenverlagerung in den Landkreis kommen sollen,

nach Bad Neustadt kommen und nicht, wie gefordert, nach Bad Königshofen.

Ein künftiges großes Problem tue sich demnächst auf, wenn die alten Wasser- und

Abwasserleitungen erneuert werden müssen. Sulzdorf weist diesbezüglich allein 28

km auf. Hier wurde von den Gemeindevertretern eine ausreichende Bezuschussung

gefordert. Wie andernorts ebenfalls wurde die Bauschuttentsorgung auch in

Sulzdorf angesprochen. Es sei den Bürgern nicht zuzumuten, den Bauschutt im weit

entfernten Salz entsorgen zu müssen. Die Kosten hierfür gingen ins Unermessliche.

MdL Steffen Vogel machte den Sulzdorfern Mut. Nicht alles sei schlecht und das

Leben auf dem Land berge auch so manchen Vorteil. Bürgermeisterin Angelika

Götz dankte für das interessante Gespräch und überreichte ein Präsent.

Nachtrag zum Bayernturmjubiläum Geburtstagsgrüße zum 50jährigen Bestehen des Bayernturms aus der

Nachbargemeinde Schweickershausen trug deren Bürgermeister Torsten Fischer auf

der Plattform des Bayernturms vor.

Lieber Bayernturm!

Weithin sichtbar warst du für uns

aus dem Heldburger Unterland

lange Zeit ein Symbol für die Unerreichbarkeit -

so nah und doch so fern!

Jeder hatte mit Sicherheit den Wunsch,

irgendwann seine Heimat

auf der Plattform des Bayernturms anschauen zu dürfen.

Vor nunmehr 26 Jahren wurde dieser Wunsch Wirklichkeit.

Ich bin froh, dass wir an diesem Tage hier mit feiern können

und wünsche Dir für die Zukunft noch viele Besucher

und natürlich eine Aufwertung für deine 50jährige Standfestigkeit

in Form der Ernennung zum Denkmal.

Du hast es verdient!

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Sulzdorf a.d.L. (Folge 126)

Vor 100 Jahren aufgeschrieben (Teil 2)

Pfarrgemeinde Sulzdorf war manch

anderer Gemeinde ein Vorbild

Konflikte mit dem Gesetz wurden vermieden

Ein weiteres Kapitel in der vor hundert Jahren verfassten Pfarrbeschreibung befasst

sich unter der Überschrift „Soziale Betätigung“ mit dem Verhalten der Pfarrkinder

gegenüber den Rechtsordnungen und ihrem Rechtsbewusstsein. Dieses wäre stark

ausgeprägt. Ludwig Röder konstatierte, dass Verfehlungen gegen das Strafgesetz

fast nicht vorkämen. Grobe Verbrechen wären in der Gemeinde seit

Menschengedenken nicht mehr vorgekommen und jeder vermeide es, mit dem

Strafgesetz in Konflikt zu kommen.

Der Pfarrer unterstrich: „Rechtsordnungen bringt man, wenn auch vielfach nicht das

volle Verständnis ihrer Zweckmäßigkeit, so doch im allgemeinen Gehorsam

entgegen; namentlich den Anordnungen sanitärer Art wäre größeres Verständnis

und größerer Eifer in der Befolgung zu wünschen.“

Mit aller Zähigkeit und Energie poche man auf sein Recht. Gerade dies habe in

früheren Zeiten zu langwierigen Prozessen geführt, so z.B. bezüglich des Sulzdorfer

Holzrechts, das bereits in der Folge 111 dieser Serie, EdL Nr. 120/2013, ausführlich

behandelt wurde.

Im 19. Jahrhundert war die Gemeinde Sulzdorf, so Röder, wegen ihrer Prozesssucht

„berüchtigt“, wie die Pfarrbeschreibung von 1864 überlieferte. Dies habe sich aber

im Lauf der Zeit verloren und von eigentlichen Prozessen wäre zu Beginn des 20.

Jahrhunderts nichts bekannt. Gegenwärtig schwele lediglich der Schulstreit mit

Schwanhausen. Die Gemeinde Schwanhausen weigere sich, zum Unterhalt der

Sulzdorfer Schule beizutragen. Röder schrieb: „Doch wäre auch dieser Streitfall

längst wohl geschlichtet, wenn nicht ein Schwanhausener Ortsbürger, der seine

Mitbürger ziemlich in der Hand hat, eine friedliche Einigung stets zu hintertreiben

gewusst hätte.“ Neuerdings habe er es verstanden, seine Gemeinde zur Auflehnung

gegen die Zahlung der seit 1914 eingeführten Kirchenumlagen zu veranlassen. Nach

seinem Tod war der Widerstand dann gebrochen.

Der durch Fleiß und Sparsamkeit sich hebende Wohlstand wirke sich günstig und

fördernd auf Sittlichkeit und Zucht aus. So seien die Bauernsöhne und -töchter

schon im Interesse des günstigen Einheiratens genötigt, auf ein „gutes Gerücht“ zu

sehen, auf das erfreulicherweise in der ganzen Gemeinde Wert gelegt wird. Von

sexuellen Verfehlungen außer der Ehe sei darum wenig bekannt. Lediglich ein

Gemeindebürger habe sich mit seiner Magd eingelassen, nachdem seine Frau

schwer erkrankte. Nach deren Tod, hätte er jedoch seine Konkubine geehelicht. In

den letzten Jahren wäre nur ein Fall zu verzeichnen, wo sich zwei junge Leute, da

sich die beiderseitigen Eltern der Heirat widersetzten, gegen das 6. Gebot (Du sollst

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

nicht Ehe brechen) vergingen und die Heirat erzwangen. Sonst verlaute von

Ehebruch nichts.

Keine Zeit zum Wirtshaussitzen

Dass die Leute bei der harten Arbeit, die namentlich zur Feldbestellungs- und

Erntezeit geleistet werden musste, wenig Zeit hätten, im Wirtshaus zu sitzen, sei

selbstverständlich. Im Winter werde das Wirtshaus jedoch mehr besucht. Doch

gingen auch hier viele nicht des Trinkens, sondern der Unterhaltung und

Gesellschaft wegen hin und tränken oft die ganze Woche hindurch kein Glas Bier

außer dem Hause.

Für den Haustrunk sei durch das Bierbrauen im Brauhaus reichlich gesorgt, zumal

der Obst- und Weinbau, der einen Haustrunk liefern könnte, ganz unbedeutend

wäre. Röder stellte fest: „Gewohnheitsmäßige Säufer finden sich in der Gemeinde

nicht. Nach 11 Uhr abends ist kaum jemand mehr im Wirtshaus anzutreffen, die

meisten gehen um 10 Uhr heim.“

Die Lichtstuben würden fleißig besucht und im Wirtshaus setzen sich die Leute

wohl zum Kartenspiel zusammen, doch geschehe das Spiel ohne Lärm und Streit

und die Einsätze seien so gering, dass das Hauswesen nicht Schulden leide.

Holzhütte an der um 1850 errichteten Sulzdorfer Sommerkegelbahn.

An Sonntagnachmittagen huldigten die Dorfburschen im Sommer dem Kegelspiel,

doch gehe es auch hier verhältnismäßig ruhig und ordentlich zu. Neben bzw. über

dem Felsenkeller am heutigen Sportplatz wurden um 1850 eine Sommerkegelbahn

sowie eine Holzhütte, in der ausgeschenkt wurde, errichtet. Die Kegelbahn wurde

sonntags rege genutzt. Aufgestellt wurden die Kegel von Buben des Dorfes. Diese

Naturkegelbahn, bestehend aus gehärtetem Lehm, war in jener Zeit noch in Betrieb.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dann am Gasthof „Grüner Baum“ eine

Betonkegelbahn errichtet.

Dem Pfarrer stieß vor 100 Jahren sauer auf, dass sich viele der männlichen

auswärtigen Kirchenbesucher am Sonntag vor dem Gottesdienst in eines der

Sulzdorfer Wirtshäuser begäben, um noch schnell vor Gottesdienstbeginn ein paar

Glas Bier zu trinken. Die Folgen wären, dass der Gottesdienst zum Ausschlafen,

wozu der unzeitige Biergenuss verleite, benützt werde. Er regte deshalb an, die

Wirtshäuser vor dem Gottesdienst geschlossen zu lassen, was natürlich die

Gastwirte ablehnten.

Die Lichtstuben wurden in Sulzdorf einst fleißig besucht.

Das Foto entstand um 1935.

Verlegung der Jahrmärkte auf die Sonntage

Der Geistliche begrüßte die wegen des laufenden Ersten Weltkriegs ergangenen

Einschränkung öffentlicher Lustbarkeiten, Tanzmusiken und anderer festlicher

Veranstaltungen. Bedauernswert wäre, dass man trotz aller Bemühung und

Vorstellung der in Frage stehenden Pfarrämter die Markttage, die früher in der

Woche an einzelnen Feiertagen in Königshofen stattfanden, auf die nächstfolgenden

Sonntage verlegte.

Diese Neueinrichtung wurde deshalb vorgenommen, damit die Bevölkerung nach

Abschaffung der katholischen Feiertage keinen Arbeitstag in der Woche verlieren

sollte. Andererseits sollten auch die Märkte und die Gewerbetreibenden in der Stadt

keine Einbuße erleiden. Der „verderbliche Einfluss“ dieser Markttage wäre deutlich

wahrzunehmen, so Ludwig Röder. Schon vor und während des Gottesdienstes rollte

Wagen um Wagen zum Dorf hinaus zum Besuch des Marktes in Königshofen. Die

Folge war, dass die Kirche an Markttagen große Lücken aufwies. Dass vor allem

auch die Jugendlichen zum Markte drängen, wäre, so Röder, besonders bedenklich.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Die Lehrer wirkten „diesem Unfug“ entgegen, in dem sie keine Erlaubnis vom

Wegbleiben des Sonntagsschulunterrichts erteilten.

Nach Beendigung der Regelschulzeit mussten die Kinder einst noch die sog.

Sonntagsschule (heute Berufsschule) besuchen. Das Foto der Schule in Sulzdorf mit

Lehrer Wohlleben entstand im Jahre 1932.

Vor 100 Jahren gab es an geselligen Vereinen in Sulzdorf einen Gesang-, einen

Veteranen- und Krieger- sowie einen Schützenverein. Das Vereinswesen halte sich

in Grenzen des Erlaubten und die Tätigkeit der einzelnen Vereine bestehe in der

Hauptsache darin, an besonderen Tagen Neujahr, Fastnacht etc. einen Ball

abzuhalten, bei denen es aber zumeist ruhig und anständig hergehe, hielt der Pfarrer

fest. Später fügte ein Amtsnachfolger ein: „Sportverein „Rot-Weiß“, 1947

gegründet, treibt nur Fußball. Zuschauer-Begeisterung ist groß. Das Spielglück ver-

schieden. Die Schuljugend wird schon „trainiert“!“

Ortsarme wurde vorbildlich betreut

Pfarrer Ludwig Röder lobt in seinen Aufzeichnungen das Verhalten gegenüber

Armen und Kranken. Arme wären derzeit in der Gemeinde nicht vorhanden. Die

letzte Ortsarme wurde am Tag der Kriegserklärung (28.7.1914) beerdigt. Ihr

gegenüber habe sich die Bevölkerung sehr rühmenswert verhalten. Es wurde in

keinem Hause geschlachtet, ohne dass der Armen eine Gabe gesandt worden wäre.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Sie pochte an keine Türe im Dorf vergeblich: Milch, Brot, selbst Geld wurde gerne

gegeben.

Als die Dorfarme später krank wurde und auf sog. fliegende Kost in der Weise

gesetzt werden musste, dass ihr jedes Haus eine bestimmte Reihe von Tagen nach

der Steuerveranlagung die Kost reichen musste, wurde ihr diese überreichlich

gebracht. Auch die Nachbarn leisteten ihr gerne und willig alle erdenkliche Hilfe.

Weiter überlieferte Ludwig Röder, mit Sorgfalt und Hingebung pflege man die

Kranken im Haus, hole den Arzt, freilich oft erst, nachdem die Kunst des Baders

(sog. Ärzte der kleinen Leute) zu Ende wäre. „Doch muß man der Bevölkerung

mildernde Umstände zubilligen, da oft die Kranken selbst sehr eigensinnig sind und

behaupten, keinen Arzt noch Apotheker zu brauchen. Und anderenteils ist ja

bekannt, dass ein Besuch des Arztes viel Geld kostet. Immerhin nimmt man die

ärztliche Kunst oft in bedenklichen Fällen auch sofort in Anspruch.“, so der Pfarrer.

Fazit des geistlichen Herrn vor 100 Jahren

In seiner zusammenfassenden Beurteilung des religiösen und sittlichen Standes und

des Lebens der Gemeinde unter Berücksichtigung der hemmenden und fördernden

Einflüsse innerer und äußerer Art, schrieb Ludwig Röder: „Alles in allem kann man,

Licht- und Schattenseiten der Gemeinde aneinandergehalten, sagen, dass die

hiesige Pfarrgemeinde in ihrer Gesamtheit wohl das Los einer kirchlichen,

opferfreudigen Gemeinde, die auch auf einen guten sittlichen Stande sich zu halten

bemüht ist, verdient und dass sie in diesen Beziehungen manchen anderen

Gemeinden wohl zum Vorbild gesetzt werden kann.

Neben manchen Schwächen und Fehlers ist doch viel Wille zum Guten vorhanden,

Treue gegen das Evangelium, Freude an religiösem, christlichen Leben. Erfreulich

ist der stets gute Kirchenbesuch und der regelmäßige Abendmahlsgang. Freilich

mag unter der Kirchlichkeit auch viel Äußerlichkeit, Heuchelei, Gewohnheit

stecken, im Gottesdienst mag wohl auch viel schläfriges Wesen und

Unaufmerksamkeit herrschen und die rechte Andacht und Erbauung verhindern,

immerhin ist doch durch treuen regelmäßigen Kirchenbesuch die Möglichkeit zur

Verinnerlichung und Vertiefung religiösen Lebens gegeben.

Erfreulich ist weiter, dass man das in harter Arbeit Verdiente sorgsam

zusammenhält, wenn freilich auch nicht verschwiegen werden kann, dass diese

Sparsamkeit oft zum Geiz ausartet und auch andererseits hin und wieder von

manchen der Vergnügungs- und Putzsucht nicht geringe Opfer gebracht werden.“

Dass in Sulzdorf das Positive überwog, führte der Pfarrer insbesondere auch auf die

Tätigkeit des Kirchenvorstands zurück. Dieser habe schon viel Gutes gewirkt,

manche von Fehltritten abgeschreckt, überhaupt einen guten Teil zu dem

erfreulichen Stand des Gemeindelebens beigetragen. Erfreulich wäre weiter, dass

man sich in Sulzdorf und Umgebung von groben Sünden fernhielte, sich keine

„Sklaven des Alkohols“ fänden und dass man Knechte der Fleischeslust

verabscheue.

Reinhold Albert

Quelle: III. Pfarrbeschreibung von Sulzdorf, geführt von Pfarrer Ludwig Röder ab 1915.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

23. ADAC-Grabfeldrallye war wie immer ein Erfolg

Spannende Positionskämpfe auf regennasser Fahrbahn kennzeichneten die 23.

ADAC-Grabfeldrallye und begeisterten die wieder, trotz Dauerregens auf den ersten

Wertungsprüfungen, zahlreich angereisten Motorsportfans. Im Gegensatz zu den

letzten Jahren, als die Piloten mit immenser Hitze zu kämpfen hatten, mussten sich

die 181 Teams auf nassen Pisten zurecht finden.

Am besten gelang der „heiße Ritt“ über die Sulzdorfer Pisten Raphael Ramonat mit

Beifahrerin Nanett Centner in ihrem Mitsubishi Lancer EVO 7, die ihren

Vorjahressieg mit 12,6 Sekunden Vorsprung vor Michael Rausch/Meike Maulitz auf

Opel Ascona B wiederholten. Jörg Schuhej/Steffen Reith, ebenfalls Mitsubishi EVO

7, die 22,1 Sekunden zurücklagen, belegten Platz drei. Fotos: Erwin Schmidt

Höhepunkt der Rallye war auch in diesem Jahr wieder der Zuschauer-Rundkurs in

Sulzdorf. Pünktlich zum Start kam die Sonne heraus. Hier zeigten wieder alle

Motorsportler ihren Fans eine tolle Darbietung, bei der es der eine oder andere

schon mal übertrieb und sich im Graben wiederfand. Dass bei diesen schwierigen

Bedingungen nur 36 Teams mit teilweise spektakulären Ausflügen in die Botanik

ausfielen, zeigt einmal mehr die Leistungsdichte in den einzelnen Klassen.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Raiffeisenbank konnte auf ein erfolgreiches Jahr verweisen Trotz erschwerter Marktbedingungen ist die Raiffeisenbank im Grabfeld, die in

Obereßfeld, Römhild und Rentwertshausen mit Geschäftsstellen vertreten ist, auf

Erfolgskurs. Die Bankvorstände Hendrik Freund aus Jüchsen und Harald Langer aus

Bad Königshofen machten bei der Generalversammlung, die anlässlich 50 Jahre

Bayernturm in einem Festzelt bei Zimmerau über die Bühne ging, vor zahlreichen

Mitgliedern die aktuelle Entwicklung des Kreditinstituts transparent.

2015 ist die Zahl der Mitglieder um 71 auf 2642 gestiegen, während sich das

Geschäftsguthaben auf 3,2 Millionen Euro erhöhte. Das Kreditvolumen stieg um 6,5

Prozent auf 71,7 Millionen Euro an. Der Schwerpunkt lag in der Vergabe von

Geldern an Unternehmen und Gewerbetreibende. Kunden hätten 80,2 Millionen

Euro angelegt, das entspricht einem Zuwachs von 5,1 Prozent gegenüber 2014.

Das erwirtschaftete Eigenkapital steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4

Prozent und betrug rund 8,5 Millionen Euro - ein Höchststand in der

Bankgeschichte.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 113,5 Millionen Euro, während sich das gesamte

Kundenvolumen um zirka 14 Millionen Euro auf 249 Millionen Euro steigerte.

„Außerdem wurden ein gutes Zins- und ein überdurchschnittliches

Provisionsergebnis erzielt“, so Langer. Beide Ertragsquellen lägen prozentual

gemessen an der Bilanzsumme über dem Landesdurchschnitt in Bayern. Der

Jahresüberschuss konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Bankvorstand Hendrik Freund berichtete anschließend: „Die Raiffeisenbank im

Grabfeld schlägt neue Wege ein“. Das dokumentiere der Bau des Geschäftshauses

in Römhild, das unmittelbar an das Bankgebäude angebunden wird. Nach Abschluss

der Bauarbeiten bis September/Oktober böten sich Räume für eine Zahnarztpraxis,

einen Rechtsanwalt, eine Steuerberaterin und ein Café. Weiter entsteht ein neuer

Veranstaltungsbereich der Bank, der zur Fremdnutzung zur Verfügung steht und mit

einer Elektro-Autotankstelle ausgestattet werden soll.

Durch das Engagement der RB-Verwaltungs GmbH, ein Tochterunternehmen,

wurden 2015 eine kleine Stadtvilla in Römhild grundsaniert und ein Schandfleck der

Stadt beseitigt, erklärte Freund. Da das Geschäft der RB-Verwaltungs GmbH auf

Immobilien ausgeweitet werden soll, beschloss die Versammlung eine redaktionelle

Ergänzung der Satzung.

Vom Bilanzgewinn in Höhe von 222.566,39 Euro werden den Mitgliedern 111.416

Euro gut geschrieben (3,5 % Dividende). 35.000 Euro werden in die gesetzliche

Rücklage eingestellt und 76.149,80 Euro sind für andere Ergebnisrücklagen

vorgesehen. Der Jahresabschluss 2015 wurde ohne Gegenstimme von den

Mitgliedern genehmigt, Vorstand und Aufsichtsrat fanden einstimmige Entlastung.

Aufsichtsratsvorsitzender Volker Eckhardt (Zimmerau) dankte nach seinem

Prüfbericht den Vorstandsmitgliedern für die konstruktive Zusammenarbeit, den

Mitgliedern, Kunden und Verbundpartnern für ihre Loyalität und das Vertrauen.

Regionales Engagement zeigt die Raiffeisenbank im Grabfeld bei einer Reihe von

Veranstaltungen und der Vergabe von Spenden, die für Vereine und Organisation

jährlich mit 20.000 Euro zu Buche schlagen.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Bilder aus alter Zeit - Gasthaus zu Harmonie in Obereßfeld -

1925 veranstaltete der Radfahrverein aus Alsleben ein Radrennen und legte eine

willkommene Pause in der Gastwirtschaft Harmonie in Obereßfeld ein. Manfred

Albert aus Alsleben stellte diese historische Aufnahme zur Verfügung.

Wirtshaus-Sprüche aus alter Zeit „Der Hunger treibt die Bratwürscht nei.“

„Ich möcht was zum Essen“, hat der Gast zum Wirt gesagt, „bring mir a

Bier.“

Wer net ausgeht, kann net heimkomme“, hat der Bauer zu seiner Alt'n gesagt

und ist ins Wirtshaus gegangen.

„Ich kann des net mit anschauen, wie du dich plagst“, hat er zu seiner Alt'n

gesagt und ist ins Wirtshaus gegangen.

Ich bin niemandem im Weg“, hat er gesagt. „Am Tag schlaf ich, und bei

Nacht bin ich im Wirtshaus.“

„Noch emol e Helles“, hat der Zecher zum Wirt gerufen, „damit mir

beim Heimgehen die Nacht nicht so finster vorkommt“.

„So groß hätt ich mir mei Dorf net vorgestellt“, hat der Besoffene gesagt, als

er auf allen Vieren heimgekrochen ist.

„Da hätte mer genau so gut dahemm esse könne“, hat der Handwerksbursch

zu seinem Weib gesagt, nachdem ihm das Wirtshausessen net geschmeckt

hat.

„Schnell was zu essen“, ruft der Gast, „ich muss gleich weiter“. Darauf der

Wirt: „Nemmese die Bratwürscht, die müsse auch rasch weg“.

Gesammelt vom ehemaligen unterfränkischen Bezirksheimatpfleger Dr. Reinhard Worschech.

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Der Kreisjugendring informiert

“Sprungbrett in die Jugendarbeit“ – Jugendleiterschulung 02. - 04.11.2016 in Bad

Königshofen

Jugendleiter fallen nicht vom Himmel !!! Um junge Menschen ab 13 Jahren auf die

Mitarbeit in Jugendgruppen, bei Aktionen und Freizeiten vorzubereiten, bieten der

Kreisjugendring und die Regionalstellen für kirchliche Jugendarbeit NES + KG in

den Herbstferien vom 02. – 04.11.2016 im Schulungshaus St. Michael in Bad

Königshofen wieder das Seminar „Sprungbrett in die Jugendarbeit“ an.

Jugendarbeit, ein sehr allgemeiner Begriff, der aber eine ganz große Bandbreite an

Aktionen abdeckt. Dazu gehört nicht nur die Sportjugend-, Ministranten -oder

Pfadfinderarbeit, sondern auch ein ganze Menge anderer Gruppen und

Tätigkeitsfelder wie z. B. Tutoren, Zeltlagerbetreuer oder Jugendfeuerwehrarbeit.

Die Seminarinhalte vermitteln kreative Ideen für den Einstieg in die Jugendarbeit,

eine Vielfalt an Workshops mit interessanten Themen, spielerische und

abenteuerliche Aktivitäten, sie erfahren Wissenswertes über die Planung und

Gestaltung einer Gruppenstunde und es bleibt natürlich Zeit für jede Menge Spaß

mit Gleichgesinnten. Nähere Infos auch unter: www.kjr-rhoen-grabfeld.de

Grundschulung für Jugendleiter 30.9. – 02.10.2016 in Bad Königshofen und vom

14. – 16.10.2016 auf dem Volkersberg

Die Regionalstellen für kirchliche Jugendarbeit Bad Kissingen und Bad Neustadt

bieten in diesem Jahr eine Grundschulung für Gruppenleiter an 2 Wochenenden im

Herbst an. Auf mehrfachen Wunsch hin bieten sie in diesem Jahr zum ersten Mal

den Kurs an zwei aufeinander folgenden Wochenenden für SchülerInnen,

Auszubildende und fest im Berufsleben stehende Jugendliche und junge Erwachsene

zwischen 15 und 35 an.

Infoflyer und Anmeldeunterlagen können unter nachfolgendem Link

heruntergeladen werden: http://www.kja-regio-nes.de/medien/9590ba7b-c79e-4912-

bcd1-499b74d65961/Flyer-GLS-2016_blau.pdf?a=true

Serrfelder Strohschießen Traditionell wurde im September auf dem Kleinkaliberschießstand des

Schützenvereins Serrfeld das sog. Strohschießen ausgerichtet. Hierbei werden unter

Leitung von Schützenmeister Uwe Unger jeweils zehn Wertungsschüsse abgegeben.

Ungewöhnlich sind die Preise, denn jeder Teilnehmer bringt einen Sachpreis im

Wert von 8 Euro mit, der vor Ort in Stroh (daher der Name Strohschießen) verpackt

wird. Am Ende des Wettbewerbs hat jeder Teilnehmer gemäß seiner Platzierung

freie Auswahl unter den Preisen, denen von außen nicht anzusehen ist, was sich

darin verbirgt. Strohkönig 2016 wurde Heinrich Seidling vor Andreia Unger, Peter

Unger und Renate Grüll.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Interessantes aus unserer Untereßfelder Schule

Sportliche Erfolge an der Grundschule Untereßfeld

21 Schülerinnen und Schüler erzielten mit tollen Leistungen bei den diesjährigen

Bundesjugendspielen eine Ehrenurkunde. Bei optimalen Witterungsverhältnissen

absolvierten 78 Kinder die leichtathletischen Disziplinen Weitwurf, Weitsprung und

50-Meter-Lauf und gaben hier ihr Bestes. Der Langstreckenlauf wurde bereits im

Vorfeld abgenommen. Nach den sportlichen Aktivitäten stärkten sich die Kinder

zunächst mit Bratwürsten, die traditionell vom Hausmeisterservice Zeitz gegrillt

wurden. Da es nicht nur um den sportlichen Ehrgeiz gehen sollte, sondern auch um

Gemeinschaft und Zusammenhalt, wurden die Bundesjugendspiele mit Sackhüpfen,

Staffel- und Fliesenwettlauf spielerisch und mit viel Spaß fortgesetzt. Schulleiterin

Anja Erhart konnte neben den 21 Ehrenurkunden an die erfolgreichen Sportler auch

26 Siegerurkunden vergeben, alle anderen Schüler erhielten Teilnehmerurkunden.

Über eine Ehrenurkunde freuten sich: Erste Reihe von links: Hannes Götz (Klasse

1). Paul Schneidawind (2), Emily Müller (2), Lara Bardroff (2), Lara Gollhardt (1),

Rike Albert (1), Fanny Rückoldt (1), Ben Schneier (1). Zweite Reihe von links:

Hannes Fell (2), Anna Werner (2), Anna-Lena Eberlein (2), Max Russwurm (1),

Noah Götz (3). Dritte Reihe von links: Finn Bischof (4), Silas Lerche (4), Lainey

von Ponickau (3), Hannah Gerstner (3), Tim Fell (3), Lars Wacker (3), Lukas von

Ponickau (4) und Lauris Werner (3).

Malwettbewerb der Raiffeisenbank im Grabfeld eG

In diesem Jahr stand der Malwettbewerb der Raiffeisenbank unter dem Thema

„Fantastische Helden und echte Vorbilder – Wer inspiriert dich?“ Teilgenommen

haben die Grundschulen aus dem Geschäftsgebiet der Raiffeisenbank im Grabfeld

eG. Nach der schwierigen Aufgabe der Jury, die besten Bilder zu ermitteln, fand für

unsere Schule am Freitag, dem 1.7.2016, die Preisübergabe statt. Vertriebsleiter

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Wolfgang Schubert und Rita Gögel überreichten an die Gewinner des

Malwettbewerbs, an die Gewinnerin des Preisausschreibens und an alle

teilnehmenden Schüler kleine Sachpreise.

Die Gewinner stellten sich dem Fotografen, und zwar erste Reihe von links Nele

Ortlauf (Klasse 2), Magdalena Nees (1), Anna-Lena Eberlein (2) und Hannes Götz

(1), in der zweiten Reihe von links Lainey von Ponickau (3), Daniel Kobzev (3),

Finn Bischof (4), Jannik Gollhardt (4), Leonard Schneier (4) sowie Rita Gögel und

Wolfgang Schubert.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Abschlussfahrt der 4. Klasse nach Coburg

Zum Abschluss der Grundschulzeit fuhr die 4. Klasse Mitte Juli zusammen mit

ihren Lehrerinnen Frau Walter und Frau Erhart nach Coburg. Zunächst wurde das

Funkhaus Coburg besucht und die begeisterten Kinder konnten, dank der

Redakteurin Verena Seufert, „live“ erleben und erfahren, wie eine Radiosendung

entsteht und abläuft. Im Anschluss machte sich die 4. Klasse auf den Weg zur Veste

Coburg.

Beeindruckt von der riesigen Burganlage lauschten die Schüler und Schülerinnen

der sehr interessanten Führung zum Thema „Burg und Burgherr“. Neben der

Besichtigung und Erläuterung der Burganlage, bestimmter Räumlichkeiten und

mittelalterlicher Waffen, durften die Kinder sogar originalgetreue Rüstungsteile

selbst anlegen und ausprobieren.

Trotz des schlechten Wetters war es ein gelungener Ausflug, an den sich alle

Beteiligten gerne erinnern werden.

Die diesjährigen Schulanfänger

In diesem Jahr wurden 13 Kinder eingeschult, und zwar Ole Albert, Ben Hanf,

Benno Müller, Lennox Palm, Stefan Seiler, André Unger, Noah Werner, Marie

Bötsch, Mathilda Dellert, Hannah Hofmann, Luise Lingg, Klara Reiher und Greta

Schelauske. Das Foto zeigt sie zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Sabine Heß.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Glückwünsche und Hefte von der Raiffeisenbank

Susanne Halbig und Rita Gögel von der Raiffeisenbank im Grabfeld eG

überbrachten den Erstklässern ihre Glückwünsche zum Schulanfang und wünschten

ihnen einen erfolgreichen Start ins Schulleben. Natürlich waren sie nicht mit leeren

Händen gekommen. So übergaben sie jedem Schüler ein Päckchen, das aus 8

Schulheften bestand. Initiiert wurde diese Aktion vom Verein Lernmittelhilfe e.V.

Die Hefte sind auf der Vorderseite mit unserem Schullogo versehen und werden die

Kinder noch lange an ihren Schulstart in Untereßfeld erinnern.

Tischtennis mit Weltklasseniveau

Am Schuljahresanfang wehte ein Hauch von Weltklasse durch die Turnhalle. Über

eine Woche lang weilte eine sechsköpfige Delegation aus Osaka in Bad

Königshofen, um sich auf die bevorstehenden Belgium-Open vorzubereiten. Auf der

aktuellen Weltrangliste der Frauen geführte Nationalspielerinnen aus Japan (z.B.

Hitomi Sato: Nummer 23) zeigten den Schülern anlässlich eines Tischtennis-

Showkampfes ihr Können. Der TSV Bad Königshofen bietet in diesem Schuljahr

ab Oktober eine Tischtennis-AG in unserem Schulhaus an und nutzte die

Gelegenheit, um die Schüler für diesen Sport zu begeistern.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Spannende Geschichte derer von Deuster in Buchform

Ein Gemälde des Deuster-Schlosses Sternberg im Grabfeld schmückt noch heute

das Südtiroler Tourismusmuseum im Schloss Trauttmansdorff in Meran.

Im Röll-Verlag in Dettelbach erschien kürzlich ein Buch, verfasst von dem

Kunsthistoriker Dr. Volker Rößner M.A. aus Köslau in den Haßbergen, mit dem

Titel „Die Familie von Deuster - Ein Aufstieg im 19. Jahrhundert.“ Diese Familie

war Ende des 19. und im 20. Jahrhundert u.a. im Grabfeld und den Haßbergen

begütert. So besaß sie u.a. von 1884 bis 1933 Schloss Sternberg. Schlossherr

Friedrich von Deuster stiftete in Königshofen zudem den Luitpoldbrunnen am

Marktplatz und einen prächtigen Kachelofen im Rathaussaal. Er wurde zum

Ehrenbürger der Stadt ernannt.

Von Deuster kaufte 1896 Schloss

Trauttmansdorff in Meran-Obermais

in Südtirol - heute ein viel besuchtes

Tourismusmuseum mit einem

prächtigen botanischen Garten. Es

wurde für ihn und seine Familie für

fast ein Vierteljahrhundert neben

Sternberg seine zweite Heimat. Für

Friedrich von Deuster endete mit dem

Ersten Weltkrieg die glanzvollste Zeit

seines Lebens.

So verlor er den Besitz in Südtirol, das zu Italien geschlagen wurde. Der Schwarze

Freitag an der Börse führte im Oktober 1929 zu einer weiteren finanziellen Misere.

Verkäufe der fränkischen Ländereien waren die Folge. 1933 wurde das Sternberger

Schloss an die Menschenfreundliche Gemeinschaft veräußert. Dr. Volker Rößners

rund 100 Seiten umfassendes Büchlein ist reich bebildert und mit ausführlichen

Quellenangaben versehen.

Es ist zum Preis von 19,80 Euro im Buchhandelt erhältlich (ISBN 978-3-89754-

494-9).

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Es sind maximal 60 Katzen erlaubt

Eine Katzenhalterin aus Serrfeld scheiterte im Juli vor dem Verwaltungsgericht

Würzburg mit einer Klage gegen das Landratsamt Rhön-Grabfeld. Die Behörde

gesteht ihr zu, maximal 60 Katzen auf ihrem Anwesen zu halten. Die Frau hat

aktuell 92 – und hätte am liebsten noch mehr Tiere bei sich.

Das Pikante an der Geschichte ist: Die Frau Anfang 50 ist wegen Tierquälerei

zweifach vorbestraft. Bereits im März 2011 war sie vom Amtsgericht Haßfurt

verurteilt worden, weil sie 141 Katzen unter katastrophalen Umständen gehalten

hatte.

Vorsitzender Richter Gerhard Weimann äußerte während der Verhandlung in

Würzburg „nicht die geringsten Bedenken“ an den Auflagen, die das Landratsamt in

Bad Neustadt der Frau gemacht hat. „Aus unserer Sicht ist eine deutliche

Reduzierung unter 60 Katzen gerechtfertigt“, sagte der Richter und stellte fest:

Selbst ein komplettes Haltungsverbot hätte die Kreisbehörde in Erwägung ziehen

können. Als Mieterin des Anwesens in Serrfeld sei die Klägerin letztlich für alle

dort gehaltenen Katzen verantwortlich, entkräftete er das von der Klägerin und

deren Anwalt vorgebrachte Argument, dass 35 der 92 Katzen zwei mit ihr im Haus

wohnenden Untermietern gehören würden.

Vor Gericht hatte Reiner Kortmann, der Leiter des Veterinäramts des Landkreises

Rhön-Grabfeld, erläutert, weshalb eine Katzenhaltung, wie er und seine Mitarbeiter

sie bei der Klägerin erleben, nicht artgerecht ist. Katzen seien prinzipiell keine

Rudeltiere. Werden sie dennoch in größeren Gruppen gehalten, bräuchten sie

unbedingt geeignete Rückzugsräume.

Zudem sei eine bestimmte Anzahl von Futternäpfen, Wassertrögen und

Katzentoiletten vorgeschrieben. Das Landratsamt hatte der Katzenhalterin die

einschlägigen Vorschriften in ihrem Bescheid vom Oktober 2014, gegen den diese

Widerspruch eingelegt hatte, einzeln aufgelistet.

Diese Haltungsvorschriften spielten vor Gericht eine untergeordnete Rolle, weil die

Klägerin diese weitgehend akzeptierte. Sie und ihr Anwalt belegten mit Fotos auch

umfangreiche Maßnahmen, die die Situation der Katzen, denen in zwei

Gebäudeteilen 350 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stünden, in letzter Zeit

verbessert hätten. Rechnungskopien wiesen zudem Ausgaben von gut 23 000 Euro

für Tierarzt- und Futterkosten aus – alle aus diesem Jahr.

Es wurde vor Gericht durchaus deutlich: Die Klägerin kümmert sich um ihre Tiere,

die ihr offensichtlich sehr am Herzen liegen. Auch ein Tierarzt, der die Katzen in

seiner Praxis behandelt, hat bei diesen kaum Bissverletzungen und keine

Verhaltensstörungen festgestellt. Eigenen Angaben nach hat die Frau auch gezielt

alte und kranke Katzen gepflegt und, wie sie meint, „Tierschutzarbeit“ geleistet.

Nichtsdestotrotz hat das, was die Katzenhalterin betreibt, mit Tierschutz und

artgerechter Haltung, wie sie von Veterinären mehrheitlich verstanden wird, nur

bedingt zu tun. Der Katzenhalterin wurde eine Frist bis Ende September gesetzt.

Quelle: Michael Mösslein: Frau darf maximal 60 Katzen halten. In: Main-Post, Ausgaben

Haßberge und Rhön-Grabfeld vom 4.8.2016 und 14.09.2016.

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Ihr Hausarzt rät:

Lebensfreude Ruhe und Lebensfreude benötigen wir zu unserem körperlichen und seelischen

Wohlergehen wie Essen und Trinken. Jedoch merken wir immer wieder, dass Ärger,

Hass und Streit viel Energie bindet, die dem Körper dann fehlt, wenn er

Krankheitserreger bekämpfen muss.

Sie erzeugen Stress, der zu einer erhöhten Adrenalinproduktion führt. Adrenalin

(körpereigenes Hormon der Nebenniere) jagt das Herz auf Hochtouren, verursacht

hohen Blutdruck und schädigt Herz und Arterien. Stress kann auch Depressionen,

Magen- und Darmgeschwüre, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Rheuma

hervorrufen.

Die Basis jeden harmonischen Zusammenlebens ist deswegen die Bereitschaft zur

Vergebung, denn jeder Mensch hat Fehler und jeder Mensch macht Fehler. Daher

wird es im Miteinander immer Ärger und seelische Verletzungen geben, die

vergeben werden müssen. Eine aufrichtige Vergebung ist Voraussetzung für eine

echte Versöhnung.

Es geht im menschlichen Miteinander nicht ohne Rücksichtnahme und

Vergebungsbereitschaft. Grossarth-Maticek hat in seinem Fragekatalog zur

Selbstregulation auch den Satz aufgenommen: „Ich bin nicht nachtragend und

verzeihe leicht. – Wie stark trifft diese Aussage auf sie zu?“ (Präventive

Verhaltensmedizin 1999)

Ja, wie leicht fällt mir das Verzeihen, besonders wenn ich meiner Meinung nach im

Recht bin? Oder gar nachtragend und rachsüchtig? Muss man wirklich alles

Unrecht, das man vermeintlich oder tatsächlich erlitten hat heimzahlen? Wäre ich

bereit, um des „lieben Friedens“ willen, auf die Durchsetzung „meines Rechts“ zu

verzichten und dem Kontrahenten zu vergeben?

Für die meisten Menschen ist es undenkbar. Das würde ihre Eigenliebe nicht

erlauben. Dafür opfern sie lieber in jahrelangen Gerichtsprozessen oder

Nachbarschaftsquerelen ihre Gesundheit. Aber ist das ein sinnvoller Tausch?

Im Yellowstone Nationalpark (USA) hat einmal jemand eine aufschlussreiche

Beobachtung an einem Grizzlybären gemacht, der zu den stärksten Tieren der Welt

gehört: Dabei fiel ihm auf, dass es nur ein Tier gab, dem der Bär erlaubte, mit ihm

zu fressen – das Stinktier. Gewiss wäre es dem Bären ein leichtes gewesen, das

Stinktier zu überwinden. Er ärgerte sich offensichtlich über das Stinktier und hätte

ihm seine Unverschämtheit gern heimgezahlt. Aber er ließ es sein. Warum wohl?

Weil er wusste, das Stinktier hätte es ihm teuer heimgezahlt.

Ein kluger Bär. Auf alle Fälle klüger als viele Menschen, die tage- und nächtelang

wegen des ihnen zugefügten Unrechts grübeln und darüber brüten, wie sie es rächen

können. Ob der Mensch begreift, dass der Preis für das Heimzahlen ... ein

Gehirnschlag oder Herzanfalll sein kann?

In dem Augenblick wo wir anfangen zu hassen, werden wir Sklaven des Hasses.

Wir können nicht mehr mit Freuden unsere Arbeit tun, weil der andere unsere

Gedanken beherrscht. Sogar Ferien bzw. Urlaub bereiten uns dann kein Vergnügen

mehr.

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Versuchen sie einmal einige praktische Regeln für die erste Hilfe bei seelischen

Nöten zu beachten bzw. anzuwenden:

- Ruhe bewahren! Jede Hektik verschlimmert die Situation.

- Die Wunde gründlich auswaschen. Dabei darauf achten, dass aller Ärger und

alle Unversöhnlichkeit entfernt werden.

- Anschließend reichlich Nächstenliebe-Salbe auftragen. Sie schützt vor Groll-

und Bitterkeitsinfektion.

- Nun die Wunde mit einem Verband aus Vergebung umwickeln. Dadurch

kann die Wunde heilen, ohne dass man sie jeden Tag nachsehen muss.

- Später nicht am Schorf kratzen: Den Vorfall nicht zur Sprache bringen, da

sonst die Wunde wieder aufbricht und es zur Infektion kommen kann, die sich

ausbreiten und geistlich tödlich enden könnte.

- Selbstmitleid vermeiden. Das beste Gegenmittel ist, die Entschuldigung des

anderen anzunehmen

Es gibt sicherlich noch andere „Mittel“ die helfen können, die uns helfen können

mit Schuld und Vergebung zurechtzukommen, damit das Leben wieder Freude

bereiten kann.

Somit wünsche ich Ihnen ein friedliches Miteinander

Ihr Hausarzt

Dr. Roland Gallewski

ADAC-Aktion: Sicherheitswesten für Schulanfänger

Bundesweit erhielten alle Erstklässer eine ADAC-Sicherheitsweste zum Schulstart.

Die gut sichtbaren und reflektierenden Westen stellen einen wichtigen Beitrag für

die Sicherheit der Kinder in der dunklen Jahreszeit dar. Überreicht wurden sie von

der Vorsitzenden des Automobilclubs Bad Königshofen im ADAC, Sylvia Wacker.

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Termine im 4. Quartal 2016 Pfarrfest in Sternberg

Am Sonntag, 2. Oktober findet in Sternberg das diesjährige Pfarrfest der kath.

Pfarrgemeinde Heiligkreuz statt. Es beginnt um 16 Uhr mit einem

Familiengottesdienst in der Pfarrkirche. Anschließend werden bei einem

gemütlichen Beisammensein im Gemeinschaftshaus Köstlichkeiten wie

Zwiebelkuchen, Federweißen sowie Gegrilltes angeboten.

Oktober:

1.-3.10. Kirchweih Obereßfeld

3.10. Stammtisch-Abschluss OGV Sulzdorf

13.10. Kesselfleischessen ELJ Sulzdorf im Gemeindezentrum

14.-17.10. Kirchweih Sulzdorf (Sportheim)

22., 30. und 31.10. Theater ELJ Sulzdorf

30.10. Preisschafkopf Schützen Obereßfeld

November:

4.- 7.11. Kirchweih Serrfeld

11.11. Martinsumzug Kindergarten Sulzdorf

18.11. Kesselfleischessen Zimmerau

19. - 20.11. Kirchweih Zimmerau

25.11. Generalversammlung FFW Sulzdorf

27.11. Adventsmarkt Sulzdorf

Dezember:

3.12. Weihnachtskonzert Sternberg

10.12. Kameradschaftsabend FFW Sulzdorf

17.12. Weihnachtsfeier Sportverein Sulzdorf

17.12. Weihnachtsfeier Wanderfreunde Serrfeld

18.12. Waldweihnacht ELJ Sulzdorf

28.12. Preisschafkopf Sportverein Sulzdorf

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Interessantes aus unserer Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“

Rückblick auf den Oma und Opatag im Juni 2016

Weit über 60 Oma´s und Opa´s kamen in die Kita um mit ihren Enkelindern einen

Kitaalltag zu erleben. Aus großer Dankbarkeit und großer Freude über diesen Tag

spendeten die Großeltern eine stolze Summe von 164 €. Dieses Geld setzten wir in

Bulldogs und Anhänger um. Mit großen Augen und riesiger Freude empfingen „die

kleinen Strolche“ die neuen Spielsachen..... Die kleinen und großen Strolche sagen

nochmals den Oma´s und Opa´s einen herzlichen Dank und Vergelts Gott......

Kurze Vorausschau auf das neue Kita Jahr 2016/2017

Mit „Tierisch was los.... Tiere begleiten uns durchs Jahr“ starten wir ins neue Kita

Jahr. Dieses Jahresthema wird uns in den verschiedenen Jahreszeiten und Festen

begleiten. Im Moment erarbeiten wir das Unterthema: Igel, Eichhörnchen, Maus und

Co, sind im Herbst über viele Nüsse froh... Wir freuen uns auf ein spannendes und

tierisches Jahr!

Wahl des Elternbeirates 2016/2017

Am 1. Elternabend für das Kitajahr wurde der neue Elternbeirat gewählt.

1. Vorsitzende: Katja Werner

Kassier: Sabrina Skupin

Schriftführerin: Franziska Keller

Beisitzer: Bianca Wagner, Franziska Schad und Karin Schwab.

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Unsere Großen starten in die Dinohöhle (Vorschule)

Am 1. Schultag haben auch wir in der Kita unseren 1. Dinotag gefeiert. Die

Vorschulkinder wurden mit einem Dinofest ganz feierlich zu stolzen „Dinokindern“.

Sie bekamen sympolisch eine kleine Dino Zuckertüte geschenkt. An diesem Tag

besuchten uns auch die Erstklässer mit ihrer großen Zuckertüte und ihren

Büchertaschen. Wir wünschen Luise Lingg, Greta Schelauske, André Unger,

Lennox Palm und Ole Albert einen guten Start und viel Spaß in der Schule.

Weihnachtskirche

Am 23.12.2016 treffen wir uns wieder um 10.30 Uhr in Sulzdorf in der Kirche zu

einer weihnachtlichen Feier. Wir laden jetzt schon alle Interessierte dazu ein.

Krabbeltreff in der Kita

Die Krabbelkinder treffen sich immer jeden letzten Montag im Monat von 10.30

Uhr bis 11.30 Uhr in der Kita. Bitte Hausschuhe oder dicke Socken mit bringen.

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Kitajahr und auf eine gute Zusammenarbeit.

Ihr Kindertagesstättenteam

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Neue Ministranten in Sternberg und Obereßfeld

In der kath. Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Sternberg im Grabfeld wurden am

zurückliegenden Sonntag die langjährigen Ministranten Ronja und Silas Weisberg

verabschiedet. Arne Albert aus Sternberg und Helmar Drommel aus Zimmerau

wurden als neue Ministranten durch den Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft St.

Martin Untereßfeld, Florian Lehnert, ins Amt eingeführt. Das Foto zeigt Pfarrer

Lehnert zusammen mit Arne Albert, Helmar Drommel sowie den länger dienenden

Ministranten Denise Schmidt und Tim Albert.

In Obereßfeld wurde Tim Fell im Kreis der übrigen Ministranten neu in den

Ministrantendienst eingeführt (Foto: Heribert Haßmüller). Mit dabei war dort neben

Pfarrer Florian Lehnert auch Pfarrer Abbe Adrien Sene aus Afrika.

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

DAK-Gesundheit bietet neuen Videochat mit Ärzten an Hausbesuch mal anders: Die DAK-Gesundheit hat ein neues Angebot und bietet

jetzt eine virtuelle Sprechstunde an. DAK-Versicherte im Landkreis Rhön-Grabfeld

können sich kostenlos und bequem von zu Hause aus in einem speziellen Videochat

von Fachärzten beraten lassen. Als erste Kasse bietet die DAK-Gesundheit solch ein

Angebot für alle Diagnosen an. Das kostenlose Angebot der DAK-Gesundheit ist

unter www.dak.de/aerzte-videochat erreichbar.

Darüber hinaus können Patienten im Landkreis den DAK-Videochat nutzen, um

nach einem Arztbesuch eine zweite Fachmeinung einzuholen. Auch pflegende

Angehörige können sich über das Angebot zu Fragen rund um die Pflege beraten

lassen. Wichtig: Die Ärzte können im Videochat nicht behandeln und keine

Diagnose stellen. Versicherte bekommen aber eine ausführliche und kompetente

Beratung. Die Bertelsmann-Studie belegt, dass eine ärztliche Behandlung durch

virtuelle Kontakte noch sinnvoll ergänzt werden kann.

Neue Online-Therapie bei Depressionen

Die DAK-Gesundheit verbessert die Versorgung bei psychischen Erkrankungen. Als

erste gesetzliche Krankenkasse bietet die Krankenkasse ihren Versicherten im

Landkreis Rhön-Grabfeld das Online-Programm „deprexis24“ an. Ein Vorteil: Die

webbasierte Therapie kann sofort gestartet und von Zuhause aus durchgeführt

werden. Eine große Studie hat die Wirksamkeit dieser Verhaltenstherapie für

Menschen mit leichten und mittelschweren Depressionen bestätigt.

Die DAK-Gesundheit bietet das Programm allen Versicherten an, die mindestens 18

Jahre alt sind und an einer leichten bis mittelschweren Depression leiden.

Ausführliche Infos gibt es unter www.dak.de/deprexis.

Verbesserte Vorsorge für Kinder

Für die Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern von der Geburt bis zum Ende des

sechsten Lebensjahres gelten in Zukunft neue Regeln. Bei U1 bis U9 wird es

Verbesserungen bei den Untersuchungen zur Entwicklung der Sprache, der Fein-

und Grobmotorik sowie der Sehleistung geben. Das Gelbe Heft, in das alle

Untersuchungsergebnisse hineinkommen, wurde dazu vollständig überarbeitet.

Außerdem können Neugeborene künftig an einer Reihenuntersuchung auf

Mukoviszidose teilnehmen.

Eltern bekommen für Neugeborene das neue Gelbe Heft direkt in der

Entbindungsklinik oder bei ihrer Hebamme. Jüngere Kinder erhalten bis zur U6 das

neue Heft zusätzlich zu ihrem alten vom Kinderarzt. Für ältere Kinder werden keine

neuen Hefte ausgegeben: Ab der U7 dokumentiert der Kinderarzt die Ergebnisse zu

den neuen Untersuchungen auf entsprechenden Einlegeblättern.

Informationen zur Kindervorsorge gibt es im Internet unter

www.dak.de/kindervorsorge , im Berater-Chat www.dak.de/berater-chat oder im

DAK-Servicezentrum Bad Neustadt.

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Deutsches Burgenmuseum wurde auf der Heldburg eröffnet Im September wurde das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg

eröffnet. Es ist von April bis Oktober von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr

und von November bis März von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Es gibt in den deutschsprachigen Ländern Mitteleuropas mehr als 25.000 Burgen.

Burgen strahlen eine große Faszination aus, oft allein schon durch ihre Lage. Aber

kaum jemand weiß, was eine Burg tatsächlich ausmacht.

Das Deutsche Burgenmuseum auf der Heldburg veranschaulicht die Bedeutung und

Funktion von Burgen, ihre bauliche Entwicklung und das Leben auf Burgen sowohl

in Friedens- als auch in Kriegszeiten. Auf Grundlage neuester wissenschaftlicher

Erkenntnisse zeichnet das Deutsche Burgenmuseum ein Bild von der Burg und ihrer

Geschichte und erklärt, wie wir zu diesem Wissen gekommen sind und was wir

noch nicht wissen. Das Deutsche Burgenmuseum ist damit die erste Adresse für

jeden Burgenfreund, ob nun begeisterter Laie oder Wissenschaftler.

Das „Erlebnis Burg“ wird in einer informativen Dauerausstellung zur Geschichte

des deutschen und internationalen Burgenbaus, zum Leben auf der Burg vom

Mittelalter bis zur Neuzeit und zu den Vorstellungen und Mythen rund um die Burg

vermittelt. Aufgebaut ist die Ausstellung in einem Rundgang, der den Besucher

durch die gesamte Burg führt. Im Zuge des Rundgangs erfährt der Besucher in

chronologischer Abfolge, wie sich der Burgenbau von Epoche zu Epoche verändert

hat und lernt gleichzeitig die Veste Heldburg als eine durch die Renaissance

geprägte Burg kennen. Dabei begegnet er bekannten Klischeebildern zu Burgen und

ihren Bewohnern, erfährt aber, dass diese meist irrtümlichen Idealvorstellungen

entstammen. Originale Exponate, multimediale Einheiten und veranschaulichende

Darstellungen geben Einblick in historische Zusammenhänge, die Funktion und

bauliche Entwicklung von Burgen und das Leben auf Burgen.

Rund 400 Ausstellungsstücke präsentieren auf etwa 1700 Quadratmetern Fläche die

Geschichte und Geschichten der Burgen in Mitteleuropa. Außerdem gibt es auch

digitale Stationen, an denen über Geschichte und Bedeutung von Burgen in

Mitteleuropa informiert wird. Weitere Infos unter www.deutschesburgenmuseum.de

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Echo der Lederhecke 134. Ausgabe Juli – September 2016

Einwilligung

zur Veröffentlichung

persönlicher Daten im

gemeindlichen

Mitteilungsblatt

„Echo der Lederhecke“

der Gemeinde

Sulzdorf a.d.L.

Hiermit bitte ich die Verantwortlichen der Gemeinde Sulzdorf

a.d.L. nachfolgende persönliche Daten im Informationsblatt der

Gemeinde bzw. auf der Internetseite der Gemeinde

www.sulzdorf-adl.de zu veröffentlichen:

Geburtstag ab dem 65. Lebensjahr jährlich

meine Ehejubiläen

Die Einwilligung ist bis zu meinem Widerruf gültig.

.........................................................................................................

Name, Vorname Geburtsdatum

.......................................................................................................

Anschrift

.......................................................................................................

Datum und Unterschrift

Bitte in der Gemeindekanzlei, bei der Bürgermeisterin oder den

Gemeinderäten abgeben.

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

Wir gratulieren

zum 91. Geburtstag am 4.12. Ella Beck (Sternberg)

Bilder aus unserer Heimat - Unsere Schule, aufgenommen 2012 -

Foto: Norbert Steiche

Impressum: Herausgeber: Gemeinde Sulzdorf a.d.L. Redaktion: Marianne und Reinhold Albert (Sternberg)

email: [email protected] Fotos: Sabine Heß, Erwin Schmidt, Regina Vossenkaul, Christian Albert und Redaktion Skizze auf der Titelseite: Unbekannter Zeichner Herstellung: Druckerei Peter Seifert (Untereßfeld) Auflage: 800 Exemplare, erscheint vierteljährlich Redaktionsschluss für die Ausgabe 1/2017: 10. Dezember 2016

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016

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Echo der Lederhecke 135. Ausgabe Oktober – Dezember 2016