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Jörg Völkel (Hrsg.) Bodenkunde Landschaftsökologie ... · Biologie und Chemie auf. Unterkunft fand er sehr kosten-günstig bei der Großmutter. Im Geographiestudium prägten ihn

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Text of Jörg Völkel (Hrsg.) Bodenkunde Landschaftsökologie ... · Biologie und Chemie auf. Unterkunft...

BodenkundeLandschaftskologieQuartrforschung

BodenkundeLandschaftskologieQuartrforschung

Jrg Vlkel (Hrsg.)

Band 16

Beitrge

zur

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zur

Laudatioauf den ordentlichenUniversittsprofessor

Dr. Jrg Grunertanllich seiner Emeritierung

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Haldensubstrat

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Untersuchungsflchemit Saugkerzen

Jrg VLKEL

2010

ISSN - 2190-7382

Technische Universitt Mnchen

Wissenschaftszentrum Weihenstephan fr Ernhrung, Landnutzung und Umwelt Department fr kologie und kosystemmanagement Extraordinariat fr Geomorphologie & Bodenkunde

TU Mnchen . WZW . Professur fr Geomorphologie & Bodenkunde Carl-von-Carlowitz-Platz 2 . D-85354 Freising . Germany

UniversittsprofessorDr.rer.nat. Dr.phil. Jrg Vlkel Carl-von-Carlowitz-Platz 2 85354 Freising Germany Tel. +49 8161 71 2500 Sekr. +49 8161 71 2501 Fax +49 8161 71 2502 Email: [email protected]

Laudatio

auf

den ordentlichen Universittsprofessor

Dr. Jrg Grunert

anllich seiner Emeritierung -

gehalten

an der Johannes-Gutenberg-Universitt Mainz

am 9. Juli 2010

von

Univ.-Prof. Dr. Dr. Jrg Vlkel

Technische Universitt Mnchen

Laudatio auf Univ.-Prof. Dr. Jrg Grunert anllich seiner Emeritierung

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Spectabilis, Honoratiores, lieber Jrg, liebe Helgard, meine sehr verehrten Damen, meine Herren, von einer Emeritierung drfen wir an den Universitten noch reden, auch wenn uns das Hochschul- und Beamtenrecht seit einigen Jahren etwas anderes vorgibt. Wir haben es bei Jrg Grunert mit einem zuknftigen Emeritus zu tun, der in keiner-lei Hinsicht pensionsreif wirkt. Er ist heute ja noch nicht einmal 65 Jahre alt und dennoch feiern wir diesen actus academicus gegen Ende der letzten Vorlesungszeit in der aktiven Zeit des Universittsprofessors Dr. Jrg Grunert. Wie befremdlich es fr die meisten der Anwesenden ist, ihn auer Dienst zu stellen, wird heute noch mehrfach aufleuchten. Lieber Jrg, viele Leute nicht zuletzt aus unserer engeren fachwissenschaftlichen Gemeinschaft sind gekommen. Kolle-ginnen und Kollegen einer Vielzahl deutscher Universitten, Schlerinnen und Schler aus Deiner Bonner und Deiner Mainzer Zeit. Als erster Doktor, den Du auf den Weg gebracht hast, habe ich die groe Ehre und das ungeteilte Vergngen, heute die laudatio auf Dich halten zu drfen. Jrg Grunert wurde 1945 geboren, kurz nach Ende des 2. Weltkrieges, in St. Georgen im Schwarzwald. Dort, im hohen Mittelgebirge (900 m) ist er auch aufgewachsen und ver-brachte seine Schulzeit bis zum bertritt auf das Gymnasium in Villingen, das er im Frhjahr 1964 mit dem Abitur in der Tasche verlie. Er hatte auch bereits einen konkreten Berufs-wunsch, wollte die Hhere Forstlaufbahn einschlagen, was allerdings anders kommen sollte.

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Zum Sommersemester 1964 immatrikulierte sich Jrg Grunert an der FU Berlin und nahm das Studium der Geographie, Biologie und Chemie auf. Unterkunft fand er sehr kosten-gnstig bei der Gromutter. Im Geographiestudium prgten ihn Jrgen Hvermann, Karl-Heinz Kaiser und bereits Horst Hagedorn. Im Herbst 1970 legte er das Staatsexamen fr das Hhere Lehramt in den genannten drei Fchern ab. Der Weg in den Schuldienst schien vorgezeichnet und konsequent. Denn zuvor hatte Jrg Grunert bereits in seinem Heimatort die erfor-derlichen Schulpraktika an der Grundschule und dem Gymna-sium absolviert. Er htte auch in Berlin sofort eine Referendar-stelle antreten knnen. Doch, bedingt durch den Verlauf des Studiums, kam es anders. Im Sommer 1966 von seinem Ausbildungsstand noch recht frh hatte er, nach bestandener Zwischenprfung bei Jrgen Hvermann, das Angebot erhalten, einen halbjhrigen Auslandsaufenthalt in der Forschungsstation Bardai/Tibesti-Gebirge (Rpublique du Tchad) zu verbringen. Auf der Station, die erst 1964 als Auenstelle der FU Berlin gegrndet worden war, sollte und konnte Jrg Grunert gemeinsam mit einigen Studenten der FU unser Kollege Detlef Busche war einer von ihnen - geomorphologische Feldarbeiten zur Land-schaftsentwicklung in der hochariden Sahara durchfhren. 1970 verfasste er seine Staatsexamensarbeit und 3 Jahre spter eine Dissertation mit dem Titel: "Erosion und Akkumulation von Wstengebirgsflssen, untersucht am Beispiel des Yebbigue im zentralen Tibesti-Gebirge, Rpublique du Tchad". Das Rigorosum bei seinem Doktorvater Hvermann fand 1973 statt.

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Doch zurck zum Staatsexamen und dem nicht beschrittenen Weg in die Schule: Ende 1970, unmittelbar nach seinem I. Staatsexamen, bot ihm der frisch an die RWTH berufene Horst Hagedorn an, mit ihm als wissenschaftlicher Assistent nach Aachen zu gehen. Im November 1970 trat Jrg Grunert seinen Dienst an und hatte in den folgenden anderthalb Jahren viel mit Lehre an einem im Aufbau befindlichen Institut zu tun. Erstmals in seinem Leben erhielt er ein eigenes, ordentliches Gehalt und hatte zudem die Aussicht lngerfristig an der Universitt zu bleiben. Er lernte Aachen und das dortige recht junge Kollegium schtzen und bekam Tuchfhlung mit dem nahen Holland und Belgien. Vom Osten Deutschlands hatte es ihn ganz an die Westgrenze verschlagen. Die Assistentenodyssee ging indes weiter. Nach kurzer Zeit hatte Herr Hagedorn erneut einen Ruf, dieses Mal auf die Nachfolge von Julius Bdel nach Wrzburg. Da Jrg Grunert mit seiner Dissertation ber das Tibesti-Gebirge an ihn gebun-den war, zog er im April 1972 ebenfalls nach Wrzburg um. Dort erwarteten ihn ein altehrwrdiges Institut und erneut ein groes Entgegenkommen des Kollegiums sowie, genau wie in Aachen, viel Arbeit in der Lehre. Er lernte Franken schnell nher kennen und sehr bald auch seine Frau Helgard. 1974 wurde geheiratet; 1975 und 1977 kamen die beiden Tchter zur Welt. Da Helgard Grunert aus einem kleinen Weingut stammt, konnte Jrg Grunert sozusagen kostenlos bei seinem Schwiegervater in die Lehre gehen und sich dadurch Grundkenntnisse im Weinbau aneignen. Sollte er als Wissen-schaftler arbeitslos werden, so war die damalige berlegung, htte er seine Familie ber Wasser halten knnen. Immerhin war der kleine Weinbaubetrieb damals schon fortschrittlich,

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indem er kowein anbaute und einen erlauchten Kundenkreis bediente. Wissenschaftlich wurde Jrg Grunert kein Franke. Die Trockengebiete Nordafrikas blieben dominant im Fokus. Eigentlich sollte die Habilitation in Persien bzw. im Iran erfol-gen. Herr Hagedorn leitete damals ein Forschungsprojekt ber die eiszeitliche Vergletscherung zentraliranischer Hochgebirge und in den Jahren 1974 und 1975 hielt sich Jrg Grunert auch fr mehrere Wochen im Iran auf. Die politische Lage dort war aber damals schon sehr gespannt und so wandte sich Jrg Grunert erneut der Sahara zu. 1977 fand eine groe Expedition in die Zentrale Sahara statt, umsichtig vorbereitet von Dr. Busche und geleitet von Prof. Hagedorn. Auch unser heute in Bonn ttiger Kollege Armin Skowronek war dabei. Die DFG-finanzierte Expedition verlief sehr erfolgreich und Jrg Grunert hatte reichlich Material fr eine Habilitationsschrift sammeln knnen. Eine zweite Forschungsreise Grunerts in die Zentralsahara zusammen mit einem franzsischen Archologen folgte. 1980 wurde die Habilitationsschrift eingereicht mit dem Titel: "Geomorpholo-gie der Schichtstufen am Westrand des Murzuk-Beckens (Zentrale Sahara)". So wichtig die zweite Expedition 1978 fr den Wissenschaftler Grunert war. Er htte dort fast nicht nur seine Gesundheit gelassen, denn er fing sich im Niger eine Hepatitis A ein, die fast das Aus bedeutet htte. Fr die junge Familie daheim in Mainstockheim war dies eine schlimme Erfahrung. Afrika, so schien es damals, wrde er wohl nie mehr einen Besuch abstatten knnen. 1981 erhielt Jrg Grunert den Ruf auf eine C3-Professur an die Universitt Bonn und trat zum Sommersemester 81 dort seinen

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Dienst an. Die Familie folgte 1982 nach. Die Bonner Zeit whrte 14 Jahre. Es war eine arbeitsreiche, aber in jeder Hinsicht fruchtbare Zeit. Die Zahl der Bonner Studierenden war enorm; der Ansturm, den es in der Lehre zu bewltigen galt, ebenfalls. Da die Professur betitelt war: "spezielle und angewandte Geomorphologie", hatte er offenbar besonders groen Zulauf. Das ist die Erklrung, die man von Jrg Grunert bekommt. Die Grnde waren freilich andere. Der Universittsprofessor Grunert hat sich stets als Wissenschaftler verstanden. Aber vorneweg ist er ein hervorragender Hoch-schullehrer, der die Studierenden fr das Fach und fr seine Lehrinhalte zu begeistern versteht. Und so betreute Jrg Grunert allein in der Bonner Zeit an die 200 Diplom- und Staatsexamensarbeiten und hielt schier unzhlige Vordiplom-, Zwischen- und Examensprfungen ab. Eine gewisse Zeit sa ich Mitte der 80er im Hilfskraftzimmer des Herrn Professors. Und schon bald begannen wir, die rapide anschwellende Zahl der Abschluarbeiten zu katalogisieren, mit weiem Klebe-band auf den in der Regel schwarzen Rckenbindungen der Kopierwerke. Jrg Grunerts wissenschaftliche Ttigkeit in der Bonner Zeit betraf im Wesentlichen 4 Schwerpunkte: Fortsetzung der Forschungen in der Sahara, verlagert auf die Sdsahara und den Sahel. 1984 fand erneut eine groe, von Wrzburg aus organisierte und von der DFG finanzierte Expe-dition in die Sdsahara (Rp. du Niger) statt, an der neben Herrn Hagedorn als Leiter unter anderem Kollege Detlef Busche, Dr. Erhard Schulz, der damalige Assistent Roland Baumhauer (jetzt Professor in Wrzburg) und ich selber als Student fr besondere Aufgaben teilnahmen. Es ging darum, ein Nord-Sd-Landschaftsprofil vom Kaouar bis zum Tschad-

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see zu bearbeiten, was angesichts der zahlreichen zu queren-den Lngsdnenzge ein sehr schwieriges Unterfangen war. Die nigrische Armee war zuvor grandios gescheitert. Auf dieser Unternehmung wurde im Grunde meine eigene wissen-schaftliche Laufbahn begrndet. Denn ich fand nach einem Aufenthalt auf eigene Faust im Fezzan Sdlibyens im Jahre 1981 den Anschlu an den neu nach Bonn berufenen Professor Grunert und sollte erklrtermaen auf dieser Fahrt durch den Erg von Bilma bereits Material fr eine Dissertation sammeln. Von Jrg Grunert, der es kraft seiner vita selber vorgemacht hatte, lernte ich, da die Zukunft durchaus verschrnkt gestaltet werden kann: als Student mit auf Forschungsreise dabei, die Diplomarbeit noch nicht abgeschlossen, sich bereits das Material fr den bernchsten Schritt zu erarbeiten. Jrg Grunert hat mich auch bestrkt und stets untersttzt, wenn es um ein Doppelstudium ging. Und so fhlte ich mich in meiner jungen akademischen Entwicklung bei ihm sehr wohl, machte 1985 Diplom, 1986 I. Staatsexamen in Geographie und Biolo-gie und wurde 1988 mit finanzieller Untersttzung durch ein Graduiertenstipendium von ihm promoviert. Da wir dafr von der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universitt Bonn auf Vorschlag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultt auch noch den Promotionspreis erhielten, krnte in gewisser Weise den gemeinsamen Bonner Weg. 1985 war Jrg Grunert einige Wochen als Dozent an der Universitt in Niamey ttig (Finanzierung durch den DAAD) und konnte danach, gemeinsam mit Dr. Erhard Schulz aus Wrzburg und 2 nigrischen Studenten, eine Forschungsreise nach Burkina Faso, Togo und Benin anschlieen. Als Jung-assistent hatte ich bei dieser Reise zunchst die Aufgabe, das Auto auf dem Landweg von Bonn nach Niamey zu bringen, um dann bis nach Lom zum Atlantik zu fahren. Gemeinsam

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lernten wir die Landschafts- und kozonen sdlich der Sahara (Sudan und Guinea-Zone) kennen. 1986 unternahmen wir eine weitere Reise durch Zentralniger, dieses Mal mitten in der Regenzeit. Mit von der Partie waren Barbara Sponholz (heute Kollegin in Wrzburg), zu Teilen Frau Gabriele von Fircks (gerade aus Afrika zurck, wo sie ber 5 Jahre als Direktorin des DAAD im Regionalbro Afrika in Nairobi war) und als Bonner Geographiestudent Karl-Heinz Erdmann (heute Hono-rar-Professor in Bonn). Die zahlreichen Gewitter mit schweren Regenfllen und die Mckenplage, die wir damals erlebten, waren bemerkenswert; die wissenschaftlichen Erkenntnisse wogen die Strapazen jedoch auf. Es ehrt mich, da Jrg Grunert in seinen biographischen Notizen meinen Fortgang aus Bonn 1988 zu Klaus Heine an die Universitt Regensburg als Ursache fr einen markanten Wechsel der Ausrichtung seiner Forschungsinteressen bezeichnet. Die Neuorientierung war indes mehr als folgerich-tig. Denn nichts ist oft so unerforscht wie das Umland des eigenen Universittsstandortes. Fr Bonn mag das am aller-wenigsten gelten. Aber auch dort fanden sich weie Flecken auf der Karte der geomorphologischen Erkenntnis. Gemeinsam mit seinen damaligen Mitarbeitern Karl-Heinz Erdmann, der zuvor in Nordafrika als potentieller Gelnde-knecht granatenmig, wenn auch unfreiwillig mit Amben-ruhr versagt hatte (Jrg, die nchtliche Rettungsfahrt ber Buschpisten heraus aus dem Nirgendwo nach Agadez werde ich nie vergessen), und Petra Sauerborn (heute Dozentin an der Universitt Kln) sowie seinem Kollegen in Bonn, Armin Skowronek vom Institut fr Bodenkunde, widmete er sich zunehmend der geokologischen Forschung, speziell dem Phnomen der Bodenerosion. Die Forschungen konnten

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vertieft werden im Rahmen der Mitgliedschaft im SFB 350 (Kontinentale Stoffsysteme und ihre Modellierung), dem Jrg Grunert 3 Jahre lang angehrte. 1987 entdeckte eine seiner eifrigsten Studentinnen, Ulrike Hardenbicker (heute Associate Professor in Regina, Kanada) an einigen Talhngen Rutschun-gen, die damals als besonders schwere Form der Bodenerosion eingestuft wurden. Im nassen Frhjahr 1988 gingen mehrere solcher Rutschungen nieder und lsten damit eine umfangrei-che Feldforschungskampagne aus, die sich ber mehrere Jahre erstreckte und aus der eine ganze Anzahl von Publikationen hervorging. Untersttzt durch Prof. Dr. Peter Hllermann konnte Frau Hardenbicker darber promovieren. Ein weiterer Doktorand war Volkhard Schmanke, Mitarbeiter im DFG-Verbundprojekt (MABIS), das von Herrn Kollegen Dikau (damals Heidelberg) geleitet wurde, und Diana Kirschhausen. In Bonn galten Herr Grunert und Frau Hardenbicker bald als Rutschungsexperten, was ihm selbst jedoch ein gewisses Unbehagen bereitete. Es gab Anrufe von zahlreichen Brgern, die Probleme mit ihrem Hanggrundstck hatten, und einmal wurden die beiden zum Katasteramt der Bonner Stadtverwal-tung zitiert, wo ihnen (vllig zu Unrecht) die Leviten gelesen wurden. Es zeigte sich, da das, womit sie sich aus rein wissenschaftlichem Interesse befaten, offenbar ein heies Eisen war, weil handfeste Interessen im Spiel waren. Dennoch hat der Skandal nicht die Ausmae des Klner U-Bahn-Baus angenommen und die Hangrutschungsforschung im Bonner Raum blieb sehr erfolgreich, da neben Lehrprojekten sehr viele Diplom- und Examensarbeiten von Studierenden und natrlich eine ganze Anzahl wissenschaftlicher Publikationen daraus hervorgingen. 1994 hatte der Leipziger Kollege Haase zu einem Treffen geladen, bei dem es darum ging, im Rahmen der Einrichtung

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von UNESCO-Biosphrenreservaten im hochkontinentalen Zentralasien ein groes geokologisches Verbundprojekt in der Mongolei anzuschieben. Den DFG-Antrag verfate Christian Opp, damals Assistent von Herrn Haase, heute Professor in Marburg. Pioniere im Rahmen des Vorhabens waren zudem Frank Lehmkuhl (heute Professor an der RWTH Aachen) und Michael Walther (FU Berlin, heute Professor an der Nationaluniversitt in Ulan Bator). Jrg Grunert selbst zgerte nach eigenem Bekunden, da er kein Russisch konnte, um die Fachliteratur zu lesen. Der DFG-Antrag wurde bewil-ligt. Er umfate 10 Arbeitsgruppen und stellte eines der ersten gesamtdeutschen Forschungsprojekte dar. Aus gesundheit-lichen Grnden bergab Herr Haase bald die Leitung an Kollegen Uwe Treter (Erlangen), der sie bis zum Ende des Projektes (2000) inne hatte. Noch whrend der Vorbereitungs-zeit zur ersten Expedition erhielt Jrg Grunert einen Ruf auf eine C4-Professur fr Physische Geographie nach Mainz, den er noch im selben Jahr annahm. Am 1. April 1996 trat er seinen Dienst in Mainz an. Wie man sieht, sind daraus 14 erfllte Jahre geworden, genau so viele, wie in Bonn. Schwerpunkt seiner Forschungen blieb das semiaride Zentral-asien. Bis heute konnte er 9 Reisen in die Mongolei durchfh-ren, 2 davon als Exkursionen mit Mainzer Studierenden (2003 und 2009). Dem im Jahre 2000 ausgelaufenen groen Verbundprojekt "Uws Nuur" folgte 2007 ein weiteres Verbundprojekt fr landschaftsgenetische Forschungen in der Gobi nach. Es luft bis Ende 2010. Beteiligt sind auer ihm die Kollegen Ulrich Radtke (Kln) und Frank Lehmkuhl (RWTH Aachen), der das Projekt auch koordiniert. Einer der letzten Doktoranden Grunerts promoviert gerade ber den Gobi-Staub. Dies geschieht in enger Kooperation mit dem Biogeo-chemikerkollegen Frank Meixner vom MPI in Mainz und dem

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Geoinformatikerkollegen Michael Bruse vom Geographischen Institut. Zugrunde liegt der erfolgreichen, langjhrigen Mongolei-Forschung eine enge Kooperation mit Professor Dordjgotov von der Mongolischen Akademie der Wissen-schaften in Ulan Bator. Eine grere Zahl von Publikationen sowie 2 Dissertationen sind aus dem Mongolei-Projekt hervor-gegangen. Auch die Hangrutschungsforschung konnte Jrg Grunert in Mainz fortsetzen. Bereits in Bonn hatte er den Mainzer Ingeni-eurgeologen Krauter kennengelernt, dessen Plan, an der Universitt Mainz ein sogenanntes An-Institut einzurichten, er von Anfang an untersttzte. Es gelang, die Forschungsstelle Rutschungen (FSR) an der Universitt zu etablieren; und in den Folgejahren wurden mit zunehmendem Erfolg Fortbil-dungsveranstaltungen fr Geologen und Straenbauingenieure abgehalten. Vor einem Monat konnte man das 10-jhrige Jubi-lum begehen. Grund zum Feiern, auch fr den stellvertre-tenden Leiter Grunert. Neu fr Jrg Grunert war der Schritt ins feuchttropische, quatoriale Afrika. Von seinem Vorgnger in Mainz, Wende-lin Klaer, bernahm er das PASI-Projekt (Projct Agricole et Social Interuniversitaire) in Rwanda, das dieser 1985, zusam-men mit seinem damaligen Assistenten Dieter Knig (heute Professor in Koblenz) gegrndet hatte und das durch den Brgerkrieg von 1994 beinahe ausgelscht worden wre. Es ging um tropische Landwirtschaft, nachhaltige Bodenbewirt-schaftung durch Einfhrung der Agroforstwirtschaft und, generell, um Entwicklungshilfe. Diese erfolgte im Rahmen der vom ehemaligen Ministerprsidenten Dr. Bernhard Vogel 1985 gegrndeten Kooperation zwischen Rheinland-Pfalz und Rwanda, die immer noch besteht. Fr die Universitt Mainz

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war Jrg Grunert der Rwanda-Beauftragte, Projektleiter vor Ort Eva Biele, danach M. Heck und zum Schlu Ilona Motz. Aber nicht nur praktische Entwicklungshilfe, sondern auch universitre Lehre war an der Nationaluniversitt in Butare gefragt. Zweimal hielt Jrg Grunert Kurse fr Studierende der Agrarwissenschaften ab. Neben der oft lstigen, weil mit sehr viel brokratischem Aufwand verbundenen Projektarbeit das Projekt hatte immerhin 14 einheimische Angestellte - gab es aber auch gute wissenschaftliche Ergebnisse, so etwa die Dissertation von Eva Biele ber den Teeanbau und von Philippe Kersting ber die Landschaftsentwicklung. Auch nach Rwanda fhrte Jrg Grunert 2 Groe Studentenexkursio-nen (2005 und 2006), gemeinsam mit Pierre Kersting. Bei der 2006er Exkursion habe ich Jrg Grunert auf seine freundliche Einladung hin begleitet, was uns beiden viel Vergngen bereitet hat, war es doch der erste gemeinsame Trip berhaupt nach fast 20 Jahren. 2006 wandte sich das Forschungsinteresse Jrg Grunerts der Sinai-Halbinsel zu. Schuld daran hatten zwei gyptische Doktoranden, die ihre Arbeiten inzwischen abgeschlossen haben. ber den Sinai sind Jrg Grunert und ich dann tatsch-lich nochmals zu einem gemeinsamen Forschungsvorhaben in der Wste gekommen. 2007 und 2008 fhrten wir Feldarbeiten im Sinai-Gebirge durch, 2008 sogar mit dreien meiner Mitar-beiter, Matthias Leopold (der jetzt ebenfalls Privatdozent an der TU Mnchen ist), Juliane Huber und Dr. Kerstin Hrkamp. Jrg Grunert spielte wieder seine altbewhrten Qualitten im Bereich Expeditionsgebahren aus, was sich nicht zuletzt in der festen Zuneigung ausdrckt, die ihm seitens meiner Mitarbei-terinnen bereits whrend der ersten Gelndetage zuflog. Es waren ereignisreiche und eindrckliche Wochen auf dem Sinai mit sehr guten ersten Ergebnissen zur Talverschttung im OIS

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3 ber viele Dekameter Mchtigkeit und einer massiven Aus-rumung mit dem LGM bis auf die Quartrbasis, die wir gemeinsam weiterverfolgen wollen. Ein Austragshusel wre also schon gefunden, Jrg. Trotz der vielen Auslandsengagements von Jrg Grunert kam die Forschung in der Umgebung von Mainz auch nicht zu kurz. In den Anfangsjahren frderte das Umweltzentrum der Universitt Mainz einige kleinere Projekte zur Bodenerosion. Spter erhielt Herr Grunert betrchtliche Frdermittel vom Forschungsfonds der Universitt fr Untersuchungen zur Hochwasserdynamik in der Rheinaue und zu Hangrutschungen im Mittelrheintal. Angeregt durch den Altmeister Arno Semmel aus Frankfurt/M. und wohl auch durch meine Ttig-keiten seinerzeit in Regensburg (so die biographischen Notizen von Jrg Grunert) begann er sich mehr und mehr fr die historische Kulturlandschaftsforschung, insbesondere die historische Bodenerosion und Auelehmbildung in den Tlern unserer Mittelgebirge zu interessieren. Gearbeitet wurde, u.a. mit vielen Gelndepraktika als Lehrprojekten, im Taunus, Westerwald, Pflzer Wald und in der Eifel. Hieraus ging die Dissertation seines mehrjhrigen Mitarbeiters Christian Stolz ber Hangrunsen in unserer Kulturlandschaft als Formen der historischen Bodenerosion hervor sowie eine Anzahl weiterer Verffentlichungen. Auch im Bereich der Administration erwartete Herrn Grunert in Mainz eine groe Aufgabe. Es galt, gemeinsam mit Herrn Kollegen Preu und den Laborleitern Dr. Emde und Dr. Szcs das Geo-Labor radikal umzubauen und zu vergrern und neue Analysegerte anzuschaffen. Hierfr hatte Jrg Grunert vom Kanzler der Uni Mainz eine betrchtliche Geldsumme als Berufungszusage erhalten. Das Geo-Labor als Kernstck der

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Abteilung Physische Geographie diente von Anfang an sowohl der Forschung als auch der Lehre. Viele Doktoranden, Diplo-manden und Examenskandidaten haben dort die Analysen fr ihre Abschluarbeiten durchgefhrt. Bezglich der universitren Lehre war Mainz nicht ganz so strereich wie Bonn. Insgesamt kann Jrg Grunert aber auch hier eine stolze Bilanz vorweisen: bislang hat er ber 100 Diplom-, Magister- und Examensarbeiten betreut, was mit den 200 aus Bonn ber 300 Abschluarbeiten ergibt. Mehr als 20 Dissertationen konnten in der Mainzer Zeit abgeschlossen werden; einige laufen noch. Abgeschlossen werden konnte bislang auch eine Habilitation (D. Knig); diejenige von Herrn Stolz soll im nchsten Jahr erfolgen. Zwei weitere, hoffnungs-volle Habilitanden hatten zwischenzeitlich eine bessere Stelle auerhalb der Universitt gefunden. Soweit der streng biographische Teil und ich komme zum Schlu. Die laudatio mchte ich selbstredend auch als Dank verstan-den wissen. Als herzlichen Dank, lieber Jrg, Deiner Schler-innen und Schler, allein derer, die sich Dir heute hier persnlich zuwenden. Und als Dank und Anerkennung namens der Fachkollegen, die sich wnschen, Dich auf den Konferenzen und Tagungen auch in der Zukunft nicht zu missen. Denn Deine kritischen, auf geniale Art und Weise nie polarisierenden oder verletzenden Fragen, mit denen Du Dich positiv, aber vielfach eben auch negativ bewertend zu dem Vorgetragenen zu uern verstehst, sind noch jedes Mal eine Bereicherung.

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Du hast Dich in Deinem aktiven Berufsleben nie geschont, Deine Berufung als Universittsprofessor gerade auch in der Lehre ausgelebt, und manches Mal fragte man sich, mu er sich das antun? Deine Frau und Familie liebst Du sehr, das wei ich. Aber der Beruf kam, wenn es um die Zeitfrage und Verfgbarkeit ging, doch hufig an erster Stelle. Ich hoffe, Helgard, hier tritt jetzt ein wirklicher Wandel ein. Du selber, Jrg, konntest auf manchen Touren lnger vor Dich hinschimpfen, als es Dein Gegenber manchmal aushielt: ber die Sumpfbeduinen, die Mcken, die Unfhigkeit zur Organi-sation in den vielen Lndern, die Du bereist hast. Aber immer wieder zogst Du los. Sehr geholfen bei all dem hat Dir Deine Gengsamkeit. Zufrieden mit einem einfachen Quartier, das aber mckenfrei zu sein hat (Zitat Die Biester sind zu nichts ntze, ein schwerer Fehler der Evolution), mit Wasser verlngertem Schwarztee, dem berhmten Oliventschchen in Sharm el Scheich, das zusammen mit Schwarzbrot die Tages-ration darstellen kann und vieles mehr. Nicht, da es nichts Besseres gegeben htte. Dir reicht das Einfache. Als beredter Ausdruck dieser Gengsamkeit ist noch die Sache mit den Plastiktaschen zu erwhnen. Darauf komme ich gleich zurck. Meine sehr verehrten Damen und Herren, Die Geomorphologie in Deutschland ist entgegen dem welt-weiten Trend wenn nicht auf dem Rckzug, so doch in einer gewissen Abwrtsbewegung. Das Fach droht seine Mitte zu verlieren. Aus welchem Holz Leute sein mssen, die diesen nucleus einer Knigsdisziplin, welche die Geomorphologie ist, bilden und fllen knnen, das hat unter anderem Jrg Grunert vorgemacht. Hier geht auf seine Art einer der Groen des

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Faches, auch wenn er selbst der Letzte wre, der es so sehen wrde. Jrg Vlkel

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Laudatio

auf

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9. Juli 2010

Mainz

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1967 1970

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Weihnachten 1966im Tibesti

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1973

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WeinkellerMainstockheim1992

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Nigrischer Sahel 1986

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16. September 1985

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Aufschlu Kiesgrube Gimmersdorf 1990

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Mongolische Steppe1997

Ulan Bator 1993

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Die Sache mit der Tasche

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Geomorphology, the study of landscape change, thus stands in the center

of a newly emerging science of the Earth's surface, where strong couplings

link human dynamics, biology, biochemistry, geochemistry, geology, hydro-

logy, geomorphology, and atmospheric dynamics, including climate change.

Murray et al. (2009), Geomorphology 103: 496-505. Weibuch des U.S. National Research Council