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Kafka: Die Verwandlung - U sek 1/Kafka/U... · PDF fileKafka: Die Verwandlung - Unterrichtskonzept k k k k k ka ka ka ka ka kafkafkafkafka kafsafkafsafka safsafsafsafsa samsamsamsamsa

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  • Kafka: Die Verwandlung - Unterrichtskonzept

    k k k k k ka ka ka ka ka kafkafkafkafka kafsafkafsafka safsafsafsafsa samsamsamsamsa sa sa sa sa sa

    s s s s s Ashliman

    1. Einstieg

    2. Interpretation als Symptomhandlung

    3. Interpretation als geheimer Appell

    4. Die Reaktion der Familie am Beispiel der Schwester

    5. Episoden der Verwandlung

    6. Das Ende Gregors berflssigkeit

    7. Verschiedene Aufgaben: (Themen fr Schlerreferate, Klausurthemen, analytische und kreative Aufgaben fr Hausarbeiten

    8. Rckverwandlung: Perspektiven

    9. Schulz von Thun: Verdeckte Appelle

    10. Ein Paralleltext (Auszug: Hochzeitsssvorbereitungen auf dem Lande)

  • Kafka: Die Verwandlung 1

    Einstieg

    1. Ersten Absatz vorlesen

    2. schriftlich: Welche Gedanken werden Gregor jetzt durch den Kopf schieen?

    Auswertung

    3. Weiterlesen bis S.59 oben: Reagiert Gregor so, wie es zu erwarten war? Ziel: Begrenztheit seines Sorgenhorizonts herausarbeiten

  • Kafka: Die Verwandlung 2

    Interpretation der Verwandlung als SymptomhandlungInterpretation der Verwandlung als SymptomhandlungInterpretation der Verwandlung als SymptomhandlungInterpretation der Verwandlung als Symptomhandlung

    1. Voraussetzung: Lektre bis S.59 oben

    2. Explikation der Fragestellung: Was "bedeutet" die Verwandlung Gregors?

    3. Exkurs: Symptomhandlungen a. Lehrererzhlung: Erlebnis eines Schlerfunktionrs auf einer Wochenendtagung

    (Zimmerschlssel-Bierdeckel-Episode) Auswertung: Warum errtete der Schlerfunktionr?

    b. Lektre: S.Freud, Symptom- und Zufallshandlungen [s. M1:ORDNER]

    3. Anwendung auf den Fall Gregor Samsa

  • Kafka: Die Verwandlung 3

    Interpretation der Verwandlung als geheimer Appell

    1. Voraussetzungen: - Lektre 1. Kap. (= bis S.70 oben) - Interpretation als Symptomhandlung 2. Exkurs: Geheime Appelle und finale Blickrichtung

    a. Was "bedeutet" es, wenn kleine Kinder schreien? b. Lektre: Fr.Schulz v. Thun, Geheime Appelle [s. M2: ORDNER]

    3. Anwendung auf den Fall Gregor Samsa (Textstellen s. nchste Seite)

    Hilfe (60)Hilfe (60)Hilfe (60)Hilfe (60) Vertrauen (61)Vertrauen (61)Vertrauen (61)Vertrauen (61) in Ruhe lassen (62)in Ruhe lassen (62)in Ruhe lassen (62)in Ruhe lassen (62) Aufmerksamkeit/Besorgnis Aufmerksamkeit/Besorgnis Aufmerksamkeit/Besorgnis Aufmerksamkeit/Besorgnis

    (63)(63)(63)(63)

    keine Verantwortung (64)keine Verantwortung (64)keine Verantwortung (64)keine Verantwortung (64) Aufmunterung (65)Aufmunterung (65)Aufmunterung (65)Aufmunterung (65)

    LIEBELIEBELIEBELIEBE

    GEBORGENHEITGEBORGENHEITGEBORGENHEITGEBORGENHEIT

  • Die entsprechenden Textstellen: 60 ... fiel ihm ein, wie einfach alles wre, wenn man ihm zu Hilfe kme. 61 Warum war nur Gregor dazu verurteilt, bei einer Firma zu dienen, wo man bei der kleinsten Ver-

    sumnis gleich den grten Verdacht fate? 63 Man htte es mir ansehen mssen. 64 Wrden sie erschrecken, dann hatte Gregor keine Verantwortung mehr und konnte ruhig sein. Er fhlte sich wieder einbezogen in den menschlichen Kreis. 65 ... alle htten ihm zurufen sollen, auch der Vater und die Mutter: Frisch, Gregor, htten sie rufen

    sollen ... 66 Machen Sie es mir nicht schwieriger, als es schon ist. 67 Wre doch die Schwester hiergewesen.

  • Kafka: Die Verwandlung 4

    Die Reaktion der Familie am Beispiel der Schwester

    1. Voraussetzung: Interpretation der Verwandlung Gregor Samsas - als Symptomhandlung - als geheimer Appell

    2. Analyse S.72f.: Reagiert die Schwester appellkonform? a. Erstverstndnis b. Detailanalyse einzelner Textstellen

    Folie: Was die Schwester tut Arbeitsblatt: Die Schwester bringt Essen Folie: Gregors Sicht der Dinge

    3. Welche Motive bewegen die Schwester (87f.) 4. Ist das Handeln der Schwester verstndlich? (83ff.)

  • Detailanalyse S. 72 f. (I)

    Was die Schwester tut: sie ... ffnet die Tr, sieht herein erschrickt, schlgt die Tr von auen zu ffnet die Tr wieder tritt auf Fuspitzen herein bemerkt den vollen Milchnapf hebt ihn auf breitet verschiedene Essensangebote auf einer Zeitung aus stellt den Napf, diesmal mit Wasser gefllt, hinzu entfernt sich, dreht den Schlssel um dreht den Schlssel um, kommt wieder herein fegt alle Speisen zusammen, schttet alles in einen Kbel, schliet die-

    sen mit einem Holzdeckel trgt alles hinaus

  • Detailanalyse S. 72 f. (II)

    Gregors Sicht der Dinge "die Schwester in ihrer Gte" ..."Zartgefhl" (72) "als sei sie bei einem Schwerkranken oder gar bei einem

    Fremden" (72)

    "zwar nicht mit den bloen Hnden, sondern mit einem Fet-zen" (72)

    "den wahrscheinlich ein fr allemal fr Gregor bestimmten Napf" (72)

    "als seien also auch diese nicht mehr zu gebrauchen" (73)

  • Kafka: Die Verwandlung 4

    TAFELBILD Die SchwesterDie SchwesterDie SchwesterDie Schwester (Gregors) Kommentar:(Gregors) Kommentar:(Gregors) Kommentar:(Gregors) Kommentar:

    ffnet die Tr, sieht herein mit Spannung

    erschrickt, schlgt die Tr von auen zu ohne sich beherrschen zu knnen

    ffnet die Tr wieder als bereue sie ihr Unternehmen

    tritt auf Fuspitzen herein als sei sie bei einem Schwerkranken oder gar bei

    einem Fremden

    bemerkt den vollen Milchnapf

    hebt ihn auf zwar nicht mit bloen Hnden, sondern mit einem

    Fetzen

    breitet verschiedene Essensangebote auf einer Zei-

    tung aus

    in ihrer Gte

    stellt den Napf, diesmal mit Wasser gefllt, hinzu den wahrscheinlich ein- fr allemal fr Gregor be-

    stimmten

    entfernt sich, dreht den Schlssel um aus Zartgefhl, eiligst

    dreht den Schlssel um, kommt wieder herein langsam

    fegt alle Speisen zusammen, schttet alles in einen

    Kbel, schliet diesen mit einem Holzdeckel,

    nichtsahnend, selbst die unberhrten Speisen, als

    seien also auch diese nicht mehr zu gebrauchen,

    trgt alles hinaus hastig

  • Die Verwandlung 4 - Textanalyse Htte Gregor nur mit der Schwester sprechen und ihr fr alles danken knnen, was sie fr ihn machen mute, er htte ihre Dienste leichter ertragen; so aber litt er darunter. Die Schwes-ter suchte freilich die Peinlichkeit des Ganzen mglichst zu verwischen, und je lngere Zeit verging, desto besser gelang 5 es ihr natrlich auch, aber auch Gregor durchschaute mit der Zeit alles viel genauer. Schon ihr Eintritt war fr ihn schreck-lich. Kaum war sie eingetreten, lief sie, ohne sich Zeit zu nehmen, die Tre zu schlieen, so sehr sie sonst darauf achte-te, jedem den Anblick von Gregors Zimmer zu ersparen, ge-10 radewegs zum Fenster und ri es, als ersticke sie fast, mit has-tigen Hnden auf, blieb auch, selbst wenn es noch so kalt war, ein Weilchen beim Fenster und atmete tief. Mit diesem Lau-fen und Lrmen erschreckte sie Gregor tglich zweimal; die ganze Zeit ber zitterte er unter dem Kanapee und wute doch 15 sehr gut, da sie ihn gewi gerne damit verschont htte, wenn es ihr nur mglich gewesen wre, sich in einem Zimmer, in dem sich Gregor befand, bei geschlossenem Fenster aufzuhal-ten. Einmal, es war wohl schon ein Monat seit Gregors Verwand-20 lung vergangen, und es war doch schon fr die Schwester kein besonderer Grund mehr, ber Gregors Aussehen in Er-staunen zu geraten, kam sie ein wenig frher als sonst und traf Gregor noch an, wie er, unbeweglich und so recht zum Erschrecken aufgestellt, aus dem Fenster schaute. Es wre fr 25 Gregor nicht unerwartet gewesen, wenn sie nicht eingetreten

    wre, da er sie durch seine Stellung verhinderte, sofort das Fenster zu ff-nen, aber sie trat nicht nur nicht ein, sie fuhr sogar zurck und schlo die Tr; ein Fremder htte geradezu denken knnen, Gregor 30 habe ihr aufgelauert und habe sie beien wollen. Gregor versteckte sich natrlich sofort unter dem Kanapee, aber er mute bis zum Mittag warten, ehe die Schwester wiederkam, und sie schien viel unruhiger als sonst. Er erkannte daraus, da ihr sein Anblick noch immer unertrglich war und ihr auch weiterhin unertrglich bleiben 35 msse, und da sie sich wohl sehr berwinden mute, vor dem An-blick auch nur der kleinen Partie seines Krpers nicht davonzulau-fen, mit der er unter dem Kanapee hervorragte. Um ihr auch diesen Anblick zu ersparen, trug er eines Tages auf seinem Rcken er brauchte zu dieser Arbeit vier Stunden das Leintuch auf das Ka-40 napee und ordnete es in einer solchen Weise an, dag er nun gnz-lich verdeckt war, und da die Schwester, selbst wenn sie sich bckte, ihn nicht sehen konnte. Wre dieses Leintuch ihrer Mei-nung nach nicht ntig gewesen, dann htte sie es ja entfernen kn-nen, denn da es nicht zum Vergngen Gregors gehren konnte, 45 sich so ganz und gar abzusperren, war doch klar genug, aber sie lie das Leintuch, so wie es war, und Gregor glaubte sogar einen dankbaren Blick erhascht zu haben, als er einmal mit dem Kopf vorsichtig das Leintuch ein wenig lftete, um nachzusehen, wie die Schwester die neue Einrichtung aufnahm. 50

    (S. 77 f.)

    Arbeite mit textbeschreibenden Aussagen + Zeilenangaben heraus, was typisch ist fr Gregors Wnsche im Hinblick auf seine Schwester fr Gregors Wahrnehmung der Tatsachen fr die Perspektive des Erzhlers.

  • Die Verwandlung 4 Textanalyse (Ergebnis))

    Ergebnisse (Thesen) Textbelege Parallelstellen

    1. Seiner Schwester of-fenbaren, wie sehr er sie liebt.

    G. beklagt, dass er seiner Schwester nicht danken kann.

    Violinszene

    Wnsche

    2. Die Schwester soll sich gerne um ihn km-mern.

    Die Hast, mit der sie das Fenster aufreit, ist fr G. schrecklich. (7ff.)

    Die (uneingestandene) Kritik, die in dem Wort sogar liegt: 29, 47

    S