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Kompendium der Triangulatur

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Die Zusammenführung der Mechaniken und Techniken, welche das Gelingen der Triangulatur ermöglichten.

Text of Kompendium der Triangulatur

  • Corporate IdentityStyleguide

    Triangulatur

  • Corporate IdentityStyleguide

    Triangulatur

    )11

    TRIANGULATUR

  • Corporate IdentityStyleguide

    Triangulatur

    Das Bildzeichen ist das sicht-barste Element unserer Identitt und die visuelle Signatur im Auf-tritt der gesamten Triangulatur-Kommunikation. Es ist ein Garant fr Qualitt, die unsere vielfltiges Programm vereint.

    Durch die hohe Wiedererkennbarkeit ist es fr die Triangulatur als Marke von groer Wichtigkeit, es konsequent, wo auch immer wir erscheinen, es anzuwenden.

    1. Bildmarke

  • Corporate IdentityStyleguide

    Triangulatur 1. Bildmarke

    Must be scaled from rigth to left

  • Corporate IdentityStyleguide

    Triangulatur 1. Bildmarke

    Various Appearences

  • Corporate IdentityStyleguide

    Triangulatur 2. Schrift

    Die Triangulatur-Schrift ist die Interstate. Clean, unverwech-selbar und gut lesbar, mit einer Vielzahl von Schnitten, um so-wohl zeitgenssische und klas-sische Qualitten zum Ausdruck bringen.

    Triangulatur TriangulaturTriangulaturTriangulatur Triangulatur TriangulaturTriangulaturTriangulaturTriangulaturTriangulaturTriangulaturTriangulatur

    Interstate BlackCondensed4836302418141210986

  • Corporate IdentityStyleguide

    Triangulatur 3. Stil

  • Corporate IdentityStyleguide

    Triangulatur 3. Stil

    Eine Flasche Whiskey auf dem Tisch und einmal die Welt beleidigt.

  • Was ist die Triangulatur?

  • Was ist die Triangulatur?

    ExtremPR / PropagandaDas Sujet und der Kern

    Ausgehend vom Kursthema Extrem.ist musste zuerst bestimmt werden, was extrem eigentlich bedeutet. Extremsportarten, religise Fanatisten, Terroris-mus, Ernhrungsformen oder Bodymodifications sind direkte Assoziationen, die schnell verworfen wur-den, um ganz bei null anzufangen.

    Was bedeutet extrem? Extrem bezieht sich stets auf die Beschaffenheit einer Eigenschaft, beziehungs-weise auf eine Position. Sie wird nur im direkten Vergleich mit einer nichtextremen Position zum Ex-tremum. Um eine Position als extrem gelten zu las-sen, muss es also eine Differenz zu einer nichtext-remen Position gegeben sein.

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  • Was ist die Triangulatur?

    Nichtextreme Position

    Extreme Position

  • Was ist die Triangulatur?

    ExtremPR / PropagandaDas Sujet und der Kern

    Es wre allerdings zu einfach, zu behaupten, alle Positionen, die sich von der nichtextremen unter-scheiden seien extrem. Das wrde bedeuten, dass ich jeden fr extrem halte, der nicht den gleichen Musikgeschmack oder Kleidungsstil hat wie ich. Es gibt also eine Zone der Akzeptanz, die sich jedes Individuum selbst definiert und in der sich Po-sitionen befinden, die zwar nicht mit der eigenen deckungsgleich, aber kongruent oder zumindest nur geringfgig abweichend sind.

    Untersucht man die Akzeptanzgrenze einer Summe von Individuen (etwa einem Freundeskreis, einem Land oder sogar einem Kulturkreis) auf eine oder meh-rere Eigenschaften schliet diese Zone also eine zweite, grere Summe von Individuen mit ein, die akzeptiert werden. Oder einfacher formuliert: Po-sitionen, die sich innerhalb der normativen Mitte befinden werden von den Bezugspositionen empathisch nachempfunden, toleriert und akzeptiert.

    2

  • Was ist die Triangulatur?

    Nichtextreme Position

    Normative Mitte

  • Was ist die Triangulatur?

    ExtremPR / PropagandaDas Sujet und der Kern

    Dieses Modell ist aber immernoch nicht differen-ziert genug, denn auer von der Akzeptanz-, kann man auch von der Toleranzgrenze sprechen. Diese ist natrlich nur gering grer als die Akzeptanz- grenze. Positionen, die sich auerhalb der normati-ven Mitte, aber noch innerhalb der Toleranzgrenze befinden, sind fr die Bezugspositionen nichtmehr emphatisch begreifbar und wrden auch nie akzep-tiert werden, haben sich vom gemeinsamen Ideal noch nicht weit genug entfernt, um als extrem gechtet und abgestoen zu werden.

    3

  • Was ist die Triangulatur?

    Nichtextreme Position

    Normative Mitte

    Toleranzgrenze

  • Was ist die Triangulatur?

    ExtremPR / PropagandaDas Sujet und der Kern

    Diese Grenzziehung ermglicht es nun zu sagen, was als extrem bezeichnet werden kann. Positionen, die sich in ihren Attributen derart von den Bezugsposi-tionen in der normativen Mitte unterscheiden, dass sie weder verstanden, noch akzeptiert oder tole-riert werden knnen. (Etwa weil sie zu gefhrlich fr das ffentliche Wohl sind, weil sie negati-ve Gefhle auslsen oder ethisch nicht vertretbar sind)

    4

  • Was ist die Triangulatur?

    Nichtextreme Position

    Normative Mitte

    Toleranzgrenze

    Extreme Position

  • Was ist die Triangulatur?

    ExtremPR / PropagandaDas Sujet und der Kern

    Propaganda besteht im wesentlichen aus zwei Teilen. Dem Werkstck, welches propagiert wird und den Ma-nahmen der Beeinflussung, jeweils zugeschnitten auf bestimmte Zielgruppen. Um die Techniken und Mecha-nismen der beeinflussenden Kommunikation zu durch-schauen, braucht es also ein Element des Inhalts, an dem man ebendiese Manahmen testen kann. Dieses Element (im Folgenden als "Werkstck" bezeichnet) musste populistischen Charakter haben, um mglichst vielen Leuten eine mglichst groe Angriffsflche zu bieten.

    Das groe, ungreifbare Thema "Kunst" schien uns von Beginn an passend. Die Mechanismen und Funktions-weisen der Beeinflussung zu untersuchen und zu er-fahren setzten wir uns zum Ziel.

  • Was ist die Triangulatur?

    ExtremPR / PropagandaDas Sujet und der Kern

    Von diesem Zeitpunkt an gab es also zwei Ebenen im Projekt. Die obere Ebene war unsere Absicht, Kunst zu produzieren, sie zu propagieren und uns zu Knstlerfiguren zu machen. Diese Ebene bezeichneten wir als "das Werkstck" oder "das Sujet" und sie hatte nie einen anderen Zweck, als die zweite Ebe-ne, den Kern des Projektes, blickdicht zu bedecken. Denn dieser Kern bestand aus unserem Vorhaben, die Mittel und Wege der Propaganda und der beeinflus-senden Kommunikation an unserem gesamten Umfeld zu testen. Diese Absicht sollte bis zum letzten Tag unentdeckt bleiben und diesem Zeck unterstanden smtliche Handlungen, die wir im Verlauf der Arbeit vollzogen.

  • Was ist die Triangulatur?

    Ziele

    Es ging also in erster Linie darum, eben diese Me-chanismen, die eine beeinflussende Kommunikation ermglichen, bzw. gelingen lassen fr uns selbst zu erfahren. Davon erhofften wir uns einen gre-ren Lerneffekt als durch das nachahmen und lernen von bereits erforschten und getesteten Mechanismen. (Dies ist der Grund, warum diese Arbeit in ihrer Anwendung nur auf uns drei beziehbar ist, da die Erfahrungen und Ergebnisse von Anderen wahrschein-lich vllig anders gewesen wren)

    Um wirklich zu erfahren, was es bedeutet, mit sei-ner Kommunikation zu beeinflussen und zu manipulie-ren, mussten wir jedoch einen Schritt weiter gehen, als ein uns als geeignet erscheinendes Medium zu gestalten. Wir wussten, dass wir den Bereich der manipulierenden Kommunikation im kleinen Kreis tes-ten mussten.

  • Was ist die Triangulatur?

    Ziele

    Beeinflusst werden sollten:

    Der Grafikdesignkurs 'extrem.ist' unter Leitung von Prof. Carl Frech und Dr. Bettina Brendel

    Smtliche Teilnehmer dieses Kurses, die unser Projekt begleiten

    Sonstige Freunde und Bekannte, die wir fr das Projekt gewinnen knnten

    1

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    3

  • TRIANGULATURTRIANGULATURTRIANGULATURTRIANGULATURTRIANGULATURTRIANGULATURTRIANGULATUR

    DIE

    BEGINNT.

    Unsere Transformation zu Knstlerfiguren und das erreichen der damit einher-gehenden Narrenfreiheit.

  • Was ist die Triangulatur?

    'Das erfahren von Mitteln der Beeinflussung in der Kommunika-tion durch das vorgaukeln eines Sujets.'

  • Was ist die Triangulatur?

    Etwas simpler formuliert: Um herauszufinden, wie Manipulation funktioniert, wollten wir den Kurs und die Menschen um uns herum manipulieren.

    Zu diesem Zweck erfanden wir das Sujet der Kunst, dem wir angeblich in diesem Semester nachgehen wollten. Die kritische Phase dieses Vorhabens war, wie bei allen Vorhaben, der Anfang.

    Um das Vertrauen auf unsere Seite zu ziehen und zugleich einem Hinterfragen zuvor zu kommen, be-schlossen wir, unser Vorhaben so Transparent wie mglich zu prsentieren und stets jeden unserer Schritte zu dokumentieren.

    'Das Vorhaben so transparent wie mglich zu pr-sentieren'

  • Was ist die Triangulatur?

    Das Vorhaben sollte einen Namen bekommen, das den einfachen Zweck des Arbeitstitels gengend erfll-te. Gleichzeitig sollte mit diesem Titel schon mit der Manipulation begonnen werden. Er musste also folgende Zwecke erfllen:

    So unkonkret wie mglich sein, um - wenn ntig - spter eine 180-Wende fahren zu knnen

    Einen knstlerischen Charakter haben

    Metaphorische Tiefe vortuschen (und damit zur Mystifizierung des Ganzen beitragen)

    In direkten Bezug zu uns gebracht werden knnen

    So entstand der Begriff der "Triangulatur". Spter wurde die drei als Kernattribut fr smtliche kon-zeptionelle Bezge in dem Projekt, um weiterhin den Eindruck zu erwecken, einem streng strukturiertem Konzept zu folgen. Im Verlauf des Semesters sollten in Abstand von etwa drei Wochen drei Ausstellungen stattfinden, an denen jeweils ein

    'Metaphorische Tiefe vortu-schen zur Mystifizierung.'

    1234

  • Was ist die Triangulatur?

    Als letztes sollen hier noch die Kanle genannt werden, die wir genutzt haben, um unsere Ziele zu erreichen. Grob unterteilt fand die Kommunikation auf folgenden Ebenen statt:

    Die wchentlichen Prsentationen im Kurs

    Die Ausstellungen

    Unser allgemeines Auftreten

    Sonstige Aktionen

    Zu den gngigsten von uns genutzten Kommunikati-onsmitteln gehrte natrlich die Face-To-Face Kom-munikation, mehrere Foyer, natrlich Facebook, eine HTML-Website, wildes Plakatieren und Texte.

    'Ziel erreichen!'

    1234

  • Gleichungen

    01.0

    1.11Triang

    ulatur

    1. Ausstellung

  • Gleichungen

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    1. Ausstellung

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  • Gleichungen

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    1. Ausstellung

  • Gleichungen

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    1. Ausstellung

  • Gleichungen

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    ulatur

    1. Ausstellung

  • Gleichungen

    01.0

    1.11Triang

    ulatur

    1. Ausstellung

  • Polaristation

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    Triang

    ulatur

    1. Ausstellung

  • Polaristation

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    Triang

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    1. Ausstellung

  • Polaristation

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    Triang

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  • Polaristation

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    Triang

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    1. Ausstellung

  • Polaristation

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    Triang

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    1. Ausstellung

  • Polaristation

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    Triang

    ulatur

    1. Ausstellung

  • Die Fhigkeit mit einem Brech-eisen umzugehen ist im Osten Eu-ropas zu bewun-dern.

  • Polaristation

    14.06.11

    Triang

    ulatur

    1. Ausstellung

  • Deine Auspuff-AnlAge lockt

    rhrenDe hirsche bei Der

    brunft An.

  • Polaristation

    14.06.11

    Triang

    ulatur

    1. Ausstellung

  • Eine Ausbildung

    zum Metzger ist eine solide Basis fr ein

    geregeltes Leben

  • Polaristation

    14.06.11

    Triang

    ulatur

    1. Ausstellung

  • DESTILLATDESTILLAT

    DAS

    DER TRIANGULATUR.

    Die von uns erprobtenMechanismen und Techniken zur Beeinflussung.

  • Kun

    stgr

    iffe

    der

    Trian

    gulation

    Mec

    hanism

    en

    Einige der Mechanismen, die im Verlauf der Tri-angulatur angewandt wurden, sind bereits er-whnt worden. Insofern ist die folgende Auf-reihung als Konklusion des gesamten Projektes zu verstehen. Und erneut: Diese Theorie der Propaganda basiert alleine auf der Grundlage unserer Empirie und erhebt keinerlei Anspruch auf eine allgemeine Gltigkeit.

    Wir unterscheiden hier zwischen chronischen und temporren Mechanismen. Chronische Mecha-nismen mssen ber den kompletten Zeitraum der Beeinflussung aufrecht erhalten werden, weil ein Aussetzen das Scheitern der Beeinflussung nach sich ziehen wrde. Sie sind also lang-sam und behbig, aber in ihrer Beeinflussung stark. Temporre Mechanismen knnen wesentlich spontaner und beliebiger genutzt werden. Sie sind schnell, knnen spontan genutzt werden und in ihrer Beeinflussung schwcher als die chronischen.

    Mechanismen (Kunst-griffe) der Triangulatiur

  • Mec

    hanism

    en

    Kun

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    gulation

    1. Sch

    affen vo

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    4. Sou

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    1.1 Stnd

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    itiges

    Zitieren

    2.1 Ank

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    n de

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    chrone

    s Auftreten

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    er die Kom

    petenz

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    3.2 Gen

    erieren vieler Inh

    alte

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    n vo

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    hen

    4.2 Frage

    n vo

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    en4.3 Zg

    ern ve

    rmeide

    n4.4 Differenz

    in de

    r Gru

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    4.5 Frage

    n stellen

    Mec

    hanism

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  • Kun

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    Trian

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    Mec

    hanism

    en1. Sch

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    z

    Die absolut oberste Ebene der Propaganda be-steht darin, die zu Beeinflussenden in ein Ver-trauensverhltnis mit den Beeinflussenden zu binden. Dieses Vertrauen ist nur durch Ehrlich-keit zu erreichen. Da aber in der Propaganda immer ein Element des Vorenthaltens existiert, ist wirkliche Ehrlichkeit nicht mglich, wes-halb die Illusion einer Transparenz geschaffen werden muss.

    Schaffen von (einer Illusion der) Tranparenz

  • Um eine "Schutzschicht" zwischen die Ebene des Sujets und dem Kern einzuschieben, muss die ganze Sache so weit wie mglich Mystifiziert werden. Das Bedeutet, Positionen so vage wie mglich zu beschreiben und somit den Beeinflus-senden eine Deutungskompetenz zuzusprechen. Diese Deutungskompetenz kann den Kern niemals gefhrden, solange Punkt 4.1.1 chronisch auf-recht erhalten wird und trgt eklatant zum Ein-beziehen der Rezipienten bei.

    1.1 St

    ndige Rc

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    Stndige Rckbezge

    AGENDA:

    MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagSonntag

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    MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagSonntag

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    MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagSonntag

  • Kun

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    gulation

    Mec

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    en

    Immer wieder zitierten wir uns gegenseitig und untereinander und vermittelten so den Eindruck, uns auf eine fundierte Basis zu beziehen. Das Zitieren sorgte auch fr ein strkeres Aus-einandersetzen mit dem Sujet und trug so zur Unterzeichnung von Punkt 4.1.1 (Die Illusion der Transparenz) bei.

    1.2 Geg

    ense

    itiges

    Zitieren

    1. Sch

    affen vo

    n Tran

    sparen

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    Gegenseitiges Zitieren

  • Um eine "Schutzschicht" zwischen die Ebene des Sujets und dem Kern einzuschieben, muss die ganze Sache so weit wie mglich Mystifiziert werden. Das Bedeutet, Positionen so vage wie mglich zu beschreiben und somit den Beeinflus-senden eine Deutungskompetenz zuzusprechen. Diese Deutungskompetenz kann den Kern niemals gefhrden, solange Punkt 4.1.1 chronisch auf-recht erhalten wird und trgt eklatant zum Ein-beziehen der Rezipienten bei.

    Kun

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  • Kun

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    Wie bereits erwhnt kndigten wir zu beginn des Projektes an, die zu Beeinflussenden mit einzubeziehen. Durch diese Ankndigung wurde Spannung erzeugt und ein erster "mysteriser Effekt" erzielt.

    2.1 Ank

    ndige

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    2. Mys

    tifizieren

    Ankndigen des Einbeziehens

  • Kun

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    en

    Wie bereits erwhnt kndigten wir zu beginn des Projektes an, die zu Beeinflussenden mit einzubeziehen. Durch diese Ankndigung wurde Spannung erzeugt und ein erster "mysteriser Effekt" erzielt.

    2.2 Syn

    chrone

    s Auftreten

    2. Mys

    tifizieren

    Synchrones Auftreten

  • Kun

    stgr

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    en

    Eine wichtige Sule, die das Sujet als oberste Ebene der Beeinflussung trgt, ist das ber-fordern. berfordern bedeutet in diesem Sinne nicht Frustration und Unverstndnis, sondern das Unterbinden der tiefergehenden Beschfti-gung mit dem Sujet und somit ein Verhindern des Vordringens zum Kern.

    3. Kon

    stan

    tes be

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    Konstantes berfordern des Rezipienten

    }[ ]

  • Kun

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    Eine sehr leicht zu nutzende Tatsache ist, dass jeder Kommunikationspartner gerne davon aus-geht, dass sein Gegenber Ahnung von dem hat was er tut. Es ist eine angenehmere Vorstellung als von der Inkompetenz des Senders berzeugt zu sein. Diese Tatsache lsst sich sehr einfach anwenden. Wir erklrten, uns mit den Theorien um die Propaganda beschftigen zu wollen und galten somit auf diesem Gebiet als kompetent. (Was auch keine Fehleinschtzung ist, da wir uns tatschlich mit vorhandenen Theorien um die Propaganda beschftigten. Natrlich nicht um sie zu nutzen, sondern um sie zu verwerfen) Dies fhrt unweigerlich dazu, dass tatschlich extreme Positionen pltzlich in die normative Mitte gerckt werden.

    Einen fatalen Fehler begangen wir, als wir das Augenmerk auf unsere Zielgruppe richteten und damit pltzlich auf ein Thema zu sprechen ka-men, in dem die zu Beeinflussenden selbst sehr kompetent waren. Diese kritische Schnittstelle berfuhren wir mithilfe von einigen temporren Mechanismen.

    3.1 H

    oheit b

    er die Kom

    petenz

    3. Kon

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    Hoheit ber die Kompetenz erlangen

  • Kun

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    Mec

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    en

    In einem Experiment an der Stanford University im Jahre 2000 sollte die menschliche Fhigkeit, Entscheidungen zu treffen getestet werden. Das Ergebnis der Studie wurde in dem Bericht "Choice ist Demotivating" von Mark R, Lepper und Sheena S. Iyengar festgehalten. Kurz gesagt passierte in dem Versuch folgendes: In der ersten Pha-se wurde Einkufern in einem amerikanischem Supermarkt eine Auswahl von Marmeladen in 30 verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. In einem zweiten Durchlauf beschrnkte man die Auswahl auf 6. Whrend im ersten Versuch nur etwa 3 Prozent der Versuchspersonen letztend-lich Marmelade kauften, waren es im zweiten Versuch 30 Prozent!

    Die Schlussfolgerung: Die menschliche Ent-scheidungswilligkeit nimmt ab, je mehr Optio-nen es fr eine Entscheidung gibt. Diese Tatsache machten wir uns zu nutze, um zu Verhindern, dass die zu Beeinflussenden durch richtige Entscheidungen den Kern entdeckten. Das generieren von sehr vielen Inhalten (Aus-stellungswerke, Texte, Prsentationen mit mglichst vielen Folien, viele Photos), die entsprechend nur niederkomplex ausgearbeitet (gestaltet) werden, ist ein einfaches Mittel zur berforderung. Der Punkt "4.2 Der Trialog" beschreibt unsere Technik des Generierens die-ser Inhalte.

    3.1 Gen

    erieren vieler Inh

    alte

    3. Kon

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    Generieren vieler Inhalte

  • Kun

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    Dieser Mechanismus beinhaltet in seinem Zweck einige schon genannte Punkte. Er trgt zur Mys-tifizierung genauso bei wie zum Vertrauens-aufbau. Er gehrt allerdings zu den Tempo-rren Mechanismen, da man ihn nicht dauerhaft aufrecht erhalten muss, sondern an bestimmten Punkten (beispielsweise whrend der Prsenta-tion oder in einem Gesprch) spontan und mit wenig Planung anwenden kann.

    SouvernesAuftreten

  • Kun

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    en

    Die wichtigste Vorraussetzung fr ein souver-nes Auftreten ist der Versuch, Reaktionen vor-herzusehen. Das ist nicht so schwer wie es auf den ersten Blick scheint. Dazu gehrt auch die intensive Auseinandersetzung mit den zu Beein-flussenden. Was sind die Vorstellungen von Ge-staltung und Kommunikation? Was passiert gera-de bei Ihnen? Mithilfe solcher Fragen entsteht ein (selbstverstndlich oberflchliches, aber gengendes) Bild des Gegenbers. Je genauer man die Position des zu Beeinflussenden in der normativen Mitte bestimmen kann, umso prziser kann man vorhersehen, wie er auf extreme Reize reagieren wird. Das fhrt direkt zum nchsten Punkt.

    4.1 Rea

    ktione

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    4. Sou

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    s Auftreten

    Reaktionenvorhersehen

  • Kun

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    en

    Kann man vorhersehen, welche Fragen sich auf-werfen, kann man diese Fragen vorwegnehmen. Eine Frage, die im Kopf des zu Beeinflussen-den entsteht und beantwortet wird, bevor er sie gestellt hat, schafft ein Gefhl der Be-friedigung und der Partizipation. Fragen, die gestellt und (weil sie vorhergesehen wurden) przise beantwortet werden, tragen wiederum zum Vertrauen und zur Illusion der Kompetenz bei. Wir versuchten stets, auf alle Fragen vor-bereitet zu sein, aber nicht alle im vornherein zu beantworten, um sie fr diesen Zweck in der Hinterhand zu haben.

    4.2 Frage

    n Vo

    rweg

    nehm

    en4. Sou

    verne

    s Auftreten

    Fragen vorwegnehmen

  • Kun

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    Natrlich ist es absolut unmglich, alle Re-aktionen und Fragen vorherzusehen. Deshalb ist es sehr wichtig, in solch unvorhergesehen Si-tuationen ein Zgern und Unsicherheitzeigen zu vermeiden. Am besten geling dies im Trialog. Auf eine unvorhergesehene Frage, antwortet stets irgendjemand so schnell wie mglich. Am einfachsten ist hierbei, auf das grundlegen-de Konzept zurck zu fhren, denn diese ers-te Antwort gilt nur Zeitspiel und Vorlage fr die Anderen, welche daraufhin mit der gewonnen Zeit auf die gestellte Frage berleiten und ergnzen.

    4.3 Zg

    ern ve

    rmeide

    n4. Sou

    verne

    s Auftreten

    Zgernvermeiden

  • Kun

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    Es ist absolut nicht wnschenswert, den Ein-druck einer hundertprozentigen Einheit zu er-wecken. Der Eindruck von drei Personen, die etwas Prsentieren und alle die gleichen An- und Absichten haben, ist eher ein faschistoi-der. Wir bemhten uns deshalb auf einige Fragen ("Seid ihr Knstler?") auch widersprchlich zu antworten. Vor allem auerhalb des Kurses ge-lang es uns aber nicht immer diesen Eindruck zu vermeiden.

    4.3 Differenz

    in de

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    4. Sou

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    s Auftreten

    Differenz inder Gruppe

  • Kun

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    Der letzte und einfachste Mechanismus ist das bloe vorenthalten von Information. Als Beein-flussender bestimmt man darber, welche Infor-mationen die zu Beeinflussenden erhalten (In-tern), auf welchem Kanal sie gesendet werden, wie wichtig oder unwichtig sie sind.

    4.5 Informatione

    n vo

    rentha

    lten

    4. Sou

    verne

    s Auftreten

    Informationenvorenthalten

  • Der letzte Schliff.

    Wir verstehen die Triangulatur nicht als ab-geschlossen. Der Lerneffekt, den wir aus all diesen Erfahrungen ziehen, ist zwar deutlich bemerkbar, muss aber durch weiteres struktu-rien des Projektes gesetzt werden. Diese Doku-mentation ist eine Bestandaufname.Es feht der letzte Schliff.

  • Felix VolkheimerBenjamin AsherTom Kirchgner

    Sommer 2011

    Triangulatur