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  • 22

    Bauschnittholz

    Bauschnittholz (Vollholz) aus Nadelholz wird durch Einschneiden oder Profilieren aus Rundholz gewonnen.Die blicherweise rechteckigen Querschnitte werden je nach Verhltnis von Hhe und Breite in Latten, Bretter, Bohlen und Kanthlzer unterschieden.

    Trocknen, Keilzinken, Hobeln, Fasen und weiteres Profilieren sind mgliche Veredelungsschritte fr dieses Vollholzprodukt.

    Es ist mindestens 6mm dick und hat eine Mindestquer-schnittsflche von 11cm2.

    p DIN 1052 und DIN 1052 / A1

    p DIN 4074-1

    p DIN 1074

    p ATV DIN 18334

    p DIN 68140-1

    p DIN 68365*

    p Bauschnittholz aus Nadelholz muss mit einer mitt-

    leren Holzfeuchte von 20% (trocken) eingebaut

    werden.

    p Sofern die Bauteile im eingebauten Zustand ohne

    Beeintrchtigung fr die Konstruktion nachtrock-

    nen knnen, ist der Einbau ausnahmsweise mit

    einer Holzfeuchte zwischen 20 und 30%, bei

    Querschnittsflchen ber 200cm2 mit einer

    Holzfeuchte zwischen 20 und 35 % (halbtrocken)

    erlaubt.

    p Fr den Holzhausbau ist jedoch immer eine mittlere

    Holzfeuchte von 18% erforderlich!

    p Fr keilgezinktes Vollholz ist immer eine mittlere

    Holzfeuchte von 18% erforderlich!

    p gem DIN 18203-3

    p blicherweise Bauschnittholz sgerau

    p fr sichtbare Anwendungen Hobeln und Fasen der Querschnitte mglich

    p Nut- und Federdielen und Rauspund sind zustzlich kantenprofiliert

    p fr Kanthlzer in sichtbar bleibenden Konstruk-tionen wird hufig ein scharfkantiger Einschnitt (entspricht der Schnittklasse S gem DIN 68365) gefordert

    Kanthlzer, Bohlen, Bretter

    Wird ein vorbeugender chemischer Holzschutz nach DIN 68800-3 ausgefhrt, so ist eine zustzliche Kenn-zeichnung und eine Bescheinigung nach Abschnitt 10.2 dieser Norm erforderlich.

    Bauschnittholz der Sortierklassen S7, S13, MS7, MS10, MS13, MS17 ist zustzlich mit folgenden Angaben dau-erhaft, eindeutig und deutlich lesbar zu kennzeichnen:

    p Sortierklasse, Zeichen des Sortierwerkes, Name des verantwortlichen Fachmannes.Beispiel: S13, Mller, Meier

    HerstellerDIN 1052-1

    S 10

    * DIN 68365 Schnittholz fr Zimmererarbeiten - Sortierung nach dem Aussehen - Nadelholz

    Die Koexistenzphase von - und CE-Zeichen endet am 1. September 2012.

    Von diesem Stichtag an muss jedes festigkeitssortierte Schnittholz gekennzeichnet sein. Auerdem muss bei der Auslieferung ein Begleitdokument beiliegen.

    Ursprnglich sollte diese Koexistenzphase bereits am1. September 2008 enden, allerdings fehlt in Deutsch-land noch immer die abschlieende bauaufsichtliche Klrung. Da nicht abzusehen war, ab wann CE-gekenn-zeichnetes Bauholz in deutschen Bauwerken verbaut werden darf, kam es zu einer Verlngerung dieser Koexistenzphase.

    Ausnahmen der CE-Kennzeichnungp Wenn der Kunde des Schnittholzherstellers wnscht,

    dass das Schnittholz aus optischen Grnden nichtgekennzeichnet werden soll, muss dies schriftlichvereinbart und dokumentiert werden. Das Begleitdo-kument ist in jedem Fall auszustellen.

    p Reines Listenbauholz, das nachvollziehbar nur auf eineBaustelle in Deutschland geht, nur dort verbaut wirdund auch nur aus einer Sortierklasse besteht, sodass eskeine Verwechslungen gibt, braucht nicht CE-gekenn-zeichnet zu werden. Hingegen muss es aber, wie bishermit dem -Zeichen (auf dem Holz oder Lieferschein)gekennzeichnet werden, um zu belegen, dass das Holzsortiert wurde. Dieses Holz muss nicht den Anforde-rungen die ber die der DIN 4074 hinausgehen erfllen (z.B. Fremdberwachung).

    p Bei Latten, die im Bndel geliefert werden, gengt es,wenn die vollstndige CE-Kennzeichnung mindestensauf den Begleitpapieren des Bndels vorhanden ist.

    Definition

    Technische Grundlagen

    Herstellungp Frischeinschnitt z.B. mit Gattersgen und

    Blockbandsgen

    p optional Freilufttrocknung und/oder technischeTrocknung

    p visuelle Festigkeitssortierung

    p ggf. Keilzinken der Hlzer

    p ggf. Hobeln und Fasen

    p ggf. weiteres Profilieren (z.B. Einfrsen von Nut und Feder)

    Holzarten Bauaufsichtlich geforderte Kennzeichnungen

    Oberflchenqualitten/ Querschnittsprofilierung

    CE-Kennzeichnung festigkeits-sortierter Schnitthlzer

    Matoleranzen

    Holzfeuchte (Einbauvorgaben)

    p Fichte, Tanne, Kiefer, Lrche, Douglasie Weitere Nadelhlzer sind gem DIN 1052 zulssig,aber nicht gebruchlich.

  • 23

    BA

    USC

    HN

    ITTH

    OLZ

    & H

    OBEL

    WA

    RE

    Bauschnittholz

    Einstielig:Hlzer neigen zu starker Rissbildung und zum Verdrehen.

    kernfrei:Der Kern wird als Erstes herausgenommen (30 mm).

    Halbholz:Hlzer neigen weniger zur Rissbildungund zum Verdrehen.

    Kreuzholz:Hlzer neigen kaum zur Rissbildung und haben ein gutes Standvermgen.

    Rahmen:Hlzer neigen kaum zur Rissbildung und haben ein gutes Standvermgen.

    * Douglasie deutscher Herkunft, derzeit begrenzt auf Holzdicken ab 60 mm

    Die Zuordnung von Sortier-, Festigkeits-, Gte- und Schnittklassen

    AnwendungKanthlzerwerden fr Sttzen, Trger, Balken, Pfetten und Sparren eingesetzt. Wichtig ist auch der Einsatz im Schalungsbau und im Tiefbau. Kanthlzer nach Liste werden in den projektbezogenen Maen individuell eingeschnitten. Kanthlzer aus splintfreier Lrche oder Douglasie werden sehr oft als Fuschwellen in Holz-husern eingesetzt, um auch bei diesen Bauteilen auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz verzichtenzu knnen.

    Bohlen *fr tragende Zwecke werden hauptschlich fr die Her-stellung belastbarer Flchen verwendet (Gerstbohlen,Laufplanken, Brckenbelge, Balkone und Terrassen sowie als Auflage ber Deckenbalken). Sie werden auch hochkant beansprucht fr Nagelplatten-Konstruktionenund Brettstapeldecken eingesetzt.

    Bretter *fr tragende Zwecke dienen beispielsweise als unmittel-bar die Dachhaut tragende und/oder das Dach ausstei-fende Dachschalung sowie ebenfalls fr Terrassendecks und Auflagen. Auch Diagonalschalungen als Aussteifungvon Brckenbauten oder rumlichen Tragwerken haben eine praktische Bedeutung.

    Lattenwerden u. a. als Unterkonstruktion fr Dachdeckungen und Fassaden verwendet. Bei ausreichender Trock-nung und Beachtung der konstruktiven Regeln der DIN 68800-2 kann auf einen vorbeugenden chemischen Holzschutz verzichtet werden. Schnitthlzer aus Nadel-holz mit ausreichender natrlicher Resistenz ermgli-chen eine Verwendung ohne vorbeugenden chemischenHolzschutz auch in hheren Gefhrdungsklassen.

    Blue liegt dem Befall von Bluepilzen zugrunde. Die Pilze gelten als nicht holzzerstrend. Nur weil kein nennenswerter Einfluss auf die Festigkeitseigenschaften besteht, bleibt Blue bei der Bewertung in den Sortierkriterien unbercksichtigt. Bluebefall frdert jedoch z.B. die Feuchteaufnahme des Holzes nachhaltig und beeinflusst damit z.B. die Anforderungen an einen einwandfreien Anstrichgrund.

    Zuordnung von Sortierklassen nach DIN 4047-1 zu Festigkeitsklassen nach EN 338 gem EN 1912

    Zuordnung zu Gte-klassen (bis 1989 in der DIN 4047 benutzt)

    Zuordnung der Schnitt-klassen nach DIN 68 365 (Zuschnitt) S (scharfkantig)

    Sortierklasse nach DIN 4074

    Sortierung: visuell maschinell

    Festigkeitsklasse nach EN 338, DIN 1052:2004-08

    S 13 (Fichte, Tanne, Lrche, Douglasie*)

    MS 13 C 30 I A

    S 10 (Fichte, Tanne, Lrche, Douglasie*)

    MS 10 C 24 II B

    S 7 (Fichte, Tanne, Lrche, Douglasie*)

    MS 7 C 16 III C

    Die visuelle Sortierung am Beispiel von Kanthlzern Brettern und Bohlen

    Sortiermerkmale Visuelle Sortierung von Kanthlzernund vorwiegend hochkant biegebe-anspruchten Brettern und Bohlen (K) nach DIN 4074 Teil 1 (2003-6)

    Visuelle Sortierung von Bretternund Bohlen nach DIN 4074 Teil 1 (2003-06)

    Sortierklassen S 7, S 7K S 10, S 10K

    S 13, S 13K

    S 7 S 10 S 13

    1. Baumkante (K): 1/3 1/3 1/4 1/3 1/3 1/4

    2. ste (A): - Einzelast- Astansammlung- Schmalseitenast

    3/5 2/5 1/5 1/2 2/3 --

    1/3 1/2 2/3

    1/5 1/3 1/3

    3. Jahrringbreite:- im Allgemeinen (mm) - bei Douglasie (mm)

    (Ermittlung nach DIN EN 1310)

    6 8

    6 8

    4 6

    6 8

    6 8

    4 6

    4. Faserneigung F: in (%) 16 12 7 16 12 7

    5. Risse:- Schwindrisse (R) (Trockenrisse)- Blitzrisse, Frostrisse,

    Ringschle

    zulssig

    nichtzulssig

    zulssig

    nichtzulssig

    zulssig

    nichtzulssig

    zulssig

    nichtzulssig

    zulssig

    nichtzulssig

    zulssig

    nichtzulssig

    6. Verfrbungen: Blue zulssig zulssig zulssig zulssig zulssig zulssig

    *Bohlen und Bretter sind zudem Vorprodukte fr eine ganze Reihe weiterveredelter konstruktiver Vollholzprodukte

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    Latten

    Latten werden hauptschlich fr Unterkonstruktionen imDachbereich verwendet. Durch die visuelle Beurteilungund Verarbeitung des Ausfhrenden werden Latten demVerwendungszweck zugefhrt. Bei schwankenderQualitt der Latten nimmt man jedoch eine latente Unfallgefahr in Kauf, die in der Vergangenheit vermehrt zu Absturzunfllen fhrte.

    Die strafrechtlichen Folgen, die persnliche Haftungund die lebenslangen Schuldvorwrfe trafen dieVerantwortlichen. So entstanden Empfehlungen frden Einsatz von Dachlatten durch die Verbnde des Zimmerer- und Dachdeckerhandwerks, sowie der Be-rufsgenossenschaften unter Beteiligung der Sgeindus-trie. Die DIN 4074 und DIN 1052 beziehen sich darauf.

    Bei allen anderen Sparrenabstnden oder Lattenquer-schnitten ist ein statischer Nachweis zu fhren. Hierbei sind die Angaben aus den BerufsgenossenschaftlichenRegeln fr Sicherheit und Gesundheit Dacharbeiten(GBR 203) oder Zimmerer- und Holzbau zu entnehmen. Latten

    Nennquerschnitte Achs-Sttzweite Sortierklasse nach DIN 4074

    24/48 mm* bis 0,70 m S 13

    24/60 mm bis 0,70 m S 13

    30/50 mm bis