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Kroatisches Küstenland – von Kraljevica nach Senj · PDF file(hier Autobahn A 1) und durch Wiesen und Wälder der sattgrünen Region Lika. Diese Strecke bietet sich auch für die

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  • 122 Küstenland – von Kraljevica nach Senj

    Kroatisches Küstenland – von Kraljevica nach Senj Südlich von Kraljevica führt die Küstenstraße am Vinodolski kanal entlang. Gegen- über, zum Greifen nah, die Insel Krk – kahl und grau im tiefblauen Meer. Die Stra- ße führt zu den Touristenzentren Crikvenica und Novi Vinodolski, im Hintergrund das schützende Vinodol-Gebirge. Nach den beiden Orten fahren wir durch gebirgi- ge, menschenleere Landschaft und umfahren den Fjord Žrnovnica. Eine halbe Au- tostunde später erreichen wir das geschichtsreiche Städtchen Senj. Auf diesem landschaftlich reizvollen Küstenabschnitt ist für Autofahrer äußerste Konzentra- tion angesagt – kurvenreiche Straße, Steigungen und in der Hauptsaison voll mit bepackten Autos, wenn dazu noch kräftig die Bora bläst, wird es anstrengend. ( Unterwegs in Kroatien). Ein lohnenswerter Abstecher bietet sich von Senj ins Hinterland und zum Nationalpark Plitvicer Seen an. Eine malerische, kurvenreiche Strecke führt über den aussichtsreichen Vratnik-Pass (694 m) in Richtung Oto ac (hier Autobahn A 1) und durch Wiesen und Wälder der sattgrünen Region Lika. Diese Strecke bietet sich auch für die Anfahrt oder Rückreise für diejenigen, die auf der Autobahn A 1 unterwegs sind und hier auf kürzestem Weg zur Küste gelangen.

    Riviera von Crikvenica und das Vinodol Dieser Küstenstreifen – von der Insel Krk nur durch den schmalen Vinodolski-Ka- nal getrennt – zählt zu den ältesten für den Fremdenverkehr erschlossenen Gebie- ten an der Kvarner-Bucht. Die Stadt Crikvenica ist mit ihren Ortsteilen Dramalj, Ja- dranovo und Selce nahtlos zusammengewachsen und mit 25.000 Übernachtungs- möglichkeiten ganz auf den Tourismus eingestellt.

    Sv.-Juraj-Kapelle (Selce) – herrlicher Weitblick auf die Riviera von Crikvenica und Novi

    Küste – von Kralje nach S

    Küste

    Kral nach

  • Küstenland – von Kraljevica nach Senj 123 Küstenland – von Kraljevica nach Senj

    Karte S. 125

    Das Meer ist hier ruhig und glatt wie ein großer See, Krk bietet Schutz vor heftigen Winden und das milde, im Sommer niederschlagsarme mediterrane Klima sorgt für üppige Vegetation.

    Beschaulich wird es im Vinodol, dem Hinterland der Riviera. Es ist ein bis zu 3 km breites und 25 km langes Tal, das von der Bucht von Bakar bis Novi Vinodolski reicht und vom Meer durch einen 2 km breiten, bis zu 300 m hohen Bergrücken ge- trennt ist. Das Vinodol verlor seine landwirtschaftliche Bedeutung mit dem Ausbau der Tourismuszentren an der Küste. In der Antike war das fruchtbare Tal mit seiner günstigen Lage als Weinanbaugebiet bekannt, heute ist es verwaist. Verwaist bzw. nur noch malerische Ruinen sind auch die ehemals vielen Kastelle. Am schönsten ist es, diese idyllische Gegend mit dem Mountainbike zu erkunden – wie lange noch, wird sich zeigen – hier soll die Autobahntrasse in Richtung Senj gebaut werden.

    Crikvenica Das Städtchen ist der touristische Mittelpunkt der „Riviera“ und liegt an der Mündung der Dubra ina. Wie Opatija hat es eine lange Tradition als Kurort, die bis ins Jahr 1888 zurückreicht. Prachtvolle Villen, eine schattige breite Uferpromenade und ein langer gepflegter Strand prägen das Stadtbild.

    Hauptanziehungspunkt von Crikvenica (7000 Einwohner) ist der 2 km lange Sand- Kies-Strand, an dem die „Blaue Flagge“ weht, der seicht ins Meer abfällt und für Kinder optimal zum Planschen ist. Die lange, gepflegte Uferpromenade mit stattli- chen Palästen und Villen, Schatten spendenden Palmen, Pinien und Blumenrabat- ten sowie einer Marina, ist die Meile Crikvenicas mit Zentrum, dem nun neu ge- stalteten und verkehrsberuhigten Hauptplatz Trg S. Radi a. Hier kann man bum- meln oder sich in einem der Cafés und Restaurants niederlassen und sich am Abend in den zahlreichen Cocktailbars und Clubs vergnügen – wer im Urlaub Unterhaltung und Stadtleben sucht, ist in Crikvenica richtig.

    Hübsch anzusehen ist das Ensemble des alten Paulinerklosters, das man über die geschwungene Fußgängerbrücke erreicht. Hier steht die Maria-Himmelfahrts- Kirche (Uznesenja Blažene Djevice Marije), 1412 vom Frankopanen Nikola IV. er- baut. Daneben das Kastell, heute ein Hotel ( Geschichte). Die Pfarrkirche Hl. Anton von Padua (Sv. Antun) wurde erst 1934 erbaut und steht oberhalb vom Hafenplatz.

    Familien zieht es sicherlich ins Aquarium, das auf 200 m2 und in 24 Becken einhei- mische und Korallenriff-Fische zeigt. Vinodolska ul. 8, www.aquariumcrikvenica.com. Juli/Aug. tägl. 9–22, Juni u. Sept. 9–20, Mai 9–18, April u. Okt. 10–18, Nov./Dez. Sa/So 11–16, Febr. Sa/So 11–14, März Sa/So 10–16 Uhr, Jan. geschlossen. Eintritt 40 KN, Kinder 3–10 J. 20 KN, 10–18 J. u. Stud. 30 KN.

    Das Archäologische Feld Ad Turres liegt neben dem Fußballstadion, nördlich der Magistrale. Bisher wurden 2000 m2 erforscht, man fand Amphoren, Ziegel, Teller aus dem 1. Jh. v. Chr. bis 2. Jh. n. Chr. – das restliche Altertum schlummert noch. Es kann nur im Sommer gegraben werden, wenn das Flussbett ausgetrocknet ist. Das Stadtmuseum zeigt u. a. Ausgrabungsexponate; im 1. Stock residiert eine kleine Kunstgalerie. Muzej Grada, Ul. Preradovi eva 1, www.mgc.hr. Juni–Mitte Sept. tägl. 9–13/18–22 Uhr, sonst Di–So 10–14 Uhr. Eintritt gratis.

    Ein schöner Spaziergang verläuft auf dem 3 km langen Ljubavna cestica (der Lie- bespfad, mit Herz bestens gekennzeichnet), einem schön angelegten Waldpfad,

  • 124 Küstenland – von Kraljevica nach Senj angeblich auch von Ante Premuži entworfen ( N. P. Nordvelebit und Insel Rab). Der Weg führt vom Hafenzentrum nordwärts, die Pfarrkirche Sv. Antuna bleibt links liegen, und es geht weiter nördlich über die Juriši eva ul. hinauf zur Burg- ruine Badanj. Sie soll zwischen dem 4. und 6. Jh. erbaut worden sein, was einge- mauerte Funde belegen, und zählt somit zu den ältesten Baudenkmälern im Vino- dol. Sie wurde nach einem Erdbeben im 14. Jh. aufgegeben.

    Geschichte Die Erweiterung des Hafens und der Bau der Eisenbahnlinie 1873, die Einrichtung einer regelmäßigen Dampfschifflinie nach Rijeka 1874, der Bau des ersten öffentli- chen Strandbades 1888 und des ersten großen Hotels 1895 (das noch heute beste- hende Hotel Therapia), dazu das anerkannt gute Klima und die gesundheitsför- dernde Wirkung des Meerwassers: All dies lockte immer mehr Gäste vor allem aus dem nahen Österreich an. Der Bau weiterer Hotels – des Crikvenica, Bellevue und Miramare – Anfang des 20. Jh. zeugt von einem wachsenden Besucherstrom, der die Landwirtschaft als wichtigste Erwerbsquelle mehr und mehr verdrängte.

    Lange führte Crikvenika ein beschauliches Dasein als wenig bedeutender Hafen für die Siedlungen auf den Höhen des Hinterlands. Die Römer hatten im Flussdelta die Militärsiedlung Ad Turres (Bei den Türmen) errichtet. Ende des 14. Jh. wurde ein Kirchlein an der Flussmündung der Dubra ina erbaut, nach dem Crikvenika be- nannt ist (Kirche = crkva, im Dialekt „crikva“). Die Frankopanen ließen an die Kir- che ein Kloster anbauen, das mit einem Rundturm befestigt war (daher der Name Kaštel), und schenkten es 1412 dem Mönchsorden der Pauliner. Viele Jahre war das Kloster eine Kultur- und Bildungsstätte, der bekannte Maler Julio Klovi erhielt hier seine erste Ausbildung. 1786 wurde das Kloster aufgelöst, diente als militäri- sche Heilanstalt, danach, unter der Verwaltung von Vladimir Nazor, einem kroati- schen Dichter und Kämpfer, als Kinderheim. Auch dieses historische Bauwerk wur- de restauriert und beherbergt heute ein Hotel.

    Crikvenica – das Frankopanen-Kastell und die Maria-Himmelfahrtskirche

    Crikv

  • Crikvenica 125 Küstenland – von Kraljevica nach Senj

    Karte S. 125

    Basis-Infos Information TIC, Trg Stjepana Radi a 1 c (Hafen), 51260 Crikvenica, ¢ 051/241-051, www.rivieracrikvenica.com. Juni–Sept. Mo–Sa 8–20 Uhr, Juli/Aug. tägl. 8–21 Uhr; danach Mo–Fr 8–15 Uhr. Gute Informa- tionen, Karten.

    Touristcard Crikvenica–Novi Vi- nodolski–Vinodol Riviera, 5 Tage gültig, gewährt 10 % u. a. in Mu- seen, Restaurants und bei Ausflü- gen. Sie ist gratis, man muss je- doch in dieser Region einen Auf- enthalt nachweisen.

    Agentur Crikvenica Tourist, im selben Ge- bäude wie TIC, ¢ 051/241-516, www. crikvenica-tourist.net. Info, Zimmer, Fahr- rad- u. Autovermietung u. Angellizenz.

    Agentur Adria Tours, Bra e Dr. Sobol 16, ¢ 051/785-305, www.tibor-tours.hr. Gute Auswahl an Privatunterkünften. Agentur Ulli-Tours, I Kostren i a 2, ¢ 051/ 784-130, www.ullitours.com. Guter Service bei der Zimmersuche, Auto- und Boots- vermietung. Verbindungen Busstation zentral in der Ortsmitte. Verbindungen zu allen umliegen- den Orten sowie zu den größeren Städten an der Küste und im Inland. Schnellboot (¢ 098/369-846, 098/323-380, bei- de mobil) nach Šilo/Insel Krk (Juli/Aug. 7, 9, 11, 13, 16 u. 19 Uhr; NS nur 7.30, 9, 11 u. 16 Uhr). 15 Min. Fahrzeit. Taxiboote mehrmals tägl. nach Vrib- nik/Insel Krk und Novi Vinodolski. Auto-/Fahrradverleih Agenturen. Baden/Sport Am 2 km langen, mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichneten Sand-/

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