Lehren aus der Krise – Lernen für die Zukunft - Go Ahead! ?· gestern lösen wir nicht die Probleme…

  • View
    217

  • Download
    0

Embed Size (px)

Transcript

  • Foto

    : (c)

    And

    reas

    H. B

    ites

    nich

    Kongress zur sterreichischen Schule der NationalkonomieSeite 36

    Gregor Hochreiterber die Vorteilhaftigkeit

    des Tauschens Seite 22

    Eugen Schulak Herbert UnterkflerGeschichte der sterreichischenSchule der Nationalkonomie. Seite 8

    John undDoris Naisbitt

    Demokratie undMarktwirtschaft in neuem

    Gewand Seite 18 Das

    Mag

    azin

    fr v

    isio

    nre

    Den

    ker u

    nd a

    nder

    eG

    O A

    HEA

    D!Le

    hren

    aus

    der

    Kri

    se

    Ler

    nen

    fr d

    ie Z

    ukun

    ftN

    umm

    er 0

    /200

    9

    Lehren aus der Krise Lernen fr die Zukunft

    DAS MAGA ZIN FR VISIONRE DENKER UND ANDERENUMMER 0/2009

    GO AHEAD!leading responsibly

    www.go-ahead.at

    4 195187 815007

  • www.gewinn.com

    Immer ein Gewinn

    Der GEWINN erscheint jetzt mintlich: www.gewinn.com!

    Die GEWINN-Homepage Immer ein Gewinn!Ein Klick auf www.gewinn.com und Siewerden begeistert sein: Vom bersichtlichenDesign, vom Online-Archiv fr Abonnenten, von der umfassenden Immobiliendatenbank mit Tausenden Top-Objekten, von der umfangreichenFondsdatenbank mit einfacher Fondssuche, von den aktuellen Brsenkursen mit Charts und Profilen. Auerden finden alle Autointeressiertenspezielle Services und zustzlich gibt es jede Menge gewinnbringender Tipps und Tricks zur Geldanlage, IT-Kommunikation, Management, Recht & Steuer und vieles mehr!

  • Tailormade IT-Lsungen.

    Vom Cross-Platform Spezialisten.

    Kosteneffizient und zuverlssig.

    uptime ITechnologies GmbHLeading IT. Since 1994.

    www.uptime.atit-systems@uptime.at

    Reducing IT-Complexity.

  • Mag. Nikolaus Kimla HerausgeberDoch das Licht am Ende des Tunnels, das heute die Kon-

    junkturforscher und die mediale Wahrnehmung begeistert, knnte auch nur das Licht des entgegenkommenden Zuges sein. Denn die Auswirkungen der dramatischen Schuldenlast auf die reale Wirtschaft sind in ihrer Dimension noch nicht abschtzbar. Die Leidtragenden stehen heute schon fest: das mittelstndische Unternehmertum und die nchste Genera-tion. Sie werden zur Kasse gebeten und mssen die riesige offene Rechnung begleichen, die Krise und Krisenbekmp-fung verursacht haben.

    Lsst sich dagegen nichts tun? Doch. Es geht darum, die Schlsselkonzepte einer zukunftsvertrglichen wirtschaft-lichen Entwicklung, nmlich Freiheit und Verantwortlich-keit, wiederzuentdecken, freizulegen und in Gesellschaft und Politik neu zu verankern. Diesem Unterfangen hat sich die Wirtschaftsplattform GO AHEAD! ausgehend von einem anthropozentrischen Ansatz verschrieben. In Diskussionen, Vortrgen und nun auch im vorliegenden GO AHEAD!-Magazin anlsslich des GO AHEAD! business summit 09 stehen Impulse und Perspektiven fr eine zukunftsfhige, am Menschen orientierte Wirtschafts- und Sozialordnung am Programm.

    Wesentliche Grundlage dafr bilden die Ideen und Anstze der sterreichischen Schule der Nationalkonomie, deren Thesen beim GO AHEAD! business summit 09 von inter-nationalen Referenten und Diskutanten mit Blick auf Gegen-wart und Zukunft errtert werden. Hochkartige Teilneh-mer der Konferenz legen in der vorliegenden Ausgabe des

    GO AHEAD!-Magazins ihre Positionen dar. Die zentrale Botschaft ist klar: Mit staatlichem Interventionismus von gestern lsen wir nicht die Probleme von heute und morgen. Im Gegenteil: Staatlicher Interventionismus be- und verhin-dert die Freisetzung unternehmerischer Kraft fr die Lsung gesellschaftlicher Herausforderung und fr Wachstum und Wohlstand fr alle.

    Freies und eigenverantwortliches Unternehmertum zu fr-dern und zu fordern ist daher mehr denn je ein Gebot der Zukunft. Zum freien Unternehmertum gehrt auch ein ver-antwortungsvoller und ehrlicher Umgang mit dem Risiko ganz im Sinn der Tugenden des traditionellen Kaufmannes, der wei, dass sich groe Geschfte nicht mit kleinen Risi-ken machen lassen. Vermutlich ist die Finanzmarktkrise auch Ausdruck einer mangelnden und damit anti-unternehmeri-schen Risikokultur, in der es eben Erfolg verspricht, Risken bestmglich zu verstecken.

    Mehr freies und eigenverantwortliches unternehmerisches Denken und Handeln in allen gesellschaftlichen Bereichen - das ist wohl die wichtigste Lehre aus der Krise. Dies ver-strkt zu propagieren und deutlich zu machen, liegt in der Verantwortung von Meinungsbildnern und Entscheidungs-trgern. GO AHEAD! liefert dazu das ntige wert(e)volle intellektuelle Rstzeug.

    DAS IST DAS THEMA DES GO AHEAD! BUSINESS SUMMIT 09 UND

    GLEICHZEITIG DIE ZENTRALE HERAUSFORDERUNG FR GESELLSCHAFT,

    WIRTSCHAFT UND POLITIK. DIE BESCHFTIGUNG MIT DEN EIGENTLICHEN

    URSACHEN UND KONSEQUENZEN DER FINANZMARKT- UND WIRTSCHAFTS-

    KRISE SIND AUS DEM BLICKWINKEL DER FFENTLICHE DEBATTE GERCKT,

    NACHDEM MAN DIE SCHULDIGEN (DIE GIERIGEN MANAGER,

    DIE WIRTSCHAFT) AUSGEMACHT UND ABGEURTEILT HAT.

    Lehren aus der Krise -Lernen fr die Zukunft

    5

    GA Nummer 0/2009 Editorial

  • Neu bei MoldenIn Politik und Wirtschaft haben Sprichworte und seichte PhrasenHochkonjunktur. Es reicht!, sagt Michel Amon, und lsst seinerangestauten Wut freie Bahn.

    Michael AmonUND S IE L GEN DOCHSprichwrter beim Wort genommen 100 Wutanflle180 Seiten, 12,2 x 18,5 cm, Hardcover mit Schutzumschlag 19,95 ISBN: 978-3-85485-249-0

    Ein Reisefhrer besonderer Art:Die sterreichische Verfassung wird kompetent und anschaulicherlutert und macht damit unser Rechtssystem leicht fassbar.

    Christian NeuwirthDURCH DEN DSCHUNGEL DER GESETZEDer Reisefhrer zur sterreichischen Verfassung208 Seiten, 12,2 x 18,5 cm, Hardcover mit Schutzumschlag 19,95 ISBN 978-3-85485-241-4

    Wie Mehltau lasten Absurditten, Merkwrdigkeiten, Skurrilittenauf der sterreichischen Idylle: Europa das ist fr viele eine weitentfernte, unbekannte Galaxie, in der andere Vlker beheimatet seinmgen, nicht aber man selbst das ist sterreichisch.

    Marion KraskeACH AUS TR IA ! VERRC K TES ALPENL ANDEine Beobachtungsreise zu sterreichs Merkwrdigkeiten265 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, SW-Abbildungen, Hardcover mit SU 19,95 ISBN: 978-3-85485-240-7

  • Das Elite-Paradoxon

    Hanz-Wolff Graf, Vermgensberater,Wirtschaftsjournalist, Dipl. Psychologe

    Seite 62

    Crack-up-Boom

    Ralf FlierlChefredakteur von Smart Investor

    Seite 30

    ber die Vorteilhaftigkeit des Tauschens

    Gregor Hochreiter, konomVorstand am Institut fr Wertewirtschaft

    Seite 22

    Geschichte der sterreichischenSchule der Nationalkonomie

    Herbert Unterkfler, Senior ClientPartner von Korn/ Ferry

    Eugen Schulak, Philosoph

    Seite 8

    Vorwort des Herausgebers 5

    Cover Story 7

    Geschichte der sterreichischen Schule 8der Nationalkonomie

    Demokratie und Marktwirtschaft 18in neuem Gewand

    ber die Vorteilhaftigkeit des Tauschens 22

    Crack-up-Boom 30

    Lehren aus der Krise Lernen fr die Zukunft 37

    Konjunktur-Belebung 58

    Das Elite-Paradoxon 62

    Der berforderte Mittelstand 68

    Palais Niedersterreich 72

    GO AHEAD! Die Wirtschaftsplattform 76

    John Naisbitt Seite 18

    ZWEI PRINZIPIEN SCHIENEN BISHER DIE EINZIGE ERFOLGREICHE VERBINDUNG

    ZUR VERWIRKLICHUNG INDIVIDUELLER WNSCHE, DER GESTALTUNG DES EIGENEN

    LEBENS UND DES OPTIMALEN GEBRAUCHS UNTERSCHIEDLICHSTER TALENTE: FREIE

    MARKTWIRTSCHAFT UND WESTLICHE DEMOKRATIE.

    DEMOKRATIE UND MARKTWIRTSCHAFT IN NEUEM GEWAND

    Cover-Story

    7

    GA Nummer 0/2009 Inhalt

    7

    (c) A

    ndre

    as H

    . Bite

    snic

    h

  • Geschichte dersterreichischen Schuleder Nationalkonomie

    Eugen Schulak Herbert Unterkfler

    8

    GA Nummer 0/2009 Geschichte der sterreichischen Schule der Nationalkonomie

  • Folglich gebe es auch keine wirthschaftliche Erschei-nung, welche in letzter Linie nicht ihren Ausgangs-punkt und ihr Ma in dem wirthschaftenden Men-schen und seinen konomischen Erwgungen fnde. Darin, so Menger, grndet die groe Bedeutung der Wertlehre fr die Nationalkonomie, denn der Wert, den Gter fr den einzelnen Menschen haben, ist der Ausgangspunkt aller Untersuchung, das Fundament allen theoretischen Verstndnisses der Wirthschafts-erscheinungen.

    Diese einleitenden Stze zu einem Artikel in der Wiener Zeitung vom 7. Mrz 1889 enthalten die bndigste Zusam-menfassung des Forschungsprogramms der sterreichischen Schule, die wir aus der Feder von Carl Menger kennen. In seinem 18 Jahre zuvor im Wiener Braumller Verlag verf-fentlichten Erstlingswerk Grundstze der Volkswirthschafts-lehre hatte er diese Grundannahmen mit zahlreichen, oft weit ausholenden Begriffsklrungen zur damaligen Gter-, Wert-und Preislehre derart fein versponnen, dass die ersten Rezen-senten das Buch gar nicht als bahnbrechend wahrnahmen. In seinem zweiten Werk, den Untersuchungen ber die Methode

    der Socialwissenschaften und der Politischen konomie ins-besondere (1883), formulierte er seine Sichtweise bereits kon-turierter und verband sie mit einer herben Kritik an der vor-herrschenden Volkswirtschaftslehre in Deutschland. Menger war inzwischen Professor fr Politische konomie an der juridischen Fakultt der Universitt Wien geworden, der damals weltweit grten Ausbildungssttte fr Juristen, und bewirkte mit seinen Untersuchungen, dass die seit Jahren schwelende Auseinandersetzung ber Grundlagen, Ziele und Grenzen der Volkswirtschaftslehre offen ausbrach und im Methodenstreit kulminierte.

    Ein Groteil der deutschen Volkswirtschaftslehrer ber-wiegend Hegelianer, zumeist staatsglubig und vielfach deutsch-hegemonial denkend begegnete Menger und sei-ner Methodenlehre teils mit ehrlichem Unverstndnis, teils mit unverhohlener Fe