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ACE LENKRAD 5/2011 2 GESUNDHEIT Alles eine Frage der Einstellung: So sitzen Sie richtig LENKRAD ELEKTRO-RALLYE: ACE LENKRAD unter Strom EMOTION: ACE veranstaltet Youngtimer-Treffen POLEN: Natur pur im Schatten der Masuren www.ace-lenkrad.de HEFT 6 · 15. JUNI 2012 Programmierte Ablenkung Die Bediensysteme der drei Kompaktklasse- Bestseller im Vergleich: Wie viel Aufmerksamkeit erfordern Multi-Media-Anwendungen in modernen Fahrzeugen?

LENKRAD So sitzen Sie richtig - Ihr Automobilclub · Audi A3, Mercedes GLK, Citroën C4 Aircross, BMW 6er Gran Coupé, VW Golf GTI Cabrio, ... Klassiker 32 Recht Fragen an den ACE-Anwalt,

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Text of LENKRAD So sitzen Sie richtig - Ihr Automobilclub · Audi A3, Mercedes GLK, Citroën C4 Aircross,...

  • A C E L E N K R A D 5 / 2 0 1 1 2

    GESUNDHEITAlles eine Frage der Einstellung:

    So sitzen Sie richtigLENKRAD

    ELEKTRO-RALLYE: ACE LENKRAD unter Strom EMOTION: ACE veranstaltet Youngtimer-Treffen POLEN: Natur pur im Schatten der Masuren

    www.ace-lenkrad.deHEFT 6 15. JUNI 2012

    Programmierte AblenkungDie Bediensysteme der drei Kompaktklasse-Bestseller im Vergleich: Wie viel Aufmerksamkeiterfordern Multi-Media-Anwendungen in modernen Fahrzeugen?

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  • 18 Zweiter HMI-Test des ACEBediensysteme der Kompakt-klasse-Bestseller Golf, Astra und Focus im Vergleich

    14 Neue AutosAudi A3, Mercedes GLK, Citron C4 Aircross, BMW 6er Gran Coup, VW Golf GTI Cabrio, Opel CNG-/LPG-Modelle

    18 Magazin

    20 Elektro-RallyeSo umweltvertrglich kann Motorsport sein ACE LENKRAD war dabei

    24 Richtig sitzenSo beugen Sie Rckenschmerzen vor

    28 AutounfallIm Zweifelsfall lieber einen Gutachter hinzuziehen

    30 YoungtimerAuf dem Weg zum automobilen Klassiker

    32 RechtFragen an den ACE-Anwalt, Recht in Krze

    33 ACE vor OrtDer ACE-Kreis Freising-Erding setzt sich fr ein Tempolimit ein

    34 Magazin

    53 Editorial 54 Magazin48 Post50 Finale50 Impressum

    ACE-Info-Service 01802 /336677*ACE-Euro-Notruf 01802 /343536*

    46 So erreichen Sie uns47 Club-Meldungen

    T E S T & T E C H N I K

    U N S E R C L U B

    R U B R I K E N

    F R E I Z E I T & R E I S E

    V E R K E H R & U M W E L T

    32 PodlaskieIm Nordosten Polens liegeneinige der schnsten Naturschutzgebiete Europas

    40 StdtereisenBsum an der Nordseekste

    41 LegolandDer Freizeitpark feiert Geburtstag

    42 CampingSicher unterwegs mit Caravan & Co

    44 Magazin

    A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2 3

    Zwei Drehknpfe und drei Druck-tasten, mehr hatten die ersten Autoradiosnicht zu bieten. Und trotzdem hat auch die Be-dienung dieser Gerte die Autofahrer schon vonihrer eigentlichen Aufgabe abgelenkt dem Fah-ren. Inzwischen knnen wir im Auto telefonierenund navigieren, unsere E-Mails lesen oder im In-ternet surfen. Doch wie viel Ablenkung durch dieBedienung von Radio, Navi & Co. ist vertretbar wann muss aus Sicht der Verkehrssicherheit dierote Karte gezeigt werden? In der wissenschaft-lichen Literatur finden sich klare Antworten aufdiese Frage: Nicht die schiere Anzahl der Blick-

    wechsel zwischen Fahrbahn und Bedientasten ist entscheidend, sonderndie Dauer. Insgesamt darf sich die Blickabwendung bei einer Aufgaben-stellung nicht auf mehr als 20 Sekunden addieren, einzelne Blicke solltennicht lnger als zwei Sekunden dauern.Diese Erkenntnisse liegen natrlich auch den Richtlinien fr die Entwick-lung neuer Bediensysteme zugrunde international gibt es drei Guide-

    lines, in denen die Parameter definiert werden,die vor der Serienreife in aufwendigen, meist inFahrsimulatoren durchgefhrten Testserienberprft werden. Der ACE hat zum brisantenThema HMI das Krzel steht fr human ma-chine interface, sprich die Schnittstelle

    Mensch-Maschine jetzt einen zweiten Praxistest durchgefhrt: BeimTelefonieren mit Freisprechanlage und ndern von Radio-Einstellungenwar alles im grnen Bereich nicht jedoch beim Einprogrammiereneines Navigations-Ziels: Die Dauer der Blickabweichungen lag klar ober-halb der wissenschaftlich vertretbaren Werte (siehe Seite 8). Damit ist eine Grenze berschritten, die Handlungsbedarf signalisiert:Whrend der Fahrt sollte die Eingabe eines Navigationszieles nicht mehrdurch das Eintippen einer Zieladresse mglich sein, sondern nur nochdurch Sprachsteuerung oder Auswahl aus einer Liste. Der ACE appelliertan die Autohersteller, die Bediensysteme knftig entsprechend zu konfi-gurieren, damit eine Gesetzesinitiative erst gar nicht erforderlich wird.Denn Unfallmeldungen mit dem Hinweis unerklrtes Abkommen vonder Fahrbahn liest man schon jetzt viel zu hufig in der Lokalpresse!

    Klaus-Michael [email protected]

    Whrend der Fahrt Adressen eintippen ist viel zu riskant

    Autofahrer sollen fahren nicht programmieren!

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    E D I T O R I A L I N H A L T

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  • 4 A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2

    Die groen Ferien stehen vor der Tr, die meisten Fa-milien fahren mit dem Auto in den Urlaub. Doch bevor eslosgeht, muss gut geplant werden. Dabei sind besondersdie Verkehrsvorschriften der einzelnen Lnder zu beach-ten. In Italien und sterreich mssen beispielsweiseWarnwesten an Bord sein, in Frankreich gelten besondereTempolimits fr Fahranfnger und in Spanien muss perWarnblinker signalisiert werden, wenn die Mindestge-schwindigkeit von 60 km/h nicht eingehalten werdenkann. Der ACE hat diese Informationen bersichtlich undkompakt in seinen Lnderinformationen im Internet zu-sammengetragen (www.ace-online.de/reise). Wer beimACE eine Reiseroute bestellt (www.ace-online.de/routen-planer), erhlt zustzlich nicht nur Kartenmaterial, son-dern auch alle Infos ber die einzelnen Lnder, durch diedie Route fhrt. Selbstverstndlich knnen auch gleich Vi-gnetten fr die Schweiz oder sterreich sowie Via-Cardsfr Italien ganz einfach mitbestellt werden. Der E-Shop(www.ace-online.de/shop) bietet Ntzliches fr die Reise.

    GUT VORBEREITET IN DIE FERIEN

    Schnen Urlaub!

    MOPED- UND ROLLERFAHRER

    Tdliches Tuning

    Viele Mofas und Roller sind getunt und fahren viel zu schnell.

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    ARCH

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    M A G A Z I N FAKTEN HINTERGRNDE PERSPEKTIVEN

    AUSSTELLUNG IM MUSEUM DER ARBEIT

    Die Stadt und das AutoIn seiner neuen Ausstellung Die Stadt und das Auto wie derVerkehr Hamburg vernderte wirft das Hamburger Museum der Arbeit einen Blick auf 90 Jahre Mobilittsgeschichte. Anhand vonFahrzeugen, Fotografien und Versuchsmodellen aus mehreren Jahr-zehnten sollen die Brche und Kontinuitten der Hamburger Ver-kehrsplanung erlebbar gemacht werden. Die Zeitschiene reicht vonder 1922 in Betrieb gegangenen ersten Straenbahn-Ampel Europasam Stephansplatz ber die Massenmotorisierung nach dem zweitenWeltkrieg bis hin zu neuen Mobilittskonzepten fr das 21. Jahr-hundert. Die Ausstellung luft bis zum 23. September. Der Eintrittkostet vier bis sechs Euro, Kinder und Jugendliche, die jnger als 18 Jahre sind, zahlen nichts. www.museum-der-arbeit.de

    So sah das Hamburger Kontorhausviertel in den spten 1950er Jahren aus.

    Nur wer gut vorbereitet ist, startet auch ganz entspannt in die Ferien.

    Schon mit Tempo 55 hat ein Rollerfahrer bei einer Kollisionmit einem Auto kaum eine berlebenschance. Das zeigt ein ak-tueller Crashtest der Unfallforschung der Versicherer (UDV). FrMofas gilt hchstens Tempo 25, fr Mopeds hchstens 45 km/h.Rund zwei Millionen solcher Zweirder gibt es auf deutschenStraen. Doch die Hlfte aller Fahrzeuge ist unzulssig manipu-liert, wie laut UDV Kontrollen beweisen. Diese getunten Zweir-der fahren bis zu 80 km/h schnell. ber 14 000 Zweiradfahrerwurden 2010 bei Unfllen verletzt. Nur vier Prozent der von denForschern untersuchten Unflle verliefen glimpflich. Damit istdas Risiko, bei einem Unfall gettet zu werden, fr Mofafahrersechsmal hher als fr Autofahrer.

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  • A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2 5

    E I N K L I C K I N A C E - O N L I N E . D E

    Aktivurlaub mit Bike und Board bringt das Autogewichtsmig schnell an seine Grenzen. Doch istes kein Kavaliersdelikt, die zulssige Gesamt-masse zu berschreiten. Mehr als 20 Prozent zuviel machen schon 50 Euro Bugeld sowie dreiPunkte im Flensburger Verkehrszentralregister. Wieviel erlaubt ist, klrt die Zulassungsbescheinigung.Ein Familienauto wie der VW Passat Variant packtzwar grundstzlich knapp 600 Kilo Zuladung, meistentspricht das aber nicht der Realitt. Bei den Be-merkungen und Ausnahmen unter Ziffer 22 stehtim Fahrzeugschein bei vielen Modellen frs Leerge-wicht nmlich eine hhere Zahl. So schrumpft dieZuladung im Falle eines mit vielen Extras aufgewer-teten Passat auf mglicherweise nur noch 400 Kilo.Der ACE rt daher: Wiegen Sie vor Urlaubsfahrtenmit vollem Gepck erst mal nach, wie schwer daseigene vollgetankte Auto wirklich ist.

    AUTO-BELADUNG

    Achtung bergewicht!

    Die Deutschen sind die spen-dabelsten Urlauber Europas.Nach einer Umfrage der EuropaAssistance bezahlen die Deut-schen durchschnittlich 2472 Eu -ro fr ihren Urlaub inklusiveFahrt, Unterkunft, Essen und Ak-tivitten am Urlaubsort. Das sindzehn Prozent mehr als 2011 undsogar 26 Prozent mehr als 2010.81 Prozent der Deutschen ver-bringen ihren Urlaub in Europa,Deutschland bleibt dabei mit 33 Prozent das beliebteste Reise-ziel vor Spanien und Italien.

    URLAUBSTREND 2012

    Der Urlaubwird teurer

    Alles drin? Wer so losfhrt, handelt leichtsinnig.

    Im Urlaub wird nicht geknausert.

    Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) willmit einer Reform des Verkehrszentralregisters unddes Punktesystems fr mehr Transparenz sorgen. Inunserer aktuellen Umfrage wollen wir von Ihnenwissen: Was halten Sie von den Reformvorschl-gen? Ist Ihnen das alte oder neue System lieber?Oder sollen die Experten noch einmal Hand anle-gen und die Vorschlge berarbeiten? Sagen Sieuns Ihre Meinung und klicken Sie mit!

    Ein Verkehrsunfall ist immer eine ganz beson-dere Ausnahmesituation. In der ersten Hektik wer-den schnell Fehler gemacht, die spter teuer zustehen kommen knnen. Der ACE hat deshalb imInternet einen Unfallratgeber zusammengestellt,der alles Wissenswerte kompakt zusammenfasst.Vom Absichern der Unfallstelle ber die ACE-Not-fall-Rechtshilfe, die jedem Mitglied kostenlos zurVerfgung steht, bis zu Unfllen im Ausland.

    Opel-Werk in Bochum drohtdas Aus. So lauteten vor wenigenWochen die Schlagzeilen in den Ta-geszeitungen. Wieder einmal. DasDementi der Opel-Fhrung kamprompt, der Beschftigungssiche-rungspakt bis 2014 werde selbstver-stndlich eingehalten. Logisch alles andere wre unbezahlbar.Warum also immer wieder diese f-fentlichen Spekulationen? Sollen dieBeschftigten so schon auf eineWerksschlieung in zwei Jahren vor-bereitet werden? Oder wird es einenneuen Pakt geben inklusive Opferder Beschftigten wie Lohnverzichtund mehr zeitliche Flexibilitt, wie eskrzlich die Arbeiter des britischenOpel-Werkes in Ellesmere Port vorge-macht haben? Nicht nur die Auto-bauer handeln so, auch in anderenBranchen hat sich derTon zwischenArbeitgebern und -nehmern ver-schrft. Mit der Drohung der Werks-schlieung wird jeder Forderungnach mehr Geld frhzeitig der Windaus den Segeln genommen. Aus Sichtder Arbeitgeber ist das nachvollzieh-bar. Der Konkurrenzkampf ist gro,Einsparpotenziale mssen genutztwerden. Doch irgendjemand mussauch all die Autos, Fernseher oderHandys kaufen, die tagtglich produ-ziert werden. Schlecht bezahlte Dritt-welt-Arbeiter gehren eher nicht zumangepeilten Kundenkreis. Und auchein Arbeitnehmer der ersten Weltwird sich teure Anschaffungen ver-kneifen, wenn er nicht wei, wielange er seinen Arbeitsplatz noch hat,oder wenn er schon auf der Straesitzt, weil dieser ein paar tausend Ki-lometer nach Osten verlagert wurde.

    K O M M E N T A R

    Das Spiel mitder Angst

    Martina Glcks,RedakteurinACE LENKRAD

    E I N K L I C K I N A C E - O N L I N E . D E

  • 6 A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2

    Das Trscharnier quietscht,die Fahrradkette knarzt und diehalb verrostete Heckenscheresoll wieder auf Vordermann ge-bracht werden. So unterschied-lich die Aufgaben auch seinmgen, Multifunktionsle ver-sprechen fr alle Flle die opti-male Lsung. Doch was taugendiese Allesknner aus der Spray-dose wirklich? Um dieser Frage

    MULTIFUNKTIONSLE IM VERGLEICH

    Allesknner aus der Dose

    M A G A Z I N FAKTEN HINTERGRNDE PERSPEKTIVEN

    T E S T M U L T I F U N K T I O N S L E

    Ballistol beko Caramba CRC Nigrin Sonax WD Universall Universal-l 70 Multi- 5-56 Performance SX 90 plus 40 B10 funktions-l Multi-l HyBrid ANWENDUNG Anleitung 4 4 2 3 3 4 4 4 Anwendungsbereiche 5 5 3 3 3 3 3 3 Sprhbild/Verteilung 5 3 2 3 4 3 2 2 Verbrauch/Ergiebigkeit 6 4 1 3 6 2 4 5 Kapitelwertung 20 16 8 12 16 12 13 14 WIRKUNG Schmierfhigkeit 20 15 13 12 12 11 18 12 Rostschutz 15 7 3 6 8 4 10 9 Lsungsvermgen 10 8 4 6 6 6 4 8 Kriechvermgen 10 6 7 7 8 6 6 6 Wasserunterwanderung 5 1 4 4 4 4 4 4 Kapitelwertung 60 37 31 35 38 31 42 39 VERTRGLICHKEIT Umweltvertrglichkeit 5 5 1 2 2 2 2 1 Materialvertrglichkeit 5 3 2 3 2 3 4 3 Kapitelwertung 10 8 3 5 4 5 6 4 KOSTEN Preis pro Flasche 10,99 9,90 3,95 8,48 6,99 6,49 6,95 Preis pro Liter 27,47 24,75 13,16 21,20 17,47 16,22 17,37 Kapitelwertung 10 5 6 10 7 9 9 9 GESAMTWERTUNG 100 66 48 62 65 57 70 66 URTEIL bedingt sehr

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    auf den Grund zu gehen, hat ACE LENKRAD in Zusammen-arbeit mit der Gesellschaft frTechnische berwachung (GT)sieben aktuelle Universalle getestet. Mit 70 von insgesamt 100 mglichen Punkten sichertedas SX 90 plus von Sonax denersten Platz. Mit 18 von 20 mg-lichen Punkten fhrt das Sonax-l in puncto Schmierfhigkeit

    das beste Ergebnis ein und emp-fiehlt sich schon mal fr diehufigsten Anwendungen. Aller-dings sollten stark belastete Antriebsketten mit speziellenProdukten zur Kettenschmie-rung gewartet werden, da diesewesentlich geschmeidigere Ergebnisse erzielen. Neben derSchmie rung wurde auch derRostschutz untersucht. Hier offenbarte sich bei tagelangenSprhtests mit sechsprozentigerSalzlauge, dass die le aus derSpraydose keine Wunder voll-

    bringen knnen. Lediglich beimSchnellrosttest mit halb so hochdosiertem Salzanteil war derSchutz vor der braunen Pest mess -bar. Beim Lsungsvermgen vonFettrckstnden erreichtenabermals die le von Ballistolund Sonax Bestwerte. Das Kapi-tel Kriechvermgen entscheidetdagegen das 5-56-l von CRC frsich. Beim Thema Wasserunter-wanderung herrscht allgemeinerGleichstand. Nur das Ballistol-list kaum als Kontaktspray fr dieElektrik geeignet.

    K O M P A K TWenn es um Mngel geht, sind vorallem Kleinwagen ganz gro dabei. LautMngelreport der GT (Gesellschaft fr technische berwachung) wiesen19,4 Prozent aller Fahrzeuge, die zurHauptuntersuchung vorgefhrt wurden,erhebliche Mngel auf und bestandendie HU nicht. Die meisten Mngel fan-den die Prfer an der Beleuchtung und

    Elektrik, den Bremsanlagen, Reifensowie Vorder- und Hinterachsen. Bei denbis zu sieben Jahre alten Kleinwagenwurden bei Beleuchtung/Elektrik mit40,2 Prozent die meisten Mngel festge-stellt. Lediglich bei knapp 50 Prozent derrund 3,5 Millionen kontrollierten Fahr-zeuge hatten die Prfer nichts zu bean-standen.

    Hannover ist die lauteste GrostadtDeutschlands, gefolgt von Frankfurt amMain und Nrnberg. Das hat das Fraun-hofer-Institut fr Bauphysik nach Aus-wertung der sogenannte Lrmkarten,die Stdte ber 250 000 Einwohner fhren mssen, herausgefunden. Die leisesten Grostdte sind demnach Leipzig, Augsburg und Mnster.

  • Der Ball rollt schonseit einigen Tagen inPolen und der Ukraineund mit jedem Tagsteigt das Fuballfie-ber weiter an. Ganzselbstverstndlich ge-hren Autokorsos mitdazu, wenn ein Sieggefeiert wird. Dochsollten dabei einigegrundstzliche Dingebeachtet werden. So

    gelten in Autokorsos die normalen Verkehrsregeln, wer Alkohol ge-trunken hat, gehrt nicht hinters Steuer. Die Zurich Versicherungwarnt davor, sich whrend derFahrt zu weit aus dem Fenster zu leh-nen. Zum einen werden so Verletzungen riskiert, zum anderen kn-nen bei einem Unfall Schadenersatzansprche wegen unterlassenerEigensicherung reduziert werden.

    SICHER IM KORSO UNTERWEGS

    Diagnose: Fuballfieber

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    Autokorsos gehren nach einem Sieg dazu.

    In Deutschland istdie Zahl derAutodieb-sthle stark gestiegen.Besonders betroffenist Berlin: Im vergan-genen Jahr sind dort60 Prozent mehr Pkwgeklaut worden, alsnoch 2007. Nach Er-kenntnissen des Bun-deskriminalamteswerden die meisten

    gestohlenen Autos nach Polen und weiter nach Osteuropa bis in diezentralasiatischen Lnder gebracht. Oftmals suchen die Auftraggeberihre Wagen ber Internetbrsen aus und schicken dann ihre Hand-langer los. Fr Gesamtdeutschland ist die Zahl der Autodiebsthlevon 2007 bis 2011 um 22,5 Prozent angestiegen.

    KRIMINALSTATISTIK

    Autos beliebt bei Dieben

    Autodiebsthle haben zugenommen.

    BMW ist der zukunftsfhigste Automo-bilhersteller der Welt, gefolgt von Daim-ler, Toyota und Honda. Die AuszeichnungOEM of the Future des Wirtschafts-magazins Automobil Produktion wurdein diesem Jahr erstmals verliehen. Als ausschlaggebend fr das Rankingnannte die Jury die besonderen Strkenvon BMW in den Feldern Produktportfo-

    lio, Lnderportfolio und Volumensteue-rung. Daimler zeichnet sich besondersdurch ein konsequentes Premium-Ge-schftsmodell aus.

    Mainz wird in absehbarer Zeit ebenfallseine Umweltzone einfhren. Mit dieserAnkndigung geht ein monatelangerRechtsstreit mit der DUH zu Ende.

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  • Auf der Teststrecke in Ranshofen gehtes wieder rund. Zum zweiten Mal gebensich Wissenschaftler der Universitt Salz-burg, die Tester von ACE LENKRAD und ins-gesamt 36 Probanden ein Stelldichein derbesonderen Art: Der Bestseller von VW sowieseine strksten Konkurrenten von Ford undOpel treten gegeneinander an. Bei unseremHMI-Test kommt es jedoch weder auf denVerbrauch oder das Fahrverhalten noch aufdas Kofferraumvolumen an. Stattdessen ste-hen die Schnittstellen zwischen Mensch undMaschine (englisch: Human-Machine-Inter-faces, kurz: HMI) von Ford Focus, Opel Astraund VW Golf im Zentrum der Aufmerksam-keit. Besonderes Augenmerk legen wir dabeiauf die Ablenkungsgefahr, die von solchenSchnittstellen ausgeht. Zu klren gilt: Wel-cher Kompaktklssler das beste, ergo das si-cherste Bedienkonzept bietet und welcheFunktionen den Piloten zu stark vom Ver-

    8 A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2

    T E S T & T E C H N I K VERKEHRSSICHERHEIT

    UNTER BEOBACHTUNG

    BEDIENSYSTEME IM VERGLEICH

    Multimedia-Systeme sind lngst in der Kompaktklasse

    angekommen. Wie riskant deren Bedienung whrend der Fahrt

    ist, haben wir wissenschaftlich untersucht.

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    Die vier Kameras mit untersttzen-der Infrarot-Ausleuchtung musstenfr jeden Probanden neu justiertwerden, damit die Augenpaareexakt beobachtet werden konnten.Bei jedem einzelnen Briefing derinsgesamt 36 Testpersonen ging dieVersuchsleiterin, Nicole Gridling,mit feinem psychologischem Ge-spr auf die Probanden ein.

    kehrsgeschehen ablenken. Schlielich sollsich der Fahrer voll und ganz auf die Straekonzentrieren knnen und sich nicht inkomplexen Menstrukturen der Bordelektro-nik verlieren.Zu unserem zweiten HMI-Test angetretensind die deutschen Klassiker der Kompakt-klasse. Bedingung fr die Teilnahme war,dass die drei Testwagen mit den hochwer-tigsten Infotainment-Systemen, die die je-weilige Preisliste hergibt, ausgestattet seinmssen. Whrend sich in den oberen Fahr-zeugsegmenten der zentral angeordneteDreh-/Drck-Steller la BMW-iDrive durch-

    gesetzt hat, finden sich bei Golf & Co unter-schiedliche Konzepte: Vom Touchscreen imVW ber die Knopf-basierte Bedienung desFord bis zur Opel-eigenen Version des Dreh-/Drck-Stellers reicht die versammelte Palette.Mithilfe von jeweils zwlf Probanden habenwir die Bedienung der drei Kompakten aufHerz und Nieren untersucht. Nach einer kurzen theoretischen Einweisungdrfen sich die Testpersonen schon einmalim Stand an das Cockpit des jeweiligen Fahr-zeugs gewhnen. Auch die ersten Probeauf-gaben werden stehend gelst, bevor esendlich auf die Teststrecke des sterrei-

    chischen Forschungs- und Entwicklungs-dienstleiters Audio Mobil Elektronik geht.Anschlieend sammeln die Forscher desSalzburger Christian-Doppler-Labors frContextual Interfaces die ersten Eindrckeder Probanden im Interview. Hier schneidetdie aufgerumte Optik des VW-Systems be-sonders gut ab: Zwei Drittel der Tester uernsich positiv ber ihren ersten Golf-Eindruckund attestieren dem Wolfsburger mehrheit-lich: Die Bedienung ist einfach. Beim Opelfllt das Ergebnis mit 53 zu 47 deutlich knap-per, aber immer noch berwiegend positivaus. Jedoch erwartet die Mehrheit der Pro-

  • FORD FOCUS: SONY NAVIGATIONSSYSTEM

    Konzept: Die Bedienung desFocus-Infotainment-Systemserfolgt vorwiegend ber dasSteuerelement mit den vierRichtungstasten und dem Be-

    sttigungsknopf. Um diesen Hauptregler gruppierensich vier Schnellwahltasten fr das Haupt- und Navi-men. Auerdem lsst sich die Kartendarstellungber Map aktivieren und unterSound sind dieKlangeinstellungen abrufbar. Unterhalb der zentralenBedieneinheit befinden sich vier sogenannte Kon-texttasten, deren Funktionen abhngig vom jewei-ligen Modus am unteren Rand des 5-Zoll-Monitorsdargestellt werden. Das aufwendigste Navigations-system fr den Focus ist nur fr die TopausstattungTitanium lieferbar. Aufgrund des ohnehin verbau-ten Soundsystems betrgt der Aufpreis nur 640 Euro.

    OPEL ASTRA: NAVI 900

    Konzept: Im getesteten OpelAstra kommen zwei Dreh-/Drck-Steller zum Einsatz.Zum Ein- und Ausschaltensowie zur Lautstrkeregelung

    dient der kleinere Regler. Hauptschlich wird diesesNavi jedoch ber die untere Bedieneinheit gesteuert.Diese besteht aus dem mit Chrom eingefassten Dreh-/Drck-Ring und einem integrierten Achtwegeschalter.Die Direktwahltasten fr Radio, CD, Navigation undTelefon befinden sich untereinander angeordnet auf der Fahrerseite. Das Display bietet mit einer Dia-gonale von sieben Zoll die grte Bilddarstellung indiesem Test. Zur Grundausstattung des (je nach Mo-dellvariante) 1150 bis 2030 Euro teuren Gerts ge-hrt auch ein hchst informativer und umfangreicherReisefhrer mit mehr als 100 000 Eintrgen.

    VOLKSWAGEN GOLF: RNS 510

    Konzept: Im Gegensatz zu Ford und Opel setzt VWbei seinem Topsystem (2225 bis 2715 Euro, je nachAusstattungslinie) auf einen berhrungsempfindli-chen und 6,5 Zoll groen Bildschirm. Durch dieseTouchscreen-Bedienung knnen jede Menge konven-tioneller Regler eingespart werden. Lediglich achtTasten links: Radio, Media, Telefon, Klang undrechts: Karte, Navigation, Verkehr, Einstellungen gruppieren sich noch um das Display. Auch mit sei-nem DVD- statt des CD-Laufwerks setzt sich derWolfsburger von der hier versammelten Konkurrenzab. Die Navigationsdaten nehmen 10 Gigabyte der30-GB-Festplatte ein, der Rest steht fr die privateMusiksammlung zur Verfgung. Als einziges Systemim Test zeigt das RNS 510 die erlaubte Hchstge-schwindigkeit, die im Kartenmaterial hinterlegt, aber daher nicht immer aktuell ist, an.

    Kritik: Durch die stark reduzierte Anzahl der Bedien-elemente hinterlsst das VW-Gert vor allem bei denProbanden einen aufgerumten Eindruck. Die Er-reichbarkeit und bersichtlichkeit werden ausdrck-lich gelobt. Allerdings reagiert der Touchscreen nachMeinung beider Tester-Gruppen nicht sensibel undnicht schnell genug da haben aktuelle Smart-phones die Messlatte bereits hher gelegt. Die HMI-Experten monieren auerdem den kleinen Dreh-/Drck-Steller rechts unten und die Sterntasterechts oben, da deren Funktion nicht klar ersichtlichist. Viele Pluspunkte sammelt der Golf dagegen auf-grund der bersichtlichen Darstellung und einfachenNutzung der Radiosenderliste. Eher negativ wird dieWortwahl in der Menstruktur wahrgenommen: Andie Mischung aus englischen und deutschen Begrif-fen muss man sich gewhnen.

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    Kritik: Sowohl die Experten als auch die Probandenmonieren das kleine Display, da die Flle an Informa-tionen zu einer berladenen Darstellung fhrt. Ebenfalls negativ fllt der Lautstrkeregler auf, derschlecht erkenn- und greifbar das zentrale Bedienele-ment einrahmt. Auerdem bekommt die schwarz -glnzende Oberflche der Mittelkonsole wegen derspiegelnden Lichtreflexe schlechte Noten. Doch auchdie schiere Anzahl und die kleine Ausfhrung derKnpfe werden kritisiert. Zumal einige Funktionenwie Clock (nur zur Verstellung der Uhrzeit) oderHome (Heimat-Adresse) so selten benutzt werden,dass eigene Knpfe dafr unntig erscheinen. Die Kontexttasten sind zu weit vom Display entfernt.Da deren aktuelle Funktion auf dem Bildschirm dargestellt wird, mssen die Blicke stndig zwischenDisplay und Tasten wechseln.

    Kritik: Dass zum Besttigen einer Menauswahl le-diglich der Ring des Dreh-/Drck-Stellers gedrcktwerden kann, fllt nicht nur den HMI-Experten, son-dern auch der Probandengruppe negativ auf. DieMehrzahl der Tester vermutet hinter dem Achtwege-schalter einen Besttigungsknopf, doch dieser ist lediglich zur Auswahl eines Navi-Ziels aus der Kar-tendarstellung vorgesehen. Somit steht ein Bedien-element im Mittelpunkt, das relativ selten benutztwird. Whrend die bersichtlichkeit der Mendarstel-lungen als sehr gelungen eingestuft wird, finden dieteils kryptischen Beschriftungen der einzelnen Tastennur wenige Fans. So verbirgt sich etwa hinter der Ab-krzung RPT die Wiederholung des letzten Navi-gationshinweises und auch die Schnellwahltaste zurZieleingabe ist zumindest im deutschsprachigenRaum mit DEST keineswegs selbsterklrend.

  • PORTABLES NAVI IM HMI-CHECK

    Wie schlagen sich die weit verbreiteten portablenNavis im Vergleich zu den fest eingebauten Gertenvon Ford, Opel und VW? Um dies beantworten zuknnen, hat mit dem Tomtom Via 125 auch ein gn-giges Mobil-Navi an unserem HMI-Test teilgenom-men natrlich auer Konkurrenz, denn im Gegen-satz zu den voll integrierten Systemen konnte hier janur die Navigationsaufgabe abgearbeitet werden. Erste Probleme gab es bereits vor dem Teststart: Beider Befestigung an der Windschutzscheibe war dietiefe, vom Hersteller ausdrcklich empfohlene Posi-tion um das Sichtfeld des Fahrers nicht zu stren nicht praktikabel. Die weit nach vorne reichendenWindschutzscheiben der verwendeten Kompaktmo-delle htten das Bedienen des Gerts bei mglichstniedriger Positionierung nahezu unmglich gemacht,deshalb mussten wir uns fr eine Befestigung in derMitte der Frontscheibe entscheiden. Und trotzdemklagten fast alle Probanden ber eine schlechte Er-reichbarkeit: Zum Bedienen des Touchscreens muss-ten die Testpersonen ihren rechten Arm weit nachvorne strecken oder sogar den gesamten Oberkrpervorbeugen. Beim Eintippen der Buchstaben des Navi-Ziels verweilten die Augen durchschnittlich am lngs-ten auf dem Display: Grund war so die Wissenschaftler des CDL-Instituts der Uni Salzburg das regelrechteAnpeilen der Tastatur, das eine intensive Koordination zwischen Augen und Fingern erforderte. Dennoch ls-ten die Probanden die gestellte Navigationsaufgabe mit dem Tomtom-Gert am schnellsten nach dem Sie-geszug der Smartphones stellt die Bedienung von Touchscreen-Oberflchen offensichtlich kaum noch jemandvor ernsthafte Probleme. Allerdings lag die Blickabweichung ber die Dauer der Aufgabe bei mehr als 60 Pro-zent und damit klar ber den vergleichbaren Werten der fest installierten Navi-Gerte. Somit gilt auch frportable Navis: Das Eingeben einer Zieladresse sollte whrend der Fahrt nicht mglich sein. Das HMI-Testergebnis des Tomtom Via 125 in Zahlen: Aufgabendauer 75,94 Sekunden, durchschnittlicheBlickdauer 1,16 Sekunden, vier Blicke ber zwei Sekunden, Blickabweichung insgesamt 43,15 Sekunden.

    A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2 11

    Die wissenschaftlichen Mitarbeiter hatten die Testdurchlufe, von der Rckbank aus, genau im Blick.

    Alle 36 Probanden mussten vier Aufgaben lsen: Dabei stellten siedie Radio-Sendersuche, die Klangeinstellung, das Telefonieren unddie Navi-Zieleingabe vor unterscheidlich hohe Herausforderungen.

    banden einen hheren Lernaufwand, um dieAufgaben lsen zu knnen. Dagegen empfin-den 58 Prozent der Befragten die Bedienein-heit im Ford Focus als eher negativ. Vor allemder kleinste Bildschirm im Test erregt die Ge-mter: Das Display ist klein und etwas ver-steckt, hrt man auf die Frage nach demersten Eindruck, den der Klner vermittelt,hufiger. Bei der Lsung der gewerteten Aufgaben sinddie Testfahrer ausschlielich auf der ueren 64 Meter messenden Kreisbahn unter-wegs. Whrend der Fahrt werden die Proban-den nicht nur von einem der Wissenschaftlervon der Rcksitzbank aus beobachtet, son-dern auch von vier Kameras, die auf dem Ar-maturenbrett montiert sind. Die Kamerassind auf die Augen der Tester gerichtet undliefern dank zustzlicher Infrarot-Ausleuch-tung ein przises Bild der Blickrichtung desFahrers. Diese Eye-Tracking genannte Me-thode hlt sowohl die Richtung als auch dieDauer der Blicke fest, die ntig sind, um diegestellten Aufgaben zu lsen. Die Gesamtzei-ten stoppt der wissenschaftliche Mitarbeitervon der Rckbank aus. Alle Probanden mssen vier Aufgaben lsen:das Eingeben einer kompletten Zieladresseim Navigationsmen, das Auswhlen einesbestimmten Senders, einen vorgegebenenGesprchspartner aus dem Telefonbuch an-rufen und schlielich die Lautsprecher-Ver-teilung (Fader) aus der Mittellage nachhinten regulieren. Allessamt Anforderungen,die so oder in hnlicher Form tagtglich

    von vielen Autofahrern bewltigt werden.Mit Abstand am schnellsten gelst wurde die Lautsprecher-Einstellung. Mit 16 (VW), 17 (Opel) und 18 (Ford) Sekunden liegen diedrei Systeme so dicht beieinander wie beikeiner anderen Aufgabenstellung. Hier weidie Touchscreen-Bedienung des Wolfburgerszu berzeugen. Die Probanden im Golf ben-tigten fr diese Aufgabe nicht nur am we-nigsten Zeit, auch die Ablenkung fllt amniedrigsten aus. Lediglich 6,8 Sekunden derGesamtdauer verweilen die Augen der Test-personen durchschnittlich auf dem Displaydes Wolfsburgers. Zum Vergleich: Im Astraund Focus vergehen jeweils mehr als neunSekunden. Erstaunlich lange dauert dagegen die Aus-wahl eines vorgegebenen Radiosenders. Vonknapp 25 (VW) ber 27 (Opel) bis hin zu gut29 Sekunden (Ford) reicht die Skala. Mit derAufgabendauer steigt auch die Anzahl derBlickwechsel. Sind bei der Boxenverstellungnur neun bis elf Wechsel ntig, so wanderndie Augen der Probanden auf der Suche nachdem vorgegebenen Sender schon 16 (VW) bis19 (Ford und Opel) Mal zwischen Display und

  • SO HABEN WIR GETESTET

    Strae hin und her grenzwertig! Dass esnoch risikoreicher geht, beweist die Telefon-Aufgabe. Zur Anwahl eines vorgegebenenKontakts aus dem Telefonbuch bentigt dieGolf-Truppe fast 47 Sekunden! Noch schlim-mer: Whrend der Lsungsschritte schauendie Probanden knapp 30 Sekunden lang aufdas Display. Dabei wandern die Blicke nunschon 34 Mal hin und her. Pro Anruf verhar-ren die Augen der VW-Probanden im Durch-schnitt einmal sogar mehr als zwei Sekundenlang durchgehend auf dem Bildschirm. Dasbedeutet bereits bei Tempo 50 einen Blind-flug von knapp 30 Metern nur fr dieseneinen Blick. Das ist zu viel, darin sind sich

    22 Sekunden bentigt die Opel-Truppe nichtnur die Hlfte der Golf-Zeit, sondern bleibtdamit sogar deutlich unter der Dauer, die dieProbanden im VW ausschlielich auf dasDisplay schauen. Mit 9,27 Sekunden fhrt derAstra bei dieser schon recht komplexen An-forderung seine absolute Bestzeit ein. Whrend der Rsselsheimer beweist, dassdieser Aufgabentyp auch fahrend gelst wer-den kann, disqualifizieren sich Focus undGolf allein durch den jeweiligen Blick vonmehr als zwei Sekunden. Daher empfiehlt essich bei beiden, auf die Suche nach einem Te-lefonbucheintrag whrend der Fahrt zu ver-zichten und die wichtigsten Kontakte liebermithilfe von Schnellwahltasten zu organisie-ren. Bei der Eingabe einer kompletten Zieladressewird die Ablenkungsgefahr aller drei Systememehr als deutlich. Die Gesamtzeiten fr dieseAufgabe liegen zwischen 88 (VW), 119 (Opel)

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    Im Rahmen unseres HMI-Tests untersuchen wir, wie stark die Bedienung vomVerkehrsgeschehen ablenken kann. Fr den nunmehr zweiten Test der Schnittstellenzwischen Mensch und Maschine haben wir die Topsysteme im Ford Focus, OpelAstra und VW Golf gewhlt. Die Planung und Durchfhrung des Versuchs erfolgte,wie schon beim letzten Mal, in Zusammenarbeit des Christian-Doppler-Labors undACE LENKRAD. Um reprsentative Ergebnisse zu erreichen, kamen pro Fahrzeugzwlf Probanden in drei Altersklassen (von 20 bis 65 Jahren) mit jeweils sechsFrauen und sechs Mnnern zum Einsatz. Sie hatten vier verschiedene Aufgabenzu bewltigen. Zustzlich mussten alle Testpersonen die Eingabe einer Zieladressemit einem portablen Navigationssystem von Tomtom bewltigen. Gefahren wurdeauf der abgesperrten Teststrecke einer Kreisbahn mit 64 Metern Durchmesser des F&E-Dienstleisters AUDIO MOBIL in Ranshofen, sterreich. Zur Aufgaben-stellung und der anschlieenden Zeitmessung begleitete ein/-e Wissenschaftler/-indie Fahrten auf der Rcksitzbank. Die Blickrichtung und -dauer wurde mithilfe vonvier speziellen Kameras untersttzt durch Infrarot-Strahler erfasst. Eine Kamera-Brille, die die Probanden beim letzten HMI-Test noch tragen mussten, ist dadurchnicht mehr ntig. Nach jeder Fahrt wurden die Testfahrer interviewt. Dabei gingendie persnlichen Eindrcke zum Schwierigkeitsgrad der einzelnen Aufgaben ebensoin das Ergebnis ein wie die subjektiv empfundene Attraktivitt der Lsungsschritte.Neben den 36 Probanden, die allesamt keine Erfahrungen im Umgang mit den ge-testeten Systemen hatten, nahmen auch drei Interface-Profis an unserem Test teil.Sie untersuchten den Bedienungsaufwand und die bersichtlichkeit anhand dervon Wissenschaftlern der Universitt Salzburg erstellten Richtlinien.

    Ford Focus Opel Astra VW GolfMESSWERTENavigation: Ziel eingebenAufgabendauer in s 130,87 118,71 87,62Durchschn. Blickdauer in s 0,94 0,77 0,95Anzahl Blicke ber zwei Sek. 8 1 5Blickabweichung insgesamt in s 77,74 57,87 56,61Audio-Einstellung: FaderAufgabendauer in s 18,29 17,13 16,36Durchschn. Blickdauer in s 0,80 0,70 0,69Anzahl Blicke ber zwei Sek. 0 0 0Blickabweichung insgesamt in s 9,26 9,38 6,80Telefon: Gesprchspartner anwhlenAufgabendauer in s 29,02 22,16 46,56Durchschn. Blickdauer in s 0,93 0,62 0,82Anzahl Blicke ber zwei Sek. 1 0 1Blickabweichung insgesamt in s 15,64 9,27 29,41Radio: Sender einstellenAufgabendauer in s 29,30 26,98 24,92Durchschn. Blickdauer in s 0,77 0,78 0,77Anzahl Blicke ber zwei Sek. 0 0 0Blickabweichung insgesamt in s 12,84 16,13 11,75TEST-ERGEBNISNavigation: Ziel eingebenZeit (20) 7 9 14Ablenkung (20) 0 11 7Audio-Einstellung: FaderZeit (20) 9 10 11Ablenkung (20) 9 9 14Telefon: Gesprchspartner anwhlenZeit (20) 12 16 1Ablenkung (20) 12 20 0Radio: Sender einstellenZeit (20) 8 10 11Ablenkung (20) 12 7 13Subjektive BewertungProbanden (20) 8 11 14Experten (20) 11 12 14Ergebnis (200) 88 115 99

    BEDIENSYSTEME IM VERGLEICH

    auch die Wissenschaftler einig. In mehrerenStudien wird daher darauf hingewiesen, dasseine einzelne Blickablenkung nicht lnger alszwei Sekunden dauern sollte. Fast 20 Sekunden schneller steht die ge-wnschte Telefonverbindung im Ford. Zwarbedarf es auch beim Focus durchschnittlicheines Blicks von mehr als zwei Sekunden, je-doch kann die Gesamtzeit auf 29 Sekundenreduziert werden und auch die Dauer der Bli-cke auf das Display ist mit knapp 16 Sekun-den nahezu halb so lang wie beim VW. Dassdie Telefon-Aufgabe deutlich schneller gelstwerden kann, beweisen die Probanden imAstra. Mit der durchschnittlichen Dauer von

    Das Lsen der Navigationsaufgabe bereitete den Probanden ammeisten Schwierigkeiten. Die gemessene Ablenkung ist so gro,dass der ACE die manuelle Eingabe whrend der Fahrt rgt.

  • Elchtest fr HMI

    Vor welchen Herausforderungenstehen Ingenieure im BereichMensch-Maschine-Schnitt-stelle in den nchsten Jahren?Die Entwicklung moderner Pkw-Be-diensysteme muss knftig mit demdeutlich schnelleren Taktschlag, der beiIT-Innovationen seit Jahren blich ist,Schritt halten. In immer strkerem Mamssen dabei auch neue Anforderun-gen des Gesetzgebers berck sichtigtwerden.

    Die Eingabe eines Navigations-ziels per Tasten lenkt den Fahrerin einem nicht tolerierbarenMa ab. Kann Sprachsteuerungdie Lsung sein?Alleine nicht! Um komplexe Bedienauf-gaben im Auto auch verkehrssicher er-ledigen zu knnen, ist eine intelligenteKombination aus Haptik, Akustik undVisualisierung erforderlich. Wichtigwre auch, dass sich die Pkw-Anbieterbei den wesentlichen Funktionen aufstandardisierte Lsungen einigen alsobeispielsweise auf eine identische Be-dienlogik zum Abbrechen einer laufen-den Routenfhrung.

    Wie kann sichergestellt werden, dass neue Techno-logien beispielsweise die Internet-Bedienung im Auto die Fahrer knftig nicht berfordert?Eine Art HMI-Elchtest msste einge-fhrt werden. Sprich ein normiertesPrfverfahren, so wie es beispielsweiseder HMI-Test des Christian-Doppler-Labors der Universitt Salzburg ermg-licht. Dabei wird erstmals unter einemeinfach reproduzierbaren, realen Um-feld, also wirklich auf der Strae undnicht in einem Fahrsimulator, das Ab-lenkungspotenzial neuer Bedienkon-zepte unter neutralen Bedingungengemessen.

    INTERVIEW

    Thomas Stottan, Geschftsfhrer von AUDIO MOBIL,einem auf Forschungund Entwicklungspezialisierten Systemdienstleistermit Sitz in ster-reich.

    und 131 Sekunden (Ford). Allein deshalbsollte die Adresseingabe ausschlielich imStand vorgenommen werden. Noch schwererwiegen jedoch die insgesamt 57 (VW), 58(Opel) und 78 Sekunden (Ford), in denen dieProbanden nur das jeweilige Display vorAugen haben und das Verkehrsgeschehen garnicht beachten knnen. Auerdem riskierenbei dieser Aufgabenstellung erstmals alle dreiProbanden-Gruppen durchschnittlich min-destens einen Blick (Opel), der lnger ist alszwei Sekunden. Im Golf sind es derer fnfund im Focus sogar acht Langzeit-Blicke.Auch die Anzahl der Blickwechsel erreichtbei dieser Aufgabe Negativ-Rekordwerte:Zwischen 54 (VW) und 73 (Ford) Mal mssendie Augen der Testpersonen zwischen Straeund Bildschirm hin und her schwenken. Dasist nicht nur grenzwertig, sondern schreit ge-radezu nach klaren Regelungen.Zumal in der Fachliteratur bereits seit JahrenKriterien zu finden sind, an denen sich dieAutomobilindustrie messen lassen muss. Sostellte ein Forscher-Team aus den USA imJahr 2002 klar, dass eine sichere Bedienungwhrend der Fahrt nur dann mglich ist,wenn die Blickabwendung die zur Lsungeiner einzelnen Aufgabe bentigt wird ins-gesamt nicht lnger als 20 Sekunden andau-ert. Einzelne Blicke sollten, den US-For-schern der Driver-Focus-Telematic-Working-Group zufolge, die Zwei-Sekunden-Grenzegenerell nicht berschreiten.Doch davon sind die derzeit verbauten Sys-teme eindeutig zu weit entfernt. Von einer si-cheren Eingabe einer kompletten Ziel-adresse whrend der Fahrt, kann keine Redesein. Zum Schutze ihrer Kundschaft und imSinne der allgemeinen Verkehrssicherheit

    sollten die Hersteller die manuelle Eingabesolcher Adressen ausschlielich im Stand er-lauben. Auch wenn diese Einschrnkung inunserer digital-geprgten Zeit anachronis-tisch erscheint, so hinken die aktuellen Be-diensysteme ihrer Funktionsvielfalt hinter-her und bedrfen dringend einer Moderni-sierung. ACE-Tipp fr Navi-Nutzer: Gehen Sieauf Nummer sicher und programmierenSie die Zieladresse nur im Stand!Auch die abschlieende Befragung der Pro-banden zur subjektiv erlebten Anstrengungweist in dieselbe Richtung. Auf der von 0bis 220 reichenden Skala zur Erfassung vonArbeitsbezogenheit (SEA) ergibt sich fr dieNavigationsaufgabe ein Mittelwert von 81,whrend sich die drei anderen Aufgaben im30er-Bereich einordnen. Damit unterstreichtdiese Befragung die Ergebnisse aus der Eye-tracking-Auswertung: Das Eingeben einerkompletten Adresse wird durchschnittlichals mindestens doppelt so anstrengend ein-gestuft wie die anderen Aufgaben.

    Fazit: Im Vergleich der drei Kompaktwagenerkmpft sich der Opel Astra den ersten Platz.Sein Infotainment-System lenkt den Fahrerinsgesamt am wenigsten ab und zwingt ihndurchschnittlich lediglich bei der Navi-Auf-gabe zu einem Blick, der lnger als zwei Se-kunden dauert. Knapp dahinter landet derVW Golf, dessen Touchscreen-Logik zwar imStand als sehr bersichtlich bewertet wird,dann jedoch whrend der Fahrt mehr Kon-zentration erfordert. Der Focus fhrt auf demdritten Platz ber die HMI-Ziellinie. Obwohldas Ford-System von den getesteten Fest-einbauten am jngsten ist, lsst sich derFocus am wenigsten intuitiv bedienen. jps

    Nach den 36 Probanden wurden die Bediensysteme auch von drei HMI-Experten ausfhrlich getestet.

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  • T E S T & T E C H N I K NEUE AUTOS

    Das schaffen nur wenige: in fnf Jahren80 Kilogramm abspecken! Der neue A3 hatsgetan. Mit 1175 Kilogramm wiegt der Dreit-rer je nach Motorenvariante nun wieder fastso wenig wie bei seinem Debt vor 16 Jahren.Aber wenn der Bestseller (jeder fnfte Audiist ein A3) im August zum Hndler rollt, ist ernicht nur leichter, sondern auch ausstat-tungstechnisch auf dem neuesten Stand. Optik und Dimensionen des 4,24 Meter lan-gen Kompaktwagens haben sich kaum vern-dert. Die Front mit LED-Scheinwerfern wiedie ebenso vertraute Leuchtengrafik weisenihn als Audi aus, machen ihn aber auch ver-wechselbar. Der auf 2,60 Meter gestreckteRadstand lsst vier Personen kommod sitzen,auch wenn die Fondpassagiere gelenkig seinmssen, um hinten rein-, vor allem aber wie-der rauszukommen. Der Kofferraum fasstimmer noch mickrige 365 Liter, hat jetzteinen doppelten Ladeboden, aus dem aller-dings keine ebene Flche zu bauen ist.Was der neue A3 an Pfunden verloren, hat er

    Leichtathlet,schwer veredelt

    AUDI A3

    FOTO

    S: W

    ERK

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    Optisch unterscheidet sich der neue A3 nur wenig vom Vorgnger ebenso wenig wievon seinen Modellbrdern.

    Das gewohnt hochwertige A3-Cockpit mit Oberklasse-Features wie etwa dem Touchpad auf dem Drehregler des MMI-Systems und ausfahrbarem Monitor.

    an Assistenzsystemen gewonnen. Wer will und genug Geld hinlegt kann die dritte Ge-neration nun ausrsten wie einen A8. Etwamit den vielen elektronischen Helferchen,die automatisch Abstand und Spur halten,bei Wechsel warnen, Verkehrsschilder erken-nen, ein- und ausparken oder die Scheinwer-fer an Kurven, Tempo und Verkehr anpassen.Noch einfacher zu handhaben ist das zen-trale MMI-Bediensystem fr Navigation undMultimedia, jetzt mit versenkbarem Bild-schirm und Dreh-/Drck-Reglerknopf alsTouchpad, auf dem sich Befehle als Buchsta-ben und Ziffern kritzeln lassen. Pfiffig auchdie Phone Box: ein Fach in der Mittelarm-lehne, in das ein beliebiges Mobiltelefon ge-legt, drahtlos ber eine Planar-Antenne einenbesseren Empfang zeigt. Das alles aufWunsch umrahmt von Leder, Holz, Alu oderKlavierlack und akustisch unterlegt voneinem Bang&Olufsen-Soundsystem.Auch unter der Haube hat sich was getan. AmStart sind zunchst zwei Turbo-Benziner, ein1,4 TFSI mit 122 PS sowie der auf 180 PS ge-steigerte 1,8 TFSI. Das Topmodell prsentiertsich als krftiger und geschmeidiger Athlet,der in Kombination mit der 7-Gang-S-tronicschnelle Spurts und Kurvenmanver ebensolssig absolviert wie das entspannte Flanie-

    ren ber Landstrae und Boulevard. Auf dieangegebenen 5,6 Liter Verbrauch mussten wirjedoch gute drei bis vier Liter drauftanken. Indieser Disziplin und nur in dieser ist der2,0-l-Diesel mit 150 PS und 4,1 Litern nachNorm die bessere Wahl. Ganz auf Sprit sparensetzen auch die Motoren, die noch in diesemJahr folgen: ein 140-PS-TFSI-Benziner mitZylinderabschaltung (4,9 Liter) sowie ein105-PS-Diesel, bei dem 3,8 Liter (99 g/kmCO2) auf dem Datenblatt stehen. Leider will Audi fr all dies Geld haben. Ab22 500 Euro gehts los mit dem 1,4 TFSI inklu-sive Klimaanlage, sieben Airbags und Reifen-druckkontrolle. Das Topmodell kostet in derhchsten Ausstattung 29 700 Euro. Selbstver-stndlich ohne die erwhnten Assistenten,die den Kaufpreis dann schnell auf 40 000Euro und mehr treiben. fw

  • Der Grovater steht ihmweiter ins kantige Gesicht ge-schrieben, an die Gelndegngig-keit der G-Klasse reicht der GLKallerdings auch nach seiner Mo-dellpflege nicht heran. Muss eraber auch nicht. Der kleinsteSpross der SUV-Familie soll imurbanen Revier auf Kundenfanggehen. Und tut das seit vier Jah-ren sehr erfolgreich. Allein 2011hat Mercedes weltweit fast94 000 GLK-Modelle verkauft.Deshalb wurde der 4,54 Meterkurze Kompakt-SUV auch optisch

    Auen Kante, innen KomfortMERCEDES GLK

    Der kantige Typkommt gut an, des-halb trgt der neueGLK nur leicht gen-derte Scheinwerferund Lufteinlsse. Neudagegen die Armatu-rentafel mit SL-Lf-tungsdsen und Drei-speichen-Lenkrad.

    standshalter, Totwinkel-, Spur-halte- und -wechselwarner, Ein-und Auspark-Assistent und Pre-Safe-System dazu ordert, findetsich nicht nur auf dem Sicher-heits-, sondern auch dem Preis-niveau der Oberklasse wieder.Unter 36 235 Euro ist ohnehinkein neuer GLK zu bekommen.Und dann auch nur mit Heckan-trieb, Sechsgang-Schalter undBasis-Diesel 200 CDI mit 143 PS.4Matic-Allradantrieb gibt es erstab GLK 220 CDI (mit 170 PS) undkostet 42 721 Euro. Dann aller-

    kaum verndert, abgesehen voneiner leicht modifizierten Front-schrze sowie Scheinwerfernund Heckleuchten in LED-Tech-nik. Im Interieur glnzt die neugeformte Armaturentafel mitHolz- oder Alu-Elementen, denaufflligen Jet-Lftungsdsenwie in SL und SLK und einemDreispeichen-Lenkrad. Und aufWunsch ist die aus S- oder E-Klasse bekannte Assistenz-Ar-mada jetzt auch im GLK zu haben.Wer jedoch radargesttzte Ab-

    dings auch inklusive der schnellund komfortabel schaltenden7G-Tronic-Plus-Automatik. Seriesind 4Matic und Automatikimmer beim GLK 250 CDI sowieden beiden V6-Topmodellen, GLK350 CDI (265 PS) und GLK 350(306 PS). Und damit der GLK nichtnur aussieht wie ein Gelndegn-ger, gibt es fr 702 Euro noch einOffroad-Technik-Paket mit spe-ziellem Fahrprogramm, Bergab-fahrhilfe und drei Zentimetermehr Bodenfreiheit. wal

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  • T E S T & T E C H N I K NEUE AUTOS

    Zwei automobi leIkonen hat Volks -wagen erstmals zu-sammengefhrt: denGolf GTI und das GolfCabriolet. Entstan-den ist ein sportli-cher Frischluft-Golf,der bis auf das sie-benlagige Stoffver-deck alle GTI-Genevon der Limousinegeerbt hat. Zwar geriet das VW Golf GTI Cabriolet wegen diverser Ver-steifungen um knapp 100 Kilogramm schwerer, doch macht dieseine andere Fahrwerksabstimmung wieder wett. Sie bietet standes-geme Souvernitt und Leichtigkeit auf kurvenreichen Strecken.Herzstck des 31 350 Euro teuren offenen Golf GTI ist der direkt ein-spritzende 2.0 TSI-Benziner mit 210 PS, der temperamentvoll zuWerke geht. Per Knopfdruck strippt das Cabrio in nur neun Sekun-den. In dieser kurzen Zeit legt sich das Stoffverdeck auch wiederschtzend ber den Innenraum des Viersitzers. Beide Aktionen sindsogar whrend der Fahrt bis 30 km/h mglich. Gegen 315 Euro Auf-preis kann ein klappbares Windschott geordert werden. Es lsst sichsehr leicht montieren und erlaubt Offenfahren ohne strende Zug-luft auch bei recht hohen Autobahngeschwindigkeiten. tgz

    Frischluft im GTI-FormatVW GOLF GTI CABRIOLET

    Den groen Doppelwinkelals Markenzeichen trgt er stolzin seinem Khlergrill. Aber imGrunde ist der Franzose ein Japa-ner. Denn der neue Citron C4Aircross wird im japanischenOkasaki gebaut und ist ein Zwil-lingsbruder des Mitsubishi ASX.

    Franzose mit japanischen Genen

    CITRON C4 AIRCROSS

    Sportliche GTI-Gene im VW Golf Cabriolet.

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    BMW 6er Gran Coup: Nach langem Abwarten hat nun auch BMWsein viertriges Coup. Und der gestreckte 6er ist das, wofr die Mn-chener bekannt sind: die nahezu perfekte Fahrmaschine im elegantenMaanzug, mit technologischen Applikationen, und alles zum stolzenPreis. Mindestens 79 500 Euro kostet der Einstieg in den Basis-Benzi-ner. Der auf 5,01 Meter gestreckte Viertrer ist ein ganz passablerViersitzer, wenn auch die beiden Fondpltze etwas knapp geschnittensind.Zum Start gibt es die bekannten Sechszylinder, den 640i mit 320 PS und den 313 PS starken Diesel im 640d. Auch im gestreckten6er machen die mal sportlichen, mal suselnden Kraftmeier in Kombi-nation mit der schnell schaltenden Achtgangautomatik eine gute, weilunangestrengte Figur. Ab Sommer folgt der 650i mit neuem, dann 450 PS leistendem V8-Benziner, wahlweise mit Allradantrieb. wal

    Von diesem hat er auch die Genegeerbt. Allerdings haben die gal-lischen Designer dem C4 Aircrosseinen deutlich eleganteren An-strich verpasst. Sie entferntenden etwas martialisch als Jet-fighter-Optik bezeichneten Kh-lergrill und modellierten ihm

    eine rundliche Schnauze mit ho-rizontalen Linien und senkrech-ten Lufteinlssen, an die sich dievertikalen LED-Tagfahrlichtleis-ten anschmiegen. Weit nachoben ziehen sich die Scheinwer-fer. Vom japanischen Originalbernommen wurde die flssige

    Angedeutete Haifischflosse am hin-tersten Dachpfosten und viele Chrom-umrandungen bei Instrumenten undBedienelementen: Citron C4 Aircross.

  • Opel gibt Gas: Unter dem Motto Tanken fr die Hlfte bietetOpel ab Werk eine der umfangreichsten Modellpaletten an Fahrzeu-gen, die fr den Betrieb mit Erdgas (CNG) oder Autogas (LPG) aus-gelegt sind. In beiden Fllen gilt, dass die Betriebskosten zwischen40 und 50 Prozent niedriger gegenber Benzin ausfallen. Auerdemliegt der CO2-Aussto bei LPG um etwa 15 Prozent niedriger, bei CNGsogar um rund 25 Prozent. Gasfahrer brauchen keine Angst haben,unterwegs ohne Saft liegen zu bleiben, da in allen Fllen ein Benzin-tank an Bord ist, der bei Bedarf automatisch angezapft wird. FnfLPG-Modelle, zu denen sich im zweiten Halbjahr vier weitere Versio-nen gesellen, und vier CNG-Fahrzeuge hat Opel im Portfolio. Gegen-ber einem Benziner belaufen sich die Mehrkosten bei der Anschaf-fung auf rund 2200 Euro bei LPG und etwa 3100 Euro bei CNG. zg

    und elegante Seitenansicht. An-ders gestaltet ist am hinterstenDachpfosten die angedeutete Hai -fischflosse, die das Dach optischschweben lsst. Komfort und Fahrspa bietet der4,34 Meter lange C4 Aircross wieeine Limousine. Dazu trgt auchder mit 2,67 Metern recht ppigdimensionierte Radstand bei. Freine geringe Wankneigung sor-gen spezifisch abgestimmte Rad-aufhngungen. Beim Platzange-bot macht der Fernost-Franzosetrotz seiner kompakten Abmes-sungen eine gute Figur. Das Kof-ferraumvolumen lsst sich durchUmlegen der asymmetrisch ge-teilten Rcksitzlehne von 442 auf1193 Liter vergrern. Zur Verfgung steht das Mehr-zweckfahrzeug als reiner Front-triebler sowie mit zuschaltbaremAllradantrieb. Bei den Vierrad-Versionen lsst sich die Hinter-achse whrend der Fahrt miteinem Drehschalter aktivieren.Dann werden je nach Schlupf biszu 50 Prozent der Antriebskraftnach hinten geleitet, beim Anfah-ren unter besonders schwierigen

    Bedingungen sogar 60 Prozent.Eine Lock-Funktion, die in ersterLinie bei Schnee, Sand undSchlamm Sinn macht, erhht dasDrehmoment an der hinterenAchse um ungefhr 50 Prozent. Ausschlielich als Fronttrieblerzu haben ist der C4 Aircross mitdem von Mitsubishi stammen-den 1,6-l-Benziner mit 117 PS. Wiealle anderen Modelle verfgt erber eine Start-Stopp-Einrich-tung und eine elektrische Servo-lenkung. Diese bentigt nur dannEnergie, wenn sie gebrauchtwird, und hilft damit beim Sprit-sparen. Jeweils in der frontgetrie-benen 2WD-Version ebenso wiein der 4WD-Ausfhrung mit All-radantrieb stehen die beiden Tur-bodieselmodelle zur Auswahl.Der 1.6 HDi aus dem PSA-Konzern(Citron/Peugeot) bringt es auf115 PS, der 1.8 HDi von Mitsubishileistet 150 PS und bietet schon beiniedrigen Drehzahlen viel Zug-kraft. Die Preise fr den CitronC4 Aircross liegen zwischen23 690 Euro fr den Benziner und31 790 Euro fr den groen Dieselmit Allradantrieb. tgz

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  • 18 A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2

    T E S T & T E C H N I K M A G A Z I N

    Freitag, 1. Juni: Nette Begegnung ein Passant spricht mich an: EntschuldigenSie, ist das etwa ein Elektroauto? Ja, ist es. Und dank des zustzlichen Benzinmo-tors ja noch einiges mehr. Ein reges Frage-Antwort-Spiel beginnt, irgendwannschaut er erschrocken auf die Uhr: Ich muss zur Arbeit, bin spt dran. Aber eineBitte hat er noch: Starten Sie ihn schnell noch, ich will einmal nichts hren.

    Dienstag, 29. Mai: Test unter verschrften Bedingungen ber Pfingsten mitmehreren Fahrerwechseln und interessanten Diskussionen ber die Fahrein-drcke. Die Technik und die Spezifika des E-Betriebs begeistern durch die Bank:Die geradezu sprbare Stille beim Losfahren, der kraftvolle Antritt, das komforta-ble Abrollen. Schnell erlernt ist auch das variable Rekuperieren, sprich das unter-schiedlich intensive Zurckgewinnen von Strom in den Fahrstufen D und L.

    Mittwoch, 23. Mai: Mit schwerem Herzen den Ampera-Schlssel an den Kol-legen berreicht. Fr den Camping-Urlaub mit viel Gepck ist das Ladevolumenvon 310 Litern des Stromers dann doch etwas zu gering. Das vorlufige Fazit einesTesters: Es macht riesig Spa, den Ampera zu fahren. Der Fahrstil orientiert sichschnell an den Effizienz-Noten, die der Bordcomputer verteilt. Inzwischen habenwir 2491 Kilometer zurckgelegt, 1477 Kilometer rein elektrisch und 1014 Kilome-ter mit dem Range Extender. Unser Stromer konsumierte dabei 309 kWh aus derSteckdose und 73,6 Liter Super aus der Zapfsule. Bei einem maximalen Strom-preis von 25 Cent pro kWh entspricht das etwa 77,42 Euro, bei 1,67 Euro pro LiterSuper bezahlten wir an der Tankstelle weitere 73,60 Euro. Fr eine Laufleistungvon fast 2500 Kilometern bezahlten wir also insgesamt 151,02 Euro.

    Mittwoch, 16. Mai: Regen und kalte Temperaturen (5 Grad Celsius) ziehendeutlich mehr Saft aus den Batterien. Whrend unser Ampera sich in den vergan-genen Tagen auf der 41 Kilometer langen Hausstrecke, die tglich absolviert wird,mit einem Verbrauch zwischen 5,8 und 6,2 kWh zu-frieden gibt, verlangt er heute laut Bordanzeige einendeutlichen Nachschlag: 9,4 kWh. Dabei Schreckse-kunde fr eine Passantin und den Opel-Fahrer! Ob-wohl die Fugngerampel Rot anzeigte, setzte einejunge Fugngerin zum Spurt ber die Strae an undzwang unseren Fahrer zur Vollbremsung. Sie hattesich offensichtlich nur auf ihr Gehr verlassen. Fazit:Fugnger mssen sich an die leisen Stromfahr-zeuge gewhnen, und die E-Mobilisten sind tglichgefordert, ihren siebten Sinn zu schrfen.

    Fortsetzung unsers Test-Tagebuchs: stets aktuell unter www.ace-online.de und natrlich inder Juli-Ausgabe von ACE LENKRAD.

    Viel Spa und noch mehr Interesse

    Ausschlielich mit Allradantrieb undDieselmotor ist der neue Gelndegnger vonPeugeot lieferbar. Auch die Optionsliste des4,34 Meter kurzen SUV gibt wenig Auswahl-mglichkeiten: Auf den deutschen Marktkommt der 4008 nur in der Top-AusstattungAllure. Weder Einparkhilfe, Tempomat,Klimaautomatik noch Xenon-Scheinwerfermssen separat geordert werden. Das hat je-doch seinen Preis: Mit 31 790 Euro fr den1,6-l-Diesel (114 PS) und 33 790 Euro fr die1,8-l-Version (150 PS) liegt der Peugeot 4008deutlich ber dem Klassenschnitt. Dafr be-gngt sich der kleinere Selbstznder im EU-Mix mit 4,9 Litern auf 100 Kilometer.

    Kompakt-SUVPEUGEOT 4008

    100 TAGE IM OPEL AMPERA

    Der 4008 steht ab sofort beim Peugeot-Hndler.

    Gut 15 Zentimeter lnger und knappneun Zentimeter hher ist der neue PriusPlus im Vergleich zum Standard-Modell desHybrid-Pioniers. Damit die Passagiere aufden sieben Einzelsitzen genug Platz finden,haben die Toyota-Ingenieure auch den Rad-stand um acht Zentimeter verlngert. DerEffekt: Bei siebenfacher Bestuhlung stehennoch 200 Liter Kofferraum zur Verfgung.Als Fnfsitzer wchst das Ladeabteil auf 505und im Transporter-Modus schluckt dasHeck bis zu 1750 Liter. Der Antrieb (136 PS)stammt aus dem normalen Prius. Allerdingssteigt der Verbrauch im EU-Mix um 0,2 auf4,1 Liter. Die Preise starten bei 29 900 Euro.

    Hybrid fr siebenTOYOTA PRIUS PLUS

    Als Van kostet der Toyota Prius 4000 Euro mehr.

    T E S T - T A G E B U C H

    U N S E R T E S T W A G E N

    Elektrisch angetriebene Flieheck-Limousine, 4,50 Meter lang, vier Sitze,Stauvolumen 310 bis 1005 Liter, Zula-dung 268 kg. Elektromotor (111 kW/150 PS, 370 Nm), Lithium-Ionen-Bat-terie (16 kWh), rein elektrische Reich-weite 40 bis 80 km. 1,4-l-Vierzylinder-Benziner zur Reichweiten-Verlnge-rung (63 kW/86 PS), Gesamtreich-weite ber 500 km, Hchstgeschwin-digkeit 161 km/h, CO2-EffizienzklasseA+, Preis: ab 43 900 Euro.

    http://www.ace-online.de

  • A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2 19

    K O M P A K T

    Die vierte Impreza-Generationsteht in den Startlchern. Die kom-pakte Schrghecklimousine teilt sichdie technische Basis mit dem jngstprsentierten XV. Subaru-typisch: der(optionale) Allradantrieb und derBoxer-Motor mit 1,6 Litern Hubraumund 114 PS. Damit beschleunigt derImpreza in 12,3 Sekunden auf Tempo100 und maximal auf 185 km/h. ImEU-Mix sollen dem Benziner 5,9 Literauf 100 Kilometer gengen. WeitereMotorvarianten, wie der 2,0-l-Diesel,folgen erst im Laufe des Jahres.

    Fr die Giulietta bietet AlfaRomeo einen neuen Einstiegsbenzi-ner an. Die leistungsreduzierte Va-riante des 1,4-l-Turbos (105 PS) istmit 18 950 rund 1000 Euro gnstigerals die 120-PS-Version. Wer sich biszum 30. Juni fr die neue Basis-Giu-lietta entscheidet, bekommt denkompakten Italiener fr 15 950 Euro.

    Ford rundet die Focus-Baureiheab: Dank eines neuen Einspritzsys-tems konnten die Klner den EU-Mix-Verbrauch ihres 1,6-l-Diesels um0,5 auf 3,7 Liter senken. Damit istder Modellname Econetic 99g imHinblick auf den CO2-Aussto Pro-gramm. Mit verbesserter Aerodyna-mik bringt es der Econetic 88g garauf 3,4 Liter. Die Preise beginnen bei22 795 Euro, die 88g-Version kostet500 Euro mehr. Eine komplett andereZielgruppe hat der Focus ST im Blick.Mit 250 PS und 360 Newtonmeternlsst er Golf GTI & Co locker hintersich. Der Fronttriebler katapultiertsich in 6,5 Sekunden auf 100 und er-reicht bis zu 248 km/h. Dennoch sollder Focus ST (ab 27 950 Euro) im EU-Mix mit 7,2 Litern auskommen.

    Fr die jngst renovierten Baureihender 1er- und 3er-Serie stellt BMW jeweils eineneue Karosserievariante vor. Der kleinste BMWist nun auch als Dreitrer lieferbar. Durch dieTren ohne Scheibenrahmen soll der Dreitrerein wenig Coup-Feeling vermitteln. Auch unterder langen Motorhaube hat sich einiges getan:Als neue Einstiegsvariante fungiert nun der 114i,dessen 1,6-l-Benziner 102 PS leistet. Damit er-reicht der Einser Tempo 100 aus dem Stand in11,2 Sekunden und eine Spitze von 195 km/h.Durchschnittlich soll der 114i nur 5,5 Liter verbrau-chen und 129 Gramm CO2 pro Kilometer emittie-ren. Der traditionelle Bestseller der Bayern ist

    Neues aus MnchenBMW 1ER DREITRER, 3ER TOURING

    Das Heck des 3ers hnelt starkdem des 5er Touring. Dieelektrische Heckklappenbetti-gung ist erstmals serienmig.

    Als Dreitrer wirkt der 1er BMW noch dynamischer.

    Porsche testet ein zustzliches System fr die aktive Geschwindigkeitsregelung (ACC), mit dem sich Kraftstoff einsparenlsst ohne die Fahrtzeit zu erhhen oder den Komfort zu senken. Unter Realbedingungen soll der Innodrive getauf-te Assistent rund zehn Prozent des normalerweise bentigten Energiebedarfs einsparen. Den Angriffspunkt fr dieseVerbrauchsreduktion sucht Porsche nicht im ohnehin schon weitgehend optimierten Antriebsstrang, sondern findetihn in der intelligenten Vernetzung zwischen Fahrzeug und Umwelt. So erhalten Gas, Getriebe und Bremse Informationenzum Streckenverlauf, zur aktuellen Verkehrs- und Wetterlage. Doch auch das Fahrzeuggewicht, genauer die Beladung,geht in die Berechnungen dieses Systems ein. Je nach den jeweiligen Daten fr Steigungen, Geflle, Kurvenradien, Tempolimits entscheidet Innodrive in Echtzeit, mit welcher Geschwindigkeit gefahren wird. Geflle werden dadurchoptimal genutzt: Entweder wird die normale Bremse, die Motorbremse oder aber der Segel-Modus aktiv, bei dem derMotor vom restlichen Antriebsstrang abgekoppelt oder sogar ausgeschaltet wird. ber einen Regler lassen sich zudemdrei verschiedene Fahrprogramme anwhlen. Eco, Komfort oder Dynamik steht dann fr die Vehemenz, wie bei-spielsweise vor Ortseingangsschildern abgebremst bzw. nach der Ortsdurchfahrt wieder beschleunigt wird. Als zuknf-tige Erweiterung denkt Porsche an die Bercksichtigung von Ampelsignalen, wodurch das Surfen auf der grnen Welleermglicht werden soll. Doch auch die Rekuperation von Hybrid- und Elektroautos knnte durch Innodrive optimiert werden. Der Haken: Ein Termin fr die Serienfertigung ist aus Zuffenhausen bislang noch nicht zu vernehmen.

    Verbrauchsoptimierungaus der Black-Box

    jedoch der 3er. Von ihm kommt nun auch dieNeuauflage der Kombiversion. Im Vergleich zumalten 3er Touring wchst der Kofferraum um 35auf 495 Liter. Sind die im Verhltnis 40:20:40geteilten Rcksitze umgeklappt, steigt das La-devolumen auf 1500 Liter (Vorgnger: 1385 Liter).Alle 3er Kombis ffnen ihre Heckklappen elek-trisch serienmig. Praktisch: Die Heckscheibelsst sich, fr kleines Gepck, separat ffnen.

    T E C H N I K T R A N S P A R E N T

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    REPORTAGEVERKEHR & UMWELT

    Die Nordeuropische E-Mobil Ral-lye vereint lange Orientierungs-etappen mit kurzen Leistungs- undGleichmigkeitsprfungen. Dazukommen noch Geschicklichkeitsauf-gaben, die sowohl schnelles alsauch przises Fahren erfordern. Vor-aussetzung fr die Teilnahme istder rein elektrische Antrieb. Der Be-weis, dass Motorsport auch ohneMotorensound, qualmende Aus-puffrohre funktioniert, ist erbracht.

    Die Aufregung vor dem Start ist aufdem Marktplatz von Tnder fast greifbar. ImMinutentakt geht es auf die Strecke. Zehnnach neun: Jetzt sind wir in unserem NissanLeaf mit der Startnummer zehn an der Reihe.Die letzten Worte des Kommentators hallennoch zwischen den Hauswnden der sch-nen Altstadt, als wir unsere erste Etappe inAngriff nehmen. Ganz ohne drhnende Mo-toren und rauchende Auspuffrohre setzt sichunser Rennwagen alles andere als langsam

    2. NORDEUROPISCHE E-MOBIL RALLYE

    RALLYE UNTER STROMBereits zum zweiten Mal wurde die Nordeuropische E-Mobil Rallye ausgetragen. Dieses Mal ging es vom dnischenTnder insgesamt 424 Kilometer weit bis in die Hamburger Hafen-City ACE LENKRAD war mittendrin im Starterfeld!

    in Bewegung. Mit Strom statt Sprit machtdie neue Elektro-Auto-Bewegung den Motor-sport wieder salonfhig. Und dass die Stro-mer fr ein solches automobiles Krftemes-sen zu haben sind, beweisen die Organisato-ren der Nordeuropischen E-Mobil Rallye.Nach dem Premieren-Erfolg im vergangenenJahr ist auch die zweite Auflage des ko-Ren-nens eine anspruchsvolle Veranstaltung ge-worden. Und dieses Mal war ACE LENKRADmittendrin im Starterfeld. Von Sddnemark

    geht es innerhalb von drei Tagen bis nachHamburg. Zur Orientierungsfahrt mit Gleich-migkeits- und Leistungsprfungen sind 33Elektrofahrzeuge angetreten, die unter-schiedlicher kaum ausfallen knnen. VomDreirad mit Muskelkraftuntersttzung berKleinst-, Klein- und Kompaktwagen bis hinzu veritablen E-Sportlern reicht die versam-melte Modellpalette. Doch auch kleine Trans-porter mischen das bunte Teilnehmerfeldauf. Mit meinem Team-Kollegen Martin

  • A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2 21

    Schou, Redakteur der Zeitschrift EcoFleet,vertrauen wir auf die ausgereifte Technik desNissan Leaf. Wenn wir bislang schon keiner-lei Rallye-Erfahrung sammeln konnten, so istes schn, einen zuverlssigen Partner zuhaben, der uns in diesen drei Tagen nichteinmal im Stich gelassen hat. Bevor es losgehen konnte, stand erst einmaldie technische Abnahme an: Grundvoraus-setzung fr die Rallye-Teilnahme war, dassjedes Fahrzeug allein durch Stromkraft ange-

    trieben werden musste. Da die Rallye ber-wiegend ber ffentliche Straen fhrte, galtnatrlich, dass jeder Wagen eine regulreStraenzulassung besitzen musste. Die erste praktische bung fhrte uns aufden Nordseedeich am Hjer-Kanal. Doch frdie schne Landschaft hatten wir kein Augebrig. Die erste Prfung erforderte die ganzeAufmerksamkeit von mir und noch viel mehrvon meinem Beifahrer. Der musste miteinem Auge die abgefahrene Strecke im Blick

    behalten, mit dem anderen die Bordbuch-Eintrge und zwischendurch immer wiederdie Zeit auf der Stoppuhr checken. Am nchsten Morgen wird es richtig ernst.Die erste Etappe von knapp 34 Kilometernliegt vor uns, die Sollzeit dafr wurde mitexakt einer Stunde angegeben durchausmachbar. Doch die verwinkelte Route lieuns keinen ruhigen Moment, denn zustz-lich zur Orientierung gab uns der Veranstal-ter fr die gesamte Rallye noch eine weitere

  • 22 A C E L E N K R A D 6 / 2 0 1 2

    Aufgabe mit auf den Weg: Am Streckenrandwaren 30 mal 40 Zentimeter groe Zahlen-schilder angebracht, die aufgrund ihrer un-scheinbaren Position mit Adleraugenentdeckt werden wollten. Fr jeden falschenoder fehlenden Eintrag auf der Kontrollkartegab es Strafpunkte.Am Zwischenziel dem Rundkurs vom Pad-borg Park angekommen, nutzten fast alleTeilnehmer die Mittagspause, um nicht nurdie eigenen Akkus mit Hotdogs und Kaffee,sondern auch die Akkus der Vehikel aufzula-den. Schlielich wollte jedes Team die zweiRunden auf der Rennstrecke mit voller Kraftin Angriff nehmen. Dabei musste die zweiteRunde genauso schnell gefahren werden wiedie erste. Ohne Pause ging es gleich weiter nach Flens-burg, wo auf dem Campus der Fachhoch-schule ein Schotter-Slalom-Parcours auf unswartete. Beim zgigen Durchfahren der vie-len 180-Grad-Kurven neigte sich unser Elek-tro-Nissan zwar betrchtlich zur Seite,dennoch absolvierten wir den Parcours in derviertschnellsten Zeit. Nchster Stopp: Leis -tungsprfung am Flensburger Hafen. Hierstanden 40 Meter fr eine Beschleunigungaus dem Stand zur Verfgung. Also Traktions-kontrolle aus und gefhlvoll, aber bestimmt

    Mit unserem himmelblauen Nissan Leaf waren wir in der Klasse der Normal-Cars bestens motori-siert: 109 PS und 280 Nm gengen fr Tempo 145. Die Reichweite betrgt 175 km. Preis: 36 990 Euro.

    D I E B U N T E W E LT D E R E - M O B I L E ( R E I C H W E I T E , H C H S T G E S C H W I N D I G K E I T ,

    Chevrolet Volt500 km, 161 km/h, 42 950 Euro

    Citron C-Zero150 km, 130 km/h, 29 393 Euro

    Citysax120 km, 130 km/h, 39 499 Euro

    Renault Fluence Z.E.135 km, 140 km/h, 25 690* Euro

    Mia Electric120 km, 100 km/h, 23 500 Euro

    Mitsubishi i-MIEV150 km, 130 km/h, 29 300 Euro

    Renault Kangoo Z.E.170 km, 130 km/h, 23 800* Euro

    Luis 4U green200 km, 120 km/h, 39 900 Euro

    Opel Ampera500 km, 161 km/h, 45 500 Euro

    Renault Twizy100 km, 80 km/h, 7690* Euro

    Smart Electric Drive140 km, 125 km/h, < 19 000*Euro

    Karabag New 500 E100 km, 105 km/h, 41 650 Euro

  • Bei einer normalen Steckdose sind die Aufnahmefhigkeit des Strom-speichers und die Stromstrke entscheidend, die die Steckdose liefert.Auch wenn unser Stromnetz eine Spannung von 230 Volt liefert, so lsstsich mit hoher Stromstrke viel Lade-Zeit sparen. Normale Steckdosenliegen im Bereich um 13 Ampere, moderne Installationen knnen bis zu16 Ampere bereitstellen und durch alte Leitungen fliet oft nur noch einStrom, der hchstens 10 Ampere stark ist. Whrend die strkste Leitungetwa 3,7 Kilowatt leistet, bringt es die schwchste nur auf circa 2,3 Ki-lowatt. Das fhrt im Falle des Nissan-Leaf-Akkus zu Ladezeiten, die zwi-schen sechs und zehn Stunden liegen. Sehr beliebt bei motorisiertenCampern sind die blauen, dreipoligen Stecker, durch die einphasiger La-destrom von 16 bis 63 Ampere fliet. Mit diesem CEE-Stecker lassensich E-Autos auch mit 230 Volt schon viel zgiger betanken. Nochschneller geht es nur mit einem Starkstromanschluss. Hier liegen bereits400 Volt Spannung an und die Strme reichen von 16 bis 125 Ampere.Diese CEE-Anschlsse sind fnfpolig und rot markiert. Alle bislang ge-nannten Mglichkeiten haben eines gemein: Im Auto wird ein Transfor-mator bentigt, der den Wechsel- bzw. Drehstrom in Akku-tauglichenGleichstrom umwandelt. Genau hier hat die japanische Autoindustrieangesetzt. So verfgt der Leaf auch ber einen sogenannten Chademo-An -schluss. Damit knnen die Batterien (zu 80 Prozent) mit 300 bis 600 Voltund 100 Ampere direkt geladen werden. Die Ladedauer liegt bei 30 bis60 Minuten. Der Clou: An den sndhaft teuren Ladesulen knnen dieAkkus ihre Zellen gleich mit Gleichstrom fluten und das Trafo-Bauteil imAuto wird berflssig. Fr Europa und Nord-Amerika zeichnet sich einStandard ab: Das erste Auto mit dem Combined Charging System (CCS,dt.: Kombiniertes Ladesystem) wird 2013 erwartet. Audi, Chrysler, Ford,GM, Porsche und VW haben sich im Mai fr diesen gemeinsamen Stan-dard entschieden, die Ladezeit soll 15 bis 20 Minuten betragen.

    L A D E - A LT E R N A T I V E N

    aufs Gas- oder besser Fahrpedal getreten.Dank seines Drehmoments von 280 Newton-metern strmte unser Leaf mit leichtemSchlupf los und erreichte auf dem Kopfstein-pflaster den Bestwert seiner Klasse. Die letzte Leistungsprfung des Tages fand inSderbrarup statt. Auch hier galt es, den enggesteckten Pfad so schnell wie mglich zudurchfahren, auf dem zwischen Schotter,Rasen und Asphalt wechselnden Belag keinleichtes Unterfangen, das mir die Schwei-perlen auf die Stirn trieb. Dennoch konntenwir an diesem Tag unseren ersten Etappen-Sieg verbuchen: Die drei Leistungsmessun-gen des Tages haben wir mit zwei vierten undeinem ersten Platz in der Klasse der Nor-mal-Cars, also ohne die Sportler von Tesla &Co am besten bewltigt. Am zweiten Rallye-Tag starteten wir von un-serem Nachtquartier im Ostseebad Damp.ber Eckernfrde, Kiel, Laboe und Schar-beutz fuhren wir insgesamt mehr als 180 Ki-lometer weit bis nach Lbeck. Obwohl unserNissan Leaf mit seiner Reichweite von 175 Ki-lometern zu den Marathon-Meistern der ver-sammelten E-Mobile gehrte, htten auchwir Lbeck nicht erreicht, wenn es unterwegskeine Mglichkeit zum Nachladen gegebenhtte. So kam uns der lngere Aufenthalt in

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    Mit Stolz nehmen wir unsere Pokale entgegen.

    Sicherheit geht vor

    Welche Vorbereitungen gilt es zutreffen, bevor die erste Akkula-dung ber die Steckdose erfolgt?Aufgrund der hohen Stromstrken, die mo-derne Elektro-Autos fr den Ladevorgangbentigen, sollte die elektrische Hausan-lage in einwandfreiem Zustand sein. Typi-sche Mngel sind beispielsweise ber dieJahre pors gewordene Kunststoffisolatio-nen oder gelockerte Klemmstellen.

    Wie oft sollten E-Autofahrer dieelektrische Anlage prfen lassen?Bei Installation einer Ladestation. Wenndie Sicherungs- und Schaltkreise alle vierJahre auf die Schutzleiter-Widerstnde hinberprft werden, ist man auf der sicherenSeite. Am besten ist allerdings die Durch-fhrung eines kompletten E-Checks. Fr ltere Gebude gilt, dass alle zwanzig Jahre die komplette Installation moderni-siert werden sollte. Seit 2010 besteht imbrigen die Pflicht, neue Elektro-Anlagenmit einem FI-Schalter auszursten. Der sogenannte Fehlerstromschutzschalterschaltet innerhalb von 30 Millisekundendie Zufuhr ab, bevor das lebensbedrohlicheHerzkammerflimmern einsetzen kann. Zustzlich dienen FI-Schalter auch derBrandverhtung.

    INTERVIEW

    Thomas Brkle ist seit2009 Landesinnungs-meister des baden-wrttembergischen Elektrohandwerks.

    Eutin gerade recht. Frisch gestrkt nahmenwir die letzte Tagesetappe in Angriff. Docherst am spten Abend enterten wir den Park-platz auf dem Koberg in der schnen Lbe-cker Altstadt.Die Route des dritten Rallye-Tages fhrte unsvon der einen Hansemetropole zur nchsten.Nach den Zwischenstopps auf dem Trave-Ring in Bad Oldesloe und der letzten Gleich-migkeitsprfung in Ahrensburg, hattenwir nur noch das Ziel vor Augen: Hamburg.Nach einer Ehrenrunde um die Binnenalstererreichten wir endlich die Hafen-City. Hierwarteten schon einige hundert Schaulustigeauf den Zieleinlauf der 33 leisen Rallye-Flitzer so oder zumindest so hnlich muss sichauch Schumi in seinen besten Zeiten gefhlthaben, wenn er sich nach der letzten Rundevon seinen Fans feiern lie. Und als wir dannendlich die schwarz-wei-karierte Zielflaggesahen, waren wir glcklich, dass wir bei un-serer ersten Rallye halbwegs erfolgreich insZiel kamen. Bei der abschlieenden Sieger-ehrung nahmen wir stolz unseren kleinenPokal fr die Leistungsprfungen des erstenTages entgegen. So angestachelt nehmen wirdie nchste Rallye noch ehrgeiziger in An-griff. Denn dann wollen wir auch mal im Ge-samtklassement ein Wrtchen mitreden. jps

    P R E I S )

    Mega eCity100 km, 65 km/h, 27 585 Euro

    Peugeot Ion150 km, 130 km/h, 29 393 Euro

    German E-Cars Stromos100 km, 120 km/h, 41 900 Euro

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    RATGEBERVERKEHR & UMWELT

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    OTO

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    RICHTIG SITZEN WILL GELERNT SEIN

    Das Kreuz mit dem KreuzDurchschnittlich eineinhalb Stunden verbringt jeder Deutsche pro Tag im Auto. Zu Rckenschmerzen muss langes Sitzen dennoch nicht fhren. Entscheidend ist nicht nur der richtige Sitz, auch die Sitzposition ist wichtig.

    Noch 1000 Kilometer bis zumMeer zumindest fhlt es sich soan. Gerade auf langen Streckensteigt das Risiko, von Rckenbe-schwerden beeintrchtigt zu wer-den. Dabei ist Sitzen an sich nichtschdlich doch eine falscheHaltung kann zu Beschwerdenfhren. Fehlhaltungen, einseitigeBelastung und mangelnde Bewe-gung haben Muskelverspannun-gen und Schmerz zur Folge.Fnf Millionen Jahre lang war derMensch darauf ausgerichtet, inBewegung zu sein. Erst mit derIndustrialisierung im 19. Jahr-hundert wurde das Sitzen zur ge-wohnten Krperhaltung. Heutesitzen wir bis zu 14 Stunden amTag, davon etwa eineinhalb Stun-den im Auto. Dafr aber ist dermenschliche Krper an sich nichtausgelegt. So ist beim Sitzen dieausreichende Versorgung derWirbelsule nicht gewhrleistet.Binnen 20 Minuten verlieren die

    Sitzen, die in vielfltiger Weiseeingestellt werden knnen.Wichtig ist aber, es auch zu tun.Bei einem Fahrerwechsel reichtes deshalb nicht aus, nur dieSpiegel neu zu justieren. Die Initiative Stark gegen denSchmerz gibt Tipps zur rcken-schonenden Einstellung: Zuerstwird der Sitz mglichst hoch ein-gestellt. Die Ober schenkel liegenohne groen Druck auf dem Sitz-kissen auf und das Ges befin-det sich mglichst dicht an derRckenlehne. Bei durchgetrete-nen Pedalen sind die Beine leichtangewinkelt. Befinden sich dieHnde in einer 10-vor-2-Posi-tion auf dem Lenkrad, sollten dieArme nicht durchgestreckt, son-dern locker und leicht angewin-kelt sein. Auch beim Fahren ist eswichtig, den Kontakt zur Rcken-lehne zu spren. Wenn Rckenund Schultern aufliegen, ist dieLehne korrekt eingestellt. Stief-

    Komfortmerkmal, harte Sitzewaren den sportiveren Modellenvorbehalten. Heute setzen Sitz-hersteller auf gesunde Hrte.Allzu weicher Schaum erweistsich als nachteilig, wenn es etwaum die Sttzwirkung in Kurvengeht. Seitenstabilitt ist wichtigund wird heute in vielen Fllendurch eine entsprechende Kon-struktion des Sitzes untersttzt.Ob ein Sitz passt, sollte bereitsvor dem Fahrzeugkauf klar sein.Denn Autositze sind Massenwa-re, die gro Gewachsenen, Beleib-ten, aber auch zierlichen Perso-nen bestmglichen Komfort undSicherheit geben sollten. Ob siediesen Ansprchen gerecht wer-den, ist nicht zuletzt eine Preis-frage. Das von Medizinern ver-gebene Gtesiegel der Aktion ge-sunder Rcken findet sich nurbei wenigen Fahrzeugen unddie sind bestenfalls in der oberenMittelklasse angesiedelt.

    Fahrer von lteren Schtzchendagegen kmpfen mit den T-cken des Verschleies. Mit Sitz-auflagen lsst sich zwar einbesserer optischer Eindruck er-wecken, dafr mssen mituntersogar Mankos in Kauf genommenwerden. Eine nicht passendeoder nachlssig befestigte Auf-lage erhht eher die Rutschnei-gung, zudem wirkt sie sichhemmend auf die Wirkung einerSitzheizung aus.Ist nicht nur der Schaumstoffdurchgesessen, sondern auch dieMechanik ausgeschlagen, sollteman sich Gedanken ber passen-den Ersatz machen. MangelnderSitzkomfort fhrt zu schnellererErmdung, die Konzentrations-fhigkeit lsst nach. Besitzer vonAltfahrzeugen haben gute Chan-cen, bei Autoverwertern fndigzu werden. Jedoch sollte derUmbau einer Fachwerkstatt ber-lassen werden vor allem, wenn

    Bandscheiben 70 Prozent derin ihnen gespeicherten Flssig-keit eine Unterversorgung mitNhrstoffen ist die Folge.Es ist schon ein Kreuz mit demKreuz: Was als bequem empfun-den wird, muss nicht zwangslu-fig gesund sein. Eine weit nachhinten eingestellte Rckenlehnemag spontan als entspannendwahrgenommen werden, aufDauer jedoch sorgt sie fr eineFehlhaltung, die zum Beispiel zuschnellerer Ermdung beim Fah-ren fhren kann. Moderne Fahr-zeuge punkten mitunter mit

    mtterlich wird oftmals die Ein-stellung der Kopfsttze beachtet.Deren Oberkante sollte sich aufgleicher Hhe wie der Scheitelbefinden und nicht weiter alszwei Zentimeter entfernt sein.Verfgt der Sitz ber eine Lordo-sensttze, sollte auch diese aufdie individuellen Bedrfnisseeingestellt sein. So wird ein Zu-sammensacken der Rckenmus-kulatur verhindert, was auflngeren Fahrten das Rckgratentlastet.Polster zum Hineinsinken galtennoch vor wenigen Jahren als

    Auch die Unfallforschung derVersicherungen (UDV) kritisiertseit Jahren Sitze, deren Schw-chen bei einem Heckaufprall ver-letzungsrelevant sein knnen.Vor allem bei Kleinwagen undMini-Vans lsst sich in vielen Fl-len eher von Gesthl sprechen alsvon ergonomisch und sicher-heitstechnisch guten Sitzen. Im-merhin in den letzten Jahrenhaben viele Hersteller ihre Haus-aufgaben gemacht, auf breiterFront sind die Sitze besser gewor-den. Zumindest Besitzer vonNeuwagen profitieren davon.

  • Ob im Bro, vor dem Fernseheroder im Auto: Der moderne Menschsitzt statistisch gesehen 14 Stundenam Tag. Unser Bewegungsapparatist darauf nicht ausgerichtet Schmerzen sind die Folge. Aber:Richtig sitzen kann gelernt werden.

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    Unter bestimmten Voraussetzungenlsst sich die Nachrstung ergono-mischer Fahrersitze bezuschussen. Wird das Fahrzeug zur Ausbung desBerufes oder zwingend zum Erreichendes Arbeitsplatzes bentigt, knnenbei Rentenversicherungen, Berufs -genossenschaften oder der Bundes-agentur fr Arbeit finanzielle Hilfenbeantragt werden.

    ZUSCHUSS MGLICH

    gen auszugeben, sollte sich ber-legen, wie viel ihm seine Gesund-heit wert ist.Gesunder Sitzkomfort sollteselbstverstndlich auch den Pas-sagieren zustehen. Sind Kinderan Bord, sind passende Sitze frden Nachwuchs ein unbedingtesMuss