Media Mind Umwelt 2011

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    10-Mar-2016

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Media Mind Magazinreihe Umwelt 2011

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<ul><li><p>Umwelt-Technologieund Energiein Bayern PROFILE</p><p>PORTRTSPERSPEKTIVEN</p></li><li><p>Wasser ist unser Leben. Der Schutz dieserRessource hat absolute Prioritt und bestimmtdie Zukunft der Menschheit. Das wird deut-lich in Umwelttechnologie und Energie inBayern vor Augen gefhrt.</p><p>Zudem sind die Erschlieung und der Ausbauneuer Energiequellen in Zeiten des Klima-wandels und der Energiewende fr dieBayerische Umweltindustrie Herausforderungund Chance zugleich.</p><p>Wie kann das Dienstleistungsangebot desUmweltcluster Bayern genutzt werden?</p><p>Welche Einrichtungen und Unternehmen(ATZ, Bayerische Forschungsallianz, bifa,IHK, Kumas, TUM, UTG u.a.) strken undfrdern das Netzwerk der Umwelt-kompetenz?</p><p>Mit welchen Mitteln ist die Umwelt- undEnergieforschung richtig zu finanzierenbzw. wie sind Partner fr ein Forschungs-projekt zu finden?</p><p>Kann der Restabfall aus Haushalten die Roh-stoffquelle der Zukunft sein?</p><p>Bildet (Ab)Wasser die Grundlage jederzivilisatorischen Entwicklung?</p><p>Warum ist das Thema Bioenergie in dengesellschaftlichen und politischen Fokusgerckt?</p><p>Gehen Sie mit auf eine Reise durch neueUmwelttechnologien in Forschung, Ent-wicklung und Anwendung.</p><p>Walter Frst, Geschftsfhrer</p><p>Diese Publikation finden Sie auch im Internetunter www.media-mind.info</p><p>Editorial</p><p>Ob Wasser oder</p><p>AbWasser</p><p>Impressum:</p><p>Herausgeber: media mind GmbH &amp; Co. KGVolkartstr. 7780636 MnchenTelefon: +49 (0) 89 23 55 57-3Telefax: +49 (0) 89 23 55 57-47ISDN (MAC): +49 (0) 89 23 55 57-59E-mail: mail@media-mind.infowww.media-mind.info</p><p>Verantwortlich: Walter Frst, Jrgen Bauernschmitt</p><p>Gestaltung + DTP: Jrgen Bauernschmitt</p><p>Druckvorstufe: media mind GmbH &amp; Co. KG</p><p>Verantwortl. Redaktion: Ilse Schallwegg</p><p>Druck: Druckerei Frischmann, Amberg</p><p>Erscheinungsweise: 1 mal jhrlich</p><p> 2011/2012 by media mind GmbH &amp; Co. KG, MnchenKein Teil dieses Heftes darf ohne schriftliche Genehmigung derRedaktion gespeichert, vervielfltigt oder nachgedruckt werden.</p></li><li><p>AnzeigeBayern Innovativ</p><p>8</p><p>Editorial 3</p><p>Anzeigebayfor</p><p>2. US</p><p>AnzeigeViWa GmbH</p><p>44</p><p>VorwortStaatsminister Martin Zeil, MdL</p><p>6</p><p>VorwortDr.-Ing. E.h. Hans G. Huber</p><p>9</p><p>Umweltcluster Bayern</p><p>10</p><p>KUMAS -Kompetenzzentrum Umwelt.e.V.</p><p>30</p><p>Separations-Technologie 49</p><p>Flottweg Separations-Technologie</p><p>fr eine saubere Umwelt</p><p>Kontakt: Flottweg AG</p><p>Hydrologie 46</p><p>Die Folgen des Klimawandels fr die Hydrologie</p><p>mediterraner Flussgebiete</p><p>Kontakt: Prof. Dr. Ralf LudwigDepartment fr Geographie, LMU Mnchen</p><p>UTG-Umwelt-TechnologischesGrnderzentrum Augsburg GmbH</p><p>34</p><p>Industrie- und HandelskammerNrnberg fr Mittelfranken</p><p>36</p><p>Bayerische Forschungsallianz(BayFOR)</p><p>40</p><p>Umwelt- und Energieforschung richtig finanzieren</p><p>Kontakt: M.A. Carola LttringhausBayerische Forschungsallianz GmbH (BayFOR)</p><p>Wasserwirtschaft 50</p><p>Transfer von Know-how und</p><p>Technologie aus Bayern</p><p>Kontakt: Bayerisches Landesamt fr UmweltDienststelle Hof</p><p>BayernLB 39</p><p>BayernLB Experten-Team fr Umwelttechnologie</p><p>Kontakt: Peter HerzogBayernLB, Mnchen</p><p>GrnbeckWasseraufbereitung GmbH</p><p>33</p><p>Inh</p><p>alt</p><p>sv</p><p>erz</p><p>eic</p><p>hn</p><p>is</p><p>AnzeigeHUBER SE</p><p>45</p></li><li><p>bifa UmweltinstitutGmbH</p><p>52</p><p>Abwasser 54</p><p>(Ab)Wasser wichtiger denn je</p><p>Autor: Prof. Dr.-Ing. Franz BischofHochschule fr Angewandte WissenschaftenAmberg-Weiden</p><p>Unternehmensorganisation 3. US</p><p>Genehmigungen, Auflagen und Prfungen</p><p>Kontakt: Christoph SchaafInplus GmbH</p><p>LftungssystemeWolf GmbH</p><p>64</p><p>Industriepark GersthofenServicegesellschaft GmbH</p><p>66</p><p>SD-CHEMIE AG 60</p><p>Betriebsergebnisse mit der elektrokinetischen</p><p>Desintegration auf dem Klrwerk Bruckmhl</p><p>Autor: Andreas Zacherl, SD-CHEMIE AG</p><p>Energie-Atlas Bayern 51</p><p>Der Energie-Atlas Bayern mehr als</p><p>nur eine Karte</p><p>Kontakt: Bayerisches Landesamt fr UmweltAugsburg </p><p>Energieeffizienz 58</p><p>Kompetenz in Sachen BHKW </p><p>GMH-Umwelt H.U.D. GmbH</p><p>Autor: Volkmar GldnerGF GMH-Umwelt H.u.D. GmbH </p><p>WrmelandkarteCOPLAN AG</p><p>62</p><p>Abwasserpumpen: neues SOLID-Laufrad zur</p><p>Optimierung von Betriebs-Sicherheit</p><p>und Wirkungsgrad</p><p>Kontakt: WILO SE, Dortmund</p><p>Abwasserpumpen 59</p><p>Mehr Vertrieb &amp; Vermarktung statt nur</p><p>Forschung und Entwicklung</p><p>Kontakt: Thomas Dillig</p><p>Vertrieb &amp; Vermarktung 78</p><p>Anzeigemedia mind Gmbh &amp; Co. KG </p><p>4. US</p><p>Verfahrenstechnik 68</p><p>Energie aus Biomasse</p><p>Autoren: Prof. Dr.-Ing. M. Faulstich, TU MnchenDr.-Ing. P. Quicker, RWTH AachenDr.-Ing. M. Franke, ATZ Entwicklungszentrum</p></li><li><p>Mit der zunehmendenInternationalisierung derWaren- und Handels-strme droht der ber-wunden geglaubte Kon-flikt zwischen konomieund kologie wiederaufzubrechen. Unsere Un-ternehmen stehen welt-weit im Wettbewerb umnatrliche Ressourcen.Dieser Druck wird an-gesichts zunehmenderKnappheit und weltweitwachsender Umweltbe-lastungen weiter stei-gen. Mit ihm steigt aberauch die Nachfrage nachumweltvertrglichen Her-stellungsmethoden undumweltfreundlichen Pro-dukten. Dabei dient dieUmweltvertrglichkeit demErhalt der kosysteme,der Natur und letztlichder Lebensqualitt. Sieist deshalb ein hoher</p><p>Wert, der von denbayerischen Unterneh-men richtigerweise alsVorteil im internationa-len Wettbewerb erkanntund genutzt wird. Steigende Energie- undRohstoffpreise fr fossileBrennstoffe oder seltene,aber fr moderne Tech-nologien unabdingbareRohstoffe sind fr diebayerischen Unternehmenaktuelle Themen. Dernachhaltige Umgang mitden endlichen Vorrtenan Rohstoffen und Ener-gie die Umweltproduk-tivitt ist deshalb einSchlsselfaktor fr die Zu-kunftsfhigkeit unsererWirtschaft. Das Know-how Ressourcen scho-nender innovativer Tech-nologien ist ein wichtigerWirtschaftsfaktor, dessenBedeutung in der Zu-</p><p>kunft sprunghaft steigenwird. Schon heute liegen dieMaterialkosten im Produ-zierenden Gewerbe mitca. 45,4% deutlich vor denPersonalkosten (17,8%).Durch einen intelligentenUmgang mit Rohstoffenknnen deshalb die ver-meintlich hohen Lohn-kosten relativiert und dieZukunft des StandortesBayern gesichert und aus-gebaut werden. Es zeich-net sich ab, dass Rohstof-fe, wie Erdl und Erdgasoder seltene Erden, Platinoder Tantal in Zukunftnoch knapper werden. DieBayerische Staatsregierunghat dies erkannt und wirdsich dieser zentralen He-rausforderung offensiv stel-len. Der 1. Bayerische Roh-stoffgipfel ist nur ein Bei-spiel dafr.</p><p>6</p><p>Die Umwelttechnikals Wachstumsmotorder bayerischen Industrie</p></li><li><p>national und internationalan der Spitze bleiben.Bereits heute arbeitenrund 55.000 Beschftigein der bayerischen Um-weltwirtschaft, mit stei-gender Tendenz. Das ent-spricht bundesweit einemFnftel aller Beschftigtenin der Umweltschutzg-terproduktion. Um dentechnologischen Vorsprungdauerhaft zu sichern, in-vestieren sowohl unsereUnternehmen als auchder Freistaat Bayern um-fangreich in Forschungund Entwicklung. Diesbeweist nicht zuletzt diehohe Patentaktivitt inBayern und eine FuE-Quote von derzeit 3,1%in der Umweltindustrie.Die weltweit zunehmen-de Bedeutung des Um-weltschutzes und dessparsamen Umgangs mitvorhandenen Ressourcenbietet der hochinnovati-ven bayerischen Umwelt-wirtschaft wichtige Wett-bewerbsvorteile. Mit einerExportquote von rund40% leistet sie bereitsheute einen wichtigenBeitrag, die Spitzenposi-tion Deutschlands beimExport von Umwelt-schutzgtern zu sichern.Den vorhandenen Wett-</p><p>Mit einem prognostizier-ten weltweiten Wachs-tum von jhrlich 6,5%besitzt die Umwelttech-nologie das Potenzial,neue zukunftssichere Ar-beitspltze zu schaffen.Dabei nimmt Bayernbereits heute in Deutsch-land in der Umwelttech-nologie aufgrund derhohen Konzentration vonForschungseinrichtungenund Umwelttechnikunter-nehmen eine Spitzenstel-lung ein.Die Forschung und Ent-wicklung an den Hoch-schulen, Universitten undaueruniversitren For-schungseinrichtungen spieltim Bereich der Umwelt-technik eine Schlsselrol-le. In Bayern sind siebenUniversitten, zehn Hoch-schulen, acht Helmholtz-Institute, zwei Instituteder Fraunhofer-Gesell-schaft sowie das Kompe-tenzzentrum fr Nach-wachsende Rohstoffe, dasatz Entwicklungszentrum,das bifa Umweltinstitut,das ZAE Bayern und dasUmweltinstitut Neumarktin der umweltrelevantenForschung ttig. Sie leis-ten einen wichtigen Bei-trag dazu, dass unsere Un-ternehmen auch weiter</p><p>bewerbsvorteil Bayernsgilt es weiter auszubauenund zu frdern. bereine verstrkte Zusam-menarbeit von Unter-nehmen untereinandersowie von Wirtschaftund Wissenschaft kn-nen vorhandene Inno-vationspotenziale nochbesser und vor allemschneller erschlossen wer-den. Um dieses Poten-zial zu nutzen, habe ichmich fr die Einrichtungund Untersttzung desUmweltclusters Bayerneingesetzt. Davon profi-tieren alle: Produzenten,Zulieferer, Forschungs-einrichtungen und Dienst-leister entlang der ge-samten Wertschpfungs-kette der Umwelttech-nologien, die bayerischeIndustrie durch Effi-zienzsteigerungen undnicht zuletzt die Men-schen selbst ber dieSicherung von Arbeits-pltzen und die Verbes-serung unserer Umwelt.</p><p>Martin Zeil, MdL</p><p>Bayerischer Staatsminister frWirtschaft, Infrastruktur, Verkehr</p><p>und Technologie</p><p>7</p></li><li><p>ERLEBENWASGESPIELTWIRD</p><p>$AS7ISSENVONHEUTEFR)NNOVATIONENVONMORGEN</p><p>"AYERN)NNOVATIV'MB('EWERBEMUSEUMSPLATZ.RNBERG</p><p>4EL &amp;AX</p><p>INFO BAYERNINNOVATIVDEWWWBAYERNINNOVATIVDE</p><p>#</p><p>-</p><p>9</p><p>#-</p><p>-9</p><p>#9</p><p>#-9</p><p>+</p><p>"))MAGEANZEIGEDEUTSCH?!?$RUCK?VPPDF</p></li><li><p>Immer wenn ich Besucher aus demAusland begre, weise ich auf dieintakte Umwelt in Bayern hin. DieVielfalt unserer Landschaft, diegepflegten Grnflchen, die saube-ren Seen und Flsse dienen dabeials Beweis. Unsere Umwelt wurdein dieser Qualitt erhalten, trotzoder gerade weil Bayern auch einestarke Wirtschaft vorzuweisen hat:Hier stehen konomie und ko-logie im Einklang. Voraussetzungdafr ist einerseits eine wegwei-sende Gesetzgebung und derenberwachung, vor allem aber auchleistungsfhige Firmen, die fr eineintakte Umwelt die richtigenTechnologien herstellen, installie-ren und betreiben. Insofern istunser Land eigentlich die besteWerbung fr die hier ansssigeUmweltindustrie. </p><p>Heute ergeben sich ganz neue Her-ausforderungen: Fukushima hatunsere Denkweise ber die Energie-versorgung verndert. Wir sind unsbewusst, dass wir verstrkt regenera-tive Energien einsetzen mssen undgleichzeitig unseren Energiever-brauch wesentlich zu reduzierenhaben. Auch dazu leistet die bayeri-sche Umweltindustrie einen erheb-lichen Beitrag. Dabei kommen ver-mehrt neue Technologien zurAnwendung, wie z. B. die Wrme-nutzung aus Abwasser oder dieEnergiegewinnung aus Klrschlamm.Es sind insbesondere kleine dezen-trale Anlagen, die bisher nicht ange-</p><p>dacht waren, zusammen jedochwichtige Elemente fr eine effizien-te und sichere Energieversorgungdarstellen.</p><p>Des Weiteren mssen wir lernen,in Zukunft mit allen Ressourcensparsamer umzugehen. Dabei istdie Ressource Wasser ebenso zunennen wie Materialien undGrundstoffe. Ressourceneffizienzwird daher ein wichtiges Themader Zukunft sein: dadurch werdenunsere Produkte effizienter, derVerbrauch der Ressource ver-ringert und damit das gesamte Pro-dukt wirtschaftlicher. Lassen Siemich bei dieser Gelegenheit dieBedeutung der Kreislaufwirtschaftfr die Ressource Wasser nochmalshervorheben: In besonders wasser-armen Gebieten ist die effizienteWassernutzung bereits heute einegroe Herausforderung. Hier exis-tieren zahlreiche Geschftsfelder,die in Zukunft noch wesentlich anBedeutung gewinnen und damitauch bayerischer Technologiegroe Chancen erffnen. </p><p>All diesen Themen widmen wiruns im Umweltcluster Bayern mitinzwischen 128 Mitgliedern. Wirvernetzen Firmen untereinander,damit sie in die Lage versetzt wer-den, ihren Kunden kompletteLsungen zu bieten. Denn derKunde fordert heute nicht mehreinzelne Produkte, sondernLsungen fr sein Problem. Eine</p><p>weitere wichtige Aufgabe des Clu-sters ist es, die meist mittelstndischstrukturierte Umweltindustrie mitder Forschung zusammen zu brin-gen. Hier ergeben sich hervorragen-de Mglichkeiten, insbesondere mitunseren bayerischen Hochschulen.Ich bin sicher, dass aus solchenKooperationen noch viele guteIdeen entstehen werden, die natr-lich auch Wettbewerbsvorteile frunsere Firmen bedeuten. Darberhinaus steht der Umweltcluster instndigem Dialog mit den Behrdenund der Politik, denn hier werdenbegleitende Manahmen diskutiertund aus meiner Sicht auch guteFortschritte erzielt.</p><p>Herausforderungen wie die Ener-giewende und den Klimawandelsollten wir nicht als Bedrohungbetrachten, sondern als Chance.Denn es ist eine Chance, fr diegesamte bayerische Umweltindust-rie. Lassen Sie uns diese nutzen!Werden Sie, soweit Sie es nochnicht sind, Mitglied in unseremUmweltcluster Bayern. Ich wn-sche Ihnen eine interessante Lek-tre mit dem vorliegenden Heft!</p><p>Dr.-Ing. E.h. Hans G. HuberClustersprecher </p><p>Umweltcluster Bayern</p><p>9</p><p>Umwelttechnologie aus Bayern -Lsungen fr die Zukunft</p></li><li><p>Im Bereich der Umweltwirtschafthat diese Aufgabe der Umwelt-cluster Bayern bernommen. Allebayerischen Industrie- und Handels-kammern haben dazu den Trger-verein Umwelttechnologie-ClusterBayern e.V. gegrndet. Die Haupt-geschftsstelle des UmweltclustersBayern ist in Augsburg, weitereGeschftsstellen befinden sich inHof, Straubing, Mnchen undNrnberg. Herr Dr. Hans Huber,langjhriger Vorstandsvorsitzenderder HUBER SE gibt als ehrenamt-licher Cluster-Sprecher die strategi-sche Ausrichtung vor, mit Unter-sttzung von Beirat und Vorstand.Schwerpunktmig engagiert sichder Cluster in den Bereichen Trink-wasser- und Abwasseraufbereitung,Alternative Energiegewinnung, ins-besondere Energie aus Abfllen undBiomasse, Kreislaufwirtschaft undRecycling, Luftreinhaltung sowieRessourceneffizienz. </p><p>Dass das Ganze mehr als dieSumme seiner Teile ist, wusstenschon die alten Griechen. In dermodernen Wirtschaftspolitik greiftman dieses Theorem neuerdingswieder auf. Im Jahr 1998 verffent-lichte der Harvard Professor Mich-ael E. Porter ein Buch ber Thecompetitive Advantage of Nations,in dem er erstmals die spezifischenVorteile geographischer Ansamm-lungen von Unternehmen einerBranche, in der Fachsprache Clus-ter genannt, analysiert. Wohl pro-minentestes Beispiel fr ein Clusterist das Silicon Valley in Kalifornien,wo sich seit den 70iger Jahren allewichtigen Player der Computerin-dustrie versammeln. Laut Porterergibt sich aus dieser Ansammlungeine ganze Reihe von Vorteilen frdie Unternehmen und damit auchfr den Standort. Innovative Wirt-schaftspolitik macht sich diese Ent-</p><p>deckung zu Nutze und versuchtCluster-Bildung und deren Effektezu stimulieren. Die bayerischeStaatsregierung hat dazu im Jahre2006 die Cluster-Offensive Bayernins Leben gerufen und verschiede-ne Technologiefelder ausgewhlt indenen die Clusterbildung gefrdertwerden soll. </p><p>UmweltclusterBayern</p><p>10</p><p>Um</p><p>we</p><p>ltcl</p><p>ust</p><p>er </p><p>Ba</p><p>yern</p><p>Erfahrungsaustausch beim Wasserforum International 2011 in Hof </p><p>Betriebsbesichtigung des Cluster-Arbeitskreises Holzvergasung bei BURKHARDT GmbHin Mhlhausen </p><p>Gemeinschaftsprojekt allerbayerischen Industrie- und</p><p>Handelskammern</p></li><li><p>Das Dienstleistungsangebot desClusters fr Unternehmen, wis-senschaftliche Einrichtungen undKommunen ist umfassend. DerUmweltcluster informiert durchFachveranstaltungen und Konfe-renzen ber technologiespezifi-sche Entwicklungen und Quer-schnittsthemen wie Finanzierungund Internationalisierung. In sei-nen Arbeitskreisen, zu den The-men Abwasserwrmenutzung, De-zentrale Abwasseraufbereitung,Energie aus Abfall und Holzver-gasung kommen regelmig Fach-leute zusammen, um Erfahrungen</p><p>auszutauschen und Projekte zudiskutieren. Bei der Projektiniti-ierung leistet das Team derGeschftsstelle in Augsburgn...</p></li></ul>