MERKBLATT - Intro | AMA .die zugrundeliegenden Rechtsnormen finden Sie im Merkblatt „Cross Compliance“,

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  • MERKBLATT

    sterreichisches Programm zur Frderung einer umweltgerechten, extensiven und den natrlichen

    Lebensraum schtzenden Landwirtschaft

    Stand Jnner 2018

    PUL 2015

    Zertifiziertes Qualittsmanagement-System nach NORM EN ISO 9001 REG. Nr. 01537/0 Zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem nach NORM ISO/IEC 27001 REG Nr. 35/0

    Zertifiziertes IT Service-Managementsystem nach ISO/IEC 20000-1 REG Nr. 45/0 Zertifiziertes Umweltmanagement-System nach EMAS REG Nr. AT-000680

    und NORM EN ISO 14001 REG Nr. 02982/0

    K-

  • Merkblatt PUL 2015 Seite 2 von 72 www.eama.at | www.ama.at

    EDITORIAL SEHR GEEHRTE BUERINNEN

    UND BAUERN!

    Das vorliegende Merkblatt

    informiert Sie ber das

    sterreichische Programm

    zur Frderung einer

    umweltgerechten, extensi-

    ven und den natrlichen

    Lebensraum schtzenden

    Landwirtschaft PUL

    2015 zum Stand Jnner

    2018. Die Inhalte in diesem

    Merkblatt wurden an die

    zweite nderung der Sonderrichtlinie PUL 2015

    angepasst. Die Neuerungen der zweiten nderung

    der Sonderrichtlinie PUL 2015 betreffen unter

    anderem die Erhhung der Prmien fr

    Landschaftselemente ab dem Frderjahr 2018 sowie

    die neu angebotene Manahme

    Wasserrahmenrichtlinie Landwirtschaft.

    In diesem Merkblatt finden Sie zudem wichtige PUL

    2015-bezogene Hinweise zum jhrlich erforderlichen

    Mehrfachantrag-Flchen. Dieses Merkblatt wird von

    der AMA nicht versendet, sondern nur im Internet

    ber www.ama.at zur Verfgung gestellt.

    Weitere wichtige Informationen zum PUL 2015

    finden Sie auf unserer Homepage unter www.ama.at

    sowie unter www.eama.at bzw. auf der Homepage

    des Bundesministeriums fr Land- und

    Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft unter

    www.bmlfuw.gv.at.

    Nehmen Sie auch das Beratungs- und Informations-

    angebot der Bezirksbauernkammer oder des

    Bezirksreferates in Anspruch.

    Fr Fragen stehen Ihnen selbstverstndlich auch

    unsere Mitarbeiter gerne zur Verfgung.

    Der Vorstandsvorsitzende

    Dipl.-Ing. Griesmayr

    INHALT

    1 Allgemeine Hinweise ........................................... 3

    2 Sonderrichtlinie PUL 2015 ................................ 3

    3 Antragstellung Herbstantrag ................................ 3

    4 Allgemeine Bestimmungen im PUL 2015 ......... 4

    5 Die Manahmen des PUL 2015 ..................... 21

    6 Prmienstze im PUL 2015 ............................ 61

    7 Wichtige Anhnge des PUL 2015................... 65

    8 Kontakt .............................................................. 72

    http://www.eama.at/http://www.ama.at/http://www.ama.at/http://www.ama.at/http://www.eama.at/http://www.bmlfuw.gv.at/

  • Merkblatt PUL 2015 Seite 3 von 72 www.eama.at | www.ama.at

    1 ALLGEMEINE HINWEISE

    Die nachfolgenden Erluterungen in diesem Merkblatt enthalten rechtlich unverbindlich die wichtigsten

    Informationen ber das sterreichische Programm zur Frderung einer umweltgerechten, extensiven und

    den natrlichen Lebensraum schtzenden Landwirtschaft PUL 2015 zum Stand Jnner 2018.

    Ein fristgerechter Herbstantrag vor Verpflichtungsbeginn ist Voraussetzung, um prmienfhig am PUL

    2015 teilnehmen zu knnen. Mit dem Einstieg in das PUL 2015 ab dem Antragsjahr 2015 (Herbstantrag

    2014) oder 2016 (Herbstantrag 2015) wurde bei mehrjhrigen Manahmen eine verpflichtende Laufzeit bis

    einschlielich 2020 begrndet. Bei einem letztmglichen Einstieg in mehrjhrige Manahmen des PUL

    2015 ab dem Antragsjahr 2017 (Herbstantrag 2016) betrgt die verpflichtende Laufzeit bis einschlielich

    dem Jahr 2021. In Folge der langen Laufzeit empfehlen wir Ihnen dringend, sich ausfhrlich ber die Rechte

    und Pflichten sowie im Speziellen ber die Frderungsverpflichtungen der angebotenen Manahmen des

    PUL 2015 genauestens zu informieren.

    2 SONDERRICHTLINIE PUL 2015

    Die rechtsgltigen Bestimmungen sind in der nationalen Sonderrichtlinie PUL 2015 des Bundesministers

    fr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft festgelegt. Diese Sonderrichtlinie wurde am

    25. Mrz 2015 offiziell erlassen. Die zweite nderung der Sonderrichtlinie wurde am 9. August 2017 offiziell

    erlassen.

    Die Sonderrichtlinie PUL 2015 sowie weitere aktuelle Informationen sind unter anderem im Internet unter

    www.ama.at und www.bmlfuw.gv.at verfgbar.

    Nutzen Sie auch das Informationsangebot der Landwirtschaftskammern und der Agrarmedien.

    3 ANTRAGSTELLUNG HERBSTANTRAG

    Seit dem Herbstantrag 2015 ist die Antragstellung ausschlielich online unter www.eama.at vorzunehmen.

    Fr einen gltigen Einstieg ins PUL 2015 ist im jeweiligen Herbst der PUL-Herbstantrag bei Beantragung

    der Manahme Begrnung von Ackerflchen - Zwischenfruchtanbau sptestens bis 15. Oktober

    (Antragseingang) einzureichen.

    Achtung:

    Es gibt keine Nachfrist zum 15. Oktober!

    Bei allen brigen Manahmen ist der PUL-Herbstantrag bis sptestens 15. Dezember (Antragseingang)

    einzureichen.

    Fllt einer der Herbstantrags-Termine auf einen Feier- oder Wochenendtag, so wird die Frist auf den

    nchsten Arbeitstag verschoben.

    Bis zum 15. Dezember konnten Betriebe, die an der Manahme Begrnung von Ackerflchen -

    Zwischenfruchtanbau teilnehmen und ihren Herbstantrag bis 15. Oktober eingereicht haben, noch andere

    Manahmen beantragen. Diese Manahmen beginnen ab dem darauf folgenden 1. Jnner zu laufen. Die

    Manahmenbeantragung im Herbstantrag bleibt am Betrieb bis Ende der Frderperiode gltig, sofern fr die

    Manahmen im ersten Teilnahmejahr (in Verbindung mit einem fristgerecht eingereichten Mehrfachantrag-

    !

    http://www.eama.at/http://www.ama.at/http://www.ama.at/http://www.bmlfuw.gv.at/http://www.eama.at/

  • Merkblatt PUL 2015 Seite 4 von 72 www.eama.at | www.ama.at

    Flchen) eine gltige Verpflichtung zu Stande gekommen ist und die Manahmen nicht vor

    Verpflichtungsende abgemeldet werden.

    Achtung:

    Es besteht auch keine Nachfrist zum 15. Dezember!

    Wurden die vorgegebenen Termine zum Herbstantrag 2016 versumt, ist keine prmienfhige

    Teilnahme an mehrjhrigen Manahmen des PUL 2015 in der laufenden Frderperiode mglich,

    auer es wurden bereits seit 2015 oder 2016 gltige mehrjhrige PUL-Verpflichtungen am Betrieb

    begrndet.

    Ab Herbstantrag 2017 und in spteren Herbstantrgen besteht nur mehr die Mglichkeit, in einjhrige

    PUL-Manahmen (Tierschutzmanahmen, Wasserrahmenrichtlinie Landwirtschaft und Natura

    2000 Landwirtschaft) einzusteigen oder in hherwertige Manahmen umzusteigen. Die

    Manahmenbernahme ist im Kapitel 4.18 beschrieben.

    Besteht am Betrieb bereits eine laufende Verpflichtung fr die Manahmen Begrnung von

    Ackerflchen Zwischenfruchtanbau und Mulch- und Direktsaat (inkl. Strip Till) ist in den

    Folgejahren der jeweilige Herbstantrag fr die genannten Manahmen jhrlich sptestens gem den

    oben angefhrten Fristen online einzureichen.

    3.1 REFERENZSYSTEM

    Unter Referenzflche versteht man die maximal beihilfefhige Flche. Bereits ab dem Herbstantrag 2014

    bernahm die AMA die Referenzflchenwartung. Im Geografischen Informationssystem (INVEKOS-GIS der

    AMA) ist die Referenzflche als Referenzpolygon (Referenzblock) dargestellt. Der Referenzblock ist eine

    eindeutig abgrenzbare und in der Natur erkennbare, zusammenhngende landwirtschaftlich genutzte

    Flche, die von festen Grenzen (z.B. Wald, Straen, Gewsser, Bahnlinien etc. ) umgeben ist. Der

    Referenzblock kann ein oder mehrere Nutzungsarten (z.B. Acker, Grnland,) enthalten und von einem

    oder mehreren Betrieben bewirtschaftet (beantragt) werden. Somit kann ein Heimgutreferenzpolygon

    mehrere Feldstcke von verschiedenen Antragstellern beinhalten. In der Heimgutreferenz drfen

    ausschlielich landwirtschaftlich genutzte Flchen enthalten sein. Antragsteller haben die Mglichkeit, ihre

    bewirtschafteten Flchen innerhalb des Referenzblocks zu beantragen. Beantragungen auerhalb des

    Referenzblocks mssen vom jeweiligen Antragsteller mit einem gesonderten Antrag

    (Referenzflchennderungsantrag = RAA-Online) bei der AMA beantragt werden.

    4 ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN IM PUL 2015

    4.1 CROSS COMPLIANCE (CC)

    Informationen zu den Cross Compliance Bestimmungen, die alle PUL-Teilnehmer einhalten mssen sowie

    die zugrundeliegenden Rechtsnormen finden Sie im Merkblatt Cross Compliance, das unter www.ama.at

    als pdf-Dokument heruntergeladen werden kann.

    4.2 MINDESTANFORDERUNGEN FR DIE AUSBRINGUNG VON DNGE- UND PFLANZENSCHUTZMITTELN

    Im PUL 2015 sind folgende einschlgige Mindestanforderungen fr den Einsatz von Dnge- und

    Pflanzenschutzmitteln zu beachten:

    Mindestanforderungen fr die Ausbringung von Dngemitteln:

    Stickstoffdngung:

    Einhaltung der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft gem der EWG-Richtlinie 676/91 und der

    !

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  • Merkblatt PUL 2015 Seite 5 von 72 www.eama.at | www.ama.at

    Umsetzung im Aktionsprogramm Nitrat mit denen die Verringerung der Nitratverunreinigung erreicht

    werden soll.

    Phosphordngung:

    Betreffend Phosphordngung sind die Empfehlungen fr die sachgerechte Dngung des Fachbeirates fr

    Bodenschutz und Bodenfruchtbarkeit zu bercksichtigen.

    Wenn keine Phosphormineraldnger verwendet werden, ist bei Einhaltung der Vorgaben des Akti-

    onsprogramms Nitrat fr die Stic