Mis humildes paraأ­sos - humildes+paraأ­sos...آ  Tan allأ، resuena el vilipendio, que la malmirada,

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  • Fernando Arrabal

    Mis humildes paraísos

    Meine bescheidenen Paradiese

    Deutsch von Ina Fiensch

    Da das spanische Original (1985) mit abgedruckt ist, zielen die deutschen Fassungen eher auf

    eine wörtliche Übersetzung als auf eine freie Nachdichtung. Die 21 Illustrationen wurden aus

    El sueño de los insectos, dem teilweisen Neudruck von 1992, übernommen.

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    Mis humildes paraísos, spanisch - deutsch

    El gorgojo

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    I

    Clausurado en un guisante el gorgojo prudente vacila entre la introversión y la misantropía. Al punto de despuntar se encelda en las entrañas no para nacer de nuevo, sino para enterrarse. No se satisface con menos que con todo pero, como poco le parece, se retira desilusionado a la grandeza de su esperanza frustrada, a la ruindad de su socavado grano. Todo lo ocupa su conocimiento alivio de su soledad, aunque no su reconocimiento. No revienta de desconocimiento, su melancolía lo entretiene deteniéndolo. Quisiera vivir en la nada el que es todo inteligencia. Si el pesimismo, corazón de la prudencia. es sombra tan fulgurosa, ¡cómo sería la luz!

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    I

    Eingeschlossen in einer Erbse schwankt der bedachtsame Kornkäfer zwischen Introversion1 und Menschenhaß. Kurz vor dem Keimen schließt er sich (in einer Zelle) im Inneren ein nicht um neu geboren zu werden, sondern um sich (lebendig) zu begraben2. Er ist nicht mit weniger zufrieden als mit allem aber, weil es ihm gering erscheint, zieht er sich enttäuscht zurück zu der Größe seiner frustrierten Hoffnung, zu der Knauserei seines ausgehöhlten Samenkorns. Alles wird eingenommen von seiner Erkenntnis, Erleichterung seiner Einsamkeit, wenn auch nicht von seiner An-Erkenntnis3. Er birst nicht vor Unkenntnis, seine Melancholie unterhält ihn und hält ihn auf. Er würde im Nichts leben wollen er, der ganz Intelligenz ist. Wenn schon der Pessimismus, Herzstück der Bedachtsamkeit, ein so strahlender Schatten ist, Was wäre da erst das Licht!

    1 Bedeutet: auf das eigene Innenleben konzentriert/ Zurückgezogenheit/ Verschlossenheit = Introvertiertheit (steht nicht im Duden). 2 Im Sinne von: sich abschotten/ sich von der Umwelt und den Menschen abschließen. 3 Um auch im Deutschen bei der Wortwiederholung zu bleiben, steht hier „An-Erkenntnis“ statt ‘Anerkennung’.

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    II

    Engalana sus breves líneas el mosquito con la bizarría del garbo y con las precisas exigencias de la esencia. Los segmentos de sus patitas señalan la distancia entre la vida y el vacío. Inclino mi oreja a su sabio zumbido que es sabiduría superflua para el insecto y prolija para el que no quiere oír.

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    II

    Ihre kurzen Linien schmückt die Mücke mit der Kühnheit der Anmut und mit dem,was für das Wesen notwendig ist. Die Segmente ihrer Beinchen bezeichnen den Abstand zwischen Leben und Leere. Ich neige mein Ohr ihrem weisen Summen das für das Insekt überflüssige Weisheit ist und lästig für den, der nicht hören will.

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    7

    III

    Se ve vivir entre tinieblas la cucaracha, sola, que sólo los bien vistos son visibles. Todo se conjura para ofenderla. Aquello por lo que ella es tal echa a sus espaldas la negrura y entre sus patas lo rastrero perfumando de hedor su diligencia. Pretende desempeñarse acaudalando ofensa sobre ofensa. Entre tantas maravillas de la noche, la que menos le satisface es ella, cuando más se reconoce menos se admira y corre para desvanecerse en su vanidad desvanecida. Tan allá resuena el vilipendio, que la malmirada, de las miradas se esconde bajo el más vil pendón.

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    III

    Man sieht sie in der Dunkelheit leben die Kakerlake, allein, denn nur die gern Gesehenen sind sichtbar. Alle verschwören sich um sie zu beleidigen. Der Grund, warum sie so ist wie sie ist wirft die Schwärze auf ihren Rücken und zwischen ihre Beine das Verachtenswerte und parfümiert ihre Sorgfalt mit Gestank. Sie strebt danach sich auszulösen indem sie eine Beleidigung nach der anderen sammelt4. Unter allen Wundern der Nacht, ist sie das, welches sie am wenigsten zufriedenstellt,5 je mehr sie sich selbst erkennt, um so weniger achtet sie sich und sie läuft, um zu verschwinden in ihrer verschwindenden Eitelkeit. So sehr hallt dort die Verachtung wieder, daß sie, die Unbeliebte, sich versteckt vor den Blicken unter dem elendsten Banner.

    4 Im Sinne von: anhäufen; ‘acaudalar’ ist immer in Verbindung mit ‘Vermögen, Schätze, Geld sammeln’ zu sehen, um so ungewöhnlicher erscheint die Verbindung mit „ofensa“. 5 Das heißt: ‘sie ist das Wunder der Nacht, welches mit sich selbst am wenigsten zufrieden ist’.

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    La libélula

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    IV

    ¡Con qué jubilosa exactitud el color, celoso de la forma, concibió los matices en las alas de la libélula! ¡Con qué fulgores precisos la armonía puso colofón al destello irisado de su gama! ¡Con qué reverencia justa los afectos variaron los tonos para una belleza mas sentida que creada! ¡Con qué regalo infinito los infinitos colores dejan de ser hermosos para aparecer sublimes!

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    IV

    Mit welch jubelnder Genauigkeit entwarf die Farbe, eifersüchtig auf die Form, die Nuancen in den Flügeln der Libelle! Mit welch präzisem Schimmern setzte die Harmonie den Schlußakkord zum schillernden Aufblitzen ihrer Farbskala! Mit welch treffender Hochachtung wechselten die Emotionen die Farbtöne zu Gunsten einer Schönheit fühlbarer als erschaffen6! Mit welch grenzenlosem Geschenk hört die unendliche Farbenvielfalt auf schön zu sein um erhaben zu erscheinen!

    6 Das heißt: ‘zu Gunsten einer Schöheit/ die man stärker fühlt, als sie ursprünglich erschaffen wurde’

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    El hilo de la virgen

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    V

    Entre dos cimas de un soplo la araña traza como línea de lo sutil el hilo de la virgen.

    ¡Cuánta ventaja lleva el hilo a la tela en el cruce de la precisión con el tino! Hermoso es el punto que brilla más aún la línea que luce. Atiende a la simetría que armoniza en proporcionada senda. Recoveco gustosamente tan perdido como con tanta rectitud hallado que más que de finezas laberinto es refinado atajo. Hebra moradora del aire que hilvana con su hilo, que con su fulgor la noche anima, que lo tenue ilumina con tan etérea gracia. ¿Cuál es su duración y cuál su fin en el estar y en el ser? que la sutileza hija es del rigor y madre de la agudeza.

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    V

    Zwisc