Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Februar 2014

  • View
    562

  • Download
    0

Embed Size (px)

DESCRIPTION

In der Februar-Ausgabe unseres Newsletters „Leben und Arbeiten im Ausland“ erfahren Interessierte unter anderem, warum eine Shopping-Tour im Urlaub selbst in einem EU-Land im Nachhinein teuer zu werden kann, welches Land die geringsten gesetzlich geregelten Urlaubstage hat und weshalb das Einlagern von Möbeln bei einer Auslandsentsendung steuerlich nicht absetzbar ist. Spannend ist diesmal das Interview mit Susann Salzbrenner, die bereits in den USA, in Australien, China, Dänemark und Frankreich gelebt hat und über die Herausforderungen einer bi-kulturellen Partnerschaft spricht. Unsere Gastautorin Constance Grunewald-Petschke berichtet aus Istanbul, wie es sich anfühlt, aufgrund der Auslandsentsendung Ihres Mannes das Leben einer Expat-Frau zu führen und Sicherheitsexperte Benjamin Beutekamp erläutert, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter in Krisenregionen mit einem kostengünstigen Sicherheitskonzept schützen können. Zudem berichten wir darüber, warum die exzessive Smartphone-Nutzung unglücklich machen kann, wie viele Millionäre in Dubai leben und weshalb Nüsse nicht dick machen. Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter http://www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

Text of Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Februar 2014

  • 1. NEWSLETTER FEB 14EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, INHALTim Geschfstleben ist es heute mehr denn je blich, internationale Partnerschaften einzugehen. Was fr den Business-Bereich gilt, hlt nun auch zunehmend Einzug ins Privatleben. Immer mehr Expats leben in bi-kulturellen Partnerschaften - das heit, beide haben eine jeweils unterschiedliche Nationalitt und kulturelle Prgung. Wie sich dies im Beziehungsalltag niederschlgt, sagt unsere Interviewpartnerin Susan Salzbrenner, die zurzeit mit ihrem brasilianischen Freund und den beiden gemeinsamen Kindern in Frankreich lebt. Noch immer werden berwiegend Mnner ins Ausland entsandt. Fr gewhnlich begleiten die Ehefrauen beziehungsweise Lebenspartnerinnen ihren Mann ins Ausland und lassen oftmals neben ihrem Job eine ganze Menge Dinge in der Heimat zurck. Wie es sich anfhlt, von der Karriere-Frau zur Expat-Frau zu werden, erfahren Sie in einem spannenden Gastbeitrag ab der Seite 9. Viele Deutsche Unternehmen haben Auslandsniederlassungen in Lndern, die ein hohes Krisenpotenzial haben. Immer wieder geraten deutsche Mitarbeiter vor Ort in Gefahrensituationen. Unser Gastautor und Berufssoldat Benjamin Beutekamp hat ein kostengnstiges und effektives Sicherheitskonzept entwickelt, ber das Sie auf der Seite 8 Einzelheiten erfahren. Empfehlen kann ich Ihnen auerdem einen Beitrag ber die Gefahren, die Einkaufsbummel im Urlaubsland bergen. Um diese darzustellen, hat die Redaktion auf der Seite 5 einen realen Fall skizziert. Weitere hilfreiche Rechtsneuigkeiten finden Sie wie immer in unserer beliebten Rubrik Rechtliches. Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lektre und denken Sie stets daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihr Andreas OpitzBDAE INTERN Arbeitsgemeinschaft Auslandsentsendung in Hamburg mit Schwerpunkt Brasilien ..................2 Zahl des Monats ..................2 BDAE auf der ITB mit Fachvortrag .......................2 DAS INTERVIEW Erziehungstipps von 20 Nationalitten ..............3 RECHTLICHES Shoppen im Urlaub: Vorsicht in Sachen Zoll......5 Gesetzliche Urlaubstage: Amerikaner am schlechtesten dran..........................6 Krankenversicherung in der EU: Zuschuss des Arbeitgebers ist steuerfrei....6 Auslandsentsendung: Einlagern von Mbeln nicht steuerlich absetzbar..........6 Kuwait fhrt Arbeitslosenversicherung ein................7 Scheidung auf Griechisch ...7 EXPATRIATES Was Unternehmen und Expats aus den Erlebnissen von BNDMitarbeitern in SaudiArabien lernen sollten ..........8 Was es heit, eine Expat-Frau zu sein .....................................9 AIRLINE NEWS Neues von den Airlines .....11 Beliebteste Reiseziele der Deutschen 2014...............12 VERMISCHTES Top-10 Zeitvertreibe am Flughafen ........................13 Community fr Expats in Berlin................................13 Mit dem Fahrrad von Alaska nach Panama .......13 Buchtipp: Modernes Geschftsreise-Management13 ... FORTSETZUNG AUF SEITE 2 ...1

2. BDAE INTERN ARBEITSGEMEINSCHAFT AUSLANDSENTSENDUNG IN HAMBURG MIT SCHWERPUNKT BRASILEN Vom 24. bis 25. Mrz trifft sich in Hamburg erneut die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Auslandsentsendung unter der Leitung von Omer Dotou von der BDAE Consult GmbH. Lnderschwerpunkt der Hamburger ARGE ist diesmal Brasilien. Zurzeit steht die brasilianische Wirtschaft fr deutsche Unternehmen besonders im Fokus und dies nicht nur wegen der bevorstehenden Sportereignisse wie die Fuball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr und die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2016. Zwischen Deutschland und Brasilien hat sich der Handel in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Laut dem Bundesverband der deutschen Industrie erwirtschaften 1.600 deutsche Unternehmen in Brasilien rund 16 Prozent des industriellen Bruttoinlandsprodukts. Entsprechend hoch ist die Anzahl der in Brasilien beschftigten deutschen Mitarbeiter. Diese sollen sich rasch in einer fremden Kultur zurechtfinden, neue Niederlassungen aufbauen, lokale Mitarbeiter fhren und das Geschft erfolgreich ausbauen.ihre arbeitgeberseitigen Pflichten wahr. Die Schwerpunkte des Workshops:Damit der Auslandseinsatz jedoch nicht zum Verlustgeschft wird, mssen die Unternehmen, speziell die HR-Verantwortlichen, ber die einschlgigen steuerlichen und vor allem arbeitsrechtlichen Bestimmungen des Einsatzlandes Bescheid wissen. Dabei entlasten sie nicht nur die Mitarbeiter, sondern nehmen Mglichkeiten der Untersttzung von Mitarbeitern bei einer ggf. bestehenden zeitweisen DoppelbesteuerungZAHL DES MONATSBei Fragen zur Arbeitsgemeinschaft kontaktieren Sie bitte Omer Dotou (odotou@bdae.com).181 MILLIONEN PASSAGIERE flogen 2013 von deutschen Flughfen ab.BDAE AUF DER ITB MIT FACHVORTRAG Vom 5. bis 7. Mrz 2014 finden zum wiederholten Male die Business Travel Days auf der ITB Berlin statt. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Geschftsreise-, Travel- und Eventmanager sowie an Assistenzen, MICE-Planer und Studenten. Zu dem Veranstaltungsprogramm zhlen zahlreiche Vortrge, Diskussionen und Workshops, die aktuelle Branchenfragen klren und neue Impulse geben sollen.mit einem 20-mintigen Einfhrungsvortrag von BDAE-Pressesprecherin Anne-Katrin Schulz zum Thema Gut geplant, sicher entsandt Mitarbeiterentsendungen ins Ausland richtig planen. Vertieft wird dieses Thema von ihr zum Abschluss des Thementages von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr in einem Workshop. In diesem werden sozialversicherungsrechtliche Aspekte einer Auslandsentsendung erlutert und aufgezeigt, wie eine verbindliche Entsenderichtlinie den Prozess der Auslandsentsendung nicht nur strukturiert, sondern Konflikte vermeidet.Erstmals gibt es einen Business Travel Thementag. Am Freitag, 7. Mrz dreht sich alles um Geschftsreisende und Expatriates. Los geht es um 12.00 Uhr... Das lokale Arbeitsrecht Welche Regelungen sind bei einer Entsendung zu beachten? Legale Einreise nach Brasilien, ein langatmiger Prozess mit vielen Hrden. Sozialversicherung bei lokaler Beschftigung oder Entsendung Was ist zu beachten? Erste Erfahrungen mit dem Sozialversicherungsabkommen. Zwischen Deutschland und Brasilien ist derzeit kein gltiges Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft. Bei der Entsendung von Mitarbeitern in solche Lnder, mit denen Deutschland kein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat, sind einige Besonderheiten zu beachten:GESUNDHEIT INTERNATIONAL Medizintourismus in Deutschland.....................14 Unglckliche SmartphoneNutzer ..............................14 AUS ALLER WELT Deutsche Unternehmen in USA sehr zufrieden .........15 Nsse sind keine Dickmacher......................15 Hilfreiche Apps fr Lissabon ...........................15 Dubai hat 26.000 Millionre ........................16 Fast jeder zweite Aussteller ist im Ausland prsent ....16 IMPRESSUM...................17 Bedeutung der Aufgabe des deutschen steuerlichen Wohnsitzes Vermeidung der Doppelbesteuerung nach deutschem nationalen RechtAuslandsentsendungen sind ungeheuer komplex. sagt Anne-Katrin Schulz 2und erlutert weiter: In unserem Vortrag mchten wir Travel Managern und HR-Verantwortlichen verdeutlichen, welche Gebiete und Aspekte das Thema internationaler Personaltransfer berhrt ohne uns dabei in Details zu verlieren. www.itb-kongress.de/BusinessTravelDays/ Swapan - Fotolia.com 3. DAS INTERVIEW ERZIEHUNGSTIPPS VON 20 NATIONALITTEN Seit 2007 lebt Susan Salzbrenner im Ausland, unter anderem in Australien, China, Dnemark und aktuell in Frankreich. Wie ein solches kosmopolitisches Leben aussieht und wie eine bi-kulturelle Partnerschaft gelingt, verrt sie im Interview. BDAE: Sie sind gerade einmal 31 Jahre jung und haben bereits in den USA, Australien, Dnemark und China gelebt. Aktuell ist ihr Zuhause Frankreich. Wie kommt es, dass Sie schon so viel herumgekommen sind? Salzbrenner: Dies ist wahrscheinlich meiner Erziehung geschuldet. Ich bin in der DDR geboren und meine Eltern hatten erlebt, wie es ist, wenn man kaum reisen darf. Deshalb ermglichten sie es mir schon frh, die Welt kennenzulernen. Mit 16 machte ich bereits ein Austauschjahr in Kansas, USA. Diese Erfahrung war sehr prgend fr mich, denn ich war unter all den Amerikanern in einer typischen Kleinstadtschule die einzige Auslnderin. Hinzu kam, dass ich eine Gesellschaft mit ganz anderen Wertvorstellungen kennenlernte als jene, die in meiner Sozialisation eine Rolle gespielt hatten. Beispielsweise war Religion in der Gegend, wo ich mein Austauschjahr machte, von groer Wichtigkeit, wohingegen dieses Thema im skularisierten Osten Deutschlands so gut wie gar keine Rolle spielte. Dieser erste lange Auslandsaufenthalt hat mich so sehr geprgt, dass ich fortan eine groe Faszination fr das Multikulturelle hatte. Ich beschloss, in Jena Psychologie mit Schwerpunkt Arbeits- und Betriebspsychologie zu studieren und bin dort wieder mit interkulturellen Themen in Berhrung gekommen. Spter habe ich noch eine Ausbildung zur zertifizierten interkulturellen Trainerin abgeschlossen. Fr meine Abschlussarbeit bin ich nach Brisbane in Australien gezogen, wo ich speziell ber die Integration asiatischer Immigranten geforscht habe.Salzbrenner: Die Situation war natrlich eine ganz andere als in dem gut durchorganisierten Highschool-Jahr. Dort habe ich viel Untersttzung durch die Austausch-Organisation erfahren, es gab Vorbereitungskurse und ich war in eine Familie integriert. Dadurch lief im Rckblick vieles sehr viel unselbststndiger ab als beispielsweise whrend meines Aufenthaltes als Studentin in Brisbane. Nichtsdestotrotz war mir auch whrend des Austauschjahrs in den USA wichtig, mglichst viel selbst zu regeln, so auch den Wechsel in eine neue Gastfamilie. Der Start in Australien war mit greren Freiheiten verbunden. Ich lebte in einer groen Wohncommunity mit 12 Zimmern, in denen unterschiedliche Nationalitten lebten. Das war unheimlich spannend und oft auch stressig, da viele verschiedene kulturelle Kontexte aufeinanderprallen sei es in punkto Essenszeiten, Nachtruhe oder Partyfrequenz. Die Einheimischen habe ic