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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juni 2013

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n der Juni-Ausgabe des BDAE-Newsletters “Leben und Arbeiten im Ausland” stellen wir unter anderem ein neues Kinderbuch vor, das sich speziell an die Zielgruppe von Expat-Familien richtet und ihr könnt ein spannendes Interview mit einer Auswanderin lesen, die seit vielen Jahren im südafrikanischen Kapstadt glücklich ist. Weitere Beiträge informieren etwa darüber, welche Voraussetzungen für den Bezug von Auslandsrente gegeben sein müssen, wann die Reiserücktrittsversicherung auch wirklich zahlt und warum Reisende wegen einer Flugverspätung in einem Hotel zwangsübernachten müssen, das einen niedrigeren Status hat als etwa das Hotel in der Urlaubsdestination. Unser Business-Knigge Japan liefert grundlegende Tipps und Verhaltensregeln für die Reise ins Land der aufgehenden Sonne und ein weiterer Beitrag erläutert, was bei Bauch- und Magenschmerzen im Ausland hilft. Interessante Kurzmeldungen finden Sie des Weiteren in den Rubriken „Airline News“, „Vermischtes“ und „Aus aller Welt“. So will China beispielsweise ein Gesetz zugunsten von Touristen einführen und Deutschland ist einer internationalen Studie zufolge das meist geschätzte Land der Welt. Der BDAE e.V. wünscht eine gute Unterhaltung.

Text of Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juni 2013

  • 1. 1 EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, Expat-Familien mssen oft mit erleben, dass befreundete Familien mit ihren Kin- dern das gemeinsam Entsendeland ver- lassen. Mit neu zugezogenen Expats werden wiederum auch neue Freund- schaften geknpft. Insgesamt ist das Kommen und Gehen an den Expatriate- Destinationen der Welt schon eine be- sondere Situation fr die Kleinen. Ein neues Kinderbuch - geschrieben von der Frau eines Expats fr die gemeinsamen zwei Kinder - befasst sich auf spieleri- sche Art mit genau diesem Thema. N- heres ber die empfehlenswerte Lektre erfahren Sie auf der Seite 2. Die einen leben fr eine lngere Zeit im Ausland, die anderen lernen die Welt ber Urlaubsreisen kennen. Leider kommt es vor, dass der Urlaub storniert werden muss. Wann die Reisercktritts- versicherung zahlt und welche die hu- figsten Stornierungsgrnde sind, er- llutert ein Beitrag auf der Seite 5. Schlechte Karten haben brigens Rei- sende, deren Flieger dermaen versp- tet ist, dass sie in der Nhe des Ab- flughafens bernachten mssen. Was ein aktuelles Gerichtsurteil zu diesem Thema ergeben hat, darber informiert ein Beitrag auf der Seite 6. Wer plant, in absehbarer Zeit nach Japan zu reisen, findet ein paar grund- legende Tipps und Verhaltensregeln in unserem Business-Knigge ab der Seite 7. Ein weiterer Artikel auf der Seite 13 lie- fert praktische medizinische Hinweise darber, was zu tun ist, wenn Sie im Ausland mit Bauch- und Magenschmer- zen zu kmpfen haben. Interessante Kurzmeldungen finden Sie auch wieder in unseren Rubriken Vermischtes und Aus aller Welt. Ich wnsche Ihnen viel Spa bei der Lek- tre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihr Andreas Opitz NEWSLETTER JUN13 INHALT BDAE INTERN Buchtipp fr Expat-Kinder: Freundschaft in Dubai ......2 Lesertipps.............................2 DAS INTERVIEW In Sdafrika lebt man im Hier und Jetzt ....................3 RECHTLICHES Rente im Ausland: Die Voraussetzungen...............5 Reisercktritt: Wann die Versicherung zahlt ............5 Bei Flugversptung geht Zweckmigkeit vor Luxus 6 Keine Steuervorteile fr Grenzpendler in der Schweiz................................6 EXPATRIATES Business-Knigge Japan ..........7 AIRLINE NEWS Sicherste Airlines der Welt..9 Neues von den Airlines .......9 VERMISCHTES Beliebtes Bangkok ............11 Deutschland weltweit am meisten geschtzt ...........12 Guess where ......................12 Deutsche verlassen Spanien..............................12 GESUNDHEIT INTERNATIONAL Was bei Bauch- und Magenschmerzen auf Reisen hilft.......................13 ... FORTSETZUNG AUF SEITE 2 ...

2. BUCHTIPP FR EXPAT-KINDER: FREUNDSCHAFT IN DUBAI Friendship is about Dubai lautet der Titel eines wunderbar illustrierten Bilder- buches fr Kinder von Expats in Dubai. Die Handlung: Die kleine Eule Okelani zieht von weit her mit ihren Eltern nach Dubai. In der Schule lernt sie Tarun den Tiger, Lou das Nilpferd und Dina das Kamel kennen. Die bunt gemischte Truppe (reprsentativ fr den Schmelz- tiegel Dubai) erkundet gemeinsam mit Okelani die Attraktionen in und um Dubai und erfhrt den Wert von Freund- schaft. Jeder Ausflug wird von der Autorin und Illustratorin Stefanie Opitz in spieleri- schen Reimen erlutert und endet stets mit einer Erkenntnis ber das Wesen der Freundschaft. Gleichzeitig schafft es die Autorin, Kindern die Angst vor einem Ortswechsel zu nehmen denn egal, wo sie sind, an jedem Ort der Welt werden sie Freundschaften knpfen knnen. Stefanie Opitz ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen und lebt seit mehreren Jahren mit ihrem Mann und ihren zwei Shnen in Dubai. In den letzten fnf Jahren haben wir oft gute Freunde Dubai verlassen sehen und waren er- staunt, dass kein Kinderbuch ber das Kommen und Gehen von Expat-Familien zu finden war. Gibts ja nicht, dachten wir, erinnert sich Stefanie Opitz, die dann kurzerhand beschloss, selbst ein Buch darber zu schreiben und an ihr altes Hobby dem Malen und an bunt il- lustrierten Kinderbchern anzuknpfen. Sie dachte sich zunchst ein Storyboard aus, schrieb den Text und fing an, mit Papier und Pinsel zu Malen. An dieser Technik verzweifelte sie jedoch und lernte dann an einem Mac, mit Photo- shop und Tablet zu zeichnen. Auf dem Emirates Festival of Literature erhielt sie von mehreren Bestsellerautoren den Tipp, die Texte fr die Kinderbcher zu reimen. Also reimte sie mit ganz viel Mue, illustrierte noch mehr Bilder und layoutete das Buch schlielich neu. Das englischsprachige Buch Friendship is about Dubai ist eine tolle Lektre fr drei bis achtjhrige Kinder, deren Eltern ins Ausland gehen. Aber auch Erwach- sene haben ihren Spa beim Lesen des Buches, das Erinnerungen an Der kleine Prinz wach werden lsst. Die lee- ren Seiten am Ende des Buches, in die eigene Fotos eingeklebt werden kn- nen, macht das Buch zu einem ganz persnlichen Erlebnis. Buchinformationen: Stefanie Opitz: Friendship is about Dubai; 75 AED (rund 15 Euro); ISBN: 978-9948- 20-057-4; Bezug ber Facebook: https://www.facebook.com/Friendship- IsAboutDubai. Dort sind alle Verkaufs- stellen aufgelistet und Interessierte haben die Mglichkeit, der Autorin per- snlich eine Nachricht zu schicken. LESERTIPPS Die BDAE-Newsletter-Redaktion hat von einem Leser Tipps zu den Themen Als Rentner ins Ausland und Urlaubs- knigge erhalten. Hinsichtlich einer Adressnderung bei Rentenbezug im Ausland empfiehlt der Leser, sich im Wohnsitzstaat ein Postfach einzurichten, somit entfllt die Adress- nderung. Dies hilft auch, wenn es am Wohnort im Ausland keine Straenna- men auf Englisch gibt. Weiterhin rt er Rentnern im Ausland, sich die Rente auf einem deutschen Konto auszahlen zu lassen, um etwa Doppelbesteuerungen zu vermeiden. In Sachen Urlaubsknigge weist er darauf hin, dass es in Taiwan kein klassisches Trinkgeld gibt. Entweder werden zehn Prozent auf die Rechnung im Restaurant oder im Hotel aufgeschlagen oder es bleibt beim ursprnglichen Rechnungs- wert. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld und reagieren eher verwirrt, wenn Fahr- gste ihnen mehr als den ausgewiese- nen Preis zahlen. Einzige Ausnahme hinsichtlich der Vergabe von Trinkgeld ist der Page im Hotel. Dieser bekommt in der Regel 50 taiwanesische Dollar (rund 1,25 Euro) pro Koffer und dies bereits seit knapp 30 Jahren. Des Weiteren hat unser Leser herausge- funden, dass es das Wort Trink- geld im japanischen Sprachge- brauch nicht gibt. 2 BDAE INTERN mapoli-photo - Fotolia.com ... AUS ALLER WELT App fr Neu-Schweizer.....14 Neues Tourismus-Gesetz in China............................14 Taiwan: Kostenlose Internet- verbindung fr Touris .....14 IMPRESSUM .................... 14 3. BDAE: Wann und aus welchen Grnden hat es Sie nach Sdafrika verschlagen? Teufel: Ich habe damals fr die P l a t t e n f i r m a EMI/Elektrola gearbeitet und bin als Kunden- betreuerin einer Knstlerin fr ei- nen Musikvideo- Dreh nach Sd- afrika geschickt worden. Das war im Jahr 2002. Ich habe mich sofort in das Land verguckt. Nach diesem Projekt ging es zurck nach Hamburg, wo ich bis dato lebte. Ich war zu diesem Zeit- punkt nicht besonders glcklich mit mei- nem Job, deshalb bewarb ich mich kurzerhand bei der Firma, fr die ich da- mals den Job in Sdafrika gemacht hatte und wurde tatschlich fr eine Sai- son als Produzentin gebucht. Eine klas- sische Saison dauert in Sdafrika un- gefhr von November bis Mitte April. Danach flog ich wieder zurck nach Hamburg und berlegte mir, wie es wei- tergehen sollte. Ich sagte mir, jetzt oder nie und bewarb mich erneut fr einen Auftrag, so dass ich ein halbes Jahr sp- ter im Jahr 2004 nach Sdafrika auswan- dern konnte. Arbeitstechnisch habe ich mich zum Glck schnell etablieren kn- nen, inzwischen arbeite ich als freie Line Producerin fr Cyclone Films, ein Unter- nehmen, das internationale Werbefilme produziert. BDAE: Warum hat Sie das Land bezie- hungsweise Kapstadt, wo Sie jetzt leben, so gepackt? Teufel: Die Menschen sind einfach lo- ckerer und offener, sehr freundlich, zudem sind sie weniger statusbezogen als etwa in Deutschland. Und dann haben mich die vielen unterschiedlichen Kulturen wahnsinnig fasziniert. Sd- afrika ist von jeher ein melting pot. Dann hat Kapstadt einen immens hohen Freizeitwert. Aufgrund der Lage am Meer gibt es ein richtiges Strandleben und die Natur ist atemberaubend. Man kann wandern gehen und aufgrund des berwiegend schnen Wetters gibt es so viele Mglichkeiten, etwas drauen zu unternehmen. Die Lebensqualitt ist dadurch ziemlich hoch, was ich sehr schtze. BDAE: Gibt es etwas, das Sie an Sd- afrika weniger mgen? Wie steht es etwa um die Kriminalitt? Erst vor Kur- zem sorgte der Mord an der Freundin des Paralympic-Siegers Oscar Pistorius fr weltweite Schlagzeilen. Teufel: Das war sehr tragisch, zumal ich dessen Freundin Reeva Steenkamp wh- rend eines Filmdrehs persnlich kennen- gelernt hatte. Eine sehr nette Person war sie. Man muss aber unterscheiden zwi- schen dem, was in den Medien regel- recht hochgepusht wird und wie die Realitt aussieht. Sdafrika hat ein Pro- blem mit der Kriminalitt ohne Frage. Statistisch gesehen sind insbesondere die Townships, also die weiter auerhalb gelegenen rmeren Gegenden betrof- fen. Ich selbst lebe seit Jahren in einer Mittelklassegegend. Ich habe keine hohe Mauer, die mein Haus abschirmt und bin bislang nie Opfer eines berfalls geworden. Ich kann mich auch abends noch frei bewegen und fhle mich si- cher. Aber ja, auch in meinem Umfeld habe ich es schon erlebt, dass Menschen ausgeraubt wurden. Wer in Kapstadt lebt, wei mit der Zeit, wie man sich entsprechend verhlt und bewegt. Es ist natrlich nicht empfehlenswert, Reich- tum oder Schmuck zur Schau zu stellen, wenn man sich beispielsweise in Ge- genden mit einer hohen Verbrechens- quote bewegt. Alles in allem fhle ich mich berhaupt nicht bedroht. Die Art der Berichterstattung ber Sd- afrika in Deutschland ist oft sehr eindi- mensional. hnliches passiert allerdings auch in der internationalen Presse, wenn beispielsweise in Deuts