Plakat: Bildbearbeitung mit Photoshop (Elements) .Plakat: Bildbearbeitung mit Photoshop (Elements)

  • View
    214

  • Download
    0

Embed Size (px)

Text of Plakat: Bildbearbeitung mit Photoshop (Elements) .Plakat: Bildbearbeitung mit Photoshop (Elements)

Plakat: Bildbearbeitung mit Photoshop (Elements)

Eine Kooperation von Landesinstitut fr Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg und Apple

Gestaltung von Plakaten

Das Plakat steht zwischen dem Seitenlayout und der knstlerischen Grafik. Es ist ein Bild, das als Komposition ganzheitlich und durch be-stimmte Akzente wirken muss. Die Schrift ist gr-er und hat eine grere Laufweite als im Sei-tenlayout, sie wird zum wichtigen Bildelement.Gleichzeitig konkurriert ein Plakat in der Regel mit anderen, das heit, es muss mglichst schnell Aufmerksamkeit erzeugt und die wich-tigste Botschaft vermittelt werden. Diese Bot-schaft muss sich nicht auf den eigentlichen Inhalt beziehen (Ich bin doch nicht bld!), der kann dann auch in einem zweiten Schritt erschlossen werden (Mediamarkt). Noch wichtiger als beim Seitenlayout ist daher der zeichnerische Entwurf, der bildnerisches Denken erfordert. Am besten mit Buntstiften, um eine Farbkomposition von Grund, Schrift und Bild zu ermglichen.Mit einem Plakat in der Schule knnen wir fr Schulveranstaltungen werben oder unterrichtliche Inhalte thematisieren. Fr ein Plakat mit Entwurf als Skizze, Bildbeschaffung, Aufbereitung der Bilder, Komposition und Export bentigen wir etwa zwei Doppelstunden. Es kann in dem in diesem Arbeitspapier beschriebenen Umfang etwa ab Klasse 9 eingesetzt werden, bei Verzicht auf komplexere Inhalte oder guten Vorerfahrun-gen auch entsprechend frher.

Photoshop und Photoshop Elements

Adobe Photoshop CS ist als Schulversion pro Arbeitsplatz ab etwa 300 zu haben. Das ist fr viele Schulen ganz schn teuer. Gnstiger kommt Adobe Photoshop Elements 3 mit etwa 70 pro Arbeitsplatz oder als Klassenraumlizenz (16 Arbeitspltze) fr etwa 410 . Photoshop Elements hat einen hnlichen Funktionsumfang wie Photoshop, es fehlen jedoch professionelle Exportmglichkeiten, auerdem sind Menbe-fehle und Buttons teilweise anders angeordnet.Das Arbeitspapier hlt sich an Photoshop CS, dokumentiert aber Abweichungen in Photoshop Elements 3. Beide Programme gibt es sowohl fr Mac OS X, als auch fr Windows.

Eine neue Datei anlegen und sichernNach dem Start von Photoshop gehen wir auf DateiNeu..., bei Elements heit es Datei-NeuLeere Datei..., und whlen im erschei-nenden Fenster als Vorgabe A3 aus . Eine Auflsung von 300 Pixel/Zoll erzeugt eine knapp 50 MB groe Datei, daher sollen 150 Pixel/Zoll fr unsere Zwecke reichen . Die Auflsung ist die Anzahl der Bildpunkte auf einem Zoll, als Einheit lesen wir hufig auch dpi, dots per inch. Monitore haben eine Auflsung von 72 dpi, daher werden Bilder fr das Ausga-bemedium Bildschirm (z.B. Internet) in dieser

Auflsung gespeichert. Fr das Ausgabemedium Print werden hhere Auflsungen bentigt 300 dpi sind fr unseren Drucker zu Hause in der Re-gel jedoch ausreichend, Druckereien nennen hufig Werte wie 300 dpi oder gar 600 dpi.Achtung: mit der Verdoppelung der Auflsung vervierfacht sich der Speicherbedarf des Bildes! Das bedeutet in erster Linie eine langsamere Performance in Photoshop. Daher sollte die Auf-lsung nur so gro sein, wie unbedingt ntig!Als Farbmodus whlen wir nun CMYK , was uns in Elements leider nicht mglich ist, dort blei-ben wir bei RGB. Der RGB-Modus (Rot, Grn, Blau) beruht auf additiver Farbmischung (Licht; Rot + Grn + Blau = Wei), daher ist er die erste Wahl fr das Ausgabemedium Bildschirm. Fr das Ausgabemedium Print arbeiten wir besser im CMYK-Modus (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz), das auf subtraktiver Farbmischung beruht (Pig-mente; Cyan + Magenta + Gelb = Schwarz). Die nachtrgliche Konvertierung zwischen den Farb-modi RGB und CMYK kann problematisch sein. Mglicherweise verndert sich die Darstellung der Farben.Wir klicken auf OK und Photoshop zeigt uns nun die Arbeitsflche unseres Plakats an, das wir mit DateiSpeichern unter... sofort sichern. Als For-mat whlen wir Photoshop , tippen den Datei-namen ein , suchen einen geeigneten Speicherort und klicken auf Speichern.

Seite 2 von 8

Plakat: Bildbearbeitung mit Photoshop (Elem

ents)

Plakat: Bildbearbeitung mit Photoshop (Elem

ents)Fotomaterial beschaffenUm an geeignetes Bildmaterial fr unser Plakat zu gelangen, gibt es viele Mglichkeiten. Wir knnen Fotos einscannen, Fotoarchive im Inter-net oder auf CD durchblttern oder Fotos selber machen. Letzteres ist wohl am Einfachsten und rechtlich unbedenklich, mit einer Digitalkamera knnten wir die Fotos in iPhoto importieren und von dort die Bilder bei gedrckter Maustaste auf das Photoshop-Symbol im Dock ziehen.Oft haben wir aber keine andere Wahl, als auf vorhandenes Material zurckzugreifen, zum Bei-spiel einzuscannen. Dabei ist das Scannen und Verffentlichen von urheberrechtlich geschtzten Werken natrlich rechtlich kritisch.In Photoshop scannen wir ber DateiImportie-ren. Darber wird die Scansoftware gestartet, deren Benutzerober-flche stark von Hersteller zu Hersteller variiert. Etliche Programme kommen mittlerweile mit ei-ner stark vereinfachten Oberflche daher, die die Optimierungen fr die unterschiedlichen Zwecke selbst vornimmt, aber kaum Einstellungsmglich-keiten zulsst. Ich will wissen, was ich tue, und wechsle dann in den Modus fr fortgeschrittene Nutzer. Hier knnen wir meist gezielt unsere ge-wnschte Auflsung einstellen (an unser Ausga-bemedium denken: nicht zu viel und nicht zu we-nig!). Mchten wir unsere Quelle vergrern, dann knnen wir manchmal einen Vergre-rungsfaktor einstellen. Wenn nicht, whlen wir eine hhere Auflsung. Vervierfachung der Bild-gre bedeutet Verdoppelung der Auflsung. Oft bietet die Scansoftware auch Einstellungen zu Farbkorrekturen an, im Regelfall brauchen wir die jedoch nicht.Bilder aus Zeitungen, Zeitschriften und Bchern bestehen nicht aus flchigen Farben, sondern aus einem Raster aus schwarzen Bildpunkten, bei farbigen Abbildungen zustzlich noch Cyan, Magenta und Gelb. Diese mssen wir beim Scannen entrastern, was hufig durch die Anga-be der lpi, Anzahl der Linien auf einem Inch, ein-gestellt wird. Zeitungen haben meist 51 lpi, Zeit-schriften 137 dpi. Im Zweifelsfall einfach auspro-bieren, beim gescannten Bild in Photoshop zoo-men wir dann an einfarbige Flchen heran und berprfen, ob diese glatt sind oder ein Muster enthalten. In letzterem Fall heit es: weiter pro-bieren!Die dritte Bilderquelle sind Fotoarchive. Die Google-Bildersuche wird gerne als solches miss-braucht. Das ist aber kritisch, zum einen weil viele Treffer in der Bildgre viel zu klein sind, zum anderen weil etliche auch lizenzbehaftet sind. Es gibt aber mehrere Online-Fotoarchive, mit teils lizenzfreien, professionellen Bildern, teils mit Hobby-Fotografien. Die meisten sind eng-lischsprachig, das bedeutet, wir mssen auch englische Suchbegriffe eingeben, etwa bei

www.sxc.hu oder www.freephotos.com. Als deutschsprachiges Archiv lohnt sich ein Blick aufwww.photocase.de, das aber nur den Down-load von drei Bildern pro Tag zulsst, es sei denn, man ldt eigene hoch. Alle Fotoarchive erfordern eine Registrierung. Die Bilder speichern wir meist mit einem Klick bei gedrckter ctrl-, bzw. Strg-Taste auf das Bild. Im erscheinenden Men whlen wir dann Bild speichern unter.. oder einen hnlichen Wortlaut aus und sichern das Foto auf unserem Computer.Auch bei Fotoarchiven auf CD gibt es diverse Anbieter. Dabei gibt es aber gravierende Unter-schiede an Auswahl, Qualitt und Preis. Leider kann ich hier mangels Erfahrung keine Empfeh-lung aussprechen. Am Besten einfach mal bei google, amazon oder ebay suchen.Die Bilddateien ffnen wir mit Photoshop, indem wir sie im Finder bei gedrckter Maustaste auf das Programm-Symbol im Dock ziehen oder in Photoshop mit dem Menbefehl Dateiffnen....

Fotos vergrernHaben wir unser Fotomaterial in Photoshop ge-ffnet, mssen wir erst einmal dessen Gre und Auflsung unserem Plakat anpassen. Wir sollten bereits eine grobe Vorstellung haben, wieviel Raum das Foto auf dem Plakat in Zentimetern einnehmen sollte. Dann gehen wir auf BildBild-gre... , bzw. in Photoshop Elements auf Bild-GreBildgre... . Die Auflsung sollte mit dem Plakat bereinstimmen (150 dpi), fr die Breite und Hhe stellen wir die bentigten Werte ein . Dabei behalten wir die Dateigre im Auge . Die Zahl in Klammern ist die bisherige Datei-gre, die Zahl davor die Gre, wenn wir die nderungen mit OK bernehmen. K steht dabei fr Kilo (ca. 1.000), M fr Mega (ca. 1.000.000). Ist die Zahl vor der Klammer grer, vergrern wir die Anzahl der Bildpunkte.

Eine Vergrerung ist immer problematisch, da die zustzlichen Bildpunkte aus den vorhande-nen hinzugerechnet werden. Die vergrerten Bilder werden unscharf, bei starker Vergrerun-gen werden kaum sichtbare Strungen im ur-sprnglichen Bild zum deutlich erkennbaren

Seite 3 von 8

Problem. Beides mssen wir hinterher durch so genannte Filter manuell ausgleichen. Wird das Bild durch unsere nderungen grer, aber we-niger als doppelt so gro, reicht ein Scharfzeich-nen, wird es mehr als doppelt so gro, empfiehlt es sich, mit einem Weichzeichnungsfilter die auf-tretenden Strungen und Treppenstufen zu gltten und es anschlieend scharf zu zeichnen. Bevor wir das tun, bernehmen wir erst einmal die neue Bildgre mit OK.

Einen gngigen Weichzeichnungsfilter finden wir unter FilterWeichzeichnungsfilterGauscher Weichzeichner... . Mit dem Schieberegler stellen wir den Radius , auf den der Weichzeichner um einen Bildpunkt herum wirkt, so gering wie mg-lich ein, aber so, dass keine Strungen mehr erkennbar sind. Ist der Haken bei Vorschau gesetzt, sehen wir die Auswirkungen auf unse-

rem Bild im Voraus, entfernen wir ihn, knnen wir die Vernderung vergleichen. Mit einem Klick auf OK wenden wir den Weichzeichner an.Das Scharfzeichnen erledigen wir mit Filter-ScharfzeichnungsfilterUnscharf maskieren.... Auch hier gilt es, einen guten Kompromiss zu finden. Wir erhhen die Strke auf 100% und versuchen, den Wert fr Radius so zu whlen, dass die Konturen wieder mglichst scharf, aber die Farben nicht zu